Donnerstag, 23. Mai 2019

Rezension: `Nachts schweigt das Meer` von Kate Penrose


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Ziemlich langatmig!!











                                                        www.die-rezensentin.de





Detective Inspector Ben Kitto kehrt zurück auf die Insel, auf der er aufgewachsen ist. Er muss über sein weiteres Leben nachdenken, ob er in seinem Job weiterarbeiten kann und will oder nicht.
Aber anstatt zur Ruhe zu kommen, wird Ben gefordert, denn auf der Insel passiert ein Mord.

Die Suche nach dem Täter gestaltet sich extrem schwierig, obwohl nur wenige Menschen auf der Insel leben und infrage kommen.
Das Buch hat 438 Seiten, ich war mehrmals kurz davor, es an die Seite zu legen, habe mich aber dann doch durchgequält.
Langatmige Beschreibungen, vieles an der Handlung war für mich zu undurchsichtig und nicht richtig nachvollziehbar.
Und im Nachhinein betrachtet ist nicht wirklich viel passiert. Es plätschert einfach so vor sich hin. Es lässt sich lesen, wenn man nicht zu viel erwartet, aber mehr als drei Sterne kann ich beim besten Willen nach vergeben.
                                


 Ich danke dem Fischer Verlag und Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 21. Mai 2019

Rezension: `Mehr als die Erinnerung` von Melanie Metzenthin

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Historischer Roman/ Krimi













1920, Friederike von Aalen leitet mit ihrem Vater zusammen Gut Mohlenberg, eine Einrichtung für psychisch Kranke. Auch ihr Ehemann Bernhard ist einer von ihnen, denn seit einer Kriegsverletzung leidet er an einer Hirnschädigung.
In den 20er Jahren wurde mit psychisch Kranken noch ganz anders umgegangen als heute. Friederike und ihr Vater versuchen aber die Bewohner mit Dingen zu beschäftigen, die aufgrund ihres Intellekts möglich sind. Wir erfahren aber auch, wie es in anderen Kliniken zuging...

Als kurz hintereinander  mehrere bestialische Morde geschehen, machen die Dorfbewohner natürlich die `Irren von Mohlenberg` dafür verantwortlich.
Friederike glaubt daran, dass ihre Kranken keiner Fliege etwas zuleide tun können. Trotzdem weiß sie bald nicht mehr, wem sie auf Mohlenberg trauen kann und wem nicht. Sie macht sich heimlich auf die Suche nach dem Täter.

Ein ergreifender Roman, in dem verschiedene Themen verarbeitet wurden.
Besonders emotional empfand ich die Liebe zwischen Friederike und ihrem behinderten Mann Bernhard, die sich trotz aller widrigen Umständen weiterhin treu ergeben sind.
Ein historischer Roman, gepaart mit einer Mischung aus Krimi und Liebesroman. Der Schreibstil ist leicht, es lässt sich flüssig lesen, am Ende wirkt manches etwas konstruiert, aber trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.


                                                           
 

Freitag, 3. Mai 2019

Rezension: `Die stumme Patientin` von Alex Michaelidis

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Sehr gelungenes Debüt!!














                                                 www.die-rezensentin.de

                                                                                                               
Alicia Berenson hat ihren Mann ermordet und lebt seitdem in einer geschlossenen Psychiatrie. Seit Jahren spricht sie kein Wort und auch zu ihrer Verteidigung vor Gericht trug sie nichts bei.

Der forensische Psychiater Theo Faber ist schon lange fasziniert von der Frau, die er nur aus Zeitungsberichten kennt. Ihn spornt es an, dass sie bisher nicht redet und er möchte unbedingt mit ihr arbeiten. Er bewirbt sich in der Klinik Grove und wird ihr persönlicher Therapeut.

 Langsam versucht Theo Alicia näher zu kommen, um ihre  Beweggründe zu verstehen, denn eigentlich hält er sie für unschuldig.
 Zwischendurch erhält der Leser Informationen aus Alicias Leben und zwar in Form von Auszügen aus ihrem Tagebuch, das sie vor ihrer Verhaftung geführt hat.

Gleichzeitig hat Theo private Probleme mit seiner Frau, was mir zuerst zu ausführlich behandelt wurde. Erst später im Zusammenhang gesehen wird klar, welche Bedeutung die Ehekrise hat.
Ich würde `Die stumme Patientin` eher als Roman mit psychologischen Raffinessen und nicht als Thriller bezeichnen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut.
Ein mitreißende Story, die ohne besondere Action auskommt, aber sehr gut gemacht ist. Theo kümmert sich sehr intensiv um Alicia und bringt nach und nach einige Wahrheiten ans Tageslicht, wobei man sich wundert, wieso die Polizei nicht intensiver ermittelt hat.
Ein hervorragender Roman/ Thriller, der mich nicht direkt von der ersten Seite mitgerissen hat, aber nach ein paar Kapiteln konnte ich nicht mehr aufhören und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Autor überrascht mit außergewöhnlichen Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. `Die stumme Patientin` ist ein Debüt, das ich sehr gelungen fand.

                                       

Dienstag, 30. April 2019

Rezension: `Golden Cage` von Camilla Läckberg

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Etwas enttäuschend!!


















Faye hat alles, was eine Frau sich wünschen kann: einen attraktiven Mann, ein süßes Kind und genug Geld, um sich alle Wünsche erfüllen zu können.
Gemerkt hat sie aber gar nicht, dass sie inzwischen in die Rolle des Weibchens gedrängt wurde, für die es keinen anderen Lebensinhalt gibt, als es ihrem Mann recht zu machen.
Als er sie dann auch noch mit seiner taffen Kollegin Ylva betrügt, ist Faye auf einmal nur noch auf Rache aus.
Sie will Jack vernichten!
Das Buch fängt sehr spannend an, doch leider flacht es dann erheblich ab. Mir ist auch die Protagonistin etwas suspekt. Ehemals eine sehr intelligente Frau, hat sie jetzt quasi Angst vor ihrem eigenen Schatten. Sie macht sich klein, nur um  ihrem Mann zu gefallen und gibt sich selbst dabei völlig auf. Als er sie mit einer anderen betrügt, wird sie plötzlich wieder zu einer selbstbewussten, zielstrebigen Geschäftsfrau. Alles, was sie anpackt, klappt direkt und wird sofort zu einem Wahnsinnserfolg. Etwas sehr schwer nachzuvollziehen, für mich zu unrealistisch. Ihr einziges Ziel ist ihre Rache an Jack, bis er plötzlich verdächtigt wird, die gemeinsame Tochter ermordet zu haben...

Zwischendurch erfahren wir in Rückblenden, was sich einst in Fayes Heimatort zugetragen hat, wie ihre Kindheit verlief. Auch das passt für mich nicht mit ihrem späteren Verhalten in der Ehe zusammen.
Die vielen detailreichen Sexszenen fand ich zudem eher unnötig, fast störend.
Zum Ende hin nimmt die Story nochmal richtig Fahrt auf, das Ganze bekommt eine unvermutete Wendung, konnte mich aber trotzdem nicht ganz über den langweiligen Mittelteil hinwegtrösten. 
Nach den spannenden `Fjällbacka`- Krimis war ich von `Golden Cage` doch sehr enttäuscht.

                                                                       

Camilla Läckberg war im Rahmen der Lit. Cologne in Köln und hat `Golden Cage` vorgestellt. Meinen Bericht dazu könnt Ihr
  H I E R nachlesen

 Ich danke dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 27. April 2019

Rezension: `Das bedrohte Glück` von Ellin Carsta

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Spannende Fortsetzung!!


















Endlich geht es mit dem dritten Band der Hansen- Familiensaga  weiter.
Luise, inzwischen in die Ehe mit dem ungeliebten Hans Petersen gedrängt, arbeitet weiterhin im Kontor und die Aufgabe macht ihr Riesenspaß. Schon jetzt ist sie unentbehrlich für den Vater geworden und er hofft, dass sie ihm auch nach der Geburt des Kindes wie bisher hilft. Die nahende Geburt  macht Luise große Angst, denn sie hat eigentlich ganz andere Pläne. Schließlich gibt es noch Hamza, ihre Liebe aus Kamerun.


Wenn man die bisherigen Bände gelesen hat, hat man ja eine gewisse Vorstellung, wie alles weiterzugehen hat. Die Autorin überrascht aber mit Wendungen, die ich beim besten Willen nicht erwartet habe und die mir trotzdem gefielen.
Es war hochinteressant zu lesen, dass Luise ihre Zeit in Kamerun irgendwann in einem anderen Licht sieht. Und genau das ist eine Entwicklung, die ich total realistisch fand, denn damals war sie ein Kind und heute ist sie eine erwachsene, arbeitende Frau, die sich ein Leben ohne das Kontor nur schwer vorstellen kann. Wie wird es mit ihr und Hamza weitergehen?

Auch in Wien läuft nicht alles so, wie Karl es sich vorstellt. Gerade als er sich entschließt, sich ganz für Therese und die Kinder zu entscheiden, entdeckt ein Gauner sein lange gehütetes Geheimnis und Karl sieht nur einen Ausweg.


Der dritte Band der Hansen-Saga konnte mich genauso begeistern wie seine beiden Vorgänger. Sonntagmorgens begonnen, abends ausgelesen.. Leider. Nun heißt es für den Leser wieder warten, doch schon im Oktober geht es mit Band 4 weiter, auf den ich mich extrem freue, denn ich habe so gar keine Vorstellung, was darin passieren könnte.


                               





Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 5. April 2019

Rezension: `Nemesis` von Jilliane Hoffman

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Hat mir nicht so gut gefallen!














                           www.die-rezensentin.de


                                                                                                                   
`Nemesis` ist Band vier aus der C.-J.-Townsend Reihe. Den ersten Teil `Cupido`  fand ich genial, die anderen nicht so. Allerdings gefällt mir die `Bobby Dees` Reihe von J. Hoffman wieder richtig gut. Nun wollte ich, dem gerade erschienenen `Nemesis` aber doch eine Chance geben. 
C.-J. Townsend arbeitet inzwischen wieder in Miami bei der Staatsanwaltschaft.
Als sie bei einer getöteten jungen Frau eine Art Brandzeichen entdeckt, kommt bei ihr alles wieder hoch. Die Vergangenheit ist plötzlich allgegenwärtig. Sie ist die Einzige, die dem Mörder  William Bantling vor seinem Tod sein Geheimnis entlocken konnte, doch darüber muss sie schweigen. C.-J. weiß genau, was dieses Brandzeichen zu bedeuten hat: `Der Club` ist wieder aktiv und es wird nicht bei diesem einen Opfer bleiben. Um die Mitglieder des Clubs zu stoppen, muss C.-J das Gesetz selbst in die Hände nehmen.

Bis dahin gefiel mir das Buch, doch dann wurde es zu unglaubwürdig. Eigentlich war das, was C.-J. sich vorgenommen hatte, mit viel Vorplanung und Recherche verbunden, doch bei ihr ging alles kinderleicht. Ich fand die Story an den Haaren herbeigezogen und es gab viel zu viele Zufälle, die gerade perfekt passten. Zusätzlich steckt C.-J.  mal eben alles so weg, was passiert und geht einfach zur Tagesordnung über. Ich kann nicht genauer darauf eingehen, sonst würde ich zu viel vom Inhalt verraten.
Plötzlich im krassen Gegensatz zu den Ereignissen finden wir C.-J. und ihren Mann in der Adoptionsstelle wieder. Das passt gar nicht zu einem verantwortungsvollen Menschen, der nicht weiß, was der morgige Tag  bringen wird. 
Man konnte das Buch lesen, wenn man nicht zu viel hinterfragt, aber von mir gibt es diesmal keine Empfehlung.


                                             









Ich danke dem Wunderlich/ Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.






Donnerstag, 4. April 2019

Lesung: Lit Cologne: Camilla Läckberg in Köln 30.03.2019


                                                                                               
                                                                                                                       www.die-rezensentin.de

Von Camilla Läckberg habe ich bisher nur `Die Eishexe` gelesen, war aber total begeistert davon. Nun ist ihr neues Buch erschienen und sie kam nach Köln, um es im Rahmen der Lit.Cologne vorzustellen. Die Lesung fand auf dem Literaturschiff auf dem Rhein statt, was immer ein Erlebnis ist.


















Um 18 Uhr erschien Camilla Läckberg mit Moderator Philipp Schwenke und der Sprecherin Vera Teltz auf der Bühne. Vorher wurde noch mitgeteilt, dass Camilla in diesem Jahr nur einmal in Deutschland ist und zwar in Köln.







Camilla spricht perfekt Englisch und so schnell, wie sie erzählte, kam der Moderator gar nicht mit dem Übersetzen nach.
Sie hat mehrere Anekdoten zum Besten gegeben, am meisten hat mir diese Geschichte gefallen: Als ihre Kinder so acht und zehn Jahre alt waren, flog sie mit ihnen nach New York. Kurz vorher guckten sie sich zusammen den Film `Alive- Überleben` an, in dem die Spieler einer Fußballmannschaft abstürzten und anschießend ihre Mitreisenden aßen. Nun dachte ich, die Pointe wäre, dass Camillas Kinder seitdem Angst vorm Fliegen hatten. Aber nein.... seitdem überlegen sie immer zusammen, während sie noch beim Boarding sitzen, wen von den Mitreisenden sie als ersten verspeisen würden. Sie hat das so lustig erzählt, dass das Publikum grölte vor Lachen..





Camilla hatte so viele Geschichten auf Lager, dass ich die Hälfte schon vergessen habe.
Zwischendurch las Vera Teltz aus dem Buch. Sie ist bekannt aus dem Fernsehen und außerdem hat sie in ca. 500 Filmen synchronisiert. Die Stimme kommt einem auch direkt bekannt vor. Ich wusste sofort, dass sie bei der Serie `The Mentalist` die Stimme der Teresa Lisbon ist. Sie las richtig gut, es machte riesigen Spaß, ihr zuzuhören.

















Es war ein kurzweiliger, lustiger Abend, bei dem das Publikum sehr gut unterhalten wurde. Als das Schiff angelegt hatte, signierte Camilla, sprach jeden Besucher persönlich an und Laura durfte  ein Foto mit ihr machen.



©A. Lunau


Laura  und Camilla   ©A. Lunau

Die Lesungen sind ja immer unterschiedlich, aber diese war mal wieder etwas ganz Besonderes und ein richtiges Highlight!!