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Dienstag, 23. Februar 2021

Rezension: ` Der leuchtende Himmel` von Ellin Carsta

* * * * *
Turbulente Zeiten für die Hansens !!








 Mit `Der leuchtende Himmel` ist inzwischen der siebte Teil der Hansen- Saga erschienen. Zuerst dachte ich, nun sind alle glücklich und zufrieden, was soll denn jetzt noch Großes passieren? Eigentlich war doch alles schon einmal da. 

Aber die Autorin hat mich eines Besseren belehrt!

Der siebte Band fängt erstmal ganz beschaulich an, aber dann überschlagen sich die Ereignisse.  

Gerade hat Luise beschlossen, weniger ins Kontor zu gehen und sich mehr um Hans und ihre gemeinsame Tochter zu kümmern, da wird Onkel Georg plötzlich dringend in Wien gebraucht. Dort geht gerade alles drunter und drüber. Das bedeutet, Luise muss nun in Hamburg allein die Stellung halten und noch mehr arbeiten. 

Dazu kommt, dass die Hafenarbeiter sich organisiert haben, weil sie es leid sind, für einen Hungerlohn zu schuften, während sich die Reeder und Firmenchefs die Taschen vollmachen.

Der  Arbeiteraufstand ist für das Kontor der Hansens und andere Unternehmer ein Desaster, denn so werden die Schiffsladungen nicht gelöscht und es kann kein richtiger Handel betrieben werden.

Auch privat läuft nicht alles so, wie es sollte. Luise und Hans versuchen sich, nach den Problemen im letzten Band, wieder anzunähern.

Elsa, die Frau von Luises Cousin, fühlt sich nicht mehr sicher in der Villa und hat große Pläne. 

In Wien erfordern mehrere Ereignisse und Todesfälle die sofortige Rückkehr von Robert und Therese aus Kamerun.

Wieder einmal haben mich die Hansens und ihre Geschichten in Atem gehalten. Um euch nicht die Spannung zu nehmen, will ich nicht näher auf die Geschehnisse eingehen, aber Ihr könnt gewiss sein, diesmal passiert eine Menge Unvorhergesehenes, und nach einem entsetzlichen Drama trifft Luise eine weitreichende Entscheidung.

Nachdem der sechste Teil mich nicht komplett überzeugen konnte, bin ich von `Der leuchtende Himmel`  wieder total begeistert!









Dienstag, 31. März 2020

Rezension: `Der mutige Weg` von Ellin Carsta

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Endlich geht es weiter mit den Hansens!!







Im fünften Teil der Hansen-Saga bricht Therese mit ihren Kindern von Wien auf, um ihr weiteres Leben mit Robert in Kamerun zu verbringen.
Zuhause in Hamburg versucht Luise herauszufinden, wieso das Kontor trotz guter Geschäfte nicht mehr Gewinn abwirft. Irgendwo scheint da etwas nicht zu stimmen. Doch welches Verbrechen sie mit Hilfe ihres Mannes aufdeckt, ist unglaublich.

In Wien führt Georg Karls Geschäft weiter, nur die Ehe mit Vera gleicht weiterhin einer Tortur.

Plötzlich jagt eine Katastrophe die nächste. In Kamerun wird ein großer Teil der Ernte durch Spinnmilben vernichtet, ein großer Verlust für Roberts Plantage. In Hamburg passiert währenddessen viel Schlimmeres. Etwas so Dramatisches, dass es das Ende für die Firma Hansen bedeuteten könnte. 

Ellin Carsta hat mit `Der mutige Weg` wieder eine spannende Fortsetzung der Familiensaga geschrieben. Es wird auch nie langweilig, weil die Handlung sich in verschiedenen Städten abspielt. Wien, Hamburg und natürlich Kamerun. Das macht es für den Leser so interessant und abwechslungsreich und deswegen fand ich 290 Seiten auch viel zu kurz. 

Inzwischen sind mir die Familienmitglieder richtig ans Herz gewachsen und ich fiebere dem nächsten Band entgegen, der schon im Juni erscheint. Wie wird es weitergehen? Schaffen die Hansens es, die Firma zu retten?

                                       


Samstag, 27. April 2019

Rezension: `Das bedrohte Glück` von Ellin Carsta

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Spannende Fortsetzung!!


















Endlich geht es mit dem dritten Band der Hansen- Familiensaga  weiter.
Luise, inzwischen in die Ehe mit dem ungeliebten Hans Petersen gedrängt, arbeitet weiterhin im Kontor und die Aufgabe macht ihr Riesenspaß. Schon jetzt ist sie unentbehrlich für den Vater geworden und er hofft, dass sie ihm auch nach der Geburt des Kindes wie bisher hilft. Die nahende Geburt  macht Luise große Angst, denn sie hat eigentlich ganz andere Pläne. Schließlich gibt es noch Hamza, ihre Liebe aus Kamerun.


Wenn man die bisherigen Bände gelesen hat, hat man ja eine gewisse Vorstellung, wie alles weiterzugehen hat. Die Autorin überrascht aber mit Wendungen, die ich beim besten Willen nicht erwartet habe und die mir trotzdem gefielen.
Es war hochinteressant zu lesen, dass Luise ihre Zeit in Kamerun irgendwann in einem anderen Licht sieht. Und genau das ist eine Entwicklung, die ich total realistisch fand, denn damals war sie ein Kind und heute ist sie eine erwachsene, arbeitende Frau, die sich ein Leben ohne das Kontor nur schwer vorstellen kann. Wie wird es mit ihr und Hamza weitergehen?

Auch in Wien läuft nicht alles so, wie Karl es sich vorstellt. Gerade als er sich entschließt, sich ganz für Therese und die Kinder zu entscheiden, entdeckt ein Gauner sein lange gehütetes Geheimnis und Karl sieht nur einen Ausweg.


Der dritte Band der Hansen-Saga konnte mich genauso begeistern wie seine beiden Vorgänger. Sonntagmorgens begonnen, abends ausgelesen.. Leider. Nun heißt es für den Leser wieder warten, doch schon im Oktober geht es mit Band 4 weiter, auf den ich mich extrem freue, denn ich habe so gar keine Vorstellung, was darin passieren könnte.


                               





Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 14. August 2018

Rezension: `Der Schatten` von Melanie Raabe

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Kommt nicht an die Vorgänger heran!!

















Die Journalistin Norah zieht nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten von Berlin nach Wien, um neu anzufangen.
Kurz nach ihrem Umzug trifft sie in der Stadt auf eine Frau, die ihr prophezeit, dass sie am 11.Februar einen Mord begehen wird und der Name des Opfers sei Arthur Grimm.
 Norah tut es als Faselei ab und sie hat den Vorfall auch fast schon vergessen, wenn nicht plötzlich der Name Arthur Grimm öfters auftauchen würde. Nun wird sie neugierig und versucht mehr über den unbekannten Mann herauszufinden.

Die ersten beiden Thriller von Melanie Raabe haben mir sehr gut gefallen und ich freute mich auf `Der Schatten`, doch ich musste mich wirklich durch das Buch quälen. Die Story empfand ich als hanebüchen und das Verhalten Norahs genauso. Eine unbekannte Person schreibt ihr sms, worauf sie jedesmal eingeht und antwortet. Der geheimnisvolle Schreiber gibt ihr Anweisungen, denen sie folgt, was ich total unrealistisch fand. Zusätzlich verschafft sich irgendjemand Zutritt zu Norahs Wohnung, sie wird  bedroht, die Polizei glaubt ihr nicht, Freunde meinen, sie hätte wieder zu Drogen gegriffen.
Es liest sich nicht schlecht, aber mir fehlte jegliche Spannung und ich fand es extrem langatmig. Die Story plätschert so vor sich hin, zog sich teilweise wie Kaugummi, doch von einem Thriller erwarte ich einfach mehr, vor allem etwas Nervenkitzel.

Es kommt eigentlich fast nie vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese, aber hier habe ich nur bis S.280 durchgehalten, danach habe ich es zur Seite gelegt.
Die Geschmäcker sind ja unterschiedlich, aber ich kann `Der Schatten` nicht empfehlen!!




Ich danke dem btb Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension: `Die ferne Hoffnung` von Ellin Carsta

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Ein gut gelungener Auftakt zu einer neuen Familiensaga!!














1888,
`Die ferne Hoffnung` ist der Auftakt zu einer neuen Buchreihe um die Hamburger Handelsfamilie Hansen. 
Nach dem Tod des Vaters bleiben die drei Brüder auf einem Schuldenberg sitzen. Nur mit Kaffee können sie das nötige Geld nicht aufbringen, aber sie beschließen, eine neue Richtung einzuschlagen. Mit Kakao wollen sie dem Handelshaus Hansen zu altem Glanz zurück verhelfen.
Die Brüder verstehen sich sehr gut und teilen sich auf, Georg bleibt im Hamburger Kontor, Robert kauft eine Plantage in Kamerun und siedelt mit seiner Familie dorthin. Karl, der Jüngste, wird in Wien versuchen, ein neues Standbein aufzubauen. Zusammen wollen sie es schaffen!!

 In drei Handlungssträngen lässt die Autorin uns am Leben der Brüder und ihren Familien teilhaben. Roberts Tochter Luise fühlt sich in Kamerun sofort zu Hause, im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer Schwester. Zumal es dort einen jungen Mann gibt, der starke Gefühle in ihr weckt. Leider gehört er zu den schwarzen Arbeitern und eine Beziehung zwischen beiden ist undenkbar.
Das Leben auf der Plantage und der Anbau von Kakao ist wieder ein außergewöhnliches Thema, das mich auch fasziniert hat.

Das Konzept geht auf, die Brüder schaffen es, mit Kakao gutes Geld zu verdienen, sodass die Schulden getilgt werden können und ein angenehmes Leben in Wohlstand wieder in Aussicht ist.
Es hat mir gut gefallen, wie die Brüder zusammenhalten und keiner dem anderen etwas neidet. Das erwirtschaftete Geld wird einfach geteilt, doch dann passiert etwas, das die Brüder für immer entzweien könnte.

Ellin Carsta hat mit ihren facettenreichen Charakteren und den interessanten Schauplätzen ein fein gemischtes Gesamtbild der Zeit geschaffen. Gut rübergekommen ist die Überheblichkeit vieler Europäer, die in Kamerun leben und die Einwohner eine winzige Stufe über den Affen ansiedeln. Doch auch der junge, etwas unscheinbare Karl in Wien macht eine unvorhersehbare Entwicklung durch.
Das Geschehen wechselt immer zwischen dem Leben im wilden Kamerun, dem gemütlichen Wien oder dem steifen Hamburg, wobei alle drei Handlungsstränge gleich spannend gewesen sind, denn es passiert eine ganze Menge.


Ellin Carsta hat mich mit dem ersten Band der Hansen- Saga wieder total begeistert! Das Buch habe ich verschlungen und möchte am liebsten sofort den zweiten Band lesen. Nun bin ich  gespannt, wie es weitergeht mit der Familie Hansen.
Von mir eine absolute Leseempfehlung !!!

  Ich danke Netgalley für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Rezension: `Die verlorenen Kinder` von Michael Seitz

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Späte Rache?



















Falco Brunner, ehemaliger Polizist, jetzt Privatdetektiv, bekommt den Auftrag, den Tod eines alten Mannes im Pflegeheim zu untersuchen. Die junge Witwe glaubt nicht an einen natürlichen Tod, sondern vermutet, dass ihr Mann ermordet wurde.
Bei seinen Nachforschungen entdeckt Falco noch mehr ungeklärte Todesfälle in Pflegeheimen. Und alle Toten scheinen mit dem Kinderheim  Wilhelminenberg, in dem es in den 60er Jahren Missbrauch gegeben hatte, in Verbindung zu stehen.
Es war für mich das erste Buch von Michael Seitz und der Schreibstil des Autors hat mir gefallen. Teilweise kam ich etwas durcheinander wegen der vielen verschiedenen Namen, aber das hat sich nach einiger Zeit gelegt, obwohl ich eigentlich auch manche Personen überflüssig fand. Wenn sie nur mal kurz erwähnt werden, ist es eher störend, wieder einen neuen Namen zu hören. Laut Klappentext hatte ich mir vorgestellt, dass das Buch in zwei Zeitebenen eingeteilt ist, jedoch spielt es fast die ganze Zeit in der Gegenwart. 

Die damaligen Opfer leiden heute noch unter dem, was man ihnen im Heim angetan hat und die Verantwortlichen wurden nie zur Rechenschaft gezogen.
Übt jemand späte Rache oder haben die Todesfälle einen ganz anderen Grund?
Auch wenn die Story teilweise etwas verworren schien und  ich manches nicht nachvollziehen konnte, war ich doch in Lage, großzügig darüber hinwegzusehen, denn  das Buch hat mich auf jeden Fall gefesselt.
Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die das Ganze auflockern und es war spannend, da man die ganze Zeit nicht wirklich wusste, wer gut oder böse ist.
Falco fand ich, trotz seines übertriebenen Sexualtriebs, einen sympathischen Protagonisten, der immer noch nicht ganz verkraftet zu haben schien, dass seine Ex-Ehefrau einen anderen hat. Und dass das allein Falcos Schuld  ist, denn er hatte es nie  so genau genommen mit der Treue in seiner Ehe.

Insgesamt hat mir `Die verlorenen Kinder` gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen! 

Übrigens, das eBook gibt es gerade für 1,99€ H I E R  








Ich danke Netgalley  und dem Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.