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Dienstag, 1. Dezember 2020

Rezension: `Der Spiegelmann` von Lars Kepler

 

* * * * *
Wow! Ein Pageturner!!










Ich habe das Autorenduo Lars Kepler leider erst vor zwei Jahren für mich entdeckt, aber ich bin inzwischen total begeistert von den Büchern.

Ein junges Mädchen wird entführt und Jahre später grausam ermordet auf einem Spielplatz mitten in Stockholm aufgefunden. Was in der Zwischenzeit passiert ist, bleibt für die Polizei ein Rätsel.

Kommissar Joona Linna will unbedingt bei den Ermittlungen mitarbeiten, was wieder etwas Stress mit Vorgesetzten bedeutet, zumal er dabei nicht nur sich selbst in große Gefahr bringt.

Lars Kepler schreibt in mehreren Handlungssträngen, unter anderem erfährt der Leser, dass es sich bei dem entführten Mädchen nicht um einen Einzelfall handelt, sondern es noch weitere Opfer gibt. 

Ein anderes Ehepaar hat den Unfalltod seiner Teenagertochter nie verwunden, und der Vater Martin ist seit diesem Schicksalsschlag in psychiatrischer Behandlung. Nun wurde er anscheinend Augenzeuge des Mordes auf dem Spielplatz, kann sich aber, bedingt durch seine Krankheit, an nichts erinnern. Durch Elektroschocks, Hypnose und andere medizinische Torturen versucht man herauszufinden, was er gesehen hat.


Lars Kepler ist wieder mal ein echter Pageturner gelungen, auch wenn nicht alles unbedingt realistisch klingt. Manche Szenen sind zudem ziemlich brutal und vielleicht nicht für zartbesaitete Leser geeignet.

Der Spannung hat das allerdings keinen Abbruch getan. Für mich ist `Der Spiegelmann` eine Mischung aus gut konstruiertem Plot und atemberaubender Handlung mit Gänsehautfeeling. Besonders die verschiedenen Erzählperspektiven halten den Leser in Atem.

Da ich auf dem Kindle lese, habe ich vorher gar nicht gesehen, wie viele Seiten das Buch hatte. Erst hinterher ist mir aufgefallen, dass ich über 600 Seiten in kürzester Zeit inhaliert habe.

Das überhaupt nicht vorhersehbare Ende der Story hat mich völlig überrascht, weil ich mit dieser Aufklärung kein bisschen gerechnet habe.

Ganz klare Kaufempfehlung für diesen extrem spannenden und temporeichen Psychothriller!!


                                                                



  Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares








Freitag, 1. März 2019

Rezension: `Lazarus` von Lars Kepler

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Wieso habe ich Lars Kepler nicht früher entdeckt??

















`Lazarus` war mein erstes Buch von Lars Kepler und ich muss sagen, jetzt bereue ich, nicht schon eher auf ihn aufmerksam geworden zu sein.

Der Polizist Joonna Linna hat schlimme Zeiten hinter sich, doch jetzt scheint sein Leben endlich in ruhigen Bahnen zu verlaufen.
 Leider jedoch nur so lange, bis er durch ein unerwartetes Ereignis vermutet, dass sein Erzfeind Jurek Walter noch lebt.
Das ist eigentlich unmöglich, denn Jurek wurde erschossen und niemand glaubt Joonna, als er behauptet: Jurek lebt!
Deswegen wird auch von Seiten der Kollegen zuerst nichts unternommen, doch Joonna verlässt zusammen mit seiner Tochter fluchtartig die Stadt, weil er für diesen Fall  seit Jahren alles vorbereitet hat.

 Der Leser ist immer ein wenig besser informiert, weil aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird.

Ein bisschen irritiert war ich, als vor allem zu Anfang sehr viele Figuren vorgestellt werden, da kommt man schon leicht durcheinander, später hatte ich aber alle Personen auf dem Schirm.

 Lazarus` fand ich unglaublich spannend, wenn auch vieles etwas unrealistisch war, weil es für den Täter oft ein wenig zu glatt ging. Immer ist er seinen Verfolgern einen Schritt voraus. Trotzdem tat das der Spannung keinen Abbruch. Das Buch war einfach total fesselnd und ich habe die  630 Seiten geradezu inhaliert.



 Ich danke dem Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.