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Dienstag, 9. Juli 2024

Rezension: `Die falsche Patientin` von Saskia Calden

 

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Erschreckendes Thema!









Als Judith die Augen aufschlägt, stellt sie fest, dass sie sich in einer psychiatrischen Klinik befindet. Sie hat keine Ahnung, wie sie hierhin gekommen ist.

Als der Arzt sie mit einem anderen Namen anspricht, versucht sie ihm klarzumachen, dass sie nicht Laura, sondern Judith heißt. Doch niemand glaubt ihr, und wenn sie zu aufmüpfig ist, wird sie ruhiggestellt.

In einem anderen Handlungsstrang wird Kommissarin Evelyn Holm zu einem Mordopfer gerufen. Im Laufe der Ermittlungen weist alles auf Judith als Täterin hin, doch sie ist nicht auffindbar.

Währenddessen stellt sich heraus, dass Judiths Psychiater Dr. Brenner genau weiß, wer sie ist. Aus welchem Grund hält er sie hier gefangen?

Auch der zweite Thriller, den ich von der Autorin lese, hat mir gefallen. Bis zum Schluss ist das Motiv für den Mord und das Festhalten in der Psychiatrie unklar.

Der Stil von Saskia Calden lässt sich sehr gut lesen und man ist schnell in der Handlung drin.

Ein spannendes und erschreckendes Thema, denn ich habe mir beim Lesen des Öfteren vorgestellt, dass das vielleicht wirklich so passieren könnte.

Im Nachwort schrieb die Autorin: "Natürlich kann man einen Thriller nicht mit der Realität vergleichen. Interessante Figuren sind mutiger, abgründiger und cleverer als unser reales Umfeld." 

Ich kritisiere ja immer schnell, dass mir Thriller zu unrealistisch sind, aber die Aussage hat mir gefallen, denn vielleicht muss man beim Lesen wirklich nicht unbedingt hart an der Realität sein.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für `Die falsche Patientin.`

                                              








Dienstag, 13. Februar 2024

Rezension: `Der Puppenwald` von Saskia Calden

 

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Sehr spannend!
















Dies war mein erstes Buch von Saskia Calden und mit Sicherheit nicht mein letztes.
Jessica, ein junges Mädchen, das im Heim lebt, wurde entführt. Die Geschichte, die sie anschließend der Polizei erzählt, hört sich erst mal unglaublich an.
Ein Mann hielt sie gefangen, damit er seiner Tochter eine menschliche Puppe schenken kann, mit der die Fünfjährige nach Herzenslust hantieren darf.

Was Jessica dort erlebt hat, übersteigt die Vorstellungskraft der ermittelnden Beamten, doch Gottseidank konnte das Mädchen entkommen.

Kommissarin Evelyn Holm übernimmt den Fall, doch sie hat es nicht einfach, ihr Team zu führen. Vor allem Kollege Bolte schießt öfter gegen seine Chefin.
Ihr tut das elternlose Mädchen sehr leid, und für sie ist es nicht nur ein Fall. Als neue Hinweise darauf hindeuten, dass mehr  dahintersteckt als nur die Entführung, kniet Evelyn sich zum Ärger ihres Kollegen richtig hinein.

`Der Puppenwald` hat mich ab der ersten Seite gepackt, der Spannungsbogen wird konstant oben gehalten. 
Die Kapitel in der Gegenwart sind aus der Sicht Jessicas oder Evelyns geschrieben und die Erlebnisse, die Jessica während der Entführung hatte, erzählt sie in Rückblenden.
Der Schreibstil ist flüssig und temporeich, und durch immer neue Wendungen und Erkenntnisse schafft die Autorin, dass man das Buch nur schlecht aus der Hand legen kann.
Zum Schluss gibt es eine völlig unerwartete Überraschung und ein Ende, mit dem sicher niemand gerechnet hätte.
Ein fesselnder Thriller mit einem außergewöhnlichen Thema!


                                                 



Mittwoch, 27. Oktober 2021

Rezension: `Dem Tod auf den Fersen` von Robert Dugoni

 

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Zwei neue Fälle für Tracy Crosswhite!!










Detective Tracy Crosswhite kehrt nach längerer Auszeit zurück an ihren Arbeitsplatz, doch der ist inzwischen neu besetzt worden. Ihr Chef hat sie für die Abteilung Cold Cases vorgesehen, womit er Tracy natürlich ärgern will. Trotzdem nimmt sie die Stelle an und hängt sich direkt in einen fünf Jahre alten Fall, in dem es um ein verschwundenes kleines Mädchen geht.

Gleichzeitig bittet der Kollege sie, bei einer aktuellen Vermisstensache mitzuarbeiten. Wer weiß etwas über das Verschwinden der Joggerin Stephanie Cole? 

Der neue Thriller von Robert Dugoni hat es wieder mal in sich. Auch wenn von Beginn an alles ziemlich klar erscheint, entwickelt es sich doch ganz anders. In einer ruhigen Wohnsiedlung stoßen Tracy und ihre Kollegen bei den Ermittlungen auf menschliche Abgründe.

Der Autor versteht es meisterhaft, den Spannungsbogen dauerhaft oben zu halten und den Leser durch raffiniert eingebaute Wendungen an das Buch zu fesseln. Dadurch, dass Tracy sich mit zwei Fällen gleichzeitig beschäftigte, wurde es auch nicht langweilig. Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen spannenden Thriller.

                                                                       



Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 19. August 2020

Rezension: `Auf kalter Spur` von Robert Dugoni

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Auf kalter Spur!!


















Tracy Crosswhite kehrt mit ihrer Familie für kurze Zeit in ihre Heimatstadt Cedar Grove zurück. Ihr Mann Dan hat dort als Anwalt einen Fall übernommen, bei dem er vor Ort sein muss. Inzwischen haben Dan und Tracy ein Baby, die kleine Daniella. Da eine liebevolle Tagesmutter mitgereist ist, fühlt sich Tracy unausgelastet. Dieses Nur-Muttersein ist ihr nicht genug, wie sie feststellt. Als Chief Roy Calloway sie um Hilfe bei einem Fall bittet, sagt sie sehr zum Ärger ihres Mannes zu.

Es geht um drei Mordfälle, verübt im Abstand von vielen Jahren, und doch scheint irgendwie ein Zusammenhang zu bestehen.
Zwischendurch wird über die Gerichtssache berichtet, die Dan übernommen hat. Ich fand die Details über seine Arbeit nicht besonders spannend, doch man sollte ihnen ruhig Aufmerksamkeit widmen, denn sie bekommen später noch eine Bedeutung.

Als Tracy den alten Morden nachgeht, kommt es natürlich so, wie von Dan vorausgesehen. Es gibt jemanden, dem es ganz und gar nicht passt, dass Tracy in Ermittlungen einsteigt, wodurch sie  sich plötzlich in großer Gefahr befindet.
Ich hatte den Eindruck, Tracy will unbedingt ihren Willen durchsetzen, ohne Rücksicht auf Verluste, was sie mir an manchen Stellen etwas unsympathisch machte.

Trotzdem konnte mich auch  der neue Fall für Tracy Crosswhite wieder fesseln. `Auf kalter Spur` ist nicht das beste Buch aus der Reihe, und die Angelegenheit, mit der Dan sich befassen musste, fand ich schon etwas langgezogen.

 Aber ich mag Robert Dugonis Schreibstil, er legt viele  falsche Fährten und bringt jede Menge Verdächtige ins Spiel, die den Leser verwirren. Er arbeitet sich langsam Stückchen für Stückchen weiter, bis man irgendwann erkennt, dass die vielen losen Enden zu einem Schluss führen, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. 


                                             
                                           

                                                 

Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.