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Donnerstag, 13. Mai 2021

Rezension : `Der Polizist` von John Grisham

 

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Grisham zurück zur alten Form!!










Im neuen Roman von John Grisham treffen wir Jake Brigance wieder, den die Grisham Fans schon aus verschiedenen Justizthrillern kennen.

Diesmal geht es um einen sechzehnjährigen Jungen, der den Freund seiner Mutter erschossen hat. Leider war der Tote ein Polizist und bei den meisten Menschen im Ort sehr beliebt. Die Bewohner fordern die Gaskammer für den Mörder, am besten sofort. Richter Noose möchte Jake Brigance als Verteidiger des Jungen, doch Jake will die Vertretung auf keinen Fall übernehmen. Kein Anwalt möchte einen Polizistenmörder verteidigen, trotzdem bleibt es an ihm hängen. Gleichzeitig hat Jake sich noch um einen anderen großen Prozess zu kümmern. Ein Unfall auf dem Bahnübergang, bei dem es um eine Riesenentschädigung geht. 

Obwohl Jake ein brillanter Anwalt ist, drohen ihm beide Fälle zu entgleiten. Er wird angegriffen, unerwartete Zeugen der Gegenseite tauchen auf, die mächtige Familie des toten Polizisten macht Stunk, und dazu kommen noch Geldsorgen. 

Ganz unerwartet kommt ihm ein Zufall zur Hilfe, wodurch  das Ganze jedoch noch eine erstaunliche Wendung nehmen könnte.

Diesmal hat mich John Grisham mit seinem neuen Roman wieder total mitgerissen. Von Anfang an ist klar, wer der Mörder ist, aber nun geht es darum: Ist er schuldig oder nicht schuldig?

Der Leser wird wieder einmal Zeuge, wie es im amerikanischen Gerichtssaal zugeht. Wie der Aufbau einer Verteidigung geplant wird, und mit welchen Finessen die Anwälte arbeiten, wobei es irgendwann nur noch ums Gewinnen geht, und nicht um Gerechtigkeit. Jake ist ein sympathischer Protagonist, der auch in den schlimmsten Situationen nie seinen Humor verliert. Seine Familie und sein Team halten immer zu ihm, was ihm die nötige Stärke verleiht, die er für die Fälle benötigt.

Endlich mal wieder ein John Grisham Roman, der ihn in seiner alten Form zeigt, und an seine früheren, großartigen Justizthriller anknüpft.

                                                                 



Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionexemplares.


Donnerstag, 8. April 2021

Rezension: `Finstere Havel` von Tim Pieper

 

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Spannender Havel-Krimi !!








Tim Pieper lässt Hauptkommissar Toni Sanftleben nun schon zum fünften Mal an der Havel ermitteln. Auch wenn man die vorigen Bände nicht kennt, kommt man gut in die Story rein. Trotzdem entgeht einem etwas, wenn man sie nicht liest.

Diesmal wird Toni Sanftleben zu einem mysteriösen Fall gerufen. Eine junge Frau, Melanie Brandt, wird tot in ihrem Auto in der Havel gefunden. Die Todesursache ist noch unklar, war es ein Unfall, Suizid, oder etwa Mord? Wieso konnte sie nicht verhindern, dass das Auto in den Fluss rollte?

 Melanie Brandt war ein schwieriger, sensibler Charakter, aber auf eine besondere Art sehr anziehend für Männer. Toni ermittelt und rekonstruiert zusammen mit seinem Team die letzten Tage der jungen Frau. Dabei bringt er ein paar unglaubliche Dinge zum Vorschein, und je mehr Toni herausfindet, desto undurchsichtiger wird das Ganze.

Um den Leser vollends, allerdings im positiven Sinne, zu verwirren, erfahren wir in Rückblenden die Geschehnisse aus der Sicht der Toten.

Tim Pieper hat auch mit dem fünften Fall wieder einen spannenden Krimi hingelegt. Obwohl es jede Menge Verdächtige gibt, bleibt bis zum Schluss offen, ob es wirklich ein Mord war, oder vielleicht doch ein Unfall oder Suizid.

`Finstere Havel` ist ein guter Krimi mit einem raffiniert ausgearbeiteten Plot, einer spannenden Handlung mit interessanter Ermittlungsarbeit und vielen falschen Fährten, auf die der Leser gelockt wird.


                                                     




Dienstag, 23. März 2021

Rezension: `Die Falkenbach-Saga : Die Stärke der Töchter` von Ellin Carsta

 

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Jetzt sind die Töchter dran!!









Der erste Teil der Falkenbach- Saga hörte ja etwas abrupt auf, und ich konnte kaum erwarten, den zweiten in den Händen zu halten.

Wie wir aus dem vorigen Band noch wissen, teilen Paul Friedrich von Falkenbach und die Brüder Wilhelm und Heinrich Lehmann ein schreckliches Geheimnis, das sie auf Lebzeiten miteinander verbinden wird. Als Paul Friedrich herausfindet, dass Heinrich eventuell noch einen Mord auf den Gewissen hat, steht er vor einer schweren Entscheidung. 

 Er weiß nicht mehr, ob er ihm trauen kann, aber auch Paul Friedrich selbst ist gerade dabei, einen Betrug zu begehen, nicht ahnend, dass er schon auf Gauleiter Langenmüllers Liste der Verdächtigen steht.

Die Autorin hat die Geschichte um die drei Familien gekonnt vor dem Hintergrund des sich schnell verändernden, politischen Geschehens spielen lassen. 

Zwei Jahre sind es noch bis zum Kriegsanfang, aber kaum jemand glaubt, dass das passieren könnte.

Wer weiterkommen will, muss Parteimitglied sein. Auch wenn man innerlich eine ganz andere Gesinnung hat, ist es von Vorteil, das Abzeichen offen zu tragen.

Natürlich gibt das allerlei Gesprächs- und Diskussionsstoff in den drei Familien, denn bei diesem Punkt sind alle verschiedener Meinung.

In der Fortsetzung der Falkenbach- Saga geht es, wie der Titel schon sagt, auch um die Stärke der Töchter, vielmehr der Schwiegertöchter. Genauso wie die Väter, sind plötzlich auch die jungen Frauen durch ein schlimmes Ereignis miteinander verbunden. Und außer ihnen darf niemals jemand erfahren, was passiert ist.

Im letzten Band hatte schon gefühlt jeder ein Geheimnis, und in diesem Teil kommen noch jede Menge hinzu.

Ihr seht also, es gibt richtig viel Neues am Starnberger See. Der Roman lässt sich wieder leicht und locker lesen, ist spannend, und man möchte immer weiterlesen, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Auf der Amazonseite findet Ihr eine Tafel der Stammbäume, die für mich absolut hilfreich war.








 Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.











Montag, 15. Februar 2021

Rezension: `Kim Jiyoung, geboren 1982` von Nam-Joo Cho und Ki-Hyang Lee

 


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Die Frau in Südkorea!









Die Geschichte fängt recht spannend damit an, dass sich Jiyoung plötzlich irgendwie merkwürdig verhält. Ihr Mann hält es erst für einen Scherz, aber es scheint etwas anderes dahinter zu stecken. Abrupt hört die Erzählung an dieser Stelle auf, und der Leser wird zurückversetzt in die Zeit von Jiyoungs Geburt und Kindheit. Weiter geht es mit ihrer Jugend und der Zeit als Ehefrau und Mutter. Immer habe ich darauf gewartet, dass endlich an die Anfangsstelle angeknüpft wird, aber da muss der Leser sich gedulden.

Das Hauptthema des Buches ist das Leben der Frau in Südkorea. Wie wichtig es ist, eine Mutter von männlichen Nachkommen zu sein. Bekommt man ein Mädchen, muss man sich schämen und wird von der Verwandtschaft bedauert. Wenn es kein Junge wird, liegt es auch immer nur an der Frau, nie am Mann. Will eine Frau einen ordentlichen Beruf ausüben, werden ihr massenhaft Steine in den Weg gelegt. Als eine der Wenigen studiert Jiyoung, in der Hoffnung, den Beruf auch ausüben zu können. Doch spätestens nach der Geburt des Kindes wird klar, dass sie sich um das Kind kümmern muss, denn die Arbeit des Mannes wird generell als wichtiger erachtet.

Der Sprachstil ist schlicht, beinahe kindlich, wie ich ihn auch aus anderen asiatischen Büchern kenne. Mich konnte dieser Roman aber nicht so richtig begeistern, vieles wurde zu sachlich berichtet, ohne größere Höhen oder Tiefen. Dadurch fehlte ein wenig der richtige Bezug zu den Personen.  Etwas gestört hat mich, dass es sich anfühlte, als sei Jiyoungs Kind für sie nur eine Last. Was ist mit Mutterliebe, diesem Glück, ein Kind aufwachsen zu sehen? Es drehte sich von Beginn an hauptsächlich darum, wo bringt man es am besten schnell unter, und wieso Jiyoung und nicht ihr Ehemann die Arbeit wegen des Kindes aufgeben musste. Wenn es um den Job der Mutter und um die Kinderbetreuung geht, sehe ich doch einige Parallelen zu Frauen in westlichen Ländern, denn solche Probleme treten auch hier oft genug auf.

 Interessant ist es allemal, zu erfahren, wie das alltägliche Leben, insbesondere der Frauen, in Südkorea aussieht. Da ich aber schon mehrere Romane aus Südkorea und auch Nordkorea gelesen habe, finde ich, dass man auch dieses Buch spannender hätte gestalten können, insbesondere nach diesem vielversprechenden Beginn.




Ich danke dem Kiwi Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 5. Juni 2020

Rezension: `Im grausamen Licht der Sonne` von Nalini Singh


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Sehr spannend!!














Anahera kehrt nach dem Tode ihres Mannes zurück in ihrem Heimatort Golden Cove. Sie muss nicht nur den Verlust verarbeiten, sondern auch mit einem schlimmen Betrug fertig werden.
Doch die ersehnte Ruhe bleibt aus, denn direkt in den ersten Tagen verschwindet ein junges Mädchen, die überall beliebte Miriama. Zuerst geht man von einem Unfall aus und der ganze Ort hilft bei der Suche, doch das Mädchen bleibt verschwunden. Man muss inzwischen von einem Verbrechen ausgehen und es ist klar, dass der Täter nur aus Golden Cove kommen kann. Sofort werden Erinnerungen an die drei Wanderinnen wach, die vor Jahren hier verschwunden sind.
Der Polizist Will organisiert die Suche und zusammen mit Anahera versucht er mehr über das Vorleben der Dorfbewohner herauszufinden.
 Es scheint, als hätte bald jeder Dreck am Stecken und rutscht damit  automatisch auf die Liste der Verdächtigen. Für Anahera unvorstellbar, denn mit den meisten von ihnen ist sie zusammen aufgewachsen und vertraut ihnen.
Ich habe von Nalini Singh bisher noch nichts gelesen, da sie meist Fantasy Romane schreibt. Nun ist ihr erster Thriller erschienen und ich bin begeistert.
Für mich ist es ein Mittelding zwischen Thriller und Krimi, denn viel Zeit wird mit normaler Polizeiarbeit verbracht. Die Alibis werden überprüft, das Vorleben der Bewohner durchleuchtet und eventuelle Lügengeschichten aufgedeckt.
Auch die verschwundene Miriama hatte ihre Geheimnisse, die bald alles in einem anderen Licht scheinen lassen. Irgendwann ist es so, dass man seinem besten Freund nicht mehr traut, weil jeder irgendwie verdächtig ist.

Ein packender Schreibstil, kurze Kapitel, von denen viele mit einem Cliffhanger enden und interessante, spannende Verwicklungen haben es geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
                                               




   Ich danke dem Droemer Knaur Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 30. September 2019

Rezension: `Sterbekammer` von Romy Fölck


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Noch spannender als die beiden Vorgänger!!!!









                                                                                                                                                                                                 
                                                                                                         

Durch Zufall finden Frida Paulsen und ihre Kollegen den Inhaber der Deichmühle, Josef Hader, tot in seinem Haus. Doch viel schlimmer ist, dass sie eine unterirdische, schalldichte Kammer entdecken. Blutspuren weisen auf die seit vielen Jahren vermisste Anneke Jung hin. Wurde die Frau hier gefangen gehalten? Wo befindet sie sich jetzt? Ist sie tot oder lebt sie vielleicht noch?

Die Handlung kam direkt richtig in Fahrt, quasi Spannung ab der ersten Minute.
Die Polizei geht verschiedenen Spuren nach, um etwas herauszufinden, doch da Josef Hader tot ist, gestaltet es sich extrem schwierig.
Die Autorin legt zahlreiche falsche Fährten, sodass ich mich  von meinem anfänglichen  Verdacht schnell verabschieden musste.

Die Charaktere sind wieder sehr sympathisch, Frida und Haverkorn haben beide zusätzlich zur Arbeit noch einige private Sorgen.
Fridas Vater will den Apfelhof verkaufen und sie versucht, das irgendwie zu verhindern. Außerdem trifft sie Torben wieder.
Und auch Kollege Haverkorn muss endlich eine Entscheidung treffen, wie sein weiteres Leben werden soll. Verlässt er seine Frau oder bleibt alles beim Alten?


Mir  haben die ersten beiden Bände mit Frida und Haverkorn schon super gefallen, aber mit `Sterbekammer` hat Romy Fölck sich nochmal gesteigert. Auch die privaten Kapitel fand ich gut, weil diese Serie  nicht nur Polizeiarbeit ist, sondern auch Fridas Eltern und ihre Freunde, sowie Haverkorns Privatleben gehören unbedingt dazu.


`Sterbekammer` ist genau die Art Krimi, die ich liebe: fesselnd geschrieben, ordentlich Lokalkolorit, viel Polizeiarbeit und Recherche, zahlreiche Wendungen und falsche Fährten und zum Schluss ergeben alle einzelnen Puzzleteile ein nicht vorhersehbares großes Ganzes.

                           

                                                                                            www.die-rezensentin.de
Ich danke dem  Bastei Lübbe Verlag  und Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 2. April 2019

Rezension: `Die Lüge` von Mattias Edvardsson



www.die-rezensentin.de



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Kein Thriller, kein Krimi, aber spannend!!!










Lund, Schweden.
Die neunzehnjährige Stella wird des Mordes beschuldigt. Natürlich glauben ihre Eltern das nicht, auch wenn alle Indizien gegen sie sprechen.
In verschiedenen Kapiteln beschreiben die Eltern und Stella unabhängig voneinander die gleichen Situationen. In Rückblenden wird aus unterschiedlicher Sicht Stückchen für Stückchen zusammengetragen, damit der Leser sich ein Bild davon machen kann, wie das Leben der Familie vor der Tat ablief.

Der Vater Pfarrer, die Mutter eine erfolgreiche Anwältin und Stella ein aufsässiger Teenager.
Die Charaktere sind sehr authentisch, der Leser darf bei jedem der drei etwas ins Gefühlsleben hineinschauen. 

Was würde man tun, um sein Kind zu schützen, auch wenn man weiß, es lügt?  Kann ein Pfarrer wirklich gegen alles verstoßen, was er jahrelang mit Überzeugung gepredigt und gelebt hat? Die Mutter blieb mir lange Zeit etwas undurchsichtig, doch dafür findet man später eine Erklärung. Den Leser beschäftigt nur die Frage: War Stella es und wenn ja, weshalb? Es gab einige Personen, die ich als Täter in Verdacht hatte, da der  Autor gekonnt  zwischen den Personen, der Gegenwart und der Vergangenheit hin- und herwechselt. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit oben gehalten, natürlich nur für die Leser, die keinen Mord, Totschlag und blutrünstige Szenen erwarten. Bei `Die Lüge` handelt es sich um einen Roman, keinen Thriller oder Krimi.
Leider ist die Auflösung am Ende sehr kurz gefasst, ich hätte sie mir etwas ausführlicher gewünscht. Trotzdem empfand ich `Die Lüge` spannend und kurzweilig und ich hoffe, es gibt bald mehr von Mattias Edvardsson zu lesen.


                                         







 Ich danke dem Limes Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 1. April 2019

Rezension: `Angstmörder` von Lorenz Stassen

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Spannendes Krimi- Debüt !!




















Nicholas Meller, ein kleiner Anwalt, der sich gerade so über Wasser hält, kann sich natürlich keine Sekretärin leisten. Aus diesem Grund stellt er die Refendarin Nina ein. Dass sie nur einen Arm hat, findet er schon bald eher interessant als abstoßend.
Eigentlich soll sie hauptsächlich das Telefon bedienen, wenn er unterwegs ist, doch gleich zu Anfang bekommt er den Auftrag, einen vermeintlichen Mörder zu verteidigen.
Nicholas und Nina forschen ein wenig nach und entwickeln eine eigene Theorie, dabei kommen sie einem Täter bedrohlich nahe.


Nicholas erzählt in der Ich- Form, trotzdem lernt der Leser auch andere Sichtweisen kennen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Nicholas ist ein sehr sympathischer Mann und auch Nina ist mir ans Herz gewachsen. Zusammen sind sie ein tolles Team, wirken absolut authentisch.
Auf dem Cover steht zwar Thriller, aber ich würde `Angstmörder` eher als einen guten Krimi bezeichnen. Ein fesselnder Plot, viel Ermittlungsarbeit, flüssig zu lesen und spannend beschrieben, wie die beiden nach und nach dem Täter auf die Spur kommen.
Verschiedene Fälle werden raffiniert miteinander verknüpft und dann erwartet den Leser ein Ende, das es in sich hat.

Besonders interessant fand ich, dass die Handlung hier bei mir an meinem Wohnort spielt.

Ein gelungenes Krimi- Debüt, das mir sehr gut gefallen hat.




                                     


Freitag, 24. August 2018

Rezension: `Die Frauen vom Löwenhof- Mathildas Geheimnis` von Corina Bomann

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Neues vom Löwenhof!!!











Im ersten Band um die Frauen vom Löwenhof erfuhren wir die Geschichte von Agneta Lejongård, die nach dem Tode ihres Vaters und ihres Bruders den Gutshof weiterführen musste.
 Nun ist ihre Nichte Mathilda plötzlich Waise geworden und Agneta wird zu ihrem Vormund bestimmt. Mathilda ahnt aber nicht, dass Agneta ihre Tante ist, sondern wundert sich, warum ihre Mutter sie vor ihrem Tod als Vormund gewählt hat.
 Sie verlässt Stockholm und geht mit auf Gut Löwenhof. Wider Erwarten gefällt es ihr dort, sie lernt gut und schon bald macht sie sich unentbehrlich auf dem Hof.
Doch dann erfährt sie etwas, das ihr ganzes Leben durcheinander bringt und sie verlässt den Löwenhof und die Familie Lejongård überstürzt.
 Auch der zweite Teil der Löwenhof Trilogie hat mich gefesselt. Mathilda lebt in den 30er Jahren und bekommt auch den zweiten Weltkrieg mit. Genau wie Agneta ist sie eine starke Frau, allerdings hat sie es etwas leichter als Agneta in jungen Jahren, die Emanzipation der Frau ist schon ein kleines bisschen fortgeschritten.
In Stockholm entwickelt sie sich weiter, schlägt beruflich einen neuen Weg und verfolgt ihre Ziele. Nur der Grund, aus dem sie Löwenhof verlassen hat, nagt jahrelang an ihr.

 Corina Bomanns Stil lässt sich leicht lesen, das Buch ist aber nicht etwa flach oder einfach geschrieben.
Hier bietet sie uns alles in einem Buch: Intrigen, Erbstreitigkeiten, Missgunst, Bösartigkeit, Liebe, Freundschaft, Schuld und Sühne. 

Eine liebenswerte Protagonistin, viele facettenreiche Charaktere und eine ereignisreiche Story trugen dazu bei, dass ich die über 700 Seiten in kürzester Zeit verschlungen habe. Der zweite Teil steht dem ersten in nichts nach! Nun erwarte ich gespannt den dritten Band, der im Dezember 2018 erscheinen wird.

 Ich danke Netgalley.de und dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 20. August 2018

Rezension: `Sie finden Dich nie` von Cara Hunter


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Von Anfang bis Ende spannend!!!!












Die kleine Daisy verschwindet auf einer Party spurlos, niemand will etwas mitbekommen haben und auch die Eltern können sich nicht genau erinnern, wann sie ihr Kind zuletzt gesehen haben.
Die Polizei geht von einem Verbrechen aus und beginnt mit ihren Ermittlungen, wobei gerade dieser Fall besonders Detective Inspektor Adam Fawley schwer belastet, denn sein eigenes Kind ist vor kurzem gestorben.
Das Buch ist etwas außergewöhnlich aufgebaut, in Rückblenden erfahren wir aus verschiedenen Blickwinkeln, was an bestimmten Tagen oder auch Wochen vor dem Verschwinden passiert ist.

Zusätzlich wird auf Twitter einen Gruppe mit dem Hashtag #FindetDaisy gegründet, wo eifrig diskutiert wird. Jeder gibt, genau wie im echten Leben, seinen Senf dazu und die meisten haben bereits eine vorgefasste Meinung. Es scheint für alle klar zu sein, dass die Eltern schuldig sind und die kleine Daisy tot ist.

Von dem Mädchen fehlt weiterhin jede Spur und immer neue Erkenntnisse erschweren es der Polizei, zu rekonstruieren, was passiert ist. Ist der Vater schuldig, die Mutter, der Bruder oder doch jemand ganz anderes? Die Ermittler decken nach und nach ein wahres Lügengebilde auf, weil in der Familie so gar nichts zu stimmen scheint.
Die meisten Kapitel enden mit einem Cliffhanger, der es mir jedesmal unmöglich machte, mit dem Lesen aufzuhören. 
Was mich bei diesem Buch gefesselt hat, ist, dass nichts vorhersehbar war. In jedem Kapitel gibt es immer neue Entwicklungen, bis es zu einem phänomenalen Ende kommt. Wenn ich mit allem gerechnet hätte, aber nicht damit !!
Einfach genial!



  Ich danke Netgalley und dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 17. August 2018

Rezension: `Das Verschwinden des Josef Mengele` von Olivier Guez

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Absolut fesselnd!!!


















Josef Mengele, der berüchtigte Lagerarzt von Auschwitz, flieht 1949 nach Argentinien, weil es in Deutschland doch etwas zu brenzlig für ihn wird. Immer noch ohne jegliches Schuldbewusstsein baut er sich in der Ferne eine neue Existenz auf.
Olivier Guez hat Mengeles Leben nach dem Krieg in eine Art Romanform gebracht, die sich sehr gut lesen lässt. Eigentlich mag ich keine Bücher ohne gänzliche wörtliche Rede, doch bei seinem tollen Schreibstil ist mir das gar nicht so aufgefallen.
In Argentinien trifft Mengele auf viele Altnazis, die dort ebenfalls leben und sich oft treffen und zusammen in Erinnerungen an die schöne Zeit vom Dritten Reich schwelgen. Immer und immer wieder lassen sie die Geschehnisse Revue passieren und niemand ist sich einer Schuld bewusst.  
Präsident Peron hat keinerlei Skrupel, den Mördern und Verbrechern Asyl zu gewähren, sodass sie mit seiner Hilfe wie Gott in Frankreich leben können.
Sie gehen in die Oper, haben Essen und Trinken im Überfluss und  lassen es sich richtig gut gehen.
Wenn sie Nachrichten aus Deutschland lesen, wird darüber diskutiert, Adenauer nennen sie verächtlich nur Rabbi Adenauer, weil er judenfreundlich gesinnt ist und die Schuld der Deutschen anerkennt, was für die Altnazis ein Unding ist. Die BRD wird verpflichtet, mehrere Milliarden Dollar Reputationszahlungen an Israel zu leisten und Entschädigungen für die Juden, das ist natürlich für die alten Kameraden nicht tolerierbar. Sie planen das Deutsche Reich so wiederherzustellen, wie es damals war. Gott sei Dank gelingt ihnen das aber nicht.
 Mengele wird im Buch als ein Jammerlappen dargestellt, der mit nichts zufrieden ist, von seiner Familie in Deutschland ununterbrochene Unterstützung verlangt und sehr anspruchsvoll und unverschämt ist. 
Mengele möchte für seine Taten in Auschwitz bewundert werden, für die schrecklichen Quälereien, die er den Häftlingen zugefügt hat, indem er sie für seine Versuche missbraucht hat. Die unvorstellbarsten Versuche hat er vor allem mit Kindern, Zwillingen, aber auch Erwachsenen angestellt. Unfassbar, wozu Menschen, dazu noch ein Arzt fähig sind.
Wahrhaftig findet er auch in Argentinien Bewunderer, die ihn verehren wie einen Helden, ihm weiterhelfen und ihn unterstützen.
Ich habe schon einiges aus der Zeit und auch über Mengele gelesen, aber dieses Buch hat mich erneut erschüttert.

Der Leser erfährt zusätzlich viel über die Geschichte Argentiniens und die Herrschaft Perons, unter der  Mengele unbehelligt jahrelang unter seinem echten Namen leben konnte. Erst Ende der 50er Jahre wurde er wirklich als NS- Kriegsverbrecher gesucht und flüchtete später nach Brasilien.
Nun lebte er in ständiger Angst, sie könnten ihn schnappen, doch leider wurde er nie gefasst.

Ein gut recherchierter, bedrückender Tatsachenroman, der mich von Anfang bis Ende gefesselt und mich noch eine ganze Weile beschäftigt hat.
Eine ganz klare Leseempfehlung !!!!!




Ich danke Netgalley und dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 14. August 2018

Rezension: `Der Schatten` von Melanie Raabe

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Kommt nicht an die Vorgänger heran!!

















Die Journalistin Norah zieht nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten von Berlin nach Wien, um neu anzufangen.
Kurz nach ihrem Umzug trifft sie in der Stadt auf eine Frau, die ihr prophezeit, dass sie am 11.Februar einen Mord begehen wird und der Name des Opfers sei Arthur Grimm.
 Norah tut es als Faselei ab und sie hat den Vorfall auch fast schon vergessen, wenn nicht plötzlich der Name Arthur Grimm öfters auftauchen würde. Nun wird sie neugierig und versucht mehr über den unbekannten Mann herauszufinden.

Die ersten beiden Thriller von Melanie Raabe haben mir sehr gut gefallen und ich freute mich auf `Der Schatten`, doch ich musste mich wirklich durch das Buch quälen. Die Story empfand ich als hanebüchen und das Verhalten Norahs genauso. Eine unbekannte Person schreibt ihr sms, worauf sie jedesmal eingeht und antwortet. Der geheimnisvolle Schreiber gibt ihr Anweisungen, denen sie folgt, was ich total unrealistisch fand. Zusätzlich verschafft sich irgendjemand Zutritt zu Norahs Wohnung, sie wird  bedroht, die Polizei glaubt ihr nicht, Freunde meinen, sie hätte wieder zu Drogen gegriffen.
Es liest sich nicht schlecht, aber mir fehlte jegliche Spannung und ich fand es extrem langatmig. Die Story plätschert so vor sich hin, zog sich teilweise wie Kaugummi, doch von einem Thriller erwarte ich einfach mehr, vor allem etwas Nervenkitzel.

Es kommt eigentlich fast nie vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese, aber hier habe ich nur bis S.280 durchgehalten, danach habe ich es zur Seite gelegt.
Die Geschmäcker sind ja unterschiedlich, aber ich kann `Der Schatten` nicht empfehlen!!




Ich danke dem btb Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 7. August 2018

Rezension: `Kalter Sand` von Anja Behn


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Unblutig, aber spannend!!!
















Der Kunsthistoriker Richard besucht seinen alten Studienkollegen Philip an der Ostsee. Der Freund hat sich verändert, trinkt zu viel, wird schnell aggressiv und die alte Vertrautheit will sich nicht so recht wieder einstellen. Dazu kommt, dass Richard von einem Mord erfährt, der vor sechs Jahren hier passiert ist und Philip als Verdächtiger kurz im Gefängnis saß. Das alles hat Philip ihm verschwiegen.
In anderen Handlungssträngen lernen wir Isa, Philips Verlegerin und Jette Harsberg kennen. Jette ist auf jeden Fall nicht die, für die sie sich ausgibt und scheint sehr an Philip interessiert.

`Kalter Sand` ist ein spannender Krimi, der ohne viel Action auskommt. Es geht mehr um die Personen und ihre einzelnen Geschichten. Richard ermittelt ein bisschen auf eigene Faust, denn er kann sich nicht vorstellen, dass Philip eine Frau ermordet haben soll.  Im Ganzen geht es aber eher ruhig zu, die Autorin überrascht mit  vielen  raffinierten Wendungen und Verwicklungen.  Es gibt einen Einbruch, einen weiteren Mord und  die düstere Novemberstimmung kommt gut rüber und tut ihr übriges..

Ein wirklich gut zu lesender und recht unblutiger Krimi, der mir sehr gut gefallen hat.