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Montag, 5. Mai 2025

Rezension: `Zypressensommer` von Teresa Simon

 

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Die Suche nach den eigenen Wurzeln!










Die Hamburgerin Julia begibt sich auf eine Reise in die Toskana, der Heimat ihres Großvaters Gianni. Mit einem Zettel voller mysteriöser Rätsel und der Adresse eines Notars folgt sie den Spuren ihres Nonnos. 
Unterstützt wird sie dabei von Matteo, einem charmanten Italiener, der ihr hilft, das Geheimnis um Gianni Conti zu lüften. 

Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: Zum einen begleiten wir Julia und Matteo in der Gegenwart, zum anderen erleben wir die dramatischen Ereignisse der Kriegsjahre um 1940 in Italien und Deutschland. 

Es hat etwas gedauert, bis ich richtig in die Story eintauchen konnte. Doch einmal in der Handlung gefangen, ließ sie mich nicht mehr los. 

Die Leser werden durch durch malerische Landschaften mit Olivenhainen und Stränden geführt, in die dichten Wälder der Toskana, wo einst Partisanen kämpften, genauso wie in eine Hamburger Fischräucherei.

 `Zypressensommer` verbindet eine leichte Liebesgeschichte mit eindringlichen Erlebnissen aus der Kriegszeit. Was zu dieser Zeit passiert ist, war für mich um einiges spannender als die Geschehnisse in der Gegenwart.
Am Ende ihrer Reise erkennt Julia, dass die Suche nach den eigenen Wurzeln nicht nur ein Abenteuer ist, sondern auch eine Reise zu sich selbst.

                                       



                        






Sonntag, 27. August 2023

Rezension: `Die Reporterin- Worte der Wahrheit` von Teresa Simon

 

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Schöner Abschluss der Reihe!









Der zweite Band um die Reporterin Malou schließt nahtlos an den ersten Teil `Zwischen den Zeilen` an.

Malou ist inzwischen eine gefragte Gesellschaftsreporterin, und die Arbeit macht ihr großen Spaß.

Ein Schicksalsschlag wirft sie jedoch total aus der Bahn. Nur mit Hilfe ihrer Freunde und Familie erholt sie sich wieder davon.

Obwohl Malou nun Mutter ist, schafft sie es, weiterzuarbeiten und jede Menge Interviews an Land zu ziehen. Bekannte Größen des Showgeschäfts wie Romy Schneider, Mick Jagger und Zarah Leander lassen sich gerne von Malou Graf interviewen. Aber auch die Staatsbesuche der Queen oder des Schahs von Persien in Deutschland sind für Malou von großem Interesse.

Die 60er Jahre waren auch politisch eine turbulente Zeit, und Teresa Simon bindet die historischen Ereignisse geschickt in die Handlung des Romans ein.

Zwischendurch lässt sie zahlreiche alte Musiktitel einfließen, an die ich lange nicht mehr gedacht habe. Ich habe mir viele davon jetzt mal wieder angehört, was richtig Spaß gemacht hat.

Mir haben beide Teile mit der sympathischen Protagonistin gut gefallen und auch das Ende war ein gelungener Abschluss.


                                          


Montag, 20. März 2023

Rezension: `Die Reporterin- Zwischen den Zeilen` von Teresa Simon

 

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Malou geht ihren Weg!









Während sie in der Apotheke ihres Vaters die Kunden bedient, träumt Marie Luise Graf von einem Leben als Journalistin. Sie brennt für das Schreiben, und für Apotheke und Pharmazie interessiert sie sich nicht die Bohne.

Für ihre Eltern ist es keine Frage, dass Marie Luise die Apotheke weiterführt, sodass sie sich heimlich bei verschiedenen Zeitungen für ein Volontariat bewirbt.

Durch Zufall lernt sie den Gesellschaftskolumnisten Baron Bárthoy kennen, und kurz darauf darf sie bei der Zeitung `Der Tag` anfangen.

Der Preis für eine Arbeit als Journalistin ist leider das Zerwürfnis mit ihren Eltern. Daran hat Malou, wie sie sich inzwischen nennt, sehr zu knabbern, doch sie gibt ihren Traum nicht auf und geht unbeirrt ihren Weg.

Teresa Simon hat die Atmosphäre und den Zeitgeist der 60er Jahre gut eingefangen. Malou begegnet vielen bekannten Prominenten, die sie interviewen und über sie schreiben darf. Nicht alle in der Redaktion sind davon begeistert. Als junge Frau hatte man es nicht leicht, in der Männerwelt zu bestehen. Dass Malou mehr erwartet als zu heiraten und sich versorgen zu lassen, stößt oft auf wenig Verständnis. Sie möchte aber als Reporterin arbeiten und lässt sich weder von Ablehnung, noch von fiesen Kommentaren aufhalten. 

Privat geht es auch recht turbulent in Malous Leben zu. Nicht nur, was die Männer betrifft, sondern sie kommt auch durch Zufall einem Familiengeheimnis auf die Spur.

Nachdem ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, richtig in die Geschichte hineinzufinden, hat sie mir dann aber gut gefallen. Bei einer Szene, als mitten in eine fröhliche Feier in der Redaktion ein Kollege aufgelöst mit der Nachricht. `Kennedy ist tot`, hereinplatzt, hatte ich einen Gänsehautmoment.

Malous Geschichte endet mit einem Cliffhanger und nun darf man gespannt auf den zweiten Teil sein, der bereits im August`23 erscheint.

                               


Dienstag, 9. Februar 2021

Rezension: `Glückskinder` von Teresa Simon

 

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Glückskinder!!










Im neuen historischen Roman von Teresa Simon geht es um die Familie Brandl, die alle zusammen in der Wohnung der Postdirektorenwitwe Genoveva Neureuther, genannt Tante Vev, untergekommen sind. Es ist kurz nach Kriegsende und alles ist knapp. Lebensmittel, Kleidung, Brennmaterialien. Antonia Brandl, genannt Toni, hat sich mit dem Schwarzmarkthändler Louis angefreundet, der fast alles beschaffen kann. Toni verliebt sich in ihn, doch da ist sie nicht die Einzige.

Tante Vevs Wohnung verfügt immer noch über ein freies Zimmer, und so wird der holländischen Arbeiterin Griet van Mook dieser Raum von den amerikanischen Besatzern zugewiesen. Das gefällt natürlich niemandem aus der Familie  und sie versuchen mit allen Mitteln, Griet wieder rauszuekeln. 

Vorher durften wir über Griets bisheriges Leben schon einiges erfahren. Den festen Vorsatz Ich.Bin.Griet.Van.Mook. Ich.Werde.Leben  sagt sie sich täglich auf, um sich selbst Mut zu machen. Nach schlimmen und traumatischen Erlebnissen ist sie froh, nun den charmanten Amerikaner Captain Walker kennengelernt zu haben. 

Teresa Simons `Glückskinder` konnte mich ab der ersten Seite schon mit dem Prolog packen. Dort geht es um eine junge Jüdin, die die Identität einer Toten annimmt.

Anschaulich beschreibt die Autorin, wie das Leben direkt nach Kriegsende aussieht. Eine große Rolle spielt der Schwarzmarkt in der Münchener Möhlstraße. Dort gibt es fast alles zu kaufen, und auch Toni versucht, ordentlich mitzuhandeln. Die einzige wahre Währung sind amerikanische Zigaretten, aber Gott sei Dank hat Tante Vev noch einiges an Schmuck, das sich auch versetzen lässt. Erschüttert hat mich die Knappheit an Medikamenten, z.B. Penicillin. Wer gute Beziehungen hatte, durfte leben..

Es passiert viel in der beschriebenen Zeit und die Personen machen eine interessante Entwicklung durch. Natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz, wenn auch alles anders verläuft, als man sich das am Anfang vorstellt.

Alle Charaktere haben, genau wie im wirklichen Leben, Ecken und Kanten, was sie für mich besonders liebenswert macht.

`Glückskinder` ist eine wunderschöne Geschichte, die Teresa Simon vor dem historischen Hintergrund aus verschiedenen Blickwinkeln eindrucksvoll erzählt. 

Im Anhang finden wir einige Rezepte aus dem Buch. - Gute Kost in mageren Zeiten.-. Eines der Gerichte  gab es in meiner Kindheit bei uns zuhause oft zu essen: Kartoffeln mit brauner Soße- Fett und Mehl. Bis ich hier davon las, hatte ich es über die Jahre völlig vergessen.


Ich danke dem Heyne Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 25. Mai 2020

Rezension: `Die Lilienbraut` von Teresa Simon


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Sehr schöne Familiengeschichte!












Der neue Roman von Teresa Simon spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen erleben wir die junge Mutter Liv, die in Köln ein Haus erbt und dort ein Duftlädchen eröffnet. Gleich in den ersten Tagen begegnet ihr mehrmals eine alte Frau, die sie anscheinend mit jemandem verwechselt und wüst beschimpft.
Auch sonst scheint Liv Feinde in Köln zu haben, die ihr das Geschäft mit ihrem Duftlädchen schwer machen.
Liv versucht herauszufinden, wieso die alte Frau denkt, sie kennt sie von früher. Und zum ersten Mal überlegt sie, warum ihre Tante ihr das Haus in Köln vererbt hat, sie es aber nicht verkaufen durfte. 

Im anderen Handlungsstrang begeben wir uns in die Zeit des zweiten Weltkriegs. 
Die junge Kölnerin Nellie hatte ein untrügliches Gespür für guten Duft und hätte es in ihrer Stellung im Dufthaus 4711 sicher weit bringen können, doch der Krieg zerstörte alles. Dazu kamen persönliche Schicksalsschläge und die verbotene Liebe zu einem Pater, ein ewiges Schwanken zwischen Hoffnung oder Aussichtslosigkeit.


Teresa Simon erzählt lebendig und spannend und bereits ab der ersten Seite ist der Leser mitten im Geschehen. In beiden Zeitebenen finden wir facettenreiche Charaktere, obwohl mich die Kapitel mit Nellie viel mehr fesseln konnten als die in der Gegenwart.

Wer schon öfter in Köln war oder hier lebt, der wird viele der beschriebenen Schauplätze, der bekannten Personen und kölschen Spezialitäten kennen. Mich hat es umso mehr begeistert, weil ich auch schon ein paarmal das Dufthaus 4711 und das Farina Museum besucht habe.

Während des Lesens fragte ich mich, was die beiden Handlungsstränge miteinander zu tun haben, auch wenn ich natürlich Vermutungen hatte. Heraus kommt eine beziehungsreiche Familiengeschichte, die durch alte Tagebucheinträge ergänzt, und nach und nach langsam aufgeklärt wird. Geschickt werden am Ende alle losen Fäden miteinander verflochten, sodass keine Fragen offen bleiben.

                                                           
                                                             


Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 11. Februar 2019

Rezension: `Die Fliedertochter` von Teresa Simon

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Spannender Familienroman!!


















Die Berlinerin Paulina wird von ihrer großmütterlichen Freundin Toni gebeten, eine Reise nach Wien zu unternehmen. Irgendeine ungeklärte Erbschaftssache wartet dort, doch Toni ist gesundheitlich nicht genug auf der Höhe, um zu reisen.

Für Paulina, die momentan in einer On-Off Beziehung lebt, kommt diese Abwechslung gerade recht.

In Wien wird sie liebevoll von Lena Brunner und ihrer Familie aufgenommen, denn diese hatte im Nachlass ihres Vaters ein altes Tagebuch, das für Toni bestimmt sein sollte, gefunden.

Paulina beginnt zu lesen.....
30erJahre : Die Jüdin Luzie Kühn flüchtete von Berlin nach Wien, um dort in der arischen Familie ihrer Tante die erwachsene Tochter zu spielen.
Das ist nicht so einfach, denn Luzie lebte sehr unkonventionell für die damalige Zeit. Zuerst sang sie am Theater, später wohnte sie mit einem Juden zusammen und das auch noch ohne Trauschein... Anschließend teilte sie sich die Wohnung mit einer Prostituierten. Das alles war natürlich vielen Menschen ein Dorn im Auge und als sie sich noch den Annäherungsversuchen des Nazis Wagner widersetzte, musste sie hart dafür bezahlen.
 Es ist immer wieder erschütternd zu lesen, was sich damals abgespielt hat. Unrecht und Willkür gehörten zur Tagesordnung und niemand konnte etwas dagegen unternehmen. Auch Luzies Onkel, ein angesehener Anwalt, war nicht in der Lage, sie  immer aus bedrohlichen Situationen zu befreien. Und davon gab es einige...

Paulina wird immer mehr in den Bann des Tagebuchs gezogen. Sie fühlt sich Luzie auf unerklärliche Weise nahe, und fragt sich mehrmals: Was hat das Ganze überhaupt mit Toni zu tun?

`Die Fliedertochter` ist ein spannender Familienroman mit viel historischem Hintergrund.
Die Geschichte Luzies fand ich interessanter als Paulinas und habe mich immer gefreut, wenn es weiter ging. Auch wenn ich zwischendurch erst etwas irritiert war, weil die Autorin von der Ich- Form des Tagebuchs plötzlich abweicht und von Luzie in der dritten Person erzählt. Das lockert die Geschichte aber auf und macht es so möglich, die Geschehnisse auch aus anderen Perspektiven zu schildern.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, sodass ich es in zwei Tagen ausgelesen hatte. Die beiden Geschichten werden am Ende zu einer verwoben und zwar auf eine Art und Weise, mit der ich so nicht gerechnet hatte.
Für Liebhaber von Familienromanen eine ganz klare Leseempfehlung!

                                                     

 Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Rezension: `Die Oleanderfrauen` von Teresa Simon

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Spannende Familiengeschichte!!

















Jule ist Betreiberin eines Cafés in Hamburg, außerdem hilft sie Angehörigen, etwas über ihre Ahnen herauszufinden und deren Geschichte aufzuschreiben.
Auf diesem Weg lernt sie auch Johanna kennen, die nach dem Tode ihrer Mutter einen alten Koffer, mit ihr unbekannter Babykleidung und einem Tagebuch gefunden hat. Das lässt ihr keine Ruhe und sie beauftragt Jule, mehr darüber herauszufinden.

In einem zweiten Handlungsstrang begeben wir uns in die 30er Jahre nach Hamburg. Sophie, die Tochter des Kaffeebarons Terhoven liebt Hannes, den Sohn der Köchin, was natürlich gar nicht geht. Eine offizielle Beziehung würden ihre Eltern niemals erlauben. Also trifft sie sich mit Hannes im Geheimen, bis ein schwerer Schicksalsschlag die beiden abrupt trennt. Schuld daran ist Sophies Vater.

Teresa Simon wechselt zwischen den Zeiten hin und her. Wir erleben mit Sophie die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg und dann geht es wieder ins Jahr 2016 zu Jule und Johanna, die beide fasziniert von Sophies Tagebüchern sind.

Sophie hat es nicht leicht im Leben, die fröhliche Teenagerzeit ist ziemlich schnell vorbei und sie muss schon früh ohne Hilfe der Eltern mit einem Kind zurechtkommen. Sie kann sich glücklich schätzen, dass ihr bester Freund Malte immer zu  ihr hält, er hat es als Schwuler unter Hitler ähnlich schwer.

Die Stimmung der Deutschen vor dem Krieg ist teils bedrückt, teils euphorisch. Teresa Simon gibt einen guten Einblick in die Geschichte, aber auch in den Alltag zu der Zeit. Während Sophie ängstlich dem entgegensieht, was sich zusammenbraut, ist ihr Bruder Lennie begeisterter Anhänger des Nationalsozialismus.


 `Die Oleanderfrauen` ist ein atmosphärisch dichter Roman, der mich von der erste Seite an gepackt hat. Teresa Simon überzeugt mit einem ansprechenden, flüssigen Schreibstil, gepaart mit spannender Handlung, sodass der Leser direkt in die Geschichte abtauchen kann.
Viele überraschende Wendungen lassen es nie langweilig werden, wenn auch manchmal ein paar viele Zufälle eine Rolle spielen.


Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, besonders Sophie, die viel zu schnell erwachsen werden muss, Jule, die versucht, mit ihrem Café und ihrer Schreiberei, endlich etwas Vernünftiges auf die Reihe zu kriegen und Hannes und Malte, zwei sehr gegensätzliche Typen.

Leider sind die Passagen aus der Vergangenheit teilweise im einer anderen Schrift geschrieben, die sich sehr schwer lesen lässt. Da sollte der Verlag noch einmal nachbessern, denn das kann einem schon ein bisschen die Leselust vermiesen.
Trotzdem vergebe ich gerne 5 Sterne, denn wer historische Romane mag und gleichzeitig gerne Familiengeschichten liest, ist mit `Die Oleanderfrauen` bestens bedient.






Ich danke dem Heyne Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 21. Februar 2017

Rezension: `Die Holunderschwestern` von Teresa Simon

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Lange verborgene Familiengeheimnisse !!


















Katharina ist eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben, als eines Tages unerwartet der Engländer Alex Bluebird vor ihrer Tür steht. Er übergibt ihr eine alte Kladde, in der sich die  Tagebücher ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny befinden.
Gespannt stürzt sich Katharina auf die Lektüre, die 1918 beginnt und sie sofort in ihren Bann zieht, denn das Leben ihrer Urgroßmutter schien alles andere als langweilig gewesen zu sein.
Teresa Simon schreibt in zwei Zeitebenen, wechselt immer zwischen Anfang des 20. Jahrhunderts und 2015 hin und her.
Beide Handlungsstränge fand ich spannend, wobei ich noch lieber in Fannys Leben abgetaucht bin.

Die Entwicklung des Nationalsozialismus zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg bekommt man genau mit, denn Fannys beste Freundin ist Jüdin.
Als Fanny zeitweise bei der Familie von Paul Klee, dem Maler, arbeitet, begegnen uns bekannte Namen. Dort trifft sie des Öfteren auf Rainer Maria Rilke, Bert Brecht und Oskar Maria Graf.

Katharina ist eine sympathische Protagonistin, deren Leben ziemlich durcheinander gerät, als durch die Aufzeichnungen lange verborgene Familiengeheimnisse ans Licht kommen.
Dabei befindet sie sich selbst gerade in einem Gefühlschaos, denn der nette Alex ist ihr nicht gleichgültig, doch leider ist er gebunden.



Durch die verschiedenen Zeitebenen ergibt sich eine spannende Story, die Mischung aus historischem Roman und den Geschehnissen in der  Gegenwart verleiht dem Buch die richtige Würze.
Teresa Simon ist mit `Die Holunderschwestern` wieder ein wunderbares Lesevergnügen gelungen!!









Mittwoch, 11. Januar 2017

Rezension: `Die Frauen der Rosenvilla` von Teresa Simon

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Das Richtige für gemütliche Stunden !!











Anna ist glücklich, als sie die Rosenvilla von ihrem Großvater erbt und begibt sich mit Feuereifer in die Restaurierung.
Womit sie gar nicht gerechnet hat, ist eine alte Schatulle, auf die sie  beim Graben im Garten stößt.
Darin findet sie Briefe und Tagebuchaufzeichnungen aus den letzten hundert Jahren. Beim Sortieren  bemerkt Anna, dass es sich dabei  um die Aufzeichnungen von verschiedenen Frauen handelt.
 Die Frauen, die früher hier gewohnt haben, mussten einige Schicksalsschläge erleiden und Anna erfährt beim Lesen von Familiengeheimnissen, die sie nie für möglich gehalten hätte und die ihre ganze Welt durcheinanderbringen.

Nach und nach kommt immer mehr ans Licht, auf welch tragische Weise verschiedene Familien miteinander verbunden sind.


Teresa Simon hat sich eine außergewöhnliche Familiengeschichte ausgedacht, vielschichtige Figuren geschaffen, die mir fast alle irgendwie ans Herz gewachsen sind, egal, was passiert ist.


Die Zeitsprünge haben mich nicht gestört, im Gegenteil- sie hielten die Spannung oben, denn natürlich fragt man sich, wie alles zusammenhängt und wie Anna da hineinpasst.

Teresa Simon lässt die verschiedenen Tagebuchschreiberinnen abwechselnd zu Wort kommen, sodass es sich um  mehrere Einzelschicksale handelt, die hinterher auf spannende Weise zusammengeführt werden.

Die Geschichte ist wunderschön und der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist perfekt für den Urlaub, oder wenn man einfach mal die Seele baumeln lassen möchte.








Ich danke dem Heyne Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares