Sonntag, 17. Januar 2021

Rezension: `Ich bringe den Tod` von Jutta Maria Herrmann


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Fesselnder Psychothriller!!








 

Die Autorin Nina will endlich mehr über ihre Familie herausfinden. Aufgewachsen ist sie bei ihrer Tante, denn ihre Eltern hat sie nie kennengelernt. Das Einzige, was ihr geblieben ist, ist ein Abschiedsbrief, den ihre Mutter kurz vor ihrem Selbstmord vor ein paar Monaten geschrieben hat.

Doch die Verwandten wollen nichts von ihr wissen und auch über ihre Mutter oder ihren Vater erfährt sie nicht Näheres. Trotzdem gibt Nina nicht auf und versucht in dem Geburtsort ihrer Mutter etwas herauszufinden, nicht wissend, dass sie sich dabei in große Gefahr begibt.

In einem anderen Handlungsstrang lernen wir Simon kennen. Irgendjemand bedroht ihn und seine alten Freunde, allesamt Schulkameraden von Ninas Mutter, mit dem Tod. Es gibt da ein viele Jahre lang gehütetes Geheimnis, und nun scheint die Vergangenheit die Männer  einzuholen. 

Obwohl auch manches aus der Täterperspektive erzählt wird, ist es für den Leser schwer zu erkennen, ob derjenige, der hinter Nina her ist, auch die Männer bedroht. Handelt es sich um einen oder zwei Täter? Welcher Zusammenhang könnte überhaupt bestehen?

 `Ich bringe den Tod`  ist ein undurchsichtiger Psychothriller, der den Leser in Atem hält, weil die Story direkt zu Beginn ein rasantes Tempo aufnimmt.   

Die Ereignisse überschlagen sich! Es geht um Entführung, Mord, Besessenheit und um ein Verbrechen, das lange zurückliegt.

Die Autorin Jutta Maria Herrmann steht immer für spannende Lesestunden, und auch diesmal ist aus ihrer Feder wieder eine packende Handlung mit speziellen Charakteren geflossen.

Für das Ende der Geschichte hat sie sich noch einmal etwas ganz Besonderes ausgedacht, was mich sehr überrascht und mir gut gefallen hat.

Ganz klare Leseempfehlung !!


                                  




Sonntag, 3. Januar 2021

Rezension: `Grenzfall` von Anna Schneider


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Gelungener Beginn einer neuen Krimireihe!!








                                                Oberkommissarin Alexa Jahn tritt ihre neue Stelle bei der Kripo in Weilheim an. Direkt an ihrem ersten Tag überschlagen sich die Ereignisse. Eine Frau wird bestialisch ermordet und Alexas Chef hat einen Unfall, der ihn vorerst außer Gefecht setzt. Er überträgt Alexa die Leitung der Ermittlungen, was ihr nicht nur Freunde im Team beschert.

Zudem muss sie aus ermittlungstechnischen Gründen mit dem österreichischen Kollegen Chefinspektor  Bernhard Krammer zusammenarbeiten, dessen läppische Art ihr zuerst gar nicht gefällt.

Den Beginn der Story fand ich etwas schleppend, und es hat einige Zeit gedauert, bis ich richtig in der Handlung drin war.

Als Leser tappt man ziemlich im Dunkeln, wenn es um den Mörder der jungen Frau geht. Die Ermittler gehen vielen Hinweisen nach, doch es dauert, bis sie erste Erkenntnisse vorweisen können. Dazu kommt, dass Alexa anfangs Schwierigkeiten hat, sich richtig durchzusetzen. Doch sie lässt sich von den Kollegen, vor allem von ihrem Mitarbeiter Florian, nicht beeinflussen und zieht ihr Ding durch.

Anna Schneider hat mit Alexa eine sympathische Protagonistin geschaffen, an Krammer und seine Marotten musste ich mich erst gewöhnen. Doch auch ihn habe ich später ins Herz geschlossen.

Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel machen es dem Leser leicht, der Story gut zu folgen.


Mit dieser Aufklärung des Verbrechens hatte ich so nicht gerechnet, und ich empfand die Motive für diese grausame Tat ein wenig abwegig und nicht wirklich nachvollziehbar.

Am Schluss erwartet Alexa noch eine Riesenüberraschung, die sie persönlich betrifft und auch ihr Leben komplett durcheinanderbringen wird.

Da `Grenzfall ` der Auftakt zu einer neuen Krimireihe ist, die immer in der deutsch- österreichischen Region spielt, wird Alexa auch in Zukunft mit Krammer zusammenarbeiten.

Ich freue mich auf den nächsten Teil mit den beiden, obwohl wir darauf noch über ein Jahr warten müssen.