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Als sie Jahre später zurückkehrt, ist nichts mehr wie früher. Die Schwester ist ihr fremd und dem Vater will sie weiterhin aus dem Weg gehen. Nur die Gewissheit, dass ihre Hilfe dringend gebraucht wird, lässt sie den schwierigen Neubeginn durchstehen.
Bei ihrer Arbeit begegnet sie dem Leuchtturmwärter Aidan, der überraschend fundierte medizinische Kenntnisse besitzt. Doch warum arbeitet er nicht als Arzt? Welches Geheimnis trägt er mit sich?
`Die Leuchtturmschwester` hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Autorin fängt die Atmosphäre der Hebriden und die raue, karge Landschaft eindrucksvoll ein. Das Leben der Menschen dort war hart- wenig Arbeit, kaum Nahrung, schlechte Wohnverhältnisse. Viele Bewohner begegnen Eliza zunächst mit Skepsis, weil man lieber auf Zaubersprüche und okkulte Rituale als auf moderne Medizin vertraut. Eliza muss gegen Vorurteile und Aberglauben ankämpfen, doch nachdem sie mehreren Kranken helfen kann, beginnt sich das Blatt zu wenden.
Zwischen Aidan und Eliza entwickelt sich eine zarte Nähe. Doch als Krankenschwester darf sie keinen Ehemann haben, deswegen scheint eine Beziehung unmöglich. Ihren Beruf aufzugeben kommt für sie nicht infrage.
Lori Kilian hat einen wunderschönen historischen Roman mit einer sympathischen Protagonistin geschrieben, der mich direkt in das vergangene Jahrhundert versetzt hat. Die Geschichte ist intensiv und stimmungsreich, berührend und voller authentischer Details. Ich konnte mühelos in Elizas Welt eintauchen und ihre Erlebnisse mitfühlen.
Für mich war `Die Leuchtturmschwester` von Anfang bis Ende ein Lesevergnügen.



















