Montag, 25. Mai 2026

Rezension: `Schattenverdacht` von Thea Wiebke`

 

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Ein Thriller mit vielen Perspektiven!










Als die Journalistin Johanna mit ihrer Schwester und ihrem Neffen auf dem Fußballplatz ist, beobachtet sie, wie Trainer David dem Jungen über den Kopf streicht. Für Johanna ist das sofort ein Warnsignal. Sie beginnt, David genauer unter die Lupe zu nehmen und stößt darauf, dass er bereits früher verdächtigt wurde, einen Jungen ermordet zu haben.

Johanna steigert sich immer weiter hinein und sie verfolgt David, engagiert sogar einen Privatdetektiv. Kurz darauf stirbt Davids Frau unter mysteriösen Umständen, für Johanna ein weiterer Grund, nicht lockerzulassen. Ihr Verhalten hat mich oft ziemlich genervt.

 Die Autorin führt eine große Zahl an Charakteren ein, von denen einige sehr unsympathisch sind und fast jeder auf seine Weise verdächtig wirkt. Die Handlung springt häufig zwischen verschiedenen Perspektiven und den individuellen Geschichten der Figuren hin und her. Dadurch fiel es mir oft schwer, den Überblick zu behalten.

Insgesamt vergebe ich 3,5 Sterne, denn trotz dieser Kritikpunkte ließ sich das Buch gut lesen und bot an vielen Stellen Spannung.


                                                        


Samstag, 16. Mai 2026

Rezension: ´Die Tiefe- Verloren` von Karen Sander

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Starker Thriller mit kleinen Hürden!








Inzwischen sind sieben Morde geschehen, und die Polizei sucht weiterhin fieberhaft nach dem Serientäter. Auch Masha muss zunehmend fürchten, selbst ins Visier zu geraten, denn um sie herum häufen sich beunruhigende Ereignisse. Gemeinsam mit Tom und der Soko ermittelt sie in alle Richtungen, doch der Täter bleibt ein Phantom.

Parallel dazu setzt sie die Suche nach ihrer Mutter fort, kommt jedoch kaum voran. Und dann ist ausgerechnet ihr Bruder Holger der einzige Mensch, der sie aus einer lebensbedrohlichen Situation retten könnte.

Den Abschluss der Trilogie habe ich sehnsüchtig erwartet. Dennoch fiel es mir, wie schon beim Ende der vorherigen Trilogie, schwer, wieder vollständig in die Handlung hineinzufinden. Bei Band zwei war das noch problemlos möglich, doch diesmal muss man die Ereignisse und die vielen Personen der ersten beiden Teile präsent haben, um der komplexen Story folgen zu können. Da ich mich nicht mehr an alle Namen und Zusammenhänge erinnerte, war der Einstieg etwas holprig. Wer die Möglichkeit hat, alle drei Bände direkt hintereinander zu lesen, wird es deutlich leichter haben.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm und flüssig, und auch die vielschichtige Handlung hat die Autorin wieder hervorragend konstruiert.

Zum Schluss überwiegt die Spannung, und trotz aller Einstiegshürden bleibt die Reihe für mich ein fesselndes Leseerlebnis, das neugierig auf die nächsten Entwicklungen macht.

Denn dass die Geschichte noch weitergeht, wird durch den Cliffhanger am Ende klar.








Montag, 11. Mai 2026

Rezension: `Hedley Mill- Wo deine Träume leuchten` von Sophie Oliver


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Gelungene Fortsetzung der Familiensaga!







 Northumberland, 1965. Einige Jahre sind vergangen, und Laura ist es gelungen, aus der kleinen Werkstatt eine angesehene Weberei zu schaffen. Ihr Tweed wird inzwischen aus dem In- und Ausland bestellt. Während Fred in der Räucherei ums wirtschaftliche Überleben kämpft, kann Laura ihre Kollektionen stetig erweitern, was immer wieder zu Spannungen führt.

Mittlerweile sind die beiden Eltern zweier Töchter, doch durch die viele Arbeit sind Annabelle und Betty oft auf sich allein gestellt. Annabelle begleitet ihren Vater schon früh in die Räucherei, während Betty nach Höherem strebt. Sie möchte das Dorf unbedingt verlassen und auf ein teures Internat gehen – ein Wunsch, den Laura ihr durch noch mehr Arbeit ermöglicht. Dass das Leben jedoch selten den geplanten Weg nimmt, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand.

Es war spannend, die Bewohner in dem kleinen Küstenort zu beobachten. Wie man zusammenhält, sich aber ebenso bekämpft. Die Leser erleben Neid, Intrigen und üble Nachrede, aber auch tiefe Freundschaft, Liebe und Glücksmomente.

Auch diesmal überzeugt mich der feine, atmosphärische Stil der Autorin, auch wenn ich die Handlung ein wenig gemächlicher empfand als den packenden Auftakt um Hedley Mill. Insgesamt bleibt der Roman jedoch eine stimmige und angenehm zu lesende Weiterführung der Barrington-Saga, und schon im August 2026 setzt die nächste Generation die Geschichte fort.


                           


Donnerstag, 7. Mai 2026

Rezension: `Der Schattengast` von Malin Stehn

 

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Ein Pageturner voller falscher Fährten!








Einen Tag nach ihrer ausgelassenen Geburtstagsparty wird Sandra erstochen aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf ihren Ehemann Jack, doch das ist nur der Anfang eines Geflechts aus Lügen und Geheimnissen.

Die Geschichte baut sich langsam auf, doch dann entwickelt sich `Schattengast` zu einem echten Pageturner.

Mit geschickt platzierten Rückblenden setzt die Autorin die Erlebnisse von Familie und Freunden vor dem Mord zusammen und ergänzt sie durch die Protokolle der Polizeivernehmungen.

 Der ständige Wechsel von Zeiten und Perspektiven sorgt für durchgehend hohe Spannung und enthüllt immer neue menschliche Abgründe.

Die Tätersuche bleibt bis zum Ende offen, und zahlreiche Wendungen und Verdächtige lassen die Leser bis zur letzten Seite im Ungewissen.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!!





Mittwoch, 6. Mai 2026

Rezension: `Meze- Mediterrane Rezepte zum Teilen` von Ali Güngörmüs

 

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Mediterrane Meze, die begeistern!!












Schon das Kochbuch `Meze – Vegetarisch` hatte mich begeistert, und nun habe ich `Meze- Mediterran` ausprobiert.

Die Rezepte findet man unterteilt in Kategorien:

Salate und Suppen-

Vegetarisch-

Fisch und Meeresfrüchte-

Geflügel und Fleisch-

Süßes-

Anschließend folgen verschiedene Meze-Menüs:

Friends & Family-

Sommerfeeling Gartenparty-

Dinner for Two-

Fisch und Meeresfrüchte-

Happy Veggie-

Schnelles Feierabendmenü-

Ganz hinten befindet sich außerdem ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis.

Besonders gut gefällt mir die Aufmachung des Buches, weil die Speisen sehr ansprechend fotografiert wurden. Ich liebe Kochbücher mit vielen Bildern, weil man so direkt sieht, wie das Gericht später aussehen soll.

Normalerweise bin ich beim Kochen nicht besonders experimentierfreudig, deswegen waren viele Zutaten für mich zunächst Neuland. Aber nachdem ich mich ein wenig damit beschäftigt hatte, sind wirklich leckere Gerichte dabei herausgekommen.

Einige Rezepte, wie zum Beispiel die `Kleine Ziegenkäse-Dattel-Böreks mit Erbsenstampf und Anis-Parmesan-Schaum` fand ich recht aufwendig, andere wiederum lassen sich schnell und unkompliziert nachkochen. Diese Mischung macht das Buch für mich sehr gelungen.

Ob schnelle Feierabendküche oder besondere Anlässe, hier findet man für jede Gelegenheit etwas Passendes.

Wer mediterrane Küche liebt und gern Neues ausprobiert, wird an diesem Buch viel Freude haben.


                                         

Montag, 4. Mai 2026

Rezension: `Häftling` von Freida McFadden

 

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Spannung pur!!










Brooke Sullivan kehrt nach dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihrem Sohn in ihren Heimatort zurück. Dort beginnt sie einen neuen Job als Pflegekraft in einem Hochsicherheitsgefängnis. Niemand ahnt, dass sich unter den Insassen jemand befindet, den sie nur allzu gut kennt und für dessen Inhaftierung sie selbst verantwortlich ist. Shane Nelson, ihr Jugendfreund, ein mehrfacher Mörder, der auch versucht hat, sie zu töten.

Doch als Brooke Shane zum ersten Mal wegen einer Verletzung behandeln muss, reagiert er überraschend freundlich. Er ist ihr nicht mehr böse, dass sie ihn mit ihrer Aussage hinter Gittern gebracht hat. Noch weiß er nicht, dass er der Vater ihres Sohnes ist. Stattdessen warnt er Brooke eindringlich vor Timmi, einem gemeinsamen Jugendfreund. Sie hält das für Unsinn, doch als sie plötzlich eine Leiche findet, ist Brooke gar nicht mehr sicher, ob wirklich Shane damals versucht hat, sie zu töten, oder ob alles ganz anders war.

Freida McFadden hat mich wieder einmal von der ersten Seite an gepackt. Die Geschichte lebt von zahlreichen Wendungen und geschickt platzierten Rückblenden in Brookes Jugend, die das Bild immer wieder verändern. Kaum glaubt man, etwas verstanden zu haben, kommt eine neue Erkenntnis, die alles in ein anderes Licht rückt.

Ein unglaublich spannendes Buch, das ich in nur einem Tag verschlungen habe.














Dienstag, 28. April 2026

Rezension: `Vier Seiten Leben- Der Fall Martha L.` von Dorothee Köhler

 

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Mehr Sachbuch als Lebensgeschichte!














Beim Sortieren des Nachlasses ihres Vaters stößt Dorothee Köhler auf Hinweise, dass er eine Schwester hatte. Zum ersten Mal hört Dorothee den Namen Martha, eine Frau, von der in der Familie nie gesprochen wurde. Um mehr über ihre Tante zu erfahren, beginnt sie in alten Archiven zu recherchieren. Sie findet heraus, dass Martha in einer psychiatrischen Anstalt lebte, und versucht anhand einer nur wenige Seiten umfassenden Krankenakte zu rekonstruieren, woran sie litt und wie sie behandelt wurde. Dabei stößt sie auf zahlreiche weitere Unterlagen über psychiatrisch Erkrankte aus dem späten 19. Jahrhundert.

Die beschriebenen Behandlungsmethoden sind erschütternd. Besonders verstörend ist, dass Kastrationen offenbar als bevorzugte Therapieform gegen nahezu jede Form von Schwachsinn galten.

Ich tue mich schwer mit der Bewertung des Buches. Eigentlich hatte ich eine Geschichte über Martha erwartet, doch die vorhandenen Informationen reichen schlicht nicht aus, um ein wirkliches Bild von ihr zu zeichnen. Auch die Schicksale der anderen Kranken, die Dorothee beschreibt, konnten mich nicht fesseln, da ich zu keiner der Personen eine Verbindung aufbauen konnte.

Betrachtet man `Vier Seiten Leben` als Sachbuch, wirkt es stimmiger. Trotzdem bleibt das Gefühl, dass man gerne mehr über Martha erfahren hätte. Zudem finde ich 176 Seiten für den Preis von 30 Euro recht heftig.

Insgesamt vergebe ich daher 2 Sterne.







Freitag, 17. April 2026

Rezension: `Düsterzeit- Klang der Erinnerung` von Suzanna Winter

 

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Spannender zweiter Band mit starken Wendungen!









Constanze versucht, das Geschehene hinter sich zu lassen und mit den frischen Erkenntnissen einen Neuanfang zu wagen. Doch die Flashbacks werden immer häufiger, und jedes Mal taucht dieser mysteriöse fremde Junge darin auf.

Nur Alexander ist ihr in dieser Zeit eine große Stütze. Das ändert sich jedoch, als plötzlich seine totgeglaubte Ex-Frau auftaucht, diesmal wirklich tot. Constanzes Familie misstraut Alexander zunehmend, denn niemand glaubt mehr an den angeblichen Bootsunfall seiner Frau. Auch die angebliche Krebserkrankung stellt sich als Lüge heraus. Nur Constanze hält unbeirrt zu ihrem Verlobten. Obwohl inzwischen etwas zwischen ihr und Jonas passiert ist, weigert sie sich, die Möglichkeit zuzulassen, dass sie noch Gefühle für ihren Ex-Mann haben könnte.

Der zweite Band hat mir insgesamt etwas besser gefallen als der erste, und für ein gutes Verständnis sollte man unbedingt den ersten Teil gelesen haben. Die Story ist spannend, voller Wendungen und bleibt durchgehend lebendig. Wer ist der Junge aus den Flashbacks? Wen meinte Constanzes Bruder mit dem bösen Mann? Als ein weiterer Toter auftaucht und der Fokus der Polizei sich verschiebt, kommt einiges ans Licht und bringt endlich Klarheit in die ganze Sache.

Der Cliffhanger am Ende macht definitiv Lust auf den dritten und letzten Band der Trilogie!


                                         


            



Dienstag, 14. April 2026

Rezension: `Die Geheimnisse von Liebental` von Marion Johanning

 

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Spannender Auftakt zur Dilogie!











Kurpfalz, 1700. Sophie und ihre Ziehmutter sind im ganzen Umland als Kräuterfrauen bekannt. Sie helfen, wo sie können und werden oft gebraucht.

Als Sophie Zeugin eines Streits im Wald wird, bei dem ein Mann zu Tode kommt und ein anderer schwer verletzt liegen bleibt, zögert sie keine Sekunde. Obwohl das Nähen von Wunden streng verboten ist, versorgt sie den Verletzten und rettet ihm damit das Leben.

Später arbeitet sie als Küchenhilfe auf Schloss Liebental und begegnet dort genau diesem Mann wieder. Doch niemand darf erfahren, dass sie es war, die ihn vor dem Tod bewahrt hat.

Der Roman startet etwas gemächlich, doch sobald die Geschichte Fahrt aufnimmt, war ich vollkommen gefesselt von Sophies Weg. Besonders bedrückend fand ich die Darstellung der damaligen Lebensrealität. Dienstboten wurden kaum als Menschen wahrgenommen, sondern als reine Arbeitskräfte. Ihre Bedürfnisse oder Gefühle spielten für die Herrschaften keine Rolle, sie hatten zu gehorchen, mehr nicht.

Der Roman bietet alles, was ein guter historischer Schmöker braucht: Intrigen, Verrat, Mord, Hochmut, Eifersucht und Neid. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz, denn der Verwalter des Schlosses ist ein attraktiver Mann, dem Sophie offenbar nicht gleichgültig ist. Doch die Standesunterschiede machen eine offizielle Beziehung unmöglich.

`Die Geheimnisse von Liebental` ist ein richtig schöner, atmosphärischer Roman, der mich bestens unterhalten hat. Ich mag den Schreibstil von Marion Johanning und freue mich schon sehr auf den zweiten Band.


                                                     



Freitag, 10. April 2026

Rezension: `Das Vermächtnis` von John Grisham

 

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Grisham in Bestform!!
















Für Anwalt Simon Latch ist es zunächst nichts Ungewöhnliches, als eine ältere Dame in seiner Kanzlei erscheint. Eleanor Barrett möchte ihr Testament ändern lassen. Doch als er erfährt, dass sie millionenschwer ist und kaum Verwandte hat, wittert er durch die Testamentsvollstreckung lukrative Honorare.
Als Eleanor bei einem Autounfall schwer verletzt wird und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, veranlasst Simon, wie zuvor mit ihr besprochen, ihre Einäscherung. Doch schon bald gerät er unter Verdacht, beim Tod der alten Dame nachgeholfen zu haben und wird verhaftet.
Simon findet zwar in Raymond Lassiter einen fähigen Strafverteidiger, doch die Öffentlichkeit und die Medien haben ihr Urteil längst gefällt. Während er gemeinsam mit Raymond den Prozess vorbereitet, lässt ihn nur eine Frage nicht los: Wer hat Eleanor wirklich ermordet, und warum wurde er so schnell zum Hauptverdächtigen?

`Das Vermächtnis` ist ein Grisham- Roman, wie man ihn aus seinen frühen Jahren kennt und hat mich über knapp 500 Seiten hinweg gefesselt. Sein Schreibstil ist packend, und er streut immer wieder Hinweise, die verschiedene Personen als Täter erscheinen lassen. Man rätselt mit, und trotzdem kommt das Finale völlig anders als erwartet.
Endlich wieder ein richtig guter Justizthriller, der Spannung, Wendungen und starke Charaktere vereint. Eigentlich hat `Das Vermächtnis` alles, was man sich von Grisham erhofft.