Dienstag, 22. September 2026

Rezension : `Glow up mit Face Yoga` von Nina Schennach

 


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Ein Buch, das mich zum Dranbleiben motiviert hat!








Vor ein paar Wochen sah ich Nina Schennach im Fernsehen und war sofort begeistert von der Vorstellung ihrer Übungen. Besonders ihre Aussage, lieber jeden Tag zwei Minuten zu üben, als sich dreißig Minuten vorzunehmen, die man dann doch nicht schafft, hat mich direkt abgeholt.

Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut: Zunächst erfährt man, worauf man achten sollte, welche Muskeln wo sitzen und welche Hilfsmittel sinnvoll sein können. Auch wird erklärt, was die Bewegungen im Körper bewirken können.

Die einzelnen Übungen sind reich bebildert, und einige Fotos haben bei mir regelrechte Lachsalven ausgelöst, weil manche Positionen einfach herrlich komisch aussehen. Aber genau das macht es sympathisch, denn alles ist leicht nachzumachen. Man kann es unterwegs oder zuhause praktizieren und zusätzlich geht vieles im Auto, ohne dass es jemand bemerkt. Zunge an den Gaumen pressen etc..

Manches wird mit Öl durchgeführt, anderes mit dem Gua-Sha-Stein, mit Cups oder ganz ohne Hilfsmittel. Die Vielfalt ist groß, aber nicht überfordernd. Hier ist wirklich für jeden das Passende dabei!

Wer Lust auf einfache, wirksame, manchmal komische Verrenkungen hat, findet hier ein Buch, das motiviert, ohne die Leserinnen zu überfordern.


                                           



Montag, 21. September 2026

Rezension: `Das Haus Faber Castell` von Elke Becker

 

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Gemütlicher Schmöker!












Stein bei Nürnberg, 1847. Ottilie ist überglücklich, als sie ihren Traummann Lothar Faber heiratet. Während Lothar die Geschicke der Firma lenkt, widmet sich Ottilie ihrer Leidenschaft, der Malerei. Doch sie interessiert sich ebenso für die Belange des Unternehmens und steht ihrem Mann oft beratend zur Seite.

Das wiederum missfällt ihrer Schwägerin Käthe zutiefst. Sie neidet Ottilie das große Haus, die prachtvolle Hochzeit und vor allem die Tatsache, dass Lothar seine Frau als gleichwertige Partnerin behandelt. Ihr einziger Triumph ist es, früher Mutter zu werden als Ottilie.

Durch die Hebamme Elise, mit der sich eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt, erfährt Ottilie von den miserablen Lebensbedingungen der Fabrikarbeiter, die in Baracken hausen und unter erschütternden Umständen leben. Ottilie beschließt zu handeln und schlägt Werkswohnungen, eine Kinderbetreuung und soziale Unterstützung vor, um das Leben der Arbeiter zu verbessern.

Elke Becker schildert den Alltag der Familie Faber, den Aufstieg des Unternehmens, die Expansion nach England und Amerika äußerst spannend. Die täglichen Sorgen, Ottilies Fehlgeburten, Käthes Kampf um Anerkennung und die unterschiedlichen Perspektiven der Figuren lassen keinen Moment Langeweile aufkommen.

`Das Haus Faber Castell` ist ein packender Roman, der die persönlichen Schicksale vor dem Hintergrund der historischen Fakten eindrucksvoll verbindet. Man legt das Buch mit dem Gefühl aus der Hand, dass es über diese Familie noch viel zu erzählen gäbe. 

Vielleicht überrascht uns die Autorin doch noch mit einer Fortsetzung.





Donnerstag, 17. September 2026

Rezension: `Der verheiratete Mann` von K.L. Slater

 

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Spannend!!












Liv lebt allein mit ihrem Sohn Maddox. Ihr Ehemann ist vor vielen Jahren spurlos verschwunden und wurde schließlich für tot erklärt. Seitdem spricht Liv immer wieder davon, bald einen großen Geldbetrag zu erhalten, der ihr und Maddox ein sorgenfreies Leben ermöglichen soll. Als sich Maddox plötzlich verändert, fürchtet Liv, dass er in Drogengeschichten geraten ist. Doch als die Polizei vor der Tür steht, weiß sie, dass es etwas viel Bedrohlicheres gibt, vor dem sie sich fürchten muss.

Parallel dazu lernen wir Kait kennen, die hochschwanger ist und mit ihrem Mann Daniel eigentlich glücklich sein sollte. Doch kleine Auffälligkeiten lassen sie zweifeln, ob Daniel ehrlich zu ihr ist. Sie beginnt, heimlich in seinen Unterlagen zu stöbern und ihre Spur führt sie direkt zu Liv.

Der Thriller hat mir wieder richtig gut gefallen. Der Schreibstil von K.L. Slater ist gewohnt fesselnd, sodass ich das Buch in zwei Abenden ausgelesen hatte. Die Handlung überzeugt mit vielen Wendungen, falschen Fährten und Überraschungen. Nichts ist so, wie es zunächst scheint, und bis zum Schluss bleibt die Spannung hoch, nur um dann alles noch einmal komplett zu drehen.

`Der verheiratete Mann` ist ein packender Thriller mit starken Plot Twists und einem unvorhersehbaren Ende, den ich sehr gerne weiterempfehle.


                                                  



Mittwoch, 16. September 2026

Rezension: `Die Honigfrauen- Eine neue Heimat` von Mirjam Müntefering

 

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Gelungener Abschluss!!









Elberfeld, 1910. `Die Honigfrauen- eine neue Heimat` habe ich sehnsüchtig erwartet, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Irma, Auguste und Harriet weitergeht.

Schon nach wenigen Seiten war ich wieder völlig in der Fortsetzung der Geschichte versunken, weil der zweite Band direkt an die Geschehnisse im ersten anschließt.

Die Eröffnung des Landcafés ist zunächst ein Desaster, denn der von Familie Kuhn empfohlene Konditor liefert bei Weitem nicht die Qualität von Ludwig Honigs feinem Gebäck. Auch Arno Kuhn lässt sich nicht mehr blicken, was Irma sehr verletzt. Zum Glück ist Eugen wie immer eine verlässliche Stütze und guter Freund.

Nur noch wenige Tage können die Honigs sich über Wasser halten, sonst müssen sie das Landcafé aufgeben. Da kommt Irma plötzlich eine Idee. Könnte Harriet mit ihrem Wissen und ihrem Können das Café retten? Und was würde Großmutter Auguste dazu sagen?

Auch der zweite Band hat es wieder in sich, denn es passiert unglaublich viel. Jedes Kapitel widmet sich einer der drei Frauen, die alle ihre eigenen Sorgen, Hoffnungen und Wege haben. Trotz ihrer Unterschiede halten sie zusammen und kämpfen für das Landcafé. Besonders berührend ist Augustes Wunsch, Irma immer und vor allem zu beschützen, ohne zu merken, dass das Mädchen längst erwachsen geworden ist und eigene Pläne hat.

`Die Honigfrauen- Eine neue Heimat` ist ein atmosphärischer, berührender Roman über drei starke Frauen und hat mir genauso gut gefallen wie der erste Band. Mirjam Münterfering schreibt wie gewohnt warm, bildhaft und wunderbar flüssig.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung und natürlich sollte man beide Teile hintereinander lesen.


                                                    








Samstag, 12. September 2026

Rezension: `Was sie nicht weiß` von Shari Lapena


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Was für ein Pageturner!










Die junge Mutter Bryden verschwindet am helllichten Tag spurlos aus ihrer Wohnung. Handy, Laptop, Handtasche, alles liegt noch da, als wäre sie nur kurz hinausgegangen. Niemand kann sich erklären, was passiert sein könnte.

Ihr Ehemann Sam schlägt sofort Alarm, denn für ihn ist klar, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Bryden würde niemals vergessen, ihre kleine Tochter aus der Kita abzuholen. Die Polizei durchsucht das große Mietshaus und vermutet zunächst einen Unfall, doch schnell wird deutlich, dass Bryden ermordet wurde. Und wie so oft fällt der erste Verdacht auf den Ehemann. War ihre Ehe wirklich so harmonisch, wie es nach außen schien?

Mich hat dieses Buch komplett umgehauen! Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, und nach und nach lernt man die Menschen in Brydens Umfeld besser kennen. Anscheinend hat jeder eine dunkle Seite oder ein Geheimnis, das er verbergen will. Die Autorin versteht es meisterhaft, Zweifel zu säen, und Figuren, die man schon als Täter ausgeschlossen hat, geraten plötzlich wieder in den Fokus. Für die Ermittler wird der Fall immer komplizierter, denn Verdächtige gibt es reichlich.

Bis zur allerletzten Seite bleibt offen, wer Bryden ermordet hat. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Thriller ohne übertriebene Action oder Effekthascherei auskommt. Die Spannung entsteht durch psychologische Raffinesse, viele feine Hinweise und das ständige Gefühl, dass man niemandem wirklich trauen kann.

`Was sie nicht weiß` ist ein fesselnder Thriller, der mich bis zum Schluss mitgerissen hat und den ich kaum aus der Hand legen konnte.


                                




Mittwoch, 9. September 2026

Rezension: `Alles wird Asche` von Nele Neuhaus

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Spannend, aber mit kleinen Längen!                                        



Ziemlich enttäuscht von ihrem Aufenthalt in Namibia kehrt Pia Sander vorzeitig aus dem Sabbatical zurück. Ihr Ex‑Mann Henning holt sie am Flughafen ab und und sie muss ihn direkt zu einem Tatort begleiten. Ein Mann hängt kopfüber im Rohbau eines Hochhauses, wurde brutal gefoltert und schließlich getötet.

Kurz darauf nimmt Pia wieder ihren Dienst auf und ermittelt gemeinsam mit ihrem Kollegen Oliver von Bodenstein. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Opfer. Weitere Tote folgen, alle miteinander verknüpft, und immer wieder führt eine Spur zur mächtigen Brinkhoff‑Gruppe

Nele Neuhaus hat einen extrem komplexen Fall konstruiert. Bei der Vielzahl an Figuren, Beziehungen und Verbindungen war ich sehr froh, dass es ein Personenregister gibt. Mehrere Handlungsstränge laufen parallel, wobei der Schwerpunkt klar auf der akribischen Ermittlungsarbeit liegt.

Gleichzeitig gewährt die Autorin tiefe Einblicke in Pias Privatleben, in ihre Ehe, die Liebe und die Beziehung zu Henning. Diese persönlichen Momente lockern die intensive Polizeiarbeit zwischendurch immer wieder auf.

In kursiv gedruckten Passagen schildert ein Täter seine Gedanken und die Planung eines Mordes, so ist der Leser den Ermittlern manchmal einen Schritt voraus.

Mit über 600 Seiten ist der Roman sehr umfangreich. Für meinen Geschmack hätten 100 bis 200 Seiten weniger der Geschichte gutgetan. Das Thema ist spannend, die Recherche beeindruckend, und die Ermittlungsarbeit fesselnd, aber es gibt Passagen, die sich spürbar in die Länge ziehen.

Trotzdem war es für mich eine Freude, wieder mit Pia Sander und Oliver von Bodenstein auf Spurensuche zu gehen.






Donnerstag, 3. September 2026

Rezension: `Die Entdeckung der Wahrheit` von Ellin Carsta

 

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Dramatische Entwicklungen!!

















Hamburg, 1929. Im inzwischen neunten Band der `Kinder der Hansens` ist wieder einiges los, manches fesselt, anderes wirkt etwas ruhiger.

Die Figuren entwickeln sich spürbar weiter. Martha zeigt sich ungewohnt zahm, während Eduard immer mehr abrückt von dem freundlichen Cousin, als den man ihn bisher kannte.

Franz erhält eine neue Aufgabe, die er unbedingt gut erfüllen möchte, und zwischen ihm und Emma entspannt sich die Lage wieder. Richard verliebt sich in Chicago, während Therese versucht, einen Herrn loszuwerden, der ihre Gutherzigkeit zunehmend ausnutzt.

Amila stößt im `Hansens` auf Kartons mit merkwürdigem Inhalt und stellt Eduard zur Rede. Zwischen ihnen gibt es den ersten größeren Streit.

Richtig dramatisch wird es, als etwas geschieht, das die ganze Familie erschüttert. Ein Mitglied der Hansens fällt einem Verbrechen zum Opfer. Während die meisten darauf vertrauen, dass der Täter gefasst und bestraft wird, wollen zwei von ihnen die Sache selbst in die Hand nehmen. Ab diesem Moment wird es wirklich spannend, und wie immer gilt: Bei den Hansens ist es nie langweilig.


                                                            




Dienstag, 1. September 2026

Rezension: `Das Seebad am Nordseestrand` von Regine Kölpin

 

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Wangerooge im Aufbruch!
















Wangerooge, 1829. Als Bernhardine Westings Mann zum Badekommissar ernannt wird, ist seine Begeisterung überschaubar, doch Bernhardine selbst ist sofort Feuer und Flamme. Sie erkennt das Potenzial der kleinen, unscheinbaren Insel und setzt alles daran, um aus Wangerooge ein exklusives Seebad zu machen. Während viele Insulaner skeptisch bleiben, sehen einige darin eine Chance, der täglichen Einöde zu entkommen.

Zu ihnen gehört Beeke Tammen, deren Eltern sie dem Lehrerssohn versprochen haben. Doch Beeke liebt Edo, ihren Jugendfreund, eine Verbindung, die ihre Eltern niemals akzeptieren würden. Als beide Männer auf See sind, fasst Beeke einen mutigen Entschluss: Sie beginnt in Bernhardines Küche zu arbeiten, um eigenes Geld zu verdienen und nicht länger von einem Mann abhängig zu sein.

Regine Kölpin zeichnet die gesellschaftlichen Strukturen der damaligen Zeit eindrucksvoll nach. Frauen hatten zu gehorchen, ihre Möglichkeiten waren eng begrenzt, und nur wenige wagten es, aus diesen Rollen auszubrechen. Gerade deshalb berührt die entstehende Freundschaft zwischen Bernhardine und Beeke. Zwei Frauen aus völlig unterschiedlichen Ständen, die sich gegenseitig stärken und unterstützen. Mehrmals gerät Beeke in gefährliche Situationen, doch Bernhardine hilft ihr ohne Zögern und ohne Rücksicht auf Konventionen.

Besonders gelungen ist Beekes Entwicklung: Aus dem unbedarften Mädchen wird eine selbstbewusste junge Frau, die weiß, was sie will, auch wenn die Männer ihrer Zeit noch immer das letzte Wort haben. Die authentische, atmosphärische Erzählweise macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen und sich in die Figuren hineinzuversetzen.

Ein historischer Roman, der durch starke Protagonistinnen, gesellschaftliche Konflikte und den Aufbruch in eine neue Zeit überzeugt.


                                         


Freitag, 28. August 2026

Rezension: `Die verschlossene Tür` von Freida McFadden

 

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McFadden  kann es einfach!!!









Dr. Nora Davis ist eine brillante Chirurgin, die ihre Arbeit liebt und sich in ihrer Praxis sicher fühlt. Doch privat hält sie Menschen auf Abstand. Niemand soll erfahren, dass sie die Tochter des berüchtigten Serienkillers Aaron Nierling ist, der seit 26 Jahren im Gefängnis sitzt. Als zwei ihrer Patienten auf exakt die gleiche Weise ermordet werden, wie es ihr Vater tat, steht plötzlich die Polizei vor ihrer Tür. Ein Nachahmungstäter treibt sein Unwesen und er weiß, wer Nora ist.

Freida McFadden gelingt es erneut, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Die Autorin spielt geschickt mit der Frage, ob Nora Opfer oder Täterin ist. Jemand versucht, ihr etwas anzuhängen, doch lange bleibt unklar, wie viel Wahrheit in den Anschuldigungen steckt. Die Rückblenden in Noras Kindheit zeigen, dass Nora selbst nicht frei von dunklen Impulsen ist. Hat sie die Gene ihres Vaters geerbt? Oder ist sie nur eine Frau, die verzweifelt versucht, sich von der Vergangenheit zu lösen?

Die Story ist hervorragend konstruiert, die Charaktere glaubwürdig und die Spannung konstant hoch. Die Autorin versteht es meisterhaft, Wendungen so zu setzen, dass man immer wieder umdenken muss. Bis zur letzten Seite habe ich gerätselt, wer schuldig und wer unschuldig ist und das Finale hat mich total überrascht.

Ein weiterer Freida McFadden-Thriller, der es in sich hat, nervenaufreibend, voller Plot Twists und absolut packend.


                                       





Donnerstag, 20. August 2026

Rezension: `Die Leuchtturmschwester` von Lori Kilian

 

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Ein Lesevergnügen!













Schottland, 1923. Nachdem ihre Mutter bei der Geburt der kleinen Schwester stirbt, fasst Eliza einen Entschluss. Sie will Krankenschwester werden. Ihrem Vater gibt sie die Schuld am Tod der Mutter, denn er hat keine Hebamme geholt und die beiden Mädchen später bei der Tante zurückgelassen. Die Verletzung sitzt tief. Sobald sie alt genug ist, verlässt Eliza die kleine Insel und beginnt ihre Ausbildung.

Als sie Jahre später zurückkehrt, ist nichts mehr wie früher. Die Schwester ist ihr fremd und dem Vater will sie weiterhin aus dem Weg gehen. Nur die Gewissheit, dass ihre Hilfe dringend gebraucht wird, lässt sie den schwierigen Neubeginn durchstehen.

Bei ihrer Arbeit begegnet sie dem Leuchtturmwärter Aidan, der überraschend fundierte medizinische Kenntnisse besitzt. Doch warum arbeitet er nicht als Arzt? Welches Geheimnis trägt er mit sich?

`Die Leuchtturmschwester` hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Autorin fängt die Atmosphäre der Hebriden und die raue, karge Landschaft eindrucksvoll ein. Das Leben der Menschen dort war hart- wenig Arbeit, kaum Nahrung, schlechte Wohnverhältnisse. Viele Bewohner begegnen Eliza zunächst mit Skepsis, weil man lieber auf Zaubersprüche und okkulte Rituale als auf moderne Medizin vertraut. Eliza muss gegen Vorurteile und Aberglauben ankämpfen, doch nachdem sie mehreren Kranken helfen kann, beginnt sich das Blatt zu wenden.

Zwischen Aidan und Eliza entwickelt sich eine zarte Nähe. Doch als Krankenschwester darf sie keinen Ehemann haben, deswegen scheint eine Beziehung unmöglich. Ihren Beruf aufzugeben kommt für sie nicht infrage.

Lori Kilian hat einen wunderschönen historischen Roman mit einer sympathischen Protagonistin geschrieben, der mich direkt in das vergangene Jahrhundert versetzt hat. Die Geschichte ist intensiv und stimmungsreich, berührend und voller authentischer Details. Ich konnte mühelos in Elizas Welt eintauchen und ihre Erlebnisse mitfühlen.

Für mich war `Die Leuchtturmschwester` von Anfang bis Ende ein Lesevergnügen.