Donnerstag, 2. Februar 2023

Rezension: `Schloss Liebenberg- Hinter dem falschen Glanz` von Hanna Caspian

 

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Spannende Fortsetzung!










Nach dem Tode ihrer Mutter schwört Adelheid der Fürstin Rache, denn diese hat sich geweigert, in der schlimmen Not einen Arzt für Adelheids Mutter zu holen. Das Schicksal spielt Adelheid einen Brief in die Hände, dessen Inhalt den Fürsten kompromittiert und einen Riesenskandal auslösen würde. Es passt genau in ihren Plan, der Fürstenfamilie zu schaden. Sie hofft, dass der Brief einiges wert ist, und sie hat auch schon einen Interessenten.

Währenddessen geht es im Schloss hoch her. Der Fürst ist krank, hält sich fast nur in seinen Gemächern auf, doch er wird weiter bezichtigt, gegen den §175 verstoßen zu haben.


Der zweite Band um Adelheid und Schloss Liebenberg ist genauso spannend wie der vorige Teil. Hanna Caspian hat den Alltag auf dem Schloss aus Sicht der Bediensteten sehr authentisch beschrieben. Für die Fürstenfamilie sollten sie möglichst unsichtbar bleiben, aber alles picobello in Ordnung halten. Probleme der Leute, wie die Krankheit oder der Tod von Angehörigen interessieren niemanden.

Die Bediensteten haben täglich unter dem obersten Diener Herrn Opitz zu leiden. Er missbraucht seine Machtposition, verteilt Schläge, stellt den Mädchen nach und ist falsch und intrigant. Beschwerden nutzen nichts, eine Entlassung oder Bestrafung scheinen, warum auch immer, ausgeschlossen. 

Es ist einiges los im zweiten Teil und jetzt fiebere ich auf den dritten Band, der auch noch in diesem Jahr erscheint. Die Geschichte über Schloss Liebenberg und die Eulenburg Affäre kann man übrigens nachlesen. Da hat sich Hanna Caspian ziemlich genau an die wahren historischen Begebenheiten gehalten, was das Ganze umso glaubwürdiger macht. `Hinter dem falschen Glanz` war wieder ein reines Lesevergnügen und von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung für diese wunderschöne, ereignisreiche Reihe!


                         





Donnerstag, 26. Januar 2023

Rezension: `Overkill- Der Sündenfall` von Astrid Korten

 

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Wieder mal ein packender Thriller!









 Tote ausgeweidete Kaninchen, die gefunden wurden, haben die Bewohner der Johannisgasse in Angst und Schrecken versetzt. Als auch noch Andreas Tauber ermordet in seiner Wohnung in Hausnummer 17 liegt, ist es mit der Ruhe ganz vorbei.

 Julia, die mit ihrer Familie unter ihm wohnt, trifft das besonders hart, denn sie hatte ein heimliches Verhältnis mit ihm.

Die Polizei vermutet, dass der Mörder sich unter den Nachbarn im Haus befindet oder ins Haus gelassen wurde. Das alles kann man in den Aufzeichnungen der Schließanlage ersehen.

Die Geschichte ist aus der Sicht Julias geschrieben, aber in Kursivschrift kommt jemand anderes zu Wort. Der Mörder! Bis zum Schluss tappt der Leser ziemlich im Dunkeln, um wen es sich dabei handelt.

`Overkill` ist der Auftakt zu einer Reihe mit Hauptkommissarin Mo Celta. Sie ermittelt hier, aber sie kommt eher als Nebenfigur vor. Ich hoffe dass sie in den nächsten Teilen präsenter wird und man mehr von ihr erfährt. 

Die Hauptpersonen in `Overkill` sind die Bewohner der Johannisgasse 17. Welcher der Nachbarn hat etwas zu verbergen? Inzwischen traut niemand mehr dem anderen. Julia fühlt sich dauernd beobachtet und fragt sich, ob jemand von ihrem Verhältnis mit Andreas wusste. Was ist in der geheimnisvollen Tiefkühltruhe im Gemeinschaftskeller? Woher stammen die toten Kaninchen?

Astrid Korten versteht es immer,  mich mit ihrer bildhaften Sprache an die Seiten zu fesseln. Ich hatte beim Lesen die Johannisgasse und ihre Bewohner genau vor Augen.

Die Autorin schafft es, die Leser mit unerwarteten Wendungen zu verwirren und dabei die Spannung hochzuhalten.

Mit `Overkill` ist ihr wieder mal ein besonders packender Thriller gelungen!


                         


Sonntag, 22. Januar 2023

Rezension: `Verschwunden` von Sabine Thiesler

 

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Wieder eine Superstory!!!









Commissario Donato Nero aus Ambra in der Toskana beschäftigt sich mit dem Verschwinden des kleinen Jonas. Der Junge ist nicht der einzige Mensch, der in der letzten Zeit verschwunden ist. Manche tauchen mit schlimmen Verletzungen wieder auf, andere sieht man nie wieder. Doch am Anfang ist Nero gar nicht so recht bei der Sache. Er träumt von seiner Pension und seine Frau Gabriella von einem Haus am Meer.

Sie bitten die Immobilienmaklerin Elena Ludwig um Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück.

Elena besitzt ein außergewöhnliches Hobby. Ab und zu verschwindet sie für ein paar Tage, um mit Unbekannten Sex zu haben, und niemand aus ihrem Umfeld ahnt, was in dieser Zeit passiert. Bisher hatte sie immer Glück, aber sie könnte auch mal an den Falschen geraten. Doch dann lernt sie einen gut aussehenden Banker kennen, für den sie Gefühle entwickelt.

In einem anderen Handlungsstrang geht es um den attraktiven Arzt Nevio, der in Ambra eine Praxis betreibt und mit seinem zurückgebliebenen Bruder und sieben zahmen Wölfen in einer Villa lebt.

Sabine Thiesler hat uns mit dem neuesten Fall für Commissario  Nero wieder mal tief in menschliche Abgründe blicken lassen. Ihre Figuren sind oft besonders krass und schräg.

Auch wenn mir die Geschichte an manchen Stellen etwas zu abgedreht vorkam, bin ich doch überzeugt, dass es sich irgendwo auf der Welt so ähnlich abspielen könnte.

Sabine Thiesler schafft es mal wieder, mich von Seite eins bis zum Ende zu fesseln. Auch wenn man schon früh weiß, wer hier ein böses Spiel treibt, tut das der Spannung keinen Abbruch. 

Die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich am Ende zusammen, sodass keine Fragen offen bleiben. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diesen packenden Thriller.


                                                          




Donnerstag, 19. Januar 2023

Rezension: `Grenzfall- In der Stille des Waldes` von Anna Schneider

 

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Bisher der beste `Grenzfall`!!!
















Chefinspektor Krammer hat einem sehr merkwürdigen Fall zu bearbeiten. Durch Zufall wurde bei Bauarbeiten ein präparierter Dachs gefunden, der beim Auseinanderbrechen Babykleidung freigab. Als Krammer nachforscht, kommt er einer unfassbaren Geschichte auf die Spur.

Zur gleichen Zeit soll sich Alexa eigentlich zuhause von ihrer Schussverletzung erholen. Als ihr ehemaliger Kollege Jan vor der Tür steht und sie um Hilfe bei einem alten Fall bittet, sagt sie trotzdem sofort zu.

Diesmal haben wir Leser es mit zwei komplexen Fällen zu tun, bei denen Krammer und Alexa nicht zusammenarbeiten. Vor allem die Sache mit der eingearbeiteten Babykleidung verleitet zu Spekulationen. Was ist passiert und wo befindet sich das Baby? Denn eine Babyleiche gibt es nicht, und es steht auch kein verstorbenes Kind im Melderegister.

Zwischendurch sind manche Kapitel in Kursivschrift gedruckt, die zusätzlich Spannung erzeugen, weil man nicht weiß, wer hier spricht.
Anna Schneider konnte mich mit dem neuen Grenzfall wieder begeistern. Diesmal ging es mehr um die Ermittlungen und nicht soviel um Privatkram. Das hat mir sehr gut gefallen, und ich fand, `In der Stille des Waldes` war bisher der beste und spannendste Grenzfall. Nun müssen wir uns bis 2024 gedulden, denn dann geht es mit Alexa und Krammer weiter.

                    

Dienstag, 17. Januar 2023

Rezension: `Mehr als die Gerechtigkeit` von Melanie Metzenthin

 

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Hat mir leider nicht so gefallen!









Ich liebe die Reihe um Friederike und Gut Mohlenberg und freute mich auf  Band vier. Leider konnte mich dieser Teil so gar nicht begeistern.

Die Geschichte spielt diesmal nicht auf Gut Mohlenberg, sondern Friederike und ihre Tochter Charlotte sind auf die Bitte von Dr. Richard Hellmer nach Hamburg gereist. Es geht um die Zwangssterilisationen im dritten Reich und Friederike ist gerne bereit, einige Zeit dort zu verbringen und dem Arzt bei der Aufklärung zu helfen.

Charlotte lernt den britischen Piloten Thomas kennen, den die aufmerksamen Leser der Melanie Metzenthin Bücher, genau wie Richard Hellmer schon kennen.

Der Anfang war eigentlich noch ganz okay, aber dann wurde es für mich immer langatmiger. Trotz einer Mordermittlung, an der Friederike sich beteiligt, schleppt sich die Geschichte dahin, und ich musste mich wirklich durchquälen.

`Mehr als die Gerechtigkeit` ist das erste Buch von Melanie Metzenthin, das mir nicht gefallen hat, aber das kann ja mal vorkommen. Da es der letzte Band der Reihe ist, freue ich mich jetzt auf etwas ganz Neues von der Autorin, das hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.

                                 




Dienstag, 10. Januar 2023

Rezension: `Kuckuckskinder` von Camilla Läckberg

 

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Spannend, aber etwas verwirrend!!









Lange mussten die Leser auf einen neuen Krimi aus Fjällbacka warten und nun ist das langersehnte Buch endlich da. 

Der bekannte Fotograf Rolf Stenklo wird in seiner Galerie ermordet aufgefunden. Er war gerade dabei, eine ganz besondere Ausstellung vorzubereiten, und zwar eine bildliche Reise in die Vergangenheit.

Kommissar Patrick Hedström ermittelt in dem Mordfall und seine Frau Erika Falck bekommt Hinweise, dass der Mord etwas mit einem nie aufgeklärten Verbrechen in den 80er Jahren zu tun haben könnte. Sie beginnt ebenfalls zu recherchieren, um zu prüfen, ob die Story Potenzial für ihr neues Buch hat.

Es hat lange gedauert, bis ich halbwegs in die Geschichte reinkam. Es wurden so viele Personen vorgestellt, dass ich irgendwann komplett den Überblick verlor. 

Ab dem zweiten Drittel hatte ich dann die Namen halbwegs sortiert und konnte endlich in die Story eintauchen.

In Rückblenden erzählt die Autorin, was es mit zwei Todesfällen in den 80er Jahren auf sich hatte. Ich fand diese Kapitel am spannendsten und wollte natürlich unbedingt herausfinden, in welcher Verbindung die alten Fälle mit dem aktuellen Geschehen stehen.

`Kuckuckskinder`  war spannend, teilweise aber extrem verwirrend und an manchen Stellen auch etwas unglaubwürdig.

Ich vergebe ganz knappe 4 Sterne und hoffe, dass der nächste Fjällbacka Krimi wieder mehr wie früher wird.