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Montag, 1. Dezember 2025

Rezension: `Safe Space` von Sarah Bestgen

 

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Abgründig und verstörend!! 







 

Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre neue Stelle im Hochsicherheitsgefängnis Weyer an. Was zunächst wie ein routinierter Arbeitsbeginn wirkt, entpuppt sich bald als etwas ganz anderes, denn Anna hat nur ein Ziel. Und dafür ist sie bereit, alles zu riskieren.

Sarah Bestgen schreibt aus mehreren Perspektiven. In Rückblenden begegnen wir Leon, einem misshandelten Jungen, und Sina, die ihre Welt dem Tagebuch anvertraut. In der Gegenwart steht Anna im Zentrum, mit Motiven, die weit über die Analyse von Straftätern hinausgehen.

Die Autorin entwirft eine morbide Geschichte, die die Leser tief in die Abgründe der menschlichen Psyche blicken lässt. Die Schicksale der Inhaftierten lassen Anna kalt, ihr Fokus liegt allein auf der Umsetzung ihres Plans. Doch als jemand ihre Absichten zu kennen scheint und sie bedroht, gerät ihre Kontrolle ins Wanken.

Die Handlung ist gespickt mit überraschenden Wendungen und psychologischen Verstrickungen, die mich mehrfach auf falsche Fährten führten. Der letzte Teil wirkte auf mich etwas sehr konstruiert, doch die Spannung blieb bis zum Schluss erhalten.


                                                                   







Montag, 20. Januar 2025

Rezension: `Die Wächterin von Köln` von Petra Schier

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Die Wächterin von Köln!













In Petra Schiers neuem Roman steht die Dirne Elsbeth im Mittelpunkt. Sie ist die Schwester des Lombarden Nicolai, und die Leser der Lombarden-Reihe kennen sie bereits als Nebenfigur. Elsbeth hat es von einer einfachen Dirne zur Besitzerin eines edlen Freudenhauses gebracht. Das Haus ist sauber und gepflegt, und nur ausgewählte Gäste haben dort Zutritt. Ein wenig gestört haben mich die zahlreichen bis ins kleinste Detail beschriebenen Sexszenen aus dem Freudenhaus.

Mittlerweile ist Elsbeth mit dem Henker Johannes liiert, und für mich war es ganz neu und interessant, dass das Amt eines Scharfrichters viele weitere Aufgaben umfasst. 

Elsbeth hat ihrem Bruder Nicolai zu Lebzeiten ein Versprechen gegeben und das hält sie. Sie sorgt dafür, dass seiner Familie kein Leid widerfährt, auch wenn es für sie oft sehr gefährlich wird.

Für die Leser, die die Lombarden Reihe kennen, gibt es keine richtig großen Überraschungen, auch wenn die Geschichte diesmal aus Elsbeths Sicht erzählt wird. Eine wichtige Frage, die damals offen blieb, wird jedoch endlich geklärt.

Für diejenigen, die die anderen Bücher noch nicht kennen, ist es natürlich nochmal ein anderes Lesevergnügen.
Petra Schiers Stil ist wie immer flüssig und lässt sich hervorragend lesen.
Ich hoffe, dass es beim nächsten Roman wieder eine ganz neue Geschichte geben wird.
                                         
                         

  

Dienstag, 23. November 2021

Rezension: `Melaten- Gräber erzählen Stadtgeschichte` von Detlef Rick

  

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Interessant!








Der Kölner Melatenfriedhof ist ein ganz besonderer alter Friedhof, und Detlef Rick erzählt in `Melaten` dazu Stadtgeschichte. Ich musste mich am Anfang etwas mit dem Buch anfreunden. Die Pläne sind sehr klein und auch fand ich zuerst alles etwas verworren. Doch nachdem ich mich näher mit dem Friedhofsführer befasst habe, entdeckte ich sehr viele informative Geschichten, und auch das Personenregister ist hilfreich. Bei einem Spaziergang über Melaten stößt man auf wunderschöne, teils sehr alte Grabmale, Skulpturen oder richtige Mausoleen. Es begegnen einem viele bekannte Namen aus der Stadt Köln, aus dem Karneval oder aus Funk und Fernsehen. Dirk Bach, Gisela Uhlen oder Heinz G. Konsalik sind nur einige davon.

Etwas zu bemängeln habe ich am Buch aber doch. Mir gefallen die Bilder nicht besonders. Ich habe schon so viele wunderschöne Fotos vom Melaten gesehen, dass ich von diesen ziemlich enttäuscht bin. Oft sind nur Grabausschnitte zu erkennen, vieles ist sehr düster und nicht besonders liebevoll fotografiert. Das finde ich extrem schade, denn der Friedhof hat ausreichend schöne Motive zu bieten.

Insgesamt ist das Buch aber ein gutes Nachschlagewerk und auf jeden Fall sinnvoll, wenn man Melaten erkunden möchte.

                                 




Ich danke Emons Verlag dem für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Freitag, 5. November 2021

Rezension : `Die Stunde zwischen Nacht und Morgen` von Priska lo Cascio

 

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Spannender Roman über das `Schweizer Dorf` in Köln!








1946, Eli wächst behütet in ihrem Schweizer Elternhaus auf und schon bald steht die Hochzeit mit einem angesehenen Anwalt an.

Doch ihre Sehnsucht ist eine andere. Wenigstens einmal will sie vor dem Schritt in die Ehe noch etwas Sinnvolles tun. Sie schließt sich heimlich einer Hilfsorganisation an und verlässt die Schweiz in Richtung Köln ohne die Einwilligung der Eltern oder ihres Verlobten.

Was sie dort vorfindet, hätte Eli sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Hunger, Kälte, Krankheit, Tod. Köln wurde zerbombt, viele Häuser zerstört und es fehlt an allem. Da ist die Hilfe der Schweizer Spende nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Während ihrer Arbeit lernt Eli zwei Männer kennen, die ihr nicht gleichgültig sind, aber zuhause wartet ihr Verlobter Werner...

Priska lo Cascio hat sehr gut recherchiert und somit einen authentischen Roman über das, nach dem Krieg errichtete, Schweizer Barackendorf in Köln geschrieben. 

Elis fiktive Erlebnisse vor dem wahren geschichtlichen Hintergrund fand ich sehr spannend und interessant. Obwohl ich in Köln wohne, habe ich von dem `Schweizer Dorf` vorher noch nie gehört. Die Autorin hat alles sehr bildhaft beschrieben, sodass der Leser direkt in das Geschehen eintauchen kann. Ich kenne von meinen Eltern jede Menge Geschichten aus dem Krieg  und konnte viele Parallelen dazu feststellen.

`Die Stunde zwischen Nacht und Morgen` ist ein emotional bewegender und spannender Roman, der mich begeistert hat.



Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 15. September 2021

Rezension: `Was nicht glücklich macht, kann weg` von Carla Berling

 

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Heiterer Roman, perfekte Urlaubslektüre!










Billie und ihr Mann Thilo bezeichnen sich als Privatiers, Frührentner hört sich so alt an. Im beschaulichen Krudhof, Oederort kümmern sie sich um ihr Häuschen, Biggi pflegt den Garten und Thilo werkelt in der Garage mit Holz. Vor allem Billie ist damit zufrieden, mag keinerlei Veränderungen, und Freundschaften zu pflegen findet sie überflüssig. Als ihr Sohn Jonas sie bittet, einige Monate nach Köln zu ziehen, um auf den kleinen August aufzupassen, freuen die beiden sich, aber es fällt ihnen schwer, die gewohnte Umgebung zu verlassen.

In Köln ist Billie die lockere Lebensweise der Kölner zuerst sehr suspekt. Dieses Bussi- Bussi, ewig unangekündigter Besuch, und dann noch der unsägliche Karneval. Doch nach und nach merkt sie, dass es doch gar nicht so übel in Köln ist......

Carla Berling hat wieder einen witzigen, ironischen Roman über Menschen in der zweiten Lebenshälfte geschrieben. Vieles wird total übertrieben, die Charaktere sind überspitzt dargestellt, und es werden auch sämtliche Klischees bedient. Das macht es aber gerade so lustig. Am besten fand ich den `Timo`, doch wer das sein soll, das müsst Ihr selbst herausfinden.

Insgesamt ist ´Was nicht glücklich macht, kann weg` eine humorvolle Lektüre,  leicht und locker zu lesen, und hat mich gut unterhalten.



                                                     




Ich danke dem Heyne Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 26. Januar 2021

Rezension: `Die Rache des Lombarden` von Petra Schier

 

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Gelungener Abschluss der Trilogie!!!








Köln, 1424. Die Witwe Aleydis hatte es ja nie einfach, nachdem ihr Ehemann Nicolai Golatti verstorben ist und sie sein Vermögen geerbt hat. Sie musste sich mit den Nachlass und den Schuldnern auseinandersetzen und akzeptieren, dass Nikolai viele dunkle Geschäfte getätigt hat, von denen sie nie etwas wusste.

Bisher meistert Aleydis aber alles alleine, führt die Wechselstube weiter, kümmert sich um ihren Haushalt mit den Bediensteten und um ihre beiden Mündel Ursel und Marlein.

Ihre Selbstständigkeit ist vielen ein Dorn im Auge, nicht zuletzt ihrer angeheirateten Verwandtschaft. Wie sehr sie gehasst wird, wird ihr erst klar, als Ursel und Marlein entführt werden und der Onkel das Sorgerecht für die beiden beantragt.

Nun benötigt Aleydis doch wieder die Hilfe von Gewaltrichter Vinzenz van Cleve....


Ich lese sehr gerne über den Alltag zur damaligen Zeit. Eine Ehe war meistens eine geschäftliche Angelegenheit und wurde zwischen den Vätern der Brautleute arrangiert. Auch Aleydis` Ehemann war von ihrem Vater für sie ausgesucht worden, aber sie war mit der Wahl zufrieden und Nikolai bis zu seinem Tode in Liebe zugetan. Nach der Entführung der Mädchen und einem schlimmen Überfall auf Aleydis und ihre Diener, ist sie zu der Erkenntnis gelangt, dass es ohne Mann auf Dauer doch zu gefährlich ist. Ihr Vater hat auch schon einen alten Freund ins Auge gefasst....

`Die Rache des Lombarden` ist der Abschluss der Trilogie. Für mich war der letzte gleichzeitig auch der beste Band. Nicht nur Aleydis und Vinzenz spielen eine große Rolle, sondern die Autorin hat auch die Nebencharaktere mit ihren Stärken und Schwächen gut dargestellt. Es passiert diesmal sehr viel und Petra Schier hat es spannend umgesetzt. 

Der Schreibstil ist locker und lässt sich flüssig lesen und ich finde es schade, dass die Lombardenreihe nun vorbei ist.  

Eine Sache regt den Leser nach dem Ende des Buches noch zum Nachdenken an, aber darüber möchte ich noch nichts verraten.

Eine ganz klare Kaufempfehlung für diesen lesenswerten historischen Roman!!!

                            



Ich danke dem  Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 11. Februar 2020

Rezension: `Die siebte Schwester` von Marion Johanning

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Die siebte Schwester!!














Köln, 1215.  Die junge Tryngen wollte ihr Leben lang nichts anderes als alles über Kräuter und Heilkunst erlernen. Sie wird Novizin im beschaulichen Kloster Weiher und hilft den Alten und Kranken. Ihr Traum ist es, einer geheimen Schwesternschaft anzugehören und Heilerin zu werden.
Als der Domprobst Engelbert von Berg schwer verletzt eingeliefert wird, ist er so begeistert von ihrem Können, dass er sie an seinen Hof ruft. Dort soll sie seine weitere Heilung zusammen mit dem Leibarzt überwachen.

Gleichzeitig hat Tryngens Vater einen Ehemann für sie ausgesucht, denn er darf entscheiden, dass sie nicht weiter im Kloster leben wird. Doch solange der attraktive Domprobst ihre Hilfe benötigt, ist das unmöglich.

Auf einmal gefällt es Tryngen am Hofe, bis sie merkt, dass es jede Menge Intrigen, Missgunst, Eifersucht, Neid und sogar Mord gibt.
Es wird sehr gefährlich für sie, als sie herausfindet, dass irgendjemand  nach ihrem Leben trachtet.
Eine Rückkehr ins Kloster ist jedoch plötzlich unmöglich geworden, denn auch dort geschehen sehr seltsame und bedrohliche Dinge.


Mit `Die siebte Schwester` konnte ich ganz abtauchen in das dreizehnte Jahrhundert in Köln. Marion Johanning hat mit Tryngen einen interessanten Charakter geschaffen, eine junge unscheinbare Novizin, die sich zu einer starken Persönlichkeit entwickelt. Die Geschichte ist spannend geschrieben, lässt sich gut und flüssig lesen und hat mir gut gefallen. Auch wenn man die vorigen Bände nicht kennt, kann man problemlos einsteigen, alle Bände sind in sich abgeschlossen.
Ein  kurzweiliges Lesevergnügen, das ich für Liebhaber historischer Romane gerne empfehle.


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.






Donnerstag, 30. Januar 2020

Krimi- Dinner beim Bastei Lübbe Verlag

 www.die-rezensentin.de              

                                                                                                                                 
                                

                                       
                                  Let us entercrime you !!!

Dies war das Motto, unter dem der Bastei Lübbe Verlag wieder zu einem exklusiven Dinner mit Krimi- Speeddating eingeladen hat. 


                     







Beim letzten Mal war es ein wahnsinnig tolles Event und ich habe mich tierisch gefreut, wieder dabeisein zu dürfen.
Das Konzept ist: An jedem Tisch sitzen zwölf Gäste, davon sind zwei Plätze für einen Autor/eine Autorin und einen Lektor/eine Lektorin reserviert. Nach jedem Gang müssen die beiden umziehen. So sitzt im Laufe des Abends jeder Autor mit Lektor einmal an jedem Tisch.
  

Zur Begrüßung gab es ein Gläschen Sekt und man plauderte ganz entspannt an Stehtischen. Danach wurde  zu den wunderschön eingedeckten Tischen gebeten und es ging direkt mit einem Gruß aus der Küche los.


Durch den Abend führte die wunderbare Margarete von Schwarzkopf, die an meinem Tisch saß und unglaublich nett und freundlich ist.


M.von Schwarzkopf  ©A.Lunau


Zwischen den Gängen bat Frau von Schwarzkopf einen der Autoren auf die Bühne und führte ein zehnminütiges lockeres Interview und stellte das jeweilige Buch vor.
Zu Gast waren Tina Frennstedt und Anton Berg aus Schweden und Leo Born und Eva Almstädt aus Deutschland.


Als erstes wurde Tina Frennstedt interviewt und erzählte über ihr neues Buch `COLD CASE`, das ich auch gerade lese.
Leider hatte ich immer jemanden vor mir im Bild sitzen, sodass die Fotos von der Bühne nicht so gelungen sind.
Tina Frennstedt ©A.Lunau
Tina Frennstedt ©A.Lunau

Erscheinungsdatum 31.01.2020


Das Hauptgericht


Anton Bergs `18` erscheint erst Ende April, daher kann ich euch keine Buchbeschreibung liefern.

Anton Berg  ©A. Lunau
Anton Berg  ©A. Lunau  

Wenn die Autoren an unserem Tisch saßen, konnte ich immer ein schönes Foto schießen.





Eva Almstädt ©A. Lunau
M.v.Schwarzkopf/Eva Almstädt


Ostseegruft erscheint auch erst am 30.April 2020



Nachtisch
Leo Born  ©A. Lunau 


    Leo Born ©A. Lunau


            


`Blutige Rache` ist der vierte Teil der Reihe und erscheint am 31.01.2020




 So gegen kurz vor 23 Uhr war das Dinner beendet und wir konnten noch Bücher signieren lassen, allerdings nur von Tina Frennstedt und Leo Born, da die anderen noch nicht gedruckt sind. Und selbstverständlich habe ich dabei auch an euch gedacht !!!! Guckt mal in den nächsten Tagen auf meiner Facebookseite vorbei. 👍👍👍
Nochmals vielen Dank an das ganze Team von Bastei Lübbe für diesen schönen Abend.💗💗💗




















































                                                              


Montag, 27. Januar 2020

Rezension: `Der Ring des Lombarden` von Petra Schier

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Aleydis und der Ring des Lombarden !














1423, Köln. Im zweiten Teil um die Lombardenwitwe Aleydis de Bruinker muss die junge Frau gegen allerlei Kritik und Anfeindungen von außen ankämpfen.
Zudem verlangen Verwandte ihres verstorbenen Mannes die Herausgabe der Enkelkinder, die in Aleydis` Haus wohnen. Sie muss sich dauernd behaupten, aber es fällt ihr von Tag zu Tag schwerer. Dann wird auf die Mörderin ihres Mannes ein Brandanschlag verübt und es könnte  sein, dass auch Aleydis in Gefahr ist.

 Das Erbe des Lombarden lastet auf ihr, denn sie stellt nach und nach mehr Ungereimtheiten in den Abrechnungen fest und entdeckt plötzlich ein geheimes Versteck, das so viele Fragen aufwirft. Dieses Wissen darf sie jedoch mit niemandem teilen. Der einzige Mensch, dem sie vertraut, ist komischerweise der Gewaltrichter Vinzenz van Cleve, obwohl sie sich meist nur streiten, wenn sie sich begegnen.

Petra Schier hat mit dem zweiten Band die Geschichte um Aleydis fortgeführt. Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen, obwohl mir dieses Hin und Her zwischen Aleydis und Vinzenz schon etwas viel wurde. Ich hoffe, dass sie sich im dritten Teil endlich kriegen.

Der Alltag im 15. Jahrhundert in Köln ist gut beschrieben, ich fand es spannend zu lesen, wie es damals vonstatten ging, z.B. in der Wechselstube, die Aleydis betreibt. Jede Stadt oder Region hatte ihre eigenen Münzen und wenn man von Frankfurt nach Köln reiste, musste man dort das Geld umtauschen. Unerwartet bekommt sie Hilfe bei der Arbeit von einem angeblichen Halbbruder ihres verstorbenen Ehemannes. Aleydis freut sich darüber, sie mag Alessandro, aber sie ist sich nicht sicher, ob sie dem Mann trauen kann, denn nie hat vorher jemand von ihm gehört.

Die vielen Gassen in der Kölner Altstadt sind mir wohlbekannt, doch auch Nicht-Kölner können sich, dank einer gezeichneten Karte, leicht zurechtfinden.
Zum Schluss sind leider noch einige Fragen offen geblieben, sodass es garantiert einen dritten Band geben wird, auf den wir hoffentlich nicht zu lange warten müssen.

                     

Sonntag, 29. September 2019

Lesung: Romy Hausmann liest aus Liebeskind- Köln 24.09.19 - Crime Cologne




©A.Lunau





©A.Lunau






Auf die Lesung mit Romy 
Hausmann habe ich mich sehr gefreut, weil auch Prof. Dr. Markus Rothschild, der Leiter der Rechtsmedizin Köln, dabei war. Ich habe ihn ja schon mehrmals erlebt und finde es immer interessant und spannend, wenn er ein wenig aus der Arbeit in der Rechtsmedizin erzählt. Dass er sehr humorvoll ist, konnte ich auch schon feststellen.



Die Lesung zu `Liebeskind` fand in der Rechtsmedizin der Uniklinik Köln statt, die genau am historischen Melatenfriedhof liegt.
©A.Lunau



Moderiert wurde sie im Rahmen der Crime Cologne von Mike Altwicker, der sehr witzig durch den Abend führte. Romy hatte noch vor wenigen Tagen den Crime Cologne Award 2019 erhalten!

 Die Autorin ist absolut sympathisch, lacht gerne und viel und insgesamt war der Abend sehr lustig.
©A.Lunau




©A.Lunau
Romy las mehrere Stellen aus ihrem Thriller und es machte extrem Spaß, ihr zuzuhören. Das Publikum war so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Location ist ja immer etwas Besonderes, vor allem, als gesagt wurde, dass genau hinter dem Hörsaal der Sektionsraum sei.

Zwischendurch beantwortete sie die Fragen des Moderators: wo sie schreibt, wann sie schreibt und ob es bald ein neues Buch geben wird. Das bejahte sie, im Frühjahr erscheint ihr neuer Thriller, der etwas mit Schuld zu tun hat, mehr hat sie leider nicht durchblicken lassen.


Professor Rothschild gab einige Einblicke in die Arbeit eines Rechtsmediziners, erklärte wie eine DNA Untersuchung durchgeführt wird, wie man  auf einem Foto erkennen kann, ob ein Mensch tot ist und viele andere Details. Lustig war, als er erzählte, dass seine Frau ihn manchmal fragt, wieviel sie von welchen Tabletten nehmen darf und er ihr nur sagen kann, wie hoch die tödliche Dosis sei.  😂😂😂 Sein Auftritt war für mich etwas zu kurz. er hätte gerne noch länger erzählen dürfen.
©A.Lunau
Als der Moderator zum Schluss die Tischdecke anhob und meinte, Romy hätte die ganze Zeit auf einem Original Leichentuch gelesen, grölte das Publikum.


©A.Lunau
Ein toller, unterhaltsamer Abend mit einer charmanten, liebenswerten Autorin, einem gut vorbereiteten Moderator und einem supernetten Professor Rothschild.




©A.Lunau