Posts mit dem Label Johanning Marion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Johanning Marion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. April 2026

Rezension: `Die Geheimnisse von Liebental` von Marion Johanning

 

* * * * *

Spannender Auftakt zur Dilogie!











Kurpfalz, 1700. Sophie und ihre Ziehmutter sind im ganzen Umland als Kräuterfrauen bekannt. Sie helfen, wo sie können und werden oft gebraucht.

Als Sophie Zeugin eines Streits im Wald wird, bei dem ein Mann zu Tode kommt und ein anderer schwer verletzt liegen bleibt, zögert sie keine Sekunde. Obwohl das Nähen von Wunden streng verboten ist, versorgt sie den Verletzten und rettet ihm damit das Leben.

Später arbeitet sie als Küchenhilfe auf Schloss Liebental und begegnet dort genau diesem Mann wieder. Doch niemand darf erfahren, dass sie es war, die ihn vor dem Tod bewahrt hat.

Der Roman startet etwas gemächlich, doch sobald die Geschichte Fahrt aufnimmt, war ich vollkommen gefesselt von Sophies Weg. Besonders bedrückend fand ich die Darstellung der damaligen Lebensrealität. Dienstboten wurden kaum als Menschen wahrgenommen, sondern als reine Arbeitskräfte. Ihre Bedürfnisse oder Gefühle spielten für die Herrschaften keine Rolle, sie hatten zu gehorchen, mehr nicht.

Der Roman bietet alles, was ein guter historischer Schmöker braucht: Intrigen, Verrat, Mord, Hochmut, Eifersucht und Neid. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz, denn der Verwalter des Schlosses ist ein attraktiver Mann, dem Sophie offenbar nicht gleichgültig ist. Doch die Standesunterschiede machen eine offizielle Beziehung unmöglich.

`Die Geheimnisse von Liebental` ist ein richtig schöner, atmosphärischer Roman, der mich bestens unterhalten hat. Ich mag den Schreibstil von Marion Johanning und freue mich schon sehr auf den zweiten Band.


                                                     



Mittwoch, 4. Dezember 2024

Rezension: `Die Melodie des Aufbruchs` von Marion Johanning

 

* * * * *

Gelungener Abschluss der Trilogie!









Ich habe mich gewundert, als ich las, dass noch ein dritter Band erscheint, denn eigentlich war die Geschichte um Emma und Kurt doch abgeschlossen.

Aber Marion Johanning hat es mal wieder geschafft, mich zu überraschen.

Emma wohnt inzwischen mit Kurt in der Villa bei seinen Eltern. Kurt arbeitet in der elterlichen Firma und ist auch ganz glücklich dabei. Ihre Beziehung halten sie auf Befehl des Vaters geheim, weil Emma noch nicht geschieden wurde.

 Emma ist eine liebenswerte Protagonistin, doch der dauernde Stress mit dem Vater zehrt an ihren Nerven. Als dann noch eine junge hübsche Cousine ihre Fühler nach Kurt ausstreckt, reicht es Emma, und sie geht zurück nach Köln.

Das Leben nach dem Krieg hat die Autorin gut wiedergegeben. 1946/47 waren schlimme Jahre, die Leute hatten nichts zu essen und nichts zum Heizen. Alles war knapp, Lebensmittel, Holz, Kohlen, Kleidung oder auch so banale Dinge wie Papier. Jeder musste sehen, wie er überlebt und weder verhungert noch erfriert. Marion Johanning hat es wieder verstanden, mich durchweg an die Seiten zu fesseln. Mit `Die Melodie des Aufbruchs` hat die Geschichte um Emma und Kurt einen würdigen Abschluss gefunden.

                                             




Dienstag, 27. Februar 2024

Rezension: `Lieder des Wandels` von Marion Johanning

 

* * * * *

Ein Lesevergnügen!









Ich habe die Fortsetzung von `Der Klang eines neuen Lebens` sehnlichst erwartet, und nun durfte ich das Buch endlich in den Händen halten. 

Emma lebt weiterhin bei ihren Eltern und trägt durch ihre Musikdarbietungen zum Unterhalt bei. Gemeinsam versuchen sie, über die Runden zu kommen. 

Als Kurt ihr mitteilt, dass er längere Zeit zu seiner Mutter ziehen muss, um ihr zu helfen, ist Emma überzeugt, dass sie bald wieder zusammen sind. Doch sie erhält wochenlang keinerlei Nachricht von ihm. Und dann kehrt unerwartet Emmas Ehemann aus der russischen Gefangenschaft zurück. Emma steht zwischen zwei Stühlen. Soll sie mit Christian zu seinen Eltern gehen oder hoffen, dass Kurt zurückkommt? Dass der Krieg ihren Ehemann völlig verändert hat, merkt sie zu spät.

Auch der zweite Teil um Emmas Erlebnisse hat mich wieder vollends begeistert. Marion Johanning versteht es wunderbar, die Leser von Anfang an an die Seiten zu fesseln. Eifersucht, Intrigen, Armut, Hunger, Überfluss, Liebe, hier ist alles vertreten.

Ein flüssiger Schreibstil, eine spannende Handlung und interessante Schauplätze machen das Buch zu einem Lesevergnügen.


                            



Montag, 14. August 2023

Rezension: `Der Klang eines neuen Lebens´ von Marion Johanning

 

* * * * *

Ein Lesevergnügen!!









1945. Der Krieg ist vorbei, doch Emmas Ehemann ist noch nicht nach Hause zurückgekehrt, und es gibt auch keine Nachrichten.

Irgendwann hält Emma es bei den Schwiegereltern nicht mehr aus und kehrt Hals über Kopf zu ihren Eltern nach Köln zurück.

Doch dort hat sie es nicht viel besser getroffen. Die Wohnung ist zu klein, der Vater hat keine Arbeit, und ein Zimmer wurde an einen jungen Mann untervermietet.

Emma versucht alles, um ihre Eltern zu unterstützen, damit wenigstens etwas zu essen da ist. Vor dem Krieg war sie als Musikerin mit ihrem Akkordeon unterwegs. Obwohl ihre Mutter meint, sie solle lieber in der Fabrik arbeiten, versucht Emma in einer Wirtschaft aufzuspielen, um etwas zu verdienen.

Irgendwann hört sie, dass sich ihr Mann in russischer Gefangenschaft befand, aber sie weiß nicht, ob er jetzt überhaupt noch lebt.

 Und dann ist da Kurt, der Untermieter ihrer Eltern, der mehr Platz in ihren Gedanken einnimmt, als gut für sie ist.....

Marion Johanning hat die schwere Zeit nach Kriegsende sehr gut beschrieben. Es gab von allem zu wenig und der Schwarzhandel blühte an jeder Ecke. Sie hat Emmas Erlebnisse spannend, lebendig und mitreißend erzählt

Der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen, und ich habe das Buch geradezu verschlungen. Es war wirklich das, was ich unter einem Lesevergnügen verstehe.

Das Buch soll noch einen zweiten Teil bekommen, und ich kann kaum erwarten, bis die Geschichte mit Emma und ihrer Familie weitergeht.


                                     


Samstag, 18. Dezember 2021

Rezension: `Was uns zueinander führt` von Marion Johanning

 

* * * * *
Gelungener zweiter Band!!!









Nach der Vertreibung ist Luise mit ihrer Familie in die Nähe von Kurstadt im Westen gezogen. Obwohl sie inzwischen schon 28 Jahre alt ist, hat sie noch nicht den Richtigen gefunden. Immer noch denkt sie an Marian und wie alles hätte sein können. Als sie durch Zufall Wolfgang, ihre erste Liebe, wieder trifft, merken beide, dass sie immer noch viel füreinander empfinden.

In Rückblenden lässt die Autorin den Leser in die Zeiten blicken, als Wolfgang für Deutschland im Krieg kämpfte. Vieles lässt ihn bis heute nicht los und besonders nachts sucht ihn das Erlebte in Form von Alpträumen heim.

Mit seinen engsten Kameraden ist er einen Bund eingegangen, der bis heute hält und zu dem Luise keinen Zutritt hat. Was ihn mit den Männern verbindet, kann sie nur ahnen und das gefällt ihr überhaupt nicht. Auch sonst verläuft ihr gemeinsames Leben alles andere als glücklich. Nach der Geburt der Tochter und zahlreichen Fehlgeburten ist sie für Wolfgang keine richtige Frau mehr, denn er wartet sehnsüchtig auf einen Sohn.

  Frauen hatten zu dieser Zeit nicht viel zu sagen und waren darauf angewiesen, wieviel Geld der Ehemann ihnen zukommen ließ. Doch Luise lässt sich nicht unterkriegen und sucht immer nach Möglichkeiten und Schlupflöchern, die ihr es ihr ermöglichen, Geld zu verdienen, ohne dass Wolfgang etwas merkt. Luise muss einiges durchmachen, aber eine Scheidung ist unmöglich. 

Immer öfter denkt sie an Marian, und dann wird sie zu einem Konzert eingeladen, bei dem ein polnisches Orchester spielt......

Die Autorin hat viel Herzblut in die Geschichte hineingesteckt und die Gefühle, die Luise und andere Vertriebene begleiten, sehr einfühlsam beschrieben. Als Luise nach vielen Jahren mit ihrer Mutter und Schwester in die ehemalige Heimat reist, wohnt in ihrem  Haus ganz selbstverständlich eine polnische Familie, und plötzlich sind sie dort die Fremden. 

Doch trotz aller Mühen und Hindernisse in ihrem Leben gibt es auch Lichtblicke, die wieder Hoffnung machen.

Mit `Was uns zueinander führt` hat Luises Geschichte einen würdigen und gelungenen Abschluss gefunden, bei dem keine Fragen offen bleiben.

                                 


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 13. Juli 2021

Rezension: `Was uns durch die Zeiten trägt` von Marion Johanning

 

* * * * *
Spannender historischer Roman!!










1943, Luise wohnt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in Niederschlesien. Nach der Schule muss sie zuhause kräftig mit anpacken. Es ist immer etwas zu tun, deswegen ist die Familie froh, den polnischen Kriegsgefangenen Marian als Arbeiter zugewiesen zu bekommen.

Luise ist heimlich in den Sohn des Nachbarn verliebt, um Wolfgang dreht sich ihr ganzes Denken. Als er sie dann zum ersten Mal küsst, ist sie überglücklich. Doch dann wird Wolfgang, wie so viele andere Männer, an die Front einberufen.

Die Menschen im Dorf hoffen auf Frieden, verschwenden keinen Gedanken daran, dass Deutschland den Krieg verlieren könnte. Nur wenige sehen klar, was in diesem Fall mit dem Dorf und seinen Bewohnern passieren würde.

Nachdem Marian einige Zeit bei der Familie arbeitet, kommen er und Luise sich näher. Doch plötzlich ist alles umgekehrt, der Krieg ist verloren und das Dorf untersteht der polnischen Regierung. Somit hat Marian auf einmal das Sagen.

Viele Dorfbewohner verlieren ihr Heim und flüchten. Für Luise und ihre Familie ist das keine Option, das passiert nur anderen. Doch  auch für sie ist es irgendwann soweit, sie müssen ihren Bauernhof verlassen und können nur das Nötigste mitnehmen.

 Marion Johanning hat Luises Erlebnisse vor dem Hintergrund des Krieges eingebettet. Die Nöte und Sorgen des jungen Mädchens, die schweren Zeiten, aber auch schöne Momente hat sie sehr authentisch dargestellt. Dazu kommt ein gefühlvoller und flüssiger Schreibstil, sodass ich vieles bildhaft vor Augen hatte. Den Hof, das Haus, das Dorf und auch die Menschen.

Die Geschichte um Luise ist aber noch lange nicht zu Ende, denn es wird einen zweiten Teil geben, auf den ich schon sehr gespannt bin.




Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 1. Juli 2021

Gewinnspiel !!!!

 


Guten Morgen, liebe Leser 💗💗💗
Kennt Ihr die Autorin Marion Johanning?  Mir hatte ihre Rhein Trilogie schon sehr gut gefallen, und diesmal führt sie uns nach Niederschlesien ins Jahr 1943. Ich habe das Buch schon gelesen und bin begeistert. Die Rezension darf aber erst zum Erscheinungsdatum 13.07.21  veröffentlicht werden.
Nun könnt Ihr hier eins von drei Exemplaren gewinnen. Natürlich signiert!!!


                                                Klickt aufs Cover und ihr gelangt zu Amazon 


Worum geht es im Buch??

Das mitreißende Porträt einer jungen Frau in Zeiten des Umbruchs und ein bewegender Roman über die Liebe von Bestsellerautorin Marion Johanning.

Niederschlesien, 1943: Es sind schwere Zeiten in dem kleinen Dorf Lindenau. Auf dem Hof der Familie Reich müssen alle mit anpacken, auch die junge Luise. Sie schwärmt heimlich für den drei Jahre älteren Wolfgang, ihre Verzweiflung ist groß, als er an die Front muss.

In seiner Abwesenheit und gegen den Willen der Eltern freundet sie sich mit dem polnischen Kriegsgefangenen Marian an, der der Familie als Arbeitskraft zugeteilt wurde.

Alle im Dorf warten sehnsüchtig auf den Frieden, aber niemand ahnt, dass es ihre Heimat dann nicht mehr geben wird.

                                                 


-------------------------------------------------------------------------------

 Wollt Ihr mehr über Marion Johanning erfahren?? Hier geht`s zu ihrer Homepage.  KLICK

                                           



Was müsst Ihr tun, um eins der begehrten Bücher zu gewinnen??

1.Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍


2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 


3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 09.07.2021 um 22 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!🍀🍀🍀

Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕


Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.


Dienstag, 11. Februar 2020

Rezension: `Die siebte Schwester` von Marion Johanning

 * * * * *
Die siebte Schwester!!














Köln, 1215.  Die junge Tryngen wollte ihr Leben lang nichts anderes als alles über Kräuter und Heilkunst erlernen. Sie wird Novizin im beschaulichen Kloster Weiher und hilft den Alten und Kranken. Ihr Traum ist es, einer geheimen Schwesternschaft anzugehören und Heilerin zu werden.
Als der Domprobst Engelbert von Berg schwer verletzt eingeliefert wird, ist er so begeistert von ihrem Können, dass er sie an seinen Hof ruft. Dort soll sie seine weitere Heilung zusammen mit dem Leibarzt überwachen.

Gleichzeitig hat Tryngens Vater einen Ehemann für sie ausgesucht, denn er darf entscheiden, dass sie nicht weiter im Kloster leben wird. Doch solange der attraktive Domprobst ihre Hilfe benötigt, ist das unmöglich.

Auf einmal gefällt es Tryngen am Hofe, bis sie merkt, dass es jede Menge Intrigen, Missgunst, Eifersucht, Neid und sogar Mord gibt.
Es wird sehr gefährlich für sie, als sie herausfindet, dass irgendjemand  nach ihrem Leben trachtet.
Eine Rückkehr ins Kloster ist jedoch plötzlich unmöglich geworden, denn auch dort geschehen sehr seltsame und bedrohliche Dinge.


Mit `Die siebte Schwester` konnte ich ganz abtauchen in das dreizehnte Jahrhundert in Köln. Marion Johanning hat mit Tryngen einen interessanten Charakter geschaffen, eine junge unscheinbare Novizin, die sich zu einer starken Persönlichkeit entwickelt. Die Geschichte ist spannend geschrieben, lässt sich gut und flüssig lesen und hat mir gut gefallen. Auch wenn man die vorigen Bände nicht kennt, kann man problemlos einsteigen, alle Bände sind in sich abgeschlossen.
Ein  kurzweiliges Lesevergnügen, das ich für Liebhaber historischer Romane gerne empfehle.


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.






Sonntag, 6. Januar 2019

Rezension: `Die verborgenen Schwestern` von Marion Johanning

* * * *

Die verborgenen Schwestern!!














Als Marias Ziehmutter Relindis stirbt, verlässt sie die Heimat und geht nach Köln, um dort deren letzten Wunsch zu erfüllen. Sie soll der geheimen Schwesternschaft beitreten. Auch Maria ist überzeugt, dass das das Richtige für sie ist. Sie freut sich darauf, mehr über heilende Kräuter und die Heilkunst zu erfahren, denn hat Relindis ihr schon früh beigebracht, wie man Krankheiten behandeln kann.
In Köln wird jedoch alles anders, das Kloster existiert nicht mehr und Maria muss sich als Magd ihren Lebensunterhalt verdienen. Dafür dass sie eigentlich ein ruhiges Leben im Kloster erwartet hatte, geht es plötzlich doch recht turbulent zu.
Als Maria durch Zufall auf den Stauferkönig Philipp trifft und ihm auch noch das Leben rettet, steht sie  fortan in seiner Gunst.
Gleichzeitig lernt sie Heinrich, einen seiner Begleiter und mit ihm die Liebe kennen, doch natürlich ist eine Verbindung zwischen den beiden unmöglich. Maria bedrückt das sehr,  sie wäre bereit, alles für ihn aufzugeben.

Marion Johanning hat wieder einen historischen Roman geschrieben, der sich sehr gut lesen lässt und meinen Geschmack getroffen hat. Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, ist es kein Problem, denn hier handelt es sich um eine abgeschlossene Handlung. Mir gefiel die Geschichte, die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben, die Schauplätze konnte ich mir bildhaft vorstellen. Nur die verschiedenen Nonnen haben mich etwas durcheinander gebracht, vor allem zum Ende hin hatte ich echte Schwierigkeiten durchzublicken. Trotzdem bekommt `Die verborgenen Schwestern` vier Sterne von mir, weil mich das Buch sehr gut unterhalten hat.



Samstag, 20. Januar 2018

Rezension: `Der fremde Reiter` von Marion Johanning

* * * * *
Der schlimme Aberglaube!


















1188, Vissel am Rhein,
Das Bauernmädchen Lioba findet im Wald einen schwer verwundeten Mann. Er ist mehr tot als lebendig und hat keinerlei Erinnerungen, wer er ist. Sie nennt ihn Thomas.
Mit Hilfe Liobas wird er wieder gesund und arbeitet anschließend auf dem Hof ihrer Eltern.
Die beiden fühlen sich sehr zueinander hingezogen, doch dann trennt das Schicksal sie, denn jemand erkennt den Mann und es stellt sich heraus, dass er ein edler Ritter ist.
Lioba bleibt zurück im Dorf, in dem sie es nicht leicht hat. Die Stiefmutter behandelt sie schlecht, der Vater hat keine eigene Meinung und will nur seine Ruhe.

Lioba interessiert sich für Heilkräuter und kennt sich damit aus, doch das Sammeln wird von den Dorfbewohnern argwöhnisch beobachtet. Als  einige merkwürdige Dinge im Ort passieren, erinnern sich die abergläubischen Leute an Liobas leibliche Mutter, von der sie selbst nicht viel weiß.
Plötzlich geben sie ihr an allem die Schuld, halten sie für eine Hexe und als fast keiner zu ihr hält und sie um ihr Leben fürchten muss, bleibt ihr nur noch die Flucht.
Sie traut niemandem, ist erstmal völlig auf sich allein gestellt, lebt im Wald und der einzige Mann, den sie jemals geliebt hat, ist weit weg.

 Schon das erste Buch von Marion Johanning hat mir sehr gut gefallen und mit `Der fremde Reiter` hat sie wieder einen wunderbaren historischen Roman geschrieben. Sehr authentisch erzählt sie das Leben Liobas, über den Alltag der Dorfbewohner, den strengen Glauben  an Gott, aber auch den extremen Aberglauben, der selbst den Pfarrer fest im Griff hat. Damals konnte man sich nicht einfach damit abfinden, wenn jemand starb, oder ein Kind eine Behinderung hatte, es musste ein Fluch, ein böser Blick oder dergleichen Schuld sein.

In einem zweiten Handlungsstrang begleiten wir Thomas, der in Wahrheit Otto heißt, auf seinem Kreuzzug. Er und Lioba laufen sich noch mehrmals über den Weg, aber er scheint sich verändert zu haben und nicht mehr das Gleiche für sie zu empfinden.
Lioba muss viel durchmachen, doch trotz ihres schlimmen Schicksals gibt es immer mal einen Lichtblick zwischendurch und sie bekommt unerwartete Hilfe, sodass sie nicht vollends verzweifelt.

 Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen, es hat mir sehr gut gefallen. Ein flüssiger Stil, gut verständliche Sprache, eine komplexe Handlung und vor allem, eine sympathische Protagonistin, lassen den Leser abtauchen in das 12. Jahrhundert.



 Ich danke netgalley.de  und dem Verlag Tinte und Feder  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension: `Die honigsüßen Hände` von Marion Johanning

* * * * *
Ein Lesevergnügen!!!



















Ich muss gestehen, der Buchtitel hat mich zuerst etwas abgeschreckt, doch inzwischen weiß ich, dass er sich aufs Backen bezieht.
Die junge Beatrix wird an den adeligen Arnold von der Ahe verheiratet, doch ihre Ehe ist die Hölle. Arnold misshandelt sie und hält sie bei Wasser und Brot auf seiner Burg gefangen.
Zusammen mit der Dienerin Mechthild gelingt Beatrix eine abenteuerliche Flucht nach Köln.
Dort schafft sie es, sich einen Namen als Kuchenbäckerin zu machen und obwohl sie und Mechthild sich als Schwestern aus der Eifel ausgegeben haben, bietet das nicht wirklich Sicherheit vor Entdeckung.
 In Köln lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich verliebt. Aber er ist nicht frei, genauso wenig wie Beatrix und die Angst, Arnold könnte sie finden, überschattet alles...

Marion Johanning hat sehr interessante Charaktere geschaffen, facettenreich und lebendig beschrieben.
Obwohl das Buch 500 Seiten dick ist, hatte ich beim Lesen keine Minute Langeweile. Beatrix` Leben verläuft  sehr ereignisreich und die Autorin hat gut recherchiert und den Alltag im Köln des 13. Jahrhundert authentisch dargestellt.
Auch die Entwicklung der Backkünste vom einfachen Obstkuchen bis hin zu den edelsten Marzipantorten fand ich sehr interessant. Beatrix tüftelt und probiert, bis ihr wieder etwas Neues gelingt. Zur damaligen Zeit war es alles andere als einfach, denn die Zutaten waren schwer bis gar nicht zu beschaffen. Sie musste oft improvisieren, weil ein Gewürz etc. fehlt.  Zucker wurde als weißes Gold bezeichnet und war extrem teuer und fast gar nicht zu bekommen.
Beatrix stellt trotzdem die herrlichsten Torten her, die ihr jede Menge Kundschaft bescheren, doch gleichermaßen wieder Ärger mit der Zunft.
Viele Wendungen und verschiedene Ereignisse machen `Die honigsüßen Hände` zu einem wahren Lesevergnügen! Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !