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Dienstag, 5. März 2013

Rezension : Öffne Deine Seele von Stephan M. Rother

* * * * *



Nervenkitzel garantiert!!!









 Dies ist der zweite Fall für das Ermittlerduo Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs. Mir hatte schon "Ich bin der Herr Deiner Angst" gut gefallen, aber ich fand, da war noch Luft nach oben. "Öffne Deine Seele" hat mich dagegen nun voll überzeugt.

Falk Sieverstedt, der einzige Sohn einer alteingesessenen Hamburger Industriellenfamilie, hat Selbstmord begangen.

Doch irgendetwas daran läßt die Polizisten zweifeln, ob nicht doch ein Fremdverschulden vorliegt und so wird der Fall etwas genauer untersucht.

Falk Sieverstedt hatte kurz vor seinem Tod in der Fernsehshow Second Chance angerufen und mit Marius telefoniert.

Marius, fast eine Art Guru für seine Fans, gibt dort telefonische Lebensberatung für Suchende und Verzweifelte. Allerdings hat er eine sehr spezielle Art, um deren Probleme zu erörtern..

Durch Zufall findet die Polizei heraus, dass einige von Marius` Anrufern anschließend Selbstmord begingen.

Die Story wird von unterschiedlichen Personen erzählt, jedoch nur Hannah Friedrichs spricht in der Ich-Form .

Man erinnert sich, das sie im vorigen Band Eheprobleme hatte und diese belasten sie auch weiterhin.

Jörg Albrecht war einige Monate krank geschrieben und deswegen nicht im Dienst. Nun übernimmt er im Fall Falk Sieverstedt zum ersten Mal wieder die Leitung der Ermittlungen.

Auch Jörg hat weiterhin mit persönlichen Problemen zu kämpfen; dazu kommt noch, dass er nicht ganz unbefangen bei dem neuen Fall ist, denn er kennt die Mutter des toten jungen Mannes näher.

Stephan M. Rother hat geschickt die privaten Sorgen und Nöte der Protagonisten mit eingebaut, und zwar genau in der richtigen Dosis.

Hannah ist sich über ihre Gefühle nicht im Klaren; will sie ihr Leben weiter mit Dennis, ihrem Ehemann verbringen oder nicht? Es gibt da immer noch diesen anderen Mann, den Staranwalt Joachim Merz, mit dem sie mehr verbindet als nur ein kollegiales Verhältnis. Es wäre sicher von Vorteil, den ersten Band `Ich bin der Herr Deiner Angst` vorher zu lesen, aber es ist auch nicht schlimm, wenn man ihn nicht kennt.

Als Jörg Albrecht seine Mitarbeiterin Hannah von dem Fall entbindet, da Merz der Anwalt des Second Chance Moderators ist, empfindet sie das als ungerecht, denn Jörgs Verbindung zu Sieverstedts wird totgeschwiegen.

Plötzlich verschwindet Hannah und zuerst bringt niemand ihr Verschwinden mit dem Fall Sieverstedt in Verbindung.

In Wirklichkeit hat sie etwas herausgefunden und ist der Spur erst einmal alleine nachgegangen.

Als ihr Mann und die Polizei das nächste Mal etwas von ihr hören, schwebt sie in großer Gefahr und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn Hannas Leben hängt nur noch an einem seidenen Faden.

Das Buch fängt schon spannend an und es ist dem Autor gelungen, den Spannungsbogen die ganze Zeit über zu halten.

Dadurch, dass er uns in die Gedankenwelt der Protagonisten hineinschauen läßt, sind sie einem sehr viel näher, was mir gut gefallen hat.

Dabei ist zu erwähnen, dass er nicht nur Hannahs Gedanken einfließen läßt, da sie in der Ich-Form erzählt, sondern auch die der Anderen.

So lernt man die unterschiedliche Sicht der Dinge kennen und kann vielleicht eher manche Handlungsweisen nachvollziehen.

Trotzdem kommt das eigentliche Thema, der Fall Sieverstedt, die Verwicklungen mit Second Chance und die sich daraus ergebenden neuen Erkenntnisse natürlich nicht zu kurz.

Es handelt sich um eine tolle Story, zwar teilweise etwas abgehoben und nicht unbedingt realistisch, aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch. Bei "Öffne Deine Seele " ist Nervenkitzel garantiert.

Der einzige Kritikpunkt ist für mich zu häufiger Szenenwechsel mit vielen verschiedenen Namen. Das könnte einen schon mal leicht durcheinander bringen. Das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung, das mag jeder wieder anders sehen.

Das Ende läßt jedenfalls auf einen dritten Band hoffen, denn man möchte nun auch unbedingt wissen, ob es mit dem Team Albrecht/Friedrichs weitergeht .

Stephan M. Rother hat hier einen tollen, spannenden Thriller geschrieben, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.






 

 
Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

Dienstag, 1. Mai 2012

Rezension : " Ich bin der Herr Deiner Angst " von Stephan M.Rother

* * * *

Ich bin der Herr Deiner Angst  !!



Ich bin mit etwas gemischten Gefühlen an dieses Buch gegangen, denn die bisherigen Meinungen dazu sind sehr unterschiedlich.
Ich hatte schon überlegt, es gar nicht zu lesen, doch ich muß sagen, dass es mich von Anfang an gefesselt hat.
Die beiden Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs werden zu einem Mord gerufen.
Dieser ist an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten und zudem stellt sich heraus, dass der Tote ein Kollege der beiden war.
Das ganze Ermittlerteam ist total geschockt und tappt noch völlig im Dunkeln, da passiert der nächste grauenvolle Mord und wieder trifft es jemand aus den eigenen Reihen...
So geht es weiter, täglich geschieht ein neuer entsetzlicher Mord..
 Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, bis Jörg Albrecht plötzlich an einen dreißig Jahre zurückliegenden Fall erinnert wird.
Denn alle Opfer waren damals an der Aufklärung der Taten des "Traumfängers" beteiligt, doch dieser sitzt seit dem Prozess in der Psychiatrie.
Albrecht weiß aber, nur dort kann er die nötigen Hinweise auf den Täter finden.
Also begibt er sich auf den Weg nach Braunschweig, um den irren "Traumfänger " zu befragen.
Das Buch ist wirklich spannend, allerdings hat es zwischendurch einige Längen, wo der Autor zu sehr in Details geht, die eigentlich unwichtig sind.
Die Befragung des "Traumfängers", Dr.Max Freiligrath, selbst ein ehemaliger Psychologe erinnert doch ziemlich an " Das Schweigen der Lämmer ". Die Gespräche zwischen Albrecht und dem Traumfänger ähneln sehr stark denen zwischen Hannibal Lecter und Clarice Starling.
Das Ende des Buches, die Auflösung des Falles ist von ziemlich weit hergeholt, aber das ist ja ziemlich häufig bei Krimis.
Mit 575 Seiten ist es ziemlich dick und sicher hätten 100 Seiten weniger es auch getan.Trotz einiger kleiner Schwächen hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Es ist spannend geschrieben, und auch die Idee, die Menschen umzubringen, indem man sie mit ihrer schlimmsten Angst konfrontiert, war mal etwas ganz Neues.
Ich könnte mir vorstellen, dass Albrecht und Friedrichs weitere Fälle zusammen lösen werden und ich freue mich schon darauf.


Ich danke Lovelybooks.de und dem Rowohlt Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.




Sonntag, 22. April 2012

Buchpost "Ich bin der Herr Deiner Angst " von Stephan M.Rother

Bei Lovelybooks.de mache ich ja bei der Lesechallenge mit.
Gestern kam das Buch für diesen Monat an:
"Ich bin der Herr Deiner Angst "von Stephan M.Rother.
Allerdings ist die Leserunde zu diesem Buch ja schon in vollem Gange, da muß ich mich sehr beeilen.


Kurzbeschreibung

«In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.» Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen... 
 

Der Verlag über das Buch

«In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.» Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen.