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Montag, 15. September 2025

Rezension: `Himmelerdenblau` von Romy Hausmann

 

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Kommt leider nicht an die Vorgänger heran!

















Ich habe Romy Hausmanns Thriller bisher verschlungen. `Liebeskind`, `Martha schläft` und `Perfect day` waren alle top! Umso größer war meine Vorfreude auf `Himmelerdenblau.` Doch diesmal hat es bei mir einfach nicht gezündet.

Vor zwanzig Jahren wurde die 16-jährige Julie entführt. Nun nehmen sich die beiden Podcaster Liv und Phil des Falls an. Sie wollen herausfinden, was damals wirklich passiert ist und ob Julie vielleicht noch lebt. Dazu überreden sie Julies Vater, Theo Novak, zu einem Interview. Die Mutter ist inzwischen verstorben, und Theo leidet an schwerer Demenz. Er bringt vieles durcheinander und hat schon im normalen Alltag Probleme, etwa bei der Wahl seiner Kleidung oder beim Essen.

Der Thriller zieht sich, die Perspektivwechsel machen es nicht spannender und als Leser weiß man oft nicht, was Realität ist und was sich nur in der Fantasie der Charaktere abspielt. Manche Handlungen erschienen mir völlig unlogisch. Theo Novaks Demenzerkrankung steht stark im Vordergrund, für meinen Geschmack zu sehr, zumindest in einem Thriller. Zwar gab es auch spannende Szenen, aber insgesamt war ich eher enttäuscht. Auch das Ende konnte mich nicht so überzeugen.
Romy Hausmann hat meinen Geschmack diesmal leider nicht getroffen.


                                           



Dienstag, 11. Januar 2022

Rezension: `Perfect Day` von Romy Hausmann

 

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 Perfect Day!!
















Anns glückliches Familienleben endet jäh, als ihr Vater festgenommen wird, weil er angeblich der `Schleifenmörder` sein soll. Ihm wird vorgeworfen, seit 14 Jahren mindestens zehn Mädchen ermordet zu haben.
Im Gefängnis schweigt er, doch Ann ist von seiner Unschuld überzeugt und versucht mit allen Mitteln den wahren Täter zu finden.
Die Freunde haben sich von ihr abgewandt, doch bei ihrer Suche bekommt Ann unerwartete Hilfe von einem Reporter. Er wittert eine große Schlagzeile, aber sie haben das gleiche Ziel, und nicht nur einmal gerät Ann in Lebensgefahr. Sie will nicht aufgeben, bis sie herausgefunden hat, wer die Mädchen umgebracht hat.

Mit Rückblenden in die Vergangenheit bringt die Autorin uns Ann und ihren Vater nahe. Die beiden haben ein extrem enges und liebevolles Verhältnis und man kann verstehen, dass Ann keine Sekunde an die Verdächtigungen glaubt. 

 Die meiste Zeit wird das Geschehen aus Anns Sicht erzählt, aber in verschiedenen Kapiteln geht es um ein Interview mit dem wahren Mörder, andere haben die Überschrift `Wir` und alles zusammen gibt dem Leser Rätsel auf. 

Mich hat `Perfect Day` wieder ab der ersten Seite gepackt. Ich habe bei Anns Recherchen mit gefiebert, aber auch mitgelitten, wenn Ann so verzweifelt war.
 Romy Hausmann versteht es einfach, einen Plot so aufzubauen, dass der Leser total verwirrt wird. Ist der Vater schuldig oder unschuldig? Warum schweigt er? Welche beiden Personen sprechen bei dem Interview mit dem Mörder zusammen? Wer ist das `Prinzesschen` in den Kapiteln `Wir`? Das sind alles Fragen, die man sich ununterbrochen stellt und bis zum Schluss auf die Auflösung warten muss. Erst dann werden alle losen Enden miteinander verknüpft.

Auch wenn ziemlich viele Zufälle passieren, was es manchmal etwas unrealistisch macht, tat das der Spannung keinen Abbruch. Romy Hausmann konnte mich mit `Perfect Day` wieder voll überzeugen!


                                                   





Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Rezension: `Identität 1142` von Sebastian Fitzek


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Spannende Kurzkrimis!









Sebastian Fitzek hat gerufen und alle sind gekommen!!

Während der Corona Quarantäne rief Sebastian Fitzek zu einem Schreibwettbewerb auf und herausgekommen ist dieses Buch mit 23 Kurzkrimis. 

Ich bin nicht der große Fan von Kurzgeschichten, aber manchmal hat man so Phasen, da möchte man zwar lesen, aber sich nicht auf ein dickes Buch einlassen. Für solche Zeiten sind Kurzgeschichten ideal!

Die Teilnehmer einigten sich auf fünf Parameter, die berücksichtigt werden sollten.

`Identität, Handy, dunkles Geheimnis, Rache, Leiden!`

Namhafte Autoren, gemischt mit noch unbekannten Schreibern, haben ihre Geschichten eingesandt. Um nur einige zu nennen: Charlotte Link, Romy Hausmann, Michael Tsokos, Ursula Poznanski und natürlich der Meister persönlich. Sebastian Fitzeks Geschichte steht als Highlight zum Schluss. Obwohl mir diesmal einige der anderen Krimis besser gefielen.

Die Stories lassen sich flüssig lesen, manche sind sehr spannend, andere ganz okay. Das Gute an Kurzgeschichten ist, wenn einen die Geschichte nicht packt, blättert man einfach weiter zur nächsten.

Ich fand die Idee klasse, weil auch unbekannte Autoren hier die Chance bekommen, ihre Krimis einem breiten Publikum vorzustellen.

 Die gesamten Einnahmen aus diesem Buch kommen dem Buchhandel zugute.                                                


 

Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 8. Mai 2020

Rezension: `Marta schläft` von Romy Hausmann




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Spannend mit Gänsehautfeeling !!!











Nach schockierenden Ereignissen in ihrer Familie endet Nadjas Kindheit abrupt, als sie wegen Mordes zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird.

Nadja ist heute eine graue Maus und anscheinend für manche Menschen das perfekte Opfer. Als sie von einer alten Freundin gebeten wird, zu helfen, einen Mord zu vertuschen, macht sie das, doch es kommt alles anders, als sie denkt.
Jemand hat ein bizarres Spiel für sie vorbereitet: Wir spielen Gericht!


Romy Hausmann hat mich nach `Liebeskind` auch mit ihrem zweiten Thriller begeistern können.
Ihr Schreibstil gefällt mir sehr und ich hatte auch keinerlei Schwierigkeiten, gut in die Story hineinzukommen. Sie schreibt in kurzen Kapiteln, jedoch zeigen die Überschriften immer an, wo wir uns befinden, sodass ich es nicht verwirrend fand. Ich habe am Anfang Nelly und Nadja mal verwechselt, aber das war es auch schon.

Die Geschichte selbst ist außergewöhnlich und ereignisreich und immer neue Ver- und Entwicklungen halten den Spannungsbogen dauerhaft oben.
Ich hatte öfter einen Verdacht, aber nichts davon hat sich bestätigt, was das Ganze natürlich noch  nervenzerreißender macht.
Des Öfteren überkam mich eine Gänsehaut beim Lesen und das ist ja auch das, was einen guten Psychothriller ausmacht.
Obwohl manche Nebenhandlungen fast überflüssig sind, weil sie nicht unbedingt mit der Geschichte zu tun haben, machen sie doch neugierig und lassen sich gut lesen.

Raffiniert werden die einzelnen  Geschehnisse am Ende zu einem großen Ganzen verknüpft und es bleiben keinerlei Fragen mehr offen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für `Marta schläft!!!`












Ich danke dem DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.



















Sonntag, 29. September 2019

Lesung: Romy Hausmann liest aus Liebeskind- Köln 24.09.19 - Crime Cologne




©A.Lunau





©A.Lunau






Auf die Lesung mit Romy 
Hausmann habe ich mich sehr gefreut, weil auch Prof. Dr. Markus Rothschild, der Leiter der Rechtsmedizin Köln, dabei war. Ich habe ihn ja schon mehrmals erlebt und finde es immer interessant und spannend, wenn er ein wenig aus der Arbeit in der Rechtsmedizin erzählt. Dass er sehr humorvoll ist, konnte ich auch schon feststellen.



Die Lesung zu `Liebeskind` fand in der Rechtsmedizin der Uniklinik Köln statt, die genau am historischen Melatenfriedhof liegt.
©A.Lunau



Moderiert wurde sie im Rahmen der Crime Cologne von Mike Altwicker, der sehr witzig durch den Abend führte. Romy hatte noch vor wenigen Tagen den Crime Cologne Award 2019 erhalten!

 Die Autorin ist absolut sympathisch, lacht gerne und viel und insgesamt war der Abend sehr lustig.
©A.Lunau




©A.Lunau
Romy las mehrere Stellen aus ihrem Thriller und es machte extrem Spaß, ihr zuzuhören. Das Publikum war so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Location ist ja immer etwas Besonderes, vor allem, als gesagt wurde, dass genau hinter dem Hörsaal der Sektionsraum sei.

Zwischendurch beantwortete sie die Fragen des Moderators: wo sie schreibt, wann sie schreibt und ob es bald ein neues Buch geben wird. Das bejahte sie, im Frühjahr erscheint ihr neuer Thriller, der etwas mit Schuld zu tun hat, mehr hat sie leider nicht durchblicken lassen.


Professor Rothschild gab einige Einblicke in die Arbeit eines Rechtsmediziners, erklärte wie eine DNA Untersuchung durchgeführt wird, wie man  auf einem Foto erkennen kann, ob ein Mensch tot ist und viele andere Details. Lustig war, als er erzählte, dass seine Frau ihn manchmal fragt, wieviel sie von welchen Tabletten nehmen darf und er ihr nur sagen kann, wie hoch die tödliche Dosis sei.  😂😂😂 Sein Auftritt war für mich etwas zu kurz. er hätte gerne noch länger erzählen dürfen.
©A.Lunau
Als der Moderator zum Schluss die Tischdecke anhob und meinte, Romy hätte die ganze Zeit auf einem Original Leichentuch gelesen, grölte das Publikum.


©A.Lunau
Ein toller, unterhaltsamer Abend mit einer charmanten, liebenswerten Autorin, einem gut vorbereiteten Moderator und einem supernetten Professor Rothschild.




©A.Lunau













Mittwoch, 27. Februar 2019

Rezension: `Liebes Kind` von Romy Hausmann

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WOW! Was für ein Pageturner!!!!


















Wer ist die Frau, die nach einem Verkehrsunfall in die Klinik eingeliefert wird und von sich behauptet, sie hieße Lena? Handelt es sich wirklich um die seit vielen Jahren vermisste Lena Berg? Und wieso verhält sich ihre kleine Tochter Hannah so merkwürdig?

In Rückblenden erfahren wir, was sich vorher abgespielt hat. In einer Hütte im Wald leben zwei Kinder mit ihrer Mutter, der Vater kommt nur abends öfter vorbei und sieht nach dem Rechten. "Wer seine Kinder liebt, schließt sie ein und beschützt sie so vor Gefahren von außen." Das wissen Hannah und ihr Bruder Jonathan, denn sie kennen ihr Leben lang nichts anderes als die Hütte. Für die nötige Luftzufuhr sorgt ein Zirkulationsapparat, den der liebende Vater besorgt hat.

Alles ändert sich, als die Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird und ins Krankenhaus kommt. Wer ist die Frau wirklich, die die Kinder Mama nennen?
Nach und nach gelangen Einzelheiten ans Tageslicht, die einen erschüttern. In verschiedenen Handlungssträngen kommen die Personen in der der Ich- Form zu Wort und erzählen aus ihrer Sicht. Wenn man nicht inzwischen aus den Medien wüsste, dass es so etwas wirklich gibt, hätte ich gesagt, die Autorin hat zu viel Fantasie. Aber leider kann es genauso passiert sein, was das Ganze zu einem schockierenden Psychothriller macht.

Als Vielleserin bin ja gar nicht so leicht zu beeindrucken, aber `Liebes Kind` hat es geschafft, dass ich mir mal wieder eine Nacht um die Ohren gehauen habe, weil es mich so gefesselt hat.

Spannend, mitreißend, dramatisch, ergreifend, hier trifft alles zu. Romy Hausmann hat einen Hammer- Thriller geschrieben, einen wahren Pageturner!!!
Absolute Leseempfehlung !!!