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Donnerstag, 23. Mai 2024

Rezension: `Die Verlierer` von Petra Hammesfahr

 

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Schwieriger Fall für Rita Voss!









Kriminalhauptkommissarin Rita Voss wird immer noch nicht warm mit ihrem neuen Chef. Trotzdem muss sie sich zusammenreißen und mit ihm zusammen in dem Fall der vermissten Joggerin Kirsten Keller ermitteln. 

Dieser stellt sich als viel komplexer heraus als zuerst angenommen, denn es scheint noch ähnlich gelagerte Fälle zu geben.

Die Geschichte  wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wobei es auch zahlreiche Rückblenden in die Vergangenheit gibt.

Die Ermittler finden heraus, dass es sich um mehrere verzwickte Kriminalfälle in verschiedenen Städten handelt. Doch der Zusammenhang ist für die Polizei, im Gegensatz zum Leser, nicht so einfach zu erkennen. Der Krimi ist voller unvorhergesehener Wendungen, bevor es zu einem Ende kommt, mit dem man absolut nicht rechnen konnte.  

Ich mag die Bücher von Petra Hammesfahr und ihr, manchmal etwas altbackener Schreibstil gefällt mir. Dadurch, dass die Handlungen hier in meiner Heimat spielen, kenne ich viele der Schauplätze.

Mit `Die Verlierer` ist ihr wieder ein psychologischer Spannungsoman gelungen, den ich an zwei Abenden durch hatte.

 

                            





Montag, 21. März 2022

Rezension: `Stille Befreiung` von Petra Hammesfahr

 

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Spannend!!!








Die knapp achtzehnjährige Sandra lernt den etwas älteren Ronny Renner kennen und verliebt sich in ihn. Obwohl sie schon seit Jahren die schlimmsten Schauergeschichten über die Familie Renner von ihrer Oma gehört hat, schlägt sie alle Warnungen in den Wind und heiratet ihn.

Bald nach der Hochzeit zeigt Ronnys jedoch sein wahres Gesicht und auch für das gemeinsame Kind hat er nichts übrig. Sandra hat sich ihr Leben völlig anders vorgestellt, und nun lebt sie in einer Bruchbude mit Ronny und seiner geistergestörten Mutter zusammen.

Petra Hammesfahr beschreibt sehr ausführlich, wie Sandras Alltag abläuft, wie sie um jeden Euro kämpfen muss und wie enttäuscht sie von Ronny ist. Als sie nach einiger Zeit plötzlich eine Stelle bei der schwerbehinderten Rebekka bekommt, hat sie die Hoffnung, dies könnte der Anfang von einem anderen Leben sein. Doch es kommt ganz anders als geplant.

 Die Geschichte wird  in Rückblenden erzählt. Auch wenn oft länger nichts wirklich Dramatisches geschieht, zieht der fesselnde Schreibstil mich in seinen Bann. Aber es sind die kurzen Kapitel aus der Gegenwart, die einem zusätzlich das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Die Autorin hält jede Menge Überraschungen für den Leser bereit und ein Ende, mit dem wirklich niemand rechnet.

Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen und spannenden Roman.

 

                                                              



Ich danke dem Diana Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars. 

Samstag, 12. September 2020

Rezension: `Nach dem Feuer` von Petra Hammesfahr


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Komplexes Familiendrama!













Nach einem Wohnmobilbrand kommt ein Jugendlicher mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus. Dort schweigt er meist, auch seinen Namen will er nicht nennen, und wenn er redet, kommt wirres Zeug heraus, das niemand einschätzen oder begreifen kann.

In einer Wohnung wird eine ermordete Frau gefunden, die dort allerdings schon einige Zeit liegt. Niemand bringt die Tote mit dem Jungen aus dem brennenden Wohnmobil in Verbindung, und die Ermittlungen gestalten sich in beiden Fällen schwierig.


In verschiedenen Handlungssträngen, sowie in Rückblenden erfahren wir Näheres über den Jungen und seine Verwandtschaft.
Was muss geschehen sein, wenn das Leben einer glücklichen Familie zu einer Tragöde wird, und wo nimmt das Schicksal seinen Anfang?
Die Autorin beschreibt ein komplexes Familiendrama, bei dem es nur Verlierer gibt, allen voran ein kleiner Junge.

Petra Hammesfahr hat ihren besonderen Stil, den ich sehr gerne mag. Aber `Nach dem Feuer` fand ich schon etwas verworren und dazu wird der Leser mit unzähligen Personen ein bisschen überfordert.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte bleibt es aber ein packender Krimi, der bis zum Schluss noch einige spannende und überraschende Wendungen bereithält.


                                         


 Ich danke dem Diana Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 28. August 2019

Rezension: `Das Mädchen Jannie` von Petra Hammesfahr




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Leider sehr enttäuschend !!












Normalerweise liebe ich die Bücher von Petra Hammesfahr, aber `Das Mädchen Jannie`  konnte mich überhaupt nicht fesseln. Ich habe, was ich wirklich selten mache, das Buch nach über 200 Seiten abgebrochen.....

Die kleine Jannie gehört zu einer Gruppe Bettler aus Osteuropa.  Aus Angst vor dem Clan- Chef versteckt sie sich durch Zufall in der Scheune von Dieter. Dieser kann sein Glück quasi gar nicht fassen und nimmt sie nur zu gerne bei sich auf. Für Jannie scheint  es erstmal wie der Himmel auf Erden. Sie ahnt nicht, dass hinter Dieters Freundlichkeit ganz andere Motive stecken. Einzig Dieters gelähmte Mutter versucht sie durch Augenzwinkern zu warnen, doch Jannie versteht es nicht....
Eigentlich fing das Buch im üblichen Hammesfahr- Stil an, der mir  immer gut gefällt. Doch dann plätscherte es so dahin. Kommissar Klinkhammer blieb diesmal sehr blass, die Buchbloggerin Gina und ihr Mann Dominic sprachen mich überhaupt nicht an, einzig die Kapitel mit Jannie und Dieter haben mich weiterlesen lassen.
Doch nachdem ich schon eine Woche für die 200 Seiten brauchte und kein bisschen gespannt war, wie es weitergeht, habe ich das Buch abgebrochen.
Schade, ich hatte mir mehr davon versprochen.


                                               


Ich danke dem Diana Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 29. März 2018

Rezension: `Als Luca verschwand` von Petra Hammesfahr

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Wo ist Luca??


















Kommissar Klinkhammer hat es diesmal mit einem heiklen Fall zu tun. Eigentlich dürfte er gar nicht ermitteln, da er die betroffene Familie persönlich kennt.
Gerade deswegen ist es ihm wichtig, bei der Aufklärung mitzuhelfen. Was ist passiert? Mel, Mutter zweier Kleinkinder, lässt das Baby Luca vor der Drogerie im Kinderwagen stehen und geht einkaufen. Als sie nach einiger Zeit zurückkommt, ist der Wagen leer und der Junge  weg.
Auch die schnell herbeigerufene Polizei kann nichts ausrichten, Luca bleibt verschwunden.

Es gibt einige Theorien. Hat die ältere, verwirrte Frau, die in den Kinderwagen gelangt hat, etwas damit zu tun oder vielleicht der Buhmann, der den anderen Sohn draußen so erschreckt hat?
Mels Mann Martin glaubt allerdings, dass seine Mutter Gaby den Jungen entführt hat, doch die weilt ganz woanders. Und dann verlangt auch noch ein Anrufer Lösegeld. Später kommt eine andere Idee dazu: Hatte Mel den Jungen eventuell gar nicht dabei? War der Wagen vielleicht leer und das Ganze eine Täuschung?


In schnell wechselnden, verschiedenen Handlungssträngen und Rückblenden erfahren wir einiges über Martins Familie und deren Umfeld. Außerdem lernen wir Anni Erzig, die alte verwirrte Frau, näher kennen. Die Charaktere sind allesamt seltsam, verhalten sich merkwürdig und stehen in sonderbaren Beziehungen zueinander.
Der Leser hat den Ermittlern zwar etwas voraus, weiß immer ein wenig mehr, doch trotzdem bleibt es bis zum Schluss ein Rätsel, was hier passiert ist.
Wurde Luca von einem Fremden entführt oder von der alten Frau? Hat Mel Schuld auf sich geladen? Hat die Oma Gaby damit zu tun? Lebt der Junge überhaupt  noch? Wieso benehmen sich alle so eigentümlich?


 Ich mag die Bücher der Autorin, sie sind aber manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Petra Hammesfahr schafft es, mit einfachem Erzählstil trotzdem große Spannung zu erzeugen. Die Story verläuft eigentlich ohne besondere Action, enthält jedoch jede Menge überraschender Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Insgesamt hat mich das Buch wieder so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Ein typischer Hammesfahr, den ich sehr gerne empfehle!



Mittwoch, 9. März 2016

Rezension: `Fremdes Leben` von Petra Hammesfahr

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Wer ist hier das Opfer??















Eine Frau wacht in einem Krankenhaus auf der Intensivstation auf, sie kann sich zuerst  an nichts mehr erinnern. Angeblich  hatte sie einen schlimmen Autounfall unter Alkoholeinfluss, bei dem sie schwer verletzt wurde und lange im Koma lag.

Nach  und nach kommen einige Erinnerungsfetzen zurück und sie hat genau vor Augen, wie der Unfall passiert ist und dass jemand sie töten wollte. Doch niemand im Krankenhaus glaubt ihr und beweisen kann sie es nicht.
Dazu kommt, dass jeder sie mit einem falschen Namen anspricht- Claudia Beermann, das ist sie doch nicht!
Immer wieder huschen irgendwelche Gedanken und Gesprächsfetzen von Erlebtem durch ihren Kopf, aber nichts passt richtig zusammen. Sie erinnert sich an Dinge aus der Vergangenheit, die eigentlich nicht so passiert sein können.


Der  Leser steht auch völlig auf dem Schlauch, was vor dem Unfall geschehen sein könnte. Denn die Erinnerungen spielen Claudia anscheinend einen Streich. Obwohl sie ganz sicher ist, dass es früher in ihrem Leben so und nicht anders abgelaufen ist, kommt dann wieder die Erkenntnis, so kann es doch nicht  gewesen sein.
Die vielen Freunde, an die sie sich erinnert, wo sind die? Warum besucht sie niemand? Wieso erkundigt sich niemand nach ihr?
Als ihr Ehemann ins Krankenhaus kommt, reagiert sie hysterisch, denn er war es, der sie umbringen wollte. Doch dann steht  ein völlig anderer, ein Fremder vor ihr, der behauptet, ihr Ehemann zu sein.


Zwischendurch liest man Rückblicke, eher eine Art Satzstücke,  die Claudia willkürlich in den Sinn kommen. Daraus kann sich der Leser genauso viel zusammenreimen, wie die Protagonistin selbst.



Es sind, wie immer, höchst interessante und eigenwillige Charaktere, die uns die Autorin präsentiert. 
Dem Leser geht es genau wie Claudia Beermann,  man weiß nicht, wem man trauen darf und wem nicht. Eigentlich scheinen alle ganz nett zu sein und es macht eher den Eindruck, als sei Claudia das als Einzige nie gewesen.

Petra Hammesfahrs Art zu schreiben  muss man mögen, ist sicher nicht jedermanns Sache. 
Ich finde jedoch, Hammesfahr kann sogar jede Nebensächlichkeit fesselnd erzählen und durch die wirren Gedankengänge der Protagonistin empfand ich das Buch extrem spannend, obwohl es kein Krimi, sondern ein Roman ist.
  
`Fremdes Leben` ist eine völlig irre Story mit einem so überraschenden Ende, mit dem wohl wirklich niemand gerechnet hätte.

Das Buch hat mich ab der ersten Seite gefesselt und obwohl es fast 500 Seiten sind, habe ich es regelrecht verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, was weiter passiert.

Absolute Kaufempfehlung, wenn man die Bücher von Petra Hammesfahr mag!




 Ich danke dem Diana Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Auf diese Bücher freue ich mich !!!

08.03.2016 Liebe 
Liebe Leser, im Moment kann ich keine Rezensionen veröffentlichen, da beide Krimis, die ich gerade lese, Rezensionsfrist haben. Deswegen zeige ich euch einfach mal ein paar Bücher, auf die ich mich schon sehr freue...
Klickt auf die Cover und Ihr gelangt zu den Beschreibungen.


21.03.2016
01.03.2016
24.05.2016

28.07.2016

01.04.2016
23.02.16

Donnerstag, 29. Januar 2015

Rezension: `An einem Tag im November` von Petra Hammesfahr



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Erschreckend- Beklemmend- Spannend!!
















Die kleine Emilie kommt von  einem Ausflug mit dem Fahrrad nicht mehr nach Hause. Der Vater Lukas  war bei der Arbeit, die hochschwangere Mutter Anne eingeschlafen, sodass niemand mitbekam, wann Emilie sich aus dem Haus geschlichen hat.
Die Polizei leitet noch am Abend eine große Suchaktion ein, doch von Emilie fehlt jede Spur.
Mühsam versuchen die Beamten  die letzten Stunden vor ihrem Verschwinden zu rekonstruieren.
Petra Hammesfahr teilt die Story in mehrere Handlungsstränge auf und es wird aus verschiedenen Blickwinkeln berichtet.

Als Leser bekommen wir dadurch ganz andere Einblicke als die Polizei, jedoch bleibt die Identität des Täters völlig im Dunkeln.

Das Buch ist ab der ersten Seite spannend und der Spannungsbogen wird die ganze Zeit oben gehalten, obwohl es weder blutig noch besonders actionreich zugeht.
In vielen Rückblicken erfahren wir  einiges über das Leben, das Anne und Lukas und auch die anderen Mitwirkenden vor Emilies Verschwinden führten.
Dadurch sind mir schon verschiedene Personen ans Herz gewachsen und Emilies Verschwinden berührte mich noch mehr.
Zudem geht es im Buch um Mobbing und Erpressung in der Schule, um überforderte Lehrer, die lieber wegsehen, als einzugreifen. Um gestresste Eltern, für die der Job über alles geht und natürlich um eine  Menge Probleme.
Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und niemand interessiert sich wirklich für den anderen. Dabei spielen sich  hinter den Fassaden der gut bürgerlichen Wohnsiedlung erschreckende Szenen ab.
Beklemmend, wenn man sich vorstellt, dass alles wirklich so passieren und  eine Aneinandereihung von Zufällen so schreckliche Folgen haben könnte.

Den  raffiniert konstruierten Plot, gepaart mit den glaubwürdigen Charakteren  empfinde ich mehr als gelungen.
`An einem Tag im November` ist ein fesselnder und  packender Krimi im typischen Hammesfahr-Stil, den ich kaum aus der Hand legen konnte.


Ich danke dem Diana Verlag   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 28. Februar 2012

Rezension : Die Schuldlosen : Petra Hammesfahr

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ICH LIEBE ES !!!



Alex  Junggeburth, der  begehrteste Junggeselle des Dorfes,  wird wegen Mordes an der " Dorfmatratze" Janice Heckler  zu neun Jahren Knast verurteilt. Nach sechs Jahren wird er wegen guter Führung entlassen und kehrt in sein Dorf zurück. Alex kann sich nicht an die Tat erinnern, da er zu dem Zeitpunkt sturzbesoffen war. Aber es gibt Zeugen und aufgrund deren Aussagen wurde er verurteilt.
Petra Hammesfahr springt immer wieder in die Vergangenheit zurück und dadurch werden erst mal  die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Dorfbewohnern klar.
Im Laufe des Buches wird es immer verworrener, also nicht für den Leser, sondern die Lügengeschichten und Lebenslügen der Menschen .
Wem kann man denn nun noch trauen ? Könnte es sein,dass Alex gar nicht der Mörder der Dorfmatratze ist ? Aber es gibt ja Zeugen für den Mord, trotzdem kommt ein Hauch Zweifel an Alex Schuld auf. Doch dann lauert er einem kleinen Mädchen vor der Schule auf ......
 Obwohl man sich die meiste  Zeit nur im öden Dorfleben wiederfindet, zwischen Kuchenverkauf in der Bäckerei  Jentsch und Kleinkindern und einer einzigen Kneipe, versteht es die Autorin , Spannung aufzubauen und zu halten.
 Der Schreibstil von Petra Hammesfahr ist wie immer, etwas gediegen. Ich sage es bei jedem Buch dazu : Ich glaube, entweder mag man ihren Stil, oder man mag ihn nicht. Und ich liebe ihn......

Dienstag, 21. Februar 2012

Die Schuldlosen sind da !!!!!


Die Karnevalstage sind vorbei und mir fehlt nun Lesestoff..Und pünktlich heute brachte der Postbote den neuen Roman von Petra Hammesfahr. Ich darf ihn vorablesen. Darauf habe ich mich schon seit Wochen gefreut; ich bin gespannt, wie das Buch ist.




Kurzbeschreibung:


ES BRAUCHT SO WENIG, UM SO VIELE LEBEN ZU ZERSTÖREN.
Am Ostersonntag verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer im Dorf: Janice Heckler ist tot in der Greve gefunden worden, halbnackt und offensichtlich ertränkt. Auf den Täter einigt man sich in Garsdorf schnell: der Nachbar. Alex Junggeburt - als Kind noch von allen bedauert, als Jugendlicher gefürchtet, als Erwachsener verteufelt. Sechs Jahre später kommt Alex frühzeitig aus der Haft frei. Sein erster Weg führt ihn zurück an den Ort des Geschehens - in sein Elternhaus. Kaum jemand im Dorf ist darüber glücklich: Die einen fürchten seine Rache, die anderen weitere Gewalttaten. Alex kann es ihnen nicht verdenken, weiß er doch selbst nicht, was damals geschah …

Über den Autor

Petra Hammesfahr schrieb mit 17 ihren ersten Roman. Mit ihrem Buch "Der stille Herr Genardy" kam der große Erfolg. Seitdem schreibt sie einen Bestseller nach dem anderen, u.a. "Die Sünderin", "Die Mutter" und "Erinnerungen an einen Mörder". Die Autorin lebt in der Nähe von Köln. 

Dienstag, 18. Oktober 2011

Hammesfahr,Petra :Der Frauenjäger

* * * * *         27.Februar 2011

Killing me softly !!!,



"Killing me softly" ..Diesen Musiktitel wünscht sich der Anrufer immer beim Radiosender .Inzwischen weiß man,dass kurz darauf jedesmal eine Frau verschwindet. Er wird sogar so dreist,den Namen vorher preiszugeben.

Durch den Prolog kennt der Leser den Mörder von Anfang an,kann ihn aber trotzdem im Buch nicht zuordnen.Man weiß nur soviel: Er hasst Frauen und ist der Meinung, dass er durch seine Morde den Ehemännern etwas Gutes tut,indem er sie von ihren untreuen Partnerinnen befreit.

Wie bei Hammesfahr oft üblich,wechselt die Geschichte immer hin und her; Sie erzählt von einer jahrelangen Freundschaft vierer Paare,von ihrem ziemlich alltäglichen Leben mit den kleinen Sorgen.
Parallel dazu wird Marlene in einer kalten,dunklen Höhle gefangen gehalten und muß um ihr Leben kämpfen.

Hammesfahr schaltet immer wieder zurück in das friedliche Leben der Ehepaare und im nächsten Augenblick erlebt man das Grauen in der Höhle.
Durch Rückblicke erfährt man mehr und mehr,wie alles zusammenhängt und kann sich trotzdem nicht vorstellen,wer ausgerechnet Marlene umbringen will.
Denn sie ist die solideste unter den vier Frauen.
Bis kurz vorm Schluß ist es dem Leser ein Rätsel, warum der Mörder gerade sie umbringen will,aber das erhöht auch die Spannung. Wird sie ihm entkommen ??
Das Ende ist dann ziemlich überraschend und eigentlich doch wieder ganz klar ....

Um dem Buch 5 Sterne zu geben,muß man Petra Hammesfahrs Stil mögen,der ja wirklich nicht jedermanns Sache ist.
Ich habe alle Bücher von ihr gelesen,manche haben mir auch nicht gefallen,doch der Frauenjäger hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.