Dienstag, 21. Juni 2022

Rezension: `Winterschwestern` von Kristin Hannah

 


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Bin hin- und hergerissen...









Vorab möchte ich erwähnen, dass dieses Buch schon früher unter dem Titel `Ein Garten im Winter` erschienen ist.

 Die Schwester Meredith und Nina sind erschüttert über den plötzlichen Tod des Vaters. Kurz vorher mussten sie ihm noch versprechen, sich immer um die 81jährige Mutter zu kümmern. Das fällt ihnen allerdings nicht so leicht, denn Anja Whitson ist eine kalte, herzlose Person, die ihren Kindern nie Liebe entgegengebracht hat. Der Vater versuchte das ein Leben lang auszugleichen, aber nun ist er tot.

Die Mutter hat nie über ihre Vergangenheit gesprochen, die Mädchen wissen nur, dass sie aus Russland kommt. Anja flüchtet sich lieber in ihre russische Märchen. Davon hat sie den Kindern oft erzählt, aber nie erfuhren sie das Ende.


Kristin Hannah hat mich bisher mit allen Büchern packen können, doch `Winterschwestern` war nicht ganz das, was ich von ihr erwartete.

Ihr Erzählstil ist wie immer gut, aber die Geschichte insgesamt konnte mich nicht so fesseln. Ich habe wenig Verständnis für das Verhalten dieser kaltherzigen und undankbaren Frau gehabt. Egal, was passiert ist und was sie erlebt hat, es gibt keinen Grund, die eigenen Kinder so zu behandeln. Noch schlimmer und unrealistischer fand ich, wie sie sich nach dem Tod des Vaters veränderte.


In einer anderen Zeitebene geht es zu einer russischen Familie in die Zeit des zweiten Weltkriegs nach Leningrad. Was für eine schreckliche Kälte und Hungersnot die Menschen erleben mussten. Manchmal hatten die Kinder nur Sägespäne und Erde zu essen, um zu überleben. Alle Möbel wurden verfeuert, sodass man zum Schluss zu mehreren Personen im Bett schlafen musste und weder Stuhl noch Tisch besaß. Ich hatte die ausgemergelten Kinder, die kaum noch Kraft hatten, bildhaft vor Augen. Diese Kapitel haben mir wieder sehr gut gefallen, weil alles sehr authentisch dargestellt wurde.

Und endlich erfahren die Mädchen und auch die Leser den Grund für Anjas Verhalten. Leider wurde die Geschichte zum Ende hin nochmal ziemlich unrealistisch und richtig kitschig.

Ich bin ein bisschen gespalten, was die Bewertung angeht. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, habe mich aber für 4 entschieden, weil es nicht das Buch war, sondern eigentlich nur die Mutter, die mich genervt hat.


                                                      


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 15. Juni 2022

Rezension: `Das Letzte, was Du hörst` von Andreas Winkelmann

                                                         
  


Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog um einen kleinen Jungen, der fürchterliche Angst vor dem Monster unter seinem Bett hat. Bis ihm plötzlich klar wird, dass das Monster gar nicht unter dem Bett ist. Es steht gerade davor!

Kommissarin Carola Barreis reicht es. Sowieso schon überlastet, hat sie plötzlich mehrere Mordfälle zu bearbeiten. 

Sie ermittelt im Umkreis der Todesopfer, und alle Spuren führen zum Podcast `Hörgefühlt.` 

Der Betreiber des Podcasts ist der Mental Coach Marc Maria Hagen, der etliche Fans hat. Besonders die Damen lieben seine einfühlsame Stimme und seine Tipps für ein besseres Leben.

Roya Mayer ist Journalistin und recherchiert schon seit geraumer Zeit über den Betreiber von `Hörgefühlt` und will herausbekommen, was sich hinter den Kulissen abspielt.

Die Story wird von unterschiedlichen Personen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Andreas Winkelmann hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, versteht es ab der ersten Seite Spannung aufzubauen und durchweg oben zu halten. Ich habe den Thriller in zwei Abenden ausgelesen, weil ich ihn schlecht zur Seite legen konnte. Trotzdem vergebe ich nur 4 Sterne, denn ich fand die Story manchmal doch arg an den Haaren herbeigezogen. Was aber der Spannung überhaupt keinen Abbruch tat. `Das Letzte, was Du hörst` war wieder ein packender Thriller und ein Lesevergnügen!


                                                             






Ich danke dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 7. Juni 2022

Rezension: `Morgen werden wir glücklich sein` von Lea Korte

 

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Drei außergewöhnliche Frauen!









Paris, 1940. Die drei Freundinnen Marie, Geneviève und Amiel nennen sich `Die Unzertrennlichen.` Nichts und niemand soll sich je zwischen sie drängen. Doch das Leben stellt ihre Freundschaft auf eine sehr harte Probe.


Lea Korte hat drei komplett unterschiedliche Frauen beschrieben, jedoch ist jede auf ihre Art außergewöhnlich. 

Marie schließt sich der Résistance an, einer Widerstandsbewegung, Amiel ist Jüdin, möchte aber nicht fliehen, sondern als Ärztin helfen. Nur Geneviève will einfach ihr Leben als Musikerin weiterleben. Doch gerade sie wächst über sich hinaus und bringt im Stillen große Opfer für ihre Freundinnen.

Im Buch finden wir zwei Zeitebenen. In der Gegenwart treffen sich Maries und  Genevièves Enkelinnen, die andere Handlung spielt in Paris zwischen 1940-1945.

Lea Korte lässt den Leser den Krieg aus Sicht der Franzosen betrachten und hat somit einen interessanten Blick auf die andere Seite gegeben. Auch wenn der Anfang etwas schleppend begann, geht es ab dem Einmarsch der Deutschen in Paris Schlag auf Schlag. Vieles passiert und das Leben der drei Freudinnen ändert sich radikal.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, vor allem die Kapitel aus der Vergangenheit konnten mich fesseln. Lea Korte hat einen einfühlsamen und berührenden Schreibstil, und durch ihre bildhaften Beschreibungen hatte ich die Frauen und viele der Handlungsstätten immer vor Augen. Durch häufigen Wechsel der Perspektiven bekommt der Leser die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und kann sich eine eigene Meinung bilden. Da man alle Seiten kennt, wirkt der Verrat, der geschieht, noch viel schwerer. 

Eine ganz klare Leseempfehlung für `Morgen werden wir glücklich sein.`


                                               




Sonntag, 29. Mai 2022

Rezension: ` Kellergrab` von Paul Cleave

   

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WOW!!!! Gänsehaut- Garantie!!!









Ich liebe die Thriller von Paul Cleave und auch `Kellergrab` ist wieder ein Hammerbuch. Der siebenjährige Zach ist nachts aus dem Elternhaus verschwunden. Zuerst nimmt man an, er sei weggelaufen, doch dann verdichten sich die Beweise, dass er entführt wurde.

Schon nach kurzer Zeit haben die Ermittler sich komplett auf die Eltern Cameron und Lisa Murdoch eingeschossen. Dadurch, dass sie als Thriller Autoren über ähnliche Dinge in ihren Büchern schreiben, sind sie für die Polizei verdächtig.

Paul Cleave hat genau beschrieben, wie grausam die Menschen sein können, und wie schnell sich durch einen Aufruf in den sozialen Netzwerken ein Mob zusammenfindet. Der bloße Verdacht reicht aus, um das, bisher völlig unbescholtene, Ehepaar zu verdammen. Es beginnt eine Hetzjagd auf die beiden, bei der Lisa Murdoch einen schweren Unfall erleidet.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht Cameron Murdochs oder von Detektive Rebecca Kent erzählt.

Bei der Hälfte des Buches war der Fall eigentlich gelöst und ich habe überlegt, was jetzt noch kommen könnte. WOW! Ab da ging es erst mal richtig los!!! Nach Lisas Unfall und dem Tod des mutmaßlichen Täters ist für Cameron klar: Einige Leute müssen sterben!


 Paul Cleave verwirrt den Leser zunehmend. Wer ist gut, wer ist böse? Das herauszufinden ist gar nicht einfach, denn man wird immer wieder aufs Neue überrascht.

Der Anfang verlief etwas gemächlich, aber dann hat mich die Story total in ihren Bann gezogen, und ich habe fast die Nacht durchgelesen. Es hat sich gelohnt!

Ich bin total begeistert von `Kellergrab`, das ist wieder mal ein Psychothriller mit Gänsehautgarantie.

                                                 


 Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Freitag, 27. Mai 2022

Rezension: `Akte Nordsee- Am dunklen Wasser : Eva Almstädt

 

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Neue Reihe mit sympathischem Ermittlerduo!!









Die Anwältin Fentje Jacobsen glaubt nicht, dass ihr Mandant seine Freundin, eine Lehrerin, ermordet hat, doch wie will sie das beweisen, wenn alles gegen ihn spricht? Unerwartete Hilfe bekommt sie von dem Journalisten Niklas, auch wenn er ihr zuerst sehr unsympathisch ist. Doch beide haben festgestellt, dass die Polizei nicht  wirklich ermittelt, da für sie der Täter bereits feststeht, und so ist es besser, sich zusammen zu tun. Fentje kämpft für ihren Mandanten, Niklas für eine Zeitungsschlagzeile.


Eva Almstädt hat mit Fentje und Niklas ein neues Ermittlerduo geschaffen, von dem wir hoffentlich noch einiges zu lesen bekommen.

Was die beiden bei ihrer persönlichen Recherche herausfinden, ist allerdings wie ein Stich in ein Wespennest.

Es beginnt mit dem Mord an der Lehrerin und weitet sich immer mehr zu einem extrem komplexen Fall aus.

Wo sind die verschwundenen Schülerinnen, was passierte dem Pastor?  War Claras lange zurückliegender Badeunfall wirklich ein Unfall? Wie hängt das alles zusammen? Was erzählen die alten verwitterten  Grabsteine für eine Geschichte und was findet man in den Kirchenbüchern so Spannendes?

Fentje ist eine sehr sympathische Anwältin, die sich nebenher noch um den Hof ihrer Großeltern kümmert und vor der Arbeit Schafe melkt. Aber auch Niklas habe ich im Laufe der Geschichte liebgewonnen.

Der erste Fall der beiden ist überhaupt nicht vorhersehbar und die Autorin schafft es, den Spannungsbogen durch unzählige Wendungen  hoch zu halten und den Leser dauernd auf neue falsche Fährten zu locken.

Das war ein feiner Krimi ganz nach meinem Geschmack, und ich gebe gerne eine Leseempfehlung!


                                                     




 Ich danke Netgalley.de  und dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 25. Mai 2022

Gewinnspiel!!!!!!!

 Habt Ihr mal wieder Lust auf ein Gewinnspiel?????? 😀

Am 26.05.2022 erscheint der neue historische Roman von Lea Korte. Ihr könnt eins von zwei Büchern mit signierter doppelseitiger Autogrammkarte gewinnen!!! Und dazu gibt es noch ein Lesezeichen!!! Das hört sich doch super an, oder???



Worum geht es im Buch?

Historischer Roman über starke Frauen während der deutschen Besatzung in Paris – für alle LeserInnen von Bettina Storks und Claire Winter

Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen miteinander befreundet. Als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht zur Résistance, um ihre jüdischen Schüler vor den Nazis zu retten. Ärztin Amiel unterstützt sie, obwohl sie selbst Jüdin ist. Die Sängerin Geneviève wiederum lässt sich mit den Deutschen ein, um weiter auf der Bühne stehen zu können. Für Marie ist dies ein verheerender Verrat und sie wendet sich von der Freundin ab, die bisher ›alles‹ für sie war. Als Geneviève sie am meisten braucht, verweigert Marie ihr die Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus ...


Wenn Ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, guckt doch mal auf ihre Homepage KLICK


Was müsst Ihr tun, um eins der begehrten Bücher zu gewinnen??


1.Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍


2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 


3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 02.06.2022 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!

Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.



Dienstag, 24. Mai 2022

Rezension: `Für immer deine Tochter` von Hera Lind


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Konnte mich nicht begeistern!










 Ich mochte die Tatsachenromane von Hera Lind bisher ganz gerne, aber bei `Für immer deine Tochter` hatte ich den Eindruck, sie hätte ihn mal eben so hingeschrieben. Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen, zumal einige Dinge schlecht recherchiert wurden. Dass die Protagonistin im Jahre 2004 schon mit Gendersternchen arbeitet, fand ich auch völlig unrealistisch. Ich habe das Buch abgebrochen, es konnte mich einfach nicht begeistern.

                                              


Ich danke dem Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 23. Mai 2022

Rezension: `Die Töchter der Speicherstadt- Der Geschmack von Freiheit` von Anja Marschall

 

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Spannende Fortsetzung!!









Im zweiten Band der Speicherstadt-Saga geht es nicht mehr nur um Maria, sondern inzwischen ist ihre Tochter Cläre erwachsen.

Die junge Frau möchte gern studieren, doch das ist 1929 fast ausgeschlossen, was ihrem Verlobten Hubert gelegen kommt, denn dieser Wunsch ist ihm ein Dorn im Auge. 

Durch Zufall lernt Cläre den Journalisten Fritz kennen, der so ganz anders als der steife Hubert ist und verliebt sich in ihn. Als sie feststellt, dass sie ein Kind erwartet, stellt das ihre ganze bisherige Lebensplanung auf den Kopf. 

Zwischenzeitlich haben die Nationalsozialisten die Wahl gewonnen, und nachdem der Krieg ausbricht, folgt eine leidvolle und kummerreiche Zeit für das deutsche Volk.

Als ihre Mutter Maria dringend in Brasilien auf der Kaffeefarm  gebraucht wird, stellt Cläre sich mutig den Herausforderungen, die nun auf sie zukommen. Sie ist eine toughe Frau, und genau wie ihre Mutter hat sie zusätzlichen zu allen anderen, auch noch mit Problemen in der eigenen Familie zu kämpfen.

Mit dem zweiten Band der Speicherstadt Saga verwöhnt Anja Marschall die Leser wieder mit einem spannenden historischen Schmöker und inzwischen liebgewonnenen Personen.

Cläre ist eine sympathische Protagonistin, aber auch die anderen Charaktere sind sehr interessant. Diesmal beginnt die Geschichte 1929 und schießt mit dem Ende des zweiten Weltkrieges ab.

Da zum Schluss noch einige Fragen offenbleiben, freue ich  mich schon sehr auf den dritten Band, der im Juli`22 erscheint.

Ganz klare Leseempfehlung für `Die Töchter der Speicherstadt`, wobei man ruhig mit dem ersten Band beginnen sollte, damit einem das Lesevergnügen nicht entgeht.








Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Samstag, 21. Mai 2022

Rezension: `Schwabenschatten` von Jochen Bender

 

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Krimi mit historischem Hintergrund!!









Auf dem Hoppenlaufriedhof wird ein getöteter Afrikaner gefunden. Das blutige Zeichen am Tatort deutet auf ein rassistisches Motiv hin, doch Kommissar Neven Rohlfing ist noch nicht überzeugt. Er vermutet, es könnte auch mit der Ausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte in Afrika, die gerade im Völkerkundemuseum stattfindet, zusammenhängen.

Die Ermittlungen gestalten sich nicht ganz einfach und so übernimmt das BKA. Mit dem Leiter der Ermittlungen ist Neven schon einmal aneinandergeraten, was nun dazu führt, dass Neven aus fadenscheinigen Gründen vom Fall abgezogen wird. Inoffiziell recherchiert er aber weiter, was zusätzlichen Ärger mit seiner Chefin verursacht.

In Rückblenden springt der Autor in die Zeit der Kolonialkriege im  heutigen Namibia, wohin es den Sohn eines Weinhändlers verschlagen hat. Was das zu bedeuten hat und vielleicht mit dem Mordopfer zu tun hat, erfährt der Leser erst im Laufe der Geschichte.

Ich kannte den Autor bisher nicht, aber `Schwabenschatten` hat mir gut gefallen, auch wenn hin und wieder manches für mich etwas zu übertrieben dargestellt wurde. Aber die Story ist spannend und sehr komplex und der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen. Abgerundet wird es durch interessante und facettenreiche Charaktere.

`Schwabenschatten` ist sicher nicht das letzte Buch gewesen, das ich von Jochen Bender gelesen habe.




Samstag, 14. Mai 2022

Rezension: `Der Verdächtige` von John Grisham

 

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Endlich wieder ein Justizkrimi!!










Lacy Stoltz hat als Anwältin bei der Gerichtsaufsichtsbehörde schon einiges erlebt, doch ihr neuester Fall ist bisher einzigartig. Einem Richter wird vorgeworfen, ein Serienkiller zu sein, und Jeri Crosby, selbst Tochter eines der Opfer, hat jede Menge Anhaltspunkte dafür. Doch um einen ehrenwerten Richter des Mordes zu überführen, muss erst nach handfesten Beweisen gesucht werden. Lacy ist sehr skeptisch, als sie mit den Anschuldigungen konfrontiert wird und kann sich nicht vorstellen, dass sie der Wahrheit entsprechen könnten. Je mehr sie sich in den Fall hineinkniet, desto sicherer wird sie, das es sich lohnt, die Sache zu verfolgen.

In einem anderen Handlungsstrang erleben wir Ross Bannick, einen Richter mit einem scheinbar ganz normalen Leben. Wenn da nicht seine dunkle Seite wäre....

John Grisham konnte mich mit `Der Verdächtige` wieder vollkommen überzeugen. Besonders spannend fand ich auch die Bemühungen der einzelnen Personen, keinerlei nachvollziehbare Spuren im Internet oder gar Fingerabdrücke zu hinterlassen.

 Wie einfach es heute sein kann, jemanden aufzuspüren, wenn man nicht jegliche Aktivitäten im Internet verwischt hat. Und bei wichtigen Absprachen sollte man anscheinend nur auf das gute alte Telefon und die Briefpost vertrauen.


Mit `Der Verdächtige` hat John Grisham wieder einen Roman ganz nach meinem Geschmack geschrieben. Auch wenn sich diesmal nicht viel in einem Gerichtssaal abspielte, war es für mich trotzdem ein Justizkrimi, der mich bestens unterhalten hat.


                                                     


Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.