Dienstag, 21. Juni 2022

Rezension: `Winterschwestern` von Kristin Hannah

 


 * * * *

Bin hin- und hergerissen...









Vorab möchte ich erwähnen, dass dieses Buch schon früher unter dem Titel `Ein Garten im Winter` erschienen ist.

 Die Schwester Meredith und Nina sind erschüttert über den plötzlichen Tod des Vaters. Kurz vorher mussten sie ihm noch versprechen, sich immer um die 81jährige Mutter zu kümmern. Das fällt ihnen allerdings nicht so leicht, denn Anja Whitson ist eine kalte, herzlose Person, die ihren Kindern nie Liebe entgegengebracht hat. Der Vater versuchte das ein Leben lang auszugleichen, aber nun ist er tot.

Die Mutter hat nie über ihre Vergangenheit gesprochen, die Mädchen wissen nur, dass sie aus Russland kommt. Anja flüchtet sich lieber in ihre russische Märchen. Davon hat sie den Kindern oft erzählt, aber nie erfuhren sie das Ende.


Kristin Hannah hat mich bisher mit allen Büchern packen können, doch `Winterschwestern` war nicht ganz das, was ich von ihr erwartete.

Ihr Erzählstil ist wie immer gut, aber die Geschichte insgesamt konnte mich nicht so fesseln. Ich habe wenig Verständnis für das Verhalten dieser kaltherzigen und undankbaren Frau gehabt. Egal, was passiert ist und was sie erlebt hat, es gibt keinen Grund, die eigenen Kinder so zu behandeln. Noch schlimmer und unrealistischer fand ich, wie sie sich nach dem Tod des Vaters veränderte.


In einer anderen Zeitebene geht es zu einer russischen Familie in die Zeit des zweiten Weltkriegs nach Leningrad. Was für eine schreckliche Kälte und Hungersnot die Menschen erleben mussten. Manchmal hatten die Kinder nur Sägespäne und Erde zu essen, um zu überleben. Alle Möbel wurden verfeuert, sodass man zum Schluss zu mehreren Personen im Bett schlafen musste und weder Stuhl noch Tisch besaß. Ich hatte die ausgemergelten Kinder, die kaum noch Kraft hatten, bildhaft vor Augen. Diese Kapitel haben mir wieder sehr gut gefallen, weil alles sehr authentisch dargestellt wurde.

Und endlich erfahren die Mädchen und auch die Leser den Grund für Anjas Verhalten. Leider wurde die Geschichte zum Ende hin nochmal ziemlich unrealistisch und richtig kitschig.

Ich bin ein bisschen gespalten, was die Bewertung angeht. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, habe mich aber für 4 entschieden, weil es nicht das Buch war, sondern eigentlich nur die Mutter, die mich genervt hat.


                                                      


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 15. Juni 2022

Rezension: `Das Letzte, was Du hörst` von Andreas Winkelmann

                                                         
  


Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog um einen kleinen Jungen, der fürchterliche Angst vor dem Monster unter seinem Bett hat. Bis ihm plötzlich klar wird, dass das Monster gar nicht unter dem Bett ist. Es steht gerade davor!

Kommissarin Carola Barreis reicht es. Sowieso schon überlastet, hat sie plötzlich mehrere Mordfälle zu bearbeiten. 

Sie ermittelt im Umkreis der Todesopfer, und alle Spuren führen zum Podcast `Hörgefühlt.` 

Der Betreiber des Podcasts ist der Mental Coach Marc Maria Hagen, der etliche Fans hat. Besonders die Damen lieben seine einfühlsame Stimme und seine Tipps für ein besseres Leben.

Roya Mayer ist Journalistin und recherchiert schon seit geraumer Zeit über den Betreiber von `Hörgefühlt` und will herausbekommen, was sich hinter den Kulissen abspielt.

Die Story wird von unterschiedlichen Personen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Andreas Winkelmann hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, versteht es ab der ersten Seite Spannung aufzubauen und durchweg oben zu halten. Ich habe den Thriller in zwei Abenden ausgelesen, weil ich ihn schlecht zur Seite legen konnte. Trotzdem vergebe ich nur 4 Sterne, denn ich fand die Story manchmal doch arg an den Haaren herbeigezogen. Was aber der Spannung überhaupt keinen Abbruch tat. `Das Letzte, was Du hörst` war wieder ein packender Thriller und ein Lesevergnügen!


                                                             






Ich danke dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 7. Juni 2022

Rezension: `Morgen werden wir glücklich sein` von Lea Korte

 

* * * * *

Drei außergewöhnliche Frauen!









Paris, 1940. Die drei Freundinnen Marie, Geneviève und Amiel nennen sich `Die Unzertrennlichen.` Nichts und niemand soll sich je zwischen sie drängen. Doch das Leben stellt ihre Freundschaft auf eine sehr harte Probe.


Lea Korte hat drei komplett unterschiedliche Frauen beschrieben, jedoch ist jede auf ihre Art außergewöhnlich. 

Marie schließt sich der Résistance an, einer Widerstandsbewegung, Amiel ist Jüdin, möchte aber nicht fliehen, sondern als Ärztin helfen. Nur Geneviève will einfach ihr Leben als Musikerin weiterleben. Doch gerade sie wächst über sich hinaus und bringt im Stillen große Opfer für ihre Freundinnen.

Im Buch finden wir zwei Zeitebenen. In der Gegenwart treffen sich Maries und  Genevièves Enkelinnen, die andere Handlung spielt in Paris zwischen 1940-1945.

Lea Korte lässt den Leser den Krieg aus Sicht der Franzosen betrachten und hat somit einen interessanten Blick auf die andere Seite gegeben. Auch wenn der Anfang etwas schleppend begann, geht es ab dem Einmarsch der Deutschen in Paris Schlag auf Schlag. Vieles passiert und das Leben der drei Freudinnen ändert sich radikal.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, vor allem die Kapitel aus der Vergangenheit konnten mich fesseln. Lea Korte hat einen einfühlsamen und berührenden Schreibstil, und durch ihre bildhaften Beschreibungen hatte ich die Frauen und viele der Handlungsstätten immer vor Augen. Durch häufigen Wechsel der Perspektiven bekommt der Leser die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und kann sich eine eigene Meinung bilden. Da man alle Seiten kennt, wirkt der Verrat, der geschieht, noch viel schwerer. 

Eine ganz klare Leseempfehlung für `Morgen werden wir glücklich sein.`


                                               




Sonntag, 29. Mai 2022

Rezension: ` Kellergrab` von Paul Cleave

   

 * * * * *

WOW!!!! Gänsehaut- Garantie!!!









Ich liebe die Thriller von Paul Cleave und auch `Kellergrab` ist wieder ein Hammerbuch. Der siebenjährige Zach ist nachts aus dem Elternhaus verschwunden. Zuerst nimmt man an, er sei weggelaufen, doch dann verdichten sich die Beweise, dass er entführt wurde.

Schon nach kurzer Zeit haben die Ermittler sich komplett auf die Eltern Cameron und Lisa Murdoch eingeschossen. Dadurch, dass sie als Thriller Autoren über ähnliche Dinge in ihren Büchern schreiben, sind sie für die Polizei verdächtig.

Paul Cleave hat genau beschrieben, wie grausam die Menschen sein können, und wie schnell sich durch einen Aufruf in den sozialen Netzwerken ein Mob zusammenfindet. Der bloße Verdacht reicht aus, um das, bisher völlig unbescholtene, Ehepaar zu verdammen. Es beginnt eine Hetzjagd auf die beiden, bei der Lisa Murdoch einen schweren Unfall erleidet.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht Cameron Murdochs oder von Detektive Rebecca Kent erzählt.

Bei der Hälfte des Buches war der Fall eigentlich gelöst und ich habe überlegt, was jetzt noch kommen könnte. WOW! Ab da ging es erst mal richtig los!!! Nach Lisas Unfall und dem Tod des mutmaßlichen Täters ist für Cameron klar: Einige Leute müssen sterben!


 Paul Cleave verwirrt den Leser zunehmend. Wer ist gut, wer ist böse? Das herauszufinden ist gar nicht einfach, denn man wird immer wieder aufs Neue überrascht.

Der Anfang verlief etwas gemächlich, aber dann hat mich die Story total in ihren Bann gezogen, und ich habe fast die Nacht durchgelesen. Es hat sich gelohnt!

Ich bin total begeistert von `Kellergrab`, das ist wieder mal ein Psychothriller mit Gänsehautgarantie.

                                                 


 Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Freitag, 27. Mai 2022

Rezension: `Akte Nordsee- Am dunklen Wasser : Eva Almstädt

 

* * * * *

Neue Reihe mit sympathischem Ermittlerduo!!









Die Anwältin Fentje Jacobsen glaubt nicht, dass ihr Mandant seine Freundin, eine Lehrerin, ermordet hat, doch wie will sie das beweisen, wenn alles gegen ihn spricht? Unerwartete Hilfe bekommt sie von dem Journalisten Niklas, auch wenn er ihr zuerst sehr unsympathisch ist. Doch beide haben festgestellt, dass die Polizei nicht  wirklich ermittelt, da für sie der Täter bereits feststeht, und so ist es besser, sich zusammen zu tun. Fentje kämpft für ihren Mandanten, Niklas für eine Zeitungsschlagzeile.


Eva Almstädt hat mit Fentje und Niklas ein neues Ermittlerduo geschaffen, von dem wir hoffentlich noch einiges zu lesen bekommen.

Was die beiden bei ihrer persönlichen Recherche herausfinden, ist allerdings wie ein Stich in ein Wespennest.

Es beginnt mit dem Mord an der Lehrerin und weitet sich immer mehr zu einem extrem komplexen Fall aus.

Wo sind die verschwundenen Schülerinnen, was passierte dem Pastor?  War Claras lange zurückliegender Badeunfall wirklich ein Unfall? Wie hängt das alles zusammen? Was erzählen die alten verwitterten  Grabsteine für eine Geschichte und was findet man in den Kirchenbüchern so Spannendes?

Fentje ist eine sehr sympathische Anwältin, die sich nebenher noch um den Hof ihrer Großeltern kümmert und vor der Arbeit Schafe melkt. Aber auch Niklas habe ich im Laufe der Geschichte liebgewonnen.

Der erste Fall der beiden ist überhaupt nicht vorhersehbar und die Autorin schafft es, den Spannungsbogen durch unzählige Wendungen  hoch zu halten und den Leser dauernd auf neue falsche Fährten zu locken.

Das war ein feiner Krimi ganz nach meinem Geschmack, und ich gebe gerne eine Leseempfehlung!


                                                     




 Ich danke Netgalley.de  und dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 25. Mai 2022

Gewinnspiel!!!!!!!

 Habt Ihr mal wieder Lust auf ein Gewinnspiel?????? 😀

Am 26.05.2022 erscheint der neue historische Roman von Lea Korte. Ihr könnt eins von zwei Büchern mit signierter doppelseitiger Autogrammkarte gewinnen!!! Und dazu gibt es noch ein Lesezeichen!!! Das hört sich doch super an, oder???



Worum geht es im Buch?

Historischer Roman über starke Frauen während der deutschen Besatzung in Paris – für alle LeserInnen von Bettina Storks und Claire Winter

Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen miteinander befreundet. Als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht zur Résistance, um ihre jüdischen Schüler vor den Nazis zu retten. Ärztin Amiel unterstützt sie, obwohl sie selbst Jüdin ist. Die Sängerin Geneviève wiederum lässt sich mit den Deutschen ein, um weiter auf der Bühne stehen zu können. Für Marie ist dies ein verheerender Verrat und sie wendet sich von der Freundin ab, die bisher ›alles‹ für sie war. Als Geneviève sie am meisten braucht, verweigert Marie ihr die Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus ...


Wenn Ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, guckt doch mal auf ihre Homepage KLICK


Was müsst Ihr tun, um eins der begehrten Bücher zu gewinnen??


1.Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like 👍


2.Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 


3.Ihr müsst in Deutschland wohnen und mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 02.06.2022 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!

Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.



Dienstag, 24. Mai 2022

Rezension: `Für immer deine Tochter` von Hera Lind


* *
Konnte mich nicht begeistern!










 Ich mochte die Tatsachenromane von Hera Lind bisher ganz gerne, aber bei `Für immer deine Tochter` hatte ich den Eindruck, sie hätte ihn mal eben so hingeschrieben. Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen, zumal einige Dinge schlecht recherchiert wurden. Dass die Protagonistin im Jahre 2004 schon mit Gendersternchen arbeitet, fand ich auch völlig unrealistisch. Ich habe das Buch abgebrochen, es konnte mich einfach nicht begeistern.

                                              


Ich danke dem Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 23. Mai 2022

Rezension: `Die Töchter der Speicherstadt- Der Geschmack von Freiheit` von Anja Marschall

 

* * * * *

Spannende Fortsetzung!!









Im zweiten Band der Speicherstadt-Saga geht es nicht mehr nur um Maria, sondern inzwischen ist ihre Tochter Cläre erwachsen.

Die junge Frau möchte gern studieren, doch das ist 1929 fast ausgeschlossen, was ihrem Verlobten Hubert gelegen kommt, denn dieser Wunsch ist ihm ein Dorn im Auge. 

Durch Zufall lernt Cläre den Journalisten Fritz kennen, der so ganz anders als der steife Hubert ist und verliebt sich in ihn. Als sie feststellt, dass sie ein Kind erwartet, stellt das ihre ganze bisherige Lebensplanung auf den Kopf. 

Zwischenzeitlich haben die Nationalsozialisten die Wahl gewonnen, und nachdem der Krieg ausbricht, folgt eine leidvolle und kummerreiche Zeit für das deutsche Volk.

Als ihre Mutter Maria dringend in Brasilien auf der Kaffeefarm  gebraucht wird, stellt Cläre sich mutig den Herausforderungen, die nun auf sie zukommen. Sie ist eine toughe Frau, und genau wie ihre Mutter hat sie zusätzlichen zu allen anderen, auch noch mit Problemen in der eigenen Familie zu kämpfen.

Mit dem zweiten Band der Speicherstadt Saga verwöhnt Anja Marschall die Leser wieder mit einem spannenden historischen Schmöker und inzwischen liebgewonnenen Personen.

Cläre ist eine sympathische Protagonistin, aber auch die anderen Charaktere sind sehr interessant. Diesmal beginnt die Geschichte 1929 und schießt mit dem Ende des zweiten Weltkrieges ab.

Da zum Schluss noch einige Fragen offenbleiben, freue ich  mich schon sehr auf den dritten Band, der im Juli`22 erscheint.

Ganz klare Leseempfehlung für `Die Töchter der Speicherstadt`, wobei man ruhig mit dem ersten Band beginnen sollte, damit einem das Lesevergnügen nicht entgeht.








Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Samstag, 21. Mai 2022

Rezension: `Schwabenschatten` von Jochen Bender

 

* * * *

Krimi mit historischem Hintergrund!!









Auf dem Hoppenlaufriedhof wird ein getöteter Afrikaner gefunden. Das blutige Zeichen am Tatort deutet auf ein rassistisches Motiv hin, doch Kommissar Neven Rohlfing ist noch nicht überzeugt. Er vermutet, es könnte auch mit der Ausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte in Afrika, die gerade im Völkerkundemuseum stattfindet, zusammenhängen.

Die Ermittlungen gestalten sich nicht ganz einfach und so übernimmt das BKA. Mit dem Leiter der Ermittlungen ist Neven schon einmal aneinandergeraten, was nun dazu führt, dass Neven aus fadenscheinigen Gründen vom Fall abgezogen wird. Inoffiziell recherchiert er aber weiter, was zusätzlichen Ärger mit seiner Chefin verursacht.

In Rückblenden springt der Autor in die Zeit der Kolonialkriege im  heutigen Namibia, wohin es den Sohn eines Weinhändlers verschlagen hat. Was das zu bedeuten hat und vielleicht mit dem Mordopfer zu tun hat, erfährt der Leser erst im Laufe der Geschichte.

Ich kannte den Autor bisher nicht, aber `Schwabenschatten` hat mir gut gefallen, auch wenn hin und wieder manches für mich etwas zu übertrieben dargestellt wurde. Aber die Story ist spannend und sehr komplex und der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen. Abgerundet wird es durch interessante und facettenreiche Charaktere.

`Schwabenschatten` ist sicher nicht das letzte Buch gewesen, das ich von Jochen Bender gelesen habe.




Samstag, 14. Mai 2022

Rezension: `Der Verdächtige` von John Grisham

 

* * * * *
Endlich wieder ein Justizkrimi!!










Lacy Stoltz hat als Anwältin bei der Gerichtsaufsichtsbehörde schon einiges erlebt, doch ihr neuester Fall ist bisher einzigartig. Einem Richter wird vorgeworfen, ein Serienkiller zu sein, und Jeri Crosby, selbst Tochter eines der Opfer, hat jede Menge Anhaltspunkte dafür. Doch um einen ehrenwerten Richter des Mordes zu überführen, muss erst nach handfesten Beweisen gesucht werden. Lacy ist sehr skeptisch, als sie mit den Anschuldigungen konfrontiert wird und kann sich nicht vorstellen, dass sie der Wahrheit entsprechen könnten. Je mehr sie sich in den Fall hineinkniet, desto sicherer wird sie, das es sich lohnt, die Sache zu verfolgen.

In einem anderen Handlungsstrang erleben wir Ross Bannick, einen Richter mit einem scheinbar ganz normalen Leben. Wenn da nicht seine dunkle Seite wäre....

John Grisham konnte mich mit `Der Verdächtige` wieder vollkommen überzeugen. Besonders spannend fand ich auch die Bemühungen der einzelnen Personen, keinerlei nachvollziehbare Spuren im Internet oder gar Fingerabdrücke zu hinterlassen.

 Wie einfach es heute sein kann, jemanden aufzuspüren, wenn man nicht jegliche Aktivitäten im Internet verwischt hat. Und bei wichtigen Absprachen sollte man anscheinend nur auf das gute alte Telefon und die Briefpost vertrauen.


Mit `Der Verdächtige` hat John Grisham wieder einen Roman ganz nach meinem Geschmack geschrieben. Auch wenn sich diesmal nicht viel in einem Gerichtssaal abspielte, war es für mich trotzdem ein Justizkrimi, der mich bestens unterhalten hat.


                                                     


Ich danke dem  Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 11. Mai 2022

Rezension: `Die Verdammten` von Astrid Korten

 

* * * * *

Nichts ist, wie es scheint!!









Cherry ist Krankenschwester und hat eine heimliche Affäre mit dem verheirateten Arzt Vince. 

Sebastian ist Friseur und hat Cherry im Krankenzimmer seiner Mutter gesehen. Seitdem geht sie ihm nicht aus dem Kopf.

 Karo ist auch Krankenschwester, liebenswert, aber zu dick und sagt ihrem Gewicht gerade den Kampf an.

Durch Zufall und eine Verkettung der Umstände lernen die drei sich kennen. Auf den ersten Blick wirken sie ziemlich normal, doch alle haben größere Probleme, die sie mit sich herumtragen. Jeder von ihnen fühlt sich `verdammt.` 

Astrid Korten hat es mal wieder wunderbar hingekriegt, den Leser so zu verwirren, dass man überhaupt nicht weiß, was hier gespielt wird. Die Kapitel werden immer abwechselnd aus der Sicht von Karo, Sebastian oder Cherry erzählt. Man darf nichts glauben, weil nichts Bestand hat. Realitäten verschieben sich ständig, entpuppen sich als irrationale Gedanken, entsprungen aus den Vorstellungen eines kranken Geistes. Völlig harmlose Begebenheiten enden plötzlich in einem Desaster. 

`Die Verdammten` ist wieder ein Psychothriller vom Feinsten, extrem spannend, genauso wie man es von Astrid Korten gewohnt ist.

 



Samstag, 7. Mai 2022

Rezension: `Der Buchhändler` von Petra Johann

 

* * * * *

Ein Pageturner!!









Erik Lange eröffnet eine Buchhandlung im idyllischen bayrischen Neukirchen. Für ihn ist es ein Neuanfang, auch wenn er nun weit entfernt von seiner 15 jährigen Tochter wohnt und sie täglich vermisst. Mit den neuen Nachbarn versteht er sich gut, mit den Männern verbindet ihn bald eine echte Freundschaft. Alles läuft besser als erwartet, bis die  neunjährige Tessi vermisst wird.

Da ist es schon bald vorbei mit der guten Nachbarschaft. Jeder der Männer wird irgendwann verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun zu haben. Auch Erik gerät plötzlich in das Visier der Polizei, mit fatalen Folgen.

Auf eine Empfehlung hin habe ich mir das Buch bestellt, obwohl ich die Autorin nicht kannte, und mich überraschte ein echter Pageturner! 

Petra Johann hat extrem Spannung aufgebaut, und zwar gänzlich ohne Blutvergießen. Es geht hauptsächlich um die Befragungen der Nachbarn und die Recherchen der Polizei, bei denen sich dauernd etwas Neues ergibt und jedesmal andere Verdächtige ins Fadenkreuz geraten. Sehr sympathische Ermittler, viele facettenreiche Charaktere und eine gut durchdachte, packende Handlung um Freundschaft, Lüge, Pädophilie und Selbstjustiz machen `Der Buchhändler` zu einem echten Lesehighlight!


                                                   



Ich  danke  Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 5. Mai 2022

Rezension: `Eine Laune Gottes` von Margaret Laurence


 * * * *

Muss man mögen!








In der kanadischen Kleinstadt Manawaka kümmert sich Rachel Cameron nach dem Tode des Vaters um ihre Mutter. Die Schwester hat  schnell geheiratet, Kinder bekommen und sich an die Küste verkrümelt.  So bleibt es Rachels Aufgabe, für die Mutter da zu sein. Tagsüber arbeitet sie als Lehrerin, und nachmittags wartet schon ihre Mutter zuhause. Jeder Schritt, den Rachel macht, wird von der Mutter kommentiert. Mit ihrem Herzleiden hält sie die Tochter immer in Schach, übt mal mehr und mal weniger Druck aus. Rachel tut alles, um die Mutter zufrieden zu stellen und vergisst dabei ihr eigenes Leben.

Bis sie den attraktiven Schulfreund Nick wiedertrifft....

Gelingt es Rachel nun, sich endlich aus den Zwängen der Gesellschaft und den Klauen ihrer Mutter zu befreien? 

Der Schreibstil von Margaret Laurence ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich war mehrmals drauf und dran, das Buch abzubrechen, doch irgendetwas bewog mich, immer weiterzulesen.

 Rachel schreibt in der Ich- Form, aber manchmal war es nicht klar, wer gerade spricht oder um wen es geht. Es beginnt oft mit wörtlicher Rede und dann geht alles fließend ineinander über. Das hat mich manchmal etwas verwirrt. 

Ich kann den Roman weder empfehlen, noch davon abraten. Erst im Nachwort, geschrieben von Margaret Atwood, las ich, dass dieses Buch bereits 1966 erschienen ist. Das erklärt natürlich auch die altmodische Schreibweise.

Ich glaube, wenn man vorher wüsste, was auf einen zukommt, ist es leichter, sich darauf einzulassen. Allerdings hat die Autorin es geschafft, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe und das Buch im Endeffekt gar nicht schlecht fand. Deswegen habe ich mich nach längerem Überlegen für vier Sterne entschieden.


                                                           


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 4. Mai 2022

Rezension: `Das Grandhotel- Die der Brandung trotzen-` von Caren Benedikt

 

* * * * *

Schöner Abschluss der Trilogie!









Bernadette von Plesow reist von Binz nach Berlin, um ihrem Sohn Constantin beizustehen, der bald vor Gericht erscheinen muss. Diesmal könnte es für ihn `lebenslänglich` bedeuten, denn er ist wegen Mordes angeklagt.

In Berlin stellt sich heraus, dass alle, die wissen, wie es wirklich war, mauern und niemand aussagen will. Bernadette sieht keine andere Möglichkeit, als selbst zu unlauteren Mitteln zu greifen, um ihrem Sohn zu helfen.

Währenddessen kümmert sich Josefine in Binz um die Zwillinge, deren Mutter Hals über Kopf abgehauen ist. Außerdem hat sie die Idee, in der Nähe des Grandhotels ein eigenes Hotel zu eröffnen. Natürlich muss es sich vom `Grand` unterscheiden, und da kommt ihr die Idee von einem Künstlerhotel. Das `Palais des Arts` soll es heißen. Wird sie ihre Mutter überzeugen können?


Caren Benedikt hat mit `Die der Brandung trotzen`  einen würdigen Abschluss der Grandhotel Reihe gefunden, und es bleiben keine Fragen offen. Trotz der über 400 Seiten hatte ich das Buch an zwei Tagen ausgelesen. Wenn man die ersten beiden Bände kennt, sieht man eine Entwicklung der Charaktere, die man am Anfang sicher nie erwartet hätte. Das hat mir sehr gut gefallen, besonders auch, dass man mal eine weiche, empfindsame Seite von Bernadette kennenlernen durfte.

Am Ende des Buches hatte ich kurz einige Schrecksekunden, aber auch der letzte Band hat mich wieder bestens unterhalten.


                                      




Ich danke dem Blanvalet Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 28. April 2022

Rezension: `Ostseekreuz` von Eva Almstädt

 


* * * * *

Mord im Kloster!








 Pia Korittkis Vorgesetzter legt ihr nahe, eine Auszeit zu nehmen. Die letzten Wochen haben der Kommissarin aufgrund eines traumatischen Erlebnisses doch arg zugesetzt. Als sie während eines Einsatzes auch noch einen Unschuldigen angreift, sieht sie selbst ein, dass sie Ruhe benötigt.

Eine Zeit im Kloster zu verbringen erscheint ihr genau das Richtige, zumal sie dort sicher vor ihrem Verfolger Albrecht Lohse ist. Pia ist gerade dabei, sich tagsüber bei der Waldarbeit mit Mönch Menowin so richtig auszupowern, als plötzlich die Totenglocke läutet. Damit ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Einer der Mönche wird tot aufgefunden und kurz darauf auch einer der Gäste, und schnell ist klar, beide wurden ermordet. Eigentlich will Pia sich aus den Ermittlungen heraushalten, da sie nicht im Dienst und auch nicht zuständig ist.

Doch das gelingt ihr natürlich nicht so ohne Weiteres..

Mir hat `Ostseekreuz` sehr gut gefallen. Eva Almstädts Schreibstil ist schnörkellos, sie hält sich nicht mit unnötigen Beschreibungen auf, sondern man ist immer mitten im Geschehen. Eine interessante Idee, den Krimi diesmal im Kloster spielen zu lassen. Während Pia quasi als Privatperson versucht herauszufinden, wer für die Morde verantwortlich ist, jagt ihr Freund Marten in Frankreich den entflohenen Albrecht Lohse. Immer, wenn er kurz davor ist, ihn zu packen, schafft Lohse es wieder ihm zu entkommen.

Beide Handlungsstränge konnten mich fesseln, auch wenn mir die etwas düstere Atmosphäre im Kloster noch besser gefallen hat.  Obwohl Pia diesmal nicht offiziell ermittelt, tut das der Spannung keinen Abbruch. Der Mörder muss sich im Kloster befinden, was die Zahl der Verdächtigen somit überschaubar macht. Das heißt aber auch, besser niemandem zu trauen....

 Ich mag Eva Almstädts Bücher sehr und auch Pias siebzehnter Fall konnte mich wieder überzeugen.

                                                           


                                                       

Ich danke Netgalley.de   und dem Bastei Lübbe Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars. 

Dienstag, 26. April 2022

Rezension: `Finsterhaus` von Johanna Mo

 

* * * * *

Noch besser als der erste Teil!!










Schon der Auftakt zur neuen Krimireihe von Johanna Mo konnte mich begeistern, und der zweite Teil gefiel mir jetzt sogar noch besser.

Die Polizistin Hanna Duncker sucht mit ihrem Kollegen Erik nach Thomas, dem Angestellten einer Immobilien Firma, der mitsamt seinem kleinen Sohn verschwunden ist. Ziemlich schnell wird klar, dass er nicht einfach abgehauen ist. Er wird ermordet aufgefunden, nur vom Täter und dem kleinen Hugo fehlt jede Spur.

Fieberhaft wird nach dem Jungen gesucht, denn mit jeder weiteren Stunde, die vergeht, wird die Chance geringer, ihn lebend zu finden.

Die Ermittler gehen vielen Hinweisen aus der Bevölkerung nach, inspizieren aber auch das Umfeld der beiden. Dabei kommt allerhand zutage, was keiner vermutete. Eine uneheliche Tochter, dunkle Geschäfte, in die der Tote anscheinend verwickelt ist, und auch die Familie seines Arbeitgebers wirkt ziemlich dubios.

Die Story wird in zwei Handlungssträngen erzählt, von denen einer Thomas` letzten Tag behandelt. Der Leser erfährt, was sich am Tag des Verschwindens in seinem Leben abgespielt hat. Das macht es noch spannender, weil man der Polizei immer eine kleine Information voraus hat.

Zusätzlich lässt Hanna die Geschichte um die Tat ihres Vaters nicht los. Es scheint neue Erkenntnisse zu geben, denen sie unbedingt nachgehen will, doch der aktuelle Fall und die Suche nach dem Kind haben natürlich Vorrang.

Johanna Mo hat mit `Finsterhaus` wieder einen extrem spannenden Krimi geschrieben, der mich durchweg fesseln konnte. Durch viele Verwicklungen  und spannende Wendungen bleibt  bis zum Schluss unklar, wer hier mächtig Dreck am Stecken hat. Gekonnt bringt die Autorin die beklemmende Atmosphäre an Thomas` letztem Tag rüber und lässt den Leser mitleiden. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Ermittler in brenzligen Situationen auch mal Verstärkung anfordern, und keine gefährlichen Alleingänge unternehmen, bei denen der Leser schon genau weiß, was kommt.

Ich freue mich nun total auf den dritten Band, auf den wir allerdings noch ein ganzes Jahr warten müssen.



                                                 

Dienstag, 19. April 2022

Rezension: `Nordlicht- Die Toten im Nebel- `von Anette Hinrichs

 

* * * *

Die Toten im Nebel!!









Vibeke Boisen von der Flensburger Mordkommission und Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei arbeiten in `Die Toten im Nebel` wieder zusammen, weil es dabei um mehrere, sich ähnelnde Mordfälle in beiden Ländern geht.

Die Spurensuche gestaltet sich für die Polizei sehr schwierig, die einzige Gemeinsamkeit, die bei den Tatorten aufgefallen ist, ist die Fesselung der Opfer mit einem Handschellenknoten und das Hinterlassen eines Bernsteins in deren Wohnung. 

 Es wird nicht leicht, Zusammenhänge herzustellen, zumal die Jagd nach dem Mörder grenzüberschreitend stattfinden muss.

Manche Spuren sind verheißungsvoll, anderen laufen ins Leere. Und plötzlich geht es um jemanden, der Vibeke und Rasmus sehr nahe steht.

Anette Hinrichs präsentiert eine sehr gut durchdachte Handlung und mit Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg ein starkes Ermittlerteam. Die beiden haben jede Menge Ecken und Kanten und sind sehr eigenwillig, aber trotzdem liebenswert. Zu Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit den Unmengen von Figuren, zumal es sich noch meistens um dänische Namen handelte, aber nach einer Weile ging es dann.

Im letzten Drittel nimmt die Story nochmal ordentlich Fahrt auf, und die Leser erwartet ein Ende, mit dem man niemals gerechnet hätte. 


Ich danke dem Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 11. April 2022

Rezension: `Der dunkle Himmel` von Astrid Fritz

 

* * * * *
Das Jahr ohne Sonne!!










1816, Hohenstetten in Württemberg. Der Sommer ist zu heiß und die Winter viel zu kalt, die Ernte ist schlecht, es wächst nichts auf den Feldern, die Leute haben nichts zu essen und es gibt auch kein dringend benötigtes Tierfutter. Dass die Klimaveränderung die Folge eines Vulkanausbruchs am anderen Ende der Welt ist, weiß damals niemand.

Die Menschen versuchen an allen Ecken und Enden zu sparen und viele kämpfen ums nackte Überleben.

Mittendrin der junge Lehrer Friedhelm und die Wirtstochter Paulina. Die beiden lieben sich, aber Paulinas Vater hat andere Pläne mit ihr. Sie beschließen, zusammen zu fliehen.

Viele Menschen wandern nach Amerika aus, dort soll es Essen und Arbeit in Massen geben und garantiert ein Leben auf der Sonnenseite. Doch dazu braucht man Geld, um eine Schiffspassage zu kaufen, und das ist für die normale Bevölkerung unmöglich, da es keine Arbeit und somit auch keinen Lohn gibt.

Die Inhaltsangabe des Buches täuscht ein wenig, denn es handelt hauptsächlich von einer wunderschönen Liebesgeschichte und weniger von einer Klimakatastrophe. Über den Vulkanausbruch wird nur kurz  im Prolog gesprochen. Trotzdem sind die Hungersnot und die Armut immer präsent. Viele Menschen haben kein Dach über dem Kopf, während andere sich ohne Skrupel die Taschen vollmachen.

Astrid Fritz hat wieder einen bewegenden Roman geschrieben. Ich hatte vorher von diesem `Jahr ohne Sonne` noch nichts gehört, habe es jetzt aber mal nachgelesen. 

Die Autorin hat anscheinend sehr gut recherchiert und die fiktive Geschichte und die wahren historischen Ereignisse perfekt miteinander verbunden. Die fast 600 Seiten habe ich gar nicht gemerkt, weil die Story spannend geschrieben und das Thema ziemlich aktuell ist. 


                                                     


Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 4. April 2022

Rezension: `Tiefergrund` von Nora Luttmer

 

* * * * *

Noch besser als der erste Band!!!










Schon `Hinterland` hat mir gut gefallen, aber mit `Tiefergrund` hat sich die Autorin nochmal gesteigert. Bette, die aus dem Polizeidienst ausscheiden musste, weil sie an Narkolepsie leidet und oft unvermittelt ohne Vorwarnung in den Tiefschlaf fällt, wird von ihrer alten Freundin Hanna um Hilfe gebeten. Deren Tochter Yasmin ist verschwunden, und die Polizei unternimmt nicht direkt etwas.

Zusammen mit Tyler, ihrem jungen Mitbewohner, versucht Bette herauszufinden, was mit dem Mädchen passiert ist. 

Dabei erinnert sie sich noch gut an den Mord an ihrer Freundin Anna vor vielen Jahren und es scheint, als gäbe es Verbindungen zu dem aktuellen Vermisstenfall.

Natürlich bekommt sie deswegen wieder Probleme mit Mark Thorben, ihrem Nachfolger im Morddezernat, der es gar nicht mag, wenn Bette sich in die Polizeiarbeit einmischt.

In anderen Handlungssträngen lernen wir mehrere Personen kennen, die anscheinend alle vor der Polizei etwas zu verbergen haben. In diesem Krimi steht die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, denn die Autorin präsentiert uns einen kniffligen und komplexen Fall. Es gibt einige Verdächtige, und durch viele überraschende Wendungen bleibt der Spannungsbogen konstant oben.

´Tiefergrund` konnte mich total begeistern, weil ich diese Art Krimi sehr mag, und ich hoffe doch, dass es bald einen neuen Fall für Bette gibt.

                                                            


                                                            

Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.