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Donnerstag, 8. April 2021

Rezension: `Finstere Havel` von Tim Pieper

 

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Spannender Havel-Krimi !!








Tim Pieper lässt Hauptkommissar Toni Sanftleben nun schon zum fünften Mal an der Havel ermitteln. Auch wenn man die vorigen Bände nicht kennt, kommt man gut in die Story rein. Trotzdem entgeht einem etwas, wenn man sie nicht liest.

Diesmal wird Toni Sanftleben zu einem mysteriösen Fall gerufen. Eine junge Frau, Melanie Brandt, wird tot in ihrem Auto in der Havel gefunden. Die Todesursache ist noch unklar, war es ein Unfall, Suizid, oder etwa Mord? Wieso konnte sie nicht verhindern, dass das Auto in den Fluss rollte?

 Melanie Brandt war ein schwieriger, sensibler Charakter, aber auf eine besondere Art sehr anziehend für Männer. Toni ermittelt und rekonstruiert zusammen mit seinem Team die letzten Tage der jungen Frau. Dabei bringt er ein paar unglaubliche Dinge zum Vorschein, und je mehr Toni herausfindet, desto undurchsichtiger wird das Ganze.

Um den Leser vollends, allerdings im positiven Sinne, zu verwirren, erfahren wir in Rückblenden die Geschehnisse aus der Sicht der Toten.

Tim Pieper hat auch mit dem fünften Fall wieder einen spannenden Krimi hingelegt. Obwohl es jede Menge Verdächtige gibt, bleibt bis zum Schluss offen, ob es wirklich ein Mord war, oder vielleicht doch ein Unfall oder Suizid.

`Finstere Havel` ist ein guter Krimi mit einem raffiniert ausgearbeiteten Plot, einer spannenden Handlung mit interessanter Ermittlungsarbeit und vielen falschen Fährten, auf die der Leser gelockt wird.


                                                     




Dienstag, 23. Februar 2021

Rezension: ` Der leuchtende Himmel` von Ellin Carsta

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Turbulente Zeiten für die Hansens !!








 Mit `Der leuchtende Himmel` ist inzwischen der siebte Teil der Hansen- Saga erschienen. Zuerst dachte ich, nun sind alle glücklich und zufrieden, was soll denn jetzt noch Großes passieren? Eigentlich war doch alles schon einmal da. 

Aber die Autorin hat mich eines Besseren belehrt!

Der siebte Band fängt erstmal ganz beschaulich an, aber dann überschlagen sich die Ereignisse.  

Gerade hat Luise beschlossen, weniger ins Kontor zu gehen und sich mehr um Hans und ihre gemeinsame Tochter zu kümmern, da wird Onkel Georg plötzlich dringend in Wien gebraucht. Dort geht gerade alles drunter und drüber. Das bedeutet, Luise muss nun in Hamburg allein die Stellung halten und noch mehr arbeiten. 

Dazu kommt, dass die Hafenarbeiter sich organisiert haben, weil sie es leid sind, für einen Hungerlohn zu schuften, während sich die Reeder und Firmenchefs die Taschen vollmachen.

Der  Arbeiteraufstand ist für das Kontor der Hansens und andere Unternehmer ein Desaster, denn so werden die Schiffsladungen nicht gelöscht und es kann kein richtiger Handel betrieben werden.

Auch privat läuft nicht alles so, wie es sollte. Luise und Hans versuchen sich, nach den Problemen im letzten Band, wieder anzunähern.

Elsa, die Frau von Luises Cousin, fühlt sich nicht mehr sicher in der Villa und hat große Pläne. 

In Wien erfordern mehrere Ereignisse und Todesfälle die sofortige Rückkehr von Robert und Therese aus Kamerun.

Wieder einmal haben mich die Hansens und ihre Geschichten in Atem gehalten. Um euch nicht die Spannung zu nehmen, will ich nicht näher auf die Geschehnisse eingehen, aber Ihr könnt gewiss sein, diesmal passiert eine Menge Unvorhergesehenes, und nach einem entsetzlichen Drama trifft Luise eine weitreichende Entscheidung.

Nachdem der sechste Teil mich nicht komplett überzeugen konnte, bin ich von `Der leuchtende Himmel`  wieder total begeistert!









Mittwoch, 27. Januar 2021

Rezension: `Weiter als der Ozean` von Carrie Turansky

 

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Weiter als der Ozean!










 London,1909. Nach dem Tode ihres Mannes muss die Witwe Edna McAlister ihre vier Kinder alleine großziehen. Obwohl alle mit anpacken, reicht das Geld vorne und hinten nicht, und die älteste Tochter Laura muss weiter entfernt eine Stelle als Hausmädchen annehmen.

Als die Mutter schwer erkrankt, werden die drei jüngeren Geschwister einfach in ein Waisenhaus gegeben. Obwohl Laura so schnell wie möglich nach London zurückkehrt, wird sie nicht zu ihnen gelassen. Sie stehen jetzt unter der Obhut des Staates. Kurze Zeit später befinden sich die Kinder bereits auf dem Weg nach Kanada, um sie dort als billige Arbeitskräfte zu vermitteln.

Laura setzt alle Hebel in Bewegung, um das Sorgerecht zu bekommen, doch es ist zu spät. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als unter falschem Namen eine Stelle im Heim anzunehmen und andere Kinder nach Kanada zu begleiten. Nur so kann sie herausfinden, was mit ihren Geschwistern passiert ist.

In einem anderen Handlungsstrang geht es um den attraktiven Andrew Frasier, der zum Ärger seines Vaters nicht auf dem herrschaftlichen Gut lebt, sondern Jura studiert hat und nun für eine Organisation tätig ist, die sich um Heimkinder kümmern soll. So führt ihn sein Weg auch nach Kanada, wo ihm schnell einige Vorzeigefamilien vorgeführt werden, sodass er sieht, wie gut es die Kinder getroffen haben.

Carrie Turansky hat über die Verschiffung britischer Waisenkinder nach Kanada geschrieben, wovon ich vorher noch nie gehört habe.

Obwohl das Thema gar keine einfache Kost ist, lässt sich der Roman sehr leicht lesen. Das gelingt einem, weil Laura und Andrew sympathische Charaktere sind und die Story auch die eine oder mehrere Romanze enthält.

Manche Kinder trafen es gut an in ihren neuen Familien, aber viele wurden wie Sklaven gehalten, mussten von morgens bis abends schuften, wurden oft misshandelt oder gar missbraucht. Eine Lobby hatten sie nicht. Es gab in England quasi niemanden, den es wirklich interessierte, was mit ihnen nach der Überfahrt passierte.

Unerwartete Hilfe bei ihrer Suche bekommt Laura von Andrew, der ihr zur Seite steht und versucht  herauskriegen, in welche Familien ihre Geschwister  gekommen sind. Er ist fassungslos, welche Missstände er dabei aufdeckt. 

Im Nachwort habe ich gelesen, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt, was das Ganze noch unvorstellbarer macht.

`Weiter als der Ozean` ist ein Roman, den ich unbedingt empfehle!! Toller Schreibstil, interessantes, sehr berührendes, spannend umgesetztes Thema mit liebenswerten Protagonisten.


                                                            



Dienstag, 26. Januar 2021

Rezension: `Die Rache des Lombarden` von Petra Schier

 

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Gelungener Abschluss der Trilogie!!!








Köln, 1424. Die Witwe Aleydis hatte es ja nie einfach, nachdem ihr Ehemann Nicolai Golatti verstorben ist und sie sein Vermögen geerbt hat. Sie musste sich mit den Nachlass und den Schuldnern auseinandersetzen und akzeptieren, dass Nikolai viele dunkle Geschäfte getätigt hat, von denen sie nie etwas wusste.

Bisher meistert Aleydis aber alles alleine, führt die Wechselstube weiter, kümmert sich um ihren Haushalt mit den Bediensteten und um ihre beiden Mündel Ursel und Marlein.

Ihre Selbstständigkeit ist vielen ein Dorn im Auge, nicht zuletzt ihrer angeheirateten Verwandtschaft. Wie sehr sie gehasst wird, wird ihr erst klar, als Ursel und Marlein entführt werden und der Onkel das Sorgerecht für die beiden beantragt.

Nun benötigt Aleydis doch wieder die Hilfe von Gewaltrichter Vinzenz van Cleve....


Ich lese sehr gerne über den Alltag zur damaligen Zeit. Eine Ehe war meistens eine geschäftliche Angelegenheit und wurde zwischen den Vätern der Brautleute arrangiert. Auch Aleydis` Ehemann war von ihrem Vater für sie ausgesucht worden, aber sie war mit der Wahl zufrieden und Nikolai bis zu seinem Tode in Liebe zugetan. Nach der Entführung der Mädchen und einem schlimmen Überfall auf Aleydis und ihre Diener, ist sie zu der Erkenntnis gelangt, dass es ohne Mann auf Dauer doch zu gefährlich ist. Ihr Vater hat auch schon einen alten Freund ins Auge gefasst....

`Die Rache des Lombarden` ist der Abschluss der Trilogie. Für mich war der letzte gleichzeitig auch der beste Band. Nicht nur Aleydis und Vinzenz spielen eine große Rolle, sondern die Autorin hat auch die Nebencharaktere mit ihren Stärken und Schwächen gut dargestellt. Es passiert diesmal sehr viel und Petra Schier hat es spannend umgesetzt. 

Der Schreibstil ist locker und lässt sich flüssig lesen und ich finde es schade, dass die Lombardenreihe nun vorbei ist.  

Eine Sache regt den Leser nach dem Ende des Buches noch zum Nachdenken an, aber darüber möchte ich noch nichts verraten.

Eine ganz klare Kaufempfehlung für diesen lesenswerten historischen Roman!!!

                            



Ich danke dem  Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 17. Januar 2021

Rezension: `Ich bringe den Tod` von Jutta Maria Herrmann


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Fesselnder Psychothriller!!








 

Die Autorin Nina will endlich mehr über ihre Familie herausfinden. Aufgewachsen ist sie bei ihrer Tante, denn ihre Eltern hat sie nie kennengelernt. Das Einzige, was ihr geblieben ist, ist ein Abschiedsbrief, den ihre Mutter kurz vor ihrem Selbstmord vor ein paar Monaten geschrieben hat.

Doch die Verwandten wollen nichts von ihr wissen und auch über ihre Mutter oder ihren Vater erfährt sie nicht Näheres. Trotzdem gibt Nina nicht auf und versucht in dem Geburtsort ihrer Mutter etwas herauszufinden, nicht wissend, dass sie sich dabei in große Gefahr begibt.

In einem anderen Handlungsstrang lernen wir Simon kennen. Irgendjemand bedroht ihn und seine alten Freunde, allesamt Schulkameraden von Ninas Mutter, mit dem Tod. Es gibt da ein viele Jahre lang gehütetes Geheimnis, und nun scheint die Vergangenheit die Männer  einzuholen. 

Obwohl auch manches aus der Täterperspektive erzählt wird, ist es für den Leser schwer zu erkennen, ob derjenige, der hinter Nina her ist, auch die Männer bedroht. Handelt es sich um einen oder zwei Täter? Welcher Zusammenhang könnte überhaupt bestehen?

 `Ich bringe den Tod`  ist ein undurchsichtiger Psychothriller, der den Leser in Atem hält, weil die Story direkt zu Beginn ein rasantes Tempo aufnimmt.   

Die Ereignisse überschlagen sich! Es geht um Entführung, Mord, Besessenheit und um ein Verbrechen, das lange zurückliegt.

Die Autorin Jutta Maria Herrmann steht immer für spannende Lesestunden, und auch diesmal ist aus ihrer Feder wieder eine packende Handlung mit speziellen Charakteren geflossen.

Für das Ende der Geschichte hat sie sich noch einmal etwas ganz Besonderes ausgedacht, was mich sehr überrascht und mir gut gefallen hat.

Ganz klare Leseempfehlung !!


                                  




Dienstag, 20. Oktober 2020

Rezension: `Belgische Finsternis` von Stephan Haas

 

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Verzwickter Cold Case!










Der belgische Ermittler Piet Donker wird von jetzt auf gleich von Brüssel an einen Ort in Ostbelgien versetzt. Dort soll er sich einem alten Fall widmen, in dem es neue Anhaltspunkte zu geben scheint. 

 Piet muss ganz von vorne anfangen, denn die Schwester eines Toten macht eine unbeschreibliche Entdeckung, die alle bisherigen Erkenntnisse über den Haufen wirft. Während der Ermittlungen geschehen weitere Morde und es stellt sich die Frage, ob der, inzwischen inhaftierte, Serienmörder Ivo Heming vielleicht vorschnell für alles verantwortlich gemacht wurde?

Stephan Haas hat mit seinem Debüt einen gelungenen und packenden Krimi geschrieben, mit vielschichtigen Charakteren und einem extrem verzwickten Cold Case. Durch immer neue Entwicklungen in der sehr komplexen Handlung baut sich eine ordentliche Spannung auf, zudem hat mir die Mischung aus Privatleben und Polizeiarbeit gut gefallen. 

Viele lose Fäden werden am Ende verflochten und führen zu einem völlig überraschenden Schluss, sodass keine Fragen offen bleiben.


                                                   



Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 6. Oktober 2020

Rezension: `Seelen unter dem Eis` von Astrid Korten

 


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Ein Psychothriller vom Feinsten!!








Tom Döbbe, ein erfolgreicher Werbe- Macher, sitzt in der Todeszelle. Wegen Mordes. Als einer der Wachleute ihn dazu animiert, seine Geschichte aufzuschreiben, beginnt er nach anfänglichem Zögern, denn viel Zeit bleibt ihm nicht mehr, um zu erzählen, was passiert ist.

In Rückblenden erfährt der Leser nun nach und nach, was geschehen ist. Es stellt sich heraus, dass nichts so war, wie es auf den ersten Blick scheint.

Nach dem Tod seiner Mutter braucht Tom eine Ablenkung und da hilft ihm der tageweise Einsatz als Dozent an der Uni. Auch in seiner Ehe mit Helen ist er nicht richtig glücklich und dann passiert es... Amal ist eine seiner Studentinnen, nicht hübsch und eigentlich kein bisschen attraktiv. Doch ein ganz besonderer Augenblick ist schuld, dass Tom ihr verfällt und er beginnt im wahrsten Sinne des Wortes eine verhängnisvolle Affäre. Was als lustvolle Beziehung anfängt, wird mehr und mehr zum Albtraum, doch Tom schafft den Absprung nicht. Amal wird immer irrer in ihren Handlungen, bis er nur noch einen Ausweg sieht. Sie muss sterben.

Astrid Korten hat wieder ein brisantes Thema aufgegriffen: Das Für und Wider der Todesstrafe. Ist sie berechtigt, wenn alle Indizien auf einen Mord hinweisen und zudem ein Geständnis vorliegt?

`Seelen unter dem Eis` ist ein beklemmender Thriller mit psychologischer Tiefe, extrem spannend geschrieben.

Zudem hat Astrid Korten ein hammermäßiges, geniales und völlig unvorhersehbares Ende konstruiert, wie man es sonst nur aus den alten Justizthrillern von John Grisham kennt.

Ich bin begeistert!!

                               


Donnerstag, 17. September 2020

Rezension: `Rote Tränen` von Mike Landin

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Spannender Debütroman!!!





 












Jakob ist gar nicht damit einverstanden, als seine Eltern beschließen, mit der Familie von Cottbus zurück in ihre Heimat in die Berchtesgadener Alpen  ziehen. Er hat sich geschworen, sofort nach dem bestandenen Abitur zurückzukehren.
Doch gleich in den ersten Tagen trifft er auf die hübsche Hannah und plötzlich findet er es dort gar nicht mehr so schlimm.
Auf einem Fest erfährt er, dass ein Mädchen vermisst wird und es ist anscheinend nicht das erste. Im Laufe der letzten 20 Jahre verschwanden immer mal wieder junge Mädchen und eines tauchte nie mehr auf. 
Manche Handlungen, besonders die seiner Eltern, kommen ihm sehr merkwürdig vor, und zusammen mit Hannah beginnt er ein wenig nachzuforschen. Damit sticht er quasi in ein Wespennest, wovon eine der Spuren ihn ganz klar zu seiner Familie führt. Was versuchen seine Eltern vor ihm zu verbergen??

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, aber Mike Landin hat mich positiv überrascht.
Von dem ausgefeilten Schreibstil, der für einen Debütroman eher ungewöhnlich ist, war ich wirklich beeindruckt. 

Ein spannungsgeladener Plot, besondere Charaktere und eine rasante Handlung mit vielen unerwarteten Wendungen taten ihr Übriges.

Zum Schluss überschlugen sich die Ereignisse und die Auflösung leider etwas, aber trotzdem von mir eine ganz klare Leseempfehlung für `Rote Tränen!`

                                                        

 Hier geht`s zur  HOMEPAGE  des Autors :




Mittwoch, 19. August 2020

Rezension: `Auf kalter Spur` von Robert Dugoni

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Auf kalter Spur!!


















Tracy Crosswhite kehrt mit ihrer Familie für kurze Zeit in ihre Heimatstadt Cedar Grove zurück. Ihr Mann Dan hat dort als Anwalt einen Fall übernommen, bei dem er vor Ort sein muss. Inzwischen haben Dan und Tracy ein Baby, die kleine Daniella. Da eine liebevolle Tagesmutter mitgereist ist, fühlt sich Tracy unausgelastet. Dieses Nur-Muttersein ist ihr nicht genug, wie sie feststellt. Als Chief Roy Calloway sie um Hilfe bei einem Fall bittet, sagt sie sehr zum Ärger ihres Mannes zu.

Es geht um drei Mordfälle, verübt im Abstand von vielen Jahren, und doch scheint irgendwie ein Zusammenhang zu bestehen.
Zwischendurch wird über die Gerichtssache berichtet, die Dan übernommen hat. Ich fand die Details über seine Arbeit nicht besonders spannend, doch man sollte ihnen ruhig Aufmerksamkeit widmen, denn sie bekommen später noch eine Bedeutung.

Als Tracy den alten Morden nachgeht, kommt es natürlich so, wie von Dan vorausgesehen. Es gibt jemanden, dem es ganz und gar nicht passt, dass Tracy in Ermittlungen einsteigt, wodurch sie  sich plötzlich in großer Gefahr befindet.
Ich hatte den Eindruck, Tracy will unbedingt ihren Willen durchsetzen, ohne Rücksicht auf Verluste, was sie mir an manchen Stellen etwas unsympathisch machte.

Trotzdem konnte mich auch  der neue Fall für Tracy Crosswhite wieder fesseln. `Auf kalter Spur` ist nicht das beste Buch aus der Reihe, und die Angelegenheit, mit der Dan sich befassen musste, fand ich schon etwas langgezogen.

 Aber ich mag Robert Dugonis Schreibstil, er legt viele  falsche Fährten und bringt jede Menge Verdächtige ins Spiel, die den Leser verwirren. Er arbeitet sich langsam Stückchen für Stückchen weiter, bis man irgendwann erkennt, dass die vielen losen Enden zu einem Schluss führen, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. 


                                             
                                           

                                                 

Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 27. Juli 2020

Rezension: `Ich will Dein Leben` von Amanda Jennings

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Spannender Psycho- Roman!!















Schon immer ist die sechzehnjährige Tamsyn von dem Haus auf den Klippen, das die Familie Davenport nur am Wochenende nutzt, fasziniert. Oft war sie heimlich mit ihrem Vater dort, wenn die Besitzer nicht da waren. Richtig schlimm wird ihre Begeisterung für das Haus und seine Bewohner nach dem Tode des Vaters.
Stundenlang sitzt das Mädchen im Gras und beobachtet den attraktiven Mr. Davenport und seine wunderschöne Frau Eleanor aus der Ferne. In Gedanken liegt sie selbst dort auf einer Liege am Pool und lässt sich einen Cocktail bringen und von Mr. Davenport liebkosen.

In den Ferien ist plötzlich Davenports Tochter Evie dabei und wahrhaftig schafft es Tamsyn, sich mit ihr anzufreunden.
Das ist für sie die Erfüllung all ihrer Träume. Sie kommt aus der ärmlichen Behausung der eigenen Familie heraus und wird in das Haus auf den Klippen eingeladen. Gibt es Schöneres auf Erden? Die Davenports haben so ein Glück und wissen es gar nicht zu schätzen. Tamsyn ist wütend und ärgert sich, dass Evie alles als gegeben hinnimmt.
Es dauert lange, bis sie begreift, dass nicht alles so ist, wie es nach außen scheint ....

Das Buch von Amanda Jennings fängt etwas schleppend an, doch dann hat es mich direkt in seinen Bann gezogen. Es handelt sich nicht um einen Krimi, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern um einen Roman.

Tamsyns Obsession von dem Haus und den Davenports ist berührend, aber auch beklemmend. Sie merkt gar nicht, wie viel Glück sie mit ihrer eigenen Familie hat, weil ihr Blick seit Jahren nur auf das Haus und die Familie auf den Klippen gerichtet ist.
Doch hinter der scheinbar perfekten Fassade sieht es ganz anders aus. Trotzdem möchte Tamsyn nichts sehen, was das Idyll trügen könnte. Sie verschließt gerne ihre Augen, alles soll so bleiben, wie sie es sich immer vorgestellt hat.

`Ich will dein Leben` ist außerordentlich atmosphärisch, geradezu unheimlich, mit fein gezeichneten Charakteren und spannungsgeladener Handlung geschrieben. Das Ende hat mich völlig überrascht, auch wenn es absolut passt.

Diese Geschichte von Besessenheit, Sehnsucht, Trauer und Eifersucht kann ich unbedingt empfehlen!




                              



Ich danke dem  Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 25. Juli 2020

Rezension: `Der König darf nicht sterben` von Maksim Klasanovic


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Schlimme Jahre im Thai-Knast!


















Als ich den Autor  neulich im Frühstücksfernsehen sah, hat mich seine Geschichte direkt interessiert und ich habe mir das Buch bestellt.
Wegen eines Drogendelikts (im Prinzip nur die Weitergabe einer Telefonnummer) wird Maksim in Thailand festgenommen.
Zuerst glaubt er nicht daran, länger im Gefängnis verweilen zu müssen, weil er annimmt, eine Kautionszahlung bringe ihn schnell wieder nach Hause zu Freundin und Tochter.
Doch so ist es leider nicht! Er wird zu 13 Jahren Thai- Gefängnis verurteilt! 
Maksim Klasanovic schildert, wie es ihm von Anfang an ergangen ist. Korrupte Anwälte, die seine Mutter um alle Ersparnisse gebracht haben, jedoch für ihn keinen Finger krumm gemacht haben.
Das Leben in einer Zelle zusammen mit mehreren Hundert anderen Gefangenen. Kein Bett, kein Kissen. Die Verpflegung ekelhaft. Alles wurde verwertet, was andere vielleicht wegwarfen. Krallen, Haut, Füße, Schwarte und Borsten, alles kam ins Essen. Besonders grausam fand ich, dass der Gefängniswärter sein vollgeschnupftes Taschentuch einfach in den Suppentopf für die Gefangenen warf. Als Leser denkt man vielleicht, die Strafe ist unverhältnismäßig hoch für sein Vergehen, aber Maksim sucht  keine Entschuldigung für sein Handeln. Er sieht ein, es war falsch, so sind die Gesetze in Thailand, und die hätte er respektieren müssen. Mir hat gefallen, dass er sich nicht nur als Opfer sieht, sondern klar sagt, dass der Fehler auch auf seiner Seite lag. Maksim liebt Thailand weiterhin, auch wenn er nie wieder zurückkehren darf.
`Der König darf nicht sterben`  ist ein interessantes und spannendes Buch, in dem er beschreibt, wie er diese schweren Jahre im härtesten Knast Thailands überstanden hat, was ihm die Kraft dazu gab und wie er es geschafft hat, dass es ihm heute sogar besser geht als früher.

                                                 


Mittwoch, 22. Juli 2020

Rezension: `Nichts wird bleiben von Dir` von Jutta Maria Herrmann

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Späte Rache!!


















Mit der Beicht- Hotline haben die vier Freunde Rick, Chris, Paula und Konrad eine echte Marktlücke entdeckt. Es gibt wahrhaftig genug Leute, die dort anrufen, ihr Gewissen erleichtern und noch dafür bezahlen.
Alles läuft super, bis zu dem Abend, als eine Anruferin bei Rick erzählt, dass sie ein Baby lebendig begraben will. Normalerweise sind es Ehebetrug oder kleinere Delikte, die die Menschen sich von der Seele reden möchten. Noch nie mussten die Hotline Mitarbeiter die Polizei benachrichtigen und sind auch jetzt im Zwiespalt.
Diesmal stellt sich der Anruf noch als Finte heraus, doch der Alptraum hat begonnen!


Während Rick Stress mit seinen Eltern hat, ärgert sich die schwangere Paula über Konrad, und Chris sucht überall seinen Bruder. Niemand denkt darüber nach, dass es jeden Moment zu viel größeren Problemen kommen könnte. Jemand hat einen perfiden Racheplan geschmiedet und keiner von ihnen ist mehr sicher.
Man könnte die Freunde immer schütteln, weil sie nicht merken, dass sie viel zu vertrauensselig sind und geradewegs in ihr Unglück rennen.

Jutta Maria Herrmann hat ihr Erstlingswerk `Hotline` überarbeitet und neu lektorieren lassen. Herausgekommen ist der mega spannende Psychothriller `Nichts wird bleiben von Dir.`
Facettenreiche Charaktere und ein gut ausgetüftelter Plot, gepaart mit Gänsehaut- Handlung konnten mich wieder einmal begeistern.
Auch wenn man schon früh vermuten konnte, wer hinter all dem steckt, hat das der Spannung keinen Abbruch getan.


                                                   










Freitag, 3. Juli 2020

Rezension: `Eine Liebe zwischen den Fronten` von Maria W. Peter

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Eine Liebe zwischen den Fronten!














Mitten in die Verlobungsfeier von Paul und Madeleine platzt ein Soldat mit Pauls Einberufungsbefehl. Der Deutsch- Französische Krieg hat begonnen!! Damit stehen die Liebenden ab sofort auf gegnerischen Seiten. Madeleine flieht kurzerhand mit ihrem Vater nach Metz und Paul zieht für Preußen als Militärarzt in den Krieg.

Von nun an fndet sich der Leser meistens an Kriegsschauplätzen wieder, mitten in Schlachten oder in Lazaretten.
Im Vordergrund steht eindeutig das Kriegsgeschehen und weniger die Liebesgeschichte.

Mehrere Kapitel drehen sich um die Erlebnisse von  Madeleines Bruder Clement, einem Pariser Kommunarden, um die schwarze Djamila, die für Madeleines Mutter arbeitet und ihren Bruder Karim, der als Algerier für Frankreich kämpft.
Die Perspektiven wechselten für mich etwas zu oft und zu abrupt, sodass ich manchmal gar nicht so schnell mitbekam, dass wir uns schon wieder woanders befinden.

Madeleine bangt um ihren Verlobten, weiß nicht, ob er noch lebt, weil überhaupt keine Nachrichten verschickt werden können. Paul geht es genauso, beide arbeiten bis zur Erschöpfung in einem Kriegslazarett, nur auf verschiedenen Seiten. Was sie dort erleben, ist bedrückend und streckenweise sehr erschreckend.
Maria W. Peter hat die historischen Ereignisse von 1870/71 , hervorragend recherchiert. Sie schont den Leser nicht, redet nichts schön, sondern konfrontiert ihn erbarmungslos mit den grausamen Tatsachen des Krieges. Die ganzen Entbehrungen, der Kummer, das unendliche Leiden und Sterben der Verletzten, der gegenseitige Hass, aber auch die immer größer werdende Angst, werden atmosphärisch dicht und auch fesselnd erzählt.


Trotzdem war dieses detailreiche Beschreiben des Kriegsgeschehens für mich insgesamt zu viel, sodass ich des Öfteren mal quergelesen habe. 




                                                       




Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 24. Juni 2020

Rezension: `Der Fahrer` von Andreas Winkelmann

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#FINDEMICH


















Dies war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann und es handelt sich, wie ich dann erst merkte, um eine Reihe. Trotzdem hatte ich aber keinerlei Schwierigkeiten, ohne Vorkenntnisse in die Story hineinzufinden.

Junge Frauen werden entführt und die Polizei bekommt 24 Stunden Frist, sie zu finden. Unter dem Hashtag #findemich erhalten sie Nachrichten vom Entführer, doch er scheint ihnen immer eine Schrittlänge voraus zu sein.
Die jungen Frauen waren alle aktiv bei Instagram und posteten fleißig Fotos. Ist der Täter unter den Followern zu finden?

Zusätzlich hat man den Eindruck, dass sich jemand an Kommissar Jens Kerner rächen will, denn alle Hinweise deuten auf ihn.
Vielleicht jemand, den er hinter Gittern gebracht hat oder Angehörige eines Verurteilten? Jens tappt, genauso wie seine Kollegen im Dunkeln.

 Jens Kerner und sein Team ermitteln in alle Richtungen, haben auch schon verschiedene Verdächtige verhört, aber der große Durchbruch gelingt ihnen nicht. Was hat der Fahrdienst Mac Driver damit zu tun? Und wieso taucht plötzlich Jens` Bruder hier auf?

Andreas Winkelmann hat einen packenden Thriller geschrieben, gut austüftelter Plot und kurze Kapitel, von denen viele mit einem Cliffhanger enden. Der Leser wird ordentlich in die Irre geführt, immer wenn man meint, den Täter zu erkennen, ergibt sich wieder eine neue Wendung.
Teilweise wird auch aus der Sicht der entführten Frauen erzählt, was mir schon den einen oder anderen Schauer über den Rücken laufen ließ. Andreas Winkelmann schreibt in modernem Stil, flott, lebendig und temporeich, sodass keine Sekunde Langeweile aufkam.
Ein mulmiges Gefühl bei der nächsten Taxifahrt bleibt, glaube ich, nicht aus. Unbedingte Leseempfehlung für meinen ersten Winkelmann- Thriller.

                                                                               

Ich danke dem  Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 15. Juni 2020

Rezension: `Das wirkliche Leben` von Adeline Dieudonné

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Verstörender, aber fesselnder Roman !!














Das Mädchen lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder und den `Kadavern` in einem schönen hellen Haus am Waldrand.

Die Mutter, von ihr immer als Amöbe bezeichnet, schweigt, kocht das Essen und kümmert sich ansonsten um ihre Zwergziegen. Der Vater, ein gewalttätiger Koloss, trinkt Whiskey, guckt Fernsehen und liebt den Rausch der Jagd. Für seine Jagdtrophäen hat er ein eigenes Zimmer eingerichtet, das Kadaverzimmer. Seine Macht demonstriert er gerne zuhause und lässt seine Wut an der Amöbe aus, die das genauso wie alles andere, einfach hinnimmt.
Es ist schwierig, diesen Roman zu beschreiben. Eine bedrückende, verstörende Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens, geschrieben in der Ich- Form.

Der Leser kann förmlich ihre Angst spüren, wenn sie dem Vater entgegen tritt. Vor allem, als sie älter wird und ihr Körper fraulichere Formen bekommt, muss sie sich noch mehr vor ihm und seinen lüsternen Blicken in Acht nehmen. Man leidet mit ihr, wenn sie um ihren kleinen Bruder fürchtet, der abartige Dinge tut. Der Leser erfährt von ihren Sehnsüchten, den Qualen und dem Grauen, wenn sie an die Kadaver denkt. Aufmüpfige Gedanken werden vom Vater gleich im Keim erstickt, wenn nötig, auch mit Gewalt. Doch das Mädchen kämpft und versucht aus eigenen Stücken mehr aus ihrem Leben zu machen. Sie will kein Opfer sein, keine Beute! Von der Amöbe ist keine Hilfe zu erwarten, das Mädchen muss sich selbst helfen.


 Adeline Dieudonnés Schreibstil ist nüchtern und schnörkellos, jedoch sehr ausdrucksstark. Die düstere, trostlose und bedrückende Atmosphäre hat die Autorin perfekt eingefangen.
Obwohl es keinerlei wörtliche Rede gibt, was ich eigentlich gar nicht mag, fesselte mich `Das wirkliche Leben`  von der ersten bis zur letzten Seite.
Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen, brillant geschriebenen Roman.

             



Ich danke dem DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 5. Juni 2020

Rezension: `Im grausamen Licht der Sonne` von Nalini Singh


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Sehr spannend!!














Anahera kehrt nach dem Tode ihres Mannes zurück in ihrem Heimatort Golden Cove. Sie muss nicht nur den Verlust verarbeiten, sondern auch mit einem schlimmen Betrug fertig werden.
Doch die ersehnte Ruhe bleibt aus, denn direkt in den ersten Tagen verschwindet ein junges Mädchen, die überall beliebte Miriama. Zuerst geht man von einem Unfall aus und der ganze Ort hilft bei der Suche, doch das Mädchen bleibt verschwunden. Man muss inzwischen von einem Verbrechen ausgehen und es ist klar, dass der Täter nur aus Golden Cove kommen kann. Sofort werden Erinnerungen an die drei Wanderinnen wach, die vor Jahren hier verschwunden sind.
Der Polizist Will organisiert die Suche und zusammen mit Anahera versucht er mehr über das Vorleben der Dorfbewohner herauszufinden.
 Es scheint, als hätte bald jeder Dreck am Stecken und rutscht damit  automatisch auf die Liste der Verdächtigen. Für Anahera unvorstellbar, denn mit den meisten von ihnen ist sie zusammen aufgewachsen und vertraut ihnen.
Ich habe von Nalini Singh bisher noch nichts gelesen, da sie meist Fantasy Romane schreibt. Nun ist ihr erster Thriller erschienen und ich bin begeistert.
Für mich ist es ein Mittelding zwischen Thriller und Krimi, denn viel Zeit wird mit normaler Polizeiarbeit verbracht. Die Alibis werden überprüft, das Vorleben der Bewohner durchleuchtet und eventuelle Lügengeschichten aufgedeckt.
Auch die verschwundene Miriama hatte ihre Geheimnisse, die bald alles in einem anderen Licht scheinen lassen. Irgendwann ist es so, dass man seinem besten Freund nicht mehr traut, weil jeder irgendwie verdächtig ist.

Ein packender Schreibstil, kurze Kapitel, von denen viele mit einem Cliffhanger enden und interessante, spannende Verwicklungen haben es geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
                                               




   Ich danke dem Droemer Knaur Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 29. Mai 2020

Rezension: `Ostseegruft` von Eva Almstädt


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Spannender Ostseekrimi!!











Als die Kommissarin Pia Korritki am Grab ihrer Freundin steht, fällt ihr ein Mann auf, der behauptet, Kirstens Tod sei kein Unfall, sondern Mord gewesen. Als Pia nachhaken will, ist er verschwunden. Eigentlich wurde der Unfall bei der Polizei schon zu den Akten gelegt, aber Pia lässt es keine Ruhe. Sie versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist und ob an dem Vorwurf etwas dran sein könnte.
Befragungen der Nachbarn, Freunde und der Familie der Toten bringen sie Stückchen für Stückchen weiter.

Zur Hilfe kommt ihr aber der Zufall, als eine zwanzig Jahre lang verschüttete Leiche unter einem einsturzgefährdeten Haus auftaucht. Pia sieht Verbindungen zwischen den Fällen, doch was sie herausfindet, ist eine weitaus größere Sache, als sie bisher angenommen hat.

Pia ist zudem eine sympathische Protagonistin, für die es als alleinerziehende Mutter nicht immer so einfach ist, alles unter einen Hut zu bringen. Ich kannte bisher erst einen Krimi aus der Reihe und das ist schon einige Jahr her. Trotzdem war es überhaupt kein Problem, sofort einzusteigen. Ich ärgere mich nur, dass ich die anderen Bände verpasst habe, aber das lässt sich ja nachholen.

Ich mag diese Art von Krimi total gerne. Wenig Blutvergießen, viel Polizeiarbeit, Recherche und keinerlei übertrieben reißerische Szenen. Hier hat Pia es mit einem sehr undurchsichtigen Fall zu tun und ich hatte fast in jedem Kapitel einen neuen Verdächtigen ausgemacht. Doch leicht macht es einem die Autorin nicht mit vielen unvorhergesehenen Wendungen, sodass sie mich am Ende doch überraschen konnte.

`Ostseegruft` war für mich von Anfang bis Ende spannend, ganz klare Leseempfehlung !!


                                         




Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Rezension: `Die Mädchen aus der Firefly Lane` von Kristin Hannah

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Wunderschöne Geschichte!!

















Kate und Tully sind zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kate zurückhaltend und eher eine Außenseiterin, Tully auffallend und überall beliebt. Trotzdem werden sie beste Freundinnen.
Die Schule besuchen sie gemeinsam, genauso wie das College und anschließend haben beide den gleichen Berufswunsch. Es heißt überall nur KateundTully, denn die beiden gibt es meist nur im Doppelpack.
Irgendwann driftet es ein wenig auseinander, Kate zieht ein Leben als Ehefrau und Mutter der Karriere vor. Unverständlich für Tully, deren Bestreben es weiterhin ist, ein Leben als Reporterin im Rampenlicht zu führen.
Trotzdem besteht die Freundschaft weiterhin und auch wenn es öfter Meinungsverschiedenheiten gibt, sind sie sich nie wirklich böse.
Bis zu einem unverzeihlichen Vertrauensbruch, an dem die Freundschaft zu zerbrechen droht.

Der neue Roman von Kristin Hannah ist eine wunderschöne emotionale Geschichte über die Freundschaft zweier Frauen. Sie erleben viele Höhen und Tiefen, ihre Freundschaft übersteht alles, doch bei der schlimmsten Krise ist eine von beiden allein.

Schon viele ihrer Bücher haben mich begeistern können, und auch mit `Die Mädchen aus der Firefly Lane` ist Kristin Hannah wieder etwas Besonderes gelungen.
Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Kate oder Tully erzählt, sodass der Leser immer weiß, was in beiden vorgeht.
Das letzte Drittel ist wirklich sehr gefühlsbetont und war für mich extrem tränenreich. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal bei einem Buch so geflennt habe.
Ein wirklich aufwühlender und bewegender Roman, den ich nicht so schnell vergessen werde!!


Ich danke dem  Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 12. Mai 2020

Rezension: `Sonst tot` von Jutta Maria Herrmann und Thomas Nommensen


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Spannender Kurzkrimi!

















Die vierzehnjährige Jule ist es leid, dass ihr Vater ihr den Umgang mit dem wesentlich älteren Ben verbietet. Um ihn zu strafen, dreht sie zusammen mit Ben ein absolut schräges Ding, doch nichts läuft so, wie sie es sich vorgestellt hat.
Als sie merkt, dass Ben nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat, ist es schon zu spät.
Währenddessen sucht Jules Vater seine Tochter überall, denn er hat eine Lösegeldforderung erhalten.

Ich mag die Bücher von Jutta Maria Herrmann und nun hat sie zusammen mit ihrem Mann Thomas Nommensen diesen kurzweiligen, spannenden Mini-Thriller geschrieben. Dazu verblüfft `Sonst tot` mit einem Ende, das man nicht voraussehen konnte.

                                                       












Freitag, 8. Mai 2020

Rezension: `Marta schläft` von Romy Hausmann




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Spannend mit Gänsehautfeeling !!!











Nach schockierenden Ereignissen in ihrer Familie endet Nadjas Kindheit abrupt, als sie wegen Mordes zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird.

Nadja ist heute eine graue Maus und anscheinend für manche Menschen das perfekte Opfer. Als sie von einer alten Freundin gebeten wird, zu helfen, einen Mord zu vertuschen, macht sie das, doch es kommt alles anders, als sie denkt.
Jemand hat ein bizarres Spiel für sie vorbereitet: Wir spielen Gericht!


Romy Hausmann hat mich nach `Liebeskind` auch mit ihrem zweiten Thriller begeistern können.
Ihr Schreibstil gefällt mir sehr und ich hatte auch keinerlei Schwierigkeiten, gut in die Story hineinzukommen. Sie schreibt in kurzen Kapiteln, jedoch zeigen die Überschriften immer an, wo wir uns befinden, sodass ich es nicht verwirrend fand. Ich habe am Anfang Nelly und Nadja mal verwechselt, aber das war es auch schon.

Die Geschichte selbst ist außergewöhnlich und ereignisreich und immer neue Ver- und Entwicklungen halten den Spannungsbogen dauerhaft oben.
Ich hatte öfter einen Verdacht, aber nichts davon hat sich bestätigt, was das Ganze natürlich noch  nervenzerreißender macht.
Des Öfteren überkam mich eine Gänsehaut beim Lesen und das ist ja auch das, was einen guten Psychothriller ausmacht.
Obwohl manche Nebenhandlungen fast überflüssig sind, weil sie nicht unbedingt mit der Geschichte zu tun haben, machen sie doch neugierig und lassen sich gut lesen.

Raffiniert werden die einzelnen  Geschehnisse am Ende zu einem großen Ganzen verknüpft und es bleiben keinerlei Fragen mehr offen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für `Marta schläft!!!`












Ich danke dem DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.