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Dienstag, 29. September 2026

Rezension: `Finding Hope- Das Licht unserer Tage` von Kristin Hannah

 

* * * * 

Sehr berührend, aber nicht ganz auf dem Niveau ihrer großen Romane!








Ich liebe die Bücher von Kristin Hannah und habe mich sehr auf `Finding Hope` gefreut. Doch diesmal bleibe ich etwas zwiegespalten zurück. Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar einfühlsam und atmosphärisch, aber die Geschichte selbst konnte mich nicht ganz so packen wie ihre anderen Romane.

Nachdem Joy ihren Ehemann mit ihrer Schwester im Bett erwischt hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Kurz vor Weihnachten wird ihr bewusst, dass sie dieses Jahr ohne die beiden wichtigsten Menschen feiern muss. Spontan fährt sie zum Flughafen und entscheidet sich für einen beliebigen Flug – Hauptsache weg.

Als das Flugzeug abstürzt, erkennt Joy, dass sie unverletzt ist, und sieht darin die Chance auf einen Neuanfang. Sie läuft durch den Wald, unbemerkt von den anderen Verletzten, und gelangt schließlich zu einem kleinen Hotel, das eigentlich geschlossen ist. Dort trifft sie Bobby und seinen Vater, mit denen sie eine unerwartet schöne Weihnachtszeit verbringt, genau das, was sie in diesem Moment braucht.

Die Geschichte ist in zwei Teile gegliedert. Einige Logikfehler, die mir während des Lesens aufgefallen sind, erklären sich erst im zweiten Teil, was die Handlung rückblickend stimmiger macht.

Insgesamt ist es eine schöne, märchenhaft angehauchte Weihnachtsgeschichte über Neuanfang, Liebe, Verzeihen und die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird. Dennoch hat mich die Story nicht so geflasht, weil `Finding Hope` nicht die emotionale Tiefe der anderen Romane von Kristin Hannah erreicht.

Ich vergebe 3,5 Sterne.



                                      




Samstag, 26. April 2025

Rezension: `Night Road` von Kristin Hannah

 

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Grandios!!







Seit ihrem ersten Tag zusammen in der Schule sind Lexi und Mia unzertrennlich, so verschieden sie auch sein mögen. Gemeinsam mit Mias Zwillingsbruder Zach verbringen sie einen magischen letzten Sommer, bevor sie auf verschiedene Colleges gehen wollen – bis zu jener Nacht, in der einer von ihnen eine verheerende Entscheidung trifft. Die Familie der Zwillinge wird auseinandergerissen, und Lexi verliert alles. Werden sie einen Weg finden, mit den Folgen dieser Nacht zu leben – oder den Mut finden, einander zu verzeihen?


Kristin Hannah ist für mich eine der besten Autorinnen, die ich kenne. Auch „Night Road“ hat mich wieder vollkommen überzeugt.

Sie versteht es meisterhaft, Emotionen und Gefühle einzufangen, sodass man sich als Leser mitten im Geschehen fühlt. Mehr als einmal kamen mir beim Lesen die Tränen. Kristin Hannah stellt das Seelenleben ihrer Figuren so authentisch dar, dass ich mitgefühlt und mitgelitten habe.

Absolute Leseempfehlung!



Dienstag, 14. März 2023

Rezension: `Der Junge von Angel Falls` von Kristin Hannah

 

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Ein tolles Buch!









Mikaela, Ehefrau und Mutter von zwei Kindern, stürzt bei einem Ausritt vom Pferd und verletzt sich schwer. Im Krankenhaus fällt sie ins Koma, und für ihre Familie beginnt ein Alptraum.

Mikaelas Mann Liam sitzt täglich an ihrem Bett und tut alles, um seine Frau zurück ins Leben zu holen. 

Als er in ihrem Kleiderschrank zuhause etwas entdeckt, was Mikaela jahrelang vor ihm versteckt hat, fragt er sich, was ihre Ehe überhaupt wert ist. Dann tut er etwas, bei dem er Gefahr läuft, dass Mikaela ihn verlässt, wenn sie aus dem Koma erwachen sollte.

Kristin Hannah hat einen ergreifenden Roman geschrieben. Mikaelas erste Zeit im Krankenhaus fand ich etwa zäh erzählt, doch in dem Moment, als Liam das Geheimnis entdeckt, ändert sich alles und es wird total spannend.

Kristin Hannah hat ein echtes Geschick, den Leser in das Geschehen mit einzubinden. Ich habe richtig mitgelitten, als das Leben der Familie von einem Tag auf den anderen aus den Fugen geraten ist.

Zum Ende hin empfand ich es etwas hektisch, der Schluss hätte gerne ausführlicher sein dürfen.

Aber `Der Junge von Angel Falls` ist wieder ein toller Roman, den ich gerne empfehle.

 Hannah ist wirklich eine beeindruckende Autorin, und bisher hat mich noch kein Buch von ihr enttäuscht.


                  


Sonntag, 24. Juli 2022

Rezension: `Der Winzerhof- Tage des perlenden Glücks` von Linda Winterberg

 

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Neues von den Herzbergs!









Im zweiten Band um die Herzberg Schwestern und die Sektkellerei ist wieder eine Menge los.

Henni und Georg erwarten ihr erstes Kind, Lisbeth kehrt aus Amerika zurück, und Bille hofft weiter auf die Rückkehr ihrer großen Liebe.

Mit der Sektkellerei geht es aufwärts, aber Georg muss Henni erst davon überzeugen, dass man gegenüber Neuerungen aufgeschlossen sein sollte und investieren muss.

Eigentlich könnte alles wunderbar sein, wenn nicht das Schicksal immer dazwischenkäme. Für jede der drei Schwestern hält es etwas bereit.

Der zweite Teil der Winzerhof Saga ließ sich gut lesen, aber manche Dinge, die passierten, waren für mich überflüssig, weil sie keinen richtigen Sinn ergaben. ( Als Beispiel: Jemand hat einen schweren Unfall, alle sind erschüttert, dann wird nicht näher darauf eingegangen, und kurz danach ist wieder alles wie immer)

Wenn man über diese kleinen Schwächen hinwegsieht, die aber vielleicht nur mich etwas gestört haben, ist der zweite Teil wieder eine nette Unterhaltungslektüre, auch gut geeignet für den Urlaub. Es ist nicht notwendig, den ersten Band zu lesen, aber fürs bessere Verständnis würde ich das doch empfehlen.



                                             






Ich danke dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 13. Juli 2022

Rezension: `Verlassen` von Christiane Dieckerhoff

 

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Hier gibt es nur Verlierer!








DDR, kurz vor der Wende.

Die beiden kleinen Geschwister Männi und Matte haben es nicht leicht. Immer wieder verlässt die Mutter für einige Tage die Wohnung, lässt ihnen abgeschnittenes Brot da und schließt von außen ab. Männi ist verzweifelt, denn obwohl die Mutter sie immer `ihre Große` nennt, schafft sie es nicht, ihren kleinen Bruder rechtzeitig zu wickeln oder aufs Töpfchen zu setzen und anzuketten, so wie es die Mutter immer macht.


Berlin, heute.

Die Kommissarin Klaudia Wagner muss sich um eine verschwundene Touristin kümmern, die angeblich völlig betrunken aus dem Hotel gelaufen und nicht wieder aufgetaucht ist.

Klaudia und ihre Kollegen kommen bei der Suche nach der Frau  einer merkwürdigen Familiengeschichte auf die Spur und dann geschieht auch noch ein Mord.....


Christiane Dieckerhoff konnte mich mit `Verlassen` wieder gut unterhalten. Der Anfang war mega spannend, ab der Mitte lässt die Spannung jedoch etwas nach, um zum Ende hin wieder ordentlich Fahrt aufzunehmen.

 Immer wieder erfahren wir in Rückblenden, wie es mit Männi und Matte weitergeht. Diese Kapitel fand ich total fesselnd, aber sie haben mich gleichzeitig auch sehr erschüttert.

 Insgesamt ist der Autorin mit `Verlassen`  wieder ein spannender Krimi gelungen.



                                              


Ich danke Netgalley.de   für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 17. Januar 2022

Rezension: `Der Winzerhof- Das Prickeln einer neuen Zeit-` von Linda Winterberg

 

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Der  Auftakt zu einer neuen Familiensaga!!









1946, Henni hat es nicht leicht, ihr Vater gerade verstorben, der Ehemann im Krieg vermisst, kein Lebenszeichen von der kleinen Schwester, dafür jede Menge Ärger mit der anderen Schwester Lisbeth.

Zu allem Übel stellt sich nach dem Tod des Vaters heraus, dass die Sektkellerei der Familie nur durch einen großen Kredit gerettet werden kann. Alles lastet auf Hennis Schultern, und sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Der Bankdirektor schlägt ihr einen Deal vor, in den sie verzweifelt einwilligt und das sehr schnell bereut.

`Der Winzerhof` war mein erster Roman von Linda Winterberg und an den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen.

Ich fand den Anfang ziemlich langatmig. Es gab viele detailreiche Beschreibungen, an anderen Stellen dann zu schnelle Sprünge. Da wiederum hätte ich mir öfter eine etwas ausführlichere Schreibweise gewünscht.

Nachdem ich mich aber eingelesen hatte, gefiel mir die Geschichte, und ich mochte Henni, die ihr eigenes Glück dem erfolgreichen Fortbestehen der Kellerei opfert. Bei den anderen Charakteren ist von hinterhältig bis liebenswert alles vertreten, was das Geschehen noch spannender macht.

 Ich freue mich nun auf Juli`22, wenn es im nächsten Band mit den Herzberg- Schwestern weitergeht.



                                               


Ich danke  Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Rezension: `Die Mädchen aus der Firefly Lane` von Kristin Hannah

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Wunderschöne Geschichte!!

















Kate und Tully sind zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kate zurückhaltend und eher eine Außenseiterin, Tully auffallend und überall beliebt. Trotzdem werden sie beste Freundinnen.
Die Schule besuchen sie gemeinsam, genauso wie das College und anschließend haben beide den gleichen Berufswunsch. Es heißt überall nur KateundTully, denn die beiden gibt es meist nur im Doppelpack.
Irgendwann driftet es ein wenig auseinander, Kate zieht ein Leben als Ehefrau und Mutter der Karriere vor. Unverständlich für Tully, deren Bestreben es weiterhin ist, ein Leben als Reporterin im Rampenlicht zu führen.
Trotzdem besteht die Freundschaft weiterhin und auch wenn es öfter Meinungsverschiedenheiten gibt, sind sie sich nie wirklich böse.
Bis zu einem unverzeihlichen Vertrauensbruch, an dem die Freundschaft zu zerbrechen droht.

Der neue Roman von Kristin Hannah ist eine wunderschöne emotionale Geschichte über die Freundschaft zweier Frauen. Sie erleben viele Höhen und Tiefen, ihre Freundschaft übersteht alles, doch bei der schlimmsten Krise ist eine von beiden allein.

Schon viele ihrer Bücher haben mich begeistern können, und auch mit `Die Mädchen aus der Firefly Lane` ist Kristin Hannah wieder etwas Besonderes gelungen.
Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Kate oder Tully erzählt, sodass der Leser immer weiß, was in beiden vorgeht.
Das letzte Drittel ist wirklich sehr gefühlsbetont und war für mich extrem tränenreich. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal bei einem Buch so geflennt habe.
Ein wirklich aufwühlender und bewegender Roman, den ich nicht so schnell vergessen werde!!


Ich danke dem  Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 11. März 2020

Rezension: `Vermisst` von Christiane Dieckerhoff


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Spannender Krimi mit viel Lokalkolorit!!















Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner ist mit dem Auto auf dem Weg nach Hause, als sie durch ein unbeleuchtetes Fahrzeug vom Weg abkommt und eine Frau überfährt. Klaudia ist völlig fertig mit den Nerven, doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass die Frau schon tot war. Angeblich wurde sie schon vor Jahren von ihrem Freund, der deswegen in der JVA sitzt, ermordet.
Als kurz hintereinander noch zwei Menschen zu Tode kommen, wird es für Klaudia und ihre Kollegen immer mysteriöser.
Als der Fall schon als geklärt ad acta gelegt werden soll, ermittelt sie heimlich weiter und findet Unglaubliches heraus.

Mich hat der Krimi von Christiane Dieckerhoff begeistert. Er ist genauso, wie ich es mag. Nicht viel Blutvergießen, keine unnötige künstlich erzeugte Spannung, sondern solide Polizeiarbeit und Recherche.
Durch eine gekonnte Mischung aus Verwicklungen und geschickt gelegten falschen Fährten macht die Autorin  `Vermisst` erst richtig spannend. 
Ein fesselnder, atmosphärisch dichter Krimi mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit, den ich gerne empfehle!

                                                   
  Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 3. Juni 2019

Rezension: `Hannah und ihre Brüder` von Ronald H. Balson

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Sehr berührende Geschichte!!













                                                          www.die-rezensentin.de



Elliot Rosenzweig, bekannter Wohltäter der Stadt Chicago, wird in aller Öffentlichkeit von einem alten jüdischen Mann bedroht.
Ben Solomon beschuldigt ihn, in Wahrheit kein Jude, sondern der Kriegsverbrecher Otto Pointek zu sein. Natürlich glaubt ihm niemand, es wird als Hirngespinst eines verwirrten Alten abgetan.
Die Anwältin Catherine Lockart denkt genauso, bis sie Bens Geschichte hört und überzeugt ist, dass er die Wahrheit sagt.
Doch wie soll man den angesehenen Bürger 60 Jahre später als Mörder überführen, wenn es außer Bens Aussage keine Beweise gibt? Catherines Freund, der Ermittler Liam Taggart, versucht einiges herauszufinden, was sich nach so vielen Jahren äußerst schwierig gestaltet.
Christine und Liam sind ein sehr sympathisches Team, Ben scheint immer etwas verwirrt, was ihn aber erst recht liebenswert macht.



Vor dem gut recherchierten geschichtlichen Hintergrund erzählt Ronald H. Balson mit Bens Worten eine ergreifende Familiengeschichte. Dabei wechselt er gekonnt zwischen den Zeiten hin und her. Sehr anschaulich gibt er die Zustände, die im Krieg in Polen herrschten, wieder. Bens Familie und viele andere Menschen dort haben immer auf Hilfe der anderen Staaten gehofft, haben bis zuletzt nicht geglaubt, dass auch Polen von den Deutschen besetzt werden könnte. Vor allem Otto, der jahrelang bei der Familie Solomon lebte und wie ein eigenes Kind aufgewachsen ist, verändert sich so sehr, dass man es kaum glauben kann.


Es scheint jedoch recht unwahrscheinlich, dass Elliot Rosenzweig und Otto Piontek dieselbe Person sein könnten und vieles spricht absolut dagegen.

Die Story hat mich total in ihren Bann gezogen, obwohl ich schon sehr viel aus der Zeit gelesen habe.
`Hannah und ihre Brüder` ist eine besonders gefühlvoll erzählte Geschichte, die mich wieder mal sehr nachdenklich zurücklässt und noch einige Zeit beschäftigen wird.
Von mir eine absolute Kaufempfehlung!!

 Es gibt wohl schon einen zweiten Band, `Karolinas Töchter`, in dem auch Catherine und Liam wieder eine Rolle spielen.

                      



Ich danke Netgalley.de und dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 20. August 2018

Rezension: `Sie finden Dich nie` von Cara Hunter


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Von Anfang bis Ende spannend!!!!












Die kleine Daisy verschwindet auf einer Party spurlos, niemand will etwas mitbekommen haben und auch die Eltern können sich nicht genau erinnern, wann sie ihr Kind zuletzt gesehen haben.
Die Polizei geht von einem Verbrechen aus und beginnt mit ihren Ermittlungen, wobei gerade dieser Fall besonders Detective Inspektor Adam Fawley schwer belastet, denn sein eigenes Kind ist vor kurzem gestorben.
Das Buch ist etwas außergewöhnlich aufgebaut, in Rückblenden erfahren wir aus verschiedenen Blickwinkeln, was an bestimmten Tagen oder auch Wochen vor dem Verschwinden passiert ist.

Zusätzlich wird auf Twitter einen Gruppe mit dem Hashtag #FindetDaisy gegründet, wo eifrig diskutiert wird. Jeder gibt, genau wie im echten Leben, seinen Senf dazu und die meisten haben bereits eine vorgefasste Meinung. Es scheint für alle klar zu sein, dass die Eltern schuldig sind und die kleine Daisy tot ist.

Von dem Mädchen fehlt weiterhin jede Spur und immer neue Erkenntnisse erschweren es der Polizei, zu rekonstruieren, was passiert ist. Ist der Vater schuldig, die Mutter, der Bruder oder doch jemand ganz anderes? Die Ermittler decken nach und nach ein wahres Lügengebilde auf, weil in der Familie so gar nichts zu stimmen scheint.
Die meisten Kapitel enden mit einem Cliffhanger, der es mir jedesmal unmöglich machte, mit dem Lesen aufzuhören. 
Was mich bei diesem Buch gefesselt hat, ist, dass nichts vorhersehbar war. In jedem Kapitel gibt es immer neue Entwicklungen, bis es zu einem phänomenalen Ende kommt. Wenn ich mit allem gerechnet hätte, aber nicht damit !!
Einfach genial!



  Ich danke Netgalley und dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 14. Juli 2018

Rezension: `Die Zeit der Kraniche` von Ulrike Renk

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Streckenweise sehr langatmig!!
















Sehnsüchtig habe ich den dritten und letzten Teil der Ostpreußen- Saga erwartet. Von den ersten beiden Bänden war ich total begeistert. Nun gibt es ein Wiederlesen mit Frederike und ihrer Familie und wir befinden uns mitten im zweiten Weltkrieg in Ostpreußen.
Die Russen kommen immer näher, viele Gutsbesitzer flüchten in den Westen, denn es scheint immer noch besser, Engländern oder Franzosen in die Hände zu fallen, als dem `Iwan.`  Da Gebhard verhaftet wurde und sein Schicksal ungewiss ist, weigert sich Frederike, ohne ihn zu fliehen.

`Die Zeit der Kraniche` hat mich nicht so mitgerissen wie die ersten beiden Teile. Ich fand vieles sehr langatmig beschrieben, dutzende Male wurde über das Essen berichtet. Kessel aufsetzen, Wasser kochen, Rüben putzen. Rüben verarbeiten, Rüben essen usw. Sicher war es zu der Zeit ein großes Thema, wo man etwas zu essen herbekommt, doch auf Dauer fand ich das too much.
Andererseits erfährt der Leser viel über Ostpreußen, die größeren Häuser mussten ganze Flüchtlingsfamilien aufnehmen und sich sehr einschränken. Trotzdem ging es den Menschen auf dem Land noch lange gut, im Gegensatz zu den Städten wie Berlin u.v.a.   Die Gutsherren verloren jedoch alles, was seit ewigen Zeiten im Familienbesitz war, denn den russischen Kommunisten waren gerade die besser gestellten Menschen ein Dorn im Auge. Manche Familien mussten von jetzt auf gleich fliehen und hatten nichts als einen Koffer dabei.

Frederike ist eine sympathische, taffe Frau, die es nicht immer leicht gehabt hat im Leben und auch jetzt muss sie wieder alles allein durchstehen, denn Gebhard bleibt erstmal in Haft.
Die Unterstützung durch die Familie  hilft ihr, woanders Fuß zu fassen, doch die Sorge um Gebhards Schicksal bleibt, weil sie keinerlei Kontakt zu ihm hat.

Ulrike Renk schafft es, den Leser in die Zeit des zweiten Weltkrieges hineinzuversetzen, ich habe vieles bildhaft vor mir gesehen. Deutschland wurde geteilt, aber niemand konnte sich vorstellen, dass das die nächsten Jahrzehnte so bleiben wird. Gefallen hat mir Gebhards Bruder, überzeugter Kommunist, der auch irgendwann merken muss, dass der Grundgedanke gut ist, aber die russischen Besatzer bei weitem nicht jeden gleich behandeln.
Die Leiden und Mühen der Kriegszeit konnte die Autorin gut vermitteln, trotzdem musste ich mich streckenweise wirklich durch das Buch quälen, da hätten 100 Seiten weniger auf jeden Fall gereicht.




               


Ich danke Netgalley und dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 17. Februar 2018

Rezension: `Die andere Schwester` von Kristin Hannah

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Gefühlvoller Roman um Schwesternliebe!!


















Meghann ist eine erfolgreiche Scheidungsanwältin und ledig. Aus gutem Grund, wie sie findet. Männer sind eher für schnellen Sex ohne Verpflichtungen geeignet.
Ihre Schwester Carrie ist das krasse Gegenteil. Abgebrochene Schule, keine Ausbildung und Mutter eines unehelichen Kindes.
Trotz ihrer gemeinsamen schweren Kindheit haben die Schwestern kaum Kontakt und sehen sich nur selten. Darunter leiden eigentlich beide, aber sie schaffen es nicht, daran etwas zu ändern.
Nun hat Carrie vor zu heiraten und Meg will sie auf jeden Fall davon abbringen. Sie sieht in ihrem Job jeden Tag, wie schnell eine große Liebe vorbei sein kann und möchte ihre Schwester vor diesem Fehler bewahren.
Die Autorin hat das Leben der beiden Frauen in zwei verschiedenen Handlungssträngen ausführlich beschrieben, sodass man sehr gut in die Geschichte eintauchen konnte.


`Die andere Schwester` lässt sich gut lesen, plätschert aber lange Zeit etwas vor sich hin, wie ich finde.
Ich habe immer gewartet, dass noch irgendwas passiert und als es dann passierte, ging es mir zu schnell vorbei.
Das gravierende, einschneidende Erlebnis, das die beiden Schwestern zusammenschweißen könnte, hätte viel ausführlicher erzählt werden dürfen. Doch dieser wichtigste Teil ist eher kurz ausgefallen, vielleicht ein Viertel des ganzen Buches.

 Ein gutes Buch, aber es kommt für mich nicht an den Vorgänger  `Die Nachtigall` heran.
  



 Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.