Mittwoch, 13. März 2019

Rezension: `Das Haus der Verlassenen` von Emily Gunnis

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Nicht ganz mein Geschmack !


















Sussex,  Die Journalistin Sam findet in der Wohnung ihrer Großmutter einen alten Brief, der sie nicht mehr loslässt. Geschrieben wurde er von Ivy, einem jungen Mädchen, das in den 50er Jahren in einem Heim für ledige Mütter untergebracht wurde und dort schrecklich verzweifelt an ihren Liebsten schrieb.
Sams journalistisches Interesse ist natürlich geweckt und sie versucht, mehr über das Heim und das Mädchen herauszufinden.

Das Buch fing total spannend und vielversprechend an, eine richtig aufregende Geschichte. Der Leser erfährt in Rückblenden, was sich damals im Heim St. Margaret`s abspielte. Schlimm, was sich dort zugetragen hat und man weiß ja, dass es diese Heime viele Jahre später immer noch gab.

 Aber irgendwann fand ich die Handlung undurchsichtig, sie wirkt streckenweise extrem konstruiert und zu allem Überfluss wird das Ganze auch noch mit mystischen Elementen gespickt.
 Meiner Meinung nach hätte die Autorin das Thema  besser verarbeiten können, es waren mir einfach zu viele Zufälle und ich fand wenig glaubhaft, was passierte.
So begeistert ich zu Anfang gelesen habe, umso mehr musste ich mich zum Ende hin quälen, um das Buch nicht wegzulegen.
Mehr als drei Sterne kann ich beim besten Willen nicht vergeben.


Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 11. März 2019

Rezension: `Das Bekenntnis` von John Grisham



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Mord ohne Motiv?
















1946, Clanton, Mississippi

Zu Beginn des Buches erschießt der Farmer und hochdekorierte Kriegsveteran Pete Bannent den beliebten Pfarrer des Ortes. Niemand versteht, aus welchem Grund er das getan hat und Pete schweigt zu seinem Motiv beharrlich.
Wie immer bei John Grisham geht es auch in diesem Roman um den anschließenden Prozess, der für Petes Anwalt extrem schwierig ist, denn Pete trägt nichts zu seiner Verteidigung bei.
Auch seine Familie kann ihn nicht umstimmen.
Das Buch ist in drei große Abschnitte eingeteilt. Die Gegenwart, die Zeit vor der Tat und Petes Erlebnisse im Krieg. Die Berichte aus dem Krieg fand ich sehr langatmig, eigentlich überflüssig oder fast schon störend. Man konnte vielleicht die Gemütsverfassung, in der  Pete sich nach dem Krieg befand, besser verstehen, aber richtig viel zu tun hatten sie mit dem Rest nicht.
Denn Hunderte von Seiten lang hofft der Leser eigentlich auf eine Aufklärung. Aus welchem Grund tötete Pete den Pfarrer und wieso verteidigt er sich nicht?
 Durch sein Schweigen nimmt er in Kauf, dass seiner Frau und den Kindern alles genommen wird, also was steckt wirklich dahinter?
Grisham ist mein Lieblingsautor, ich mag seinen Stil, der ja eigentlich immer gleich ist. Die knapp 600 Seiten hatte ich in zwei Tagen verschlungen, trotzdem hat mich das Ende ziemlich überrascht.
Für Grisham Fans ein Muss!


                                                  




 Ich danke dem Heyne Verlag   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 10. März 2019

Rezension: `Annas Rückkehr` von Rose Philipps



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Dramatische Familiengeschichte!

















Berlin, 1955. Die erfolgreiche Opernsängerin Anna fährt zu einem Konzert nach Berlin. An ihre Kindheit hat sie nur schlechte Erinnerungen, trotzdem möchte sie ihre Mutter und ihren Bruder Anton wiedersehen, die immer noch in der alten Wohnung leben.

Anna kann ihrer Mutter nicht verzeihen, dass sie sie als Kind verlassen hat. Grete Künke versucht, ihrer Tochter zu erklären, was damals wirklich passiert ist, doch bevor sie richtig anfangen kann, stirbt sie.
Nun möchte auch Anton wissen, was geschehen ist und was die Geschwister  gemeinsam über die Vergangenheit herausfinden, lässt so einiges in einem ganz anderen Licht erscheinen.
In Rückblenden erfährt der Leser, wie es in Annas und Antons Kindheit wirklich aussah.
Ich habe schon viel über die Nazizeit gelesen, bin jedoch über manche Dinge immer wieder erschüttert. Kinder, die einen kleinen Makel besaßen, z.B. stotterten oder irgendetwas, das aus der Sicht des Führers schon als Fehlbildung galt, wurden `aussortiert`oder zu Versuchen missbraucht.
 Auch in diesem Roman spielt das Thema eine große Rolle und nach und nach begreift Anna, was ihre Mutter und deren Freundin Elli, die Frau des Reichsleiters, getan haben. Welche Gewissenskonflikte ausgekämpft und welche Gefahren ausgestanden wurden. Annas Schicksal ähnelt dem vieler Kinder in der Zeit des NS- Regimes und die Autorin hat die verschiedenen Zeitebenen so geschickt miteinander verbunden, dass es sich sehr flüssig lesen ließ.
Eine dramatische und emotionsgeladene Familiengeschichte, zum Ende hin für meinen Geschmack etwas zu konstruiert, aber sehr lesenswert.





Ich danke Netgalley  und dem Bookspot Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 1. März 2019

Rezension: `Lazarus` von Lars Kepler

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Wieso habe ich Lars Kepler nicht früher entdeckt??

















`Lazarus` war mein erstes Buch von Lars Kepler und ich muss sagen, jetzt bereue ich, nicht schon eher auf ihn aufmerksam geworden zu sein.

Der Polizist Joonna Linna hat schlimme Zeiten hinter sich, doch jetzt scheint sein Leben endlich in ruhigen Bahnen zu verlaufen.
 Leider jedoch nur so lange, bis er durch ein unerwartetes Ereignis vermutet, dass sein Erzfeind Jurek Walter noch lebt.
Das ist eigentlich unmöglich, denn Jurek wurde erschossen und niemand glaubt Joonna, als er behauptet: Jurek lebt!
Deswegen wird auch von Seiten der Kollegen zuerst nichts unternommen, doch Joonna verlässt zusammen mit seiner Tochter fluchtartig die Stadt, weil er für diesen Fall  seit Jahren alles vorbereitet hat.

 Der Leser ist immer ein wenig besser informiert, weil aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird.

Ein bisschen irritiert war ich, als vor allem zu Anfang sehr viele Figuren vorgestellt werden, da kommt man schon leicht durcheinander, später hatte ich aber alle Personen auf dem Schirm.

 Lazarus` fand ich unglaublich spannend, wenn auch vieles etwas unrealistisch war, weil es für den Täter oft ein wenig zu glatt ging. Immer ist er seinen Verfolgern einen Schritt voraus. Trotzdem tat das der Spannung keinen Abbruch. Das Buch war einfach total fesselnd und ich habe die  630 Seiten geradezu inhaliert.



 Ich danke dem Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 27. Februar 2019

Rezension: `Liebes Kind` von Romy Hausmann

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WOW! Was für ein Pageturner!!!!


















Wer ist die Frau, die nach einem Verkehrsunfall in die Klinik eingeliefert wird und von sich behauptet, sie hieße Lena? Handelt es sich wirklich um die seit vielen Jahren vermisste Lena Berg? Und wieso verhält sich ihre kleine Tochter Hannah so merkwürdig?

In Rückblenden erfahren wir, was sich vorher abgespielt hat. In einer Hütte im Wald leben zwei Kinder mit ihrer Mutter, der Vater kommt nur abends öfter vorbei und sieht nach dem Rechten. "Wer seine Kinder liebt, schließt sie ein und beschützt sie so vor Gefahren von außen." Das wissen Hannah und ihr Bruder Jonathan, denn sie kennen ihr Leben lang nichts anderes als die Hütte. Für die nötige Luftzufuhr sorgt ein Zirkulationsapparat, den der liebende Vater besorgt hat.

Alles ändert sich, als die Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird und ins Krankenhaus kommt. Wer ist die Frau wirklich, die die Kinder Mama nennen?
Nach und nach gelangen Einzelheiten ans Tageslicht, die einen erschüttern. In verschiedenen Handlungssträngen kommen die Personen in der der Ich- Form zu Wort und erzählen aus ihrer Sicht. Wenn man nicht inzwischen aus den Medien wüsste, dass es so etwas wirklich gibt, hätte ich gesagt, die Autorin hat zu viel Fantasie. Aber leider kann es genauso passiert sein, was das Ganze zu einem schockierenden Psychothriller macht.

Als Vielleserin bin ja gar nicht so leicht zu beeindrucken, aber `Liebes Kind` hat es geschafft, dass ich mir mal wieder eine Nacht um die Ohren gehauen habe, weil es mich so gefesselt hat.

Spannend, mitreißend, dramatisch, ergreifend, hier trifft alles zu. Romy Hausmann hat einen Hammer- Thriller geschrieben, einen wahren Pageturner!!!
Absolute Leseempfehlung !!!

                                 

Dienstag, 26. Februar 2019

Rezension: `Der weisse Ahorn` von Mina Baites



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Spannender Auftakt zu einer neuen Familiensaga!!
















`Der weiße Ahorn` ist der Auftakt zu einer neuen Saga um die Berliner Familie Breitenbach.
Der Schuhfabrikant Hermann Breitenbach und seine beiden Söhne Georg und Theodor haben die Firma mit viel Arbeit und Engagement zu einem namhaften Unternehmen gemacht.
Auch Rosa, die Jüngste, hilft fleißig mit, obwohl sie eigentlich ganz andere Pläne für die Zukunft hat.
Als die Fabrik in Not gerät, soll Georg eine Tochterfirma in Amerika aufbauen, sozusagen als zweites Standbein. Rosa setzt alles dran, ihren Traum von einer eigenen Schule zu verwirklichen und begleitet ihren Bruder.

Die Handlung spielt an mehreren Schauplätzen. Wir erleben die Reise und das Leben in Amerika, genauso wie Hermanns Sorgen in der Firma in Berlin.
 Theodor hat zusätzlich eigenen Kummer, denn in seiner Ehe ist er todunglücklich, erst recht, seit er die wunderschöne Vanda getroffen hat, doch eine Scheidung zu der damaligen Zeit war nicht so einfach.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, zumal sie durch die Handlungsorte Amerika und Berlin so vielseitig ist. Die  Charaktere sind zum größten Teil sehr sympathisch, sodass die Familie  Breitenstein mir direkt ans Herz gewachsen ist.

`Der weiße Ahorn´  ist spannend geschrieben, interessant fand ich auch, im Nachwort nachlesen zu können, dass viele der Mitwirkenden wirklich gelebt haben. Das dort erwähnte Kuriositätenkabinett, das auch im Buch vorkommt, hat mich etwas erschüttert, vor allem, wenn ich mir vorstelle, woran sich die Menschen belustigt haben.
Ich freue mich auf ein Wiederlesen mit der Familie Breitenbach,   allerdings müssen wir auf den zweiten Band noch sehr lange warten.(Nov.19)



 Ich danke netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 18. Februar 2019

Gewinnerziehung !!!!

        Ihr Lieben,
                   es ist soweit !!🎉🎉🎉

 Ich habe zwei Gewinner gezogen. 



`Die Akte Rosenrot` haben  gewonnen:

                            

1 eBook: Ulrike S. (von  Facebook)
        1 Buch : Anithing ( hier vom Blog)

                      Herzlichen Glückwunsch !!!!

Ich gebe eure Adressen weiter an die Autorin und wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen.

Donnerstag, 14. Februar 2019

Rezension: `Die ewigen Toten` von Simon Beckett

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Spannender Thriller mit einigen unerwarteten Wendungen!!



















Im ehemaligen Krankenhaus St. Jude wird schon lange niemand mehr behandelt. Wie kann es sein, dass dort noch Menschen gefunden werden?  Hinter Wänden, die es eigentlich gar nicht geben darf ?

Dr. David Hunter, der forensische Anthropologe, wird beauftragt, herauszufinden, was passiert ist und wie die Menschen zu Tode gekommen sind.

Die Bergung der Leichen ist nicht gerade einfach und Hunter gerät in einige Gefahrensituationen, die ihm alles abverlangen.



Am Anfang fehlte es mir ein bisschen an Spannung, denn Simon Beckett  lässt es ziemlich langsam angehen. Zuerst wird  sehr detailliert über die Knochenfunde und die Arbeit in der Forensik geschrieben. Natürlich habe ich immer gerade während des Essens gelesen, das ist nicht unbedingt zu empfehlen.


Manchmal fragte ich mich schon, wann denn endlich etwas mehr passiert, doch dann ging es los... Auf einmal überschlugen sich die Ereignisse  fast und haben mich voll entschädigt für den etwas gemächlichen Anfang.

Die Story fand ich spannend, allein dieses alte Gemäuer, die ehemalige Klinik, ist schon eine gruselige Location, die einem Gänsehaut verursacht. Dann die Vorstellung, dort liegen schon jahrelang Menschen in ihren Betten - eingemauert ohne Zugang, kann dem Leser schon etwas den Atem rauben.

Ich habe nicht alle Hunter- Romane gelesen, aber trotzdem kam ich ganz gut in die Story rein. Hunter ist ein sympathischer Protagonist, mit dem ich schnell warm wurde. Die Wendungen, die die Handlung nahm, waren nicht vorhersehbar, aber für mich sehr spannend, gerade weil ich sie so nicht erwartet hatte.
Für Beckett- Fans eine ganz klare Leseempfehlung !





Ich danke dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.