Montag, 3. Mai 2021

Rezension: `Eine perfekte Ehe` von Kimberly McCreight

 

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(K)eine perfekte Ehe !









Lizzy, Anwältin in einer großen Kanzlei, bekommt einen Anruf aus der berüchtigten Haftanstalt Rikers. Ihr ehemaliger Kommilitone Zach sitzt dort ein. Seine Frau Amanda wurde erschlagen aufgefunden und Zach gilt als der Hauptverdächtige. Obwohl Lizzy keine Erfahrung bei Mordfällen hat, lässt sie sich von Zach überreden und übernimmt die Verteidigung.

Schon bald merkt sie, dass Zach ein falsches Spiel spielt und er nicht aus alter Freundschaft auf sie gekommen ist. Trotzdem ist sie überzeugt, dass er den Mord nicht begangen hat. Doch wer kommt als Täter in Frage?

In Rückblenden erleben wir die getötete Amanda in den Tagen vor dem Mord. Sie war froh, endlich Freunde gefunden zu haben, denn ihre Ehe war alles andere als glücklich. Wer war der unheimliche Anrufer?  Kannte sie ihren Mörder oder war es vielleicht doch der Ehemann?


Nach und nach lässt die Autorin den Leser hinter die gut einstudierten Fassaden der Menschen blicken, und nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Was verschweigen Amandas Freunde in dem vornehmen Wohnviertel? Lizzy plagen plötzlich noch ganz andere Sorgen. Kann es wirklich sein, dass ihr eigener Mann Sam mit dem Mord zu tun hat? 

`Eine perfekte Ehe` lässt sich durch die kurzen Kapitel sehr gut lesen, auch wenn ich manche Stellen etwas zu langatmig empfand. Es wird immer aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, die vieles in anderem Licht erscheinen lassen. Für den Leser bleibt es sehr undurchsichtig, was aber auch den Spannungsbogen oben hält.

 Das Ende kam allerdings etwas abrupt und hat mich nicht so ganz befriedigt, aber insgesamt hat mir der Thriller gefallen.


                                                 


Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 29. April 2021

Rezension: `Die Senfblütensaga- Zeit für Träume ` von Clara Langenbach

 

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Zeit für Träume










Emma ist anders als andere Mädchen in ihrer Zeit. Sie möchte lernen und studieren, sie möchte etwas bewirken und nicht nur das hübsche Anhängsel eines Ehemannes sein.

Als sie in Straßburg an der Universität ankommt, erlebt sie gleich den ersten Dämpfer, man belächelt sie nur und schickt sie direkt zurück nach Hause.

Emmas Eltern möchten ihre Tochter so schnell wie möglich verheiraten, um ihr diese Flausen auszutreiben.

In einem anderen Handlungsstrang treffen wir Carl Seidel, dessen  Herz für die Senfherstellung brennt, und der sich ein Leben im Fuhrunternehmen seines Vaters nicht vorstellen kann.

Emmas und Carls Wege kreuzen sich immer wieder, auch wenn es mit dem Wunsch von Emmas Eltern, eine Verlobung zu arrangieren, nicht geklappt hat. Während Emma und Carl sich anschließend doch noch annähern, ist auch der Franzose Antoine sehr angetan von Emma. Doch ihre Eltern haben inzwischen schon einen neuen Heiratskandidaten ausgesucht. 

Der erste Teil der Senfblüten-Trilogie spielt in Metz, 1908. Emma ist für die damalige Zeit eine bemerkenswerte Frau, die immer ein Ziel vor Augen hat und intelligenter ist als mancher Mann. Doch das durfte zu der Zeit nicht sein, kein Mensch würde sie in einer verantwortungsvollen Position akzeptieren. Mehr als einem Mann den Haushalt führen, ist den Damen nicht gestattet.

Clara Langenbach hat einen netten historischen Schmöker geschrieben, der sich sehr leicht und flüssig lesen ließ. Die Handlungen der einzelnen Charaktere fand ich an vielen Stellen etwas zu übertrieben. Auch Emma erlaubte sich mehrmals Dinge, die sogar in der heutigen Zeit ein No- Go wären. So richtig normal benahm sich eigentlich niemand. Trotzdem passte am Ende wieder alles zusammen.

Obwohl es sich um eine fiktive Geschichte handelt, liest man im Nachwort, dass sie etwas an die Herkunft des Löwensenfs, der auch ursprünglich aus Metz kommt, anlehnt.

`Zeit für Träume` ist der erste Teil einer Familiensaga, die im Oktober dieses Jahres weitergehen soll. Ich bin gespannt, was den Leser noch erwarten wird.




Ich danke  Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 26. April 2021

Rezension: `Elbstürme` von Miriam Georg

 

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Es geht weiter mit Lilly und Jo!!









Im zweiten Teil der hanseatischen Familiensaga kehrt Lilly an der Seite ihres Ehemannes zurück nach Hamburg. Ihre Ehe ist eine Farce und Lilly hält sie nur aufrecht, weil Henry ihr sonst die Tochter entziehen würde. Auch sonst darf der Ehemann alles bestimmen, er kontrolliert Lillys Tag und sie findet kaum eine Möglichkeit, etwas allein zu unternehmen. Sie wohnen im Haus der Karstens, in dem auch Franz und seine Ehefrau Roswitha leben. Roswitha ist unglücklich, weil Franz sie schlecht behandelt und demütigt, wo er kann. Er hingegen lebt ungeniert seine Vorlieben aus.

In einem anderen Handlungsstrang treffen wir Jo in den Gängevierteln wieder. Inzwischen ist er so erfolgreich im Opiumgeschäft, dass er zumindest seine Mutter und Geschwister ernähren kann. Trotzdem trinkt er täglich ordentliche Mengen Alkohol, doch es gelingt ihm nicht, Lilly und seine kleine Tochter zu vergessen.

Auch mit Emma und ihren Freundinnen, die weiterhin für die Rechte der Frauen kämpfen, gibt es ein Wiederlesen. 

Miriam Georg beschreibt die Zustände in den Arbeitervierteln sehr authentisch. Die Armut und Not der Männer, die mit ihrem geringen Verdienst kaum ihre Familien über Wasser halten können.  Die Frauen, die meist genauso hart in der Fabrik arbeiten, müssen anschließend noch den Haushalt und die Kinder versorgen. Oft haben die Kinder durch die Mangelernährung krumme Gelenke oder andere Schäden.

Die Damen der besseren Gesellschaft haben zwar mehr Luxus, aber eine eigene Meinung ist auch hier nicht erwünscht. Es ist das Privileg der Männer, alles zu bestimmen. Die Frauen sollen lediglich nett aussehen, möglichst den Mund halten und sich mit der Haushaltsführung beschäftigen. Es wird niemals die Frage gestellt, ob Frauen auch über Intelligenz verfügen.

Unvorstellbar grausam fand ich die Geschichte um den kleinen Michel, und was ich über das miese Geschäft der Adoptionsvermittlerin gelesen habe, hat mich wirklich erschüttert.

Der zweite Band der hanseatischen Familiensaga hat mich nicht ganz so begeistern können wie der erste, weil ich die Ereignisse aus den Hafenvierteln manchmal etwas zäh und langatmig erzählt fand.

Insgesamt ließ sich `Elbstürme` aber sehr gut lesen und hat mir bis auf wenige Kritikpunkte auch wieder gefallen.


                                      


Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 23. April 2021

Welttag des Buches : Gewinnspiel!


 Heute ist der Welttag des Buches, und auch bei mir könnt Ihr wieder etwas gewinnen!!



Worum geht es im Buch??


Die Jagd nach dem Psychopathen beginnt: ein intelligenter, hochspannender Psychothriller um FBI-Agentin Nina Guerrera.

»Nach jahrelanger Suche hatte ich die Hoffnung beinahe aufgegeben. Aber heute hat sich alles geändert. Für mich wird sie immer die Einzige sein, die entkommen konnte.«

In letzter Sekunde entkommt die sechzehnjährige Nina Esperanza einem Killer. Unter neuem Namen – Nina Guerrera, Kriegermädchen – taucht sie unter. Elf Jahre später ist für die FBI-Agentin ihre Vergangenheit nur noch ein dunkler Schatten. Bis ein Video viral geht, wie sie einen Angreifer im Park überwältigt.

Denn der Killer hat sie nie vergessen. Und jetzt weiß er, wo sie ist. Ein mörderisches Spiel beginnt, bei dem der Täter das FBI und die Öffentlichkeit mit komplexen Rätseln herausfordert. Versagt das FBI bei der Lösung, stirbt jedes Mal qualvoll ein Mädchen. Dabei will der Psychopath doch vor den Augen der Welt nur das beenden, was ihm damals misslang: Nina zerstören.


                                                     

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Was müsst Ihr tun, um das Buch zu gewinnen??

1.Gebt gerne meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍, ist aber diesmal kein Muss!


2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 


3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 25.04.2021 um 22 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!

Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.

Donnerstag, 22. April 2021

Rezension: `Verfehlt` von Christiane Dieckerhoff


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So muss ein Krimi sein!










Kommissarin Klaudia Wagner und ihr Team haben Dienst auf dem alljährlichen Spreewaldfest, und hauptsächlich passen sie auf, dass keine betrunkenen Festbesucher Ärger machen. Damit, dass der Schützenkönig von einem Messer getroffen, vor aller Augen tot umfällt, hat keiner gerechnet. Während sie den Tatort noch sichern, wird Klaudias alter Freund Schiebschick das nächste Opfer des Messerstechers. Er überlebt schwer verletzt. Was passiert hier?? Handelt es sich um einen Amokläufer oder um eine persönliche Angelegenheit? Die Polizei ist mit der Situation zuerst überfordert.

Sind vielleicht die Schausteller, die während des Festes in ihren Wohnwagen wohnen, für die Messerattacken verantwortlich? Oder wer sonst könnte die beiden Männer auf dem Gewissen haben? Und wieso traut sich der Bekannte der beiden Opfer nicht mehr aus dem Haus?

Als auch noch ein Mädchen entführt wird, sind Klaudia und ihre Kollegen in höchster Alarmbereitschaft.

Je intensiver sie sich mit dem Hintergrund der Opfer befassen, desto mehr Hinweise gibt es auf Ereignisse in der Vergangenheit, die der Schlüssel zu allem sein könnten. Doch da niemand so recht darüber reden möchte, ist es schwer für Klaudia und ihre Kollegen, herauszufinden, was damals geschehen ist.

Christiane Dieckerhoff hat mich auch mit diesem Spreewaldkrimi wieder mitreißen können. Nach einem spannenden, dramatischen Prolog, fängt die eigentliche Story auf dem Spreewaldfest direkt aufregend an.

Durch geschickt gelenkte Wendungen macht die Autorin es dem Leser zusätzlich schwer, einen Täter auszumachen.

 Zum Schluss wird man dann noch mal richtig überrascht, und das ist es ja, was einen guten Krimi ausmacht.

`Verfehlt` hat meine Erwartungen, die ich nach dem vorigen Band hatte, mehr als erfüllt. 



 

Donnerstag, 15. April 2021

Rezension: `Nordlicht- Die Tote im Küstenfeuer` von Anette Hinrichs

 

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Ein echter Pageturner!!








Das alljährliche Sankt-Hans- Feuer in Egernsund an der jütländischen Küste ist in vollem Gange, als die Gasteltern Rune und Nora merken, dass die deutsche Schülerin verschwunden ist.

Am Tag darauf findet man das Mädchen verbrannt unter einem Holzstapel.

Die Bewohner sind erschüttert. Wer hat das deutsche Mädchen ermordet? Hängt es mit ihrer türkischen Herkunft zusammen? Ist der Täter im Ort zu suchen oder war es vielleicht ein Fremder?

Rasmus Nybor und seine deutsche Kollegin Vibeke Boisen stehen vor einem Rätsel. Aus den Freunden des Mädchens ist nicht viel Brauchbares herauszukriegen und ihre türkische Familie in Deutschland mauert auch. Kurz darauf verschwindet in Egernsund wieder ein Mädchen....

 Die Suche nach dem Mörder bringt die Ermittler auf immer neue Ideen und Spuren. Die Autorin stellt uns viele mögliche Täter vor, und bis zum Ende konnte ich mich nicht entscheiden, wer von ihnen verdächtiger wirkte. Denn irgendwie benahmen sich alle etwas dubios. Von Anfang an hatte ich eine bestimmte Person im Visier, doch auch die war es nicht.

Ich bin total begeistert von diesem spannenden und dabei völlig unblutigen Krimi. Die perfekt ausgetüftelte Handlung ließ keine Sekunde Langweile aufkommen, weil extrem viel passierte. Es ging Schlag auf Schlag, jedoch ohne dabei hektisch zu wirken.

 Das war mal wieder ein richtiger Pageturner, den ich regelrecht verschlungen habe. 


Ich danke dem Blanvalet Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 14. April 2021

Rezension: `Rettet die Vögel` von Ursula Kopp

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Sehr informativ!!!












 Seit einiger Zeit haben wir im Garten mehrere Vogelhäuschen aufgestellt und gucken den Vögeln gerne zu, wenn sie diese besuchen.

Das Buch  `Rettet die Vögel` ist sehr informativ, vor allem, um herauszufinden, was die Vögel brauchen, um sich wohl zu fühlen.

Was sollte an Pflanzen vorhanden sein, welche Hecke ist ideal zum Vogelschutz? Wie baut man eine Nisthilfe und wo bringt man sie möglichst günstig an? Wann füttert man am besten und welches Futter sollte man bevorzugen? Kaufen oder vielleicht selbst herstellen?

 Auf vielen weiteren Seiten werden die häufigsten heimischen Vogelarten mit Farbbild vorgestellt. Anhand dieser Fotos haben wir schon einige Vögel bei uns im Garten  unterscheiden und genau bestimmen können.

Dieses Buch ist wirklich wichtig, um den bedrohten Vogelarten zu helfen, und es gibt nichts Schöneres, als den fröhlichen Vögeln zuzusehen, wenn sie ihre Häuschen aufsuchen, fressen und sich auch mal zanken, wer jetzt als nächstes dran ist.

Und für den Preis von 9,99€ ist `Rettet die Vögel` unschlagbar!

                                     





Donnerstag, 8. April 2021

Rezension: `Finstere Havel` von Tim Pieper

 

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Spannender Havel-Krimi !!








Tim Pieper lässt Hauptkommissar Toni Sanftleben nun schon zum fünften Mal an der Havel ermitteln. Auch wenn man die vorigen Bände nicht kennt, kommt man gut in die Story rein. Trotzdem entgeht einem etwas, wenn man sie nicht liest.

Diesmal wird Toni Sanftleben zu einem mysteriösen Fall gerufen. Eine junge Frau, Melanie Brandt, wird tot in ihrem Auto in der Havel gefunden. Die Todesursache ist noch unklar, war es ein Unfall, Suizid, oder etwa Mord? Wieso konnte sie nicht verhindern, dass das Auto in den Fluss rollte?

 Melanie Brandt war ein schwieriger, sensibler Charakter, aber auf eine besondere Art sehr anziehend für Männer. Toni ermittelt und rekonstruiert zusammen mit seinem Team die letzten Tage der jungen Frau. Dabei bringt er ein paar unglaubliche Dinge zum Vorschein, und je mehr Toni herausfindet, desto undurchsichtiger wird das Ganze.

Um den Leser vollends, allerdings im positiven Sinne, zu verwirren, erfahren wir in Rückblenden die Geschehnisse aus der Sicht der Toten.

Tim Pieper hat auch mit dem fünften Fall wieder einen spannenden Krimi hingelegt. Obwohl es jede Menge Verdächtige gibt, bleibt bis zum Schluss offen, ob es wirklich ein Mord war, oder vielleicht doch ein Unfall oder Suizid.

`Finstere Havel` ist ein guter Krimi mit einem raffiniert ausgearbeiteten Plot, einer spannenden Handlung mit interessanter Ermittlungsarbeit und vielen falschen Fährten, auf die der Leser gelockt wird.


                                                     




Dienstag, 6. April 2021

Rezension: `Mein Name ist Selma` von Selma van de Perre

 

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Bewegende Lebensgeschichte!!










Selma wächst als ganz normales Mädchen in den Niederlanden auf, und dass sie Jüdin ist, hat nie jemanden sonderlich interessiert. Erst als sie schon siebzehn ist, spielt es plötzlich eine Rolle, denn da brach der zweite Weltkrieg aus.

Nach und nach wird ihre ganze Familie verschleppt, nur Selma kann wie durch ein Wunder immer entkommen.

Damit man sie nicht gleich als Jüdin erkennt, entschließt sie sich, ihre Haare blond zu färben und sich anschließend mit einer neuen Identität dem Widerstand anzuschließen.

Viele brenzlige Situationen gilt es zu überstehen, bei denen ich Selma bewundert habe. Dass sie schon in so jungen Jahren immer einen klaren Kopf bewahrte, obwohl sie doch keinerlei Lebenszeichen von ihren Eltern oder dem Rest der Familie hatte. Wie mutig von ihr, so vielen fremden Menschen bei der Flucht zu helfen, auch wenn es für sie jedesmal lebensgefährlich war.

Trotzdem wird auch sie irgendwann verhaftet, jedoch nicht als Jüdin, sondern als Widerstandskämpferin. 

Aber sie überlebt, und erst nach dem Krieg traut sie sich wieder zu sagen: `Mein Name ist Selma.`

Um ihre Kinder zu schützen, gaben viele jüdische Eltern ihre Babys oder Kleinkinder weg, damit sie bei Pflegeeltern unterkamen. Ich empfand es ganz schlimm, als ich las, dass dadurch das Verhältnis zu den leiblichen Eltern oft gestört war, und die Kinder nach dem Krieg nie wieder eine richtige Bindung aufbauen konnten und oft bei den Pflegeeltern blieben. Wie grausam muss das für die Eltern gewesen sein? 

Selmas Lebensgeschichte lässt sich sehr gut lesen, auch wenn es keine einfache Kost ist. Ein bewegender Roman, der mich noch eine ganze Weile beschäftigt hat.

 



Ich danke dem  BtB Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 1. April 2021

Rezension: `Glück hat einen langsamen Takt` von Mechtild Borrmann

 

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Spannende Kurzgeschichten!!










Diesmal überrascht uns Mechtild Borrmann mit außergewöhnlichen Kurzgeschichten. Doch jede Geschichte wird nicht einfach nur erzählt, sondern hat immer einen tieferen Sinn, und das Ende ist meist nicht vorhersehbar.

 Wie man es von der Autorin gewohnt ist, fesseln auch diese Erzählungen, unabhängig davon, ob sie einen zum Lachen, zum Weinen oder zum Nachdenken bringen. 

Wenn ich auch lieber ein komplettes Buch von Mechtild Borrmann bevorzuge, haben mich die Kurzgeschichten trotzdem begeistert.


                                 


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.