* * *
Zähes Familiendrama!
Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Johanna Mo gefreut, wurde diesmal jedoch etwas enttäuscht. Hätte ich im Vorfeld gewusst, dass die Geschichte eher ein Familiendrama als ein Krimi ist, wäre ich vermutlich mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen. Aber so hoffte ich auf Spannung, bekam stattdessen aber eine überwiegend zähe Handlung.
Natalie kehrt gemeinsam mit ihrer Schwester Meja und deren Tochter über Weihnachten nach Hause zurück, nachdem die Familie erfahren hat, dass ihre Mutter vermisst wird. Zwar ist es nicht das erste Mal, dass diese plötzlich verschwindet, doch noch nie war sie so lange ohne ein Lebenszeichen fort. Die Handlung plätschert über weite Strecken vor sich hin, während sich die Familienmitglieder merkwürdig distanziert verhalten. Statt miteinander zu reden, geht jeder seinen eigenen Weg. Als Leserin habe ich ständig darauf gewartet, dass endlich etwas geschieht und die Geschichte an Fahrt aufnimmt.
Trotzdem habe ich bis zum Schluss durchgehalten, weil ich unbedingt wissen wollte, was mit der Mutter passiert ist. Erst im letzten Drittel wurde die Handlung etwas lebhafter und die Ereignisse überschlagen sich schließlich. Das Ende sorgt zwar noch für Spannung, konnte mich aber für die langwierigen Passagen davor nicht vollständig entschädigen.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Bitte beachtet, dass eure Daten beim Kommentieren für diesen Zweck von Blogger verarbeitet, bzw. gespeichert werden müssen. Wenn Ihr einen Kommentar abgebt, erklärt Ihr euch damit einverstanden.