Donnerstag, 4. Juni 2026

Rezension: `Wer sich der Wahrheit stellt` von Melanie Metzenthin

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Gelungener Abschluss der Trilogie!!









 Der dritte Band um die junge Ärztin Renate Studt beginnt mit ihrer Hochzeitsreise nach New York. Dort besuchen sie Matthias` Onkel Rudi und seine Frau Goldie, die den beiden voller Begeisterung ihre Heimat zeigen. New York wirkt wie ein einziger Rausch, laut, bunt, überwältigend, und Renate und Matthias sind sofort hingerissen von dieser faszinierenden Stadt. Als sich schließlich sogar berufliche Möglichkeiten auftun, hier zu leben und zu arbeiten, geraten sie ins Grübeln.

Zurück in Hamburg wartet der ganz normale Wahnsinn. Renate hat weiterhin Stress mit Dr. Kleinschmidt, und als er ihr einen schweren Behandlungsfehler vorwirft, ist sie kurz davor, alles hinzuschmeißen. Renates Onkel wird noch immer von einem Polizisten verfolgt, und Matthias hat es im Studium nicht leicht.

Auch diesmal gelingt der Autorin eine überzeugende Mischung aus Privatleben und psychiatrischem Alltag, auch wenn mir der erste Teil in New York fast ein wenig zu lang geraten war. Die Rückkehr nach Hamburg fand ich dafür umso spannender. Besonders Renates Fälle in der Psychiatrie und die damaligen Behandlungsmethoden der 60er Jahre fesseln mich immer wieder.

Es ist bedrückend zu lesen, wie viele Ärzte psychisch erkrankte Menschen damals nicht ernst nahmen und sie vorschnell als `Irre` abstempelten. Ebenso erschreckend ist, wie hartnäckig manche Mediziner an überholten Methoden festhielten und kaum offen für neue Erkenntnisse waren.

Die Autorin kann bei ihren Romanen auf ihre berufliche Erfahrung zurückgreifen, sie ist selbst Ärztin für Psychiatrie. Das verleiht den Geschichten stets eine authentische und glaubwürdige Note.

`Wer sich der Wahrheit stellt` ist für mich ein gelungener Abschluss der Trilogie.