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Freitag, 10. April 2026
Rezension: `Das Vermächtnis` von John Grisham
Mittwoch, 23. April 2025
Rezension: `Die Legende` von John Grisham
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Die letzte Bewohnerin, Lovely Jackson, behauptet jedoch, dass die Insel ihr gehört – und sie soll verflucht sein: Kein Weißer, der die Insel betritt, überlebt. An dieser Warnung scheint tatsächlich etwas Wahres dran zu sein.
Lovely, mittlerweile über achtzig Jahre alt, kämpft mit Mercers Hilfe und der Unterstützung des Anwalts Steve vor Gericht um ihr Recht. Das Problem: Sie besitzt keine Dokumente, die ihre Eigentumsansprüche belegen.
John Grisham greift in `Die Legende` mehrere Themen auf, und ich habe mich gefreut, einige alte Bekannte aus Camino Island wiederzutreffen.
Mittwoch, 20. November 2024
Rezension: `Unschuldig` True Crime Storys von John Grisham und Jim McCloskey
Ich habe alle Romane von John Grisham gelesen, und dieses Buch hat mich wieder mal echt umgehauen.
John Grisham und Jom McCloskey schildern abwechselnd je fünf interessante Fälle mit Fehlurteilen. Zehn wahre Fälle, die so unfassbar sind, dass man denkt, das kann im Leben nicht stimmen. Leider ist es aber die Realität.
Zehn Fälle und sicher die nicht einzigen, in denen Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter, ohne Rücksicht auf Verluste, einem Unschuldigen einen Mord angehängt haben. Weil ihnen die Nase nicht passt, derjenige zu schwarz war oder einfach, um schnell einen Täter vorzuweisen. Was nicht passt, wird passend gemacht. Wie viele Leben wurden zerstört, während die Verantwortlichen abends ohne schlechtes Gewissen zurück zu ihren Familien gingen? Der unschuldige Verurteilte, seine Familie, Kinder, Freunde, alle leiden lebenslang unter einer Verurteilung wegen Mordes.
Das Buch war extrem harte Kost, das ich ein paar Mal zur Seite legen musste, weil es mich so ergriffen hat. Man kann sich gar nicht vorstellen, was die Leute durchgemacht haben. Wenn dann nach Jahren mal ein Urteil aufgehoben wurde, weil es sich offensichtlich um ein Fehlurteil handelte, gab es keinerlei Entschädigung, und die dafür Verantwortlichen hatten meist nichts zu befürchten.
Wenn man liest, wie manche Anklagen zustande kommen, durch Profilneurosen, Korruption, Meineid und Rassenhass, überdenken einige Menschen sicher nochmal ihre Meinung zur Todesstrafe. Es ist für mich immer noch unvorstellbar, dass im amerikanischen Justizsystem solche Dinge möglich sind. Ich war wirklich erschüttert über das, was ich gelesen habe.
Absolute Kaufempfehlung für diese True Crime Storys!
Freitag, 8. März 2024
Rezension: `Die Entführung` von John Grisham
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Grisham wieder in seiner alten Form!!
An `Die Firma` kann ich mich kaum erinnern, es ist zu lange her, dass ich das Buch gelesen habe. Das ist aber auch nicht schlimm, denn `Die Entführung` ist ein eigenständiger Roman und man braucht kein Vorwissen.
Der Anwalt Mitch McDeere wird von seinem alten Freund und Mentor gebeten, ihn in einem internationalen Rechtsstreit zu unterstützen.
Zusammen mit Giovanna, der Tochter seines Freundes, reist Mitch nach Libyen, um vor Ort agieren zu können. Dann geht alles schief, und Giovanna wird bei einem Überfall von kaltblütigen Mördern und Terroristen entführt. Es wird ein Lösegeld von sagenhaften 100 Millionen gefordert, und Mitch und seinen Kollegen fällt die Aufgabe zu, das Geld aufzutreiben. Dabei steht auch seine Familie im Visier der Täter.
`Die Entführung` hat mit sehr gut gefallen. Es war mal wieder ein Grisham ganz nach meinem Geschmack. Eine juristische Raffinesse zum Schluss, wie in den ersten Grishams, gibt es leider schon lange nicht mehr, aber dieser Roman konnte mich trotzdem begeistern. Die Handlung spielt 2005, und die Zustände und politische Situation in Libyen ist erschreckend. Grauenvolle Hinrichtungen, die extra gefilmt werden, erschüttern und schockieren Mitch und diejenigen, die in den Entführungsfall involviert sind. Sehr interessant und spannend wird beschrieben, auf welchen Wegen man soviel Geld zusammenbekommen kann. Und über allem schwebt die Frage, ob Giovanna noch lebt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für `Die Entführung.`
Dienstag, 4. April 2023
Rezension: `Feinde` von John Grisham
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Gut gegen Böse!
Biloxi, Mississippi. Es geht um die beiden Jungen Keith und Hugh, die in den 60er Jahren als Freunde viel zusammen unternehmen. Doch während Keiths Vater sich für Gesetz und Ordnung einsetzt, wird Hughs Vater zum größten Gauner. Beide Söhne treten später in die Fußstapfen der Väter, was ihre Freundschaft nicht aushält.
Der neue Grisham Roman beginnt sehr langatmig, ich musste mich fast durch die Seiten quälen.
Ungefähr bis zur Hälfte des Buches reihen sich viele Geschehnisse einfach aneinander, ohne dass eine besondere Spannung bei mir aufkam. Es geht um die Geschichte der Stadt Biloxi und ihre Einwohner, doch sicher hätte Grisham das viel kürzer hinbekommen.
Dazu wurden Unmengen an Personen vorgestellt, und auch da hätte es sicher die Hälfte getan.
Zwischendurch gab es immerhin ein paar spannende Szenen vor Gericht, die mich sofort an alte Grisham Romane erinnerten und mich weiterlesen ließen.
Wenn man bis zur Mitte durchgehalten hat, wird man allerdings belohnt, und Grisham Fans kommen doch endlich auf ihre Kosten. Ich würde sagen, Grisham hat gerade nochmal die Kurve gekriegt und mich ab da bis zum Ende hin so richtig gepackt.
Trotzdem ist es durch den langatmigen Anfang wirklich nicht sein bester Roman.
Donnerstag, 10. November 2022
Rezension: `Die Heimkehr` von John Grisham
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Etwas gewöhnungsbedürftig, aber spannend!
Diesmal hat mich John Grisham überrascht, denn bei seinem neuesten Roman handelt es sich um eine Sammlung von drei Kurzgeschichten.
Es gibt für die Grisham Fans ein Wiederlesen mit Jack Brigance, der diesmal einem alten Freund helfen soll. Der Anwalt Mack Stafford ist vor Jahren mit dem Geld seiner Mandanten geflohen und möchte nun wieder zurück, vor allem, um seine Töchter wiederzusehen. Jack soll herausfinden, was in Ford County gegen ihn vorliegt.
In der zweiten Geschichte geht es um die letzten Stunden eines zum Tode Verurteilten in seiner Zelle.
Bei der dritten Story verbünden sich zwei Brüder, um den verhassten Vater um viel Geld zu betrügen. Grob könnte man sie umschreiben: Wenn zwei Parteien sich streiten, freut sich die dritte.
Wie haben mir nun diese Kurzromane gefallen? Sie ließen sich alle drei sehr gut lesen, waren packend und auch manchmal amüsant. Die ersten beiden endeten jedoch ziemlich abrupt und ließen mich etwas unbefriedigt zurück. Grisham baut erst ordentlich Spannung auf, doch ich hatte zu wenig Zeit, um mich mit den Protagonisten richtig anzufreunden, und plötzlich ist die Geschichte schon vorbei.
Die letzte Story war länger als die ersten beiden und auch das Ende gefiel mir. Eigentlich hätte jede Geschichte Potenzial für ein ganzes Buch gehabt und das hätte ich auf jeden Fall besser gefunden.
Insgesamt war `Die Heimkehr` jedoch wieder ein Lesevergnügen.
Samstag, 14. Mai 2022
Rezension: `Der Verdächtige` von John Grisham
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Lacy Stoltz hat als Anwältin bei der Gerichtsaufsichtsbehörde schon einiges erlebt, doch ihr neuester Fall ist bisher einzigartig. Einem Richter wird vorgeworfen, ein Serienkiller zu sein, und Jeri Crosby, selbst Tochter eines der Opfer, hat jede Menge Anhaltspunkte dafür. Doch um einen ehrenwerten Richter des Mordes zu überführen, muss erst nach handfesten Beweisen gesucht werden. Lacy ist sehr skeptisch, als sie mit den Anschuldigungen konfrontiert wird und kann sich nicht vorstellen, dass sie der Wahrheit entsprechen könnten. Je mehr sie sich in den Fall hineinkniet, desto sicherer wird sie, das es sich lohnt, die Sache zu verfolgen.
In einem anderen Handlungsstrang erleben wir Ross Bannick, einen Richter mit einem scheinbar ganz normalen Leben. Wenn da nicht seine dunkle Seite wäre....
John Grisham konnte mich mit `Der Verdächtige` wieder vollkommen überzeugen. Besonders spannend fand ich auch die Bemühungen der einzelnen Personen, keinerlei nachvollziehbare Spuren im Internet oder gar Fingerabdrücke zu hinterlassen.
Wie einfach es heute sein kann, jemanden aufzuspüren, wenn man nicht jegliche Aktivitäten im Internet verwischt hat. Und bei wichtigen Absprachen sollte man anscheinend nur auf das gute alte Telefon und die Briefpost vertrauen.
Mit `Der Verdächtige` hat John Grisham wieder einen Roman ganz nach meinem Geschmack geschrieben. Auch wenn sich diesmal nicht viel in einem Gerichtssaal abspielte, war es für mich trotzdem ein Justizkrimi, der mich bestens unterhalten hat.
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.
Dienstag, 9. November 2021
Rezension: `Das Talent` von John Grisham
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Kein Justizthriller !
Kurz nach seiner Abreise wird sein Dorf von Rebellen überfallen und seine Familie teils getötet, teils konnte sie flüchten. Samuel weiß, dass er nun alles geben muss, um ein erfolgreicher Basketballstar zu werden, denn nur so hat er eine Chance, seine Familie finden und zu retten.
Diesmal konnte mich Grisham nicht so begeistern wie sonst. Das Hauptthema des Buches ist Basketball, und jede Bewegung auf dem Spielfeld wird detailliert beschrieben. Vielleicht ist es für die Leserschaft in den USA interessanter, aber hier muss man schon wirklich eingefleischter Basketballfan sein, um dieses Buch zu mögen. Ich glaube, der Großteil der Leser wird mit dem Jargon und den vielen Fachbegriffen nichts anzufangen wissen.
Ein wenig Abwechslung vom Basketballthema gönnt uns der Autor, wenn er über Samuels Familie im Südsudan berichtet. Man erfährt Wissenswertes über den Bürgerkrieg, die Gräueltaten an der Bevölkerung und die Verhältnisse dort. Er schildert, wie die Mutter mit Samuels Brüdern nach dem Überfall flieht und ohne Nahrung oder Wasser durch die Einöde irrt. Sie haben alles verloren, aber aufgeben ist keine Option. Nach tagelangem Wandern erreichen sie ein Flüchtlingslager, das sie aufnimmt und ihnen auch die Möglichkeit zum Kontakt mit Samuel gibt.
Ich fand die Kapitel aus dem Südsudan weitaus spannender als die ganzen Basketballgeschichten. Gott sei Dank ist Grisham seinem gewohnten Schreibstil treu geblieben, der mich bis zum Ende hat durchhalten lassen. Nun schwanke ich zwischen 2 und 3 Sternen, habe mich aber für 3 entscheiden, weil der Klappentext mir schon hätte zeigen müssen, dass es sich diesmal um keinen Justizthriller handelt.
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.
Donnerstag, 13. Mai 2021
Rezension : `Der Polizist` von John Grisham
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Im neuen Roman von John Grisham treffen wir Jake Brigance wieder, den die Grisham Fans schon aus verschiedenen Justizthrillern kennen.
Diesmal geht es um einen sechzehnjährigen Jungen, der den Freund seiner Mutter erschossen hat. Leider war der Tote ein Polizist und bei den meisten Menschen im Ort sehr beliebt. Die Bewohner fordern die Gaskammer für den Mörder, am besten sofort. Richter Noose möchte Jake Brigance als Verteidiger des Jungen, doch Jake will die Vertretung auf keinen Fall übernehmen. Kein Anwalt möchte einen Polizistenmörder verteidigen, trotzdem bleibt es an ihm hängen. Gleichzeitig hat Jake sich noch um einen anderen großen Prozess zu kümmern. Ein Unfall auf dem Bahnübergang, bei dem es um eine Riesenentschädigung geht.
Obwohl Jake ein brillanter Anwalt ist, drohen ihm beide Fälle zu entgleiten. Er wird angegriffen, unerwartete Zeugen der Gegenseite tauchen auf, die mächtige Familie des toten Polizisten macht Stunk, und dazu kommen noch Geldsorgen.
Ganz unerwartet kommt ihm ein Zufall zur Hilfe, wodurch das Ganze jedoch noch eine erstaunliche Wendung nehmen könnte.
Diesmal hat mich John Grisham mit seinem neuen Roman wieder total mitgerissen. Von Anfang an ist klar, wer der Mörder ist, aber nun geht es darum: Ist er schuldig oder nicht schuldig?
Der Leser wird wieder einmal Zeuge, wie es im amerikanischen Gerichtssaal zugeht. Wie der Aufbau einer Verteidigung geplant wird, und mit welchen Finessen die Anwälte arbeiten, wobei es irgendwann nur noch ums Gewinnen geht, und nicht um Gerechtigkeit. Jake ist ein sympathischer Protagonist, der auch in den schlimmsten Situationen nie seinen Humor verliert. Seine Familie und sein Team halten immer zu ihm, was ihm die nötige Stärke verleiht, die er für die Fälle benötigt.
Endlich mal wieder ein John Grisham Roman, der ihn in seiner alten Form zeigt, und an seine früheren, großartigen Justizthriller anknüpft.
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionexemplares.
Dienstag, 1. September 2020
Rezension: `Das Manuskript` von John Grisham
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Zurück auf Camino Island !!
In diesem neuen Roman geht es mal nicht um die Anwaltsszene, sondern noch einmal um den Buchhändler Bruce Cable, den wir schon aus `Das Original` kennen. Es ist aber nicht schlimm, wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat, denn ich konnte mich auch nur noch vage erinnern.
Bruce feiert gerade fröhlich mit ein paar Freunden, als sich der Hurrikan Leo mit rasender Geschwindigkeit auf Camino Island zubewegt. Am nächsten Morgen wird in aller Frühe evakuiert und die Bewohner müssen die Insel verlassen. Nur wenige bleiben da, unter anderem Bruce.
Er überlebt den Sturm unbeschadet, doch am nächsten Tag gibt es verheerende Schäden und sogar Tote auf der Insel. Sein Freund, der Autor Nelson Kerr ist eines der Opfer, allerdings hat sein Körper einige Verletzungen, die nicht nach Sturmschaden aussehen.
Die Polizei ist voll beschäftigt mit Aufräumarbeiten und geht dem Hinweis nicht wirklich nach. Bruce und seine Freunde übernehmen die Ermittlungen selbst und eine wichtige Frage ist: Wo befindet sich das Manuskript, an dem Nelson gearbeitet hat?
John Grisham hat einen extrem komplexen Roman mit rasanter Handlung geschrieben. Es geht um das Aufdecken schwerer Missstände in Pflegeheimen, um künstlich am Leben erhaltene Alzheimer Patienten, um Auftragsmord, Drogengeschäfte und vieles mehr.
Allerdings gibt es sehr viele unterschiedliche Personen und mindestens ebenso viele Handlungsstränge. Da wird es beim Lesen mitunter ziemlich anstrengend, alles im Gedächtnis zu behalten und niemanden zu verwechseln.
Auch ohne Anwälte ist `Das Manuskript` trotzdem ein typischer Grisham, auch wenn ich seine Justizthriller weiterhin bevorzuge.
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Montag, 30. März 2020
Rezension: `Die Wächter` von John Grisham
Packender Justizthriller!!
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Montag, 11. März 2019
Rezension: `Das Bekenntnis` von John Grisham
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Mord ohne Motiv?
1946, Clanton, Mississippi,
Zu Beginn des Buches erschießt der Farmer und hochdekorierte Kriegsveteran Pete Bannent den beliebten Pfarrer des Ortes. Niemand versteht, aus welchem Grund er das getan hat und Pete schweigt zu seinem Motiv beharrlich.
Wie immer bei John Grisham geht es auch in diesem Roman um den anschließenden Prozess, der für Petes Anwalt extrem schwierig ist, denn Pete trägt nichts zu seiner Verteidigung bei.
Auch seine Familie kann ihn nicht umstimmen.
Das Buch ist in drei große Abschnitte eingeteilt. Die Gegenwart, die Zeit vor der Tat und Petes Erlebnisse im Krieg. Die Berichte aus dem Krieg fand ich sehr langatmig, eigentlich überflüssig oder fast schon störend. Man konnte vielleicht die Gemütsverfassung, in der Pete sich nach dem Krieg befand, besser verstehen, aber richtig viel zu tun hatten sie mit dem Rest nicht.
Denn Hunderte von Seiten lang hofft der Leser eigentlich auf eine Aufklärung. Aus welchem Grund tötete Pete den Pfarrer und wieso verteidigt er sich nicht?
Durch sein Schweigen nimmt er in Kauf, dass seiner Frau und den Kindern alles genommen wird, also was steckt wirklich dahinter?
Grisham ist mein Lieblingsautor, ich mag seinen Stil, der ja eigentlich immer gleich ist. Die knapp 600 Seiten hatte ich in zwei Tagen verschlungen, trotzdem hat mich das Ende ziemlich überrascht.
Für Grisham Fans ein Muss!
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Mittwoch, 25. April 2018
Rezension: `Forderung` von John Grisham
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FORDERUNG
Die vier Jura- Studenten der Foggy Bottom Hochschule stehen kurz vorm Abschluss, den sie wahrscheinlich nicht schaffen werden und ein Job als Anwalt ist außerdem nicht in Sicht. Dafür aber die massiven Schulden, die sie angehäuft haben, um überhaupt studieren zu können. Und die Rückzahlung soll schon bald beginnen.
Als Gordy, einer der Freunde, keinen Ausweg mehr sieht, bringt er sich um, nicht ohne vorher zu verraten, dass er auf der Spur eines riesigen Betrugs ist. Die gesammelten Beweise hat er in Form eines Speichersticks hinterlassen.
Die verbleibenden Freunde Mark, Todd und die Afrikanerin Zola sind nach Gordys Tod total durcheinander und sehen dann auch die Ausweglosigkeit ihrer Situationen.
Mark und Todd kommen auf eine wahnwitzige Idee. Wie leicht ist es, Mandanten zu bekommen, ohne eine Zulassung als Anwalt zu haben? Das Unvorstellbare gelingt, sie geben sich als Anwälte aus und vertreten Mandanten vor Gericht.
Doch das Glück währt nicht lange und sie geraten in einen Riesenschlamassel, aber zum Glück gibt es ja noch den Speicherstick.
John Grisham hat mich mit `Forderung` wieder bestens unterhalten. Die Story ist einerseits so hanebüchen, doch er beschreibt die Situationen vor Gericht und zwischen den Anwälten so bildhaft, dass ich ungesehen glaube, es könnte so sein.
Ich hatte zwischendurch den Eindruck, als verzettele der Autor sich etwas, doch zum Schluss passt wieder alles zusammen.
`Forderung` ist nicht sein bestes Buch, aber mir hat es gefallen und hat mich gut unterhalten.
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Dienstag, 19. September 2017
Rezension: `Das Original` von John Grisham
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`Das Original`
Nachdem ich vom letzten John Grisham- Roman nicht ganz so begeistert war, hat mir `Das Original` wieder gut gefallen.
In der Bibliothek der Princeton Universität werden bei einem spektakulären Raub die Originalmanuskripte von Scott Fitzgerald gestohlen. Sie sind von unermesslichem Wert, für die Universität von unbezahlbarem.
In einem anderen Handlungsstrang lernen wir die junge Mercer kennen, sie unterrichtet an der Uni, möchte aber eigentlich lieber als Schriftstellerin arbeiten und weiß nicht, wie sie die nächsten Monate finanzieren soll.
Da bekommt sie ein überraschendes Angebot. Eine Versicherungsgesellschaft nimmt mit ihr Kontakt auf, sie soll sich in den Freundeskreis des Buchhändlers Bruce Cable einschleichen und sich mit ihm bekannt machen. Die Versicherungsgesellschaft vermutet, dass er die gestohlenen Manuskripte gekauft hat und noch besitzt.
Mercer soll versuchen, etwas herauszubekommen und durch die Geldsumme, die ihr geboten wird, wäre sie mit einem Schlag ihre Geldsorgen los.
Sie willigt ein, als Spitzel zu arbeiten..
`Das Original` ist wieder im typischen Grisham- Stil geschrieben, gleicht ja oft eher einer Aufzählung der Ereignisse, doch ich liebe seine Schreibweise.
Das Thema, wie begehrt alte Erstausgaben sein können, fand ich recht interessant, die Charaktere sehr vielschichtig; Mercer etwas naiv, Bruce dagegen der weltmännische Buchhändler, die etwas verschrobene Clique der Schriftsteller und die gar nicht so schlauen Räuber.
Grisham wechselt zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her, was aber nicht hektisch wirkt.
Eigentlich ist die Handlung gar nicht soo spannend, aber durch die Erzählweise hat mich `Das Original`gefesselt und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Danach richtet sich bei mir oft die Sternevergabe. Kann ich das Buch gut zwischendurch weglegen oder nicht? Und hier war das definitiv nicht der Fall.

, Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Donnerstag, 20. April 2017
Rezension: `Bestechung` von John Grisham
Bestechung- Korruption- Mord
Das BJC ist eine Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, die u.a. gegen korrupte Richter ermittelt, doch diesmal haben es die Mitarbeiter mit einem besonderen Fall zu tun.
Offensichtlich ist hier nichts, sondern sie bekommen die Informationen durch einen Kontaktmann, der nicht offiziell in Erscheinung treten möchte und der den wahren Whistleblower auch nur über einen Mittelsmann kennt. Die gesammelten Hinweise reichen aber nicht für eine Anklage, deswegen muss das BJC verdeckt vermitteln und hieb- und stichfeste Beweise beschaffen.
Das macht es für die BJC- Anwältin Lacy und ihren Kollegen Hugo nicht gerade einfach, etwas herauszukriegen. Zumal es sich bei den Beschuldigten um hochrangige Geschäftsleute und Richter handelt. Erschwerlich kommt hinzu, dass die Fälle sich größtenteils auf dem Gebiet der Indianer abgespielt haben, bei denen sich fast gar nicht ermitteln lässt.
Als ein schrecklicher Unfall passiert, wird dem BJC klar, mit welchen Methoden die gegnerische Seite kämpft und dass sie um jeden Preis verhindern will, dass die Machenschaften ans Licht kommen.
John Grisham hat einen sehr komplexen Fall geschaffen. Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Personen richtig zuzuordnen, vor allem, da sie einmal mit Vor- und manchmal mit Nachnamen erwähnt werden. Aber das fand ich eigentlich nur am Anfang etwas verwirrend, danach blickt man gut durch.
Es geht um Korruption, Bestechung, Gefälligkeitsurteile bei Gericht und Mord, insgesamt Verbrechen im ganz großen Stil. Eine Mafia agiert auf dem Gebiet der Indianer, die ihre eigenen Gesetze haben und nicht gerne jemanden dahinterblicken lassen. Ich habe das mal gegoogelt, es scheint wirklich heute in einigen Reservaten noch so zu sein.
Als der wichtigste und bisher einzige Informant, plötzlich spurlos verschwunden ist, spornt das Lacy und ihre Kollegen an, jetzt erst recht weiter an dem Fall dranzubleiben.
Lacy und Hugo sind zwei sympathische Protagonisten, auch Lacys Bruder Gunter fand ich trotz seiner eigenen Art sehr unterhaltsam.
Ich liebe John Grishams Bücher und mir gefallen die Themen, bei denen es ja meist hauptsächlich um Anwälte und Gerichte geht.
Manchen mag der Stoff etwas trocken vorkommen, doch durch Grishams Schreibstil wird fast jedes öde Thema zu einem Pageturner. Ich fand die Ermittlungen sehr spannend und fieberte mit, ob das BJC der Korruption ein Ende machen kann, oder ob die Beteiligten ihre Schäfchen vorher ins Trockene bringen können und ohne Strafe davonkommen.
Bisher überraschte uns John Grisham bei seinem Büchern ja immer mit einem Klopper zum Ende, mit dem man überhaupt nicht rechnete und der das Ganze in ein völlig neues Licht stellte. Beim letzten Buch fehlte mir das allerdings und ob es hier wieder so ist, möchte ich nicht verraten.
`Bestechung` ist ein lesenswertes Buch, auch wenn es nicht eins seiner besten ist.
Ich danke Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Donnerstag, 7. April 2016
Rezension: `Der Gerechte` von John Grisham
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Der Gerechte!!!
`Der Gerechte` zeigt uns hier einen etwas anderen Grisham, als man ihn gewohnt ist. Der Anwalt Sebastian Rudd ist ein, im Laufe des Buches, immer sympathischer werdender Protagonist.
Sebastian Rudd unterhält sein Büro im Auto, denn er scheint immer auf der Flucht vor irgendwelchen bösen Jungs zu sein. Rudds Methoden sind auch nicht immer astrein, geschweige denn legal, aber er hat einen Sinn für Gerechtigkeit und seine Mandanten liegen ihm oft am Herzen.
Der einzige Mensch, dem er vertraut und mit dem er zusammenarbeitet, ist sein Fahrer, Assistent, Body Guard und Mädchen für alles, den er nur `Partner` nennt.
Obwohl die Fälle, die hier verhandelt werden, jedesmal abgeschlossen sind, zieht sich etwas wie ein roter Faden durchs Buch und das ist Sebastians Privatleben. Im Dauerclinch mit seiner Exfrau Judith findet er sich auch des Öfteren vor Gericht wieder, wenn es um das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn geht.
`Der Gerechte` lässt sich gut und flüssig lesen, es ist im typischen Grisham- Stil geschrieben. Man muss schon manches Mal schmunzeln, wenn man erfährt, mit welchen Tricks und Spitzfindigkeiten Sebastian Rudd die Leute gegeneinander ausspielt.
Die Stories sind alle interessant und spannend und es ist unbedingt ein lesenswertes Buch.
Für den nächsten Roman hoffe ich aber trotzdem wieder auf einen einzigen Fall, der vor Gericht verhandelt wird.
Mittwoch, 17. Februar 2016
Auf diese Bücher freue ich mich !!!
| 08.03.2016 Liebe |
| 21.03.2016 |
| 01.03.2016 |
| 24.05.2016 |
| 28.07.2016 |
| 01.04.2016 |
| 23.02.16 |
Donnerstag, 9. April 2015
Rezension : `Anklage` von John Grisham
Ich hatte mehr erwartet!!!
John Grisham ist seit vielen Jahren mein Lieblingsautor, doch `Anklage` konnte mich nicht wirklich vom Hocker reißen.
Die junge Juristin Samantha Kofer arbeitet, als eine von vielen Anwälten, in einer sehr großen Kanzlei. Doch die Bilanzen sehen schlecht aus und sie und ihre Kollegen bekommen kurzfristig die Kündigung. Allerdings läßt der Chef ihr ein Hintertürchen offen. Wenn sie ein Jahr lang Sozialdienst in einer gemeinnützigen Einrichtung leistet, hat sie die Chance auf Wiedereinstellung
Samantha verschlägt es nach Brady, tief in den Appalachen gelegen, wo sie in einer sogenannten LAW Clinic ein Praktikum absolvieren soll.
Die Mandanten, die von der Clinic kostenlos vertreten werden, wachsen ihr ans Herz. Die meisten Menschen in der Region sind bei den großen Kohlefabriken beschäftigt. Diese beuten die Arbeiter aus und wenn sie Staublunge bekommen, werden sie gekündigt. Eine Lobby haben sie nicht und Anwälte können sie sich nicht leisten.
Das Thema ist eigentlich interessant gewählt, da hätte man sehr viel draus machen können, doch es geht irgendwie bei den vielen anderen Fällen, die behandelt werden und bei Samanthas ganzem Privatkram unter.
Die Charaktere fand ich alle nicht so richtig interessant und besonders Samantha bleibt etwas farblos.
`Anklage` beginnt spannend, zieht sich dann ziemlich in die Länge und zum Schluss hin empfand ich es immer zäher werdend. Viele unwichtige Details werden zu ausführlich beschrieben und irgendwie fehlt mir der rote Faden in der Story.
Vor allem ist man als Grisham-Leser ge- und verwöhnt, dass er immer noch einen Joker in der Hinterhand hält, mit dem der Leser nie rechnet. Aber hier ist alles vorhersehbar und während man noch auf etwas Besonderes wartet, ist das Buch zu Ende.
Ich kann leider nur 3 Punkte vergeben.
Ich danke dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
























