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Montag, 24. März 2025

Rezension: `Die Mündung` von Tim Pieper

 

* * * *

Thriller- Debüt!!













Seit dem Tod ihrer Schwester Jette wird die Polizistin Lena von Schuldgefühlen zerfressen. Sie verbringt drei Monate allein auf einer Hallig, nur umgeben von den dort lebenden Vögeln.

Als sie am Strand eine Leiche entdeckt, muss sie notgedrungen zurück aufs Festland. Doch plötzlich ändert sich alles. Niemand glaubt ihr, und auch sie selbst ist sich nicht mehr sicher, was genau passiert ist. Sie leidet unter Flashbacks und kann nicht unterscheiden, was wirklich geschehen ist und was nur in ihrem Kopf vor sich geht.

Tim Pieper kenne ich von seinen fesselnden, eher ruhigen Havel-Krimis. `Die Mündung` hat mich sofort angesprochen, als ich die Kugelbake aus Cuxhaven auf dem Cover sah. Viele der beschriebenen Orte kenne ich persönlich. `Die Mündung` ist jedoch ganz anders als die Havel Krimis.

Der Plot ist sehr komplex und temporeich. Immer wenn man denkt, das Rätsel sei gelöst, geht es weiter. 
Einerseits geht es um einen geheimnisvollen Mörder, andererseits um ein großes Thema in der Neurowissenschaft. Lena versucht auf eigene Faust herauszufinden, was mit ihrer Schwester passiert ist, doch ich konnte mir ihr nicht so richtig warm werden. 
Ihre Handlungen und Alleingänge waren für mich schwer nachzuvollziehen. Zudem fand ich die vielen Zeitensprünge oft verwirrend.
So  ganz hat mich `Die Mündung` nicht überzeugen können. Ich würde 3,5 Sterne vergeben.


                                   







Donnerstag, 25. August 2022

Rezension: `Raue Havel` von Tim Pieper

 

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Wieder ein spannender Havel- Krimi!!









Beim neuesten Fall für Hauptkommissar Toni Sanftleben geht es um die Identifizierung von drei Leichen, die in einem alten Bootshaus gefunden wurden. Anscheinend liegen sie bereits seit Jahrzehnten dort unten.

 Überraschend kündigt Tonis Mutter ihren Besuch an, was für sie sehr außergewöhnlich ist. Doch bevor Toni mit ihr reden kann, passieren seltsame Dinge, und seine Mutter scheint irgendwie darin verstrickt zu sein.

In Rückblenden kehrt der Autor ins Jahr 1949 zurück, als Vera Sanftleben eine junge Frau war. Der Leser erfährt Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit, die niemand wusste oder vermutet hätte.

Diese Erlebnisse könnten der Grund sein, warum Tonis Mutter ihr Leben lang eher ein distanziertes Verhalten zu ihrem Sohn und Enkel an den Tag legte. Anscheinend geschah es eher zu deren Schutz, denn wie sich jetzt herausstellt, scheint nicht nur ihr Leben in Gefahr zu sein..

Tim Pieper hat auch mit dem sechsten Fall für Hauptkommissar Toni Sanftleben wieder voll ins Schwarze getroffen. Die spannenden Ereignisse aus dem Jahr 1949, die jetzt in der Gegenwart ihre Fortsetzung finden, haben mich total in ihren Bann gezogen.

Eine packende Handlung, kurze Kapitel und der  flüssige Schreibstil ließen wahrhaftig keine Sekunde Langeweile aufkommen.


                                                          



Donnerstag, 8. April 2021

Rezension: `Finstere Havel` von Tim Pieper

 

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Spannender Havel-Krimi !!








Tim Pieper lässt Hauptkommissar Toni Sanftleben nun schon zum fünften Mal an der Havel ermitteln. Auch wenn man die vorigen Bände nicht kennt, kommt man gut in die Story rein. Trotzdem entgeht einem etwas, wenn man sie nicht liest.

Diesmal wird Toni Sanftleben zu einem mysteriösen Fall gerufen. Eine junge Frau, Melanie Brandt, wird tot in ihrem Auto in der Havel gefunden. Die Todesursache ist noch unklar, war es ein Unfall, Suizid, oder etwa Mord? Wieso konnte sie nicht verhindern, dass das Auto in den Fluss rollte?

 Melanie Brandt war ein schwieriger, sensibler Charakter, aber auf eine besondere Art sehr anziehend für Männer. Toni ermittelt und rekonstruiert zusammen mit seinem Team die letzten Tage der jungen Frau. Dabei bringt er ein paar unglaubliche Dinge zum Vorschein, und je mehr Toni herausfindet, desto undurchsichtiger wird das Ganze.

Um den Leser vollends, allerdings im positiven Sinne, zu verwirren, erfahren wir in Rückblenden die Geschehnisse aus der Sicht der Toten.

Tim Pieper hat auch mit dem fünften Fall wieder einen spannenden Krimi hingelegt. Obwohl es jede Menge Verdächtige gibt, bleibt bis zum Schluss offen, ob es wirklich ein Mord war, oder vielleicht doch ein Unfall oder Suizid.

`Finstere Havel` ist ein guter Krimi mit einem raffiniert ausgearbeiteten Plot, einer spannenden Handlung mit interessanter Ermittlungsarbeit und vielen falschen Fährten, auf die der Leser gelockt wird.


                                                     




Freitag, 11. Oktober 2019

Rezension: `Stille Havel` von Tim Pieper



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Spannend und fesselnd!!













Die vorigen Havel-Krimis haben mich bereits begeistert, doch `Stille Havel` war etwas anders. Hier geht es um ein Verbrechen, deren Ursprünge bis tief in die Vergangenheit reichen.

Tim Pieper erzählt diesmal auf zwei Zeitebenen, zum einen lernen wir die junge Lydia kennen, die 1938 davon träumt, ein großer Filmstar zu werden. Wenn das nur möglich ist, indem man den Reichsminister Goebbels nicht vor den Kopf stößt, wenn er sich für einen interessiert, dann wird sie eben in diesen sauren Apfel beißen. Lydia weiß genau, was sie will und wo sie hinkommen möchte.

Im zweiten Handlungsstrang ermittelt Hauptkommissar Toni Sanftleben bei einem Mordfall. Es geht um den sechzigjährigen Kunstsachverständigen Helmut Lothroh, der erschlagen aufgefunden wurde. Bei den Nachforschungen stellt sich heraus, dass er sich sehr stark für ein altes Gemälde interessierte. Zu sehen ist eine Frau mit verhülltem Gesicht, doch niemand weiß, wer die Unbekannte ist.

Bei den Ermittlungen lernt Toni die sympathische Marie kennen, mit der er sich direkt anfreundet. Die schöne alte Villa, in der sie lebt, verbirgt allerdings einige Geheimnisse, die man niemals vermutet hätte. Nach und nach kommen Dinge zum Vorschein, die Maries schöne Erinnerungen an ihre Großmutter in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Und auch Toni kommt durch die Entdeckungen dem Mörder Helmut Lothrohs näher.

Die Charaktere sind diesmal sehr vielschichtig, mal mehr und mal weniger sympathisch.
In den meisten Romanen, die in der SS Zeit handeln, sind die Protagonisten niemals Nazis gewesen, immer waren es nur die anderen. Hier ist das anders und das hat mir auch mal gefallen. Es gab ja wahrlich genug Mitläufer, die vielleicht erst Jahre später erfuhren, was wirklich geschah. Viele Menschen behielten allerdings ihren Glauben an den Führer bis an ihr Lebensende und das ist hier im Buch beides sehr gut rübergekommen.

Wieder mal ein Havel Krimi mit sehr authentischen Charakteren und einer spannenden Handlung, bei dem mich beide Erzählstränge gleichermaßen gefesselt haben.
Ganz klare Leseempfehlung !!!


                                                 

 Ich danke Tim Pieper und dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 9. April 2018

Rezension: `Tiefe Havel` von Tim Pieper

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Spannend und kurzweilig !!

















Der Potsdamer Hauptkommissar Toni Sanftleben wird zum Tatort gerufen, bei dem es um einen ermordeten Binnenschiffer geht. Doch es scheint kein einfach zu lösender Fall zu werden, sondern die Spur führt ins Drogenmilieu und da scheint etwas im großen Stil abzulaufen.
Toni ist mir bereits aus den vorigen Havel- Krimis, die mich auch schon begeistert haben, bekannt.
Normalerweise mag ich nicht zu viel Privatkram der Ermittler bei Krimis, doch Tonis Ehegeschichte berührt mich seit dem ersten Band. Und auch dieses Mal entwickelt es sich zwischen den beiden ganz anders, als ich erwartet habe.
Zudem gibt es Stress mit seinem Vorgesetzten und Toni macht des Öfteren die Faust in der Tasche.

Trotzdem muss er sich  um den Fall oder die Fälle kümmern, denn inzwischen ist ein zweiter Toter dazugekommen. In mühsamer Kleinarbeit werden die Bilder von Überwachungskameras ausgewertet, Telefondaten kontrolliert  und Kontakte überprüft. So ergibt sich bald ein Bild, in welchem Stil hier Drogengeschäfte getätigt wurden und wer dran beteiligt sein könnte.

In einem anderen Handlungsstrang kommt Sandro Ehmke zu Wort, ein ehemaliger Knacki, der mit Toni noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Was er und sein Freund Herm mit den Drogengeschäften zu tun haben, ist zuerst noch nicht erkennbar, aber nach und nach werden die losen Fäden zu einem Knoten verbunden und es wird einiges klarer.

Tim Pieper hat wieder einen hervorragenden Krimi geschrieben, kurze Kapitel, flotter Schreibstil und er hält sich nicht mit überflüssigen und unnötigen Beschreibungen auf. 

Spannende Ermittlungstätigkeit wechselt sich mit Tonis unruhigem Privatleben ab, sodass  keine Zeit zur Erholung bleibt. An zwei Abenden habe ich das Buch verschlungen und bin genauso begeistert wie von den letzten Bänden. So darf es gerne weitergehen!






 Ich danke dem Emons Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 24. November 2016

Rezension: `Kalte Havel` von Tim Pieper


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Zweiter Fall für Toni Sanftleben!!


















Hauptkommissar Toni Sanftleben hat nach 16 Jahren seine Frau Sofie wiedergefunden, doch nicht alles ist so, wie er es sich erträumt. In den Jahren ihrer Abwesenheit hat sie sich verändert und Toni hat schwer damit zu kämpfen, dass er sie vielleicht ein zweites Mal  verliert.
 Deswegen fällt es ihm gar nicht so leicht, als die Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, den Fall ihres verschwundenen Sohnes Alexander zu übernehmen, denn eigentlich befindet Toni sich im unbezahlten Urlaub.

Von Alexander fehlt jede Spur, seit er mit seinem Freund Hendrik abends zusammen war und Hendrik anschließend erschossen aufgefunden wird.

Tim Pieper lässt den Leser mehrmals zurückblicken in die Zeit vor der Tat, wie und mit wem Hendrik die letzten Monate vor seinem Tod verbracht hat. Dadurch kommen einige neue Verdächtige ins Spiel und der Leser ist der Polizei einen Schritt voraus.


Schon der erste Krimi mit Toni Sanftleben hat mir sehr gut gefallen und `Kalte Havel` steht dem in nichts nach.
Eigentlich mag ich ja nicht, wenn zu viel über das Privatleben der Kommissare geschrieben wird, doch hier passt es ganz genau. Diesen inneren Konflikt, den Toni auskämpft, einerseits seine Arbeit gut zu erledigen und sich gleichzeitig um seine kranke Frau zu kümmern und seine Ehe zu retten, hat der Autor sehr gut beschrieben.


Die Schauplätze sind gut gewählt, denn obwohl ich nicht aus der Gegend komme, habe ich schon viel über die Beelitzer Heilstätten gehört und kann mir die alten Gemäuer genau vorstellen. Die unheimliche Atmosphäre wurde gut eingefangen und steigerte so den Gruselfaktor.
Das Buch hat nur 252 Seiten, was ich super finde, denn so gibt es keine Längen, sondern es bleibt von Anfang bis Ende spannend.
Ich habe das Buch verschlungen und hoffe, dass es bald weitergeht mit dem sympathischen Ermittler.


















Montag, 6. Juli 2015

Rezension: `Dunkle Havel` von Tim Pieper

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Spannend- fesselnd- Klasse !!!













Im Prolog bekommt der Leser mit, wie verliebt der junge Toni Sanftleben in seine schöne Frau Sophie ist. Und auch sie scheint, nach Monaten der Krise, endlich wieder glücklich zu sein.  Nach dem Baumblütenfest schlafen sie abends zusammen auf der Wiese ein, doch am nächsten Morgen ist Sophie verschwunden, anscheinend ertrunken.
 Toni bleibt mit seinem kleinen Sohn Aroon allein zurück.....

16 Jahre später..

Toni, inzwischen  Hauptkommissar, hat in den ganzen Jahren nichts unversucht gelassen, um Sophie zu finden, doch es gab nie die geringste Spur.
Als er dienstlich zu einem Mordopfer gerufen wird, traut er seinen Augen nicht. Der Tote trägt ein Foto von Tonis verschwundener Frau bei sich.....


Der Autor Tim Pieper war mir bisher völlig unbekannt, doch `Dunkle Havel` fand ich richtig klasse.
 Ein guter, flüssiger Schreibstil und kurze Kapitel, die dazu verleiten, unbedingt weiterlesen zu müssen.

Die Handlung ist so spannend und bildhaft geschrieben,  dass ich die Landschaften und Personen beim Lesen immer vor Augen hatte. Besonders Toni ist mir ans Herz gewachsen und bewegt hat mich die Liebe zu seiner Frau, die so viele Jahre überdauert hat, obwohl sowas in dieser schnelllebigen Zeit eigentlich unvorstellbar ist.
Nun gibt es zum ersten Mal seit Jahren eine Spur, der er nachgehen kann und das tut er auch verbissen, doch weder seine Kollegen noch sein Sohn stehen ihm dabei wirklich zur Seite.

Tim Pieper hat einen  interessanten Plot geschaffen, mit glaubwürdigen Charakteren und einer, für mich völlig überraschenden Auflösung.

Das Privatleben war hier eng verbunden mit der Ermittlungsarbeit, dadurch empfand ich es noch dramatischer, und egal wie oft ich mitgefiebert habe, es kam immer wieder eine Wendung mit der ich nicht gerechnet habe.

Ein mitreißender, packender Krimi, gewürzt mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit, den ich unbedingt empfehlen kann!!!