Donnerstag, 24. September 2020

Rezension: `Ich bin der Sturm` von Michaela Kastel

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Rasanter Thriller!!
















Madonna lebt in Zelle 13, sie kennt es fast schon nicht mehr anders. Jede Nacht muss sie zur Verfügung stehen. Mit ihr darf man machen, was man möchte. Ihr Körper ist zerschunden, ihre Seele zerstört.
Keins von den anderen Mädchen hält es so lange aus wie Madonna, doch sie ist stark! Sie will raus aus dem `Schlachthaus` und bekommt unerwartet Hilfe.

 Madonna schafft es zu fliehen, und ihre Gedanken werden beherrscht von Rachegefühlen. Sie will jeden bestrafen, der eine Mitschuld an ihrem Schicksal trägt. Vertrauen kann sie niemandem, und sie hat keinerlei Skrupel, dass Leichen ihren Weg pflastern, denn nichts kann so schlimm sein, wie das, was ihr bereits angetan wurde. 

Ich bin etwas zwiegespalten bei der Beurteilung dieses Thrillers.
Madonna begibt sich nach ihrer Flucht wieder in extreme Gefahr, was ich als Leser nicht nachvollziehen konnte.
Die Autorin schrieb, dass sie das Buch in sehr kurzer Zeit (Fertigstellung der Rohfassung in 12 Tagen) geschrieben hat und das merkte man manchmal. Denn es ging Schlag auf Schlag, ohne dass dem Leser eine Pause zum Luft holen gegönnt wurde. 
Michaela Kastel hat einen brutalen, harten und rasanten Schreibstil, mit dem sie durch das Buch jagt. Trotzdem hat die Story mich richtig gepackt, ich wollte unbedingt wissen, was weiter passiert und habe es an zwei Abenden ausgelesen.
`Ich bin der Sturm` ist anders als andere Bücher, aber auf jeden Fall lesenswert!!!




                                     


Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 21. September 2020

Rezension: `Die vergessene Heimat` von Deana Zinßmeister


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Die vergessene Heimat!!


















1961, Ernst und Leni wohnen in Ostberlin, direkt an der Grenze zum Westen. Täglich sieht Ernst bei seiner Arbeit im anderen Teil der Stadt, welch ein Unterschied herrscht. Als begonnen wird, einen Stacheldraht zu ziehen, entschließen sie sich, zusammen mit einem Teil der Familie, zu fliehen.

In einem zweiten Handlungsstrang schreibt die Autorin als Britta Hofmeister in der Ich-Form über die Krankheit ihres Vaters. Nie wurde in der Familie über die Flucht gesprochen, auch Jahrzehnte später herrschte bei den Eltern noch die Angst vor der Stasi.
Als der Vater 2014 an Alzheimer erkrankt und die Tochter viel Zeit bei den Eltern verbringt, erfährt sie zum ersten Mal die ganzen Details über die Flucht. 

Deana Zinßmeister hat diesen sehr persönlichen Roman nach der Erkrankung ihres Vaters geschrieben. Sehr gefühlvoll schildert sie die Strapazen, die auf die ganze Familie zukommen, wenn jemand dement ist. Dieser Schock, den immer starken Vater plötzlich so verändert zu sehen. Auf einmal sind die Rollen vertauscht, man ist nicht mehr das Kind, sondern nun benimmt sich der Vater wie ein Kleinkind.
Ich habe Ähnliches erlebt, deswegen konnte ich so viele ihrer Schilderungen und Empfindungen verstehen. Die Eltern sind nie wirklich zufrieden, und auch wenn man jeden Tag Stunden dort verbringt, reicht es nicht. 
Dass man auch noch ein anderes Leben außerhalb von Arztpraxen und den elterlichen vier Wänden hat, wird gerne vergessen. Die eigene Familie steht plötzlich ganz hinten an, geschweige denn, dass man Zeit für sich selbst hat. Wie viele Termine müssen kurzfristig abgesagt werden, weil man meint, sofort springen zu müssen, wenn die Eltern rufen.

Die Autorin schreibt in kurzen Kapiteln, blendet immer wieder zurück in die Zeit vor und während der Flucht.
Wobei ich nicht sagen kann, was mir besser gefallen hat- Gegenwart oder Vergangenheit. Beide Zeiten hatten ihren Reiz, die dramatische Fluchtaktion, sowie die bewegenden Kapitel über die Krankheit des Vaters.
Deana Zinßmeister schreibt völlig ungeschönt, wie sich ihr Leben und das ihrer Mutter und Geschwister rasant schnell verändert.
Und erst jetzt, wo sie die ganze Geschichte ihrer Eltern gehört hat, wird ihr vieles klar.....
        Zitat: 
          "Jahre später erkannte ich die Situationen. 
          Jahre später konnte ich das Gehörte verstehen.
          Jahre später wusste ich das Gesagte zu deuten.
   Jahre später schoben sich die Puzzleteile zusammen.
 Jahre später ergab alles einen Sinn! "



                     


  Ich danke dem Goldmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 20. September 2020

Rezension: `Die Erben von Gut Lerchengrund` von Susanne Rubin

 

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Ideale Urlaubslektüre!!









Als Heinrich von Grootenlohe das pikante Geheimnis seines Nachbarn entdeckt, macht er einen Fehler, der ungeahnte Folgen für die nachfolgenden Generationen hat.

Es gibt jemanden auf dem Nachbargut, der ihm das nicht verzeiht und durch geschicktes falsches Spiel versucht, die ganze Familie ins Unglück zu stürzen.

Das Buch handelt von den Nachbarsfamilien Grootenlohe und Brodersen. Die Mütter sind Freundinnen, die Kinder im gleichen Alter, und eigentlich könnte alles wunderbar sein, wenn es da nicht eine Person gäbe, die von Hass zerfressen wird. Doch davon ahnt niemand etwas und so werden bestimmte Geschehnisse auch nicht hinterfragt.

Susanne Rubin hat einen netten, unkomplizierten Roman geschrieben, der sich perfekt als Urlaubslektüre eignet. Obwohl das Buch über 400 Seiten hat, war ich an einem Wochenende durch, weil es sich leicht und flockig lesen lässt. Die Geschichte zieht sich über drei Generationen, und es geht um Liebe, Herzschmerz, Intrigen, Missgunst und Neid. Ich konnte während des Lesens gut abtauchen in die bildhaft beschriebene Landschaft und habe auch ein wenig mit den Figuren mitgelitten.

Wer einen einfachen Roman für entspannte Stunden sucht, ist mit `Die Erben von Gut Lerchengrund` gut bedient.


                                     



Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 17. September 2020

Rezension: `Rote Tränen` von Mike Landin

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Spannender Debütroman!!!





 












Jakob ist gar nicht damit einverstanden, als seine Eltern beschließen, mit der Familie von Cottbus zurück in ihre Heimat in die Berchtesgadener Alpen  ziehen. Er hat sich geschworen, sofort nach dem bestandenen Abitur zurückzukehren.
Doch gleich in den ersten Tagen trifft er auf die hübsche Hannah und plötzlich findet er es dort gar nicht mehr so schlimm.
Auf einem Fest erfährt er, dass ein Mädchen vermisst wird und es ist anscheinend nicht das erste. Im Laufe der letzten 20 Jahre verschwanden immer mal wieder junge Mädchen und eines tauchte nie mehr auf. 
Manche Handlungen, besonders die seiner Eltern, kommen ihm sehr merkwürdig vor, und zusammen mit Hannah beginnt er ein wenig nachzuforschen. Damit sticht er quasi in ein Wespennest, wovon eine der Spuren ihn ganz klar zu seiner Familie führt. Was versuchen seine Eltern vor ihm zu verbergen??

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, aber Mike Landin hat mich positiv überrascht.
Von dem ausgefeilten Schreibstil, der für einen Debütroman eher ungewöhnlich ist, war ich wirklich beeindruckt. 

Ein spannungsgeladener Plot, besondere Charaktere und eine rasante Handlung mit vielen unerwarteten Wendungen taten ihr Übriges.

Zum Schluss überschlugen sich die Ereignisse und die Auflösung leider etwas, aber trotzdem von mir eine ganz klare Leseempfehlung für `Rote Tränen!`

                                                        






Samstag, 12. September 2020

Rezension: `Nach dem Feuer` von Petra Hammesfahr


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Komplexes Familiendrama!













Nach einem Wohnmobilbrand kommt ein Jugendlicher mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus. Dort schweigt er meist, auch seinen Namen will er nicht nennen, und wenn er redet, kommt wirres Zeug heraus, das niemand einschätzen oder begreifen kann.

In einer Wohnung wird eine ermordete Frau gefunden, die dort allerdings schon einige Zeit liegt. Niemand bringt die Tote mit dem Jungen aus dem brennenden Wohnmobil in Verbindung, und die Ermittlungen gestalten sich in beiden Fällen schwierig.


In verschiedenen Handlungssträngen, sowie in Rückblenden erfahren wir Näheres über den Jungen und seine Verwandtschaft.
Was muss geschehen sein, wenn das Leben einer glücklichen Familie zu einer Tragöde wird, und wo nimmt das Schicksal seinen Anfang?
Die Autorin beschreibt ein komplexes Familiendrama, bei dem es nur Verlierer gibt, allen voran ein kleiner Junge.

Petra Hammesfahr hat ihren besonderen Stil, den ich sehr gerne mag. Aber `Nach dem Feuer` fand ich schon etwas verworren und dazu wird der Leser mit unzähligen Personen ein bisschen überfordert.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte bleibt es aber ein packender Krimi, der bis zum Schluss noch einige spannende und überraschende Wendungen bereithält.


                                         


 Ich danke dem Diana Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 9. September 2020

Rezension: `Wenn das Licht gefriert` von Roman Klementovic


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Nicht so ganz mein Fall!!


















Elisabeth und Friedrich sind schon lange glücklich verheiratet und das änderte sich auch nicht, nachdem Friedrich die Diagnose Alzheimer bekommen hat.
Eine Dokumentation im TV bringt allerdings die heile Welt ins Wanken. Es geht um den Mord an Anna, der Freundin von Elisabeths und Friedrichs Tochter.
Vor 22  Jahren wurde das Mädchen ermordet und der Täter ist bis heute nicht gefasst. Elisabeth ist völlig verstört, nachdem Friedrich während der Sendung einige Äußerungen von sich gibt, die nur der Mörder wissen kann. Ist der Mann, den sie seit Jahren liebt, ein kaltblütiger Mörder???


Der Schreibstil ist relativ einfach, was aber bei einem packenden Plot nicht schlimm ist. Das Buch fing auch recht spannend an, doch das flachte schnell ab und die Handlungen empfand ich als ziemlich unrealistisch.

Dazu haben mich die dauernden Wiederholungen gestört. Ich weiß nicht, wie oft irgendjemandem das Blut gefror, Blut in den Ohren rauschte, der Schrei in der Kehle stecken blieb oder ähnliches. Dies sollte wohl künstlich Spannung erzeugen, genau wie die viel zu übertriebenen Cliffhanger an den Kapitelenden.

Das Buch ließ sich ganz nett lesen, doch mehr als 3 Sterne ist es mir nicht wert gewesen.

                                                       


  Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 7. September 2020

Rezension: `Jasmunder Geheimnisse` von Anja Behn

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Spannung auf Rügen !!


















`Jasmunder Geheimnisse` ist schon der fünfte Band um den Kunsthistoriker Richard Gruben.
Er verbringt seinen Urlaub in Hollvitz auf Rügen, um seine Freundin Jette zu besuchen, die für ein paar Monate dort arbeitet.
Schon als er ankommt, bemerkt er, dass Jette irgendetwas vor ihm verheimlicht, aber er findet zuerst nicht heraus, um was es sich handeln könnte. Denn die Ereignisse überschlagen sich direkt. Susanne Ortlepp, die Mitarbeiterin der Landesdenkmalpflege, kommt auf grausame Art ums Leben und Richard war der letzte, der sie lebend gesehen hat. Wie sie ihm am Abend vor ihrem Tod berichtet hatte, war sie einer ganz großen Sache auf der Spur. Irgendetwas, das für das Örtchen Hollvitz zum Super Gau werden könnte.

Richard forscht auf eigene Faust ein wenig nach, doch die Dorfbewohner mauern. Wovor haben sie Angst oder was haben sie zu verbergen? Was hatte die Denkmalschützerin vor? Und dann rückt auch noch Jette mit ihren Neuigkeiten raus. Ein entspannter Urlaub sieht wirklich anders aus. 

Mir hat der `Jasmunder Geheimnisse` von Anja Behn sehr gut gefallen, die Geschichte war ganz nach meinem Geschmack.
Ich mag ja diese eher unblutigen Krimis, wo viel recherchiert und nach und nach aufgedeckt wird.
Die Autorin hat die Hinweise auf den/die Täter breit gestreut, irgendwann könnte jeder infrage kommen.
Bei dem Versuch, den Mord aufzuklären, treten plötzlich ganz andere Dinge zu Tage. Geheimnisse der  Dorfbewohner, Geschehnisse, die lange verschwiegen wurden und die das Ganze in ein neues Licht rücken.


`Jasmunder Geheimnisse` ist ein spannender Krimi mit sympathischen Protagonisten und einer fesselnden Handlung. Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !!!

                                                           


Ich danke dem Emons Verlag für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 1. September 2020

Rezension: `Das Manuskript` von John Grisham


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Zurück auf Camino Island !!


















In diesem neuen Roman geht es mal nicht um die Anwaltsszene, sondern noch einmal um den Buchhändler Bruce Cable, den wir schon aus `Das Original` kennen. Es ist aber nicht schlimm, wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat, denn ich konnte mich auch nur noch vage erinnern.
Bruce feiert gerade fröhlich mit ein paar Freunden, als sich der Hurrikan Leo mit rasender Geschwindigkeit auf Camino Island zubewegt. Am nächsten Morgen wird in aller Frühe evakuiert und die Bewohner müssen die Insel verlassen. Nur wenige bleiben da, unter anderem Bruce.

Er überlebt den Sturm unbeschadet, doch am nächsten Tag gibt es verheerende Schäden und sogar Tote auf der Insel. Sein Freund, der Autor Nelson Kerr ist eines der Opfer, allerdings hat sein Körper einige Verletzungen, die nicht nach Sturmschaden aussehen.
Die Polizei ist voll beschäftigt mit Aufräumarbeiten und geht dem Hinweis nicht wirklich nach. Bruce und seine Freunde übernehmen die Ermittlungen selbst und eine wichtige Frage ist: Wo befindet sich das Manuskript, an dem Nelson gearbeitet hat?

John Grisham hat einen extrem komplexen Roman mit rasanter Handlung geschrieben. Es geht um das Aufdecken schwerer Missstände in Pflegeheimen, um künstlich am Leben erhaltene Alzheimer Patienten, um Auftragsmord, Drogengeschäfte und vieles mehr.

Allerdings gibt es sehr viele unterschiedliche Personen und mindestens ebenso viele Handlungsstränge. Da wird es beim Lesen mitunter ziemlich anstrengend, alles im Gedächtnis zu behalten und niemanden zu verwechseln.

Auch ohne Anwälte ist `Das Manuskript` trotzdem ein typischer Grisham, auch wenn ich seine Justizthriller weiterhin bevorzuge.



                                                           


Ich danke dem Heyne Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 25. August 2020

Rezension: `Der Ahorn und das rote Land` von Mina Baites

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Neues von den Breitenbachs!!


















 Im dritten Band der Breitenbach Saga geht es um die Erhaltung der Schuhfabrik, wozu einige Neuerungen nötig sind. Die nächste Generation, Felix und seine Schwestern, haben eine Menge Ideen, doch Georg und Theodor sind sehr skeptisch, möchten lieber die Tradition fortführen.
Alles ändert sich, als Isa einen schweren Unfall erleidet, der das Leben der ganzen Familie auf den Kopf stellt.
Caroline steigt nun ins Unternehmen ein und entwickelt sich zu einer erfolgreichen Geschäftsfrau, was zur damaligen Zeit mehr als schwierig war.

Zur gleichen Zeit befindet sich der andere Zweig der Familie weiterhin in Colorado. Auch hier läuft nicht alles so, wie sie es  gerne hätten. Es ist nicht einfach für Julia, mit den konservativen Ansichten des Stammes und denen ihres Mannes Chesmu klarzukommen.
Zudem bangen sie noch um die Berliner Breitenbachs, denn Österreich- Ungarn hat Serbien den Krieg erklärt und auch Deutschland rüstet sich.

Der dritte Band der Saga hat mir noch besser gefallen als der letzte. Es passiert jede Menge innerhalb der Familien, und es ist immer wieder schön zu lesen, wie gut alle zusammenhalten. Dabei ist es vollkommen egal, dass sie über den ganzen Erdball verstreut sind.

`Der Ahorn und das rote Land` hat mich schon nach der ersten Seite nicht mehr losgelassen. 
Auch in der jungen Generation finden sich wieder besondere Charaktere mit liebenswerten Ecken und Kanten, die mir bereits ans Herz gewachsen sind.

Nun warte ich schon gespannt darauf, wie es im nächsten Band weitergehen wird.
                                                   



  Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 19. August 2020

Rezension: `Auf kalter Spur` von Robert Dugoni

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Auf kalter Spur!!


















Tracy Crosswhite kehrt mit ihrer Familie für kurze Zeit in ihre Heimatstadt Cedar Grove zurück. Ihr Mann Dan hat dort als Anwalt einen Fall übernommen, bei dem er vor Ort sein muss. Inzwischen haben Dan und Tracy ein Baby, die kleine Daniella. Da eine liebevolle Tagesmutter mitgereist ist, fühlt sich Tracy unausgelastet. Dieses Nur-Muttersein ist ihr nicht genug, wie sie feststellt. Als Chief Roy Calloway sie um Hilfe bei einem Fall bittet, sagt sie sehr zum Ärger ihres Mannes zu.

Es geht um drei Mordfälle, verübt im Abstand von vielen Jahren, und doch scheint irgendwie ein Zusammenhang zu bestehen.
Zwischendurch wird über die Gerichtssache berichtet, die Dan übernommen hat. Ich fand die Details über seine Arbeit nicht besonders spannend, doch man sollte ihnen ruhig Aufmerksamkeit widmen, denn sie bekommen später noch eine Bedeutung.

Als Tracy den alten Morden nachgeht, kommt es natürlich so, wie von Dan vorausgesehen. Es gibt jemanden, dem es ganz und gar nicht passt, dass Tracy in Ermittlungen einsteigt, wodurch sie  sich plötzlich in großer Gefahr befindet.
Ich hatte den Eindruck, Tracy will unbedingt ihren Willen durchsetzen, ohne Rücksicht auf Verluste, was sie mir an manchen Stellen etwas unsympathisch machte.

Trotzdem konnte mich auch  der neue Fall für Tracy Crosswhite wieder fesseln. `Auf kalter Spur` ist nicht das beste Buch aus der Reihe, und die Angelegenheit, mit der Dan sich befassen musste, fand ich schon etwas langgezogen.

 Aber ich mag Robert Dugonis Schreibstil, er legt viele  falsche Fährten und bringt jede Menge Verdächtige ins Spiel, die den Leser verwirren. Er arbeitet sich langsam Stückchen für Stückchen weiter, bis man irgendwann erkennt, dass die vielen losen Enden zu einem Schluss führen, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. 


                                             
                                           

                                                 

Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 18. August 2020

Rezension: `Spiele` von Bo Svernström




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Fesselnder Psychothriller !!
















Vor 28 Jahren hat Robert Lindström im Alter von 11 Jahren seinen Freund erschlagen. Seitdem lebt er zurückgezogen und allein.
Als die Journalistin Lexa ihn anruft, weil sie ein Buch über ihn schreiben will, reagiert er zuerst entsetzt, doch dann sagt er zu. Allerdings hat er an die Tat überhaupt keine Erinnerung, doch Lexa will trotzdem herausfinden, was genau geschah.
Auf einmal verschwinden in der Gegend kleine Kinder und natürlich hat die Polizei Robert direkt im Visier.
Einzig Lexa glaubt nicht an seine Schuld, weder heute noch damals. Die Morddrohungen, die sie erhält, lassen darauf schließen, dass es jemanden gibt, dem es absolut nicht passt, dass in alten Akten geschnüffelt wird.

`Spiele` wird in der Ich-Form aus der Sicht Roberts erzählt, aber in anderen Handlungssträngen erfahren wir auch, wie die Polizei vorgeht. Hauptkommissar Carl Edson ist noch ein Polizist der alten Schule, er fasst seine Kollegen nicht mit Samthandschuhen an und sagt auch schon mal ein barsches Wort, was manchen Kollegen nicht passt. Trotzdem ist er ein hervorragender Ermittler.

Zuerst mochte ich Robert Lindström überhaupt nicht, aber nach und nach hat er meine Sympathie gewonnen. Eine Menge wurde ihm angetan, damals wie heute. Ob er nun schuldig ist oder nicht, sein Leben ist schon lange verpfuscht.


 Ich hatte bisher noch kein Buch von Bo Svernström gelesen, aber ich bin total geflasht.
Der Autor hält für den Leser so einiges an Überraschungen bereit, die er durch geschickt gelenkte Wendungen gekonnt platziert.
`Spiele` ist ein etwas anderer, jedoch sehr fesselnder Psychothriller, den ich unbedingt empfehle !



                                                             


Ich danke dem  Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 11. August 2020

Grandhotel Schwarzenberg- Der Beginn einer neuen Zeit -Teil 3 von Sophie Oliver


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Gelungener Abschluss der Trilogie!!
















Im dritten Band um die Familie Schwarzenberg befinden wir uns in den Jahren 1928 bis in die 1950er. Zu Beginn des Buches ist alles in bester Ordnung. Das Hotel läuft gut, die Familie versteht sich und ist glücklich. Karl eröffnet sein eigenes Berghotel mit einer Riesensause an Silvester.

Doch schon bald wirft der Krieg seine Schatten voraus.
Es gibt ein Wiederlesen mit einigen Figuren aus den ersten Bänden. Wer vorher nichts Richtiges geleistet hat, findet sich jetzt in der Partei als wichtiger Genosse wieder.
Bei den von Feils passieren gravierende Veränderungen, die niemand je erwartet hätte, und leider trifft auch Karl einige Entscheidungen, die ihn abermals weit von Anna und seiner Familie entfernen.


Auch der dritte Band um das Grandhotel Schwarzenberg war wieder spannend zu lesen, obwohl mir die ersten beide Teile noch etwas besser gefielen. Die Autorin hat die historischen Begebenheiten, z.B. den Bau der Spielbank in Bad Reichenhall, die Bergbahn und die Eröffnung der Therme geschickt in die fiktive Geschichte eingebunden. 

Anna und Michael sind sehr sympatische Protagonisten, aber auch die anderen Charaktere sind ausgesprochen facettenreich. 
Als der Krieg ausbricht, kommen mit ihm viele Sorgen und großer Kummer nach Bad Reichenhall, und leider sind die Schwarzenbergs vor Schicksalsschlägen nicht gefeit.
`Grandhotel Schwarzenberg` ist eine wunderschöne Trilogie, die mit `Der Beginn einer neuen Zeit` einen gelungenen Abschluss bekommt, sodass keine Fragen offen bleiben.

                                                     


Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 4. August 2020

Rezension: `Bluthölle` von Chris Carter

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Tagebuch des Todes !!

















Die junge Taschendiebin Angela versucht, ihre gerade geklaute Beute wieder loszuwerden. Sie will das Tagebuch mit den schrecklichen, detailreichen Einträgen eines brutalen Mörders und Serienkillers nicht behalten und schickt es zur Polizei.
Der Eigentümer des Buches möchte es um jeden Preis zurückhaben. Deswegen spricht er einige, ernstzunehmende Drohungen gegen Angela und die Polizei aus.
Das sympathische Ermittlerteam Hunter und Gracia übernimmt den Fall, obwohl Garcia diesmal ein wenig in Hunters Schatten steht. Richtig ans Herz gewachsen ist mir die Taschendiebin Angela mit ihrer etwas schnoddrigen, aber liebenswerten Art.

Der elfte Fall ist wieder mal extrem spannend, auch wenn eigentlich nicht viel anderes als in den vorigen Bänden passiert. Doch Chris Carter schafft es, den Leser direkt an die Story zu fesseln. Ich liebe es, wenn man sofort in der Handlung drin ist und keine lange Vorgeschichte nötig ist. Dazu enden viele Kapitel mit einem Cliffhanger, und man wird gezwungen weiterzulesen. 

`Bluthölle` ist eine temporeich erzählte Jagd nach einem Serienkiller, absolut spannend und ziemlich blutig. Der Killer ist den Ermittlern jedoch dauernd einen Schritt voraus. Und wie immer bei einem Chris Carter Thriller gilt: Nichts für Zartbesaitete!!!
Absolute Leseempfehlung !!


                                                             



Ich danke  Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 31. Juli 2020

Gewinnspiel !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ihr Lieben 😘 In der letzten Woche habe ich euch `Nichts wird bleiben von Dir` von Jutta Maria Herrmann vorgestellt. Nun hat die liebe Jutta Maria uns drei Exemplare zur Verfügung gestellt. Natürlich signiert!!! Was sagt Ihr dazu ???





Zur Erinnerung gibt es hier nochmal meine Rezension KLICK

Wenn Ihr mehr über Jutta Maria Herrmann erfahren möchtet, guckt doch mal auf ihre Homepage  KLICK

Das ist übrigens mein Lieblingsfoto, das ich geschossen habe, als Jutta Maria Herrmann den Kindle Storyteller gewonnen hat und sich sooo gefreut hat 💗💗💗
©A.Lunau




Worum geht es im Buch??
»Ich werde ein neugeborenes Kind vergraben. Lebendig vergraben.
Auf dem Friedhof am Friedrichshain.«

Wir melden unsere Anrufer nicht der Polizei. Egal was sie getan haben. So lautet die unumstößliche Maxime der Beichthotline. Aber was tun, wenn eine Frau ankündigt, ihr neugeborenes Kind lebendig zu vergraben? Paula, Mitarbeiterin des Unternehmens, nimmt die Sache selbst in die Hand. Doch statt einer Kinderleiche findet sie auf dem Friedhof nur eine lebensgroße Puppe. War das also nur ein schlechter Scherz? Aber die mysteriöse Anruferin meldet sich erneut und verkündet, dies sei erst der Anfang gewesen. Einer von ihnen hätte Schuld auf sich geladen und nun müssten sie alle dafür büßen.

„Nichts wird bleiben von dir“ ist unter dem Titel „Hotline“ erstmals 2014 im Knaur Verlag erschienen. Der Thriller wurde überarbeitet, ein weiteres Mal lektoriert und mit einem neuen Cover versehen.

  



Was müsst Ihr tun, um eins der begehrten Exemplare zu gewinnen??

1.Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍


2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 


3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 06.08.2020 um 22 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!

Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.

Donnerstag, 30. Juli 2020

Rezension: `Quälender Hass` von Linda Castillo



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Der 11. Fall hat es in sich !!!
















Der 11. Fall für Kate Burkholder hat es wirklich in sich. Ein kleines amisches Mädchen wird entführt und ihre Großmutter bestialisch ermordet. Als Kate den Fall übernimmt, schweigen die Amischen wie üblich. Niemand rückt mit der Sprache raus, obwohl Kate merkt, dass sie mehr wissen, als sie zugeben.

Die Ermittlungen gestalten sich ziemlich schwierig, doch Kate gibt nicht auf. Sie will das kleine Mädchen finden und den Mörder zur Strecke bringen. 
Sie vermutet Verbindungen zwischen alten und den neuen Fällen, die eigentlich unmöglich sind. Außer ihr glaubt auch niemand der Kollegen an diese Theorie. Als ihr Weg sie tiefer in die Vergangenheit führt, tun sich jedoch wahre Abgründe auf.  
Trotzdem kann der Mörder nicht gestoppt werden und auch Kate gerät in große Gefahr.

Linda Castillo bietet mit `Quälender Hass ` wieder rasante Thriller-Unterhaltung.
Sie schreibt in kurzen knackigen Kapiteln, hält den Spannungsbogen konstant oben, und der komplexe Fall macht es auch dem Leser nicht leicht, mit zu ermitteln.
Kate und Tomasetti sind ein sympathisches Team und diesmal standen die Ermittlungen wieder  im Vordergrund und nicht das Privatleben. Einblicke in die Welt der Amischen  haben ihren Reiz und sind immer wieder interessant. Auch wenn man als Fan der ersten Stunde schon fast mit allen Sitten vertraut ist, wird es trotzdem nie langweilig. `Quälender Hass` war mal wieder ein Lesehighlight für mich !



                                                     

Ich danke dem Fischer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 27. Juli 2020

Rezension: `Ich will Dein Leben` von Amanda Jennings

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Spannender Psycho- Roman!!















Schon immer ist die sechzehnjährige Tamsyn von dem Haus auf den Klippen, das die Familie Davenport nur am Wochenende nutzt, fasziniert. Oft war sie heimlich mit ihrem Vater dort, wenn die Besitzer nicht da waren. Richtig schlimm wird ihre Begeisterung für das Haus und seine Bewohner nach dem Tode des Vaters.
Stundenlang sitzt das Mädchen im Gras und beobachtet den attraktiven Mr. Davenport und seine wunderschöne Frau Eleanor aus der Ferne. In Gedanken liegt sie selbst dort auf einer Liege am Pool und lässt sich einen Cocktail bringen und von Mr. Davenport liebkosen.

In den Ferien ist plötzlich Davenports Tochter Evie dabei und wahrhaftig schafft es Tamsyn, sich mit ihr anzufreunden.
Das ist für sie die Erfüllung all ihrer Träume. Sie kommt aus der ärmlichen Behausung der eigenen Familie heraus und wird in das Haus auf den Klippen eingeladen. Gibt es Schöneres auf Erden? Die Davenports haben so ein Glück und wissen es gar nicht zu schätzen. Tamsyn ist wütend und ärgert sich, dass Evie alles als gegeben hinnimmt.
Es dauert lange, bis sie begreift, dass nicht alles so ist, wie es nach außen scheint ....

Das Buch von Amanda Jennings fängt etwas schleppend an, doch dann hat es mich direkt in seinen Bann gezogen. Es handelt sich nicht um einen Krimi, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern um einen Roman.

Tamsyns Obsession von dem Haus und den Davenports ist berührend, aber auch beklemmend. Sie merkt gar nicht, wie viel Glück sie mit ihrer eigenen Familie hat, weil ihr Blick seit Jahren nur auf das Haus und die Familie auf den Klippen gerichtet ist.
Doch hinter der scheinbar perfekten Fassade sieht es ganz anders aus. Trotzdem möchte Tamsyn nichts sehen, was das Idyll trügen könnte. Sie verschließt gerne ihre Augen, alles soll so bleiben, wie sie es sich immer vorgestellt hat.

`Ich will dein Leben` ist außerordentlich atmosphärisch, geradezu unheimlich, mit fein gezeichneten Charakteren und spannungsgeladener Handlung geschrieben. Das Ende hat mich völlig überrascht, auch wenn es absolut passt.

Diese Geschichte von Besessenheit, Sehnsucht, Trauer und Eifersucht kann ich unbedingt empfehlen!




                              



Ich danke dem  Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension: `Grandhotel Schwarzenberg` Der Weg des Schicksals -Teil 1 von Sophie Oliver



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Ein Lesevergnügen !!
















Bad Reichenhall, 1905, Anna und ihr Vater leben in einfachsten Verhältnissen und arbeiten schwer, um wenigstens überleben zu können. Umso überraschter ist Anna, als ihr der hübsche Salinenarbeiter Michael den Hof macht. Er möchte hoch hinaus, hat viele Pläne, wie er eine Familie ernähren könnte, doch als es zu einer Wirtshausschlägerei kommt, muss er Bad Reichenhall verlassen.
Jedoch nicht, ohne Anna das Versprechen abzunehmen, auf ihn zu warten, weil er bestimmt bald als gemachter Mann zurückkehren wird. Leider kommt alles anders....

Sophie Oliver hat  mit `Der Weg des Schicksals` einen fesselnden Auftakt zur Trilogie um das Grandhotel Schwarzenberg geschrieben.
In einem zweiten Handlungsstrang stellt sie uns die Familie von Feil vor, die oben auf der Burg wohnt. Für die kleinen Leute im Ort interessieren die von Feils sich nur insoweit, als es für sie einen Vorteil haben könnte.
 Besonders die Tochter Katharina ist verwöhnt und egoistisch und nur dem Vergnügen zugetan. Obwohl sie einen Mann aus dem Ort liebt, entscheidet sie sich lieber für eine standesgemäße Ehe.
Erst danach wird ihr klar, dass Geld und Ansehen nicht alles sind.

Als Anna nach dem Tode des Vaters um Überleben kämpft, schlägt das Schicksal grausam zu, was sie auf ewig mit der Familie von Feil verbinden wird. Doch Anna schafft es irgendwie, trotzdem weiterzuleben, während Katharina in Selbstmitleid versinkt.


Die Autorin hat die Stimmung zur Jahrhundertwende gut eingefangen. Unterschiedlicher könnten die Welten nicht sein, die hier aufeinanderprallen. Die Kluft zwischen arm und reich war extrem und nur selten gelang es einem, sich aus seiner Gesellschaftsschicht zu befreien.
Die Charaktere sind vielschichtig und detailreich beschrieben, einige machen eine interessante Entwicklung durch.
`Grandhotel Schwarzenberg` ist ein richtig schöner Schmöker, ein besonderes Lesevergnügen.
 Gott sei Dank gibt es die anderen Teile schon als eBook, sodass ich ohne Unterbrechung weiterlesen konnte.

                                                               


Samstag, 25. Juli 2020

Rezension: `Der König darf nicht sterben` von Maksim Klasanovic


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Schlimme Jahre im Thai-Knast!


















Als ich den Autor  neulich im Frühstücksfernsehen sah, hat mich seine Geschichte direkt interessiert und ich habe mir das Buch bestellt.
Wegen eines Drogendelikts (im Prinzip nur die Weitergabe einer Telefonnummer) wird Maksim in Thailand festgenommen.
Zuerst glaubt er nicht daran, länger im Gefängnis verweilen zu müssen, weil er annimmt, eine Kautionszahlung bringe ihn schnell wieder nach Hause zu Freundin und Tochter.
Doch so ist es leider nicht! Er wird zu 13 Jahren Thai- Gefängnis verurteilt! 
Maksim Klasanovic schildert, wie es ihm von Anfang an ergangen ist. Korrupte Anwälte, die seine Mutter um alle Ersparnisse gebracht haben, jedoch für ihn keinen Finger krumm gemacht haben.
Das Leben in einer Zelle zusammen mit mehreren Hundert anderen Gefangenen. Kein Bett, kein Kissen. Die Verpflegung ekelhaft. Alles wurde verwertet, was andere vielleicht wegwarfen. Krallen, Haut, Füße, Schwarte und Borsten, alles kam ins Essen. Besonders grausam fand ich, dass der Gefängniswärter sein vollgeschnupftes Taschentuch einfach in den Suppentopf für die Gefangenen warf. Als Leser denkt man vielleicht, die Strafe ist unverhältnismäßig hoch für sein Vergehen, aber Maksim sucht  keine Entschuldigung für sein Handeln. Er sieht ein, es war falsch, so sind die Gesetze in Thailand, und die hätte er respektieren müssen. Mir hat gefallen, dass er sich nicht nur als Opfer sieht, sondern klar sagt, dass der Fehler auch auf seiner Seite lag. Maksim liebt Thailand weiterhin, auch wenn er nie wieder zurückkehren darf.
`Der König darf nicht sterben`  ist ein interessantes und spannendes Buch, in dem er beschreibt, wie er diese schweren Jahre im härtesten Knast Thailands überstanden hat, was ihm die Kraft dazu gab und wie er es geschafft hat, dass es ihm heute sogar besser geht als früher.

                                                 


Mittwoch, 22. Juli 2020

Rezension: `Nichts wird bleiben von Dir` von Jutta Maria Herrmann

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Späte Rache!!


















Mit der Beicht- Hotline haben die vier Freunde Rick, Chris, Paula und Konrad eine echte Marktlücke entdeckt. Es gibt wahrhaftig genug Leute, die dort anrufen, ihr Gewissen erleichtern und noch dafür bezahlen.
Alles läuft super, bis zu dem Abend, als eine Anruferin bei Rick erzählt, dass sie ein Baby lebendig begraben will. Normalerweise sind es Ehebetrug oder kleinere Delikte, die die Menschen sich von der Seele reden möchten. Noch nie mussten die Hotline Mitarbeiter die Polizei benachrichtigen und sind auch jetzt im Zwiespalt.
Diesmal stellt sich der Anruf noch als Finte heraus, doch der Alptraum hat begonnen!


Während Rick Stress mit seinen Eltern hat, ärgert sich die schwangere Paula über Konrad, und Chris sucht überall seinen Bruder. Niemand denkt darüber nach, dass es jeden Moment zu viel größeren Problemen kommen könnte. Jemand hat einen perfiden Racheplan geschmiedet und keiner von ihnen ist mehr sicher.
Man könnte die Freunde immer schütteln, weil sie nicht merken, dass sie viel zu vertrauensselig sind und geradewegs in ihr Unglück rennen.

Jutta Maria Herrmann hat ihr Erstlingswerk `Hotline` überarbeitet und neu lektorieren lassen. Herausgekommen ist der mega spannende Psychothriller `Nichts wird bleiben von Dir.`
Facettenreiche Charaktere und ein gut ausgetüftelter Plot, gepaart mit Gänsehaut- Handlung konnten mich wieder einmal begeistern.
Auch wenn man schon früh vermuten konnte, wer hinter all dem steckt, hat das der Spannung keinen Abbruch getan.


                                                   










Montag, 20. Juli 2020

Rezension: `Bowies Bücher` von John O`Connell


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Ganz neue Einblicke !!
















David Bowie war das große Idol meiner Jugend und seine Musik begleitet mich mein ganzes Leben lang.
Sein Tod vor vier Jahren hat mich schwer erschüttert und umso schöner finde ich, dass es eine Art Nachlass in Form einer Bücherliste gibt.
 Diese einhundert Werke haben sein Leben beeinflusst und verändert und ihn somit auch bei seiner Musik inspiriert.

Der Journalist John O`Connell hat die Liste nun in ein eigenes Buch verpackt. Es ist aber nicht etwa so, dass er pro Kapitel nur eine Inhaltsangabe verfasst. Nein, er hat geforscht, wieso Bowie dieses und jenes Buch bevorzugte, was ihn dabei inspirierte. Die 2- 3 Seiten langen Essays sind mit vielen Anekdoten und Wissenswertem über David Bowie gespickt. Davon war mir eine ganze Menge nicht bekannt vorher, obwohl ich dachte, ich wüsste alles über `meinen Bowie! ` Das Ganze ist keine hochtrabende, klassische Literaturbesprechung, sondern in einem lockerem Schreibstil verfasst, der sich super lesen lässt.

Zu jedem beschriebenen Buch gibt O`Connell noch einen Musiktipp und einen weiteren Buchvorschlag. Meine Bücher- Wunschliste ist während des Lesens zu einem Wunschberg angewachsen.
Ich bin echt begeistert von diesem Werk und finde es extrem schade, dass es nur als Taschenbuch herausgekommen ist.
Ich kann `Bowies Bücher` jedem ans Herz legen, und auch für Nicht- Bowie-Fans dürfte das eine spannende Lektüre sein.





                                                         

Ich danke dem Kiwi Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.