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Die Suche nach den eigenen Wurzeln!
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Die Suche nach den eigenen Wurzeln!
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Schöner Abschluss der Reihe!
Der zweite Band um die Reporterin Malou schließt nahtlos an den ersten Teil `Zwischen den Zeilen` an.
Malou ist inzwischen eine gefragte Gesellschaftsreporterin, und die Arbeit macht ihr großen Spaß.
Ein Schicksalsschlag wirft sie jedoch total aus der Bahn. Nur mit Hilfe ihrer Freunde und Familie erholt sie sich wieder davon.
Obwohl Malou nun Mutter ist, schafft sie es, weiterzuarbeiten und jede Menge Interviews an Land zu ziehen. Bekannte Größen des Showgeschäfts wie Romy Schneider, Mick Jagger und Zarah Leander lassen sich gerne von Malou Graf interviewen. Aber auch die Staatsbesuche der Queen oder des Schahs von Persien in Deutschland sind für Malou von großem Interesse.
Die 60er Jahre waren auch politisch eine turbulente Zeit, und Teresa Simon bindet die historischen Ereignisse geschickt in die Handlung des Romans ein.
Zwischendurch lässt sie zahlreiche alte Musiktitel einfließen, an die ich lange nicht mehr gedacht habe. Ich habe mir viele davon jetzt mal wieder angehört, was richtig Spaß gemacht hat.
Mir haben beide Teile mit der sympathischen Protagonistin gut gefallen und auch das Ende war ein gelungener Abschluss.
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Malou geht ihren Weg!
Während sie in der Apotheke ihres Vaters die Kunden bedient, träumt Marie Luise Graf von einem Leben als Journalistin. Sie brennt für das Schreiben, und für Apotheke und Pharmazie interessiert sie sich nicht die Bohne.
Für ihre Eltern ist es keine Frage, dass Marie Luise die Apotheke weiterführt, sodass sie sich heimlich bei verschiedenen Zeitungen für ein Volontariat bewirbt.
Durch Zufall lernt sie den Gesellschaftskolumnisten Baron Bárthoy kennen, und kurz darauf darf sie bei der Zeitung `Der Tag` anfangen.
Der Preis für eine Arbeit als Journalistin ist leider das Zerwürfnis mit ihren Eltern. Daran hat Malou, wie sie sich inzwischen nennt, sehr zu knabbern, doch sie gibt ihren Traum nicht auf und geht unbeirrt ihren Weg.
Teresa Simon hat die Atmosphäre und den Zeitgeist der 60er Jahre gut eingefangen. Malou begegnet vielen bekannten Prominenten, die sie interviewen und über sie schreiben darf. Nicht alle in der Redaktion sind davon begeistert. Als junge Frau hatte man es nicht leicht, in der Männerwelt zu bestehen. Dass Malou mehr erwartet als zu heiraten und sich versorgen zu lassen, stößt oft auf wenig Verständnis. Sie möchte aber als Reporterin arbeiten und lässt sich weder von Ablehnung, noch von fiesen Kommentaren aufhalten.
Privat geht es auch recht turbulent in Malous Leben zu. Nicht nur, was die Männer betrifft, sondern sie kommt auch durch Zufall einem Familiengeheimnis auf die Spur.
Nachdem ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, richtig in die Geschichte hineinzufinden, hat sie mir dann aber gut gefallen. Bei einer Szene, als mitten in eine fröhliche Feier in der Redaktion ein Kollege aufgelöst mit der Nachricht. `Kennedy ist tot`, hereinplatzt, hatte ich einen Gänsehautmoment.
Malous Geschichte endet mit einem Cliffhanger und nun darf man gespannt auf den zweiten Teil sein, der bereits im August`23 erscheint.
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Im neuen historischen Roman von Teresa Simon geht es um die Familie Brandl, die alle zusammen in der Wohnung der Postdirektorenwitwe Genoveva Neureuther, genannt Tante Vev, untergekommen sind. Es ist kurz nach Kriegsende und alles ist knapp. Lebensmittel, Kleidung, Brennmaterialien. Antonia Brandl, genannt Toni, hat sich mit dem Schwarzmarkthändler Louis angefreundet, der fast alles beschaffen kann. Toni verliebt sich in ihn, doch da ist sie nicht die Einzige.
Tante Vevs Wohnung verfügt immer noch über ein freies Zimmer, und so wird der holländischen Arbeiterin Griet van Mook dieser Raum von den amerikanischen Besatzern zugewiesen. Das gefällt natürlich niemandem aus der Familie und sie versuchen mit allen Mitteln, Griet wieder rauszuekeln.
Vorher durften wir über Griets bisheriges Leben schon einiges erfahren. Den festen Vorsatz Ich.Bin.Griet.Van.Mook. Ich.Werde.Leben sagt sie sich täglich auf, um sich selbst Mut zu machen. Nach schlimmen und traumatischen Erlebnissen ist sie froh, nun den charmanten Amerikaner Captain Walker kennengelernt zu haben.
Teresa Simons `Glückskinder` konnte mich ab der ersten Seite schon mit dem Prolog packen. Dort geht es um eine junge Jüdin, die die Identität einer Toten annimmt.
Anschaulich beschreibt die Autorin, wie das Leben direkt nach Kriegsende aussieht. Eine große Rolle spielt der Schwarzmarkt in der Münchener Möhlstraße. Dort gibt es fast alles zu kaufen, und auch Toni versucht, ordentlich mitzuhandeln. Die einzige wahre Währung sind amerikanische Zigaretten, aber Gott sei Dank hat Tante Vev noch einiges an Schmuck, das sich auch versetzen lässt. Erschüttert hat mich die Knappheit an Medikamenten, z.B. Penicillin. Wer gute Beziehungen hatte, durfte leben..
Es passiert viel in der beschriebenen Zeit und die Personen machen eine interessante Entwicklung durch. Natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz, wenn auch alles anders verläuft, als man sich das am Anfang vorstellt.
Alle Charaktere haben, genau wie im wirklichen Leben, Ecken und Kanten, was sie für mich besonders liebenswert macht.
`Glückskinder` ist eine wunderschöne Geschichte, die Teresa Simon vor dem historischen Hintergrund aus verschiedenen Blickwinkeln eindrucksvoll erzählt.
Im Anhang finden wir einige Rezepte aus dem Buch. - Gute Kost in mageren Zeiten.-. Eines der Gerichte gab es in meiner Kindheit bei uns zuhause oft zu essen: Kartoffeln mit brauner Soße- Fett und Mehl. Bis ich hier davon las, hatte ich es über die Jahre völlig vergessen.