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Donnerstag, 7. Mai 2026

Rezension: `Der Schattengast` von Malin Stehn

 

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Ein Pageturner voller falscher Fährten!








Einen Tag nach ihrer ausgelassenen Geburtstagsparty wird Sandra erstochen aufgefunden. Der Verdacht fällt sofort auf ihren Ehemann Jack, doch das ist nur der Anfang eines Geflechts aus Lügen und Geheimnissen.

Die Geschichte baut sich langsam auf, doch dann entwickelt sich `Schattengast` zu einem echten Pageturner.

Mit geschickt platzierten Rückblenden setzt die Autorin die Erlebnisse von Familie und Freunden vor dem Mord zusammen und ergänzt sie durch die Protokolle der Polizeivernehmungen.

 Der ständige Wechsel von Zeiten und Perspektiven sorgt für durchgehend hohe Spannung und enthüllt immer neue menschliche Abgründe.

Die Tätersuche bleibt bis zum Ende offen, und zahlreiche Wendungen und Verdächtige lassen die Leser bis zur letzten Seite im Ungewissen.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!!





Dienstag, 4. Februar 2025

Rezension: `Ihr Verrat` von Laura Elliot

 

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Spannend!!!











Nadine  und Jake haben als Teenager  geheiratet, weil ein Kind unterwegs war. Wider aller Erwartungen haben sie  inzwischen vier Kinder und führen eigentlich eine gute Ehe. Doch der Pfiff ist raus, und nachdem die Kinder aus dem Haus sind, beschließen sie einvernehmlich, sich zu trennen, um sich gegenseitig die Freiheit wiederzugeben.

Zunächst gehen sie freundlich miteinander um, bis Nadine entdeckt, dass Jake eine Affäre mit ihrer Erzfeindin aus Jugendtagen hat. Das kann sie ihm nicht verzeihen, und der Kontakt beschränkt sich fortan nur noch auf das Nötigste.

Als Jake merkt, dass seine Geliebte eine Psychopathin ist und eine Gefahr für Nadine besteht, scheint bereits alles zu spät zu sein.

Dieser Psychothriller hat mich total begeistert. Von der ersten Seite an war ich gefesselt von der Story. Ich habe bereits einige Bücher von Laura Elliot gelesen und finde ihren Stil klasse. 

Jake und auch Nadine sind mir ans Herz gewachsen und ich habe mitgelitten bei dem, was ihnen widerfährt.

Die Geschichte entwickelt sich langsam, birgt zahlreiche Geheimnisse und überrascht mit unvorhersehbaren Wendungen, die den Spannungsbogen konstant hochhalten.

Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!


                                   


Mittwoch, 19. Oktober 2022

Rezension: `Die Haushälterin` von Joy Fielding

 

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Joy Fielding wieder in alter Form!!









Seit Jahren leidet Jodis Mutter an Parkinson, und langsam wird es für den Vater alles zu viel. Jodi ist heilfroh, als sie eine Haushälterin für ihre Eltern findet, die vor den Augen des Vaters bestehen kann. Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein, wie die Perle Elyse auch den Rest der Familie direkt begeistert.

 Als kurz darauf die Mutter verstirbt, denkt niemand etwas Böses. Erst nach und nach wird klar, was Elyse im Schilde führt. Und auf einmal wird es für Jodi und ihre Schwester Tracy schwierig, an den Vater  heranzukommen. Er sieht nicht ein, dass nun alles in die Richtung gelenkt wird,  die Elyse von vornerein geplant hat.

Joy Fielding hat wieder einen brillanten Roman geschrieben, der erstmal recht unspektakulär anfängt. Aber dann immer mehr an Fahrt aufnimmt, sodass ich irgendwann nicht mehr aufhören konnte zu lesen.  Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, Jodi, die Vernünftige, ihre Schwester Tracy, die Lockere, der Vater, ein unsensibler Despot, Harrison, der erfolglose Schriftsteller und natürlich Elyse, die skrupellose Erbschleicherin. 

Joy Fielding hat ein wahres Albtraum Szenario beschrieben, dem die Schwestern fast machtlos gegenüber stehen. Solange der Vater nicht merkt, was los ist, sind ihnen die Hände gebunden. Genauso wie der Polizei, an die sie sich wenden.

`Die Haushälterin` ist spannend und fesselnd und genau das, was ich von einem guten Buch erwarte.


Dienstag, 26. April 2022

Rezension: `Finsterhaus` von Johanna Mo

 

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Noch besser als der erste Teil!!










Schon der Auftakt zur neuen Krimireihe von Johanna Mo konnte mich begeistern, und der zweite Teil gefiel mir jetzt sogar noch besser.

Die Polizistin Hanna Duncker sucht mit ihrem Kollegen Erik nach Thomas, dem Angestellten einer Immobilien Firma, der mitsamt seinem kleinen Sohn verschwunden ist. Ziemlich schnell wird klar, dass er nicht einfach abgehauen ist. Er wird ermordet aufgefunden, nur vom Täter und dem kleinen Hugo fehlt jede Spur.

Fieberhaft wird nach dem Jungen gesucht, denn mit jeder weiteren Stunde, die vergeht, wird die Chance geringer, ihn lebend zu finden.

Die Ermittler gehen vielen Hinweisen aus der Bevölkerung nach, inspizieren aber auch das Umfeld der beiden. Dabei kommt allerhand zutage, was keiner vermutete. Eine uneheliche Tochter, dunkle Geschäfte, in die der Tote anscheinend verwickelt ist, und auch die Familie seines Arbeitgebers wirkt ziemlich dubios.

Die Story wird in zwei Handlungssträngen erzählt, von denen einer Thomas` letzten Tag behandelt. Der Leser erfährt, was sich am Tag des Verschwindens in seinem Leben abgespielt hat. Das macht es noch spannender, weil man der Polizei immer eine kleine Information voraus hat.

Zusätzlich lässt Hanna die Geschichte um die Tat ihres Vaters nicht los. Es scheint neue Erkenntnisse zu geben, denen sie unbedingt nachgehen will, doch der aktuelle Fall und die Suche nach dem Kind haben natürlich Vorrang.

Johanna Mo hat mit `Finsterhaus` wieder einen extrem spannenden Krimi geschrieben, der mich durchweg fesseln konnte. Durch viele Verwicklungen  und spannende Wendungen bleibt  bis zum Schluss unklar, wer hier mächtig Dreck am Stecken hat. Gekonnt bringt die Autorin die beklemmende Atmosphäre an Thomas` letztem Tag rüber und lässt den Leser mitleiden. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Ermittler in brenzligen Situationen auch mal Verstärkung anfordern, und keine gefährlichen Alleingänge unternehmen, bei denen der Leser schon genau weiß, was kommt.

Ich freue mich nun total auf den dritten Band, auf den wir allerdings noch ein ganzes Jahr warten müssen.



                                                 

Donnerstag, 24. März 2022

Rezension: `Goethe in Karlsbad` von Ralf Günther

 

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Goethe in Karlsbad!










Ich war von Ralf Günthers Roman über Dr. Robert Koch ziemlich begeistert, und nun gespannt, wie mir `Goethe in Karlsbad` gefällt.

Die beiden Bücher kann man gar nicht miteinander vergleichen. Bei `Goethe in Karlsbad` handelt es sich um eine Erzählung mit wenig wörtlicher Rede und einer Sprache, angeglichen an die Ausdrucksweise Anfang des 19. Jahrhunderts.

Bei seiner Kur in Karlsbad kann Goethe ein junges Pärchen von einem Suizidversuch abbringen, auch indem er klarstellt, dass die Leiden des jungen Werther nur auf dem Papier bestehen und auch nur dort der Freitod etwas Romantisches hat. Er verspricht, sich darum zu kümmern, dass die beiden jungen Leute zusammenbleiben dürfen.

Jedoch kommt erst noch persönlicher Ärger für Goethe dazwischen und er muss abreisen.

Eine nicht standesgemäße Ehe, eine Affäre, ein uneheliches Kind und zwei Familien, die auf keinen Fall einer Hochzeit zustimmen wollen, das sind die Probleme, mit denen Goethe sich herumschlagen muss.

Der Anfang war für mich etwas schwierig, da ich mich erst an die Erzählweise gewöhnen musste. Doch danach fand ich es noch recht nett, und ich habe das Buch an einem Abend ausgelesen. 

                                                        


Ich danke dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 15. März 2022

Rezension: `Die Falkenbach Saga- Der Mut der Frauen` von Ellin Carsta

 

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Fesselnde Fortsetzung!!









Ein neuer Band der Falkenbach- Saga ist für mich immer wie ein Wiedertreffen mit der Familie. Inzwischen kennt man alle Mitglieder der Falkenbachs und Lehmanns und weiß um ihre Schwächen und Geheimnisse.

Neuen Lesern würde ich raten, die Saga mit dem ersten Band zu beginnen, weil es sonst schwierig werden könnte, die Zusammenhänge alle zu durchschauen.

Elisabeth bekommt ihr zweites Kind und hat schreckliche Angst, es könne wieder missgebildet sein. Gerade jetzt, wo ihr Mann auf dem Weg ist, ein hohes Tier zu werden, und vom Führer persönlich einen Orden bekommt. Undenkbar, als gute deutsche Frau, kein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

Doch auch die anderen Mitglieder der beiden Familien haben Sorgen, jeder von ihnen trägt ein Geheimnis mit sich herum, das auf keinen Fall ans Licht kommen darf.

Auch der fünfte Band der Falkenbach- Saga hat bei mir voll eingeschlagen und ich habe ihn geradezu verschlungen.

Die wirklich fesselnde Handlung mit zahlreichen, teils dramatischen Verwicklungen hat mich immer daran gehindert, das Buch mal zur Seite zu legen.

Gekonnt lässt die Autorin zu den Geschehnissen in Bernried wieder historische Ereignisse einfließen, wodurch die Handlung noch authentischer wirkt. Auch das Nachwort war diesmal ziemlich interessant und lesenswert.

Ganz klare Leseempfehlung für die Falkenbach- Saga!!!!

                                                                         



Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars. 

Mittwoch, 23. Juni 2021

Rezension: `No way out` von Cara Hunter

 

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Neuer Fall für DI Fawley!










Eine Mutter verbrennt zusammen mit ihren beiden Kindern in ihrem Haus. Vom Vater fehlt jede Spur. Für die Polizei ist schnell klar, hier muss es sich um Brandstiftung gehandelt haben. Detective Inspector Adam Fawley, der mir schon aus den vorigen Bänden bekannt ist, setzt dieser Fall mit den toten Kindern besonders zu, denn es ruft immer wieder die Erinnerungen an seinen Sohn Jake wach. Trotzdem muss er die Ermittlungen durchziehen. Wo befindet sich der Vater? Handelt es sich vielleicht um eine Kurzschlussreaktion, bei der er seine Familie getötet hat? In penibler Kleinarbeit tragen die Ermittler Daten zusammen, um herauszufinden, was passiert ist.

Doch so richtig gehen die Ermittlungen nicht voran. Der Vater bleibt verschwunden und gilt somit auch weiterhin als der Hauptverdächtige.

In vielen Rückblenden gibt die Autorin einen Einblicke in das Leben der Familie und man erfährt, was in den Monaten vor dem Brand geschehen ist. 

Wie man es aus den Romanen von Cara Hunter gewöhnt ist, finden wir Zeitungsartikel und Kommentare, die sich mit dem Fall befassen. 

Um es authentischer wirken zu lassen, standen neben den eigentlichen Berichten zahlreiche Kurzmeldungen, die nichts mit dem eigentlichen Geschehen zu tun hatten. Das fand ich überflüssig und beim Ebook zusätzlich sehr unübersichtlich, sodass mich das eher durcheinandergebracht hat.


Trotzdem hat mir der komplexe und auch spannende Krimi gut gefallen. Bis zum Schluss ist man nicht sicher, wer Dreck am Stecken hat und wer nicht. Meine Vermutungen in Bezug auf den Täter stimmten diesmal überhaupt nicht. Die Auflösung zum Schluss hätte ich so nicht vermutet, aber genau so muss ein richtig guter Krimi ja sein!!  





Ich danke dem Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares. 

Donnerstag, 1. April 2021

Rezension: `Glück hat einen langsamen Takt` von Mechtild Borrmann

 

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Spannende Kurzgeschichten!!










Diesmal überrascht uns Mechtild Borrmann mit außergewöhnlichen Kurzgeschichten. Doch jede Geschichte wird nicht einfach nur erzählt, sondern hat immer einen tieferen Sinn, und das Ende ist meist nicht vorhersehbar.

 Wie man es von der Autorin gewohnt ist, fesseln auch diese Erzählungen, unabhängig davon, ob sie einen zum Lachen, zum Weinen oder zum Nachdenken bringen. 

Wenn ich auch lieber ein komplettes Buch von Mechtild Borrmann bevorzuge, haben mich die Kurzgeschichten trotzdem begeistert.


                                 


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 18. Dezember 2020

Rezension: `Die Wölfe vor den Toren` von Astrid Fritz

 

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Wolf oder Werwolf?









Es geht weiter mit der Armenapothekerin Serafina aus Freiburg. Es ist ein bitterkalter Winter, die Nahrung und die Brennmaterialien sind knapp. Jeder hofft, dass es bald Frühling wird. Die Angst vor den Wölfen ist immer da, doch solange sie weit weg bleiben, ist alles gut.

In diesen kalten Zeiten suchen auch die Wölfe nach Nahrung und kommen näher in die Dörfer. Der kleine Jörgelin aus Würi fällt ihnen zum Opfer. Anhand der Bisswunden ist ganz klar, dass er von den Wölfen getötet wurde. Als kurz darauf zwei Frauen mit ähnlichen Verletzungen zu Tode kommen, sind die Menschen aufgebracht. Angeblich soll nun plötzlich ein menschlicher Werwolf schuld sein.

Der Stadtarzt Achat und seine Frau Serafina glauben natürlich nicht an diesen Unsinn und haben eine ganz andere Vermutung, doch noch fehlen ihnen die Beweise.

Auf eigene Faust versucht Serafina etwas aus den Dorfbewohnern herauszukriegen. Dass sie ihr gegenüber nicht besonders aufgeschlossen sind, schreckt sie natürlich nicht ab. Für die damalige Zeit ist Serafina eine selbstbewusste Frau, die ihren eigenen Willen hat und sich auch nicht von ihrem Mann davon abbringen lässt.

Ihre gute Spürnase bringt sie auch diesmal wieder auf die richtige Fährte, doch dadurch geraten die Eheleute gleich zweimal in ernsthafte Gefahr.


Obwohl es nun schon der sechste Band um Serafina ist, wird es einem nicht langweilig. Es gab ein Wiederlesen mit schon liebgewonnenen Charakteren, wie den Beginenschwestern und einigen anderen. Ich lese immer gerne, wie der Alltag im 15. Jahrhundert bewältigt wurde. Wie kamen die Leute durch den harten Winter ? Wie funktionierte eine Armenapotheke  und welche Kräutchen wurden bei den verschiedenen Krankheiten eingesetzt? Interessant zu lesen, dass der Aberglaube vieles beherrschte. Doch die einfache Bevölkerung wusste es nicht besser und glaubte schnell an Werwölfe, Hexen oder Geister, wenn sie keine andere Erklärung hatten. Diesmal ging es aber hauptsächlich um die Wolfsmorde, und Serafinas Alltag kam ein bisschen zu kurz. 

Trotzdem war es wieder ein spannender, historischer Roman, der mir richtig gut gefallen hat.



Ich danke dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 17. November 2020

Rezension: `So schweige denn still` von Mary Higgins Clark

 

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Sehr spannend!!









Die investigative Journalistin Gina bekommt eine email von einer gewissen CRyan, die bei einem großen Nachrichtensender angeblich irgendetwas Schreckliches erlebt hat. Doch Gina kann sie nicht erreichen, um Genaueres zu erfahren. Als sie endlich herausfindet, um wen es sich bei CRyan überhaupt handelt, stellt sie fest, dass die Informantin durch einen Unfall ums Leben gekommen ist.

Gina wittert eine große Story und bleibt dran, um aufzudecken, was passiert ist. Anscheinend geht es um sexuelle Belästigung. Sie macht andere Betroffene ausfindig, doch niemand will mit ihr reden. Ihr werden massenhaft Steine in den Weg gelegt, um die Recherchen zu verhindern, doch sie gibt nicht auf. Was Gina allerdings nicht ahnt, ist, dass sie sich in allergrößte Gefahr begibt.

In einem anderen Handlungsstrang nimmt die Autorin uns mit in die Vergangenheit und wir erfahren, was sich in den letzten zwei Jahren beim Nachrichtensender ereignet hat. Was ein großes Unternehmen alles vertuscht, wenn es um Profit geht und wieviel Geld hin- und hergeschoben wurde, um das Zugpferd des Senders vor Anklagen zu retten. Und natürlich schützt jeder erstmal sein Privatvermögen, auch wenn man dazu über Leichen gehen muss.

Nachdem ich einige Jahre nichts mehr von Mary Higgins Clark gelesen habe, bin ich nun angenehm überrascht worden. Bei `So schweige denn still` handelt es sich nicht um einen Psychothriller, sondern fast eher um eine Art Justizthriller.

Der Leser kennt beide Seiten und weiß von Anfang an Bescheid. Man möchte Gina gerne beschützen. Doch Gott sei Dank weiß sie sich immer zu helfen, auch in brenzligen Situationen. 

Der spannende Roman hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen, weil Mary Higgins Clark mit einer packenden Handlung und vielen überraschenden Wendungen fesselt. Es fiel mir schwer, das Buch aus dem Händen legen zu müssen und ich habe die  knapp 400 Seiten regelrecht verschlungen.

Sehr schade, dass diese großartige Autorin im Januar`20 verstorben ist.

                                   


Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 25. Juli 2020

Rezension: `Der König darf nicht sterben` von Maksim Klasanovic


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Schlimme Jahre im Thai-Knast!


















Als ich den Autor  neulich im Frühstücksfernsehen sah, hat mich seine Geschichte direkt interessiert und ich habe mir das Buch bestellt.
Wegen eines Drogendelikts (im Prinzip nur die Weitergabe einer Telefonnummer) wird Maksim in Thailand festgenommen.
Zuerst glaubt er nicht daran, länger im Gefängnis verweilen zu müssen, weil er annimmt, eine Kautionszahlung bringe ihn schnell wieder nach Hause zu Freundin und Tochter.
Doch so ist es leider nicht! Er wird zu 13 Jahren Thai- Gefängnis verurteilt! 
Maksim Klasanovic schildert, wie es ihm von Anfang an ergangen ist. Korrupte Anwälte, die seine Mutter um alle Ersparnisse gebracht haben, jedoch für ihn keinen Finger krumm gemacht haben.
Das Leben in einer Zelle zusammen mit mehreren Hundert anderen Gefangenen. Kein Bett, kein Kissen. Die Verpflegung ekelhaft. Alles wurde verwertet, was andere vielleicht wegwarfen. Krallen, Haut, Füße, Schwarte und Borsten, alles kam ins Essen. Besonders grausam fand ich, dass der Gefängniswärter sein vollgeschnupftes Taschentuch einfach in den Suppentopf für die Gefangenen warf. Als Leser denkt man vielleicht, die Strafe ist unverhältnismäßig hoch für sein Vergehen, aber Maksim sucht  keine Entschuldigung für sein Handeln. Er sieht ein, es war falsch, so sind die Gesetze in Thailand, und die hätte er respektieren müssen. Mir hat gefallen, dass er sich nicht nur als Opfer sieht, sondern klar sagt, dass der Fehler auch auf seiner Seite lag. Maksim liebt Thailand weiterhin, auch wenn er nie wieder zurückkehren darf.
`Der König darf nicht sterben`  ist ein interessantes und spannendes Buch, in dem er beschreibt, wie er diese schweren Jahre im härtesten Knast Thailands überstanden hat, was ihm die Kraft dazu gab und wie er es geschafft hat, dass es ihm heute sogar besser geht als früher.

                                                 


Montag, 25. Mai 2020

Rezension: `Die Lilienbraut` von Teresa Simon


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Sehr schöne Familiengeschichte!












Der neue Roman von Teresa Simon spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen erleben wir die junge Mutter Liv, die in Köln ein Haus erbt und dort ein Duftlädchen eröffnet. Gleich in den ersten Tagen begegnet ihr mehrmals eine alte Frau, die sie anscheinend mit jemandem verwechselt und wüst beschimpft.
Auch sonst scheint Liv Feinde in Köln zu haben, die ihr das Geschäft mit ihrem Duftlädchen schwer machen.
Liv versucht herauszufinden, wieso die alte Frau denkt, sie kennt sie von früher. Und zum ersten Mal überlegt sie, warum ihre Tante ihr das Haus in Köln vererbt hat, sie es aber nicht verkaufen durfte. 

Im anderen Handlungsstrang begeben wir uns in die Zeit des zweiten Weltkriegs. 
Die junge Kölnerin Nellie hatte ein untrügliches Gespür für guten Duft und hätte es in ihrer Stellung im Dufthaus 4711 sicher weit bringen können, doch der Krieg zerstörte alles. Dazu kamen persönliche Schicksalsschläge und die verbotene Liebe zu einem Pater, ein ewiges Schwanken zwischen Hoffnung oder Aussichtslosigkeit.


Teresa Simon erzählt lebendig und spannend und bereits ab der ersten Seite ist der Leser mitten im Geschehen. In beiden Zeitebenen finden wir facettenreiche Charaktere, obwohl mich die Kapitel mit Nellie viel mehr fesseln konnten als die in der Gegenwart.

Wer schon öfter in Köln war oder hier lebt, der wird viele der beschriebenen Schauplätze, der bekannten Personen und kölschen Spezialitäten kennen. Mich hat es umso mehr begeistert, weil ich auch schon ein paarmal das Dufthaus 4711 und das Farina Museum besucht habe.

Während des Lesens fragte ich mich, was die beiden Handlungsstränge miteinander zu tun haben, auch wenn ich natürlich Vermutungen hatte. Heraus kommt eine beziehungsreiche Familiengeschichte, die durch alte Tagebucheinträge ergänzt, und nach und nach langsam aufgeklärt wird. Geschickt werden am Ende alle losen Fäden miteinander verflochten, sodass keine Fragen offen bleiben.

                                                           
                                                             


Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Rezension: `Der Funke des Lebens` von Jodi Picoult

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Etwas gewöhnungsbedürftiger Aufbau!














Auch diesmal sich Jodi Picoult wieder an ein brisantes Thema herangewagt. Abtreibung in den USA- in manchen Staaten unter Umständen geduldet, in anderen strengstens verboten.
Hugh McElroy wird als Unterhändler zu einer Geiselnahme in eine Frauenklinik gerufen. Als er beginnt, mit dem Geiselnehmer zu verhandeln, bekommt er die erschreckende Nachricht, dass sich seine Tochter Wren unter den Geiseln befindet.

 Ich liebe die Bücher von Jodi Picoult, weil sie die Geschichte meist aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.
Bei `Der Funke des Lebens` fand ich es allerdings etwas verworren. 
Der Aufbau der Handlung war für mich sehr gewöhnungsbedürftig, er ist nicht im üblichen Sinne chronologisch, sondern beginnt um 17 Uhr, wenn quasi schon alles zu Ende ist.
Die Kapitel laufen rückwärts und gehen stundenweise zurück. 17 Uhr, 16 Uhr, 15 Uhr usw. Das hat mir nicht wirklich gefallen. Vor allem hat es erstmal mehrere Kapitel gebraucht, bis ich das kapiert hatte. Dazu kommt, dass sehr viele verschiedene Personen vorgestellt werden, das fand ich zusammen mit den rückwärts laufenden Kapiteln etwas too much.

Die Kernfrage ist aber: Abtreibung ja oder nein? Die Geiseln sitzen in der Klinik fest, alle aus verschiedenen Gründen und jede von ihnen hat eine Geschichte. Doch was treibt den Geiselnehmer überhaupt an?
Fragt man sich während des Lesens, was die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu tun haben, darf man sich auf das letzte Kapitel- 18 Uhr und ein überraschendes, gut ausgetüfteltes Ende freuen. Das hat mich wirklich wieder versöhnt mit dem beschwerlichen Anfang.

Allerdings konnte `Der Funke des Lebens` mich lange nicht so fesseln, wie viele ihrer anderen Bücher. Da gibt es weitaus spannendere Romane von Jodi Picoult.





                                                             




  Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 2. Mai 2020

Rezension: `Leben` von Uwe Laub

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Was für ein Pageturner!!!!!















Ein unerklärliches Artensterben versetzt die Menschen in Schrecken. Anscheinend hat niemand eine logische Erklärung, warum Massen an verschiedenen Tieren plötzlich dahingerafft werden und vom Aussterben bedroht sind.
Der Protagonist des Buches ist der Pharmareferent Fabian Nowack, der von einem Tag auf den anderen plötzlich extrem altert. Er soll an der seltenen Krankheit `Werner-Syndrom` leiden und wird überredet, als Proband an einer Medikamentenstudie teilzunehmen. Da seine Lebenserwartung in diesem Stadium der Krankheit sonst nur noch Wochen beträgt, lässt er sich darauf ein.


Durch eine Wissenschaftlerin, die im Amazonasgebiet arbeitet, ein skrupelloses Pharmaunternehmen und einen geheimen Club, der der Überpopulation auf der Erde den Kampf angesagt hat, erfahren wir, in verschiedenen Handlungssträngen, mehr über das rätselhafte Altern der Menschen, das von jetzt auf gleich zu kommen scheint.


Uwe Laub hat einen atemberaubenden Thriller geschrieben. In der heutigen Zeit, mitten in der Corona Pandemie, kommt das, was er schreibt, erschreckend realistisch rüber.
Hätte ich den Roman vor einem Jahr gelesen, hätte ich ihn für einen guten Wissenschaftsthriller gehalten, aber nun in unserer "neuen Realität", ist `Leben` mit seiner spannenden Story, nahezu  beängstigend.
Man kann richtige Beklemmungen beim Lesen bekommen und fragt sich, wie der Autor auf solche genialen, und im ersten Moment bizarren, Szenarien kommt, zumal er mit dem Buch 2016 begonnen hat.
Ich war seit langem von keinem Buch mehr so gefesselt wie von `Leben`, konnte es nicht aus der Hand legen. Ihr seht, meine Begeisterung sprüht gerade über!!

Für mich ist `Leben` der mit Abstand beste Thriller von Uwe Laub und zudem aktueller denn je.





        Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 3. Mai 2019

Rezension: `Die stumme Patientin` von Alex Michaelidis

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Sehr gelungenes Debüt!!














                                                 www.die-rezensentin.de

                                                                                                               
Alicia Berenson hat ihren Mann ermordet und lebt seitdem in einer geschlossenen Psychiatrie. Seit Jahren spricht sie kein Wort und auch zu ihrer Verteidigung vor Gericht trug sie nichts bei.

Der forensische Psychiater Theo Faber ist schon lange fasziniert von der Frau, die er nur aus Zeitungsberichten kennt. Ihn spornt es an, dass sie bisher nicht redet und er möchte unbedingt mit ihr arbeiten. Er bewirbt sich in der Klinik Grove und wird ihr persönlicher Therapeut.

 Langsam versucht Theo Alicia näher zu kommen, um ihre  Beweggründe zu verstehen, denn eigentlich hält er sie für unschuldig.
 Zwischendurch erhält der Leser Informationen aus Alicias Leben und zwar in Form von Auszügen aus ihrem Tagebuch, das sie vor ihrer Verhaftung geführt hat.

Gleichzeitig hat Theo private Probleme mit seiner Frau, was mir zuerst zu ausführlich behandelt wurde. Erst später im Zusammenhang gesehen wird klar, welche Bedeutung die Ehekrise hat.
Ich würde `Die stumme Patientin` eher als Roman mit psychologischen Raffinessen und nicht als Thriller bezeichnen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut.
Ein mitreißende Story, die ohne besondere Action auskommt, aber sehr gut gemacht ist. Theo kümmert sich sehr intensiv um Alicia und bringt nach und nach einige Wahrheiten ans Tageslicht, wobei man sich wundert, wieso die Polizei nicht intensiver ermittelt hat.
Ein hervorragender Roman/ Thriller, der mich nicht direkt von der ersten Seite mitgerissen hat, aber nach ein paar Kapiteln konnte ich nicht mehr aufhören und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Autor überrascht mit außergewöhnlichen Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. `Die stumme Patientin` ist ein Debüt, das ich sehr gelungen fand.