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Sonntag, 5. Juli 2026

Rezension: `Der Bonbonmord zu Köln` von Eva Maria Silber und Kirsten Wilczek

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True Crime im alten Köln!










Köln, 1848. Der kleine Max Müller stirbt nach dem Verzehr edler Schokoladenbonbons, und er bleibt nicht das einzige Opfer. In der ganzen Stadt tauchen mit Strychnin vergiftete Süßigkeiten auf, was die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Schon bald gerät eine junge Frau ins Visier der Ermittler. Obwohl Christine Edmund jede Beteiligung vehement abstreitet, wird sie angeklagt. Die Advokaten Dr. Venedey und Bas Sello setzen alles daran, die junge Frau zu verteidigen, denn ihr droht der Tod durch die Guillotine.

Ich fand den Schreibstil der Autorinnen zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlässt, entwickelt die Geschichte ihren ganz eigenen Charme.

Es wird viel Kölsch gesprochen, was ich sehr gut verstehe und für mich authentisch zum alten Köln passt. Wer mit der kölschen Sproch allerdings nicht vertraut ist, könnte an einigen Stellen ins Stolpern geraten.

Die Autorinnen bringen die politischen und gesellschaftlichen Erschütterungen dieser Zeit eindrucksvoll nahe und man fühlt sich als Leser schnell mitten im Geschehen. Anhand alter Unterlagen und historischer Persönlichkeiten wurde ein echter True Crime Fall aufgegriffen und daraus eine fesselnde Verhandlung rekonstruiert. Der Roman verbindet historische Atmosphäre und ein interessantes Gerichtsverfahren mit einer Prise Humor.

Obwohl ich Band eins nicht gelesen habe, war es kein Problem, der Handlung zu folgen.

                          





Mittwoch, 16. Juli 2025

Rezension: `Was das Moor verbirgt` von Eva Maria Silber

 

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Nicht ganz so spannend!








In einem moorigen Tümpel am Steinhuder Meer wird eine Leiche entdeckt. Bei der Bergung stoßen die Ermittler auf sechs weitere Tote, die offenbar schon seit Jahrzehnten dort liegen.

Kommissar Montag wird aus einer anderen Dienststelle versetzt, um gemeinsam mit der asiatischen Kollegin Effie Lu eine Cold Case Unit zu gründen. Ihr Auftrag: Die Identität der Toten klären und prüfen, ob ein Zusammenhang zur jüngsten Entdeckung besteht.

Der Roman ist zwar flüssig zu lesen, konnte mich aber nicht begeistern. Die Darstellung der Polizeiarbeit wirkt auf mich wenig glaubwürdig – insbesondere, wenn es um mehrere Mordfälle geht. Kommissar Montag trinkt lieber, wacht mit schwerem Kopf auf und kann sich an nichts erinnern – mitten in einer Mordermittlung.

Montags Kollegen nehmen ihn kaum ernst. Jeder weiß, dass seine Frau ihn verlassen hat und macht sich darüber lustig. Kollegin Effie wird noch weniger respektiert, weil sie klein, zierlich und dünn ist.

Als Effie verschwindet, nimmt niemand ihre Abwesenheit ernst. Im Gegenteil, die Kollegen machen Scherze und niemand hält es für nötig, nach ihr zu suchen.

Insgesamt ließ sich das Buch zwar angenehm lesen, war mir jedoch zu unrealistisch.

                                 




Freitag, 5. Mai 2023

Rezension: Oberkill- No-name girl` von Astrid Korten und Eva Maria Silber

 

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Brillanter Psychothriller!!!








Ein Mädchen wird vermisst, und es ist nicht das erste, das in den letzten Jahren verschwunden ist. Polizeihauptkommissarin Mo Celta und ihr Kollege Nico Braun von der Kripo München hoffen, dass sie das Mädchen finden, bevor es, wie all die anderen, für immer verschwindet.

Mo Celta geht dieser Fall besonders zu Herzen, denn ihre Schwester ist seit vielen Jahren verschwunden, und niemand weiß etwas für ihren Verbleib.

In einem anderen Handlungsstrang erleben wir einen Jungen, der von seinem Vater nur Sohn genannt wird. Er lebt seit Jahren völlig isoliert, und alles was der Vater sagt, ist Gesetz. Ansonsten gibt es verschiedene Strafen. Als der Vater tagelang nicht nach Hause kommt, traut Sohn sich zum ersten Mal alleine raus und macht sich auf den Weg, um ihn zu suchen. Dabei trifft der unbeholfene Junge auf die Ausreißerin Peggy, die auf der Straße lebt. Sie ist sehr interessiert an ihm, denn sie hat gesehen, dass er Unmengen an Geld in seinem Rucksack hat und nicht weiß, was er da für einen Schatz mit sich herumschleppt.

Astrid Korten, diesmal in Zusammenarbeit mit Eva Maria Silber, hat wieder einen mega spannenden Thriller geschrieben.

Die Leser erfahren nach und nach, was es mit Sohn auf sich hat. Das Autorinnenduo blickt tief in menschliche Abgründe, die erschütternd sind. Das grausame Verhalten des Vaters ist unfassbar.

 Anfangs hielt ich die Story für sehr weit hergeholt, für vollkommen unrealistisch. Und nach und nach kamen mir immer wieder reale Fälle in den Kopf, denen allesamt solche Taten zugrunde liegen. Und auch im Nachwort werden Ereignisse erwähnt, die einen nicht länger zweifeln lassen, dass diese Geschichte sich genauso abgespielt haben kann.

Verstörender, düsterer und nervenaufreibender Psychothriller, den ich gerne empfehle!!



Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: `Niemandsmädchen` von Eva Maria Silber

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Wo ist Christina?




















Das Buch beginnt mit einem Störfall an der Erdgasleitung in einem großen Werk in Ostfriesland, der auf dem Weg ist, sich zu einer Katastrophe auszuweiten. Leute werden evakuiert und das Schlimmste wird befürchtet.
 Zu gleicher Zeit bringt eine Frau im Krankenhaus ein Baby zur Welt, doch sie verhält sich ziemlich komisch, will das Kleine noch nicht einmal ansehen und plötzlich ist sie samt Kind verschwunden.


Kriminalkommissarin Hannah Adams wird mit der Suche nach der verschwundenen Mutter beauftragt, denn die Ärzte befürchten, dass sie dem Neugeborenen etwas antun könnte.
An die Seite wird ihr die junge  Staatsanwältin Leyla Zapatka gestellt, doch Adams fühlt sich ihr überlegen und benimmt sich echt fies.
Trotzdem müssen sie bei der Suche zusammenarbeiten und nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt das hinterher auch ganz ordentlich.
Das Buch hat mir gut gefallen, das Thema ist ja leider aktuell. Wie oft liest man, dass Mütter ihre Kinder nach der Geburt töten und verstecken.
Was mich etwas gestört hat, war das Benehmen von Adams und  ihre schnodderige Art, die sich hinterher Gott sei Dank besserte.
Der  Handlungsstrang mit der Umweltkatastrophe wurde irgendwie nicht wirklich weiter verfolgt, den hätte man sich eigentlich schenken können. Der Fall der verschwundenen Frau reichte  für mich vollkommen.
`Niemandsmädchen` ist  ein Krimi ohne große Action, aber trotzdem spannend. Der flüssige Schreibstil, das fesselnde Thema, mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit versehen, ließen mich das Buch in nicht mal zwei Abenden auslesen.