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Dienstag, 22. Oktober 2013

Rezension : Drecksspiel von Martin Krist




 * * *

Drecksspiel












Lange habe ich mich auf den neuen Thriller von Martin Krist gefreut, denn `Die Mädchenwiese` war für mich ein absolutes Lese-Highlight.
Leider konnte mich `Drecksspiel` nicht so begeistern...

 Eine Frau wird in ihrem Ferienhaus überfallen, ein junges Mädchen wird entführt, eine Prostituierte wird ermordet. Es geht außerdem um Raub, Drogen, dunkle Geschäfte und etwas andere Polizeiarbeit. 
Martin Krist hat sich hier eine außergewöhnlich komplexe Story ausgedacht, allerdings mit vielen verschiedenen Handlungssträngen und Unmengen an Personen.
Durch die, leider extrem kurzen Kapitel fand ich überhaupt keinen Zugang zu den Charakteren.

Gerade wenn ich wusste, um wen es sich im Augenblick handelt, begann wieder schon der nächste Abschnitt. Der Leser wird regelrecht durch die Story gejagt..

Während der ersten 200 Seiten blieb für mich ziemlich alles im Dunkeln. Erst ab der zweiten Hälfte des Buches konnte ich endlich die Personen auseinanderhalten und  bekam so langsam einen Durchblick, um was es eigentlich genau geht. Das mag auch daran liegen, dass man bei dem rasanten Tempo, das der Autor an den Tag legt, manche Details vielleicht schlichtweg überliest.

Die vielen Handlungsstränge lassen zuerst keinerlei Zusammenhänge erkennen, doch das muss man ihm lassen: Martin Krist hat alles perfekt ausgetüftelt, sodass zum Schluss  alle Fäden zusammenführen. 
Das gefiel mir wieder gut, auch Ex-Polizist David wurde im Laufe der Story immer sympathischer.
`Drecksspiel` ist übrigens der Auftakt einer Reihe mit David Gross.
 
 Allerdings hat mir etwas mehr Ruhe gefehlt, sodass man nicht ewig abrupt aus der Story gerissen wird, weil schon wieder ein neues Kapitel mit anderen Personen anfängt. Obwohl es später  spannender wurde, ist bei mir der Funke nicht wirklich übergesprungen.

Fazit: Eine genial ausgedachte Story, doch die Umsetzung konnte mich nicht richtig fesseln.



Ich danke Martin Krist  und dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.





Sonntag, 18. August 2013

Rezension : Wut von Martin Krist



* * * *


Morde in der 
"Berliner Unterwelt"!!!













Der junge Leif Nehring wird zu Sozialstunden verurteilt, weil er beim Drogenkauf erwischt wurde.  Eigentlich waren die Drogen für seine Freundin, die aber keinerlei Anstalten macht, ihn zu entlasten.


Leif wird zu Sozialstunden verdonnert, und zwar soll er bei einer Sozialstation helfen, die Berliner Obdachlose betreuen. Was er bis dahin noch nicht wusste, in den Kanälen und unterirdischen Gängen leben Unmengen an Menschen. Man kann fast sagen, unter Berlin existiert noch eine andere Welt.
Das ist eine interessante Geschichte, im Anhang gibt es auch jede Menge Material über die Berliner Unterwelt, passend zur Story, sehr lesenswert..

Schon am ersten Tag seiner Tätigkeit bekommt Leif einen Mord hautnah mit, aber er meldet ihn nicht und wird somit selbst zum Verdächtigen. Als kurz darauf weitere Morde passieren, wird er direkt auch dafür verantwortlich gemacht.

Zu Beginn fand ich Leif völlig verpeilt, für ihn gibt es nur Party und Vergnügen, aber im Laufe des Buches hat er  doch meine Sympathie gewonnen.. Ganz im Gegensatz zu Paul Kalkbrenner, dem leitenden Ermittler. Mit ihm konnte ich nicht richtig warm werden.
Seine Mutter hat er aus Bequemlichkeit ins Heim abgeschoben, seine Ehe geht gerade den Bach runter und er befindet sich auf dem besten Weg, auch noch seine Tochter zu verlieren. Doch irgendwie scheint ihn das alles nicht zu berühren, denn nur seine Arbeit ist ihm wichtig. Erst zum Ende hin fand ich ihn etwas menschlicher...
Natürlich ist es auch eine Wahnsinnsaufgabe, mehrere Morde aufzuklären, während die Öffentlichkeit so wenig wie möglich davon mitbekommen soll. Denn zur gleichen Zeit tagt in Berlin ein Riesen-Klimagipfel und da möchte niemand etwas von Mord hören.

Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, in denen verschiedene Personen aus ihrer Sicht berichten. Zuerst sind einem die Zusammenhänge auch überhaupt nicht klar, aber nach und nach fügt sich alles zusammen und ergibt einen Sinn.
Die Kapitel sind kurz und spannend und enden oft mit einem Cliffhanger. Die Idee, die Story in den Berliner Untergrund zu verlegen ist genial..
Trotzdem hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, denn so blieben bei mir noch ein paar offene Fragen zurück..
Ganz so spannend wie `Die Mädchenwiese` fand ich `Wut` nicht, doch das bedeutet ja nur, dass der Autor sich gesteigert hat im Laufe der Jahre, denn Wut war sein erster Krimi.
Aber der Schreibstil ist flüssig, das Buch läßt sich sehr gut lesen und hat volle 4 Punkte verdient.
Nun freue ich mich auf Martin Krists neuen Roman, "Drecksspiel", der im Oktober 2013 erscheinen wird.


                                



Samstag, 1. Dezember 2012

Adventskalender Türchen 1



    
           Mein Adventskalender-Gewinnspiel

Ab heute wird bis Weihnachten jeden Tag ein Türchen           geöffnet, hinter dem sich immer ein Buch versteckt..






Ich habe die Bücher, soweit ich die Möglichkeit bekam, danach ausgewählt, ob sie mir gefallen. Also habe ich sie entweder schon gelesen oder sie stehen auf meinem Wunschzettel.
Es werden Krimis dabei sein, historische Romane und auch mal etwas zum Nachdenken.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal den Verlagen danken, die sich bereit erklärt haben, ein Buch beizusteuern.
Ganz positive Erfahrungen habe ich auch mit den Autoren gemacht, die ein Buch gesponsert haben und dann noch signieren mußten :-)

Und so geht es :  
Wenn euch das Buch des Tages interessiert und ihr es gerne gewinnen möchtet, schickt mir doch bis Mitternacht eine email:  
die_rezensentin@yahoo.de   Betreff : Adventskalender Tag X

Es wird ab sofort eine Extra-Seite geben, sodaß man immer direkt auf den Adventskalender zugreifen kann. Die Gewinner werden im Laufe des nächsten Vormittags ausgelost..
Es wäre schön, wenn ihr Leser meines Blogs seid oder werdet;   über ein "Gefällt mir" auf meiner Facebookseite freue ich mich natürlich  auch..

Die Teilnahmebedingungen :
Ihr solltet über 18 Jahre alt sein; ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Die Auslosung des Gewinners erfolgt über random.org.und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.




                      Aber nun geht es endlich los !!!
                    
                         Das erste Türchen wird geöffnet !!!




          Und heute versteckt sich dahinter.....


           EIN SIGNIERTES EXEMPLAR VON :




 
                          


Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.


Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller.





Hier gelangt ihr zu meiner Rezension  Die Mädchenwiese



Dem Autor Martin Krist ist hier ein richtig guter Thriller gelungen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat .. Das war Nervenkitzel pur !!!

Ich danke Martin Krist , der sich sofort bereit erklärt hat, meinen Adventskalender mit einem signierten Buch zu unterstützen.






UND JETZT WÜNSCHE ICH EUCH VIEL GLÜCK !!


Donnerstag, 8. November 2012

Rezension : Die Mädchenwiese von Martin Krist




* * * * *
Gänsehaut - Garantie !! 







"Die Mädchenwiese" hatte ich mir vor einiger Zeit mal ohne große Erwartungen auf den Kindle geladen, weil das eBook sehr günstig angeboten wurde...
Jetzt habe ich es morgens angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören, bis ich es abends beendet hatte..

Schon der Prolog hat mich direkt gefesselt und macht auf jeden Fall Lust, weiterzulesen.
Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, aber es ist trotzdem sehr übersichtlich und flüssig zu lesen.
 Hauptsächlich geht es um Laura, deren 16 jährige Tochter Lisa verschwunden ist und um den 8 jährigen Sohn Sam.
Zeitgleich bekommt der ehemalige Polizist Alex, der im gleichen Ort eine Kneipe betreibt, sehr mysteriöse Nachrichten von seinem angeblich leiblichen Vater .
Dann schaltet der Autor viele Jahre zurück zu einem jungen Mädchen, das liebevoll und behütet bei ihren Eltern aufwächst. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ihr Vater stirbt.....Ab da ändert sich alles..

Martin Krist versteht es geschickt, den Leser im Dunklen tappen zu lassen, was die Geschehnisse von früher mit dem Verschwinden Lisas zu tun haben könnten.

Immer wieder blendet er in die Vergangenheit zurück zu dem jungen Mädchen und irgendwann wird dem Leser klar, welche Verbindungen zur heutigen Zeit bestehen.

Die Charaktere sind aus dem Leben gegriffen; zuerst die überforderte Laura, die nach dem Auszug des Ehemannes noch unter Trennungsschmerz leidet. Plötzlich muss sie dazu  den neuen Job, Kinder und Haus unter einen Hut bringen.

Die Kinder Lisa und Sam fühlen sich unverstanden und niemand hat Zeit, sich mit ihnen zu beschäftigen.

Der Onkel, der seine Hilfe anbietet, aber im Prinzip nur seine eigene Meinung gelten läßt; der ehemalige Polizist Alex, der versucht, nach seiner Alkoholsucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Doch die Vergangenheit scheint ihn einzuholen, denn es beginnt das Gleiche wie vor drei Jahren.... Junge Mädchen verschwinden und er ahnt, wer dafür verantwortlich ist.

Zu guter Letzt noch die verwirrte alte Berta, die von den Kindern im Dorf geärgert wird, aber die  niemand wirklich für voll nimmt.

Der Schreibstil des Autors hat mich begeistert; er ist  nicht zu blutrünstig und trotzdem hatte ich die ganze Zeit Gänsehautfeeling.

Am Ende der Kapitel gibts meist einen Cliffhanger, durch den man quasi gezwungen wird, weiterzulesen.
Beim überraschenden Schluß erscheint mir jedoch eine Sache nicht ganz schlüssig, aber das tut der Spannung keinen Abbruch.

Dem Autor Martin Krist ist da ein richtig guter Thriller gelungen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat .. Das war Nervenkitzel pur !!!