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Donnerstag, 20. August 2026

Rezension: `Die Leuchtturmschwester` von Lori Kilian

 

* * * * *

Ein Lesevergnügen!













Schottland, 1923. Nachdem ihre Mutter bei der Geburt der kleinen Schwester stirbt, fasst Eliza einen Entschluss. Sie will Krankenschwester werden. Ihrem Vater gibt sie die Schuld am Tod der Mutter, denn er hat keine Hebamme geholt und die beiden Mädchen später bei der Tante zurückgelassen. Die Verletzung sitzt tief. Sobald sie alt genug ist, verlässt Eliza die kleine Insel und beginnt ihre Ausbildung.

Als sie Jahre später zurückkehrt, ist nichts mehr wie früher. Die Schwester ist ihr fremd und dem Vater will sie weiterhin aus dem Weg gehen. Nur die Gewissheit, dass ihre Hilfe dringend gebraucht wird, lässt sie den schwierigen Neubeginn durchstehen.

Bei ihrer Arbeit begegnet sie dem Leuchtturmwärter Aidan, der überraschend fundierte medizinische Kenntnisse besitzt. Doch warum arbeitet er nicht als Arzt? Welches Geheimnis trägt er mit sich?

`Die Leuchtturmschwester` hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Autorin fängt die Atmosphäre der Hebriden und die raue, karge Landschaft eindrucksvoll ein. Das Leben der Menschen dort war hart- wenig Arbeit, kaum Nahrung, schlechte Wohnverhältnisse. Viele Bewohner begegnen Eliza zunächst mit Skepsis, weil man lieber auf Zaubersprüche und okkulte Rituale als auf moderne Medizin vertraut. Eliza muss gegen Vorurteile und Aberglauben ankämpfen, doch nachdem sie mehreren Kranken helfen kann, beginnt sich das Blatt zu wenden.

Zwischen Aidan und Eliza entwickelt sich eine zarte Nähe. Doch als Krankenschwester darf sie keinen Ehemann haben, deswegen scheint eine Beziehung unmöglich. Ihren Beruf aufzugeben kommt für sie nicht infrage.

Lori Kilian hat einen wunderschönen historischen Roman mit einer sympathischen Protagonistin geschrieben, der mich direkt in das vergangene Jahrhundert versetzt hat. Die Geschichte ist intensiv und stimmungsreich, berührend und voller authentischer Details. Ich konnte mühelos in Elizas Welt eintauchen und ihre Erlebnisse mitfühlen.

Für mich war `Die Leuchtturmschwester` von Anfang bis Ende ein Lesevergnügen.



                                   


























Dienstag, 18. August 2026

Rezension: `Düster` von Ivar Leon Menger

 

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Gefährlicher Urlaub!









Nordseeinsel Liekenoog, 1987. Nach `Finster` ermittelt Kommissar Stahl erneut, obwohl er eigentlich im Ruhestand ist. Die Chefin des Seebad Palais bittet ihn um Hilfe bei der Suche nach einem verschwundenen Mädchen, und im Gegenzug dürfen er und seine geliebte Geli im Hotel residieren. Stahl sagt zu, nicht zuletzt, weil Geli ihn ohnehin ständig zu einem Urlaub drängt.

Kaum sind die beiden auf der Insel angekommen, wird das Mädchen tot aufgefunden. Für Stahl ist sofort klar, dass es sich um Mord handelt. Er nimmt die Ermittlungen auf, doch schon bald wird eine weitere Leiche entdeckt.

In mehreren Rückblenden in die 60er Jahre erleben wir den kleinen Berti, der bei einem Mörder aufwächst und früh seine eigene sadistische Ader zeigt.

Ich habe das Buch in zwei Tagen ausgelesen, weil es mich durchweg gepackt hat. Der 80er Jahre Charme kommt wunderbar rüber, auch wenn er in seiner nostalgischen Übertreibung gelegentlich schon fast etwas klamaukig wirkt. Dem Lesevergnügen tat das jedoch keinerlei Abbruch.

Richtig gut fand ich, dass man als Leser ständig neue Verdächtige im Kopf hatte. Allein die Namen passten irgendwie alle, und das machte die Geschichte so fesselnd.

`Düster` ist ein spannender Krimi, der vielleicht ein bisschen übertreibt, aber mich trotzdem zwei Tage lang nicht losgelassen hat.


                                              





Montag, 27. Oktober 2025

Rezension: `Lügennebel` von Viveca Sten

 

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Packender Fall in frostiger Kulisse!







Sechs junge Studenten feiern ausgelassen in einem abgelegenen Ferienhaus. Am nächsten Morgen liegt ein Mädchen tot im Schnee. Angeblich hat niemand etwas bemerkt, alle behaupten, längst geschlafen zu haben. Für die Polizei bleibt zunächst unklar, ob die junge Frau zu viel Alkohol getrunken hat und erfroren ist oder ob ein Verbrechen dahintersteckt.

Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog bilden ein sympathisches Ermittlerduo. Doch während Daniel endlich seine Gefühle für Hanna zulassen will, merkt er, dass es inzwischen einen anderen Mann in ihrem Leben gibt. Auch Anton, ein weiterer Kollege, steht vor einer persönlichen Entscheidung. Trotz emotionaler Turbulenzen müssen sie alle professionell zusammenarbeiten, um den rätselhaften Fall zu lösen.

"Lügennebel“ hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es meisterhaft, eine perfekte Balance zwischen spannender Polizeiarbeit und glaubwürdigem Privatleben zu schaffen. Die Aufklärung des Todes gestaltet sich schwierig, denn weder die jungen Leute noch die Nachbarn liefern brauchbare Hinweise.

In geschickt gesetzten Rückblenden erfährt der Leser, was vor dem verhängnisvollen Abend geschah, aber immer nur so viel, dass Raum für eigene Spekulationen bleibt. Wer sagt die Wahrheit? Wer lügt? Und was könnte das Motiv für einen Mord gewesen sein?

Als zwei weitere Menschen beinahe ums Leben kommen, müssen Hanna und Daniel ihre bisherigen Ermittlungen komplett überdenken.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!







Montag, 25. August 2025

Rezension: `Die Brandung- Nebelschwester` von Karen Kliewe

 

* * * *

Neuer Fall für Ohlsen und Svensson!!









Eine Frau wird nackt und blutverschmiert, aber noch lebend, am Strand gefunden. Das Blut stammt jedoch nicht von ihr, was die Polizei dazu veranlasst, nach einem anderen Opfer zu suchen. Kommissar Ohlsen und sein Team stehen vor einem Rätsel, denn es scheint keine passende vermisste Person zu geben.

Die weiteren Ermittlungen führen sie zu einer geheimnisvollen esoterischen Gruppe, und Ohlsen beschließt, die Archäologin Fria Svensson hinzuzuziehen. Diese ist gerade dabei, den Lebensgefährten ihres Mitbewohners, Poul, näher zu durchleuchten. Irgendetwas stimmt mit ihm nicht, ist er wirklich der liebenswürdige Mann, für den ihn alle halten?

Als Ohlsen Fria um Unterstützung bittet, sagt sie aber gerne zu. 


In diesem Teil hat Karen Kliewe einen sehr komplexen Fall  geschaffen. Wie bereits im letzten Band dauerte es eine ganze Weile, bis die Story an Fahrt aufnahm. Erst ab der Hälfte des Buches wurde es richtig spannend, was ich als etwas spät empfand.

Doch dann überschlagen sich allerdings die Ereignisse, und als Leser hat man Mühe, Schritt zu halten und alles nachzuvollziehen.

Ich vergebe 3,5 Sterne.


                           





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Mittwoch, 20. August 2025

Rezension: `Der Tower´ von Ivar Leon Menger


* * * 

Gefangen im goldenen Käfig!!












Die Galeristin und Influencerin Nova erhält das verlockende Angebot, mietfrei für ein Jahr im prächtigen Pramtower zu wohnen. In dieser futuristischen Umgebung wird ihr Leben vollständig von KI bestimmt und gelenkt. Sie bekommt ihr Essen, ihre Getränke – sie muss sich um nichts kümmern. Ein einfaches Anweisen genügt, und schon geschieht alles nach ihren Wünschen. Nova fühlt sich wie im siebten Himmel.

Doch bald ziehen dunkle Wolken auf. Nova erkennt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Trotz der eindringlichen Warnungen eines besorgten Nachbarn ignoriert sie die Hinweise und lebt weiterhin in ihrer Traumwelt. Als sie schließlich begreift, was wirklich vor sich geht, ist es bereits zu spät. Sie ist in einem goldenen Käfig gefangen, aus dem es kein Entkommen gibt.

Die vorherigen Thriller von Ivar Leon Menger haben mich total begeistert, weshalb ich nicht abwarten konnte, den `Tower` in den Händen zu halten. Leider stellte sich heraus, dass dieser  völlig anders ist als die anderen Bücher. Der Schreibstil ist zwar flüssig, doch vielleicht fehlt es mir an Fantasie, um in diese utopische Geschichte eintauchen zu können.

Nova benimmt sich dermaßen naiv und dümmlich, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte. Es geschehen so viele Dinge, die sie alarmieren sollten, doch sie geht blauäugig weiter. Dadurch war sie mir sehr unsympathisch. Auch die anderen Charaktere bleiben für mich etwas blass und wenig greifbar.

Ich wünsche mir, dass der nächste Thriller von Ivar Leon Menger wieder in dem gewohnten Stil geschrieben ist, der mich in seinen früheren Büchern so fesselte.

                                  










Donnerstag, 13. Februar 2025

Rezension: `Die Brandung- Leichenfischer` von Karen Kliewe

 

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Ostsee- Spannung!









Durch Zufall stößt ein Baggerfahrer bei Erdarbeiten auf die Leiche einer jungen Frau. Sie ist noch nicht lange tot, doch man findet bei ihr Grabbeigaben im Stil der Wikinger. Die Archäologin Fria Svensson wird zurate gezogen, und bald darauf wird eine weitere Leiche gefunden – diesmal direkt hinter der dänischen Grenze in Deutschland. Kommissar Ohlsen hat bereits mit Fria zusammengearbeitet, und die beiden scheinen ein gutes Team zu bilden. Obwohl ich den vorherigen Band nicht gelesen habe, bin ich dennoch gut in die Geschichte hineingekommen.

Es dauerte etwas, bis alle Personen vorgestellt wurden und die richtige Spannung aufkam. Doch danach nahm die Handlung ordentlich Fahrt auf und fesselte mich. Die Polizei versucht, anhand von Vermisstenanzeigen herauszufinden, ob die beiden Toten dort aufgeführt sind. Was ist nach ihrem Verschwinden geschehen? 

Ein anderer Handlungsstrang führt uns in ein abgelegenes Haus, in dem eine geistig behinderte junge Frau mit ihrer Tochter lebt. Und dann gibt es da noch diesen Doktor, der sporadisch auftaucht.
Außerdem geht es um einen Stalker, eine gefangen gehaltene junge Frau und eine Studentin, die entführt wird. 

Die Autorin hat wunderbare Plot-Twists eingebaut, sodass ich völlig im Unklaren war, wer der Täter sein könnte. Was alles miteinander zu tun hat, konnte ich bis zum Schluss nicht herausfinden. Als Leser kann man jede Menge Vermutungen anstellen und Personen verdächtigen, aber bis zum Ende bleibt alles schwammig.

„Die Brandung“ ist ein spannender Krimi mit viel Ermittlungsarbeit, den ich gerne empfehle.

                                     









Montag, 28. Oktober 2024

Rezension: `Blutbuße´ von Viveca Sten

 


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Nicht so spannend wie der Vorgänger!








Eine Geschäftsfrau wird in einem Hotel im Norden Schwedens brutal ermordet. Die Polizei versucht den Täter so schnell es geht zu finden, denn der Ort ist voller Skitouristen. Doch leider gibt es keine Spur oder irgendeinen Hinweis, und dann geschieht der nächste Mord.

Die Ermittlerin Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog finden einiges über die erste Tote heraus, die anscheinend jede Menge Feinde hatte. Das macht es umso schwieriger, denn ein Motiv hätten einige davon gehabt.

Diesmal fand ich die Ermittlungen im Gegensatz zum vorigen Band etwas zäh. Einige Nebenstränge hätte man sich vielleicht schenken können, weil sie die Story nicht voranbringen. Was mir hauptsächlich fehlte, war so ein kleines besonderes Highlight wie bei `Tief im Schatten`, mit dem die Leser nicht rechnen.

Nichtsdestotrotz ist `Blutbuße´ ein solider Krimi und ließ sich gut lesen.


                                     


Dienstag, 24. September 2024

Rezension: `Tief im Schatten` von Viveca Sten

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Sehr spannend!!!









 

Die Ermittler David und Hanna werden zu einem grausigen Mordfall im Skigebiet Åre gerufen. Schlimm zugerichtet liegt ein Mann unter dem Schnee im Wald und wurde nur durch Zufall entdeckt.

In einem anderen Handlungsstrang kommt Rebecka zu Wort. Sie ist Mitglied in der streng gläubigen Gemeinde `Licht des Lebens`. In Rückblicken wird erzählt, wie glücklich sie war, als der viel ältere Ole um ihre Hand anhält. Doch die Ehe ist nicht so gut, wie es nach außen hin scheint. 

Es bleibt dem Leser lange unklar, was es mit Rebeckas Geschichte auf sich hat und wie sie in die Mordermittlung passt.

Sehr geschickt verknüpft die Autorin die beiden Handlungsstränge und hat mich mit einer tragischen Wendung total überrascht.

Das war mein erstes Buch von Viveca Sten und bestimmt nicht das letzte. Ich bin total begeistert von ihrem Schreibstil, und die durchdachte Handlung macht das Lesen zu einem Genuss.

Die Ermittler David und Hanna waren ein sympathisches Team und auch Anton, der innerlich so zerrissen ist, mochte ich gerne.

Ich lese eigentlich nicht gerne über Privatkram der Ermittler, aber das war hier genau richtig dosiert. 

Eine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden Krimi.


                                 


Mittwoch, 14. August 2024

Rezension: `Finster` von Ivar Lon Menger

 

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Ein Pageturner!!!










Katzenbrunn, 1986. 

Mehrere Jungen sind in den letzten Jahren verschwunden, verantwortlich scheint der `Greifer` zu sein, doch er wurde nie gefunden.

Hans J. Stahl, Kriminalkommissar im Ruhestand, geht dieser ungelöste Fall nicht aus dem Kopf, und er beschließt, auf eigene Faust weiter zu ermitteln.

Kurz nach seiner Ankunft wird wieder ein Junge vermisst, und alles deutet auf eine bestimmte Person hin. Die Befragungen der Dorfbewohner gestalten sich schwierig, es scheint, als hätte jeder in dem kleinen Ort etwas zu verbergen. 

Den neuen Thriller von Ivar Leon Menger fand ich wieder grandios. Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass es für den Leser komplett undurchsichtig, aber kein bisschen verwirrend ist.

Der Autor überrascht mit zahlreichen Twists und es gibt einen ganz besonderen Gänsehautmoment, bei dem mir ein Schauer den Rücken herunterlief. Beim Lesen werdet Ihr es sofort wissen, wovon ich spreche.

Ein knifflig ausgearbeiteter Plot, gepaart mit spannender Handlung und facettenreichen Charakteren, machen diesen Thriller zu einem Pageturner!


                                         




Montag, 25. September 2023

Rezension: `Wer das Vergessen stört` von Tessa Duncan

 

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Spannendes Krimidebut!









Lily hat ihren Job als Polizeipsychologin aufgegeben und sich als selbstständige Therapeutin  niedergelassen. Der Grund war ein Mann, und an der Trennung von Dan hat sie immer noch zu knabbern, deswegen stürzt sie sich in die Arbeit. 

Zwei Fälle beschäftigen Lily gerade, zum einen Samantha, die von ihrem Ehemann verprügelt wird und trotzdem immer Gründe findet, ihn nicht zu verlassen. Im anderen Fall geht es um den Selbstmord der Angstpatienten Vera, der Lily nicht los lässt. Sie kann einfach nicht glauben, dass Vera ihrem Leben ein Ende gesetzt hat und versucht herauszufinden, was passiert ist.

Die Story wird in verschiedenen Handlungssträngen von unterschiedlichen Personen erzählt. Einmal befinden wir uns in der Gegenwart und dann werden wir durch Rückblenden in die Vergangenheit versetzt.

Die Autorin hat es verstanden, Spannung ohne Blutvergießen zu erzeugen, wobei ich die zweite Hälfte des Buchs fesselnder fand als die erste.

Manchmal bekam ich den Eindruck, Lily hätte selbst psychologische Hilfe nötig, denn Dan lässt sich gerne ein Hintertürchen offen, während er wieder bei Lily zu landen versucht.

Tessa Duncan kennt man bisher unter anderen Pseudonymen im historischen Romanbereich. `Wer das Vergessen stört` ist ihr Krimidebut und der Auftakt zu einer Reihe, und ich finde, es ist ihr gut gelungen. Als Vorlage dient ein echter Kriminalfall, ein sogenannter True Crime, was das Ganze noch authentischer macht.


                              



Mittwoch, 30. August 2023

Rezension: `Angst´ von Ivar Leon Menger

 

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Gänsehautgarantie!








Mia ist überglücklich, als sie die Chance hat, die Hauptrolle in einer neuen Produktion zu ergattern. Für diesen Traum hat sie sich jahrelang mit Aushilfsjobs über Wasser gehalten.

Als sie den attraktiven Victor kennenlernt, merkt sie schon nach dem ersten Date, dass etwas nicht stimmt. Überall, wo sie sich befindet, taucht er auf. Stalkt er sie etwa?

Als auch noch ein Mord passiert, ist sie sicher. Victor ist nicht nur ein Stalker, sondern auch ein Mörder.

Da ihr Beweise fehlen, will sie ihn mit Hilfe ihres Mitbewohners  überführen. 

In Rückblenden kommt zwischendurch der Täter selbst zu Wort, und man erfährt, was schon in seiner Kindheit schiefgelaufen ist.

Der zweite Thriller von Ivar Leon Menger hat wieder Gänsehautgarantie und zwar ganz ohne großes Blutvergießen. Die Protagonistin hat mich manchmal mit ihren Alleingängen etwas genervt, aber natürlich hat das auch die Spannung erhöht.

Der Autor schafft es, die Leser auf zahlreiche falsche Fährten zu locken und durch geschickte Wendungen zu verwirren. Auch wenn die Auflösung mich nicht ganz überrascht hat, ist ihm wieder ein packender Pageturner gelungen.



                                  


Dienstag, 28. Februar 2023

Rezension: `Die Drohung` von Lesley Kara

 

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Konnte mich nicht so begeistern!











Nachdem ich `Das Gerücht` von Lesley Kara so klasse fand, habe ich mich auf den neuen Roman gefreut. Für mich las er sich aber nicht so flüssig, wie ich erwartet habe.  

Astrid, eine junge Frau und seit kurzem trockene Alkoholikerin, lebt zur Zeit wieder bei ihrer Mutter.

Jeden Tag kämpft sie erneut gegen das Verlangen an, geht wöchentlich zu den Anonymen Alkoholikern und versucht tapfer, sich wieder ein  Leben aufzubauen. Hilfe bekommt sie dabei von Josh, einem jungen Mann, den sie kennengelernt hat.

Durch die ganze Geschichte des Buches zieht sich, wie ein roter Faden, Astrids Erinnerung an ihren Freund Simon, für dessen Tod sie sich schuldig fühlt. Auch eine andere Sache aus der Vergangenheit macht ihr sehr zu schaffen. Sie ist froh, dass sie bei den Anonymen Alkoholikern eine Freundin gefunden hat, der sie die ganze Geschichte erzählen kann...

Das Buch begann eigentlich spannend, aber im Mittelteil zog es sich sehr und ich fand es langatmig.

Das Ende erscheint schon sehr fiktiv, und ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass die Dinge sich so zugetragen haben könnten.

Mich konnte `Die Drohung` leider bei Weitem nicht so vom Hocker reißen wie `Das Gerücht.`


                             


Samstag, 16. Juli 2022

Rezension: `Als das Böse kam` von Ivar Leon Menger

 

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Thriller mit Gänsehautgarantie!!









Die 16jährige Juno und Ihr jüngerer Bruder Boy leben mit ihren Eltern allein auf einer idyllischen Insel. Ihr Leben ist einfach, sie ernähren sich von dem, was sie auf der Insel fangen oder finden, und einmal in der Woche rudert der Vater aufs Festland und holt frische Lebensmittel.

Das ist jedesmal sehr gefährlich, denn überall wohnen die gefährlichen Fremdlinge. Die Kinder sind froh, dass ihre Eltern so gut aufpassen und sie beschützen. Für den Notfall gibt es sogar einen eigenen Bunker, in den alle klettern und sich verstecken können. Niemals darf jemand sie sehen!!!

Und doch passiert es. Als der alte Briefträger auf die Insel kommt, sieht Juno ihn und er sie, und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Ivar Leon Menger hat einen extrem packenden Thriller geschrieben. Der Spannungsbogen wird ab der ersten Seite konstant bis zum Schluss oben gehalten. Zuerst fragt man sich, warum die Familie dort so einsam und heimlich lebt. Und wer sind die mysteriösen Fremdlinge, die am anderen Ufer lauern?

Der Autor hat  sehr gut beschrieben, wie sich die Charaktere im Laufe der Zeit verändern. Wie tiefstes Vertrauen sich in panische Angst wandelt.

Das Lesen hat meine Nerven arg strapaziert, ich habe regelrecht mit gezittert und hatte nicht nur einmal eine Gänsehaut.

Das Ende hätte etwas ausführlicher sein dürfen, aber insgesamt ist `Als das Böse kam` ein spannungsgeladener Thriller, und ich hoffe, bald wieder etwas von Ivar Leon Menger lesen zu können.


                                                        




Dienstag, 11. Januar 2022

Rezension: `Perfect Day` von Romy Hausmann

 

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 Perfect Day!!
















Anns glückliches Familienleben endet jäh, als ihr Vater festgenommen wird, weil er angeblich der `Schleifenmörder` sein soll. Ihm wird vorgeworfen, seit 14 Jahren mindestens zehn Mädchen ermordet zu haben.
Im Gefängnis schweigt er, doch Ann ist von seiner Unschuld überzeugt und versucht mit allen Mitteln den wahren Täter zu finden.
Die Freunde haben sich von ihr abgewandt, doch bei ihrer Suche bekommt Ann unerwartete Hilfe von einem Reporter. Er wittert eine große Schlagzeile, aber sie haben das gleiche Ziel, und nicht nur einmal gerät Ann in Lebensgefahr. Sie will nicht aufgeben, bis sie herausgefunden hat, wer die Mädchen umgebracht hat.

Mit Rückblenden in die Vergangenheit bringt die Autorin uns Ann und ihren Vater nahe. Die beiden haben ein extrem enges und liebevolles Verhältnis und man kann verstehen, dass Ann keine Sekunde an die Verdächtigungen glaubt. 

 Die meiste Zeit wird das Geschehen aus Anns Sicht erzählt, aber in verschiedenen Kapiteln geht es um ein Interview mit dem wahren Mörder, andere haben die Überschrift `Wir` und alles zusammen gibt dem Leser Rätsel auf. 

Mich hat `Perfect Day` wieder ab der ersten Seite gepackt. Ich habe bei Anns Recherchen mit gefiebert, aber auch mitgelitten, wenn Ann so verzweifelt war.
 Romy Hausmann versteht es einfach, einen Plot so aufzubauen, dass der Leser total verwirrt wird. Ist der Vater schuldig oder unschuldig? Warum schweigt er? Welche beiden Personen sprechen bei dem Interview mit dem Mörder zusammen? Wer ist das `Prinzesschen` in den Kapiteln `Wir`? Das sind alles Fragen, die man sich ununterbrochen stellt und bis zum Schluss auf die Auflösung warten muss. Erst dann werden alle losen Enden miteinander verknüpft.

Auch wenn ziemlich viele Zufälle passieren, was es manchmal etwas unrealistisch macht, tat das der Spannung keinen Abbruch. Romy Hausmann konnte mich mit `Perfect Day` wieder voll überzeugen!


                                                   





Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Samstag, 21. August 2021

Rezension: `Das letzte Bild` von Anja Jonuleit

 

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Wer war die Isdal-Frau??









Als Eva zufällig ein Foto von einer Toten aus Norwegen in der Zeitung sieht, bekommt sie einen Schock. Die Frau sieht ihr und vor allem ihrer Mutter zum Verwechseln ähnlich. Als sie ihre Mutter danach fragt, bekommt sie nur ausweichende Antworten. Nachdem Eva plötzlich alte Fotos entdeckt, weiß sie, dass etwas nicht stimmt und sie beginnt zu recherchieren. Sie findet heraus, dass ihre Mutter eine Zwillingsschwester hatte. Nun will sie unbedingt wissen, was damals passiert ist, doch ihre Mutter mauert weiter. 

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Die Autorin lässt uns zurück in die 60er Jahre blicken. Wir lernen die junge Marguerite kennen, die als Kind im Krieg von ihrer Familie getrennt wurde. Als sie älter wird, begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter und ihrer Schwester.

Parallel zu dem, was Marguerite bei ihren Nachforschungen entdeckt, erleben wir gleichzeitig die Schritte, die Eva unternimmt. Manchmal befinden sie sich an den gleichen Orten, nur leider in verschiedenen Jahrzehnten. 

Ein weiterer Handlungsstrang führt uns zu einem Norweger, der auch erst jetzt Dinge entdeckt, die seinen Vater in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Anja Jonuleit hat einen komplexen Fall beschrieben, dem eine wahre Begebenheit zugrunde liegt. Für ihre Geschichte wurde die Wahrheit mit Fiktion verknüpft. Daraus ist ein überaus spannender Roman entstanden, den ich nur ungern an die Seite gelegt habe.

Sehr facettenreiche Charaktere, ein perfekt ausgearbeiteter Plot und viele lose Fäden, die am Ende zusammengeführt werden, haben `Das letzte Bild` zu einem Lesevergnügen gemacht.

                                              



Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 15. Juni 2020

Rezension: `Das wirkliche Leben` von Adeline Dieudonné

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Verstörender, aber fesselnder Roman !!














Das Mädchen lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder und den `Kadavern` in einem schönen hellen Haus am Waldrand.

Die Mutter, von ihr immer als Amöbe bezeichnet, schweigt, kocht das Essen und kümmert sich ansonsten um ihre Zwergziegen. Der Vater, ein gewalttätiger Koloss, trinkt Whiskey, guckt Fernsehen und liebt den Rausch der Jagd. Für seine Jagdtrophäen hat er ein eigenes Zimmer eingerichtet, das Kadaverzimmer. Seine Macht demonstriert er gerne zuhause und lässt seine Wut an der Amöbe aus, die das genauso wie alles andere, einfach hinnimmt.
Es ist schwierig, diesen Roman zu beschreiben. Eine bedrückende, verstörende Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens, geschrieben in der Ich- Form.

Der Leser kann förmlich ihre Angst spüren, wenn sie dem Vater entgegen tritt. Vor allem, als sie älter wird und ihr Körper fraulichere Formen bekommt, muss sie sich noch mehr vor ihm und seinen lüsternen Blicken in Acht nehmen. Man leidet mit ihr, wenn sie um ihren kleinen Bruder fürchtet, der abartige Dinge tut. Der Leser erfährt von ihren Sehnsüchten, den Qualen und dem Grauen, wenn sie an die Kadaver denkt. Aufmüpfige Gedanken werden vom Vater gleich im Keim erstickt, wenn nötig, auch mit Gewalt. Doch das Mädchen kämpft und versucht aus eigenen Stücken mehr aus ihrem Leben zu machen. Sie will kein Opfer sein, keine Beute! Von der Amöbe ist keine Hilfe zu erwarten, das Mädchen muss sich selbst helfen.


 Adeline Dieudonnés Schreibstil ist nüchtern und schnörkellos, jedoch sehr ausdrucksstark. Die düstere, trostlose und bedrückende Atmosphäre hat die Autorin perfekt eingefangen.
Obwohl es keinerlei wörtliche Rede gibt, was ich eigentlich gar nicht mag, fesselte mich `Das wirkliche Leben`  von der ersten bis zur letzten Seite.
Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen, brillant geschriebenen Roman.

             



Ich danke dem DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 8. Mai 2020

Rezension: `Marta schläft` von Romy Hausmann




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Spannend mit Gänsehautfeeling !!!











Nach schockierenden Ereignissen in ihrer Familie endet Nadjas Kindheit abrupt, als sie wegen Mordes zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird.

Nadja ist heute eine graue Maus und anscheinend für manche Menschen das perfekte Opfer. Als sie von einer alten Freundin gebeten wird, zu helfen, einen Mord zu vertuschen, macht sie das, doch es kommt alles anders, als sie denkt.
Jemand hat ein bizarres Spiel für sie vorbereitet: Wir spielen Gericht!


Romy Hausmann hat mich nach `Liebeskind` auch mit ihrem zweiten Thriller begeistern können.
Ihr Schreibstil gefällt mir sehr und ich hatte auch keinerlei Schwierigkeiten, gut in die Story hineinzukommen. Sie schreibt in kurzen Kapiteln, jedoch zeigen die Überschriften immer an, wo wir uns befinden, sodass ich es nicht verwirrend fand. Ich habe am Anfang Nelly und Nadja mal verwechselt, aber das war es auch schon.

Die Geschichte selbst ist außergewöhnlich und ereignisreich und immer neue Ver- und Entwicklungen halten den Spannungsbogen dauerhaft oben.
Ich hatte öfter einen Verdacht, aber nichts davon hat sich bestätigt, was das Ganze natürlich noch  nervenzerreißender macht.
Des Öfteren überkam mich eine Gänsehaut beim Lesen und das ist ja auch das, was einen guten Psychothriller ausmacht.
Obwohl manche Nebenhandlungen fast überflüssig sind, weil sie nicht unbedingt mit der Geschichte zu tun haben, machen sie doch neugierig und lassen sich gut lesen.

Raffiniert werden die einzelnen  Geschehnisse am Ende zu einem großen Ganzen verknüpft und es bleiben keinerlei Fragen mehr offen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für `Marta schläft!!!`












Ich danke dem DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.



















Freitag, 21. Februar 2020

Rezension:` Das Gerücht` von Lesley Kara



* * * * *
Spannender Pageturner !!














Joana zieht mit ihrem Sohn Alfie von London zu ihrer Mutter in eine Kleinstadt am Meer. Hier kann sie Job und Muttersein unter einen Hut bringen und die Oma passt auch gerne auf Alfie auf.

Joana hört, dass vermutet wird, die Kindermörderin Sally McGowen soll in dieser kleinen Stadt leben. Nachdem Joana das Gerücht in ihrem Buchclub erzählt hat, verbreitet sich das Ganze wie ein Lauffeuer. Man kann sich als Leser gut in die Situation hineinversetzen. Ein einziges Mal zu viel geredet, und eine Lawine wird ins Rollen gebracht, die sich nicht mehr stoppen lässt.

Plötzlich ist Joana fast wie besessen davon, herauszufinden, wer hier unter falschem Namen lebt, zumal auch ihr Freund gerne ein Buch über Sally McGowen schreiben möchte. Doch durch ihre heimlichen Recherchen bringt sie die ganze Familie in Gefahr.

Joana ist eine sehr sympathische Protagonistin, die niemandem schaden möchte und schnell bereut, dass sie den Mund nicht gehalten hat.

Ich habe `Das Gerücht` verschlungen, konnte es nicht aus der Hand legen. Es ist kein Thriller oder Krimi, und ich habe wieder einmal feststellen können, dass auch Romane megaspannend sein können.
Eine unglaublich packende, brillant erzählte Geschichte mit vielen Wendungen und einem Ende, das mich schwer begeistert hat.

Für mich war `Das Gerücht` von Anfang bis Ende fesselnd, ein richtiger Pageturner!!


                                                         

 Ich danke dem  DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 27. Februar 2019

Rezension: `Liebes Kind` von Romy Hausmann

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WOW! Was für ein Pageturner!!!!


















Wer ist die Frau, die nach einem Verkehrsunfall in die Klinik eingeliefert wird und von sich behauptet, sie hieße Lena? Handelt es sich wirklich um die seit vielen Jahren vermisste Lena Berg? Und wieso verhält sich ihre kleine Tochter Hannah so merkwürdig?

In Rückblenden erfahren wir, was sich vorher abgespielt hat. In einer Hütte im Wald leben zwei Kinder mit ihrer Mutter, der Vater kommt nur abends öfter vorbei und sieht nach dem Rechten. "Wer seine Kinder liebt, schließt sie ein und beschützt sie so vor Gefahren von außen." Das wissen Hannah und ihr Bruder Jonathan, denn sie kennen ihr Leben lang nichts anderes als die Hütte. Für die nötige Luftzufuhr sorgt ein Zirkulationsapparat, den der liebende Vater besorgt hat.

Alles ändert sich, als die Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird und ins Krankenhaus kommt. Wer ist die Frau wirklich, die die Kinder Mama nennen?
Nach und nach gelangen Einzelheiten ans Tageslicht, die einen erschüttern. In verschiedenen Handlungssträngen kommen die Personen in der der Ich- Form zu Wort und erzählen aus ihrer Sicht. Wenn man nicht inzwischen aus den Medien wüsste, dass es so etwas wirklich gibt, hätte ich gesagt, die Autorin hat zu viel Fantasie. Aber leider kann es genauso passiert sein, was das Ganze zu einem schockierenden Psychothriller macht.

Als Vielleserin bin ja gar nicht so leicht zu beeindrucken, aber `Liebes Kind` hat es geschafft, dass ich mir mal wieder eine Nacht um die Ohren gehauen habe, weil es mich so gefesselt hat.

Spannend, mitreißend, dramatisch, ergreifend, hier trifft alles zu. Romy Hausmann hat einen Hammer- Thriller geschrieben, einen wahren Pageturner!!!
Absolute Leseempfehlung !!!

                                 

Samstag, 6. Januar 2018

Rezension: `Woman in Cabin 10 ` von Ruth Ware


* * * *

Das Potenzial des Themas leider nicht ausgeschöpft!!















Die Journalistin Lo Blacklock bekommt die berufliche Chance ihres Lebens und darf, anstelle ihrer Chefin,  an einer Luxuskreuzfahrt  teilnehmen. Sie hat die Aufgabe, für das Magazin Kontakte zu knüpfen und zu schreiben und das könnte ihr Sprungbrett zu einer erfolgreichen Karriere sein.
Lo trinkt regelmäßig zu viel Alkohol und für mich ist es wenig glaubwürdig, dass jemand so eine einmalige Gelegenheit für ein paar Drinks verstreichen lässt. Anstelle sich in die Arbeit zu knien und zu arbeiten, wie es von einer professionellen Journalistin erwartet wird,  benimmt sie sich total naiv und panne.

Als sie, wieder mal im Halbsuff, meint, einen Mord beobachtet zu haben, glaubt ihr zuerst mal keiner. Denn niemand wird vermisst und die Kabine, die sie beschreibt, ist unbewohnt.

 Lo versucht, auf eigene Faust herauszufinden, wer der Mörder ist und wer überhaupt das Opfer sein könnte. 

Das Thema würde eigentlich einiges an Potential bieten, doch langweilige Dialoge und ziemlich unrealistische Ereignisse wechseln sich mit einigen spannenden Augenblicken ab.
Auf dem Schiff befinden sich nur wenige Mitreisende, die Charaktere sind eher blass und nichtssagend.
Für den Leser ist auch nicht klar, ob Lo sich eventuell alles nur einbildet oder ob sie die Dinge wirklich erlebt.

Es war ganz nett zu lesen, hat aber keinen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen.
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, doch da ich das Buch bis zu Ende gelesen habe, ohne mich richtig quälen zu müssen, habe ich mich mit viel gutem Willen für 4 entschieden.






.Ich danke dem DTV Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares


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