Samstag, 14. Juli 2018

Rezension: `Die Zeit der Kraniche` von Ulrike Renk

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Streckenweise sehr langatmig!!
















Sehnsüchtig habe ich den dritten und letzten Teil der Ostpreußen- Saga erwartet. Von den ersten beiden Bänden war ich total begeistert. Nun gibt es ein Wiederlesen mit Frederike und ihrer Familie und wir befinden uns mitten im zweiten Weltkrieg in Ostpreußen.
Die Russen kommen immer näher, viele Gutsbesitzer flüchten in den Westen, denn es scheint immer noch besser, Engländern oder Franzosen in die Hände zu fallen, als dem `Iwan.`  Da Gebhard verhaftet wurde und sein Schicksal ungewiss ist, weigert sich Frederike, ohne ihn zu fliehen.

`Die Zeit der Kraniche` hat mich nicht so mitgerissen wie die ersten beiden Teile. Ich fand vieles sehr langatmig beschrieben, dutzende Male wurde über das Essen berichtet. Kessel aufsetzen, Wasser kochen, Rüben putzen. Rüben verarbeiten, Rüben essen usw. Sicher war es zu der Zeit ein großes Thema, wo man etwas zu essen herbekommt, doch auf Dauer fand ich das too much.
Andererseits erfährt der Leser viel über Ostpreußen, die größeren Häuser mussten ganze Flüchtlingsfamilien aufnehmen und sich sehr einschränken. Trotzdem ging es den Menschen auf dem Land noch lange gut, im Gegensatz zu den Städten wie Berlin u.v.a.   Die Gutsherren verloren jedoch alles, was seit ewigen Zeiten im Familienbesitz war, denn den russischen Kommunisten waren gerade die besser gestellten Menschen ein Dorn im Auge. Manche Familien mussten von jetzt auf gleich fliehen und hatten nichts als einen Koffer dabei.

Frederike ist eine sympathische, taffe Frau, die es nicht immer leicht gehabt hat im Leben und auch jetzt muss sie wieder alles allein durchstehen, denn Gebhard bleibt erstmal in Haft.
Die Unterstützung durch die Familie  hilft ihr, woanders Fuß zu fassen, doch die Sorge um Gebhards Schicksal bleibt, weil sie keinerlei Kontakt zu ihm hat.

Ulrike Renk schafft es, den Leser in die Zeit des zweiten Weltkrieges hineinzuversetzen, ich habe vieles bildhaft vor mir gesehen. Deutschland wurde geteilt, aber niemand konnte sich vorstellen, dass das die nächsten Jahrzehnte so bleiben wird. Gefallen hat mir Gebhards Bruder, überzeugter Kommunist, der auch irgendwann merken muss, dass der Grundgedanke gut ist, aber die russischen Besatzer bei weitem nicht jeden gleich behandeln.
Die Leiden und Mühen der Kriegszeit konnte die Autorin gut vermitteln, trotzdem musste ich mich streckenweise wirklich durch das Buch quälen, da hätten 100 Seiten weniger auf jeden Fall gereicht.




               


Ich danke Netgalley und dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Rezension: `Gleis der Vergeltung` von Astrid Korten

                                                           
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Das war Nervenkitzel pur !!!








Lynn von Raaben ist das Schlimmste passiert, das man sich so vorstellen kann. Auf den Weg zur Trauung verunglückt ihr Bräutigam tödlich. Lange Zeit kommt sie nicht über seinen Tod hinweg, bis eines Tages eine Frau vor ihrer Tür steht und ihr etwas  über den Unfall erzählt, das Lynn endlich wieder einen Lebensinhalt gibt- Rache!


In verschiedenen Handlungssträngen wird aus der Sicht mehrerer Personen berichtet. Da gibt es die Clique von früher, zwei Männer, eine Frau, die sich schuldig am Tod ihres Freundes fühlen, der tödlich verunglückt ist.
Und Lynn, die Protagonistin, die in der Ich- Form erzählt.
In Lynns Kindheit ist auch so einiges schiefgelaufen, darüber erfährt der Leser nach und nach erschütternde Details, die einen sehr betroffen machen.
Die Story soll tlw. auf wahren Begebenheiten beruhen, das macht das Ganze noch schrecklicher.

Astrid Korten hat sich hier selbst übertroffen, eine sehr verzwickte Geschichte mit vielen Verwicklungen, absolut spannend umgesetzt. Für mich war das Nervenkitzel pur.
Bis zum Schluss sind einem die Zusammenhänge nicht klar und vielleicht ist ja auch alles ganz anders gewesen, als man vermutet.
Ein aufwühlender, bewegender, spannender und mitreißender Thriller, den man schlecht aus der Hand legen kann.




Sonntag, 8. Juli 2018

Rezension: `Wähle den Tod` von Jutta Maria Herrmann

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Wähle den Tod!!












Jana führt mit ihrem Mann und den beiden Kindern ein recht idyllisches Familienleben. Es gibt jedoch Geheimnisse in ihrer Vergangenheit, von denen weder ihr Mann noch sonst jemand etwas weiß. Deswegen ist sie zu Tode erschrocken, als es einen Angriff auf ein Familienmitglied gibt und sie schnell ahnt, dass es einen Mitwisser gibt.
Obwohl ziemlich bald klar ist, dass derjenige nicht spaßt und auch zu allem fähig ist, zieht sie ihren Mann immer noch nicht ins Vertrauen, sondern versucht auf eigene Faust etwas herauszufinden.
Als plötzlich ihre Kinder verschwinden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...


Jutta Maria Herrmann hat sich wieder eine fesselnde Story ausgedacht und so verpackt, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, nur bei einer Person wechselte meine Sympathie sich mit Antipathie ab, bis ich die Person für ihr Verhalten gehasst habe.

Man kann die ganze Zeit mitfiebern, ob Jana es rechtzeitig schafft, die Kinder zu befreien. In kurzen Rückblenden erfährt man etwas über ihre Vergangenheit, doch für den Leser scheint es erstmal gar nicht so schwer zu wiegen.
Ziemlich zum Schluss wird der Leser aufgeklärt, u.a. über Janas Beweggründe, womit ich nicht gerechnet hatte und was der Geschichte eine unvorhersehbare Wendung gibt.
Der Spannungsbogen hält sich, durch falsche Fährten und unerwartete Geschehnisse permanent oben. Im letzten Viertel  überschlagen sich die Ereignisse etwas und manches empfand ich ein wenig unglaubwürdig.
Trotzdem ist `Wähle den Tod` ein lesenswerter, packender Psychothriller, den ich gerne weiterempfehle!




                                      
Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Gewinnerziehung !!!!

Liebe Leser,

 ich habe drei Gewinner gezogen!!!







Den neuen Thriller von Astrid Korten haben gewonnen:::




Oaf L....                         
Monja F....
Sabine K....                                             


Herzlichen Glückwunsch!!!
Ich melde mich aber auch noch bei euch!

Ein kleines Trostpflaster für alle, die diesmal nicht gewonnen haben-  Im Moment gibt es das eBook für den Kindle für 1,99€


Klickt auf das Cover und Ihr gelangt zum eBook!

Dienstag, 19. Juni 2018

Rezension: `So dunkel der Wald` von Michaela Kastel

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`Wie bringt man einem Kind blinden Gehorsam bei? Indem man es bricht!`







Jannik und Ronja leben weit entfernt von einer Stadt mitten im Wald, zusammen mit `Paps` und den jüngeren Geschwistern.
Ronja erzählt in der Ich- Form: Dass sie keine richtige Familie sind, hat sie schon fast vergessen,  auch dass weder Jannik ihr Bruder, noch Paps ihr Vater ist.
Es ist erschreckend, dass beide fast erwachsen sind, aber es doch nicht schaffen, sich gegen Paps zur Wehr zu setzen und ihn noch bei seinem grausamen Tun unterstützen. `Wie bringt man einem Kind blinden Gehorsam bei? Indem man es bricht!`  Das hat Paps geschafft, alle Kinder gehorchen aufs Wort und erledigen blind, was er verlangt.


Der Thriller von Michaela Kastel hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Manche Dinge blieben erstmal im Dunkeln und erst nach und nach versteht der Leser, was hier vor sich geht.
Atmosphärisch düster  und unheimlich beschreibt die Autorin die Geschehnisse im tiefen Wald. Ich hatte die Menschen, das alte Haus und `das Loch` bildlich vor Augen.

Als plötzlich die Freiheit zum Greifen nah ist, ändert sich alles, doch nicht zum Guten, denn Jannik und Ronja sind überhaupt nicht gewohnt, eine einzige Entscheidung allein zu fällen.
 Jahrelange Gefangenschaft, Folter und Unterdrückung lassen einen Menschen anscheinend völlig anders handeln, als man es als normal denkender Mensch vermuten würde.
Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich so gepackt hat. Eine ganz klare Kaufempfehlung für Leser, die nicht ganz so zartbesaitet sind.





Ich danke dem Emons Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.



Mittwoch, 13. Juni 2018

Gewinnspiel !!!!!

Liebe Leser, langsam wird es mal wieder Zeit für ein Gewinnspiel oder was meint Ihr?




Der neue Thriller von Astrid Korten ist im Mai/18 erschienen und bis jetzt gibt es 98% begeisterte Rezensionen.



Klappentext
GLEIS DER VERGELTUNG
Psychothriller nach einer wahren Begebenheit.

„Sein Tod hat sich wie Stacheldraht um mich gewickelt. Ich kenne die Wahrheit und ich will Vergeltung ...“
Klickt auf Cover u.seid bei Amazon

Lynn-Elisabeth von Raaben erlebt den dunkelsten Tag ihres Lebens, der ihr schönster hätte werden sollen. Benedikt, ihr Verlobter, verunglückt tödlich auf dem Weg zu seiner Braut.
Sieben Jahre später erhält Lynn den Anruf einer Frau, der sie völ-lig aus der Bahn wirft und der Benedikts Unfalltod in ein anderes Licht rückt.
Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Als wenig später ein Mord geschieht, stürzt Lynn in den Abgrund ihrer eigenen grauenvollen Vergangenheit ...

Ein erschütternder Psychothriller um Opfer und Täter, um Recht und Unrecht, um Irreführung und Rache. Gleis der Vergeltung handelt von Gleichgültigkeit, Verstörung, Wut und brachialem Hass.



Was müsst Ihr tun, um eines der begehrten Exemplare zu gewinnen????



Bitte kommentiert hier oder bei Facebook, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält.

Ihr müsst mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Bis zum 20.06.2018 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.
Dann könnt Ihr euch aussuchen, ob Ihr lieber ein eBook möchtet.

Mehr über Astrid Korten und ihre Bücher könnt Ihr auf ihrer HOMEPAGE erfahren!

 © Astrid Korten

Ein Teil des Erlöses aus dem Buchverkauf geht an diverse Kinderschutzorganisationen.


Noch etwas zum Datenschutz:

Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.


Montag, 11. Juni 2018

Rezension: `Tanz gegen den Tod` von Luca Ferraro


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Spannend !!
















Schon der erste Band um den Gerichtsmediziner Johann Sorbello hat mich begeistert, nun geht es mit einer spannenden Story weiter.
Während eines schlimmen Unwetters in Genua werden Leichen angeschwemmt, verpackt in Säcken der Gerichtsmedizin.
Die Polizistin Susanna findet heraus, dass die gefundenen Leichen eigentlich schon seit Jahren tot sein sollen. Irgendetwas stimmt hier nicht und alle Spuren deuten auf Unregelmäßigkeiten in der Gerichtsmedizin hin. Susanna zieht Johann ins Vertrauen und sie kommen zusammen mit Johanns Freundin Enza einer Wahnsinnsgeschichte auf die Spur.
Zuerst scheint es so, als ob es um Nekrophilie geht, doch was sie dann herausfinden, ist eigentlich unfassbar. Der Autor lässt uns in menschliche Abgründe blicken, die einen erschüttern.
 Außerdem wird es extrem gefährlich für Johann und Enza.
  
Das Buch ist in verschiedene Handlungsstränge unterteilt, sodass aus mehreren Blickwinkeln unterschiedlicher Personen berichtet wird. Durch die Angabe von Zeit, Datum und dem Erzählenden ist es dennoch für den Leser einfach, der komplexen, ausgefeilten Handlung zu folgen.
Johann ist ein sympathischer Protagonist, auch wenn er ein paar Macken hat, Enza und Susanne sind  zwei taffe Frauen, die mir sehr gut gefielen. Doch es gibt noch jede Menge anderer Charaktere, es hat auch ein bisschen gedauert, bis ich alle auseinanderhalten konnte.
`Tanz gegen den Tod` steht dem ersten Band in nichts nach, hat mir sehr gut gefallen.






Montag, 4. Juni 2018

Rezension: `Die Frauen vom Löwenhof- Agneta` von Corina Bomann

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Ein Lesevergnügen!!!










Agneta ist die Rebellin der Familie, denn anstatt den Eltern zu gehorchen, sich früh zu vermählen und ihr Leben als gute Ehefrau zu verbringen, geht sie alleine nach Stockholm und studiert Kunst. Das war natürlich 1913 etwas Besonderes, zumal sie noch mit einem jungen Mann in wilder Ehe zusammenlebt.

Der Unfall ihres Vaters und Bruders bringt alles durcheinander und Agneta muss nach Hause zurückkehren und das elterliche Gut verwalten.
Sie durchlebt schwere Zeiten, Ihr Freund verlässt sie, es gibt ewig Spannungen zwischen ihr und ihrer Mutter, dazu muss sie um die Anerkennung in der Gesellschaft kämpfen. Eine Frau als Gutsherrin wird nicht leicht akzeptiert, doch Agneta bekommt unerwartet Hilfe durch Max, ihren neuen Verwalter. Nach und nach kommen sie sich auch privat etwas näher, doch auch diese Liebe scheint unter keinem guten Stern zu stehen.

Eine spannende Handlung, sehr facettenreiche Charaktere und ein wunderbarer Schreibstil machen die über 700 Seiten zu einem wahren Lesevergnügen.

 Kennt Ihr das?? Ein Buch, in dem man ewig weiterlesen möchte? So eins ist `Die Frauen vom Löwenhof.`
Gott sei Dank erscheint schon im September der nächste Teil, auf den ich mich tierisch freue.

Eine ganz klare Kaufempfehlung für diesen hervorragend geschriebenen Schmöker!!



Ich danke dem Ullstein Verlag und netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.