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Samstag, 25. Juli 2020

Rezension: `Der König darf nicht sterben` von Maksim Klasanovic


* * * * *
Schlimme Jahre im Thai-Knast!


















Als ich den Autor  neulich im Frühstücksfernsehen sah, hat mich seine Geschichte direkt interessiert und ich habe mir das Buch bestellt.
Wegen eines Drogendelikts (im Prinzip nur die Weitergabe einer Telefonnummer) wird Maksim in Thailand festgenommen.
Zuerst glaubt er nicht daran, länger im Gefängnis verweilen zu müssen, weil er annimmt, eine Kautionszahlung bringe ihn schnell wieder nach Hause zu Freundin und Tochter.
Doch so ist es leider nicht! Er wird zu 13 Jahren Thai- Gefängnis verurteilt! 
Maksim Klasanovic schildert, wie es ihm von Anfang an ergangen ist. Korrupte Anwälte, die seine Mutter um alle Ersparnisse gebracht haben, jedoch für ihn keinen Finger krumm gemacht haben.
Das Leben in einer Zelle zusammen mit mehreren Hundert anderen Gefangenen. Kein Bett, kein Kissen. Die Verpflegung ekelhaft. Alles wurde verwertet, was andere vielleicht wegwarfen. Krallen, Haut, Füße, Schwarte und Borsten, alles kam ins Essen. Besonders grausam fand ich, dass der Gefängniswärter sein vollgeschnupftes Taschentuch einfach in den Suppentopf für die Gefangenen warf. Als Leser denkt man vielleicht, die Strafe ist unverhältnismäßig hoch für sein Vergehen, aber Maksim sucht  keine Entschuldigung für sein Handeln. Er sieht ein, es war falsch, so sind die Gesetze in Thailand, und die hätte er respektieren müssen. Mir hat gefallen, dass er sich nicht nur als Opfer sieht, sondern klar sagt, dass der Fehler auch auf seiner Seite lag. Maksim liebt Thailand weiterhin, auch wenn er nie wieder zurückkehren darf.
`Der König darf nicht sterben`  ist ein interessantes und spannendes Buch, in dem er beschreibt, wie er diese schweren Jahre im härtesten Knast Thailands überstanden hat, was ihm die Kraft dazu gab und wie er es geschafft hat, dass es ihm heute sogar besser geht als früher.

                                                 


Montag, 4. Februar 2019

Rezension: `Wundbrand` von Cilla und Rolf Börjlind

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Hat mich etwas enttäuscht!!



















Die Staatsanwältin Malin Brovall und ihre Familie werden Opfer eines Bombenanschlags.
Schnell hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Alle Indizien sprechen gegen ihn und er wird für die Tat verurteilt.
Olivia hat den Mann kurz vorher kennengelernt und kann kaum glauben, dass er zu einem mehrfachen Mord fähig ist.
Ex- Polizist Tom Stilton, den wir aus den vorigen Bänden kennen, hat sich nach Thailand zurückgezogen. Er muss mit einer Sache klar kommen und hat es bisher nicht geschafft. Als eine behinderte Frau ihn bittet, einen bestimmten Mann zu finden, erwacht er ein wenig aus seiner Lethargie.
Was haben die Fälle miteinander zu tun? Das erfährt der Leser erst ziemlich zum Schluss.
Auch der fünfte Band  um Olivia, Mette und Tom und Abbas lässt sich gut und flüssig lesen.
Mir waren es aber diesmal eindeutig zu viele verschiedene Themen, die verarbeitet wurden. Me too, Pädophilie, Schizophrenie, Schuldgefühle, Drogenbarone usw. Ich fand, die Autoren haben sich ein bisschen verzettelt und alles wurde für mich zu kurz angerissen.
Zusätzlich fand ich die Story etwas sehr an den Haaren herbeigezogen und teilweise unglaubwürdig.
Was Tom auf der Suche nach dem Mann erlebt, ist extrem heftig, aber er übersteht alles mit einer Leichtigkeit. Knapp dem Tode entronnen, begibt er sich wieder in die gleiche Gefahr, das war mir diesmal alles etwas too much.
Trotz allem war das Buch zeitweise recht spannend, aber die vorigen Bände haben mir viel besser gefallen.

                         

   
                               




Ich danke dem BtB Verlag   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.