Mittwoch, 23. Juni 2021

Rezension: `No way out` von Cara Hunter

 

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Neuer Fall für DI Fawley!










Eine Mutter verbrennt zusammen mit ihren beiden Kindern in ihrem Haus. Vom Vater fehlt jede Spur. Für die Polizei ist schnell klar, hier muss es sich um Brandstiftung gehandelt haben. Detective Inspector Adam Fawley, der mir schon aus den vorigen Bänden bekannt ist, setzt dieser Fall mit den toten Kindern besonders zu, denn es ruft immer wieder die Erinnerungen an seinen Sohn Jake wach. Trotzdem muss er die Ermittlungen durchziehen. Wo befindet sich der Vater? Handelt es sich vielleicht um eine Kurzschlussreaktion, bei der er seine Familie getötet hat? In penibler Kleinarbeit tragen die Ermittler Daten zusammen, um herauszufinden, was passiert ist.

Doch so richtig gehen die Ermittlungen nicht voran. Der Vater bleibt verschwunden und gilt somit auch weiterhin als der Hauptverdächtige.

In vielen Rückblenden gibt die Autorin einen Einblicke in das Leben der Familie und man erfährt, was in den Monaten vor dem Brand geschehen ist. 

Wie man es aus den Romanen von Cara Hunter gewöhnt ist, finden wir Zeitungsartikel und Kommentare, die sich mit dem Fall befassen. 

Um es authentischer wirken zu lassen, standen neben den eigentlichen Berichten zahlreiche Kurzmeldungen, die nichts mit dem eigentlichen Geschehen zu tun hatten. Das fand ich überflüssig und beim Ebook zusätzlich sehr unübersichtlich, sodass mich das eher durcheinandergebracht hat.


Trotzdem hat mir der komplexe und auch spannende Krimi gut gefallen. Bis zum Schluss ist man nicht sicher, wer Dreck am Stecken hat und wer nicht. Meine Vermutungen in Bezug auf den Täter stimmten diesmal überhaupt nicht. Die Auflösung zum Schluss hätte ich so nicht vermutet, aber genau so muss ein richtig guter Krimi ja sein!!  





Ich danke dem Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares. 

Dienstag, 22. Juni 2021

Rezension: `Die Falkenbach- Saga Der Bund der Familien` von Ellin Carsta

 

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Endlich geht es weiter...










Schon die beiden ersten Teile der Saga um die Familien Lehmann und Falkenbach konnten mich begeistern, und nun geht es endlich weiter. Sehr hilfreich ist übrigens das Lesezeichen im Buch, auf dem die Stammbäume der Familien aufgeführt sind.

Das schreckliche Geheimnis, das die drei Schwiegertöchter teilen, könnte ihnen jetzt zum Verhängnis werden. Vor allem eine der Frauen scheint die Nerven zu verlieren, und bringt alle damit in Gefahr.

Wilhelm hat sich von seinem Schlaganfall erholt, und kann endlich auf das, was er mit seinem Sohn erleben musste, reagieren.

Wilhelmine hat Liebeskummer, vermisst Martin und versteht nicht, dass sie nichts von ihm hört. Durch Zufall macht sie eine Entdeckung, die sie aber für sich behalten muss.

Paul Friedrich ist quasi das Oberhaupt der drei Familien, weil er immer alles im Griff hat und jede Situation meistert. Auch diesmal trickst er mehrere Personen gekonnt aus, wobei endlich der verhasste Gauleiter sein Fett weg bekommt.

Das Drama um eine Geburt und ihre Folgen fand ich schlimm zu lesen. Vor allem, was es in der Nazizeit nach sich zog, wenn jemand ein nicht absolut gesundes Kind zur Welt brachte.

Ellin Carsta hat sich wieder einiges an spannenden Ereignissen für den neuen Band einfallen lassen. Drei Familien und jede Menge Geheimnisse, aber im Endeffekt halten die Lehmanns und die Falkenbachs immer zusammen. Wenn man einmal in der Geschichte der Familien drin ist, möchte man am liebsten immer weiterlesen und das Buch nicht mehr weglegen.

 Deswegen hatte ich `Der Bund der Familien` leider in zwei Abenden durch und muss jetzt wieder so lange warten, bis der nächste Teil erscheint.

 Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für diese, wieder sehr gelungene Fortsetzung!             



Freitag, 18. Juni 2021

Rezension: `Ostseefalle` von Eva Almstädt

 

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 Ostseefalle!!!








Kurz nachdem ein Ehepaar das alte Bauernhaus gekauft hat, entdecken sie im Keller einen Totenkopf. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um einen menschlichen Schädel handelt und die Polizei wird eingeschaltet.

Kommissarin Pia Korritke ist die leitende Ermittlerin in dem Fall. Nach Aussagen der Rechtsmedizin ist der Schädel erst vor kurzem dort platziert worden, doch der Tod dieses Menschen liegt schon länger zurück. Die Polizei steht zuerst einmal vor einem Rätsel. Könnte es etwas mit der vor Jahren verschwundenen jungen Frau zu tun haben?

Der damals Hauptverdächtige wohnt immer noch im Ort, aber Pia lässt auch die anderen Dorfbewohner eingehend befragen, und es scheint, als hätten einige etwas zu verbergen, was sie verdächtig macht.

Mitten in den Ermittlungen bekommt Pia einen Anruf, dass ihr Sohn verunglückt sei, und sie lässt alles stehen und liegen, um dort hinzufahren. Was Pia als gewiefter Kommissarin dann passiert, fand ich ziemlich unrealistisch. Das Buch hat spannend begonnen, aber ab da fand ich die Story und vor allem das Ende etwas sehr konstruiert.

Trotzdem ließ sich das Buch gut lesen und hat mir auch wieder gefallen. Aber wegen der beschriebenen, etwas realitätsfernen Abschnitte, gibt es diesmal nur 4 Sterne.




Ich danke dem Bastei Lübbe Verlagfür die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 15. Juni 2021

Rezension: `Die Karte` von Andreas Winkelmann

 

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So muss ein Thriller sein!!









Eine junge Joggerin wird auf bestialische Weise ermordet. Kommissar Jens Kerner macht sich bittere Vorwürfe, denn kurz vorher hat er zufällig mit der Frau gesprochen und sie gewarnt, so spät noch zu joggen. Eine Spur führt die Polizei auf die Jogging App Runfree, auf der viele junge Leute ihre Laufstrecken bekanntgeben. So scheint der Mörder seine Opfer zu finden, denn es bleibt nicht bei dem einen Fall.

 Kommissar Kerner und sein Team ermitteln in alle Richtungen. Eine Spur führt ins Drogenmilieu, doch es gibt  auch andere vielversprechende Hinweise.

Als dann ein Mord passiert, der Kerner persönlich trifft, sinnt er auf Rache und setzt erst recht alles dran, den Täter zur Strecke zu bringen.

Andreas Winkelmann hat wieder einen ausgezeichneten, superspannenden Thriller geschrieben. Ich kann immer noch nicht begreifen, dass ich erst das zweite Buch von ihm gelesen habe. Mir gefallen der Schreibstil, die Handlung, die Spannungsmomente und natürlich auch die gemeinen Cliffhanger, die einen zwingen weiterzulesen. Das war mal wieder ein Thriller nach meinem Geschmack, von Anfang bis Ende durchweg fesselnd.


                                                       



Ich danke dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 4. Juni 2021

Gewinnspiel !!!!!






 Ihr Lieben, am 15.06.2021 erscheint ein neuer Thriller von Andreas Winkelmann. Und Ihr habt hier die Chance, eins von drei Exemplaren zu gewinnen!!!

Ich habe das Buch schon gelesen, und es ist wieder mega spannend!!   



                          


Worum geht es im Buch ?

Der neue Thriller des Nr.-1-Bestsellerautors.
Er gehört zu deinem Training wie die Schuhe und der Soundtrack: Dein Fitness-Tracker, der deine Laufstrecke online teilt. Jeder weiß, wo du warst - und wieder sein wirst. Doch damit inspirierst du jemanden zu einem ganz besonderen Kunstwerk, den du besser nicht auf dich aufmerksam gemacht hättest.
Er trackt deine Initialen in eine digitale Karte. Sein Zeichen, dass du die Nächste sein wirst ...
Lauf, so schnell du kannst - es wird dir nichts nützen. Er erwartet dich.



Was müsst Ihr tun, um eins der begehrten Bücher zu gewinnen??

1.Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍


2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 


3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 13.06.2021 um 22 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!

Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung der Verlosungsexemplare!!

Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.

Dienstag, 1. Juni 2021

Rezension: `Die Stille vor Lilou` von Astrid Korten

 

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Wenn das Leben zur Tragödie wird!









Der Lehrer Jules verlässt mitten im Unterricht die Schule und flüchtet nach Hause. Burnout!

Was folgt, sind schwere, dunkle Zeiten. Diese Erkrankung trifft ihn ebenso wie seine Familie. Jules igelt sich zuhause ein, schläft viel. Wenn er wach ist, erscheint ihm alles bitter, sinnlos und negativ. Zu allem muss er sich mühsam zwingen, darunter leidet auch seine kleine Tochter.

Als ihm der Direktor der Schule ein Buch schenkt, das ihm helfen soll, die Krankheit zu überwinden, sieht Jules, gefangen in seiner eigenen bizarren Gedankenwelt, das nur als Provokation und nicht als eine freundliche Geste.

Von nun an beäugt er den Direktor misstrauisch und fantasiert wild über dessen Handeln und möglichen bösen Pläne – nichts davon hat Hand und Fuß.

Jules` Ehefrau Malin steht ihrem Mann zur Seite, versucht, ihm Mut zu machen und ihm zu helfen. Aber als die kleine Tochter bei einem Unfall getötet wird, ist auch sie mit ihrer Kraft am Ende.

Als Jules auch Malin verliert, ist er nur noch von Rachegelüsten getrieben. Der Direktor soll büßen, für das, was er ihm, in seinen Augen, angetan hat. Jules heckt einen perfiden Plan aus.

Astrid Korten schreibt in sehr kurzen Kapiteln mit immer wechselnden Zeiten, sodass der Leser sich schon etwas konzentrieren muss.

Die düstere Atmosphäre, die Jules umgibt, hat sie sehr gut eingefangen, dazu einen Spannungsbogen geschaffen. Dabei weiß man nicht, was ist wirklich geschehen und was spielt sich nur in Jules` Wahnvorstellungen ab?

Der Leser darf tief in Jules` Psyche und seine verworrenen Gedankengänge blicken. 

Jules lässt nicht zu, dass ihm jemand hilft, und alleine kann er sich nicht aus dieser wirren, teils aggressiven Gefühls-Spirale befreien. Wut, Angst, Trauer, Hass und Verzweiflung treiben ihn mehr und mehr um. Er verliert komplett die Kontrollesein Leben verwandelt sich in eine entsetzliche Tragödie.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich alle bisherigen Bücher von Astrid Korten kenne, aber mein bevorzugtes Genre bleiben doch die Psychothriller der Autorin.

 

 





Samstag, 29. Mai 2021

Rezension: `Jenseits des Rheins` von Myriane Angelowski

 

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Wo ist Lenni?









Als der vierzehnjährige Lenni plötzlich verschwindet, sorgt sich seine Mutter sehr, aber die Polizei geht erstmal nicht von einem Verbrechen aus. 

Kommissarin Maline Brass übernimmt die Vermisstensache  und war zuerst nicht beunruhigt über das Verschwinden des Jungen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit, die man für die Suche hätte verwenden können.  Am nächsten Tag bekommt sie ein schlechtes Gewissen, weil sie der Sache nicht nachgegangen ist und macht sich Sorgen, wo der Junge sein könnte. Von Lenni fehlt jedoch inzwischen jede Spur. Ist er vielleicht abgehauen, weil er erfahren hat, dass sein Vater ihn seit Jahren belügt? 

In Rückblenden erfährt der Leser, was in den Monaten vor Lennis Verschwinden passiert ist. Vieles davon wird aus Lennis Sicht erzählt. Der Junge hatte panische Angst und wurde von seinen Mitschülern gemobbt und erpresst, weil er anders ist als die Kinder in der Schule.

In verschiedenen weiteren Handlungssträngen geht es um Lennis Vater, sowie um den merkwürdigen Einsiedler Zachäus, der mit zahlreichen Puppen in seinem Haus lebt.


Myriane Angelowksi hat wieder einen spannenden Krimi mit viel Lokalkolorit geschrieben, der mich von Anfang bis Ende fesseln konnte. Viele der Schauplätze kenne ich, was das Ganze noch interessanter für mich macht.

Da die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt werden, bekommt der Leser immer einen kleinen Vorsprung vor den Ermittlern.

Trotzdem verbirgt die Autorin erstmal geschickt viele Zusammenhänge, um dann auf einmal damit zu überraschen.

Aber auch in das chaotische Gefühlsleben des Jungen, mit dem dieser allein dasteht, konnte ich mich durch die bildhafte Beschreibung hineinversetzen.

Myriane Angelowski versteht es immer wieder aufs Neue, mich mit ihren, manchmal etwas verstörenden, Geschichten in ihren Bann zu ziehen und am Ende zu verblüffen.


Ganz klare Leseempfehlung für `Jenseits des Rheins.`






Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 19. Mai 2021

Rezension: `Ein neuer Horizont` von Margit Steinborn

 

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Kommt leider nicht an den ersten Teil heran!










`Ein neuer Horizont` schließt an die Geschichte in `Ein neuer Himmel` an. Eigentlich war der erste Teil abgeschlossen und für mich kein zweiter Band notwendig, aber nun gibt es eine Fortsetzung mit den Menschen auf dem Sandnerhof.

Wir erfahren, ob es mit Milena und David weitergeht, und ob es vielleicht auch für die Jüdin Hannah ein neues Glück geben kann. Milena lernt endlich ihren Bruder Tristan kennen, der wiederum nicht damit klarkommt, dass seine Familie in der Villa enteigneter Juden wohnt. 

Im Gegensatz zum ersten Teil passiert hier aber nicht wirklich viel Spannendes, eher plätschert alles etwas vor sich hin.

Der Schreibstil in `Ein neuer Horizont` ist einfach und manchmal ein bisschen naiv. Die Menschen waren mir alle ein wenig zu aalglatt, niemand hatte wirklich Ecken und Kanten. Zudem ist es absolut vorhersehbar, was im Laufe der Handlung passieren wird.

Trotzdem lässt sich das Buch ganz gut lesen, aber nach `Ein neuer Himmel, das mir wirklich sehr gut gefallen hat, hatte ich von dem zweiten Teil mehr erwartet. 


                                                                    




Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 13. Mai 2021

Rezension : `Der Polizist` von John Grisham

 

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Grisham zurück zur alten Form!!










Im neuen Roman von John Grisham treffen wir Jake Brigance wieder, den die Grisham Fans schon aus verschiedenen Justizthrillern kennen.

Diesmal geht es um einen sechzehnjährigen Jungen, der den Freund seiner Mutter erschossen hat. Leider war der Tote ein Polizist und bei den meisten Menschen im Ort sehr beliebt. Die Bewohner fordern die Gaskammer für den Mörder, am besten sofort. Richter Noose möchte Jake Brigance als Verteidiger des Jungen, doch Jake will die Vertretung auf keinen Fall übernehmen. Kein Anwalt möchte einen Polizistenmörder verteidigen, trotzdem bleibt es an ihm hängen. Gleichzeitig hat Jake sich noch um einen anderen großen Prozess zu kümmern. Ein Unfall auf dem Bahnübergang, bei dem es um eine Riesenentschädigung geht. 

Obwohl Jake ein brillanter Anwalt ist, drohen ihm beide Fälle zu entgleiten. Er wird angegriffen, unerwartete Zeugen der Gegenseite tauchen auf, die mächtige Familie des toten Polizisten macht Stunk, und dazu kommen noch Geldsorgen. 

Ganz unerwartet kommt ihm ein Zufall zur Hilfe, wodurch  das Ganze jedoch noch eine erstaunliche Wendung nehmen könnte.

Diesmal hat mich John Grisham mit seinem neuen Roman wieder total mitgerissen. Von Anfang an ist klar, wer der Mörder ist, aber nun geht es darum: Ist er schuldig oder nicht schuldig?

Der Leser wird wieder einmal Zeuge, wie es im amerikanischen Gerichtssaal zugeht. Wie der Aufbau einer Verteidigung geplant wird, und mit welchen Finessen die Anwälte arbeiten, wobei es irgendwann nur noch ums Gewinnen geht, und nicht um Gerechtigkeit. Jake ist ein sympathischer Protagonist, der auch in den schlimmsten Situationen nie seinen Humor verliert. Seine Familie und sein Team halten immer zu ihm, was ihm die nötige Stärke verleiht, die er für die Fälle benötigt.

Endlich mal wieder ein John Grisham Roman, der ihn in seiner alten Form zeigt, und an seine früheren, großartigen Justizthriller anknüpft.

                                                                 



Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionexemplares.


Montag, 10. Mai 2021

Rezension: `Ich will Dir nah sein` von Sarah Nisi

 

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Psychothriller mit Gänsehautgarantie!!








London, Lester Sharp arbeitet im Fundbüro des öffentlichen Nahverkehrs und katalogisiert dort alles, was in den Bahnen liegengeblieben ist. Immer wieder lässt er für ihn besondere Teile heimlich verschwinden und nimmt sie mit nach Hause. 

Als in die Wohnung neben ihm eine junge Frau einzieht, entwickelt er eine nahezu manische Besessenheit für sie. Er stalkt sie, belauscht sie, verfolgt sie, will ihr nahe sein. Immer wieder betritt er heimlich, mit einem Schlüssel, ihre Wohnung, wenn sie nicht zuhause ist. Die neue Nachbarin erinnert ihn an Shannon, eine Frau, die nicht mehr lebt.


Die Tänzerin Erin hat ein ungutes Gefühl, als ihr der neue Nachbar zum ersten Mal begegnet. Er ist ihr unheimlich und lehrt sie regelrecht das Fürchten, als sie merkt, dass er sie verfolgt.

In Rückblenden erfahren wir, dass es schon einmal eine Frau in Lesters Leben gab, von der er so besessen war wie jetzt von Erin, und es zeigen sich zunehmend Parallelen auf.

Die Story hat mich total gefesselt, ich habe schon lange keinen so packenden Psychothriller mehr gelesen. Es ist auch schon ewig nicht mehr vorgekommen, dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen konnte und ich die halbe Nacht gebannt weiterlesen musste. Dabei jagte mir des Öfteren ein kalter Schauer über den Rücken!

Hier ist kein Blutvergießen nötig gewesen, die Spannung wird nur durch psychologische Effekte erzielt.

Allein der Gedanke, dass sich solche Psychopathen durchaus ja wirklich in der Nachbarschaft herumtreiben könnten, macht mir direkt wieder eine Gänsehaut.

Sehr überrascht hat mich das völlig unvorhersehbare Ende, mit dem wahrscheinlich niemand rechnet.

`Ich will Dir nah sein` ist der erste Roman der Autorin und dann gleich ein wahrer  Knaller !

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

 

                                                         


 


Ich danke dem BtB Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.