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Donnerstag, 30. Juli 2026

Rezension: `Der geheime Apfelgarten- Getrennte Welten` von Rebekka Eder

 

* * * * * 

Liebe zwischen Grenzen!










Finkenwerder, 1892. Nach dem Tod ihrer Mutter hat Keas Vater den geliebten Apfelgarten seiner Frau aus Wut und Schmerz mit der Axt zerstört. Doch Kea kehrt seit Jahren heimlich dorthin zurück, um den Garten Stück für Stück wieder zum Leben zu erwecken. Sie sucht nach dem perfekten Apfel, dem Geschmack, der sie an ihre Kindheit erinnert und den sie unbedingt wieder züchten möchte.

Zufällig trifft sie dort auf Kristen, den Arbeiter vom Nebengehöft. Zwischen den beiden entsteht eine zarte Verbindung, doch eine Beziehung zwischen dem Knecht und der Erbin des Loop-Hofes ist für die damalige Zeit undenkbar. Das sieht auch Keas Vater so, und als er von den Treffen erfährt, setzt er alles daran, seine Tochter möglichst schnell und standesgemäß zu verloben. Kea jedoch kann Kristen nicht vergessen.

Ich war sofort in Keas Geschichte drin. Die Autorin schreibt mit einer Wärme und Klarheit, die sofort Nähe zu den Charakteren entstehen lässt. Sie sind facettenreich gezeichnet und wirken authentisch, sodass man ihre Konflikte und Hoffnungen gut nachempfinden kann. Es gibt auch jede Menge Geheimnisse, die nach und nach gelüftet werden.

Besonders spannend fand ich das historische Drumherum. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die Menschen wegen des tiefen Matsches sehr oft auf Stelzen liefen, sogar die Kinder, die damit zur Schule gingen. Auch lange Wege wurden auf diese Weise zurückgelegt. Ebenso faszinierend war die historische Grenze zwischen Hamburg und Preußen, die mitten zwischen Hamburg und Finkenwerder verlief und zur Zeit der Choleraepidemie nicht überschritten werden durfte, andernfalls drohte die Todesstrafe.

Das Buch hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass der zweite Band erst im April nächsten Jahres erscheint. Bei so langen Pausen habe ich oft das Problem, später nicht mehr so gut in die Geschichte hineinzufinden.

Aber eine Leseempfehlung gibt es auf jeden Fall!!

                                        



Samstag, 16. Mai 2026

Rezension: ´Die Tiefe- Verloren` von Karen Sander

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Starker Thriller mit kleinen Hürden!








Inzwischen sind sieben Morde geschehen, und die Polizei sucht weiterhin fieberhaft nach dem Serientäter. Auch Masha muss zunehmend fürchten, selbst ins Visier zu geraten, denn um sie herum häufen sich beunruhigende Ereignisse. Gemeinsam mit Tom und der Soko ermittelt sie in alle Richtungen, doch der Täter bleibt ein Phantom.

Parallel dazu setzt sie die Suche nach ihrer Mutter fort, kommt jedoch kaum voran. Und dann ist ausgerechnet ihr Bruder Holger der einzige Mensch, der sie aus einer lebensbedrohlichen Situation retten könnte.

Den Abschluss der Trilogie habe ich sehnsüchtig erwartet. Dennoch fiel es mir, wie schon beim Ende der vorherigen Trilogie, schwer, wieder vollständig in die Handlung hineinzufinden. Bei Band zwei war das noch problemlos möglich, doch diesmal muss man die Ereignisse und die vielen Personen der ersten beiden Teile präsent haben, um der komplexen Story folgen zu können. Da ich mich nicht mehr an alle Namen und Zusammenhänge erinnerte, war der Einstieg etwas holprig. Wer die Möglichkeit hat, alle drei Bände direkt hintereinander zu lesen, wird es deutlich leichter haben.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr angenehm und flüssig, und auch die vielschichtige Handlung hat die Autorin wieder hervorragend konstruiert.

Zum Schluss überwiegt die Spannung, und trotz aller Einstiegshürden bleibt die Reihe für mich ein fesselndes Leseerlebnis, das neugierig auf die nächsten Entwicklungen macht.

Denn dass die Geschichte noch weitergeht, wird durch den Cliffhanger am Ende klar.








Donnerstag, 19. Februar 2026

Rezension: `Die Tiefe- Verblendet` von Karen Sander

 

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Ein starker zweiter Band voller Wendungen!














Im zweiten Band geht es weiter mit den Ermittlungen rund um die erschossene Familie auf dem Boot. Auch im Fall der ermordeten Ärztin gibt es noch immer keine neuen Erkenntnisse. Dann taucht eine weitere tote junge Frau auf, bei der zunächst alles nach Suizid aussieht. Doch irgendetwas passt nicht zusammen, denn auch sie hat vor ihrem Tod einen dieser merkwürdigen Briefe erhalten.

Tom Engelhardt übernimmt die Leitung der großen SOKO, sehr zum Ärger von Holger, Maschas Halbbruder. Verdächtige gibt es einige, aber konkrete Ergebnisse kann die Polizei bislang nicht vorweisen.

Ich mag die Thriller von Karen Sander sehr, und auch an die etwas abrupten Enden jedes Bandes habe ich mich inzwischen gewöhnt. Die sympathischen Protagonisten Tom und Mascha, sowie ihr Team, sind mir ans Herz gewachsen. Mascha setzt, wie schon in den sechs vorherigen Bänden, ihre Suche nach ihrer Mutter fort, und diesmal gibt es auf der letzten Seite einen  Cliffhanger, dem wohl erst im nächsten Band nachgegangen wird.

Kurze, knackige Kapitel, ein ausgeklügelter Plot, spannende Wendungen und viele falsche Fährten sorgen erneut für einen fesselnden Thriller. Ganz ohne Blutvergießen, aber mit solider Polizeiarbeit und intensiver Recherche wird auch dieser Band zu einem echten Lesevergnügen. Nun heißt es wieder Geduld haben bis zum nächsten Band, in dem sich alles aufklären wird.


                                                             






Mittwoch, 28. Januar 2026

Rezension: `Die Farm der Mädchen` von Hans Rosenfeldt

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Guter Ansatz, zu viele Umwege!










Die Polizistin Hannah kehrt zum ersten Mal seit dem Tod ihres Mannes in den Dienst zurück und muss sich direkt mit dem Tod eines Babys auseinandersetzen. 

Die Handlung verläuft in mehreren Strängen, von denen besonders die Einblicke in eine Organisation, die junge Frauen aus dem Ausland zur Leihmutterschaft zwingt, unter die Haut gehen. Die Thematik ist bedrückend und erschütternd, und auch Hannah und ihre Kollegen sind entsetzt, auf welche menschlichen Abgründe sie bei den Ermittlungen stoßen.

Auch Hannahs Privatleben nimmt viel Raum ein. Der Verlust ihres Mannes, die schwere Erkrankung ihres Vaters und das Gefühl, nun weitgehend allein dazustehen, belasten sie spürbar.

Trotz einiger starker Ansätze konnte mich das Buch nicht vollständig fesseln. Durch die Vielzahl an Figuren, teils mit ähnlich klingenden Namen wie Gordon und Morgan, teils mit wechselnden Spitz- und Klarnamen, habe ich schnell den Überblick verloren.

Oft wirkte die Handlung unnötig in die Länge gezogen, und die Spannung verlor sich in zu vielen Nebensträngen. Aus diesem packenden Thema hätte man meiner Meinung nach deutlich mehr herausholen können. Ich vergebe 3,5 Sterne.


                                         


Dienstag, 11. November 2025

Rezension: `Die Tiefe- Versunken` von Karen Sander

 

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Gelungener Auftakt zur neuen Reihe!











Ich habe der dritten Staffel der Reihe rund um Tom Engelhardt und Mascha Krieger regelrecht entgegengefiebert.

Toms aktueller Fall dreht sich um den Fund eines gesunkenen Segelboots, in dessen Inneren die Leichen einer erschossenen Familie liegen. Schnell wird klar, dass das kein Unfall war.

Als erneut ein Ehepaar erschossen auf einem Boot entdeckt wird, läuft Tom die Zeit davon. Treibt etwa ein Serienkiller sein Unwesen?

Die Krypologin Mascha Krieger wird diesmal von ihrem Bruder zu einem anderen Mordfall hinzugezogen, denn dort tauchen mysteriöse, anonyme Briefe auf, die entschlüsselt werden müssen.

Es handelt sich um zwei parallele Ermittlungen, und trotz der Vielzahl an Schauplätzen und Figuren habe ich erstaunlicherweise nie den Überblick verloren.

Ich liebe die Thriller von Karen Sander, in denen die Arbeit der Polizei im Mittelpunkt steht. Fesselnd, aber ganz ohne übermäßiges Blutvergießen. Genau so mag ich es.

Auch wenn sich die Handlung eigentlich über drei Bände erstreckt, ist jeder Teil für sich spannend, selbst wenn die große Auflösung erst im letzten Teil erfolgt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!!







Donnerstag, 6. November 2025

Rezension: `Knochenkälte` von Simon Beckett

 

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Tödliche Stille!









Der forensische Anthropologe Dr. David Hunter ist auf dem Weg zu einem Einsatz, als er sich hoffnungslos verfährt. Als er gerade umdrehen will, zerstört ein Lastwagen die einzige Zufahrtsbrücke zum abgelegenen Dorf und reißt dabei sämtliche Stromleitungen mit sich. Von einem Moment auf den anderen ist das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten. Kein Strom, kein Internet, kein Handyempfang, absolute Stille!

Als wäre das nicht genug, wird Hunter auch noch zum Sündenbock gemacht. Die Dorfbewohner geben ihm die Schuld an dem Chaos. Zu allem Übel hat er keine Möglichkeit, wegzukommen, niemand kann erreicht und keine Hilfe gerufen werden.

 Auf der Suche nach einem Handysignal stößt Hunter im Wald zufällig auf ein menschliches Skelett. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es scheint.

Hunter gelingt es, eher durch Zufall als durch Planung, Jahrzehnte alte Verbrechen aufzudecken. Dabei gerät er selbst in Lebensgefahr, denn mit den Dorfbewohnern ist nicht zu spaßen. Jeder scheint etwas zu verbergen. Man fragt sich, wer hier keinen Dreck am Stecken hat. Wem kann man überhaupt noch trauen?

Ich habe mich sehr auf den neuen Thriller von Simon Beckett gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte entfaltet sich ruhig, fast bedächtig, und hat mich in ihrer düsteren Atmosphäre ein bisschen an `Der Hof` erinnert. Die Sprache ist klar, der Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich mühelos lesen. Es handelt sich nicht um einen reißerischen Actionthriller, sondern eher um einen psychologisch dichten Krimi, der unter die Haut geht.









Mittwoch, 1. Oktober 2025

Rezension: `Das Internat` von Hannah Richell

 

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Spannender Thriller mit überraschenden Wendungen!













Ein Mädchen wird ermordet aufgefunden. Es handelt sich um eine Schülerin des angesehenen städtischen Internats.
Detective Ben Chase ist besonders betroffen, denn seine Tochter Ellie besucht dieselbe Schule, und seine Exfrau arbeitet dort als Lehrerin.
Schnell stellt sich heraus, dass am Abend des Verbrechens eine Halloween-Party stattfand, organisiert von einigen Schülern. Doch niemand will gesehen haben, was mit dem Mädchen passiert ist. Besonders erschütternd: Auch Bens Tochter war heimlich dort. Und sie gerät in den Fokus der Ermittlungen.

Die Autorin präsentiert mehrere Verdächtige und zahlreiche Wendungen, die den Spannungsbogen durchgehend oben halten.
 Bis zur letzten Seite bleibt die Frage offen: Wer sagt die Wahrheit? Wer spielt falsch?

Ich bin oft skeptisch, wenn Thriller zu sehr ins Private abdriften, aber Hanna Richell gelingt eine gute Balance zwischen Ermittlungsarbeit und dem persönlichen Leben der Figuren. Dies war mein erstes Buch von Hanna Richell und ganz sicher nicht das letzte. Ein toller Schreibstil und eine wirklich packende Handlung, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. 




                                                    



Dienstag, 17. Juni 2025

Rezension: `Ihr werdet sie nicht finden` von Andreas Winkelmann

 

                                                                                                            

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Fesselnder Krimi!!








Franka erhält als Privatdetektivin den Auftrag, die verschwundene Enkelin einer älteren Frau zu finden. Was zunächst nach einer Routineangelegenheit klingt, erweist sich als deutlich komplexer. Bei der Suche trifft sie auf Jonas, einen ehemaligen Polizisten, dessen vor Jahren verschwundene Tochter das gesuchte Mädchen kannte.

Plötzlich ermitteln Franka und Jonas gemeinsam, denn er will immer noch herausfinden, was mit seiner Tochter geschehen ist.

Andreas Winkelmann erzählt die Geschichte in der Gegenwart und schaltet zwischendurch immer wieder in Rückblenden sieben Jahre zurück. Dadurch wird der Spannungsbogen konstant oben gehalten.

`Ihr werdet sie nicht finden` ist eher ein Krimi als ein Thriller, denn es geht viel um Ermittlungsarbeit und darum, herauszufinden, was damals mit Jonas’ Tochter geschah und ob die verschwundene Enkelin etwas darüber weiß. Es könnte sein, dass da draußen ein Mörder frei herumläuft.

Mir hat die Story sehr gut gefallen. Andreas Winkelmann hat  interessante Charaktere geschaffen, und die unvorhersehbaren Wendungen der Handlung haben mich immer wieder überrascht. Der Autor versteht es meisterhaft, Hinweise zu streuen, die zur Spekulation anregen und die Leser in Atem halten.

                                             



Montag, 5. Mai 2025

Rezension: `Zypressensommer` von Teresa Simon

 

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Die Suche nach den eigenen Wurzeln!










Die Hamburgerin Julia begibt sich auf eine Reise in die Toskana, der Heimat ihres Großvaters Gianni. Mit einem Zettel voller mysteriöser Rätsel und der Adresse eines Notars folgt sie den Spuren ihres Nonnos. 
Unterstützt wird sie dabei von Matteo, einem charmanten Italiener, der ihr hilft, das Geheimnis um Gianni Conti zu lüften. 

Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: Zum einen begleiten wir Julia und Matteo in der Gegenwart, zum anderen erleben wir die dramatischen Ereignisse der Kriegsjahre um 1940 in Italien und Deutschland. 

Es hat etwas gedauert, bis ich richtig in die Story eintauchen konnte. Doch einmal in der Handlung gefangen, ließ sie mich nicht mehr los. 

Die Leser werden durch durch malerische Landschaften mit Olivenhainen und Stränden geführt, in die dichten Wälder der Toskana, wo einst Partisanen kämpften, genauso wie in eine Hamburger Fischräucherei.

 `Zypressensommer` verbindet eine leichte Liebesgeschichte mit eindringlichen Erlebnissen aus der Kriegszeit. Was zu dieser Zeit passiert ist, war für mich um einiges spannender als die Geschehnisse in der Gegenwart.
Am Ende ihrer Reise erkennt Julia, dass die Suche nach den eigenen Wurzeln nicht nur ein Abenteuer ist, sondern auch eine Reise zu sich selbst.

                                       



                        






Donnerstag, 17. Oktober 2024

Rezension : `Im Nordlicht` von Miriam Georg

 

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Nicht so gut wie der erste Teil!









Sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung von `Im Nordwind` gewartet, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Alice und John weitergeht.

 Alice arbeitet inzwischen bei Johns Familie als Dienstmädchen, um bei dem Scheidungsprozess eine Stelle vorweisen zu können. Immer noch sucht sie überall nach ihrer kleinen Tochter, die wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint.


Es wird vorausgesetzt, dass der Leser noch genau weiß, was sich bisher in Band eins zugetragen hat, aber ich als Vielleserin hatte schon einiges vergessen.

Die Autorin erzählt viel in Rückblenden, doch die in einem Nebenstrang ausführlich erzählte Geschichte von Sala fand ich irgendwie überflüssig, denn sie spielt im Buch eigentlich keine größere Rolle. Dadurch, dass sich manches mit Alices Vergangenheit ähnelt, musste ich oft zurückblättern, um herauszufinden, um wen es sich gerade handelt.

Der Schreibstil von Miriam Georg ist, wie immer, flüssig und sehr gut zu lesen. Bildhaft beschreibt sie die Schauplätze und Gegebenheiten, doch leider flacht die Geschichte im Gegensatz um ersten Band ziemlich ab. 

Wer es kann, sollte beide Teile hintereinander lesen.

Ich würde für `Im Nordlicht` 3,5 Sterne vergeben, da das nicht möglich ist, runde ich auf vier auf.

                                                     


Montag, 22. Juli 2024

Rezension: `Der Sturm- vernichtet` von Karen Sander

 

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Die Aufklärung!









`Der Sturm- vernichtet` schließt nahtlos an den letzten Band an, und es geht weiter mit der Suche nach dem Mörder.

Tom Engelhardt und Marisha Krieger arbeiten weiterhin zusammen mit ihrem Team an diesem sehr komplexen Fall. Vorrang hat aber die Suche nach ihrer Kollegin Kira.

Vielen Spuren und Hinweisen wird nachgegangen, der Leser wird immer wieder auf falsche Fährten und durch zahlreiche Wendungen in die Irre geführt. Erst zum Schluss entwirrt sich alles und ergibt einen Sinn.

 Dadurch, dass so viele Personen und verschiedene Schauplätze eine Rolle spielen, hat es ziemlich gedauert, bis ich alles richtig zuordnen konnte.

Man liest ja zwischen den Teilen noch eine Menge anderer Bücher und mir fehlten beim dritten Band zuerst doch einige Zusammenhänge.

Nachdem ich aber wieder in der Story drin war, konnte sie mich auch fesseln.

Karen Sander hat einen Stil, den ich sehr mag. Es gelingt ihr, kurze packende Kapitel zu schreiben und dabei auf belanglose, platzfüllende Beschreibungen zu verzichten.

 Die Ermittlungen stehen im Vordergrund und auch das Privatleben der Protagonisten spielt eine große Rolle.

    Trotzdem hätte es mir besser gefallen, wenn sich die Geschichte nur auf zwei Bände verteilen würde.                            








Dienstag, 16. Juli 2024

Rezension: `Im Nordwind` von Miriam Georg

 

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Ich hätte gerne noch weitergelesen!!









Kennt Ihr das???  Ihr wünscht euch, das Buch möge nicht zu Ende gehen, weil ihr gerne weiterlesen möchtet? So ging es mir mit `Im Nordwind`.

Miriam Georg hat mich mit ihrem neuen Roman mal wieder total gepackt. 

 Alice lebt mit ihrem gewalttätigen Ehemann Henk und ihrer Tochter in Armut. Obwohl sie auch arbeitet, trägt Henk das Geld in die Wirtschaft oder verliert es beim Spiel. Sie beschließt, sich scheiden zu lassen, was natürlich Anfang des 20. Jahrhunderts fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Dabei lernt sie den Rechtsanwalt John Reeven kennen, der ihren Fall pro Bono bearbeiten möchte. Er ist fasziniert von der schönen Frau, doch sie kommen aus verschiedenen Welten, was eine Beziehung unmöglich macht. Da das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, ist es für den Leser spannend, die Sicht beider Seiten zu erfahren. Die Autorin schreibt flüssig und verliert sich nicht in detailreichen Beschreibungen, sodass man von Anfang an direkt in der Geschichte drin ist. 

Ich liebe die Bücher von Miriam Georg und auch `Im Nordwind` hat mich wieder in seinen Bann gezogen. 

Ich hätte gerne noch weitergelesen, aber nun muss ich bis Oktober`24 auf den zweiten Teil warten.





Dienstag, 25. Juni 2024

Rezension: `Hast Du Zeit?` von Andreas Winkelmann

 

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Die Zeit läuft...









Michelles Kollegin Conny fühlt sich verfolgt, doch die Polizei nimmt sie nicht ernst. So bittet Michelle ihren Vater Erik, einen pensionierten Polizeibeamten, um Hilfe.

Gerade als Erik sich darum kümmern will, fällt Conny einem Verbrechen zum Opfer. Trotzdem versucht Erik herauszufinden, was genau passiert ist, doch dann verschwindet  Michelle. Er lernt die Lilly, die Partnerin eines  Entführungsopfers kennen und sieht im Gegensatz zur Polizei  Parallelen. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als allein mit Lillys Hilfe zu ermitteln.

Andreas Winkelmann hat mit `Hast du Zeit?` einen Thriller geschrieben, der etwas Anlauf braucht. Es werden jede Menge Personen ins Spiel gebracht, und es dauerte, bis ich alle zuordnen konnte. 

Auch der Täter kommt zu Wort, und man erfährt  mehr über ihn und was ihn zu seinen Taten motiviert hat. 

 Obwohl ich es manchmal etwas unrealistisch fand, haben kurze Kapitel, häufige Szenenwechsel und eine rasante, temporeiche Erzählweise trotzdem einen spannenden Thriller ergeben. 



Samstag, 22. Juni 2024

Rezension: `Eifelfrauen- Der Ruf der Nachtigall` von Brigitte Riebe

 

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Schöner Abschluss der `Eifelfrauen- Dilogie`














Der Krieg ist vorbei, und im zweiten Band der `Eifelfrauen` geht es hauptsächlich um Johannas Töchter Klara und Mia. 
Klara lebt für die Musik, während Mia noch nicht so recht weiß, wo ihr Lebensweg hingehen soll.
Als Klara sich unsterblich in den attraktiven tschechischen Sänger Pavel verliebt, ist sie überglücklich, mit ihm zusammen auf der Bühne musizieren zu können. 

Mia entschließt sich später, in die Tabakfabrik der Familie Fuchs einzusteigen, was Johanna natürlich überhaupt nicht gefällt.

Doch beide Mädchen werden immer selbstbewusster und gehen ihren eigenen Weg.

Brigitte Riebe hat wieder eine schöne Familiengeschichte vor dem Hintergrund historischer Ereignisse erzählt.
 
Verschiedene Handlungsstränge und wechselnde Schauplätze lassen es beim Lesen nicht langweilig werden.
Lang gehütete Familiengeheimnisse werden aufgedeckt, Personen finden zueinander und andere entzweien sich.
 Doch egal, wo inzwischen alle ihren Lebensmittelpunkt haben, man trifft sich immer wieder in der Eifel.


Ich gebe gerne eine Leseempfehlung,aber man sollte den Vorgängerband lesen, da es sonst trotz des Personenregisters Schwierigkeiten mit den vielen Namen geben könnte.

                             




Dienstag, 16. April 2024

Rezension: `Der Sturm- Verachtet` von Karen Sander

 

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Spannend, aber offenes Ende!
















 ´Der Sturm- Verachtet´, der zweite Band der Trilogie schließt nahtlos an den vorigen an. 
 Die beiden Toten vom Kliff sind immer noch nicht identifiziert, doch der Fall erweist sich als weitaus komplexer als vorher angenommen.
 Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger sind zwei sehr sympathische Charaktere, und auch diesmal kann Mascha mit ihren Kenntnissen wieder bei der Aufklärung helfen.
 Nach Entschlüsselung der Cd zeigt sich jedoch vieles in einem anderen Licht. Und immer noch ist die Kollegin Kira spurlos verschwunden.   

Der Schreibstil von Karen Sander gefällt mir, es geht viel um Ermittlungsarbeit, sodass die Spannung auch ohne reißerische Szenen erzeugt wird. Ich würde `Der Sturm` deswegen eher als einen packenden Kriminalroman bezeichnen.

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, das erste Buch der Trilogie gelesen zu haben, sonst könnte man bei den vielen Personen und zahlreichen Schauplätzen leicht den Überblick verlieren. 

Wieder gibt es kurze Kapitel, ungeahnte Wendungen und ein offenes Ende, denn erst im letzten Band wird der Fall vollständig gelöst. Das mag nicht jedem gefallen, doch nach der Vorgänger- Trilogie `Der Strand` habe ich mich schon dran gewöhnt und erwarte jetzt voller Vorfreude Band drei.

                                          

Mittwoch, 3. Januar 2024

Rezension: `Der Sturm- Vergraben´ von Karen Sander

 

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Spannend!!!!









Auf dem Darß bricht nach einem Sturm ein Stück der Steilküste weg, und darunter werden zwei Leichen gefunden. Sie liegen anscheinend schon länger hier, und es wird schwierig werden, herauszufinden, um wen es sich bei den Toten handelt. Sind sie Opfer des Darß- Rippers, der vor vielen Jahren hier sein Unwesen trieb?

Tom Engelhardt ist der leitende Ermittler und als noch eine verschlüsselte Cd am Strand gefunden wird, wird auch erneut Mascha Krieger, die Kryptologin, zu Rate gezogen.

Nun ist das alte Team aus `Der Strand` fast wieder komplett, und ich fühlte mich beim Lesen direkt wohl.

Auch diese Trilogie ist genauso aufgebaut wie `Der Strand.`  Es geht um einen Hauptfall und mehrere Nebenfälle. Die Ermittlungsarbeit steht im Vordergrund, um alles über diesen Cold Case herauszufinden. Leider wird auch dieses Mal die gesamte Auflösung erst am Ende des dritten Bandes erfolgen.

Trotzdem liest sich der Krimi total spannend und ich fand es auch nicht schlimm, dass man jede Menge Privates von den Ermittlern erfährt. Hier passt es einfach.

Die Kapitel sind kurz und viele enden mit einem Cliffhanger. Der Schreibstil von Karen Sander ist packend und die Story voller unerwarteter Wendungen.

Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und kann es kaum erwarten, den nächsten Teil in den Händen zu halten.


                                        


Dienstag, 14. November 2023

Rezension: `Schwarzacker´ von Nora Luttmer

 

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Ein Krimi vom Feinsten!









Im inzwischen dritten Fall für die ehemalige Kriminalkommissarin Bette Hansen geht es um Brandstiftung, Mord und um eine seit Jahren unentdeckte Leiche.

Wegen ihrer Narkolepsie musste Bette den Dienst quittieren, aber ihre ehemaligen Kollegen binden sie gern in ihre Fälle ein. Denn Bette wohnt schon lange hier, und ihr vertrauen die Menschen eher etwas an als der Polizei.

Bette kennt Martha seit ihrer Kindheit und versucht ihr zur Seite zu stehen, nachdem Marthas Vater bei dem Brand auf seinem Hof zu Tode kommt. Und wieso brennt es plötzlich auch bei ihrem Onkel? Alle Hinweise führen die Ermittler in die Vergangenheit. Doch der Onkel ist stur und will auf keinen Fall erzählen, was vor Jahrzehnten passiert ist? Warum schweigt er? Wieso sprach er seit Jahren nicht mit seinem Bruder?

`Schwarzacker` ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt und ist genau wie die beiden vorigen Bände ein extrem spannender und abwechslungsreicher Krimi.

Ein altes Familiengeheimnis wird aufgedeckt, doch was am Ende bei den Ermittlungen herauskommt, damit hätte niemand gerechnet.

Genauso muss ein guter Krimi sein!! Fünf Sterne für dieses Lesevergnügen!!


                                    



Dienstag, 22. August 2023

Rezension: `Die Magd des Medicus` von Astrid Fritz


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Spannender Roman über einen genialen Arzt!









Als Tochter eines Schinders hat die junge Barbara nicht viele Möglichkeiten im Leben, da sie, genau wie der Rest ihrer Familie, als unrein gilt.

Nur der bekannte Stadtarzt Theophrastus Bombastus von Hohenheim hat keinerlei Bedenken, sie zu fragen, ob sie als Magd bei ihm arbeiten möchte. Barbara ist ihm sehr dankbar und nimmt die Stellung gerne an.

Da weiß sie noch nicht, dass es wahrlich kein Zuckerschlecken ist, für den Medicus zu arbeiten. Er ist rast- und ruhelos, oft jähzornig und verteidigt seine Meinung laut überall und bei jedem. Da passiert es ziemlich häufig, dass er alle Leute vor den Kopf stößt, auch diejenigen, die es gut mit ihm meinen.

Je länger Barbara jedoch bei ihm ist, desto mehr bewundert sie ihn. Als er sich mit Gott und der Welt verzankt hat, willigt sie ein, ihm in andere Städte zu folgen, in denen er arbeiten will. 

Er schert sich nicht um Titel oder Ansehen, er behandelt alle Kranken gleich und ihm liegt die Medizin am Herzen. Dafür legt er sich auch gerne mit anderen Medizinern oder der Obrigkeit an.


Barbara ist genau das Gegenteil von dem hitzköpfigen Mann, der sich inzwischen Paracelsus nennt. Mit der Zeit traut sie sich ihm die Meinung zu vielen Dingen zu sagen, die er meist auch akzeptiert. Die junge Frau lernt viel von ihm, aber auch er ist öfter auf ihre Mithilfe angewiesen.

Obwohl er  mit seinem Buckel und den anderen Missbildungen nicht ansehnlich ist, mag Barbara ihn immer lieber, weil sie tiefer in ihn hineinblicken kann als die anderen Menschen, und sie sieht vor allem ein gutes Herz.

 Astrid Fritz` neuestes Werk hat mir gut gefallen. Auch wenn sie, wie sie im Nachwort schreibt, viele eigene Ideen in Paracelsus` Leben hat einfließen lassen, ist ihr ein spannender und kurzweiliger Roman über das Leben des merkwürdigen Arztes gelungen.


                                         


Freitag, 23. Juni 2023

Rezension: `Der Strand- Vergessen` von Karen Sander

 

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Spannendes Finale!!








Im dritten und letzten Band der Trilogie wird endlich das Geheimnis um Lillis Verschwinden aufgelöst.

`Der Strand- Vergessen` schließt nahtlos an den letzten Teil an, und ich rate unbedingt, die vorigen Bände zu lesen, sonst wird es schwierig, dem Geschehen zu folgen.

Tom Engelhardt und Mascha Krieger sind auch diesmal wieder ein sympathisches Team, und obwohl man inzwischen davon ausgeht, dass Lilli tot ist, suchen sie dennoch weiter. Auch wenn täglich andere gravierende Dinge passieren, die ihre volle Aufmerksamkeit benötigen.

Nach und nach erfährt der  Leser, was wirklich vor Lillis Verschwinden geschehen ist.

Spannende Verwicklungen und tragische Ereignisse führen zu verhängnisvollen Fehlentschlüssen. Völlig unblutig und ganz ohne reißerische Actionszenen oder Effekthascherei schafft es die Autorin, den Leser zu begeistern.

In `Der Strand- Vergessen` führen alle losen Fäden zusammen und Karen Sander überrascht mit einem spannenden Finale und einem unvorhersehbaren und genialen Ende.

Ich empfehle jedem Krimi-Liebhaber diese fesselnde Trilogie!


                         



Montag, 19. Juni 2023

Rezension : `Eifelfrauen- Das Haus der Füchsin ` von Brigitte Riebe

 

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Eifelfrauen!!










Trier, 1920. Tabakfabrikantentochter Johanna erbt von einer, ihr bisher unbekannten, Tante überraschend ein Haus in der Eifel.

Was sie auf die Idee gebracht hat, findet Johanna nicht heraus, denn die Familie mauert bei Fragen über Tante Lisbeth.

Natürlich gehen alle davon aus, dass Johanna das Erbe ablehnt, doch als sie das Haus das erste Mal sieht, beschließt sie, ein paar Tage zu bleiben. Mehr und mehr gefällt ihr das einfache Leben, und die Menschen in der Eifel hat sie schnell ins Herz geschlossen. Schon nach kurzer Zeit kann sie nichts mehr davon abbringen, das Haus zu behalten.

Als sie den attraktiven Forstaufseher Marc Degré kennenlernt, scheint das Glück perfekt....

`Eifelfrauen- Das Haus der Füchsin` dreht sich um das fiktive Dorf Altenburg, um Johanna und ihre Familie und die vielen Freunde und Nachbarn.

Brigitte Riebe hat sehr anschaulich beschrieben, wie sich das einfache Leben von Johannas bisherigem Stadtleben unterscheidet, und welche interessante Entwicklung sie von der verwöhnten Fabrikantentochter zur einfachen Bäuerin durchmacht.

Sie meistert trotz mancher Schicksalsschläge nicht nur alles, sondern tritt komplett in Lisbeths Fußstapfen. Sie malt, werkelt mit Holz oder Ton und merkt, dass das ihre Berufung ist. Erst nach vielen Jahren erfährt sie, was es mit dem großen Familiengeheimnis um ihre Tante auf sich hat, und es kommt zum kompletten Zerwürfnis mit ihren Eltern.

Die aufziehenden politischen Veränderungen machen auch vor Altenburg nicht Halt. Im eigentlich idyllischen Örtchen tauchen immer mehr Anhänger der Nationalsozialisten auf.

Die Geschichte und die Figuren sind fiktiv, der historische Hintergrund ist real, und die Autorin hat es geschafft, die Stimmung in der Bevölkerung sehr gut einzufangen. 

Mich konnte Johannas Geschichte direkt in ihren Bann ziehen, und ich bin natürlich gespannt, wie es weitergeht.