Freitag, 1. März 2024

Rezension: `Die falsche Schwester` von Rose Klay

 

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Unerwartete Plot Twists!






Effie ist vollkommen erschüttert, als ihre kleine Tochter Lulu verschwindet. Wiederholt sich das, was vor 25 Jahren mit ihrer eigenen Schwester Mila passiert ist? Das kleine Mädchen verschwand und tauchte nie wieder auf.

Noch hofft Effie auf eine Lösegeldforderung, denn es ist bekannt, dass ihre Familie sehr reich ist. Doch nichts passiert in der Richtung, und irgendwie benehmen sich ihre Eltern und die engen Freunde  merkwürdig. Effie fühlt sich allein gelassen. Dazu kommen noch diese kurzen Ohnmachtsanfälle mit anschließenden Erinnerungslücken, die sie plötzlich befallen.

Der neue Thriller von Rose Klay lässt zu Beginn nicht erahnen, wie er sich entwickeln wird. Zuerst stehen alle Familienmitglieder fest zusammen, doch nach und nach bröckelt die Fassade der heilen Familie.

Effie weiß nicht mehr, auf wen sie sich verlassen darf und auf wen besser nicht, sogar die Polizei erscheint ihr nicht mehr vertrauenswürdig.

`Die falsche Schwester` ist ein unblutiger Thriller voller Drehungen und Wendungen. Zu Anfang dachte ich oft, dass die Handlungen nicht passen, dass sich niemand so benimmt. Nachdem ich aber die ganze Wahrheit kannte, sah das völlig anders aus und vieles konnte ich anschließend verstehen und nachvollziehen.



                                              



Donnerstag, 29. Februar 2024

Rezension: `Beelitz Heilstätten` von Lea Kampe

 

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Spannend und berührend!














Berlin, 1938. Die junge Studentin Antonia wird mit der Diagnose Tuberkulose vorsichtshalber in die Beelitzer Heilstätten eingewiesen. 
Antonias Beschwerden bessern sich schnell, trotzdem muss sie dort ausharren. 
Der junge Arzt Dr. Westphal gefällt Antonia, aber beide sind zu schüchtern, um sich näherzukommen.  
Interessant fand ich den streng reglementierten Ablauf und die Therapien in der Lungenklinik, wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet.

Die Geschichte macht einen großen Zeitsprung, und wir finden uns mitten im zweiten Weltkrieg wieder. Antonia hat ihr Studium fast beendet, ist gesund und möchte sich auf Lungenheilkunde spezialisieren. Da Ärzte knapp sind, darf sie schon in den Beelitzer Heilstätten mitarbeiten. Und dort trifft sie auch Dr. Westphal wieder....


Das war mein erstes Buch von Lea Kampe und ich bin begeistert. Der Schreibstil hat mir direkt gefallen, ich war ab Seite eins in der Geschichte drin.

 Unter dem NS Regime bedeutete lungenkrank ein minderwertiges Leben und wenn dann noch eine schlechte Zukunftsprognose bestand, war ein Aufenthalt in Beelitz zu teuer für den Staat. Immer fanden sich Ärzte, die schwerkranke Patienten in ein furchtbares gefängnisähnliches Heim ohne ärztliche Versorgung abschoben, in dem sie qualvoll verendeten. 
Antonia und auch Dr. Westphal versuchen zu helfen, wo sie können, auch wenn sie sich dabei in große Gefahr begeben.
`Beelitz Heilstätten` war ein spannender und interessanter, aber auch emotionaler und berührender Roman, den ich gerne empfehle.

                             

Mittwoch, 28. Februar 2024

Rezension: `Schatten des Todes` von Astrid Korten

 

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Historischer Krimi!









Berlin,1929. Harry Schneider, Sicherheitschef der Universal Filmstudios, wird zu einem Unfall gerufen. Die junge Mitarbeiterin Tanya wurde tot zwischen den Filmkulissen aufgefunden. Die Polizei tut es schnell als Unfall ab, doch daran glaubt Harry nicht so ganz. Er versucht auf eigene Faust herauszufinden, was geschehen ist. Als er die schöne Lara, Tanyas Mitbewohnerin, trifft, ist es schnell um ihn geschehen. 

Immer öfter besucht er den Club, in dem sie auftritt, wobei er auf jede Menge zwielichte Gestalten trifft und einiges über Tanya und deren Geheimnisse erfährt.

Astrid Korten hat mal wieder gut recherchiert und herausgekommen ist eine besondere Story mit sehr komplexen Zusammenhängen.

Historische Begebenheiten wurden mit den Erlebnissen der fiktiven Personen verknüpft. Aber auch jede Menge bekannte Gesichter wie Kurt Weill, Wernher von Braun, Joseph Göbbels und allen voran Fritz Lang, der berühmte Regisseur, spielen hier eine Rolle.

 Ich brauchte erst etwas Zeit, bis ich richtig in der Geschichte drin war und die vielen Personen auseinanderhalten konnte, doch dann war ich gefesselt. Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst und wirkt dadurch noch authentischer.

Ich lese gerne Krimis und ich mag historische Romane. `Schatten des Todes` vereint beides in sich. 

                                   


Dienstag, 27. Februar 2024

Rezension: `Lieder des Wandels` von Marion Johanning

 

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Ein Lesevergnügen!









Ich habe die Fortsetzung von `Der Klang eines neuen Lebens` sehnlichst erwartet, und nun durfte ich das Buch endlich in den Händen halten. 

Emma lebt weiterhin bei ihren Eltern und trägt durch ihre Musikdarbietungen zum Unterhalt bei. Gemeinsam versuchen sie, über die Runden zu kommen. 

Als Kurt ihr mitteilt, dass er längere Zeit zu seiner Mutter ziehen muss, um ihr zu helfen, ist Emma überzeugt, dass sie bald wieder zusammen sind. Doch sie erhält wochenlang keinerlei Nachricht von ihm. Und dann kehrt unerwartet Emmas Ehemann aus der russischen Gefangenschaft zurück. Emma steht zwischen zwei Stühlen. Soll sie mit Christian zu seinen Eltern gehen oder hoffen, dass Kurt zurückkommt? Dass der Krieg ihren Ehemann völlig verändert hat, merkt sie zu spät.

Auch der zweite Teil um Emmas Erlebnisse hat mich wieder vollends begeistert. Marion Johanning versteht es wunderbar, die Leser von Anfang an an die Seiten zu fesseln. Eifersucht, Intrigen, Armut, Hunger, Überfluss, Liebe, hier ist alles vertreten.

Ein flüssiger Schreibstil, eine spannende Handlung und interessante Schauplätze machen das Buch zu einem Lesevergnügen.


                            



Dienstag, 20. Februar 2024

Rezension: `All The Rage` von Cara Hunter

 

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Gefährliches Schweigen!









Die 15jährige Faith wird überfallen und schafft es, dem Täter zu entkommen. Nur durch die Hilfe eines Taxifahrers kommt der Überfall überhaupt erst ans Licht, denn Faith möchte auf keinen Fall zur Polizei.

Trotzdem versuchen DI Adam Fawley und sein Team mehr darüber herauszufinden, was genau passiert ist, um eventuelle weitere Taten zu verhindern.

Während sie noch im Nebel stochern wird ein anderes Mädchen vermisst und kurz darauf ermordet aufgefunden. Die beiden Fälle erinnern an den `Straßenschänder`, der seit 18 Jahren einsitzt. Wurde er vielleicht zu Unrecht verurteilt oder gibt es einen Nachahmer?

Die Story fing schleppend an, und aufgrund der vielen verschiedenen Namen kam ich nur langsam rein. Obwohl es schon mein vierter Krimi mit Adam Fawley ist, kann ich mir noch nicht mal die Namen der ganzen Kollegen  merken. Es hat eine Weile gedauert, bis ich nicht mehr zurückblättern musste, um zu gucken, wer wer war.

 Dann geht es jedoch Schlag auf Schlag, und es gibt jede Menge Verdächtigte. Was jedoch zum Schluss herauskommt, ist eine unvorstellbare Tat.

 Bis es soweit ist, haben die Ermittler aber alle Hände voll zu tun und kommen oft genug an ihre Grenzen. Denn immer, wenn sie meinen, sie haben den Durchbruch geschafft, ändert ein neues Beweismittel wieder alles und die Suche beginnt von vorne.

Ab dem zweiten Drittel hielt sich der Spannungsbogen permanent oben und die Story hat mich richtig gepackt.

                                        


Donnerstag, 15. Februar 2024

Rezension: `Die gute Chirurgin` von Leslie Wolfe

 

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Packender Psychothriller!









Dr. Anne Whiley geht voll in ihrem Job als Chirurgin auf. Bis eines Tages ein Mann auf ihrem OP Tisch stirbt und sie nicht ganz unschuldig daran scheint. Trotzdem ist sie schockiert und kann nicht fassen, was passiert ist. Während sie noch nach möglichen medizinischen Ursachen für den Tod des Patienten sucht, bekommt Anne plötzlich Ärger mit der Staatsanwaltschaft. Man wirft ihr Mord vor. Woher hat die Staatsanwältin überhaupt Kenntnis von dem, was im OP passiert ist? 

`Die gute Chirurgin` ist ein packender Psychothriller, der sich erst nach und nach zu voller Bandbreite entwickelt. 

Zahlreiche Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hätte, machen das Buch zu einem Lesegenuss.

Nachdem dem Leser Annes Beweggründe bekannt sind, stellt man sich des Öfteren die Frage: Wie hätte ich an Annes Stelle entschieden?

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, wobei der Schluss  gerne etwas ausführlicher hätte sein dürfen.


                                  



Dienstag, 13. Februar 2024

Rezension: `Eisige Nacht` von Niklas Sonnenschein

 

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Spannendes Lesevergnügen!









Von der kleinen Insel Bjørnøya  im nördlichsten Norwegen wird ein Notruf empfangen. Irgendetwas muss auf der dort ansässigen Wetterstation passiert sein.

Kommissar Kart Sortland passt es überhaupt nicht, dass seine Chefin ihm seinen neuen Partner vorstellt. Mit Mats Samuelsson soll er fortan arbeiten, doch wider Erwarten passen die beiden gut zusammen und bilden schon nach kurzer Zeit ein echtes Team.


Sie werden nach Bjørnøya entsandt um herauszufinden, was dort passiert ist. Wegen der eisigen Kälte und eines aufkommenden Sturms kann man die Insel nur mit dem Hubschrauber erreichen. Ein Schiff wird erst in den nächsten Tagen nachkommen können.

Was die Männer dort vorfinden, gibt Anlass zu größter Sorge. Die Wetterstation ist verlassen und vollkommen verwüstet. Die Stationsleiterin ist schwer verletzt und nicht ansprechbar, ein Mitarbeiter ist tot, und von den beiden anderen fehlt jede Spur. 

Der Autor hat die Atmosphäre auf der einsamen Insel perfekt eingefangen. Nur umgeben von Schnee und Eis, eine unbekannte menschliche Gefahr und außerdem Eisbären, die jederzeit angreifen können. Eine Spur führt nach Russland, aber genauso gut kann der verschwundene Mann der Stationsleiterin etwas damit zu tun haben.

Mir hat gefallen, dass die Polizisten auch mal Angst zeigen und nicht immer nur cool sind. Weit entfernt von den Zivilisation, wo es anscheinend mehrere Morde gegeben hat, fühlen sie sich äußerst unwohl.

Um aufzuklären, was auf Bjørnøya passiert ist, müssen Karl und Mats manchmal nicht ganz offizielle Wege gehen.

`Eisige Nacht` ist ein spannender Norwegen- Krimi, und ich freue mich schon, wenn es mit den beiden Ermittlern weitergeht.




Rezension: `Der Puppenwald` von Saskia Calden

 

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Sehr spannend!
















Dies war mein erstes Buch von Saskia Calden und mit Sicherheit nicht mein letztes.
Jessica, ein junges Mädchen, das im Heim lebt, wurde entführt. Die Geschichte, die sie anschließend der Polizei erzählt, hört sich erst mal unglaublich an.
Ein Mann hielt sie gefangen, damit er seiner Tochter eine menschliche Puppe schenken kann, mit der die Fünfjährige nach Herzenslust hantieren darf.

Was Jessica dort erlebt hat, übersteigt die Vorstellungskraft der ermittelnden Beamten, doch Gottseidank konnte das Mädchen entkommen.

Kommissarin Evelyn Holm übernimmt den Fall, doch sie hat es nicht einfach, ihr Team zu führen. Vor allem Kollege Bolte schießt öfter gegen seine Chefin.
Ihr tut das elternlose Mädchen sehr leid, und für sie ist es nicht nur ein Fall. Als neue Hinweise darauf hindeuten, dass mehr  dahintersteckt als nur die Entführung, kniet Evelyn sich zum Ärger ihres Kollegen richtig hinein.

`Der Puppenwald` hat mich ab der ersten Seite gepackt, der Spannungsbogen wird konstant oben gehalten. 
Die Kapitel in der Gegenwart sind aus der Sicht Jessicas oder Evelyns geschrieben und die Erlebnisse, die Jessica während der Entführung hatte, erzählt sie in Rückblenden.
Der Schreibstil ist flüssig und temporeich, und durch immer neue Wendungen und Erkenntnisse schafft die Autorin, dass man das Buch nur schlecht aus der Hand legen kann.
Zum Schluss gibt es eine völlig unerwartete Überraschung und ein Ende, mit dem sicher niemand gerechnet hätte.
Ein fesselnder Thriller mit einem außergewöhnlichen Thema!


                                                 



Mittwoch, 7. Februar 2024

Rezension: `Das Waldhaus` von Liz Webb

 



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Auf der Suche nach der Wahrheit!







Hannah kehrt nach Jahren in ihr Elternhaus zurück, um ihren demenzkranken Vater zu pflegen. 

In seinem verwirrten Kopf verwechselt der Vater Hannah mit ihrer Mutter, die vor Jahren ermordet wurde und macht neuerdings merkwürdige Andeutungen. Hannah ist sich nicht mehr sicher, ob ihr Bruder Reece vielleicht recht haben könnte. Reece verdächtigte damals den Vater, ein Mörder zu sein und brach den Kontakt zu Hannah und ihrem Vater ab.

Um mehr herauszufinden, schlüpft Hannah immer öfter in die Rolle ihrer Mutter.

Sie kontaktiert den ehemaligen zuständigen Detective, Freundinnen ihrer Mutter und auch nach langer Zeit ihren Bruder.  

Was sie dort erfährt, ergibt ein völlig anderes Bild ihrer geliebten Mutter.

Hannah war mir oft nicht sonderlich sympathisch, an anderen Stellen hatte ich wieder Mitleid mit ihr. 

Sie kämpft mit ihrer eigenen Vergangenheit, leidet unter psychischen Problemen, trinkt zu viel und hat sich oft nicht unter Kontrolle.

Es handelt sich mehr um einen Roman als um einen Thriller. Der Leser begleitet Hannah auf der Suche nach der Wahrheit, aber es fehlen die spannenden Elemente, die die Geschichte zu einem Thriller machen.

Die Story ist düster und verworren, wird durch zahlreiche Wendungen immer wieder aufgelockert, und trotz der Kritikpunkte ließ sich `Das Waldhaus` gut und flüssig lesen.

 


Montag, 29. Januar 2024

Rezension: `Gut Friesenhain- Zwischen Hoffnung und Vernunft` von Lotte Grünwald

 

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Spannende Lesestunden!









Der zweite Teil wurde schon sehnsüchtig erwartet und konnte mich auch wieder voll begeistern. 

Diesmal geht es vordergründig um Marie Paas, die Tochter des Stallmeisters. Schon lange ist sie in Wilhelm, den Sohn des Grafen Scheweney verliebt, doch eine Heirat kommt natürlich niemals in Frage. Zumal  haben die Eltern schon eine gute und passende Partei für ihren Sohn ausgewählt.

 `Zwischen Hoffnung und Vernunft` fängt recht gemütlich an, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Zuerst macht Clara  eine ungeheuerliche Entdeckung, über die sie mit niemandem reden kann.

 Dann ändert ein Unglück auf Gut Friesenhain innerhalb von einer Sekunde alles, und manches, was gerade noch wichtig erschien, wird plötzlich zur Nebensache...

Wie auch im ersten Band treffen hier wieder viele interessante und  unterschiedliche Charaktere aufeinander. Von liebenswert bis hassenswert ist alles dabei. 

Jeder hat seine eigenen Probleme, und doch hält man auf Friesenhain, egal was das Schicksal bereithält, immer zusammen.

Die Autorin beschreibt die Geschehnisse sehr bildhaft, sodass ich gleich wieder mitten drin war. Ich kann mich wunderbar auf den Gutshof mit seinen Wiesen und Stallungen träumen, und auch die kleine versteckte Jagdhütte hatte ich genau vor Augen.

Nun freue ich mich auf den nächsten Band, der im April 2024 erscheint.


                                                   


Montag, 22. Januar 2024

Gewinnspiel!!!

 Am 01.02.2024 erscheint der neue Roman von Lilly Bernstein. Ich konnte das eBook bereits lesen und war total begeistert. Meine Rezension findet ihr H I E R

Nun darf ich in Zusammenarbeit mit der Autorin und dem Ullstein Verlag drei Exemplare an euch verlosen!!

Na, ist das super???

                                         


Worum geht es im Buch????

Sie glaubten, die Welt stünde ihnen offen: Die drei Freundinnen Elli, Margot und Käthe werden mit Beginn der NS-Zeit mit der Schule fertig. Im malerischen Tal der Eifel, in dem sie zu Hause sind, muss die Jüdin Margot bald um ihr Leben und das ihrer Familie fürchten. Käthe wird zur überzeugten Nationalsozialistin. Die Halbwaise Elli muss sich entscheiden: Wählt sie die Liebe oder folgt sie ihrem Gewissen?










Was müsst Ihr tun, um eins der begehrten Exemplare zu gewinnen??

1.Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍


2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 


3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 26.01.2024 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!

Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.


Donnerstag, 18. Januar 2024

Rezension: `Das Pensionat an der Mosel- Töchter des Aufbruchs` von Marie Pierre

 

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Sehr gelungener Auftakt zu neuer Reihe!







Reichsland Elsaß-Lothringen, 1910. Pauline Martin hat alle Hände voll zu tun, ihr Pensionat zu leiten und die jungen Damen zu bändigen. Vor allem ihre Nichte Suzette sieht es überhaupt nicht ein, sich an Regeln zu halten oder Anweisungen zu befolgen. Als das Mädchen eines Nachts verschwunden ist, befürchtet Pauline das Schlimmste und bittet den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz um Hilfe. Dabei muss sie aufpassen, dass sie nicht gegen die strengen Sitten verstößt und der gute Ruf ihres Pensionats geschützt bleibt.

Es scheint, als würde jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft auf Pauline warten, denn der neue Gärtner scheint auch nicht der zu sein, für den er sich ausgibt.

Und schon wieder bietet Hauptmann von Pliesnitz seine Hilfe an.


Marie Pierre fängt den Zeitgeist Anfang des 20. Jahrhunderts wunderbar ein. Die jungen Frauen hatten meist nur das Ziel, eine möglichst gute Partie zu machen. Pauline möchte jedoch, dass sie Bildung erhalten, selbstständiges Denken lernen und auch Dinge hinterfragen, anstatt alles hinzunehmen. Sie möchte sie zu selbstbewussten Frauen erziehen.

Marie Pierre hat die historischen Fakten mit den spannenden Erlebnissen der fiktiven Personen verknüpft.

 Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, facettenreich und auch geheimnisvoll.

`Das Pensionat an der Mosel` ist eine leichte Lektüre, die perfekt für den Urlaub oder gemütliche Schmökerstunden auf dem Sofa geeignet ist.

Über Elsaß Lothringen wusste ich bisher nicht viel, aber im Nachwort kann man eine Menge Interessantes nachlesen.

Im August 2024 geht es mit dem `Pensionat an der Mosel` weiter, und ich freue ich schon sehr darauf.




Dienstag, 16. Januar 2024

Rezension: `Romeos Tod` von Sabine Thiesler

 

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Hat mir gar nicht gefallen!










Ich liebe die Bücher von Sabine Thiesler und hatte mich natürlich auch auf `Romeos Tod` gefreut. Leider bin ich bitter enttäuscht worden.

Es geht um den exzentrischen Schauspieler Jan Jespik, der seine große Liebe in der Person von Mona trifft. Diese ist gerade aus dem Gefängnis gekommen, wo sie wegen Mordes an der Geliebten ihres Mannes Vincenco 10 Jahre einsaß.

Die Beziehung wird schnell toxisch, und als Mona Jan ihre traurige Geschichte erzählt, steht für ihn fest, dass Vincenco büßen muss.

Ich habe vorher übersehen, dass es sich diesmal nicht um einen Krimi oder Thriller, sondern um einen Roman handelt. Das wäre nicht weiter schlimm, aber `Romeos Tod` konnte mich kein bisschen fesseln.

Der Schreibstil war okay, ich habe das Buch auch bis zum Schluss gelesen, obwohl es mir nichts ausgemacht hätte, mittendrin abzubrechen und nicht zu wissen, wie es weitergeht. Aber ich habe durchgehalten und fand im Endeffekt die ganze Geschichte an den Haaren herbeigezogen und verworren. Zum Schluss gab es dann noch mal eine völlig überraschende Wendung, aber die konnte das Ruder nicht mehr rumreißen.

Ich kann gar nicht glauben, dass dieser Roman aus der Feder Sabine Thieslers stammt.

Mit viel Wohlwollen habe ich mich für zwei Sterne entschieden, weil das Buch sich zumindest einfach lesen ließ.


                                                 


Montag, 15. Januar 2024

Rezension: `Sturmmädchen` von Lilly Bernstein

 

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WOW!! Was für eine Geschichte!!





Zu Beginn dieses wirklich gelungenen Romans finden wir uns im Jahr 1933, in der Gegend rund um Monschau in der Eifel wieder. 

Die drei Mädchen Elli, Käthe und Margot sind beste Freundinnen. "Eine für alle, alle für Eine" ist ihre Devise.

Keine von ihnen ahnt, dass ihre Welt schon bald eine völlig andere sein wird und nichts mehr bleibt, wie es war. 

Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, schließt sich Käthe der Frauenschaft an, während der Jüdin Margot ein grauenvolles Schicksal mit Jahren voller Leiden und Kummer bevorsteht.

Elli, die Halbwaise, hat es auch nicht einfach, wird sie doch, aufgrund ihres verkrüppelten Beines von allen nur das 'Hinkemädchen' genannt. 

Trotzdem stellt sie sich mutig der Ungerechtigkeit entgegen und setzt sich, von Beginn an, für Schwächere ein. Denn die kluge Elli hat es schnell begriffen: wer nicht in die Ideologie der Partei passt, der könnte plötzlich verschwinden. So wie das kleine behinderte Mädchen, das immer friedlich vor seinem Elternhaus auf der Bank saß und niemandem etwas zuleide tat.

Vor allem aber möchte Elli ihrer Freundin Margot und deren Familie helfen. Viel ausrichten kann sie, aufgrund ihrer begrenzten Möglichkeiten, zunächst nicht, aber sie lässt sich nicht unterkriegen und gibt nie auf.

Das dörfliche Leben in jenen Jahren war oft beschwerlich, die meisten Menschen hatten viel Arbeit und dennoch kaum genug zu essen. Aber es gab auch schöne Momente, über die wir im Buch lesen dürfen, über Freundschaft, Liebe und Hilfsbereitschaft.

"Sturmmädchen" ist ein großartiger Roman, der mich sicher noch lange beschäftigen wird und den ich allen Lesefreunden wärmstens ans Herz lege. Ich habe Sonntagmorgen mit dem Buch begonnen und hatte es bis zum Abend ausgelesen - so gefesselt war ich von der Geschichte.

Lilly Bernstein hat mit ihrer Erzählung ein ebenso bewegendes wie wunderbares Zeitdokument geschaffen, das zusätzlich auch hervorragend geschrieben ist. 


                                   



Samstag, 13. Januar 2024

Rezension: `Grenzfall- In den Tiefen der Schlucht` von Anna Schneider

 

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Spannender vierter Fall!








Chefinspektor Krammers Kollegin Roza ist verschwunden. Hals über Kopf, ohne Handy und Tasche hat sie das Präsidium verlassen, und niemand weiß, wo sie steckt.

Krammer nimmt an, dass Roza sich in Schwierigkeiten befindet und will ihr Verschwinden vorerst nicht bei der Dienststelle melden. Auf eigene Faust versucht er herauszukriegen, was passiert ist und stößt als erstes in ihrer Wohnung auf eine männliche Leiche.

Zur Hilfe kommt ihm auch diesmal wieder seine Tochter Alexa und ihr Kollege. Vater und Tochter merken inzwischen, wie ähnlich sie sich sind, und das gefällt beiden nicht. Jedoch ist das auch ein Grund, warum sie immer wieder aneinandergeraten, und unabhängig voneinander nehmen sie sich vor, sich ein wenig zu ändern.

Auch der vierte Grenzfall ist wieder ziemlich verzwickt. Die Geschehnisse werden aus der Sicht Alexas oder Krammers geschrieben. In Kursivschrift kommt immer wieder eine junge Frau zu Wort, und nach und nach kann man sich zusammenreimen, um wen es geht.

Bei der gemeinsamen Suche nach Roza pflastern Unfälle und Todesfälle den Weg, und Krammer und Alexa wissen inzwischen, dass sie es hier nicht mit Kleinkriminellen zu tun haben, sondern einer großen Sache auf der Spur sind. Und immer wieder stellt sich die Frage: Was hat Roza damit zu tun? Eins wird jedoch schnell klar, sie müssen Roza finden, bevor es zu spät ist.

Spannender vierter Fall für das deutsch- österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer.



                                          


                                


Donnerstag, 11. Januar 2024

Rezension: `Die Verlobung` von Samantha Hayes

 

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Konnte mich nicht so begeistern!









Als Hannah den viel älteren Verlobten ihrer Tochter Belle vorgestellt bekommt, trifft sie der Schlag. Seit Jahren hofft sie, diesen Mann zu vergessen und ihn nie wieder zu sehen, und nun soll Jack ihr Schwiegersohn werden.

Sie kann weder ihrem Mann Rob noch ihrer Tochter erzählen, woher sie ihn kennt.

Den Schreibstil von Samantha Hayes mag ich eigentlich. Aber schon im vorigen Buch `Der Nachbar` ging es sehr unrealistisch zu, doch `Die Verlobung` übertrifft es noch bei Weitem.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine 18jährige aus gutem Hause so furchtbar naiv sein kann. Auch die Handlungen von Hannah oder ihrem Mann sind nicht wirklich nachvollziehbar.

Zum Ende hin wird einiges erklärt, und immer, wenn man denkt, jetzt reicht es an Zufällen, wird wieder einer drauf gesetzt, was es mehr und mehr unrealistisch macht.

Ich vergebe drei Sterne, weil ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe und es mir auch nicht langweilig war.

Doch mehr ist es mir nicht wert, und noch ein Buch der Autorin werde ich nicht lesen.



Dienstag, 9. Januar 2024

Rezension: `Weil Du meine Tochter bist` von Julia Kelly

 

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Sehr bewegend!









Viv hat es nicht leicht. Nachdem sie ungewollt schwanger wird, heiratet sie den Vater des Kindes. Für ihre Eltern ist es ein Unding, denn Joshua ist Jude und Vivs Familie ist streng katholisch.

Nach der Hochzeit geht Joshua nach Amerika und Viv muss wieder bei ihren Eltern leben. Vor allem ihre Mutter lässt sie täglich merken, dass sie ihnen Schande bereitet hat. Vivs einziger Trost ist ihre süße kleine Tochter Maggie.

Als der Krieg beginnt, ist es in Liverpool zu gefährlich, und viele kleine Kinder werden aus der Stadt geschickt. Auch Vivs Eltern überreden sie, Maggie aufs Land zu schicken. Schweren Herzens willigt sie ein, um das Beste für ihr Kind zu tun. Doch dann wird das Haus der Gasteltern bei einem Bombenangriff komplett zerstört und anscheinend hat niemand überlebt.

Der Schreibstil hat mir gefallen, ich fand ihn der Zeit angepasst. Julia Kelly hat sehr interessante und facettenreiche Charaktere geschaffen.

In verschiedenen Kapiteln lässt sie Viv, Maggie und auch Joshua erzählen. Die ausführlichen Schilderungen über das Kriegsgeschehen, das Joshua als Soldat erlebt, fand ich etwas langatmig. Mich haben die Kapitel von Viv oder Maggie mehr gefesselt, und deren Geschichte hat mich sehr berührt.  Julia Kelly hat sie gefühlvoll und mit den richtigen Emotionen rübergebracht, und ich habe mitgelitten, weil Viv so viel zu ertragen hatte.

Ein außergewöhnlicher Roman, bei dem man die 500 Seiten gar nicht merkt.


 




Mittwoch, 3. Januar 2024

Rezension: `Der Sturm- Vergraben´ von Karen Sander

 

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Spannend!!!!









Auf dem Darß bricht nach einem Sturm ein Stück der Steilküste weg, und darunter werden zwei Leichen gefunden. Sie liegen anscheinend schon länger hier, und es wird schwierig werden, herauszufinden, um wen es sich bei den Toten handelt. Sind sie Opfer des Darß- Rippers, der vor vielen Jahren hier sein Unwesen trieb?

Tom Engelhardt ist der leitende Ermittler und als noch eine verschlüsselte Cd am Strand gefunden wird, wird auch erneut Mascha Krieger, die Kryptologin, zu Rate gezogen.

Nun ist das alte Team aus `Der Strand` fast wieder komplett, und ich fühlte mich beim Lesen direkt wohl.

Auch diese Trilogie ist genauso aufgebaut wie `Der Strand.`  Es geht um einen Hauptfall und mehrere Nebenfälle. Die Ermittlungsarbeit steht im Vordergrund, um alles über diesen Cold Case herauszufinden. Leider wird auch dieses Mal die gesamte Auflösung erst am Ende des dritten Bandes erfolgen.

Trotzdem liest sich der Krimi total spannend und ich fand es auch nicht schlimm, dass man jede Menge Privates von den Ermittlern erfährt. Hier passt es einfach.

Die Kapitel sind kurz und viele enden mit einem Cliffhanger. Der Schreibstil von Karen Sander ist packend und die Story voller unerwarteter Wendungen.

Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und kann es kaum erwarten, den nächsten Teil in den Händen zu halten.