Posts mit dem Label Kriminalroman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kriminalroman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 20. März 2026

Rezension: `Düsterzeit- Der verlorene Zwilling` von Suzanna Winter

 

* * * *

Spannender Reihenauftakt!










Constanze ist alles andere als begeistert, als ihr Ex-Mann Jonas sie als Psychologin zu einer polizeilichen Ermittlung hinzuzieht. Er arbeitet an dem Fall einer jungen Frau, die offenbar entführt wurde und fliehen konnte.

Gleichzeitig behandelt Constanze in ihrer Praxis einen merkwürdigen Patienten, der ihr zunehmend Angst macht. Durch seine Erzählungen werden ihre eigenen Albträume wieder wach. Es wirkt fast so, als könne dieser Mann in ihre Vergangenheit blicken. Hat ihre Familie ihr etwas Entscheidendes verschwiegen?

Ein wenig gerät all das in den Hintergrund, als der attraktive Uni-Professor Alexander Gerlach sie um ein Date bittet. Sehr zum Missfallen von Jonas, der sich insgeheim eine Annäherung erhofft hatte.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil die Autorin  mehrere fesselnde Fälle geschaffen hat, die den Leser durchgehend in Atem halten.  Sie führt die verschiedenen Handlungsstränge geschickt zusammen und durch unerwartete Wendungen und immer neue Überraschungen wird die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht gehalten. Ein Cliffhanger am Ende sorgt zudem dafür, dass man den zweiten Band unbedingt weiterlesen möchte. Einen kleinen Punktabzug gibt es jedoch, da mir die privaten Liebesgeschichten etwas zu dominant waren.

                                   








Donnerstag, 7. Dezember 2023

Rezension: `Reichenburg` von Silvia Götschi

 

* *

Konnte mich leider nicht begeistern!







In einer verlassenen Villa werden vier bestialisch zugerichtete Leichen gefunden. Ungefähr zur gleichen Zeit hat die Polizei es mit mehreren Vermisstenfällen zu tun. Die Ermittlerin Valerie Lehmann und ihr Team arbeiten mit Hochdruck, und es wird schnell klar, dass sie tiefer in der Vergangenheit graben müssen, um etwas herauszufinden.

Leider konnte mich der Krimi überhaupt nicht fesseln. Mir waren es zu viele Personen, die dann auch oft entweder mit Nachnamen oder Vornamen angeredet wurden, was mich zusätzlich verwirrte. Dass sich die Namen auch noch ähnelten, hat mich komplett durcheinander gebracht. Vielleicht liegt es daran, dass es schon mehrere Bände um die Ermittlerin Valerie Lehmann gegeben hat, und ich die Vorgänger nicht gelesen habe.

Ich hatte den Eindruck, die Autorin wollte zu viel in einen Krimi packen, dadurch wirkte das Ganze  ziemlich verworren und langatmig. Ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen, weil ich mich bis dahin wirklich durchquälen musste.


                                        


Dienstag, 5. Dezember 2023

Rezension: `Monster` von Nele Neuhaus


 * * * * *

Sehr spannend!!









Ein junges Mädchen, die 16jährige Larissa, wird ermordet aufgefunden. Ins Visier der Ermittler gerät schnell ein junger Asylbewerber, dessen DNS an der Kleidung der Toten gefunden wurde. Doch bevor die Polizei mit ihm sprechen kann, ist er spurlos verschwunden. Anscheinend schnell untergetaucht, um der Strafe zu entkommen.

Kurz darauf wird ein Mann von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Irgendetwas an dem Unfall macht die Beamten stutzig, weil  der Mann barfuß und mit schlimmen Bisspuren übersät war. Innerhalb kürzester Zeit sind gleich zwei Todesfälle aufzuklären.

 Bei den Untersuchungen stoßen die Ermittler Pia und Oliver mit ihrem Team auf mehrere ungeklärte Todesfälle, die alle eine Gemeinsamkeit haben. Doch das erkennen sie erst, als sie einer ungeheuerlichen Sache auf die Spur kommen.

Nele Neuhaus hat mich auch mit dem inzwischen schon 11. Taunus Krimi mit Oliver und Pia wieder gepackt. Diesmal hat sie sich ein brandaktuelles Thema ausgesucht. Es geht um Rassismus, aber auch um Verleumdung, Eifersucht, Neid und Selbstjustiz. 

Es gibt mehrere Handlungsstränge, und die Fälle sind ziemlich verschachtelt. Jede Menge Spuren und Aussagen, aber auch das Verschweigen von wichtigen Hinweisen oder das Verhindern von polizeilichen Aktionen aus den eigenen Reihen, machen es den Ermittlern extrem schwer, die Zusammenhänge richtig herzustellen.

Am Ende entwirrt sich jedoch das Knäuel und alle losen Fäden verknüpfen sich schlüssig.

`Monster` hat mir gut gefallen, und ich freue mich immer, wenn wieder ein neuer Taunus Krimi mit Pia und Oliver erscheint.

                                               



,








Hier finden wir alles, was ein guter krimi brauchht. neid, Intrigen, Rifersucht,falsche Verdächtigungen, Verleumnungen udn rassimus., Selbstjustiz.

doch am Ende führen alle losen fälle zusammen.


Bodenstein,  Pia und die Kollegen aus der Diebstelle sind ein eingespieltes, sympathisches Team, nur mit einer der Kolleginnen gibt es diesmal Probleme.


rassismus, neid, intrigen,  eifersucht, falsche veröeumdngen, verdächtigungen, verschachtelt,, fäden führen am ende zusammen,

Montag, 31. Juli 2023

Rezension: `Düstergrab` von Romy Fölck

 

* * * * *

Spannende Unterhaltung!!
















 Schon am Tag nach der Beerdigung ihres Schulfreundes steht Frida Paulsen wieder vor dem offenen Grab, denn es gab Hinweise auf eine Grabschändung. Im Sarg liegt auf dem gerade Bestatteten ein totes junges Mädchen in merkwürdiger altertümlicher Kleidung.

 Alles deutet darauf hin, dass es sich um eins der Zwillingsmädchen, die vor vier Jahren spurlos verschwunden sind, handelt.
 Bjarne Haverkorn, der jetzt eigentlich beim LKA in Kiel arbeitet, erinnert sich an den Fall und bietet seine Hilfe an. 
Ins Visier der Ermittler gerät sofort der Stiefbruder der Mädchen, der zusammen mit den Zwillingen in einer heruntergekommenen Pflegefamilie lebte. Und wo befindet sich die Zwillingsschwester?
Andere Hinweise führen zu einem Ehepaar, das völlig zurückgezogen auf einem Gut lebt. 

In kurzen Rückblenden ins Jahr 1999 erleben wir ein junges Mädchen in einer Hutterer Kolonie in Kanada.

Romy Fölck ist ihrem Schreibstil seit dem ersten Band treu geblieben, was mir gut gefällt. Sie erzählt flüssig und spannend und kommt ohne viel Blutvergießen aus. Bei ihren Krimis steht die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, aber auch das Privatleben der Protagonisten Frida und Bjarne nimmt viel Raum ein.
 
Der Mittelpunkt befindet sich wieder in der Küche auf dem  Paulsenhof, und die Vorstellung, wie alle um den großen Tisch herumsitzen, finde ich total gemütlich.  
 Komischerweise stört mich in dieser Krimireihe der viele Privatkram gar nicht.

Mir hat der sechste Fall für Frida und Bjarne sehr gut gefallen, und die Auflösung hat mich doch ziemlich überraschen können.
Nun heißt es wieder ein Jahr warten, bis es mit den beiden weitergeht.  

                                   



Freitag, 28. Juli 2023

Rezension: `Nordlicht- Tod in den Fluten` von Anette Hinrichs

 

* * * *

Sympathisches Ermittler- Team!!








Im fünften Fall, den die deutsche und dänische Polizei wieder gemeinschaftlich zu lösen versucht, geht es um eine tote Frau. Während eines Firmenevents auf einer Segelyacht ist die Bankerin Saskia bei starkem Sturm an der Flensburger Förde über Bord gegangen. Tage später wird ihre Leiche an der dänischen Küste angespült.

Erst nach der Obduktion wird klar, dass es sich nicht um einen Unfall handelte, sondern um Mord.

Da es um einen Fall im deutsch/dänischen Grenzgebiet geht, arbeiten Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg, die ich schon aus den vorigen `Nordlicht ` Bänden kenne, wieder zusammen. 

Sie beginnen die Suche im Umfeld der Toten. Hatte Saskia private Probleme oder könnten enttäuschte Bankkunden oder neidische Kollegen als mögliche Täter in Frage kommen?

Schnell stellt sich heraus, dass Saskia nicht die freundliche Person war, als die sie dargestellt wird.

Zusätzlich stoßen die beiden Ermittler auf einen 20 Jahre alten Cold Case, einen Mord, der große Ähnlichkeiten zum jetzigen Fall aufweist. Besteht vielleicht ein Zusammenhang?

Der neue Fall für Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg hat mir wieder gut gefallen. Die beiden sind ein sympathisches Ermittlerteam, zwei starke Charaktere mit Ecken und Kanten.

Durch Anette Hinrichs` sehr detailreiche Beschreibungen hatte ich immer ein genaues Bild von den Menschen und Schauplätzen vor Augen.

Wie im vorigen Band präsentiert die Autorin wieder eine Menge verschiedener, undurchsichtiger Personen mit dänischen Namen. Damit hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten. 

Doch die vielen Verdächtigen machen die Suche nach dem Täter dann auch wieder besonders spannend, weil bis zum Schluss unklar ist, wer Saskia nun umgebracht hat, und welches Motiv es gegeben haben könnte.


                                            


Dienstag, 9. August 2022

Rezension: `Bruch` von Frank Goldammer

 

* * * *

Spannender Auftakt zur neuen Krimi-Reihe!!








Als ich die ersten Kapitel gelesen hatte, dachte ich `Bitte nicht noch eine Krimireihe mit einem gestörten Ermittler!` Aber schon nach kurzer Zeit hatte ich Hauptkommissar Felix Bruch ein wenig ins Herz geschlossen.

Hauptkommissarin Nicole Schauer wurde der Liebe wegen nach Dresden versetzt, aber der Traum ist inzwischen vorbei. Nun hängt sie hier, wäre lieber wieder in ihrer Heimat und hat noch diesen merkwürdigen Partner Felix Bruch.

Doch ein vermisstes Mädchen erfordert sofortiges Handeln, da bleibt keine Zeit für persönliche Befindlichkeiten. Nicole muss sich wohl oder übel mit Bruch arrangieren, was ihr zuerst sehr schwer fällt. Er redet nur das Nötigste und ist auch sonst, laut Aussage des Chefs, `etwas eigen.` Nicole hat selbst oft genug Schwierigkeiten ihre Aggressionen im Zaum zu halten. Und plötzlich hat man den Eindruck, die beiden passen doch irgendwie zusammen- gute Ermittler, aber privat große Probleme.

Frank Goldammer hat zu den außergewöhnlichen Charakteren einen extrem komplexen Fall konstruiert. Ein verschwundenes Mädchen, ein anderes Mädchen, das vor zwei Jahren für einige Zeit verschwand, und bis heute weiß niemand, was passiert  ist. Zwei Familien, die etwas zu verbergen haben und ein `Lost Place`, in dem es spuken soll. Bruch und Nicole beschließen, zur Klärung eine Nacht im Spukhaus zu verbringen. Richtig gut hat mir gefallen, dass Nicole, die toughe Polizistin, sich in gruseligen Situationen genauso fürchten kann wie andere Menschen.

Während sie versuchen, Licht ins Dunkel dieses verworrenen Falls zu bringen, gibt es jede Menge Reibereien zwischen Bruch und Schauer, doch wenn es brenzlig wird, halten sie zusammen.

Der Auftakt zu der neuen Krimireihe mit Felix Bruch und Nicole Schauer hat mir gefallen, bietet auf jeden Fall Potenzial für weitere Bände.


                                                                      




Freitag, 27. Mai 2022

Rezension: `Akte Nordsee- Am dunklen Wasser : Eva Almstädt

 

* * * * *

Neue Reihe mit sympathischem Ermittlerduo!!









Die Anwältin Fentje Jacobsen glaubt nicht, dass ihr Mandant seine Freundin, eine Lehrerin, ermordet hat, doch wie will sie das beweisen, wenn alles gegen ihn spricht? Unerwartete Hilfe bekommt sie von dem Journalisten Niklas, auch wenn er ihr zuerst sehr unsympathisch ist. Doch beide haben festgestellt, dass die Polizei nicht  wirklich ermittelt, da für sie der Täter bereits feststeht, und so ist es besser, sich zusammen zu tun. Fentje kämpft für ihren Mandanten, Niklas für eine Zeitungsschlagzeile.


Eva Almstädt hat mit Fentje und Niklas ein neues Ermittlerduo geschaffen, von dem wir hoffentlich noch einiges zu lesen bekommen.

Was die beiden bei ihrer persönlichen Recherche herausfinden, ist allerdings wie ein Stich in ein Wespennest.

Es beginnt mit dem Mord an der Lehrerin und weitet sich immer mehr zu einem extrem komplexen Fall aus.

Wo sind die verschwundenen Schülerinnen, was passierte dem Pastor?  War Claras lange zurückliegender Badeunfall wirklich ein Unfall? Wie hängt das alles zusammen? Was erzählen die alten verwitterten  Grabsteine für eine Geschichte und was findet man in den Kirchenbüchern so Spannendes?

Fentje ist eine sehr sympathische Anwältin, die sich nebenher noch um den Hof ihrer Großeltern kümmert und vor der Arbeit Schafe melkt. Aber auch Niklas habe ich im Laufe der Geschichte liebgewonnen.

Der erste Fall der beiden ist überhaupt nicht vorhersehbar und die Autorin schafft es, den Spannungsbogen durch unzählige Wendungen  hoch zu halten und den Leser dauernd auf neue falsche Fährten zu locken.

Das war ein feiner Krimi ganz nach meinem Geschmack, und ich gebe gerne eine Leseempfehlung!


                                                     




 Ich danke Netgalley.de  und dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 26. April 2022

Rezension: `Finsterhaus` von Johanna Mo

 

* * * * *

Noch besser als der erste Teil!!










Schon der Auftakt zur neuen Krimireihe von Johanna Mo konnte mich begeistern, und der zweite Teil gefiel mir jetzt sogar noch besser.

Die Polizistin Hanna Duncker sucht mit ihrem Kollegen Erik nach Thomas, dem Angestellten einer Immobilien Firma, der mitsamt seinem kleinen Sohn verschwunden ist. Ziemlich schnell wird klar, dass er nicht einfach abgehauen ist. Er wird ermordet aufgefunden, nur vom Täter und dem kleinen Hugo fehlt jede Spur.

Fieberhaft wird nach dem Jungen gesucht, denn mit jeder weiteren Stunde, die vergeht, wird die Chance geringer, ihn lebend zu finden.

Die Ermittler gehen vielen Hinweisen aus der Bevölkerung nach, inspizieren aber auch das Umfeld der beiden. Dabei kommt allerhand zutage, was keiner vermutete. Eine uneheliche Tochter, dunkle Geschäfte, in die der Tote anscheinend verwickelt ist, und auch die Familie seines Arbeitgebers wirkt ziemlich dubios.

Die Story wird in zwei Handlungssträngen erzählt, von denen einer Thomas` letzten Tag behandelt. Der Leser erfährt, was sich am Tag des Verschwindens in seinem Leben abgespielt hat. Das macht es noch spannender, weil man der Polizei immer eine kleine Information voraus hat.

Zusätzlich lässt Hanna die Geschichte um die Tat ihres Vaters nicht los. Es scheint neue Erkenntnisse zu geben, denen sie unbedingt nachgehen will, doch der aktuelle Fall und die Suche nach dem Kind haben natürlich Vorrang.

Johanna Mo hat mit `Finsterhaus` wieder einen extrem spannenden Krimi geschrieben, der mich durchweg fesseln konnte. Durch viele Verwicklungen  und spannende Wendungen bleibt  bis zum Schluss unklar, wer hier mächtig Dreck am Stecken hat. Gekonnt bringt die Autorin die beklemmende Atmosphäre an Thomas` letztem Tag rüber und lässt den Leser mitleiden. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Ermittler in brenzligen Situationen auch mal Verstärkung anfordern, und keine gefährlichen Alleingänge unternehmen, bei denen der Leser schon genau weiß, was kommt.

Ich freue mich nun total auf den dritten Band, auf den wir allerdings noch ein ganzes Jahr warten müssen.



                                                 

Dienstag, 19. April 2022

Rezension: `Nordlicht- Die Toten im Nebel- `von Anette Hinrichs

 

* * * *

Die Toten im Nebel!!









Vibeke Boisen von der Flensburger Mordkommission und Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei arbeiten in `Die Toten im Nebel` wieder zusammen, weil es dabei um mehrere, sich ähnelnde Mordfälle in beiden Ländern geht.

Die Spurensuche gestaltet sich für die Polizei sehr schwierig, die einzige Gemeinsamkeit, die bei den Tatorten aufgefallen ist, ist die Fesselung der Opfer mit einem Handschellenknoten und das Hinterlassen eines Bernsteins in deren Wohnung. 

 Es wird nicht leicht, Zusammenhänge herzustellen, zumal die Jagd nach dem Mörder grenzüberschreitend stattfinden muss.

Manche Spuren sind verheißungsvoll, anderen laufen ins Leere. Und plötzlich geht es um jemanden, der Vibeke und Rasmus sehr nahe steht.

Anette Hinrichs präsentiert eine sehr gut durchdachte Handlung und mit Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg ein starkes Ermittlerteam. Die beiden haben jede Menge Ecken und Kanten und sind sehr eigenwillig, aber trotzdem liebenswert. Zu Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit den Unmengen von Figuren, zumal es sich noch meistens um dänische Namen handelte, aber nach einer Weile ging es dann.

Im letzten Drittel nimmt die Story nochmal ordentlich Fahrt auf, und die Leser erwartet ein Ende, mit dem man niemals gerechnet hätte. 


Ich danke dem Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 4. April 2022

Rezension: `Tiefergrund` von Nora Luttmer

 

* * * * *

Noch besser als der erste Band!!!










Schon `Hinterland` hat mir gut gefallen, aber mit `Tiefergrund` hat sich die Autorin nochmal gesteigert. Bette, die aus dem Polizeidienst ausscheiden musste, weil sie an Narkolepsie leidet und oft unvermittelt ohne Vorwarnung in den Tiefschlaf fällt, wird von ihrer alten Freundin Hanna um Hilfe gebeten. Deren Tochter Yasmin ist verschwunden, und die Polizei unternimmt nicht direkt etwas.

Zusammen mit Tyler, ihrem jungen Mitbewohner, versucht Bette herauszufinden, was mit dem Mädchen passiert ist. 

Dabei erinnert sie sich noch gut an den Mord an ihrer Freundin Anna vor vielen Jahren und es scheint, als gäbe es Verbindungen zu dem aktuellen Vermisstenfall.

Natürlich bekommt sie deswegen wieder Probleme mit Mark Thorben, ihrem Nachfolger im Morddezernat, der es gar nicht mag, wenn Bette sich in die Polizeiarbeit einmischt.

In anderen Handlungssträngen lernen wir mehrere Personen kennen, die anscheinend alle vor der Polizei etwas zu verbergen haben. In diesem Krimi steht die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, denn die Autorin präsentiert uns einen kniffligen und komplexen Fall. Es gibt einige Verdächtige, und durch viele überraschende Wendungen bleibt der Spannungsbogen konstant oben.

´Tiefergrund` konnte mich total begeistern, weil ich diese Art Krimi sehr mag, und ich hoffe doch, dass es bald einen neuen Fall für Bette gibt.

                                                            


                                                            

Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 23. Februar 2022

Rezension: `Nebelopfer` von Romy Fölck

 

* * * * *

Rasanter Pageturner!!!








Beim neuesten Fall beschäftigen sich Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen mit einem Opfer, das erhängt an einem Galgenbaum gefunden wurde. Eine Nachricht, die am Toten baumelt, sagt aus, dass er vor Jahren in einem Prozess gelogen hat. Kurz darauf findet man einen zweiten Toten mit genau der gleichen Nachricht .

Bjarne erinnert sich noch gut an den Prozess vor 15 Jahren, in dem er auch als Polizist ausgesagt hat. Der Bauer Cord Johannsen wurde damals verurteilt, weil er seine ganze Familie erschossen hat. Nur der jüngste Sohn konnte entkommen. 

 Plötzlich wird Bjarne persönlich bedroht. Der Täter stellt ein Ultimatum, wenn der alte Johannsen Fall nicht neu aufgerollt wird.

 Frida und Bjarne stehen vor einem Rätsel. Sollte wirklich damals ein Fehlurteil gefällt worden sein und der Mann seitdem unschuldig im Knast sitzen? Und wenn ja, wer ist der wahre Täter?

Bjarne wird nach der Drohung direkt aus der Schusslinie gebracht und zur Polizei nach Kiel entsendet. Zu Fridas Ärger wird ihr Leonard Bootz, ein neuer Kollege zur Seite gestellt, den sie, obwohl sie sich dagegen sträubt, ausgesprochen attraktiv findet.

Obwohl der Chef es nicht erlaubt, ermitteln Frida und Leonard noch einmal im Mordfall Johannsen. Als sie den überlebenden Sohn befragen, kommt ein ungeheuerlicher Verdacht auf, der auch mir den Atem stocken ließ.

In Romy Fölcks neuem Krimi geht es Schlag auf Schlag. Mehrere Tote hintereinander, ein zum Tode verurteilter Mann, der nicht mehr lange zu leben hat, ein Mörder, der frei herumläuft und eine Entführung, die alles endgültig durcheinander bringt.

 Dazu kommt noch, dass es in der Beziehung von Frida und Torben kriselt, doch damit kann Frida sich gerade nicht beschäftigen, denn ihr und den Kollegen läuft die Zeit davon. 

Obwohl sich bei den Krimis von Romy Fölck immer viel um das Privatleben der Protagonisten dreht, tut das der Spannung keinen Abbruch. Am liebsten möchte ich mal mit der Familie auf dem Paulsenhof um den Küchentisch sitzen. 

Durch einige falsche Fährten, auf die die Autorin den Leser lockt, wird man ununterbrochen in Atem gehalten. Immer neue Wendungen und Überraschungen bewirken, dass der Spannungsbogen konstant oben gehalten wird und keine Minute Langeweile aufkommen kann. `Nebelopfer` ist ein weiterer rasanter Pageturner aus der Feder Romy Fölcks, den man sich als Fan gut geschriebener Krimis nicht entgehen lassen sollte.



                                               





Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 14. Februar 2022

Rezension: `Hinterland` von Nora Luttmer

 

* * * * *

Spannender Auftakt zu einer neuen Reihe!!








Bette Hansen findet in ihrem Garten ein Holzstück mit einer eingeritzten Muschel. Auch wenn sie es zuerst für einen Scherz ehemaliger Kollegen hält, schrillen doch ihre inneren Alarmglocken. Ist etwa der Muschelmörder wieder aktiv? Kurz darauf erhält sie Botschaften, die eindeutig sind.

Weil sie wegen ihrer Narkolepsie aus dem Polizeidienst ausscheiden musste, hofft sie, dass ihr Nachfolger sich der Sache annimmt. Er tut es als Spinnerei ab, womit Bette gezwungen ist, auf eigene Faust zu ermitteln. Damit bringt sie allerdings mehrere Personen in ihrem Umfeld in Lebensgefahr.


Die Geschichte wird nicht nur von Bette, sondern auch aus dem Blickwinkel der jungen Hanna, die mit ihrem drogensüchtigen Bruder zusammenlebt, erzählt.

 Bette ist eine ungewöhnliche und sehr sympathische Protagonistin, und ich hoffe, im nächsten Band auch mehr von Bettes Nachbarn Mats zu lesen, der zwar sehr nett, aber trotzdem etwas farblos geblieben ist.

`Hinterland` ist ein sehr gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe, ein packender Krimi, der mich von Anfang bis Ende mitreißen konnte. Ohne übertriebene Action oder reißerische Szenen schafft es die Autorin, den Leser mit ihrem Schreibstil und einem spannenden und abwechslungsreichen Plot zu fesseln.

                                                        



Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 26. Januar 2022

Rezension: `Grenzfall- Ihr Schrei in der Nacht` von Anna Schneider

 

* * * * *

Spannende Fortsetzung!!










 

Oberkommissarin Alexa Jahn ist immer noch dabei, die neuesten Informationen, die sie von ihrer Mutter bekommen hat, zu verdauen. Doch dazu bleibt ihr nicht viel Zeit, denn eine junge Frau wird vermisst.

Gleichzeitig verschwinden im nahen Österreich zwei Studentinnen, und Chefinspektor Bernhard Krammer wird mit der Suche betraut.

Der neue Fall, in dem die Autorin Anna Schneider die Ermittler in verschiedenen Ländern nachforschen lässt, dreht sich mehr um die vermissten Personen und weniger um das Privatleben der beiden. Diese vielen, sehr persönlichen Einblicke haben mich im ersten Band ein wenig gestört.

Alexas Zusammenarbeit mit dem Kollegen Huber klappt mittlerweile deutlich besser, weil sie ihm öfter das Feld überlässt und es so weit weniger Kompetenzgerangel gibt.

Die Teams in beiden Ländern verfolgen eigene Spuren, ermitteln unabhängig von einander und ahnen nicht, dass ganz in der Nähe Ähnliches passiert ist und auch dort nach verschwundenen Personen gesucht wird.

Erst ziemlich spät stellen Alexa und Bernhard fest, dass die Fälle zusammenhängen könnten, und in Bernhard steigt eine ganz üble Ahnung auf. Doch bevor er Alexa davon in Kenntnis setzen kann, überschlagen sich die Ereignisse .

Ich hatte mich auf den neuen Krimi von Anna Schneider gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Der Stil der Autorin gefällt mir wieder. Sie schreibt in kurzen, spannenden Kapiteln, in denen sich viel um Polizeiarbeit und Befragungen dreht. Zusätzlich erfahren wir zwischendurch in Rückblenden, was wenige Stunden zuvor passiert ist.

Die Aussagen der Familien, Freunde und Nachbarn der Vermissten fügen sich, Puzzleteil für Puzzleteil, zu einem komplexen, grenzüberschreitenden Fall zusammen.

Mit ihrem neuen Krimi und den sympathischen Ermittlern konnte Anna Schneider mich vollends überzeugen und packen.



Donnerstag, 2. Dezember 2021

Rezension : `In ewiger Freundschaft` von Nele Neuhaus

 

* * * 
Etwas langatmig!










Eine Mitarbeiterin des Winterscheid Verlags wird vermisst. In der Wohnung der Frau findet man nur ihren demenzkranken Vater, angekettet im Obergeschoss. 

Kurz darauf entdecken Waldarbeiter die Leiche der Frau und etwas später wird noch ein anderer Mitarbeiter des Verlags tot aufgefunden.

Die Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein haben keine Ahnung, womit sie es hier zu tun haben. Sie nehmen die Freunde und Verlagsmitarbeiter unter die Lupe und finden heraus, dass die Tote alles andere als beliebt war.

Ich habe den neuen Krimi von Nele Neuhaus sehnsüchtig erwartet, aber bei `In ewiger Freundschaft` handelt es sich um einen extrem komplexen Fall mit sehr vielen Personen. Als Vielleserin und Bloggerin bin ich natürlich sehr an den ausführlichen Beschreibungen des Verlagswesens interessiert, weiß aber nicht, ob das auch für die große Masse der Leser so ist. 

Was mir gefiel, waren die Einblicke in das Privatleben von Oliver. Auch seine zweite Ehe steht vor dem Aus und seine Ex Cosima ist todkrank. Zudem hat er Dauerstress mit Stieftochter Greta, bis es ihm endgültig reicht.

Ich kenne alle Taunus Krimis von Nele Neuhaus und finde `In ewiger Freundschaft` ist nicht ihr bestes Buch. 

Manches fand ich diesmal arg in die Länge gezogen und teilweise auch zu konstruiert. Immer neue Verwicklungen treten zutage und bald scheint es, als habe jeder etwas zu verbergen. Ich denke, 200 Seiten weniger hätten den Spannungsbogen konstanter oben gehalten.

Obwohl mich Nele Neuhaus` Schreibstil immer wieder begeistert,  konnte mich dieses Buch nicht ganz überzeugen.


                                         





Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.


Sonntag, 15. August 2021

Rezension: `Nachttod` von Johanna Mo

 

* * * * *

Gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe!





Hanna Duncker kehrt nach 16 Jahren zurück in ihre Heimat nach Öland. Sie hofft, dass man nur die Polizistin in ihr sieht und nicht mehr die Tochter eines Mörders.

Doch leider erinnern sich noch zu viele Bewohner an sie und ihren Vater. Trotzdem versucht sie, als Polizistin zu überzeugen.

Kaum hat sie die neue Stelle angetreten, ist ihr erster Fall ein ermordeter Jugendlicher. Zu allem Übel ist die Mutter des Jungen ihre alte Freundin Rebekka.

Mit den neuen Kollegen wird Hanna nicht so richtig warm, dazu braucht es seine Zeit. Erik, ihr Partner, mit dem sie nun zusammenarbeitet, lässt sich aber von ihrer Art nicht abschrecken.

Zusammen bilden sie ein recht gutes Team und treiben die Ermittlungen voran.

Johanna Mo hat mich mit ihrem Krimi vollkommen überzeugt. Mir gefielen der Schreibstil, sowie auch die Handlung. Durch die schlimmen Erlebnisse in ihrer Jugend ist die Protagonistin in mancher Hinsicht etwas speziell, aber ich mochte sie trotzdem. In mehreren Handlungssträngen lässt die Autorin den ermordeten Jungen selbst zu Wort kommen und die Leser erleben seine letzten Tage mit. Dazu werden uns jede Menge Verdächtige präsentiert, sodass es bis zum Schluss ein Rätsel bleibt, was wirklich geschah. Auch das Ende hatte Hand und Fuß und war schlüssig. Ich freue mich auf weitere Fälle für Hanna und Erik.


                                                


Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 26. Juli 2021

Rezension: `Sturmgepeitscht` von Markus Kleinknecht


* * * *

Gefährliches Sylt !!!









Bei `Sturmgepeitscht` handelt es sich schon um den dritten Band der Reihe um den Journalisten Jan Fischer und seine Freundin Charlotte.

Zuerst einmal bin ich begeistert von diesem genialen Cover! 

Jan geht einem Hinweis, den er bekommen hat, nach. Er hofft, dass daraus eine interessante Story für das `Lauffeuer` werden könnte. Es dreht sich um eine asiatische junge Frau, die in mehreren Snuff Videos zu sehen ist. Die Frage ist, ob sie freiwillig handelt oder gezwungen wird. Wer verbirgt sich hinter den Produzenten `Hansemen?` Eine Spur führt Jan nach Sylt, doch es sieht so aus, als komme er zu spät. Denn die Tote am Rande der Klippen sieht genauso aus wie die Asiatin auf dem Video. Eigentlich wäre der Grund der Recherche damit erledigt, aber Jan hofft trotzdem auf Material für eine Story.

Er forscht weiter und obwohl er es eigentlich besser wissen müsste, tappt er in eine lebensgefährliche Falle, aus der er sich nicht selbst befreien kann.

 Jans Freundin Charlotte hat die letzten Monate auf Mallorca verbracht, doch dort ist etwas passiert, weswegen sie dringend mit Jan sprechen muss. Als sie auf Sylt ankommt, ist Jan wie vom Erdboden verschluckt.

Von Anfang an kennt der Leser die wahren Täter und erfährt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Nach und nach stellt sich heraus, dass immer mehr Menschen auf der Insel Dreck am Stecken haben. Der Zusammenhalt in den Familien ist auch enorm, da geht man im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen.

 Die Beschreibung der Insel und vor allem des Sturms, der über Sylt brauste, war so bildhaft, dass ich mich in Gedanken direkt dorthin versetzen konnte. Der Autor hat viele unerwartete Wendungen in die Geschichte  eingebaut, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Zum Schluss erwartet den Leser noch ein komplett überraschendes Ende, bei dem eigentlich keine Fragen offenbleiben. Trotzdem gibt es noch eine ungeklärte Sache, und man darf auf eine Fortsetzung hoffen.


                                            



Ich danke dem  Gmeiner Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 19. Juli 2021

Rezension: `Die Studentin` von Tess Gerritsen

 

* * * * *

Spannender Krimi!!









Detective Frankie Loomis wird zu einem vermeintlichen Selbstmord gerufen. Die junge Studentin Taryn Moore ist anscheinend aus dem vierten Stock ihres Hauses gesprungen. Eigentlich ist alles eindeutig, doch Frankie hat Zweifel und beginnt zu recherchieren.

Die Kapitel sind unterteilt in `Danach` und `Davor` und lassen den Leser die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln erleben. Da gibt es Taryns Ex Freund Liam, ihren Englischprofessor Jack und seine Frau, und den freundlichen, dicken Kumpel Cody, der Taryn aufrichtig liebt und alles für sie tun würde. In `Davor`  kommt auch Taryn persönlich zu Wort und man erfährt einige pikante Details aus ihrem Leben, was sie allerdings immer unsympathischer macht. 

Mit `Die Studentin` hat Tess Gerritsen einen spannenden Krimi geschrieben. Es geht hauptsächlich um Ermittlungsarbeiten und die Ereignisse vor Taryns Tod. Bis zum Schluss konnte man nicht ganz sicher sein, ob es einen Täter gibt, oder ob Taryn gesprungen ist. Ich hatte aber eine Vermutung, und lag auch richtig. Das Ende hat mir richtig gut gefallen. Nach der Enttäuschung beim letzten Tess Gerritsen Roman `Das Schattenhaus`, konnte `Die Studentin` mich wieder versöhnen.


Donnerstag, 22. April 2021

Rezension: `Verfehlt` von Christiane Dieckerhoff


* * * * *
So muss ein Krimi sein!










Kommissarin Klaudia Wagner und ihr Team haben Dienst auf dem alljährlichen Spreewaldfest, und hauptsächlich passen sie auf, dass keine betrunkenen Festbesucher Ärger machen. Damit, dass der Schützenkönig von einem Messer getroffen, vor aller Augen tot umfällt, hat keiner gerechnet. Während sie den Tatort noch sichern, wird Klaudias alter Freund Schiebschick das nächste Opfer des Messerstechers. Er überlebt schwer verletzt. Was passiert hier?? Handelt es sich um einen Amokläufer oder um eine persönliche Angelegenheit? Die Polizei ist mit der Situation zuerst überfordert.

Sind vielleicht die Schausteller, die während des Festes in ihren Wohnwagen wohnen, für die Messerattacken verantwortlich? Oder wer sonst könnte die beiden Männer auf dem Gewissen haben? Und wieso traut sich der Bekannte der beiden Opfer nicht mehr aus dem Haus?

Als auch noch ein Mädchen entführt wird, sind Klaudia und ihre Kollegen in höchster Alarmbereitschaft.

Je intensiver sie sich mit dem Hintergrund der Opfer befassen, desto mehr Hinweise gibt es auf Ereignisse in der Vergangenheit, die der Schlüssel zu allem sein könnten. Doch da niemand so recht darüber reden möchte, ist es schwer für Klaudia und ihre Kollegen, herauszufinden, was damals geschehen ist.

Christiane Dieckerhoff hat mich auch mit diesem Spreewaldkrimi wieder mitreißen können. Nach einem spannenden, dramatischen Prolog, fängt die eigentliche Story auf dem Spreewaldfest direkt aufregend an.

Durch geschickt gelenkte Wendungen macht die Autorin es dem Leser zusätzlich schwer, einen Täter auszumachen.

 Zum Schluss wird man dann noch mal richtig überrascht, und das ist es ja, was einen guten Krimi ausmacht.

`Verfehlt` hat meine Erwartungen, die ich nach dem vorigen Band hatte, mehr als erfüllt. 



 

Donnerstag, 15. April 2021

Rezension: `Nordlicht- Die Tote im Küstenfeuer` von Anette Hinrichs

 

* * * * *

Ein echter Pageturner!!








Das alljährliche Sankt-Hans- Feuer in Egernsund an der jütländischen Küste ist in vollem Gange, als die Gasteltern Rune und Nora merken, dass die deutsche Schülerin verschwunden ist.

Am Tag darauf findet man das Mädchen verbrannt unter einem Holzstapel.

Die Bewohner sind erschüttert. Wer hat das deutsche Mädchen ermordet? Hängt es mit ihrer türkischen Herkunft zusammen? Ist der Täter im Ort zu suchen oder war es vielleicht ein Fremder?

Rasmus Nybor und seine deutsche Kollegin Vibeke Boisen stehen vor einem Rätsel. Aus den Freunden des Mädchens ist nicht viel Brauchbares herauszukriegen und ihre türkische Familie in Deutschland mauert auch. Kurz darauf verschwindet in Egernsund wieder ein Mädchen....

 Die Suche nach dem Mörder bringt die Ermittler auf immer neue Ideen und Spuren. Die Autorin stellt uns viele mögliche Täter vor, und bis zum Ende konnte ich mich nicht entscheiden, wer von ihnen verdächtiger wirkte. Denn irgendwie benahmen sich alle etwas dubios. Von Anfang an hatte ich eine bestimmte Person im Visier, doch auch die war es nicht.

Ich bin total begeistert von diesem spannenden und dabei völlig unblutigen Krimi. Die perfekt ausgetüftelte Handlung ließ keine Sekunde Langweile aufkommen, weil extrem viel passierte. Es ging Schlag auf Schlag, jedoch ohne dabei hektisch zu wirken.

 Das war mal wieder ein richtiger Pageturner, den ich regelrecht verschlungen habe. 


Ich danke dem Blanvalet Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 8. April 2021

Rezension: `Finstere Havel` von Tim Pieper

 

* * * * *

Spannender Havel-Krimi !!








Tim Pieper lässt Hauptkommissar Toni Sanftleben nun schon zum fünften Mal an der Havel ermitteln. Auch wenn man die vorigen Bände nicht kennt, kommt man gut in die Story rein. Trotzdem entgeht einem etwas, wenn man sie nicht liest.

Diesmal wird Toni Sanftleben zu einem mysteriösen Fall gerufen. Eine junge Frau, Melanie Brandt, wird tot in ihrem Auto in der Havel gefunden. Die Todesursache ist noch unklar, war es ein Unfall, Suizid, oder etwa Mord? Wieso konnte sie nicht verhindern, dass das Auto in den Fluss rollte?

 Melanie Brandt war ein schwieriger, sensibler Charakter, aber auf eine besondere Art sehr anziehend für Männer. Toni ermittelt und rekonstruiert zusammen mit seinem Team die letzten Tage der jungen Frau. Dabei bringt er ein paar unglaubliche Dinge zum Vorschein, und je mehr Toni herausfindet, desto undurchsichtiger wird das Ganze.

Um den Leser vollends, allerdings im positiven Sinne, zu verwirren, erfahren wir in Rückblenden die Geschehnisse aus der Sicht der Toten.

Tim Pieper hat auch mit dem fünften Fall wieder einen spannenden Krimi hingelegt. Obwohl es jede Menge Verdächtige gibt, bleibt bis zum Schluss offen, ob es wirklich ein Mord war, oder vielleicht doch ein Unfall oder Suizid.

`Finstere Havel` ist ein guter Krimi mit einem raffiniert ausgearbeiteten Plot, einer spannenden Handlung mit interessanter Ermittlungsarbeit und vielen falschen Fährten, auf die der Leser gelockt wird.