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Donnerstag, 24. September 2020

Rezension: `Ich bin der Sturm` von Michaela Kastel

* * * *

Rasanter Thriller!!
















Madonna lebt in Zelle 13, sie kennt es fast schon nicht mehr anders. Jede Nacht muss sie zur Verfügung stehen. Mit ihr darf man machen, was man möchte. Ihr Körper ist zerschunden, ihre Seele zerstört.
Keins von den anderen Mädchen hält es so lange aus wie Madonna, doch sie ist stark! Sie will raus aus dem `Schlachthaus` und bekommt unerwartet Hilfe.

 Madonna schafft es zu fliehen, und ihre Gedanken werden beherrscht von Rachegefühlen. Sie will jeden bestrafen, der eine Mitschuld an ihrem Schicksal trägt. Vertrauen kann sie niemandem, und sie hat keinerlei Skrupel, dass Leichen ihren Weg pflastern, denn nichts kann so schlimm sein, wie das, was ihr bereits angetan wurde. 

Ich bin etwas zwiegespalten bei der Beurteilung dieses Thrillers.
Madonna begibt sich nach ihrer Flucht wieder in extreme Gefahr, was ich als Leser nicht nachvollziehen konnte.
Die Autorin schrieb, dass sie das Buch in sehr kurzer Zeit (Fertigstellung der Rohfassung in 12 Tagen) geschrieben hat und das merkte man manchmal. Denn es ging Schlag auf Schlag, ohne dass dem Leser eine Pause zum Luft holen gegönnt wurde. 
Michaela Kastel hat einen brutalen, harten und rasanten Schreibstil, mit dem sie durch das Buch jagt. Trotzdem hat die Story mich richtig gepackt, ich wollte unbedingt wissen, was weiter passiert und habe es an zwei Abenden ausgelesen.
`Ich bin der Sturm` ist anders als andere Bücher, aber auf jeden Fall lesenswert!!!




                                     


Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 19. Juni 2018

Rezension: `So dunkel der Wald` von Michaela Kastel

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`Wie bringt man einem Kind blinden Gehorsam bei? Indem man es bricht!`







Jannik und Ronja leben weit entfernt von einer Stadt mitten im Wald, zusammen mit `Paps` und den jüngeren Geschwistern.
Ronja erzählt in der Ich- Form: Dass sie keine richtige Familie sind, hat sie schon fast vergessen,  auch dass weder Jannik ihr Bruder, noch Paps ihr Vater ist.
Es ist erschreckend, dass beide fast erwachsen sind, aber es doch nicht schaffen, sich gegen Paps zur Wehr zu setzen und ihn noch bei seinem grausamen Tun unterstützen. `Wie bringt man einem Kind blinden Gehorsam bei? Indem man es bricht!`  Das hat Paps geschafft, alle Kinder gehorchen aufs Wort und erledigen blind, was er verlangt.


Der Thriller von Michaela Kastel hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Manche Dinge blieben erstmal im Dunkeln und erst nach und nach versteht der Leser, was hier vor sich geht.
Atmosphärisch düster  und unheimlich beschreibt die Autorin die Geschehnisse im tiefen Wald. Ich hatte die Menschen, das alte Haus und `das Loch` bildlich vor Augen.

Als plötzlich die Freiheit zum Greifen nah ist, ändert sich alles, doch nicht zum Guten, denn Jannik und Ronja sind überhaupt nicht gewohnt, eine einzige Entscheidung allein zu fällen.
 Jahrelange Gefangenschaft, Folter und Unterdrückung lassen einen Menschen anscheinend völlig anders handeln, als man es als normal denkender Mensch vermuten würde.
Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich so gepackt hat. Eine ganz klare Kaufempfehlung für Leser, die nicht ganz so zartbesaitet sind.





Ich danke dem Emons Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.