Dienstag, 18. Dezember 2018

Rezension: `Blutacker` von Lorenz Stassen

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Ein Thriller. so ganz nach meinem Geschmack!!


















Für den Anwalt Nicolas Meller geht es bergauf. Beruflich erfolgreich und selbstständig mit eigener Kanzlei, privat ist er mit seiner Freundin Nina zusammengezogen, alles scheint perfekt zu laufen.

Ein an ihn adressiertes Päckchen wird unterwegs abgefangen und der Paketbote getötet. Nicolas hat keine Ahnung, was sich darin befunden hat.

Gleichzeitig bekommt er einen neuen Mandanten, einen Baron, von dem er auch direkt eingeladen wird, ein Wochenende im Kreis honoriger Leute zu verbringen.

Erst zu spät merkt Nicolas, dass er in eine Falle getappt ist, aus der er sich nicht so einfach befreien kann.

Lorenz Stassen hat einen spannenden Krimi geschrieben. Es geht um einen Acker, der anscheinend mehr wert ist als ein Menschenleben, es geht um Erpressung, Mord, Intrigen und Nicolas Meller befindet sich plötzlich mittendrin.

Die Story war wie aus dem Leben, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das wirklich so passieren könnte, wenn man sich mit den falschen Menschen abgibt. Unbeabsichtigt könnte man in so ein Dilemma rutschen und dann kann es den Job, die Existenz oder sogar das Leben kosten. Ich hatte richtig Mitleid mit Nicolas, weil er da hineingeraten ist.

`Blutacker` war ganz nach meinem Geschmack, unblutig, aber extrem spannend. Gut ausgedachte Story, sodass man als Leser lange nicht weiß, wer gut oder böse ist, kurze Kapitel, flüssig geschrieben, dazu ein tolles Cover, das schon Lust auf das Buch macht.
Wenn ich mir auch ursprünglich unter `Blutacker` etwas  völlig anderes vorgestellt hatte, hat mich dieser `Blutacker`  nicht enttäuscht. Vielmehr hat er mich richtig begeistert und ich denke, ich werde jetzt den Vorgänger `Der Angstmörder` auch lesen.









Montag, 10. Dezember 2018

Rezension: `Raubkind` von Dorothee Schmitz-Köster

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Bewegendes Schicksal, leider kein Einzelfall!!


















Klaus wurde als Kind adoptiert und nahm bisher an, dass seine Eltern früh gestorben sind. Er ist bereits 75 Jahre alt, als er von einer Journalistin angeschrieben wird, weil sie vermutet, dass er damals aus einer polnischen Familie geraubt und nach Deutschland verschleppt wurde.
Zuerst will er gar nicht darüber nachdenken, doch dann lässt er sich darauf ein und die Journalistin findet bei ihren Nachforschungen einiges heraus.
 Als blondes, blauäugiges Kind wurde er als 5 jähriger aus seiner polnischen Familie herausgerissen. Himmler war der Meinung, wenn gutes Blut vorhanden ist, sei es legitim, die Kinder zu rauben und in deutschen Familien großzuziehen. Dabei war es gleichgültig, aus welchen Ländern sie kommen, solange sie arisches Aussehen hatten. Dazu wurden genaue Rassenprüfungen durchgeführt und eine Rassenkarte erstellt. Sollten die Kinder den Test nicht bestehen, durften sie nicht etwa in ihre Familien zurückkehren, sondern kamen in ein Sammellager.
Klaus hatte das `Glück` aus dem Lebensborn- Heim von der Familie des SS-Offiziers Schäfer adoptiert zu werden. Nach seiner Herkunft hat er nie gefragt, ihm wurde gesagt, seine Eltern seien tot und daran hat er nie gezweifelt.
Umso mehr entsetzt es ihn, als er nun die Wahrheit über seine Familie und seine Herkunft herausfindet.

Das Buch lässt sich an manchen Stellen etwas mühsam lesen, weil keinerlei wörtliche Rede vorhanden ist.
Trotzdem ist das Thema hochinteressant, auch wenn ich schon vieles aus der Zeit und auch über Lebensborn gelesen habe.
Die Autorin hat eine sehr gute Mischung aus Klaus` persönlichem Schicksal und geschichtlichen Tatsachen geschaffen.
Wie abgebrüht musste man sein, um kleine Kinder einfach aus ihren Familien zu reißen, ohne Rücksicht auf irgendjemanden.
Aber darüber braucht man ja gar nicht sprechen, denn es ist doch klar, dass den Verantwortlichen im Krieg jegliche Empathie fehlte. `Raubkind` ist ein berührendes Buch, das mich anschließend noch einige Zeit beschäftigt hat.

                             




Ich danke dem  Herder Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 30. November 2018

Rezension: `Muttertag` von Nele Neuhaus

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Tod am Muttertag!!


















Diesmal haben Pia Sander und Oliver von Bodenstein es mit einem extrem komplexen Fall zu tun. Zuerst sieht bei dem älteren Mann alles nach einem natürlichen Todesfall aus, völlig unspektakulär. Doch dann werden durch Zufall auf dem Grundstück mehrere Frauenleichen entdeckt.
Wer ist der Mörder? Der Alte oder vielleicht eines seiner zahlreichen Pflegekinder? Mehr als eins davon hätten einen Grund, denn die Ermittler erfahren von schlimmen Misshandlungen, die den Kindern damals widerfahren sind,

Nele Neuhaus` neuer Krimi hat mir sehr gut gefallen. Wider Erwarten hat sie sich diesmal etwas zurückgehalten und den Leser  nicht mit Unmengen an Personen überfordert.

Trotzdem sind es eine ganze Menge, die als Täter infrage kommen könnten, deswegen holen Pia und Oliver den bekannten Profiler Harding aus USA zur Unterstützung.
Wie bei einem Puzzle werden nach und nach Merkmale zusammengetragen und Untersuchungen ausgewertet, und es kommt heraus, dass anscheinend noch weitere Morde auf das Konto des Täters gehen.

Nele Neuhaus überrascht mit vielen Wendungen und legt Dutzende falscher Fährten, sodass der Leser lange Zeit im Unklaren bleibt. 
In einem weiteren Handlungsstrang geht es um einen ganz anderen Fall, Fiona sucht ihre Mutter, die sie direkt nach der Geburt weggegeben hat. Was das Ganze mit der Suche nach dem Mörder zu tun hat, erfahren wir erst ziemlich spät. Und dann ist da auch noch Pias Schwester Kim, die sich plötzlich mitten im Geschehen befindet.
 Obwohl das Buch mit 560 Seiten ziemlich dick ist und auch sehr detailliert über die polizeilichen Ermittlungsarbeiten berichtet wird, war es mir keine Sekunde langweilig. Ich mag diese Art Krimis, es war unblutig, aber nicht weniger spannend, sondern teilweise echt grausig, der Täter hatte sich besonders schreckliche Quälereien für seine Opfer ausgedacht.
Diesmal hat mich Nele Neuhaus wieder voll überzeugt mit einem gut ausgearbeiteten Plot, komplexer, fesselnder Handlung und sehr interessanten Charakteren, also alles perfekt.


                                 



Ich dank dem  Ullstein Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 26. November 2018

Rezension `Gut Greifenau - Abendglanz` von Hanna Caspian

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Wer Downton Abbey mag, wird Gut Greifenau lieben!!







Die Geschichte um die Bewohner von Gut Greifenau beginnt 1913. 
Die gräfliche Familie lebt mit ihren drei Söhnen und Tochter Katharina auf dem Gut.
Die Mutter achtet sehr auf Etikette, der Vater ist mehr dem Vergnügen zugetan als sich um die Führung des Gutes zu kümmern. Konstantin, der älteste Sohn, studierte Landwirtschaft, liebt Greifenau und geht ganz in seiner Aufgabe auf, wenn es der Vater denn zulassen würde. Doch Neuerungen sind gar nicht gern gesehen, die Dinge wurden seit Generationen nicht verändert und müssen deswegen gut sein.
Für die Eltern, vor allem für die Mutter, ist klar, dass nur standesgemäße Partner für die Kinder infrage kommen, aber Konstantin verliebt sich in die Dorflehrerin und Katharina in den Industriellensohn Justus.
Natürlich sind diese Verbindungen undenkbar!

Hanna Caspian hat es hervorragend verstanden, die  Menschen gefangen in ihren Traditionen zu beschreiben. Die Mutter ist der Meinung, die Herkunft sei nicht etwa Zufall, sondern von Gott gewollt. Sie sieht für ihre Tochter eine Verbindung mit dem Neffen des Kaisers vor. Dass dieser ein Ekelpaket ist und Katharina ihn hasst, spielt keine Rolle. Für die Mutter zählen nur die Vorteile, die diese Heirat bringen würde.
In anderen Handlungssträngen lernen wir die Bediensteten und das Leben in der Küche und in der `Leutestube` kennen. Sie schuften von früh bis spät und alles richtet sich nach den Wünschen der Herrschaften oben. Da ist nicht viel mit Freizeit.
Doch das Leben der Adeligen ist eben auch nicht immer einfach.

Gut Greifenau ist wieder mal so ein Buch, das man in Windeseile verschlungen hat und doch gerne noch weiterlesen möchte. Gott sei Dank folgt schon im Dezember 2018 der zweite Teil und auch auf Teil 3 müssen wir nicht lange warten.
Hanna Caspian hat es geschafft, eine wunderschöne Geschichte zu schreiben, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die gut recherchierten historischen Tatsachen wurden geschickt eingewebt, doch im Vordergrund dreht sich alles um das Leben und die Bewohner auf Gut Greifenau.
Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen herrlichen Schmöker!!!

                                                             

                                           

Donnerstag, 22. November 2018

Rezension: `Der Hexenjäger´ von Astrid Fritz


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Spannender Roman über die Zeit der Hexenverfolgung!!

















1484, Susanna lebt nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter mit dem Vater und den Brüdern zusammen. Oftmals findet sie Trost bei Bruder Heinrich Kramer, dem Prior des Klosters und päpstlicher Inquisitor. Er bezeichnet sich als Freund der Familie, weil er mit Susannas Mutter aufgewachsen ist.
Susanna erzählt in der Ich- Form, doch der Leser erfährt in einem anderen Handlungsstrang alles aus Heinrichs Sicht.
Die junge Frau hat es ihm angetan, er begehrt sie und versucht, ihr einzureden, sie sei im Kloster gut aufgehoben. Als sie sich seinem Rat und seinen widerlichen Annäherungsversuchen widersetzt, schwört er Rache.


Heinrich Kramer, inzwischen Henricus Institoris, der Herausgeber des Hexenhammers, interessiert sich irgendwann gar nicht mehr für die Belange seines Klosters, sondern sitzt Stunde um Stunde, und schreibt teils völlig wirres Zeug zusammen. Als Inquisitor reist er zudem durchs Land und versucht, Hexen zu verhören. Willkürlich  klagen Menschen sich gegenseitig an, denunzieren ihre Nachbarn und bezichtigen sie der Hexerei. Nur allzu gerne macht Heinrich den Frauen den Prozess.


Susanna lebt schon einige Zeit in Straßburg, als Heinrich es schafft, zuzuschlagen. Seine größte Mission ist die Hexenverfolgung und was liegt näher, auch Susanna als eine zu bezichtigen? Denn sie muss ihn ja verhext haben, wenn er ihr nicht widerstehen kann und auch nach Jahren noch dauernd an sie denkt.


Ich habe schon sehr viel zu dem Thema gelesen, doch jedesmal erschüttert es mich aufs Neue. Wie grausam die Kirche vorgegangen ist, diese schrecklichen Foltermethoden, um den Angeklagten Geständnisse zu entlocken.

Susanna ist mir schnell ans Herz gewachsen, ich habe mit ihr gezittert und gelitten, denn meist hatten die jungen Frauen niemanden, dem sie sich anvertrauen konnten und wenn, wurde es anschließend gegen sie verwendet.
Astrid Fritz hat mich mit ihrer Geschichte total begeistert und ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen. Susanna und ihre Familie sind fiktive Personen, aber Heinrich gab es wirklich und auch sein Werk `Der Hexenhammer` hat ihn lange überlebt und galt sozusagen als Bibel für die Hexenverfolgung.
Ein spannender, gut recherchierter Roman über die Hexenverfolgung durch Henricus Institoris.



Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 21. November 2018

Rezension: `Verborgen` von Anna Simons

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Spannend !!










Die Ärztin Eva Korell tritt ihre neue Stelle als Gefängnisärztin in der JVA bei München an. Ziemlich unbedarft und blauäugig geht sie daran, doch gleich ihr erster Patient jagt ihr Angst ein und sie merkt, dass es doch anders werden könnte, als sie sich vorgestellt hat.
Als sie eine Ungerechtigkeit gegenüber einem Insassen wittert, legt sie sich auch direkt in der ersten Woche mit den neuen Kollegen an. Von wem kommen die Drohnachrichten, die sie anschließend in ihrem Auto findet?


In einem anderen Handlungsstrang lernen wir Nicole Arendt kennen, eine junge Frau, deren Ehemann im Gefängnis sitzt. Als sie im Keller plötzlich Dinge findet, die beweisen, dass ihr Mann ein Mörder ist, weiß sie nicht mehr ein noch aus.

Durch einen Zufall trifft Eva auf Nicole und als diese sie kurz danach um Hilfe bittet, wimmelt sie sie erstmal ab. Anschließend tut es ihr leid, doch als sie ihren Fehler wieder gutmachen möchte, gab es inzwischen einen Brand in Nicoles Haus und  die Frau ist spurlos verschwunden.
Hat ihr Ehemann damit zu tun, der einer von Evas Patienten in der JVA ist? 

Eva Korell ist der Polizei gerne, soweit sie es vermag behilflich, besonders wenn der attraktive Kommissar Lars  Brüggemann die Ermittlungen durchführt. Als das  Ganze jedoch weitere Kreise zieht, gerät sie selbst zwischen die Fronten und befindet sich plötzlich in großer Gefahr.

Mir hat der erste Teil der neuen Reihe um die Gefängnisärztin Eva Korell sehr gut gefallen. Eine spannende Handlung, keine übertriebene Action und sehr facettenreiche Charaktere. Da waren alle Wesenszüge vorhanden-  ängstlich, reuig, taff, skrupellos und noch einige mehr. Ich fand gut, dass die Figuren nach und nach vorgestellt wurden, sodass man als Leser nicht mit zu vielen Namen überfordert wurde.
Manchmal war mir Evas Art etwas zu forsch, aber trotzdem sehr sympathisch.
Mich hat `Verborgen` auf jeden Fall überzeugt und ich bin schon gespannt auf weitere Geschichten aus der JVA mit Eva Korell.






Dienstag, 20. November 2018

Rezension: `Ein Spiel für Gewinner` von Nadine d`Arachart und Sarah Wedler

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Kann das wirklich passieren??


















Was ist das für eine App, die labile Menschen dazu bringt, Selbstmord zu begehen und dabei noch glücklich auszusehen?
Die Ermittler  Alex und Daniel bekommen einen Hinweis von Kilian, dessen Freundin sich aufgrund dieser App getötet haben soll.
Zuerst glauben sie dem Mann nicht, doch nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass da etwas dran sein könnte, und alle Spuren führen zu einer Hamburger  Telefonnummer. Werden dort die Menschen ausgesucht, um am Spiel teilzunehmen?
Für die Polizei ist das immer noch zu utopisch, doch Kilian möchte nicht länger warten und versucht auf eigene Faust herauszubekommen, was da abgeht.

Die Autorinnen lassen in den Kapiteln verschiedene Personen sprechen, einer davon ist der Spielemacher, der Leiter des Spiels.
Zuerst fand ich vieles etwas an der Haaren herbeigezogen, doch es scheint ja wirklich Ähnliches zu geben. Das Blue Whale Selbstmordspiel ist keine Utopie, sondern leider Wirklichkeit.
Irgendwann ist Kilian ziemlich verstrickt im Spiel und für den  Leser ist es nicht erkennbar, ob er schon zu weit drin steckt oder immer noch den Spielemacher entlarven will.

Die Autorinnen überzeugen mit einem gut ausgedachten Plot, flüssigem Schreibstil, vielschichtigen Charakteren und haben mit Alex und Daniel ein sympathisches Ermittlerduo geschaffen. Die Story war schon aufregend, allerdings fand ich es mittendrin etwas zu langatmig, manches wiederholte sich und da fehlte mir ein bisschen Spannung. 

 Die Querelen, die Alex mit seinem Sohn hat, lockerten den manchmal schwer verdaulichen Stoff auf, da haben die Autorinnen eine gute Mischung gefunden.

Bis auf kleine Kritikpunkte ließ sich `Ein Spiel für Gewinner` gut lesen und ich bin gespannt, ob es noch weitere Bände mit den beiden Ermittlern gibt.




Donnerstag, 15. November 2018

Rezension: `Die Melodie der Schatten` von Maria W. Peter

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Thirstane Manor!!



















Schottland, 1837. Bei einem Überfall auf ihre Kutsche kommt die junge Fiona als Einzige mit dem Leben davon. Sie flieht vor den Angreifern und findet bei dem unheimlichen Sir Aidan, dem Besitzer von Thirstane Manor, Schutz. Er gewährt ihr seine Gastfreundschaft, bis jemand von der Familie sie abholen wird.
Das alte Gemäuer ist Fiona unheimlich, zudem gibt es kaum Bedienstete, was sehr ungewöhnlich ist. Nachts ängstigen sie merkwürdige Geräusche, in ihrem Kopf hört sie Melodien und sie sieht dunkle Gestalten- alles Dinge, die sie sich nicht erklären kann. Dazu kommt der unfreundliche Hausherr, der ihr mit offener Feindseligkeit begegnet. Fiona hat keinen Schimmer, durch was sie sich den Zorn Sir Aidans zugezogen hat. Als sie auch noch hört, dass auf dem Haus ein Fluch liegen soll, trägt es nicht dazu bei, ihre Stimmung zu verbessern.
Wir lernen auch Aidan und die Kämpfe, die er mit seinen inneren Dämonen auskämpft, kennen. Der Leser erfährt einiges aus seinem Leben und auch, was ihn so gegen Fiona aufbringt.
Trotzdem bleibt lange vieles im Dunkeln und manches empfand ich auch schon etwas zu dick aufgetragen. Erst zum Schluss kommt heraus, was es damit auf sich hat und alles bekommt dann einen Sinn.


Ich musste mich erstmal an die etwas schwülstige Ausdrucksweise der Autorin gewöhnen, die ich aus den vorigen Büchern von ihr nicht kannte. 
 Es dauerte eine ganze Weile, bis ich in die Geschichte eintauchen konnte, weil sie sich lange mit zu ausführlichen und detailreichen Beschreibungen aufgehalten hat.
Die atmosphärisch und düsterere Handlung erinnerte mich an die Schauerromane, die ich als Jugendliche immer gelesen habe.
Wenn man sich jedoch einmal darauf eingelassen hat, ist es eine gruselige, mystische Lektüre, passend für die dunkle Jahreszeit, von der man sich gemütlich im Warmen auf dem Sofa berieseln lassen kann.
                                       



Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.