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Mittwoch, 27. Mai 2026

Rezension: `Rosen im Asphalt` von Felicitas Fuchs

 

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Über die Freundschaft!










Linda hat keinen leichten Start ins Leben. Von ihrer Mutter direkt nach der Geburt im Hamburger Krankenhaus zurückgelassen, wächst sie bei der Großmutter, in Heimen und Pflegefamilien auf. Geld ist immer knapp, Zuneigung selten. Zur gleichen Zeit kommt in Köln Irmi zur Welt. Auch sie erlebt keinen behüteten Anfang. Ihre Mutter kämpft mit schweren Depressionen und sieht sich außerstande, für ihr Kind zu sorgen. Irmi wird zu Verwandten nach Holland geschickt und kehrt Jahre später in ihre wohlhabende Familie zurück, in der es ihr materiell an nichts fehlt. Doch sie spricht kaum Deutsch, fühlt sich fremd und findet nur schwer ihren Platz.

Trotz ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft kreuzen sich die Wege der beiden Mädchen. In der Schule werden sie zu engen Freundinnen und ihre Freundschaft überdauert Jahrzehnte. Sie teilen Glück und Schmerz, erleben Liebe, Trennungen, Verluste und Neuanfänge, und nichts kann sie wirklich trennen, selbst große räumliche Distanz nicht. Linda und Irmi sind starke Frauen, jede auf ihre eigene Weise, geformt durch Schicksalsschläge und Lebenshürden.

Die Autorin erzählt die Lebenswege dieser beiden Frauen mit viel Einfühlungsvermögen und Spannung. Der Roman begleitet sie über viele Jahrzehnte und besonders gelungen ist die wechselnde Perspektive, die den Leser immer wieder neu in die Gefühlswelt der beiden eintauchen lässt. Mich hat die Geschichte schnell fasziniert, gerade weil sie so authentisch, bewegend und und lebensnah erzählt wird.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für `Rosen im Asphalt.`












Montag, 26. Mai 2025

Rezension: `Die Akte Schneeweiß` von Felicitas Fuchs

 

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Starke Frauen in zwei Generationen!










Das Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben: Einerseits erfahren wir die Geschichte der jungen Mathilde im Jahr 1936, und im zweiten Handlungsstrang werden wir ins Jahr 1963 zu Katja und ihrer Familie versetzt.

Katjas Eltern sind sehr konservativ, was in den 60er Jahren üblich war. Sie möchte eine Ausbildung zur Krankenschwester machen, doch das ist ihren Eltern schon zu viel. Sie soll heiraten und eine Familie gründen. Als Katja auch noch Medizin studieren möchte, ist  für ihre Eltern das Maß voll. Sie steht allein da und muss sich alles selbst erarbeiten. Besonders fehlt ihr der Opa, der immer Verständnis für sie hatte, doch er ist spurlos verschwunden, und sein Name darf im Haus nicht mehr erwähnt werden.

Erst als sie viel älter ist, beginnt Katja, nach ihrem Opa zu suchen und erfährt, was damals passiert ist.

Im Jahr 1936 hat Mathilde endlich ihren Traummann gefunden. Sie assistiert ihm bei der Arbeit als Arzt, und gemeinsam helfen sie Frauen in Not, darunter Opfer von Vergewaltigungen und ähnlichen Schicksalen. Doch ihre Aktivitäten bleiben nicht unbemerkt, und sie geraten ins Visier der Gestapo. Mathilde wird gezwungen, eine Arbeit in einem Fotolabor anzunehmen. Was sie dort sieht, kann sie kaum ertragen. Auch für den Leser sind diese menschlichen Abgründe, in die die Autorin uns blicken lässt, schwere Kost.

Der neue Roman von Felicitas Fuchs hat mir sehr gut gefallen. 
Ihr ist es gelungen, die beiden spannenden Handlungsstränge perfekt miteinander zu verknüpfen. Katja und Mathilde sind zwei starke Frauen, die es gewohnt sind, kämpfen zu müssen. Beide sind sehr sympathisch, und es ist schade, dass sie sich niemals kennenlernen durften.
Zunächst ist unklar, was die beiden Geschichten miteinander zu tun haben, aber nach und nach versteht man die Zusammenhänge.

In `Die Akte Schneeweiß` finden wir alles: Liebe, Verrat, Erpressung, falsche Verdächtigungen, heimliche Heldentaten, ärztliche Fehler und grausame Verbrechen des Naziregimes.

Ganz klare Leseempfehlung!!



Samstag, 25. Mai 2024

Rezension: `Glück für Wiedereinsteiger` von Carla Berling

 

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Manchmal kommt es anders....








Ronny und Thea feiern Silvester ihren 40. Hochzeitstag. Sie kennen sich, seit sie 14 sind, und es gibt nur noch wenig Überraschendes in ihrem Leben. Beide stehen kurz vor der Rente und die Kinder sind aus dem Haus. Umso befremdlicher für Freunde und Familie, als sie auf der großen Feier verkünden, dass sie sich ganz freundschaftlich trennen werden. Ronny möchte nach Paris ziehen und Thea einen Trip durch Neuseeland machen. Beide wollen endlich frei entscheiden, was sie möchten und keine Rücksicht mehr nehmen müssen.

Theas Reise endet allerdings schon, bevor sie richtig begonnen hat, und auch bei Ronny läuft vieles schief. Beide machen getrennt voneinander eine erstaunliche Wandlung durch, bis sie einen neuen Sinn in ihrem Leben finden.

 Carla Berling hat ihre Charaktere total übertrieben gezeichnet und viele Klischees bedient, aber bei diesem Genre ist das alles erlaubt. Ich musste oft schmunzeln, weil mir viele Situationen sehr bekannt vorkamen.

Insgesamt ist `Glück für Wiedereinsteiger` ein witziger Roman, leichte Unterhaltung, perfekt für den Urlaub geeignet.

                                 

                                      




Donnerstag, 17. August 2023

Rezension: `Romy- Mädchen, die pfeifen` von Felicitas Fuchs

 

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Schöner Abschluss der Familiengeschichte!





Im letzten Teil der Mütter Trilogie wird endlich das Familiengeheimnis gelöst, das sich vom ersten Band wie ein roter Faden durch die drei Bücher zieht.

Als Romy ihren Freund, den  DJ Falco heiraten möchte, benötigt sie eine Geburtsurkunde, und als sie sie endlich in den Händen hält, bricht für sie eine Welt zusammen. Bei Vater steht ein Name, den sie noch nie gehört hat. Für Romys Mutter Hanne sind das alte Geschichten, an denen man nicht rütteln sollte. Sie mauert, wie sie es schon ihr ganzes Leben getan hat.

Auf eigene Faust versucht Romy alles über ihren richtigen Vater herauszufinden, doch als sie ihn kennenlernt, ist er nicht interessiert an ihrem Leben. Viele Jahre lässt sie alles, wie es ist und dann begibt sie sich doch nochmal auf die Suche nach weiterer Verwandtschaft.  Unerwartete Hilfe bekommt sie von einer Seite, von der sie es nie vermutet hätte.

 Und was sie dann erfährt, erschüttert Romy erst richtig ....... 

Bei der Mütter Trilogie handelt es sich um die Familiengeschichte der Autorin und Romys Erlebnisse sind ihre eigenen. 

Von Anfang an hatte ich Wut auf Hanne, dass sie Romy immer so hängen lässt. Die Autorin  nimmt auch ihre Mutter nicht in Schutz, sondern berichtet schonungslos, was genau passiert ist.

Vielleicht hat sie sich nicht nur an die Realität gehalten, sondern auch künstlerische Freiheit genutzt, aber es kommt alles sehr authentisch rüber und man fiebert beim Lesen mit.

Der dritte Teil der Mütter Trilogie ist genauso spannend wie die beiden ersten und lässt sich wegen des leichten und fließenden Schreibstils super gut lesen.


                   





Freitag, 17. Februar 2023

Rezension: `Hanne- Die Leute gucken schon` von Felicitas Fuchs

 

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Berührender zweiter Teil!!



 








Minden, 1951.

Im zweiten Teil der „Mütter Trilogie“ dreht sich fast alles um Minnas Tochter Hanne. Deren Leben verläuft völlig anders als sie oder ihre Mutter es sich vorgestellt haben. Schon in jungen Jahren muss Hanne Monate in der Lungenklinik verbringen, weil sie an Tuberkulose leidet.

Als sie schließlich einen älteren Mann kennenlernt und auf ein bisschen Glück hofft, wird sie bitterlich enttäuscht. Er heiratet sie nicht, bleibt nicht bei ihr. Und neun Monate später, Anfang der 60er Jahre, bringt Hanne ihre uneheliche Tochter Romy zur Welt.

Weil die Tuberkulose immer wieder ausbricht, kümmert sich vorwiegend Minna um die kleine Romy. Hanne hat keine enge Beziehung zu ihrem Kind, ist meist überfordert mit dem quirligen Mädchen.

Besonders schön fand ich, dass man viele der anderen Figuren aus dem ersten Band wiedersieht. Neben Minna und ihrem Bruder Karl, treffen wir auch auf die Freundinnen Fannie und Lilo. Alle in der Familie halten zusammen, obwohl es zu der damaligen Zeit eine Riesenschande war, ein uneheliches Kind zu bekommen.

Irgendwann lernt Hanne schließlich Otto kennen, heiratet ihn und zieht mit ihm und Romy weg. Die Trennung ist für Romy und Minna gleichermaßen schwer. Auch später sucht Romy immer wieder Zuflucht bei der Oma, wenn es ihr nicht gut geht.

In der Mütter Trilogie verarbeitet Felicitas Fuchs ihre eigene Familiengeschichte. Minna war ihre Oma, Hanne ihre Mutter, und Romys Leben zeigt ihre persönlichen Erinnerungen.

Hannes Geschichte spielt hauptsächlich in der 60er Jahren, als es noch ein klassisches Rollenklischee gab: die Frau war zuständig für den Haushalt und die Kinder, der Mann verdiente Geld und hatte „das große Sagen.“ 

Den Zeitgeist der 60er Jahre hat Felicitas Fuchs sehr authentisch eingefangen. Mit Hanne konnte ich allerdings nur schwer 'warm werden'. Sie scheint, vor allem ihrer Tochter gegenüber, sehr gefühlskalt und gleichgültig zu sein.

Neben der oft tragischen Geschichte dieser drei Frauen, zieht sich, wie ein roter Faden, ein großes Familiengeheimnis durch jeden Band - doch aufgeklärt wurde es bisher nicht. Die Leser werden also weiter auf die Folter gespannt und müssen sich wohl gedulden und hoffen, dass im letzten Band der Trilogie endlich Licht ins Dunkel gebracht wird.

Ganz klare Leseempfehlung für `Minna` und `Hanne`!!!

                                    




Freitag, 1. Juli 2022

Rezension: `Minna. Kopf hoch, Schultern zurück` von Felicitas Fuchs


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Eine ergreifende Familiengeschichte!










 Zuerst hab ich mich etwas erschrocken, als ich den 600 Seiten dicken Schmöker sah, doch wenn man von einem Buch gefesselt ist, vergeht die Zeit wie im Flug. Und schwups, ist man durch.

So ging es mir mit `Minna.`

Die Autorin hat ihre eigene Familiengeschichte zum Anlass für die Mütter Trilogie genommen, dessen erster Band mit Minna, ihrer Großmutter beginnt.

Ganz am Anfang wird der Leser neugierig auf ein Geheimnis gemacht, dabei scheint es sich um etwas Gravierendes zu handeln, was bei Bekanntwerden die Familie zerstören könnte.

Minnas Geschichte beginnt im März 1924. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, versucht sie trotzdem, das Beste aus jeder Situation zu machen. Als sie den etwas älteren Fred kennenlernt, scheint sie alles richtig gemacht zu haben, denn er verliebt sich in sie und will sie heiraten.

Dass seine Familie Minna als Schwiegertochter nicht akzeptiert, belastet die junge Frau, doch sie wird noch viel schwerere Prüfungen in ihrem Leben bestehen, mehrere schlimme Schicksalsschläge verarbeiten und einen Krieg überleben. Mit am schlimmsten wiegt der Verrat von geliebten Menschen. Aber auch das Glück klopft zwischendurch wieder an ihre Tür. Minna lässt sich niemals unterkriegen, immer hat sie neue Ideen, die ihr und ihrer Familie das Überleben sichern.

Außer von Minna wird die Geschichte aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder erzählt.

Carla Berling alias Felicitas Fuchs konnte mich mit ihrem ersten Familienroman voll überzeugen. Bisher kennt man die Autorin aus den Genres Krimi und Humor, und ich war erst etwas skeptisch. Aber ich habe festgestellt, sie kann auch eine wunderbare, ergreifende Familiengeschichte schreiben.

Leider müssen wir auf den zweiten Teil, in dem es mit Tochter Hanne weitergeht, noch bis Januar`23 warten, aber umso länger ist die Vorfreude.


                                                   


Mittwoch, 15. September 2021

Rezension: `Was nicht glücklich macht, kann weg` von Carla Berling

 

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Heiterer Roman, perfekte Urlaubslektüre!










Billie und ihr Mann Thilo bezeichnen sich als Privatiers, Frührentner hört sich so alt an. Im beschaulichen Krudhof, Oederort kümmern sie sich um ihr Häuschen, Biggi pflegt den Garten und Thilo werkelt in der Garage mit Holz. Vor allem Billie ist damit zufrieden, mag keinerlei Veränderungen, und Freundschaften zu pflegen findet sie überflüssig. Als ihr Sohn Jonas sie bittet, einige Monate nach Köln zu ziehen, um auf den kleinen August aufzupassen, freuen die beiden sich, aber es fällt ihnen schwer, die gewohnte Umgebung zu verlassen.

In Köln ist Billie die lockere Lebensweise der Kölner zuerst sehr suspekt. Dieses Bussi- Bussi, ewig unangekündigter Besuch, und dann noch der unsägliche Karneval. Doch nach und nach merkt sie, dass es doch gar nicht so übel in Köln ist......

Carla Berling hat wieder einen witzigen, ironischen Roman über Menschen in der zweiten Lebenshälfte geschrieben. Vieles wird total übertrieben, die Charaktere sind überspitzt dargestellt, und es werden auch sämtliche Klischees bedient. Das macht es aber gerade so lustig. Am besten fand ich den `Timo`, doch wer das sein soll, das müsst Ihr selbst herausfinden.

Insgesamt ist ´Was nicht glücklich macht, kann weg` eine humorvolle Lektüre,  leicht und locker zu lesen, und hat mich gut unterhalten.



                                                     




Ich danke dem Heyne Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Rezension: `Klammerblues um zwölf` von Carla Berling



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Sehr witzig!
















Nach dem Tod ihres Mannes fühlt sich Fee, 57, allein gelassen von der restlichen Welt. Zu dick, zu träge und jetzt kommen auch noch Geldsorgen hinzu.
Während sie in Selbstmitleid badet, hat die flotte Nachbarin Claudine eine Idee: Warum ziehen wir nicht in eine WG? Schnell findet sich noch eine Dritte und die Frauen-WG kann starten. Während die beiden anderen tough sind und das Leben genießen, sind Fees Lieblingswörter Ja, aber und Nein, weil. Sie verkriecht sich zu Hause, guckt ihre Serien und futtert weiter, alles was ihr zwischen die Finger kommt.
Mit der Hilfe der beiden kommt sie jedoch nach und nach aus ihrem Tief heraus und fängt an zu leben.

Carla Berling hat eine humorvolle Geschichte um drei Freundinnen im fortgeschrittenen Alter geschrieben. Deren Motto: Alt sein ist etwas für andere, hier wird gelebt...

Ich denke, jede nicht mehr ganz junge Frau wird sich hier manchmal wiedererkennen. Wer hat sie noch nicht erlebt, die Problemchen mit dem Aussehen, der Figur, den Haaren und vielem mehr?
 Hier werden wirklich alle Klischees bedient, manches auch ziemlich übertrieben, was es aber wieder witzig macht.  
Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die ewigen Hinweise auf alte Musiktitel für jüngere Leserinnen etwas reizlos sind.
Insgesamt ist `Klammerblues um zwölf`eine leichte Lektüre, locker und flockig erzählt, ideal geeignet für den Urlaub. 




                                                 



  Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Rezension: `Pechmaries Rache` von Carla Berling



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Humorvoller, aber spannender Krimi!!















Auf dem Hellberger Hof sind alle Bewohner verzankt. Mutter und Tochter, Oma und Enkel, Schwester und Bruder, usw. Grausame Szenen haben sich dort abgespielt, bevor zwei Familienmitglieder nacheinander plötzlich zu Tode kommen.
 Beim zweiten Mal sieht alles nach Unfall aus, doch Lokalreporterin Ira Wittekind bohrt nach. Irgendetwas kommt ihr komisch vor und sie wittert sofort eine gute Story.
Dabei hat sie im Moment alle Hände voll zu tun, denn in wenigen Wochen soll endlich die Hochzeit mit Andy stattfinden. Ira ist eine sympathische Protagonistin, eine Frau aus dem Leben, Mitte 50, ein paar Pfunde zu viel, man muss sie einfach mögen.
Carla Berling hat es wieder mal gut verstanden, den Leser ans Buch zu fesseln. Normale Krimis schreibt sie nie, es kommt trotz Mord- und Totschlag immer eine unterhaltsame Geschichte mit viel Lokalkolorit heraus.

  Die beiden alten Tanten mit ihrem  ostwestfälischen Slang und ihren Schnäpskes, machen das Buch zu einem besonders humorvollen Krimi, sie sind sozusagen das i- Tüpfelchen.

Leider hatte ich beim Warten auf die Auflösung die ganze Zeit den Buchtitel im Hinterkopf. Ob er wirklich etwas mit dem Ende zu tun hat, werde ich natürlich nicht verraten.
Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen spannenden, etwas anderen Krimi!!!

                                     

  Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Rezension: `Der Alte muss weg` von Carla Berling


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Witzig - spritzig- Berling !!















Die fünfundfünzigjährige Steffi hat die Nase voll, tagein, tagaus der gleiche Trott. Und mit Tom hat sie einen Ehemann, der keine anderen Interessen als Fernsehen gucken und Kreuzworträtseln hat.
Beim wöchentlichen Brauhaustreffen mit ihren Freundinnen wird klar, auch denen geht es nicht anders und sie beschließen aus einer Bierlaune heraus: `Der Alte muss weg!` Aber eine Scheidung kommt nicht infrage, schließlich hat man ja die besten Jahre an den `Alten` vergeudet.


Während es bei den Freundinnen besser zu klappen scheint, die Ehemänner um die Ecke zu bringen, geht bei Steffi jeder Versuch schief.
Sie schmiedet gerade noch weitere Mordpläne, als sie merkt, dass sich Tom verändert. Sie ist sich sicher: Er betrügt sie!! Obwohl sie ihn ja loswerden möchte, passt ihr das aber auf keinen Fall.. Typisch!

Mit viel Witz und schwarzem Humor nimmt Carla Berling das Eheleben auf die Schippe.
Sie hat eine hervorragende Beobachtungsgabe, herrlich, wie sie die kleinen Feinheiten einer Ehe beschreibt.
Ich kann mir vorstellen, dass viele Frauen sich und ihre Partner in manchen Szenen wiedererkennen. Ich musste mehrmals herzhaft lachen, wenn die Freundinnen sich  über die Gewohnheiten der Männer aufregten, die wir wahrscheinlich alle kennen.

Natürlich ist alles völlig übertrieben dargestellt, aber das macht es auch so witzig. `Der Alte muss weg` ist zum Abschalten und Entspannen genau richtig und hat mir ein paar sehr unterhaltsame  Stunden beschert.

                                                     

Dienstag, 30. Mai 2017

Rezension: `Mordkapelle` von Carla Berling

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Spannung und Humor, eine gute Mischung !!!














Lokalreporterin Ira Wittekind ist den meisten Lesern ja schon aus den vorigen Bänden bekannt, jedoch kann man auch problemlos mit diesem Band einsteigen.
Als der Apotheker Ludwig Hahnwald in der Dorfkapelle bei einem Brand ums Leben kommt, sieht alles nach Mord aus und Ira beginnt sofort mit den Vorbereitungen für ihren Artikel. Sie möchte das Leben von Ludwig Hahnwald beleuchten und eine Reportage über ihn schreiben.
Wer hatte ein Motiv, den beliebten Apotheker zu töten? Profitiert vielleicht jemand finanziell von seinem Tod oder gab es doch andere Gründe?

Als sie sich näher damit beschäftigt, stößt Ira immer wieder auf unerklärliche Vorkommnisse in der Vergangenheit und auf eine Familie, in der seit Jahren so einiges totgeschwiegen wird.

Ira ist eine sympathische Protagonistin, die den Dingen gerne auf den Grund geht. Ziemlich verbissen versucht sie, mehr über die Familie Hahnwald herauszubekommen.


Was sie dabei nach und nach entdeckt, lässt auf eine große Story hoffen, doch es wird immer besser. Jeder aus der Familie hat anscheinend etwas zu verbergen und der allseits beliebte Ludwig Hahnwald hatte auch allerlei Geheimnisse in seinem Leben. Ira findet heraus, dass er bei weitem nicht der nette Mensch war, den alle in ihm sahen.

`Mordkapelle`ist eher ein ruhiger Krimi und nicht sonderlich actionreich, hier geht es hauptsächlich um Recherche und die vielen dunklen Geheimnisse im Umfeld des Toten.
Die Autorin schreibt in lockerem, leichten Stil, bringt immer wieder neue Verdächtige ein, sodass der Leser keine Ahnung hat, wer den Apotheker auf dem Gewissen hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Für die Leser der vorigen Bände gibt es ein Wiederlesen mit Andy und seiner Familie. Humorvoll beschreibt Carla Berling die beiden alten Tanten, die immer ein `Schnäpsken` bereit halten. Die ostwestfälische Mundart der beiden war mir in den anderen Bänden manchmal etwas viel, hier hat sie jedoch genau die richtige Dosis gefunden.

Obwohl die  Protagonistin Reporterin ist und keine Polizeibeamtin, ist `Mordkapelle` ein fesselnder Krimi mit vielen humorvollen Szenen und einer ordentlichen Portion Lokalkolorit!!







Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 28. Juli 2015

Rezension: `Tunnelspiel` von Carla Berling





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Menschliche Abgründe in Ostwestfalen!!















Der dritte Teil in der Reihe um die Reporterin Ira Wittekind lässt sie durch Zufall mitten in den Tatort eines Verbrechens platzen. Ein bekannter Verleger wurde in ziemlich peinlicher Situation während eines Sado-Maso-Spiels getötet.
Natürlich lässt Ira sich die Story nicht entgehen, wenn sie schon mal als erste Journalistin am Tatort ist.

Die Bücher von Carla Berling sind keine klassischen Krimis, sondern werden immer mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit gewürzt.
 Da sind zum einen die witzigen Dialoge im ostwestfälischen Slang, die mir im letzten Buch allerdings schon etwas viel gewesen sind. Bei `Tunnelspiel` hat die Autorin jedoch wieder genau die richtige Mischung getroffen.


Ira ist keine schillernde Protagonistin, sondern wirkt eher wie ein Mensch von nebenan und genau das macht sie so sympathisch. Dafür hat Carla Berling mit den beiden alten Tanten zwei sehr skurrile Charaktere entwickelt.

Die Story handelt hauptsächlich von der Suche nach dem Mörder, an der sich natürlich auch Ira, allerdings auf ihre Art, beteiligt. Sie bemüht sich, Hintergründe aufzudecken und herauszufinden, warum das Mordopfer so verhasst war, wobei nach und nach viele pikante Details aus dem Leben des Verlegers ans Licht kommen. 
Zum Schluss  überrascht Carla Berling mit einem Ende, mit dem ich in dieser Art nicht gerechnet hatte, das mir aber gefiel. Jedoch  hätte es ruhig etwas ausführlicher ausfallen dürfen.


Alles in allem ist `Tunnelspiel` ein humorvoller Krimi, der sich sehr flüssig lesen lässt. 




Dienstag, 16. September 2014

Rezension : `Königstöchter` von Carla Berling

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Wieder Mord in Ostwestfalen!!









`Königstöchter` ist nach `Sonntags Tod` der zweite Band aus der `Ira Wittekind` Reihe, in dem die Autorin den Leser wieder ins ostwestfälische Bad Oeynhausen mitnimmt.

Ira, Reporterin bei der Zeitung `Tag 7`, wird geschickt, um über einen schrecklichen Unfall zu berichten, der einer alten Bewohnerin der Morgenstern-Stiftung zugestoßen ist.

Eigentlich eine Routinesache, bis sich herausstellt, dass es kein Unfall war, sondern sich um Mord handelt.

Als noch eine zweite Bewohnerin des Heimes eines unnatürlichen Todes stirbt, wird Iras journalistisches Interesse geweckt...

Sie befragt die Bewohner und die Bekannten der Toten, doch bei dem, was sie erfährt, hat sie nicht immer den nötigen Abstand, denn sie fühlt regelrecht mit den Befragten.

Vor allem, als sie erschütternde Dinge herausfindet, die vor vielen Jahren passiert sind und worunter die Beteiligten heute noch leiden.

Der Zeitungsartikel ist schon fast zur Nebensache geworden, denn Ira möchte nun die ganze Geschichte wissen. Was ist damals geschehen ? Wer ist für die Morde verantwortlich ? Sie findet nach und nach heraus, was es mit den `Königstöchtern`, von denen hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird, auf sich hat. Und dann geschieht ein dritter Mord....

Den Anfang des Buches empfand ich als ziemlich langatmig, doch später konnte mich das Buch wieder fesseln.

Die Story um die `Königstöchter` ist gut konstruiert und spannend geschrieben.

Humorvoll schildert Carla Berling die Besuche auf Hof Eskendor und die Mundart ließ mich doch mehrmals schmunzeln, da mir viele Wörter noch sehr geläufig sind aus meiner Jugend, die ich in der Nähe verbrachte.


Allerdings wurde es mir für einen Krimi ein bisschen viel mit Iras Privatleben und den beiden alten Tanten. Beim ersten Band `Sonntags Tod` passte es sehr gut, dass die Autorin viel Privatkram einfließen ließ, denn die Bewohner von Gut Eskendor hatten etwas mit dem aktuellen Mordfall zu tun.

Bei `Königstöchter` hätte mir jedoch etwas weniger gereicht.


Die Autorin hat sehr vielschichtige, eigenwillige und teils skurrile Charaktere geschaffen und auch von der Thematik her ist alles vertreten. Mord, Habgier, Rache, illegale Abtreibungen, Missbrauch, Inzest.


Eine Aussage aus dem Buch, über die ich später noch länger nachdachte, ist mir wieder im Gedächtnis geblieben.
Iras Mutter sagt :
" Die Frau ****, die hatte es doch immer gut. Stets genug Geld und brauchte nie einen Finger krumm zu machen. Die hat kein Leid gekannt..... "

Und gerade hierbei  handelt es sich um die Frau, die in der Kindheit Schreckliches erlebt hat und deren Leben im Grunde durch diese Misshandlung verpfuscht war...

Man sollte nie vorschnell über Menschen urteilen, denn meistens kennt man ihre Lebensgeschichte nicht wirklich..

Alles in allem war `Königstöchter`ein guter Krimi, doch `Sonntags Tod` hat mir noch etwas besser gefallen.








Montag, 25. August 2014

Neuer Roman von Carla Berling zum Superpreis!!

Liebe Leser,
der neue Krimi von Carla Berling ist erschienen. `Sonntags Tod` hatte mich ja schon begeistert, nun bin ich gespannt auf den neuen Fall von Ira Wittekind..

Das Beste ist allerdings : Das eBook gibt es zum Einführungspreis von 99 ct.


Kurzbeschreibung


Der erste Fall war spannend. Dieser raubt Ihnen den Atem.
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Ein Geheimnis, das von vier Frauen über Jahrzehnte gehütet wurde.
Und ein Mörder, der mitten unter ihnen ist.

Eine idyllische Kleinstadt? Mitnichten.

Vier alte Damen kennen sich seit Kindertagen. Zwei von ihnen kommen innerhalb kurzer Zeit auf entsetzliche Weise um.
Reporterin Ira Wittekind findet heraus, dass sie durch ein grauenvolles Geheimnis untrennbar verbunden waren. Stück für Stück rollt sie Ereignisse aus der Vergangenheit auf und bringt Licht in eine unfassbare Tragödie, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen.
Und dann: Der dritte Mord.
Die Polizei tappt im Dunkeln, der Mörder läuft frei herum.
Ira ermittelt auf eigene Faust weiter. Alle Fäden scheinen in der Stiftung Morgenstern zusammenzulaufen, und dort entdeckt sie hinter dem Geheimnis der Frauen ein noch viel schlimmeres Drama.

Ira Wittekind ermittelt in ihrem zweiten Fall. 



KLICKT AUF DAS BUCH

Mittwoch, 15. Januar 2014

Rezension: `Sonntags Tod` von Carla Berling


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Dunkle Geheimnisse !!!







Die Journalistin Ira begleitet eine Woche lang die örtliche Polizei bei ihrer Tour. Gleich der erste Tag beginnt mit einem Hammer. In einer völlig verwahrlosten Wohnung wird eine verweste Männerleiche gefunden, die schon einige Zeit dort zu liegen scheint.
In der gleichen Woche muss Ira zur Beerdigung ihrer Freundin Verena und deren Ehemann. Verena wurde von ihm vergiftet, bevor er Selbstmord beging.
Bei dem anschließenden `Leichenschmaus` begegnet ihr Andy, ein Freund aus Jugendtagen und seine Familie, wieder. In den nächsten Tagen stattet Ira ihnen mehrere Besuche ab, denn sie möchte mehr über Verenas Tod erfahren.

Nach und nach stellt sich heraus, dass es Zusammenhänge zwischen Verena, ihrem Mann und dem Toten aus der Wohnung gibt. Und alles scheint ebenfalls mit Andys Familie zusammenzuhängen....
Die journalistische Neugier lässt Ira keine Ruhe, sie dringt tiefer und tiefer in die Familienverhältnisse ein und findet heraus, dass fast jeder Dreck am Stecken hat. Es tun sich Geheimnisse auf, die niemand ahnen konnte.

Bei Sonntags Tod handelt es sich um einen, eher ruhig gehaltenen Krimi, der völlig ohne Blutvergießen oder reißerische Szenen auskommt.
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, bei dem das Lesen auch richtig Spaß gemacht hat.
Die Charaktere, die sie geschaffen hat, haben mir gut gefallen, vor allem, wie sie beschrieben wurden.
Wunderbar konnte ich mir die Öko-Familie oder die alten Tantchen vorstellen, der westfälische Dialekt ließ alle sehr lebendig erscheinen.

Sonntags Tod hat eine breit gefächerte Thematik, da ist alles vertreten; Mord, verbotene Liebe, Alkohol, Schuldgefühle, Hass und Rache.
 Carla Berling hat einen spannenden Krimi geschrieben, ohne jegliche Effekthascherei, dafür mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit.
Eine ganz klare Kaufempfehlung !!

Übrigens, zur Zeit gibt es das eBook für den Kindle für 3,99€



Ich danke der Autorin Carla Berling für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.