Dienstag, 17. September 2019

Rezension: `Die Tote in der Henkersgasse` von Astrid Fritz



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Spannender neuer Fall für Serafina!!














Freiburg, 1417,
 Serafina, die ehemalige Begine und jetzt Ehefrau des Arztes Achat, hat eigentlich alle Hände voll zu tun, denn mit ihrer Armenapotheke ist sie mehr als beschäftigt.
Als Achaz  in die Henkersgasse gerufen wird, weil eine reiche Kaufmannsgattin mit eingeschlagenem Schädel gefunden wurde, lässt es Serafina, wie immer, keine Ruhe.
Natürlich will sie nun auf eigene Faust ermitteln und das tut sie auf ihre ganz besondere Weise. Sie hat keinerlei Berührungsängste, weder vor vornehmen Kaufleuten, noch vor Hübschlerinnen. Was Serafina sich in den Kopf setzt, zieht sie auch durch.
Zusätzlich macht ihr der Stadtapotheker Ärger, weil er durchgekriegt hat, dass sie ihre Armenapotheke schließen soll. Und es taucht plötzlich nach vielen Jahren ihr Bruder Peter auf. Die anfängliche Freude über das Wiedersehen schlägt ganz schnell ins Gegenteil um.

 Achaz passt es natürlich nicht, dass seine Frau eigene Recherche betreibt, doch weil er sie liebt und weiß, dass er doch keine Chance hat, sie aufzuhalten, lässt er es zähneknirschend durchgehen.
 Die beiden empfand ich als sehr liebenswert, aber auch die anderen gefielen mir, besonders Serafinas Bruder ist ein vielschichtiger Charakter.

Mit dem neuen Serafina Band konnte die Autorin mich wieder fesseln. In knapp zwei Tagen hatte ich ihn ausgelesen.
Man kann gut einsteigen, wenn man die anderen Teile nicht kennt, was aber sehr schade wäre, denn es lohnt sich, sie zu lesen.
Serafina ist für die damalige Zeit eine eigenwillige Frau, die macht, was sie will. Das gefällt natürlich nicht jedem, denn Weiber sollen sich mit ihrem Haushalt beschäftigen  und nicht herumschnüffeln oder `unschuldige` Bürger verdächtigen und erst recht keine Morde aufklären.
Ich war mir lange Zeit nicht sicher, wer der Täter sein könnte, denn es kommen einige infrage. Das hat die Autorin geschickt verschleiert, sodass es am Ende eine echte Überraschung für mich war.
Sie versteht es perfekt, fiktive Charaktere  gekonnt mit wirklich stattgefundenen Begebenheiten zu verbinden. Denn im Anhang kann man lesen, dass ein historischer Fall als Grundlage zu diesem Roman diente.
Flott geschrieben, keine Minute Langweile beim Lesen, so darf ein historischer Roman gerne sein.



                                             

Ich danke  dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 15. September 2019

Rezension: `Der Kinderflüsterer` von Alex North

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Spannender Pageturner!!!














Eine Bloggerkollegin empfahl mir diesen Roman, sonst hätte ich eher nicht zugegriffen, weil es schon so viele ähnliche gibt.

Tom Kennedy lebt nach dem Tod seiner Frau mit Söhnchen Jake zusammen. Einfach ist es für beide nicht, die Frau und Mutter fehlt an jeder Ecke.

Sie ziehen um, in eine andere Stadt, in ein neues Haus und Tom bemüht sich, dem Jungen die Mutter zu ersetzen.
Als er erfährt, dass früher hier der sogenannte `Kinderflüsterer` in der Stadt sein Unwesen trieb, interessiert ihn das nicht, denn das ist lange her und der Täter sitzt seitdem im Gefängnis. Doch auf einmal geht alles wieder los. Ein Kind verschwindet und es kommt heraus, dass es vorher immer ein Flüstern hörte. Es wird gemunkelt, der Täter von damals hätte einen Komplizen gehabt.
Und plötzlich hört auch Jake ein Flüstern....

Das Buch war extrem spannend,  die schwierige Vater- Sohn Beziehung zwischen Tom und Jake konnte man sehr gut nachzuvollziehen.  
Tom hat immer Angst um den Jungen, weil Jake anders ist als andere Kinder in seinem Alter, was vielleicht auch an seiner imaginären Freundin liegt, mit der er dauernd redet.
Es handelt sich ja eigentlich um einen Roman, aber ich empfand `Der Kinderflüsterer` als einen packenden, mitreißenden Krimi, der  psychologisch so raffiniert geschrieben ist, dass der Spannungsbogen die ganze Zeit oben gehalten wird.
Kurz vor Ende nimmt die Story nochmal zusätzlich richtig Fahrt auf und das war ziemlich nervenzerreißend. Der Autor hat Wendungen eingebaut, die man nicht voraussehen konnte, das macht das Buch zu einem wahren Pageturner. Gruselig, unheimlich, genau das, was man sich unter einem spannenden Krimi vorstellt.

                                     




Ich danke dem Blanvalet Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 13. September 2019

Rezension: `Große Elbstraße 7` von Wolf Serno



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Hamburger Familiensaga!















Hamburg, Ende des neunzehnten Jahrhunderts.
Das Lehrerinnenseminar gefällt Vicki, der Tochter Professor zur Haidens, überhaupt nicht und sie kehrt heimlich, ohne seine Erlaubnis nach Hamburg zurück. Dort trifft sie den jungen Arzt Hannes, der gerade dabei ist, die ersten Opfer der beginnenden Cholera-Epidemie zu versorgen.
Vicki bleibt bei ihm und hilft, wo sie kann. Sie merkt, dass das ihre wahre Berufung ist, aber ein Medizinstudium ist für eine Frau unmöglich.
Ihr Vater bekommt heraus, wo sie sich aufhält und verbietet ihr ab sofort jeglichen Kontakt mit dem mittellosen Arzt. Für seine Tochter hat er besseres vorgesehen. Und auch sein Sohn Benno macht ihm Sorgen, der ganz andere Pläne hat, als in seine Fußstapfen zu treten und Medizin zu studieren.

Die Story beruht auf wahren Begebenheiten, es soll sich um die Geschichte einer Hamburger Arztfamilie handeln.

Für ein junges Mädchen aus gutem Haus war es zur damaligen Zeit undenkbar, zu studieren oder einen Beruf zu ergreifen, man lernte Klavierspielen und Handarbeiten und hoffte auf eine gute Partie. Liebe war dabei eher nebensächlich. Vickis Mutter geht es bei der Vermählung ihrer Kinder um das Ansehen in der Gesellschaft, doch beide Kinder machen ihr einen Strich durch die Rechnung.
Wolf Serno hat das sehr gut dargestellt, die Mutter mit ihrem ewigen Dünkel, dazu der Vater, das Oberhaupt, der keinen Widerspruch duldet und die Kinder, die sich nicht fügen wollen.
Es hat einige Zeit gedauert, bis mich die Story gefesselt hat, weil sich der Autor mit zu vielen Nebensächlichkeiten aufhielt, die für mich uninteressant waren.
So ab der Hälfte des Buches wurde es aber spannender und hat mir viel besser gefallen. Der Schreibstil ist flüssig  und locker, insgesamt kann ich  `Große Elbstraße 7` als eine leichte Lektüre mit einigen Längen bezeichnen. 




 Ich danke dem Aufbau Verlag  und Netgalley.de   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 4. September 2019

Rezension: `Unter dem Kauribaum` von Rebecca Maly



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Perfekt als Urlaubslektüre!!















Meriel wächst in sehr ärmlichen Verhältnissen auf, jeden Tag muss die Familie aufs Neue kämpfen, um satt zu werden. Meriel findet heraus, wie sie Kaninchen fangen und somit ein gutes Mahl auf den Tisch bringen kann.
Durch Zufall trifft sie dabei auf Trevor, der, wie sich herausstellt, leider der Sohn der reichen Familie Vaughan ist, also eine unpassende Freundschaft.
Trotzdem hegen die beiden Gefühle füreinander, bis sie plötzlich jäh auseinandergerissen werden, denn Meriel wird wegen Wilderei verurteilt und nach Australien verbannt.
Dort verbringt sie viele Jahre im Arbeitslager, doch nach ihrer Freilassung findet Meriel in Dylan einen guten Mann  und lebt fortan mit ihm auf einer Farm. Allerdings kann sie ihre erste Liebe Trevor  nie vergessen.

Trotzdem ist Meriel froh, dem Gefängnis entkommen zu sein und schuftet wie ein Mann. Ganz dramatisch wird es, als Dylan durch einen Unfall zum Krüppel wird.

In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir, wie es bei Trevor weiterging, auch er kann Meriel nicht vergessen.
Das Leben meint es nicht immer gut mit den beiden, viele schlimme Dinge passieren und die Chance, dass sie sich jemals wiedersehen, ist gleich Null.


Ich habe vor vielen Jahren die Bücher über die Gefangeneninsel Australien verschlungen, aber jetzt ewig nichts mehr darüber gelesen. Die Autorin hat die Schiffsreise, die Jahre im Arbeitslager und auf der Farm wirklich eindrucksvoll beschrieben. Zusätzlich erfährt man viele Details über die Gefangenenkolonie Australien und die Aufgaben auf einer Rinderfarm. Es war ein schweres Leben, das die Menschen hatten, arbeitsreich und arm an Zerstreuung.


Mir hat der historische Roman sehr gut gefallen, es ist eine leichte Lektüre, die man wunderbar im Urlaub lesen kann.

                       
Ich danke dem Edel Elements Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 2. September 2019

Gewinnspiel.......








Endlich ist es soweit !!! Im September erscheint der nächste Band um Frida Paulsen von Romy Fölck.
Ihr habt hier die Möglichkeit, drei druckfrische Exemplare zu gewinnen.

Worum geht es diesmal?
In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet. Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ...


Klickt und Ihr gelangt zur Beschreibung
Wenn Ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, könnt Ihr das H I E R

©A.Lunau





Was müsst Ihr nun tun, um eines der begehrten Bücher zu gewinnen?



Bitte kommentiert hier oder bei Facebook, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält.

Ihr müsst mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 16.09.2019 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!
Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht benachrichtigen kann. Also guckt bitte nach dem 16.09. unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt.

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung der Verlosungsexemplare.

Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.



Mittwoch, 28. August 2019

Rezension: `Das Mädchen Jannie` von Petra Hammesfahr




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Leider sehr enttäuschend !!












Normalerweise liebe ich die Bücher von Petra Hammesfahr, aber `Das Mädchen Jannie`  konnte mich überhaupt nicht fesseln. Ich habe, was ich wirklich selten mache, das Buch nach über 200 Seiten abgebrochen.....

Die kleine Jannie gehört zu einer Gruppe Bettler aus Osteuropa.  Aus Angst vor dem Clan- Chef versteckt sie sich durch Zufall in der Scheune von Dieter. Dieser kann sein Glück quasi gar nicht fassen und nimmt sie nur zu gerne bei sich auf. Für Jannie scheint  es erstmal wie der Himmel auf Erden. Sie ahnt nicht, dass hinter Dieters Freundlichkeit ganz andere Motive stecken. Einzig Dieters gelähmte Mutter versucht sie durch Augenzwinkern zu warnen, doch Jannie versteht es nicht....
Eigentlich fing das Buch im üblichen Hammesfahr- Stil an, der mir  immer gut gefällt. Doch dann plätscherte es so dahin. Kommissar Klinkhammer blieb diesmal sehr blass, die Buchbloggerin Gina und ihr Mann Dominic sprachen mich überhaupt nicht an, einzig die Kapitel mit Jannie und Dieter haben mich weiterlesen lassen.
Doch nachdem ich schon eine Woche für die 200 Seiten brauchte und kein bisschen gespannt war, wie es weitergeht, habe ich das Buch abgebrochen.
Schade, ich hatte mir mehr davon versprochen.


                                               


Ich danke dem Diana Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 18. August 2019

Rezension: `Brennendes Grab` von Linda Castillo

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Spannender neuer Fall für Kate!!














 Der 18jährige amische Daniel Gingerich befindet sich gerade in seiner `Rumspringa`, er nimmt quasi alles mit, was er kriegen kann. Als er die Nachricht eines Mädchen, mit der Aussicht auf eine schöne Nacht bekommt, eilt er zu dem heimlichen Treffpunkt in der Scheune. Doch es verläuft ganz anders als erwartet und für ihn endet es tödlich, verbrannt bis zur Unkenntlichkeit.
Schnell findet die Polizei heraus, dass es kein Unfall war, doch für Chief Kate Burkholder gestaltet sich die Suche nach dem Mörder schwierig, weil die Amischen nicht gerade mitteilsam zu den `Englischen` sind 
Mühsam trägt sie Stückchen für Stückchen zusammen und was sie dabei herausfindet, zieht viel größere Kreise als jemals gedacht.

Ich liebe die Bücher von Linda Castillo und auch `Brennendes Grab` war wieder ein echtes Highlight. Die Autorin legt viele falsche Fährten, sodass der Leser lange auf dem Schlauch steht. Die Geschichten über die Amischen und ihr einfaches Leben, sind für mich immer wieder aufs Neue faszinierend. Diesmal gefiel mir die Mischung von Privatleben und Ermittlungen, denn oft war es mir in den vorigen Bänden etwas zu viel Beziehungsdrama zwischen Kate und Tomasetti. Eine ganz klare Leseempfehlung` für `Brennendes Grab!`

                                                           



  Ich danke Netgalley.de und dem Fischer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 8. August 2019

Rezension: `Im Wald der Wölfe´ von Linus Geschke

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Der letzte Band der Reihe, schade ....















Das Cover macht direkt Lust auf das Buch, weil es  außergewöhnlich gelungen ist. Nun ist es soweit: `Im Wald der Wölfe` ist der letzte Band der Reihe um Jan Römer.
Jan möchte Urlaub machen und mietet sich eine Waldhütte in Thüringen, im beschaulichen Frauenwald.
Doch die Ruhe hält nicht lange an, als eine Frau mitten in der Nacht in der Tür steht und ihm irgendetwas von mehreren Mordfällen, die bis heute nicht aufgeklärt wurden, erzählt.
Das ist natürlich genau Jans Metier, denn er beschäftigt sich schon lange mit sogenannten Cold Cases.
 Er beginnt nachzuforschen, was dort vor Jahren passiert sein könnte. Wer waren die Toten und was hat es mit dem Brandzeichen, das alle Opfer trugen, auf sich? Er ist sicher, es gibt einen Zusammenhang, dazu muss er jedoch tief in der Vergangenheit suchen, um eventuelle Verbindungen zu finden.
Als auch noch Kollegin Mütze und sein Kumpel Arslan mit Freundin anreisen, geht es zur gemeinsam zur Sache.
Schon bald merken sie, dass es gefährlich ist, weiter nach den Tätern zu forschen, doch wider besseres Wissen machen sie weiter.
Und plötzlich passiert etwas und danach ist nichts mehr, wie es mal war...

Auch im letzten Band um Jan Römer hat Linus Geschke mich wieder begeistern können. Die Charaktere sind mir ja schon aus den vorigen Büchern bekannt und ich war gespannt, ob es im letzten Teil nun endlich ein Liebes- Happy End für Jan und Mütze geben wird. Ein unblutiger Krimi, spannend geschrieben, den ich in zwei Tagen gelesen habe. Für den Leser  machen es die kursivgedruckten Kapitel besonders prickelnd. Wir wissen im Gegensatz zu Jan und seinen Freunden oft schon, was vielleicht passiert. Die Reihe um Jan Römer schließt mit einem Ende ab, das es in sich hat und mit dem ich so überhaupt nicht gerechnet habe. Ganz klare Empfehlung für `Im Wald der Wölfe.`

                                                 


 Ich danke dem Ullstein Verlag  und Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.