Sonntag, 22. November 2020

Rezension: `Trümmermädchen- Annas Traum vom Glück` von Lilly Bernstein

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Ein Wahnsinnsbuch!!!








 

1941.  Die 11jährige Anna lebt mit ihrer Tante Marie und Onkel Matthias in Köln. Sie besitzen die Bäckerei am Buttermarkt und jeden Morgen wacht Anna mit dem Duft frisch gebackener Brote oder Brötchen auf. Ihr behütetes Leben findet ein jähes Ende, als Onkel Matthias in den Krieg ziehen muss und sie mit ihrer Tante allein bleibt. Als dann auch noch die Bäckerei bei einem Bombenangriff zerstört wird, fängt für die beiden und den gerade geborenen Karl ein regelrechter Kampf ums Überleben an.

Lilly Bernstein hat äußerst eindrucksvoll beschrieben, welche erschütternden Szenen sich täglich abspielten. Es war ein eiskalter Winter in Köln, die Menschen haben gehungert und gefroren und mussten jeden Tag aufs Neue versuchen, etwas Essbares oder ein bisschen Brennmaterial zu ergattern. Wie froh war man, wenn man ein paar Schuhe besaß, egal, ob sie passten oder nicht. Genauso sah es mit der Kleidung aus. Hauptsache, man hatte etwas anzuziehen und wenn es dann noch warm hielt, war es quasi der Himmel auf Erden.

Während Tante Marie bei einem Bäcker schuftet, hat Anna sich einer Bande anderer Kinder angeschlossen, die auf dem Schwarzmarkt handeln. So schafft sie es manchmal, Brot oder Kohlen nach Hause zu bringen. Ein Glück, das viele andere Kölner nicht hatten, täglich forderten Hunger und Kälte neue Opfer.

Ich habe schon zahlreiche Bücher über die Kriegszeiten gelesen, aber `Trümmermädchen` hat mich richtig beeindruckt. Der Erzählstil ist der eines jungen Mädchens, das schnell erwachsen werden muss. Die Schrecken des Krieges und die Ängste, die sie, ihre Tante und der kleine Karl ausstehen müssen, wenn Bomben fallen, wenn Plünderer ins Haus einfallen oder einer krank wird, sind greifbar. Für den kleinen Karl ist es ein Leben voller Entbehrungen, er kennt in seinen ersten Jahren bisher nichts anderes als Krieg, Kälte und Hunger. Die Beschreibung, wie man nach tagelangem Hungern ein einziges Stück Brot im Mund zergehen lässt und genießt, war so bildhaft, dass ich es geradezu riechen und schmecken konnte.

Obwohl sie seit Jahren kein Lebenszeichen von ihm haben, gibt die Familie die Hoffnung nie auf, dass Matthias eines Tages zurückkommt.

`Trümmermädchen` ist ein spannender, anrührender, dazu noch lehrreicher Roman mit liebevoll gezeichneten Charakteren, vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges. Lilly Bernstein hat ein Buch geschrieben, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. 

Wer heute wegen der Einschränkungen durch die Corona Regeln unzufrieden ist, weil man mal ein paar Monate nicht überall in vollem Umfang jeden Komfort genießen kann, aber ein warmes Zuhause und genug zu essen hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen!






Ich danke dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 18. November 2020

Gewinnspiel !!!! Gut Greifenau- Silberstreif !!

 



Ihr Lieben, am 01.Dezember  erscheint der fünfte Band der Gut Greifenau Reihe als Print Ausgabe. Ich durfte ja das eBook schon vorablesen und war wieder begeistert.
Meine Rezension findet Ihr H I E R
Nun verlose ich  drei  Exemplare von `Gut Greifenau- Silberstreif`, die Hanna Caspian für euch signieren wird.







Klappentext:
Herbst 1923. Deutschland befindet sich auf dem Höhepunkt der Hyperinflation. Das Geld verliert stündlich seinen Wert, Existenzen werden vernichtet, die Menschen sind verzweifelt. Auch an den Bewohnern von Gut Greifenau geht die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei. Doch dann kommt ausgerechnet die Inflation Konstantin zu Hilfe, und er kann das bedrohte Familiengut retten. Als Konstantins geliebte Frau Rebecca ein Mädchen zur Welt bringt, scheint das Glück vollkommen. Doch immer noch schwelt in Rebecca die Angst vor Konstantins hinterhältigem Bruder Nikolaus, und auch das Gutspersonal taumelt von einer Krise in die andere. Währenddessen scheint Katharina endlich ihren Traum vom Medizinstudium verwirklichen zu können.
Opulent, brillant recherchiert und fesselnd geschrieben – Hanna Caspian entführt im fünften Band ihrer Familiensaga ihre unzähligen Leser erneut auf das Gut Greifenau in Hinterpommern - diesmal in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.
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Möchtet Ihr mehr über die beliebte Autorin erfahren? Dann guckt doch mal auf ihre HOMEPAGE




Was müsst Ihr nun tun, um eines der begehrten Bücher zu gewinnen?

1.Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍

2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 

3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 28.11.2020 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!
Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.





Dienstag, 17. November 2020

Rezension: `So schweige denn still` von Mary Higgins Clark

 

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Sehr spannend!!









Die investigative Journalistin Gina bekommt eine email von einer gewissen CRyan, die bei einem großen Nachrichtensender angeblich irgendetwas Schreckliches erlebt hat. Doch Gina kann sie nicht erreichen, um Genaueres zu erfahren. Als sie endlich herausfindet, um wen es sich bei CRyan überhaupt handelt, stellt sie fest, dass die Informantin durch einen Unfall ums Leben gekommen ist.

Gina wittert eine große Story und bleibt dran, um aufzudecken, was passiert ist. Anscheinend geht es um sexuelle Belästigung. Sie macht andere Betroffene ausfindig, doch niemand will mit ihr reden. Ihr werden massenhaft Steine in den Weg gelegt, um die Recherchen zu verhindern, doch sie gibt nicht auf. Was Gina allerdings nicht ahnt, ist, dass sie sich in allergrößte Gefahr begibt.

In einem anderen Handlungsstrang nimmt die Autorin uns mit in die Vergangenheit und wir erfahren, was sich in den letzten zwei Jahren beim Nachrichtensender ereignet hat. Was ein großes Unternehmen alles vertuscht, wenn es um Profit geht und wieviel Geld hin- und hergeschoben wurde, um das Zugpferd des Senders vor Anklagen zu retten. Und natürlich schützt jeder erstmal sein Privatvermögen, auch wenn man dazu über Leichen gehen muss.

Nachdem ich einige Jahre nichts mehr von Mary Higgins Clark gelesen habe, bin ich nun angenehm überrascht worden. Bei `So schweige denn still` handelt es sich nicht um einen Psychothriller, sondern fast eher um eine Art Justizthriller.

Der Leser kennt beide Seiten und weiß von Anfang an Bescheid. Man möchte Gina gerne beschützen. Doch Gott sei Dank weiß sie sich immer zu helfen, auch in brenzligen Situationen. 

Der spannende Roman hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen, weil Mary Higgins Clark mit einer packenden Handlung und vielen überraschenden Wendungen fesselt. Es fiel mir schwer, das Buch aus dem Händen legen zu müssen und ich habe die  knapp 400 Seiten regelrecht verschlungen.

Sehr schade, dass diese großartige Autorin im Januar`20 verstorben ist.

                                   


Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 15. November 2020

Rezension: `Gut Greifenau- Silberstreif` von Hanna Caspian

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Neues vom deutschen `Downton Abbey!`















 Im fünften Band um Gut Greifenau und seine Bewohner befinden wir uns in den 20er Jahren. Die Bevölkerung ist verzweifelt, das Geld verliert täglich an Wert. Ein Brot kostet zehn Millionen Mark, ein Liter Milch vierzehn. Auch Konstantin hat schwer zu kämpfen, um Gut Greifenau halten zu können, und die Bediensteten, die immer treu gedient haben, nicht entlassen zu müssen. Überall und an allen Ecken und Kanten muss gespart werden, was aber Gräfin Feodora bei ihren Besuchen gar nicht einsieht. Sie lebt immer noch in der Kaiserzeit und die neuen Sitten, die auf Greifenau eingekehrt sind, gefallen ihr gar nicht. 

Katharina beginnt endlich ihr Medizinstudium, und das ist alles andere als einfach. Es wird mal wieder klar, welche Steine den Frauen, die nicht nur Ehefrau und Mutter sein wollten, früher in den Weg gelegt wurden.

Alexander macht diesmal eine sehr schwere Zeit durch, und Nikolaus hält nach einer guten Partie Ausschau.

Hanna Caspian lässt die von Auwitz- Aarhayns Höhen und Tiefen durchleben. Wie in jeder Familie gibt es mal Streit oder Meinungsverschiedenheiten, aber inzwischen gehen die Interessen und Meinungen so weit auseinander, dass eine wirkliche Harmonie fast nicht mehr herzustellen ist. Man sieht sich nur zu besonderen Gelegenheiten und ist froh, wenn man danach wieder Ruhe hat. 

Aber auch bei den `Leuten` gibt es viel Neues. Sie erleben Schicksalsschläge, Krankheiten oder die Liebe, und es zeigt sich, dass sie auch in schwierigen Situationen, immer auf Rebecca und Konstantin zählen können.

Hanna Caspian hat es auch mit dem fünften Band wieder geschafft, mich in die Zeit von vor 100 Jahren zu versetzen. Ich habe, je nach Anlass, entweder mit gefiebert, gebangt, getrauert oder mich gefreut. `Gut Greifenau- Silberstreif` ist eine spannende Fortsetzung der großartigen Familiengeschichte, die man auch das deutsche `Downton Abbey` nennen darf.


                                                                          


Mittwoch, 11. November 2020

Rezension: ` Das Unrecht der Väter- Die Falkenbach Saga -` von Ellin Carsta

 

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Familiengeheimnisse !!!













Der Auftakt zur neuen Familiensaga von Ellin Carsta beginnt 1936 in Bernried am Starnberger See.

Es geht um drei Familien, die schon lange miteinander befreundet sind. Die Väter haben Seite an Seite im Krieg gekämpft, die Kinder sind zusammen aufgewachsen und es herrscht eine tiefe Verbundenheit.

Als jedoch die Tochter eines gefallenen Kriegskameraden der Freunde auftaucht und Fragen über ihren Vater stellt, geraten die Männer leicht in Panik. Sie will unbedingt wissen, was damals in Riga geschehen ist.

Das Herumschnüffeln könnte das Glück und die Existenz der drei Familien in ernsthafte Gefahr bringen. Mit allen Mitteln versuchen sie, weitere Nachforschungen der jungen Frau zu verhindern.

Ellin Carsta hat wieder einen spannenden Familienroman geschrieben, der einen direkt packt. Was die drei Männer genau im Krieg erlebt haben, bleibt für den Leser verschwommen. Es muss aber etwas extrem Gravierendes gewesen sein, wenn soviel davon abhängt, dass ja nichts an die Öffentlichkeit dringt. 

In verschiedenen Handlungssträngen erfährt der Leser mehr über die einzelnen Familienmitglieder und ihre Pläne und Träume. Nicht jedes der Kinder ist gewillt, in den väterlichen Betrieb einzusteigen, sie haben andere berufliche Ambitionen. Doch keines kann den Ansprüchen des Vaters wirklich gerecht werden.

 Wie immer, ist Ellin Carstas Stil flott und unkompliziert. Die Stimmung in den Vorkriegsjahren hat sie sehr gut eingefangen. Es hat viele Vorteile, in die Partei einzutreten, besonders als Unternehmer. Schnell können die neuen Parteifreunde auch bei der `Riga- Sache` behilflich sein.

`Die Falkenbach Saga` ist ein Roman voller Geheimnisse und Rätsel, was den Leser dazu bringt, immer weiterlesen zu müssen. Nicht nur die drei Männer haben etwas zu verbergen, sondern auch ein anderes Familienmitglied verheimlicht etwas.

 Ihr seht, es ist allerhand los in Bernried, nur Ruhe gibt es keine. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, der im März`21 erscheint.

Wieder mal ein gelungener Auftakt zu einer neuen Familiensaga, die ich gerne empfehle!!




Sonntag, 1. November 2020

Rezension: `Teuflischer Verrat` von Linda Castillo

 


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Die junge Kate Burkholder!








Ich liebe die Amisch- Thriller von Linda Castillo, doch diese Geschichte schickt uns in die Zeit, als Kate Burkholder noch als die 14 jährige Katie auf dem Hof ihrer Eltern als amisches Mädchen lebte.

Während sie mit ihrer Freundin Mattie Äpfel pflückt, werden sie von dem englischen Jungen Billy geärgert. Mattie, schon etwas weiter entwickelt als Katie, geht mit ihm in die Scheune, um zu rauchen. Kurz darauf schlagen Flammen aus dem Gebäude und es brennt lichterloh.

Die Polizei stellt Brandstiftung fest, doch wer hat das Feuer verursacht? Billy oder Mattie? Jeder schiebt dem anderen die Schuld zu, und Katie möchte ihrer Freundin glauben, doch sie hat Zweifel.

Man merkt, dass Katie damals schon einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hatte und auch die Aussage ihrer Freundin  nicht ohne Weiteres glaubt.

`Teuflischer Verrat` ist kein Thriller oder Krimi, sondern nur eine nette Geschichte aus Kates Jugend, geschrieben im typischen Linda Castillo Stil. Mir hat sie gut gefallen, auch wenn sie gerne länger hätte sein dürfen.

          


Ich danke dem Fischer Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.