Posts mit dem Label Martens Anna werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Martens Anna werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 2. März 2017

Rezension: `Blinde Schatten` von Anna Martens

       * * * *


Blinde Schatten!!



















Die Goldschmiedin Johanna wacht  im Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern. Auch nicht an den Überfall, bei dem sie schwer verletzt wurde.
Die Polizei ermittelt halbherzig und tappt ziemlich im Dunkeln, vermutet aber,  dass es sich um jemanden handelt, den Johanna kennt.
Nach der Entlassung fühlt Johanna sich nirgendwo mehr sicher, denn der Täter läuft frei herum und sie erinnert sich nicht an ihn. Und schon bald wird klar, jemand beobachtet sie und trachtet ihr nach dem Leben!

Der  Thriller fängt spannend an, doch im Laufe des Buches lässt es zwischendurch etwas nach, weil Johanna  teilweise sehr impulsiv und nicht nachvollziehbar handelt.
Einerseits verdächtigt sie fast jeden aus ihrem Umfeld und andererseits vertraut sie einem fast völlig Fremden. Anstatt in sicherer Umgebung zu bleiben, rennt sie immer wieder panisch weg und begibt sich in gefährliche Situationen.


 Mit eigenen Nachforschungen möchte sie Klarheit über die Zeit vor dem Überfall bekommen, denn die fehlt ihr komplett. Dabei erfährt sie einiges über sich und  ihr Vorleben, das sie nicht in gutem Licht dastehen lässt.


Anna Martens Schreibstil ist flüssig, lässt sich gut lesen. Auf der Suche nach dem Täter baut sie viele falsche Fährten ein, die den Leser immer wieder auf neue Gedanken bringen. Sie arbeitet mit psychologischen Finessen, wodurch einige Gänsehautmomente garantiert sind. 
 Johannas Angst und Panik werden sehr authentisch beschrieben, sodass ich fast mitleiden konnte. Trotzdem ist man nicht sicher, ob sie wirklich immer noch verfolgt wird, oder sich alles nur einbildet. Denn ihre Psyche ist völlig durcheinander.

Die nötige Spannung ist da, doch bei Johannas Verhalten konnte ich mir manchmal nur an den Kopf fassen. 

Aber ich vergebe gerne 4 Sterne für den Thriller, der mich bis auf die beschriebenen Punkte gut unterhalten hat.




 

Montag, 7. März 2016

Rezension: `Identität unbekannt` von Anna Martens


* * * *

Warum vermisst niemand das tote Kind?















Die Story begann etwas langatmig, was Gott sei Dank nicht lange dauerte, dann konnte mich das Buch richtig fesseln. Ich habe es in kürzester Zeit ausgelesen.
Die Leiche eines kleinen Mädchens wird gefunden und die Kriminalreporterin Claudia ist direkt mit der Polizei vor Ort.
Ihr geht die Sache viel näher, als es sein dürfte und sie erkennt, dass dieses schutzlose kleine misshandelte Wesen sie an ihre eigene Kindheit erinnert.
Claudia setzt alles dran, um die Identität des toten Mädchens herauszufinden, doch dabei stößt sie auf etwas, das augenscheinlich nichts mit dem Fall zu tun hat.
Während ihrer weiteren Recherchen  befindet sich Claudia plötzlich mitten in einer ganz anderen Geschichte, die sie sehr mitnimmt und die sie unbedingt weiterverfolgen will.

Die Charaktere haben mir gefallen- Claudia, die sympathische Protagonistin, Hendrik, der immer ausgeglichene, verständnisvolle Freund und Drews, der jungenhafte Charmeur. Die überforderte Bäuerin, die unter ihren Schuldgefühlen leidet, tat mir sogar ein wenig leid.

 Anna Martens hat hier eine gut konstruierte Story geschaffen; die vielen losen Fäden laufen später alle zusammen, womit sich ein schlüssiges Ende ergibt.
Trotzdem bleiben noch ein paar offene Fragen für mich als Leser und ich hoffe auf einen nächsten Band, in dem es mit Claudia und den anderen weitergeht.
Den Schreibstil würde ich als schnörkellos bezeichnen, denn die Autorin hält sich nicht mit langen Beschreibungen auf, sondern kommt immer direkt zur Sache. 
Ich mag ja Krimis, in denen es unblutig zugeht und viel Recherche- und Ermittlungsarbeit betrieben wird und genau das ist hier der Fall.

Zur Zeit kostet das eBook bei Amazon nur 3,99€




Dienstag, 28. April 2015

Rezension : `Engelsschmerz` von Anna Martens

   * * * *


Engelsschmerz!!!











Die Mutter der Studentin Jule hat seit Wochen nichts von ihrer Tochter gehört. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche, doch es scheint, als sei Jule spurlos verschwunden. Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf und Bekannte hatte Jule kaum. 
Durch Zufall lernt die Mutter die Polizistin Annette kennen, die sich des  Falles annimmt. 
Wo ist Jule und wer weiß etwas über ihr Verschwinden?


Das Buch ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt und die Story wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Einer davon lässt den Täter zu Wort kommen.
Außerdem schaltet die Autorin immer ein paar Monate zurück, sodass der Leser die Anfänge von Jules Verschwinden  nachlesen kann.
Zu Beginn fand ich alles etwas langatmig, es zog sich ziemlich, doch dann kam gute Spannung auf.
Anna Martens schreibt in kurzen Kapiteln, immer mit Datum versehen, so kann keine Verwirrung entstehen.
Die Charaktere sind auf jeden Fall interessant;  Jule, auf der einen Seite sehr selbständig, auf der anderen extrem naiv . Die Mutter, Frau Ziegler, total verhuscht, oder Martin, der merkwürdige Nachbar. Eigentlich waren alle auf ihre Art etwas sonderbar.


Das Ende kam für mich zu abrupt, denn es gab doch einige lose Fäden, bei denen ich mir am Schluss auf jeden Fall noch die eine oder andere Er- oder Aufklärung gewünscht hätte.
Trotzdem war das Buch insgesamt gut und spannend geschrieben.