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So ein gemütlicher Schmöker!!
Hamburg, 1860. Cora Kröger beginnt eine Stelle als Gouvernante für die kleine Emmi. Doch der Name, unter dem sie sich vorstellt, ist nicht ihr wirklicher, und weder ist sie Witwe noch verfügt sie über die Referenzen, die Alexander Klaasen, Emmis Vater, eigentlich erwartet. Für die Behandlung des Lungenleidens seiner Tochter plant er einen längeren Aufenthalt auf Norderney, und nur Cora war bereit, mitzukommen. Für sie ist es ein glücklicher Zufall, denn niemand in Hamburg darf wissen, wo sie ist.
Auf der Insel findet sie schnell Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit. Der Unterricht mit Emmi erfüllt sie, die Weite des Meeres und die Distanz zu den Menschen, vor denen sie geflohen ist, lassen sie aufatmen. Onnen Haart, ein Inselbewohner, den Herr Klaasen als Begleitung für die Nachmittage engagiert hat, wird zunehmend wichtiger für sie. Doch ein dramatisches Ereignis zerreißt das zarte Band zwischen ihnen und stellt alles infrage.
Wieder einmal hat Miriam Georg einen wunderschönen historischen Roman geschaffen. Von der ersten Seite an war ich in der Geschichte drin. Die Schilderungen der Begebenheiten auf Borkum und Norderney wirken so authentisch, dass ich den Wind und den Sturm fast selbst spüren konnte, den Sand unter den Füßen, die kleinen Hütten mit ihren Öfen und die gemütlichen Teezeiten.
Die Autorin versteht es meisterhaft, Atmosphäre zu erschaffen und ihre Figuren lebendig werden zu lassen. Sie alle tragen ihre Geheimnisse, Hoffnungen und Verletzungen mit sich, und gerade diese Mischung aus Vertrautheit und Verschwiegenheit macht den Roman so berührend.
`Sturmland` ist ein gefühlvoller, spannender und wunderbar erzählter Inselroman, der mich vollkommen gefesselt hat. Nun bin ich sehr gespannt auf den nächsten Band in dem die Geschichte weitergeht.



















