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Sonntag, 21. Dezember 2025

Rezension: `Sündflut 1784` von Marco Hasenkopf

 

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Hexenwahn und ein Wettlauf gegen die Zeit!








Cöln, 1784. Amtmann Henrik van Venray hat die große Flut in Cöln überlebt, doch in der Stadt herrschen Krankheit, Hunger und unermessliches Leid. Viele Häuser liegen in Trümmern. Gemeinsam mit der Apothekerwitwe Anna Maria Scheidt macht er sich auf den Weg zurück nach Düsseldorf.

Entgegen Henriks Rat reist die eigenwillige Anna Maria schon wenige Tage später erneut nach Cöln, nur in Begleitung eines Landreiters. Sie will ihren Besitz in Mülheim sichern und ihr Haus verkaufen, bevor es Plünderern zum Opfer fällt. Als sie den zuständigen Anwalt aufsucht, gerät sie jedoch in einen Hinterhalt. Man beschuldigt sie, den Mann auf grausame Weise ermordet zu haben. Rasch schiebt man ihr auch die Schuld an der Flutkatastrophe zu und behauptet, sie sei eine Hexe. Anna Maria droht die Hinrichtung.

Als Henrik davon erfährt, eilt er ihr nach. Er will den wahren Täter finden, doch die Zeit läuft ihm davon, denn bis zur geplanten Hinrichtung bleiben nur wenige Tage.

Marco Hasenkopf ist mit diesem Roman ein authentisches historisches Werk gelungen. Der Autor hält sich eng an die tatsächlichen Fakten und verwebt sie mit einer spannenden und berührenden Handlung. Er fängt die beklemmende Stimmung während der Gerichtsverhandlungen auf dem Marktplatz meisterhaft ein, eine Atmosphäre, in der es nur eines leisen Verdachts bedarf, um eine bislang unbescholtene Frau zum Sündenbock für die Flut und alles Unheil zu machen.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.







Donnerstag, 20. November 2025

Rezension: ´Die Frauen vom Tafelberg` von Inès Keerl

 

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Grandioser Abschluss!









Kapstadt, 1672. Zwei Jahre sind vergangen, seit ich den ersten Band gelesen habe, und trotzdem hat mich die Fortsetzung schnell wieder in ihren Bann gezogen. Inès Keerl gelingt es mühelos, mich erneut in die raue Welt des Kap der Guten Hoffnung zu entführen. In eine Welt, in der das Leben wenig galt, besonders das der Ureinwohner, und in der Frauen kaum Rechte besaßen.

Gleich zu Beginn trifft Catharina ein schwerer Schicksalsschlag. Doch anstatt zu zerbrechen, stemmt sie sich mit bemerkenswerter Stärke gegen die Widrigkeiten. Sie kämpft für ihre Kinder, ihr Land und ihre Würde. Der skrupellose Chef der Compagnie hat es auf ihr Land abgesehen, und als wäre das nicht genug, wird Catharina auch noch des Mordes beschuldigt und soll verbannt werden.

Die Autorin verwebt historische Fakten und reale Figuren mit erzählerischer Raffinesse. Viele der Charaktere sind historisch belegt, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Die 500 Seiten habe ich nicht gemerkt, weil ich von Catharinas Welt gefesselt war.

Besonders beeindruckt hat mich, wie  Inès Keerl die Rolle der Frau am Kap schildert: Ohne Mann waren sie rechtlos, mit Mann oft nicht besser dran. Umso bewundernswerter ist Catharinas Durchsetzungskraft und ihre Fähigkeit, sich in einer feindlichen Welt zu behaupten.

Der neue Band erzählt von Liebe und Freundschaft, von Intrigen und Mord und vor allem von einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.










Freitag, 22. August 2025

Rezension: `Endstation Fichtelgebirge` von Jacqueline Lochmüller

 

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Spannend und unvorhersehbar!!









Ich liebe die Krimis von Jacqueline Lochmüller und war gespannt, ob `Endstation Fichtelgebirge` wieder im altbewährten Stil geschrieben ist.

Ein kleiner Junge verschwindet, ein Mann erleidet eine schwere Stichverletzung, ein anderer verliert seine Wohnung – und eine Beziehung endet tödlich. Das sind nur einige der zahlreichen Ereignisse, die sich in diesem Krimi abspielen.

Lange habe ich mich gefragt, wie die Autorin all diese Geschehnisse miteinander verknüpfen will. Ein Zusammenhang war mir zunächst völlig unklar und schien fast unmöglich.

Kommissar Konrad Breuer und seine Kollegin Kristina Herbich müssen sich um mehrere Delikte gleichzeitig kümmern. Besonders bei der Suche nach dem kleinen Lenni läuft ihnen die Zeit davon.

Rückblickend kann ich sagen: Jacqueline Lochmüller hat die vielen losen Enden perfekt zusammengeführt. Nach und nach enthüllt sie immer neue Details und überrascht die Leser mit völlig unerwarteten Verbindungen. Obwohl ich normalerweise nicht mag, wenn zu viele Figuren in einem Buch auftreten, war ich hier begeistert, wie am Ende alles zusammenpasste. 

Ganz klare Leseempfehlung!!

                                                 



                                                 






Donnerstag, 29. Mai 2025

Rezension: `Kölner Vergeltung` von Myriane Angelowski

 

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Köln Krimi!










Ich habe mich sehr auf den neuen Krimi mit den Kommissarinnen Maline Brass und Lou Vanheyden gefreut, denn der letzte ist ja schon einige Zeit her.

Die Geschichte beginnt mit einer jungen Mutter, die bei einer Messerattacke an ihrem Auto schwer verletzt wird. Ihr Sohn Oskar, der sich im Wagen befand, bleibt zunächst unauffindbar.

Parallel dazu versucht ein Mädchen, den neuen Freund ihrer Mutter loszuwerden, während eine verwirrte Frau ein Kind findet und es mitnimmt. Außerdem lässt eine andere Familie wichtige Beweisstücke verschwinden.

Kommissarin Lou Vanheyden erleidet einen grausamen Schicksalsschlag, der sie völlig aus der Bahn wirft und die Leser der Reihe sicher auch erschüttert.

Die Autorin schafft es, mehrere komplexe Fälle miteinander zu verweben. Dabei sind verschiedene Familien involviert, doch nicht alle Zusammenhänge sind direkt erkennbar.

Ich mag den Schreibstil von Myriane Angelowski sehr und lese ihre Krimis gerne. Bei `Kölner Vergeltung` hätte ich mir jedoch gewünscht, dass die Auflösungen der einzelnen Verbrechen etwas ausführlicher dargestellt werden, um die Verbindungen noch besser nachvollziehen zu können.


                                          


Montag, 24. März 2025

Rezension: `Die Mündung` von Tim Pieper

 

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Thriller- Debüt!!













Seit dem Tod ihrer Schwester Jette wird die Polizistin Lena von Schuldgefühlen zerfressen. Sie verbringt drei Monate allein auf einer Hallig, nur umgeben von den dort lebenden Vögeln.

Als sie am Strand eine Leiche entdeckt, muss sie notgedrungen zurück aufs Festland. Doch plötzlich ändert sich alles. Niemand glaubt ihr, und auch sie selbst ist sich nicht mehr sicher, was genau passiert ist. Sie leidet unter Flashbacks und kann nicht unterscheiden, was wirklich geschehen ist und was nur in ihrem Kopf vor sich geht.

Tim Pieper kenne ich von seinen fesselnden, eher ruhigen Havel-Krimis. `Die Mündung` hat mich sofort angesprochen, als ich die Kugelbake aus Cuxhaven auf dem Cover sah. Viele der beschriebenen Orte kenne ich persönlich. `Die Mündung` ist jedoch ganz anders als die Havel Krimis.

Der Plot ist sehr komplex und temporeich. Immer wenn man denkt, das Rätsel sei gelöst, geht es weiter. 
Einerseits geht es um einen geheimnisvollen Mörder, andererseits um ein großes Thema in der Neurowissenschaft. Lena versucht auf eigene Faust herauszufinden, was mit ihrer Schwester passiert ist, doch ich konnte mir ihr nicht so richtig warm werden. 
Ihre Handlungen und Alleingänge waren für mich schwer nachzuvollziehen. Zudem fand ich die vielen Zeitensprünge oft verwirrend.
So  ganz hat mich `Die Mündung` nicht überzeugen können. Ich würde 3,5 Sterne vergeben.


                                   







Montag, 3. April 2023

Rezension: `Die Löwin vom Tafelberg` von Inès Keerl

 


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Die Entstehung Kapstadts, spannend erzählt!!















Lübeck, 1662. Die junge Catharina soll mit einem älteren Mann, den sie furchtbar abstoßend findet, verheiratet werden. In einer Nacht- und- Nebel- Aktion flieht sie und versteckt sich an Bord eines Schiffes. Nachdem sie auffliegt, arbeitet sie verkleidet als Schiffsjunge weiter. Ihr Ziel ist das holländische Batavia, doch nachdem sie sich ein Mitglied der Besatzung zum Erzfeind gemacht hat, beschließt sie, nicht weiter mitzufahren. Während das Schiff an einer Proviantinsel vor Anker liegt, bleibt sie am Kap der guten Hoffnung und heiratet den Farmer Hans. Eine Liebesehe ist es von beiden Seiten nicht, zumal Hans eine andere Frau liebt.


Nachdem ich die ersten paar Seiten gelesen habe, war ich direkt in Catharinas Geschichte drin. Inès Keerl hat sehr anschaulich erzählt, wie schwer das Leben für die Farmer, für die dort lebenden `Hottentotten` und besonders für die Frauen war.
Catharina und Hans werden ständig Steine in den Weg gelegt, und der Mann, den Catharina nie wiedersehen wollte, ist plötzlich wieder da.

Inès Keerl konnte mich mit ihrem Debütroman sofort überzeugen, er ist abenteuerreich, fesselnd und vermittelt Wissenswertes über die Entstehung Kapstadts.

Catharina hat wirklich gelebt, genauso wie einige andere Personen aus dem Roman. Viele Begebenheiten sind historisch belegt, und die Autorin hat die geschichtlichen Ereignisse geschickt mit den fiktiven verknüpft.
Daraus ist ein spannender, leicht zu lesender Roman entstanden, den ich gerne empfehle.

                                             

Donnerstag, 17. November 2022

Rezension : `Ruhe sanft im Fichtelgebirge´ von Jacqueline Lochmüller

 

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Spannender Krimi!!!







Den ersten Teil `Tod im Fichtelgebirge` mit Kommissarin Kristina Herbich und Konrad Breuer fand ich genial und war nun sehr gespannt auf den zweiten Band, der gerade erschienen ist.

Breuer verlässt nach einem Streit mit seinem Lebensgefährten überstürzt die gemeinsame Wohnung und ist seitdem nicht erreichbar.

 Kristina ist sauer, denn ihr Freund Philipp kommt mehrere Tage zu Besuch und Breuer hatte sich angeboten, die Bereitschaft zu übernehmen, als es um den entflohenen Sträfling Herbert Weidenberg ging. 

Nun muss sie für ihn einspringen und kann sich fast gar nicht um Philipp kümmern, der enttäuscht wieder fährt.

Zuerst macht sich Kristina keine übertrieben Sorgen um Breuer, aber als er auch Montags nicht zur Arbeit erscheint, ist allen klar, es muss etwas Schlimmes passiert sein. Auch er wird zur Fahndung ausgeschrieben, und bei der Suche nach ihm stößt die Polizei auf zwei Leichen in einem alten Gehöft  im Wald. Doch von Breuer oder Weidenberg fehlt weiterhin jede Spur. Obwohl mir Kristina diesmal an manchen Stellen etwas unsympathisch rüberkam, habe ich mit gefiebert, was sie herausfinden wird.

Jacqueline Lochmüller konnte mich auch mit dem zweiten Teil  aus dem Fichtelgebirge wieder überzeugen. Sie hat es nicht nötig, den Leser mit übertriebener Effekthascherei zu nerven. Es gibt auch nicht zu viel Action, sondern im Vordergrund steht die Ermittlungsarbeit der Polizei. `Ruhe sanft im Fichtelgebirge` ist ein solider, spannender Krimi mit viel Lokalkolorit, der sich unabhängig vom ersten Band lesen lässt.

Trotzdem empfehle ich auch `Tod im Fichtelgebirge` zu lesen, denn sonst entgeht dem Leser ein weiteres Lesevergnügen!


                              


                                          

 

Donnerstag, 25. August 2022

Rezension: `Raue Havel` von Tim Pieper

 

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Wieder ein spannender Havel- Krimi!!









Beim neuesten Fall für Hauptkommissar Toni Sanftleben geht es um die Identifizierung von drei Leichen, die in einem alten Bootshaus gefunden wurden. Anscheinend liegen sie bereits seit Jahrzehnten dort unten.

 Überraschend kündigt Tonis Mutter ihren Besuch an, was für sie sehr außergewöhnlich ist. Doch bevor Toni mit ihr reden kann, passieren seltsame Dinge, und seine Mutter scheint irgendwie darin verstrickt zu sein.

In Rückblenden kehrt der Autor ins Jahr 1949 zurück, als Vera Sanftleben eine junge Frau war. Der Leser erfährt Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit, die niemand wusste oder vermutet hätte.

Diese Erlebnisse könnten der Grund sein, warum Tonis Mutter ihr Leben lang eher ein distanziertes Verhalten zu ihrem Sohn und Enkel an den Tag legte. Anscheinend geschah es eher zu deren Schutz, denn wie sich jetzt herausstellt, scheint nicht nur ihr Leben in Gefahr zu sein..

Tim Pieper hat auch mit dem sechsten Fall für Hauptkommissar Toni Sanftleben wieder voll ins Schwarze getroffen. Die spannenden Ereignisse aus dem Jahr 1949, die jetzt in der Gegenwart ihre Fortsetzung finden, haben mich total in ihren Bann gezogen.

Eine packende Handlung, kurze Kapitel und der  flüssige Schreibstil ließen wahrhaftig keine Sekunde Langeweile aufkommen.


                                                          



Dienstag, 23. November 2021

Rezension: `Melaten- Gräber erzählen Stadtgeschichte` von Detlef Rick

  

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Interessant!








Der Kölner Melatenfriedhof ist ein ganz besonderer alter Friedhof, und Detlef Rick erzählt in `Melaten` dazu Stadtgeschichte. Ich musste mich am Anfang etwas mit dem Buch anfreunden. Die Pläne sind sehr klein und auch fand ich zuerst alles etwas verworren. Doch nachdem ich mich näher mit dem Friedhofsführer befasst habe, entdeckte ich sehr viele informative Geschichten, und auch das Personenregister ist hilfreich. Bei einem Spaziergang über Melaten stößt man auf wunderschöne, teils sehr alte Grabmale, Skulpturen oder richtige Mausoleen. Es begegnen einem viele bekannte Namen aus der Stadt Köln, aus dem Karneval oder aus Funk und Fernsehen. Dirk Bach, Gisela Uhlen oder Heinz G. Konsalik sind nur einige davon.

Etwas zu bemängeln habe ich am Buch aber doch. Mir gefallen die Bilder nicht besonders. Ich habe schon so viele wunderschöne Fotos vom Melaten gesehen, dass ich von diesen ziemlich enttäuscht bin. Oft sind nur Grabausschnitte zu erkennen, vieles ist sehr düster und nicht besonders liebevoll fotografiert. Das finde ich extrem schade, denn der Friedhof hat ausreichend schöne Motive zu bieten.

Insgesamt ist das Buch aber ein gutes Nachschlagewerk und auf jeden Fall sinnvoll, wenn man Melaten erkunden möchte.

                                 




Ich danke Emons Verlag dem für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 4. Oktober 2021

Rezension: `Kling und Glöckchen` von Elke Pistor

 

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Heiterer, makaberer Krimi!









Dianne Glöckchen ist glücklich, seit sie zusammen mit Frau Kling im `Kling und Glöckchen` arbeiten darf. Weihnachtsdeko ist genau ihr Ding und sie fühlt sich endlich angekommen.

Als sie eine tote junge Frau im Hof entdeckt, bringt das ihr Leben arg durcheinander. Und sie möchte auf keinen Fall, dass die Polizei sich näher mit ihr beschäftigt. Denn Dianne hat einen guten Grund, nicht weiter aufzufallen.

Dann jagt ein Ereignis das nächste. Der nette Elias tritt in ihr Leben, die alte Kinderfrau nistet sich bei ihr ein und die neugierige Nachbarin will unbedingt etwas herausfinden.

Elke Pistor hat einen eher heiteren Krimi geschrieben, der mich aber vor allem mit herrlich makaberen Szenen, schwarzem Humor und schrulligen Charakteren begeistert hat. 

                                                       





  Ich danke dem Emons Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars. 

Freitag, 2. Juli 2021

Rezension: `Böse Wetter` von Gesa Knolle

 

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Hätte man mehr draus machen können!








Hannah Stein, Sonderermittlerin des BKA Wiesbaden, wird zu einem Fall an die tschechische Grenze gerufen.

Die Hand eines deutschen Polizisten wurde im Wald gefunden. Wo ist Polizeimeister Dennis Uhlig ? Lebt er noch? Denn anscheinend wurde er kurz nach dem Abtrennen der Hand noch gesehen, als er in einem Imbiss randaliert hat.

So weit, so gut! Aus dieser Vorlage hätte man einen spannenden Regionalkrimi schreiben können. Doch was die Autorin daraus gemacht hat, war wirklich zu viel des Guten. Unmengen an Personen, die ich mir nicht merken konnte, gepaart mit unzähligen verschiedenen Handlungssträngen. Mafia, Nazis, Dogenhandel, Rassisten- irgendwann war ich so durcheinander, dass ich fast nicht mehr folgen konnte, oder eher nicht mehr folgen wollte. Dazu kommt eine, mir sehr unsympathische Protagonistin, die sich dazu auch des Öfteren etwas merkwürdig verhielt.

Zum Schluss blieben mehrere lose Fäden zurück, also Vorfälle, die immer wieder thematisiert wurden und eigentlich der Aufklärung bedurften, wurden einfach nicht mehr erwähnt.

Der Schreibstil war das Einzige, das mich bis zum Schluss hat weiterlesen lassen, denn der war okay.




Ich danke dem  Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 29. Mai 2021

Rezension: `Jenseits des Rheins` von Myriane Angelowski

 

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Wo ist Lenni?









Als der vierzehnjährige Lenni plötzlich verschwindet, sorgt sich seine Mutter sehr, aber die Polizei geht erstmal nicht von einem Verbrechen aus. 

Kommissarin Maline Brass übernimmt die Vermisstensache  und war zuerst nicht beunruhigt über das Verschwinden des Jungen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit, die man für die Suche hätte verwenden können.  Am nächsten Tag bekommt sie ein schlechtes Gewissen, weil sie der Sache nicht nachgegangen ist und macht sich Sorgen, wo der Junge sein könnte. Von Lenni fehlt jedoch inzwischen jede Spur. Ist er vielleicht abgehauen, weil er erfahren hat, dass sein Vater ihn seit Jahren belügt? 

In Rückblenden erfährt der Leser, was in den Monaten vor Lennis Verschwinden passiert ist. Vieles davon wird aus Lennis Sicht erzählt. Der Junge hatte panische Angst und wurde von seinen Mitschülern gemobbt und erpresst, weil er anders ist als die Kinder in der Schule.

In verschiedenen weiteren Handlungssträngen geht es um Lennis Vater, sowie um den merkwürdigen Einsiedler Zachäus, der mit zahlreichen Puppen in seinem Haus lebt.


Myriane Angelowksi hat wieder einen spannenden Krimi mit viel Lokalkolorit geschrieben, der mich von Anfang bis Ende fesseln konnte. Viele der Schauplätze kenne ich, was das Ganze noch interessanter für mich macht.

Da die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt werden, bekommt der Leser immer einen kleinen Vorsprung vor den Ermittlern.

Trotzdem verbirgt die Autorin erstmal geschickt viele Zusammenhänge, um dann auf einmal damit zu überraschen.

Aber auch in das chaotische Gefühlsleben des Jungen, mit dem dieser allein dasteht, konnte ich mich durch die bildhafte Beschreibung hineinversetzen.

Myriane Angelowski versteht es immer wieder aufs Neue, mich mit ihren, manchmal etwas verstörenden, Geschichten in ihren Bann zu ziehen und am Ende zu verblüffen.


Ganz klare Leseempfehlung für `Jenseits des Rheins.`






Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Rezension: `Belgische Finsternis` von Stephan Haas

 

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Verzwickter Cold Case!










Der belgische Ermittler Piet Donker wird von jetzt auf gleich von Brüssel an einen Ort in Ostbelgien versetzt. Dort soll er sich einem alten Fall widmen, in dem es neue Anhaltspunkte zu geben scheint. 

 Piet muss ganz von vorne anfangen, denn die Schwester eines Toten macht eine unbeschreibliche Entdeckung, die alle bisherigen Erkenntnisse über den Haufen wirft. Während der Ermittlungen geschehen weitere Morde und es stellt sich die Frage, ob der, inzwischen inhaftierte, Serienmörder Ivo Heming vielleicht vorschnell für alles verantwortlich gemacht wurde?

Stephan Haas hat mit seinem Debüt einen gelungenen und packenden Krimi geschrieben, mit vielschichtigen Charakteren und einem extrem verzwickten Cold Case. Durch immer neue Entwicklungen in der sehr komplexen Handlung baut sich eine ordentliche Spannung auf, zudem hat mir die Mischung aus Privatleben und Polizeiarbeit gut gefallen. 

Viele lose Fäden werden am Ende verflochten und führen zu einem völlig überraschenden Schluss, sodass keine Fragen offen bleiben.


                                                   



Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 24. September 2020

Rezension: `Ich bin der Sturm` von Michaela Kastel

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Rasanter Thriller!!
















Madonna lebt in Zelle 13, sie kennt es fast schon nicht mehr anders. Jede Nacht muss sie zur Verfügung stehen. Mit ihr darf man machen, was man möchte. Ihr Körper ist zerschunden, ihre Seele zerstört.
Keins von den anderen Mädchen hält es so lange aus wie Madonna, doch sie ist stark! Sie will raus aus dem `Schlachthaus` und bekommt unerwartet Hilfe.

 Madonna schafft es zu fliehen, und ihre Gedanken werden beherrscht von Rachegefühlen. Sie will jeden bestrafen, der eine Mitschuld an ihrem Schicksal trägt. Vertrauen kann sie niemandem, und sie hat keinerlei Skrupel, dass Leichen ihren Weg pflastern, denn nichts kann so schlimm sein, wie das, was ihr bereits angetan wurde. 

Ich bin etwas zwiegespalten bei der Beurteilung dieses Thrillers.
Madonna begibt sich nach ihrer Flucht wieder in extreme Gefahr, was ich als Leser nicht nachvollziehen konnte.
Die Autorin schrieb, dass sie das Buch in sehr kurzer Zeit (Fertigstellung der Rohfassung in 12 Tagen) geschrieben hat und das merkte man manchmal. Denn es ging Schlag auf Schlag, ohne dass dem Leser eine Pause zum Luft holen gegönnt wurde. 
Michaela Kastel hat einen brutalen, harten und rasanten Schreibstil, mit dem sie durch das Buch jagt. Trotzdem hat die Story mich richtig gepackt, ich wollte unbedingt wissen, was weiter passiert und habe es an zwei Abenden ausgelesen.
`Ich bin der Sturm` ist anders als andere Bücher, aber auf jeden Fall lesenswert!!!




                                     


Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 7. September 2020

Rezension: `Jasmunder Geheimnisse` von Anja Behn

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Spannung auf Rügen !!


















`Jasmunder Geheimnisse` ist schon der fünfte Band um den Kunsthistoriker Richard Gruben.
Er verbringt seinen Urlaub in Hollvitz auf Rügen, um seine Freundin Jette zu besuchen, die für ein paar Monate dort arbeitet.
Schon als er ankommt, bemerkt er, dass Jette irgendetwas vor ihm verheimlicht, aber er findet zuerst nicht heraus, um was es sich handeln könnte. Denn die Ereignisse überschlagen sich direkt. Susanne Ortlepp, die Mitarbeiterin der Landesdenkmalpflege, kommt auf grausame Art ums Leben und Richard war der letzte, der sie lebend gesehen hat. Wie sie ihm am Abend vor ihrem Tod berichtet hatte, war sie einer ganz großen Sache auf der Spur. Irgendetwas, das für das Örtchen Hollvitz zum Super Gau werden könnte.

Richard forscht auf eigene Faust ein wenig nach, doch die Dorfbewohner mauern. Wovor haben sie Angst oder was haben sie zu verbergen? Was hatte die Denkmalschützerin vor? Und dann rückt auch noch Jette mit ihren Neuigkeiten raus. Ein entspannter Urlaub sieht wirklich anders aus. 

Mir hat der `Jasmunder Geheimnisse` von Anja Behn sehr gut gefallen, die Geschichte war ganz nach meinem Geschmack.
Ich mag ja diese eher unblutigen Krimis, wo viel recherchiert und nach und nach aufgedeckt wird.
Die Autorin hat die Hinweise auf den/die Täter breit gestreut, irgendwann könnte jeder infrage kommen.
Bei dem Versuch, den Mord aufzuklären, treten plötzlich ganz andere Dinge zu Tage. Geheimnisse der  Dorfbewohner, Geschehnisse, die lange verschwiegen wurden und die das Ganze in ein neues Licht rücken.


`Jasmunder Geheimnisse` ist ein spannender Krimi mit sympathischen Protagonisten und einer fesselnden Handlung. Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !!!

                                                           


Ich danke dem Emons Verlag für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 30. Juni 2020

Rezension: `Zappeduschder` von Jacqueline Lochmüller

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Der zweite Fall für Kommissarin Herbich !!!


















Ein Mann wird beim Tanzen von einer Unbekannten erstochen. Bei den Ermittlungen lernt Kommissarin Kristina Herbich den attraktiven Philip kennen und verliebt sich. Und zwar so sehr, dass sie die weitere Morduntersuchung ihrem Kollegen Breuer überlässt und ein paar Tage zu dem Mann ins Saarland fährt.


In einem anderen Handlungsstrang geht es um Entführung und Mord, und plötzlich befindet sich Kristina in ihrem Urlaub mitten in den Ermittlungen der Mainzer Kollegen.

Allerdings empfand ich Kristina als Polizeibeamtin ausgesprochen naiv und unvorsichtig, wodurch sie selbst in große Gefahr gerät.
Die ausführlichen Beschreibungen aus ihrem Privatleben störten mich diesmal etwas, weil dadurch die spannende Handlung immer wieder unterbrochen wurde.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte war es insgesamt ein netter, gut lesbarer Krimi mit sehr viel Lokalkolorit und einigen nicht vorhersehbaren Wendungen.


                                 




.Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 11. Oktober 2019

Rezension: `Stille Havel` von Tim Pieper



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Spannend und fesselnd!!













Die vorigen Havel-Krimis haben mich bereits begeistert, doch `Stille Havel` war etwas anders. Hier geht es um ein Verbrechen, deren Ursprünge bis tief in die Vergangenheit reichen.

Tim Pieper erzählt diesmal auf zwei Zeitebenen, zum einen lernen wir die junge Lydia kennen, die 1938 davon träumt, ein großer Filmstar zu werden. Wenn das nur möglich ist, indem man den Reichsminister Goebbels nicht vor den Kopf stößt, wenn er sich für einen interessiert, dann wird sie eben in diesen sauren Apfel beißen. Lydia weiß genau, was sie will und wo sie hinkommen möchte.

Im zweiten Handlungsstrang ermittelt Hauptkommissar Toni Sanftleben bei einem Mordfall. Es geht um den sechzigjährigen Kunstsachverständigen Helmut Lothroh, der erschlagen aufgefunden wurde. Bei den Nachforschungen stellt sich heraus, dass er sich sehr stark für ein altes Gemälde interessierte. Zu sehen ist eine Frau mit verhülltem Gesicht, doch niemand weiß, wer die Unbekannte ist.

Bei den Ermittlungen lernt Toni die sympathische Marie kennen, mit der er sich direkt anfreundet. Die schöne alte Villa, in der sie lebt, verbirgt allerdings einige Geheimnisse, die man niemals vermutet hätte. Nach und nach kommen Dinge zum Vorschein, die Maries schöne Erinnerungen an ihre Großmutter in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Und auch Toni kommt durch die Entdeckungen dem Mörder Helmut Lothrohs näher.

Die Charaktere sind diesmal sehr vielschichtig, mal mehr und mal weniger sympathisch.
In den meisten Romanen, die in der SS Zeit handeln, sind die Protagonisten niemals Nazis gewesen, immer waren es nur die anderen. Hier ist das anders und das hat mir auch mal gefallen. Es gab ja wahrlich genug Mitläufer, die vielleicht erst Jahre später erfuhren, was wirklich geschah. Viele Menschen behielten allerdings ihren Glauben an den Führer bis an ihr Lebensende und das ist hier im Buch beides sehr gut rübergekommen.

Wieder mal ein Havel Krimi mit sehr authentischen Charakteren und einer spannenden Handlung, bei dem mich beide Erzählstränge gleichermaßen gefesselt haben.
Ganz klare Leseempfehlung !!!


                                                 

 Ich danke Tim Pieper und dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 24. September 2019

Rezension: `Tod im Fichtelgebirge` von Jacqueline Lochmüller

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Extrem spannend!!















Mitten am helllichten Tag verschwinden zwei kleine Mädchen aus dem Auto, während die Mutter nur kurz in einem Geschäft war.
Syrische Flüchtlinge werden als vermisst  gemeldet und eine junge Frau verirrt sich im Wald und landet an der ehemaligen Psychiatrie Bad Berneck.

Kommissarin Kristina Herbich und ihr Kollege Breuer untersuchen die Vermisstenfälle, doch es gibt keinerlei Hinweise aus der Bevölkerung, weder bei den beiden Mädchen, noch bei den Flüchtlingen. Sie sind wie vom Erdboden verschluckt.

Zu Anfang präsentiert die Autorin sehr viele verschiedene Personen, das mag ich eigentlich nicht so besonders, doch nach einiger Zeit kann man sie alle gut auseinander halten.
Für die Polizei hat das Verschwinden der Kinder erstmal Priorität, die Aussagen der Mutter sind nicht ganz schlüssig, können aber auch nicht widerlegt werden.
Der Leser bekommt allerdings mehr Infos und Einblicke, da die Autorin manche Kapitel aus der Sicht der anderen Personen schreibt.


Herbich und Breuer sind ein sympathisches Ermittlerteam, auch wenn es bei den beiden nicht von Anfang an klappte.
Durch sehr kurze Kapitel, wovon viele mit einem Cliffhanger enden, wird der Spannungsbogen stetig oben gehalten, sodass man unbedingt weiterlesen muss.

Die verlassene Psychiatrie, der dunkle Wald und viele düstere Szenen gepaart mit meinem Kopfkino, erzeugten bei mir eine Dauergänsehaut.

Jacqueline Lochmüller schafft es immer wieder, den Leser mit vielen Wendungen zu verwirren, dazu hat sie sich eine geniale Sache ausgedacht, wobei man wieder sieht, dass manche noch so gut durchdachten Pläne,  durch eine winzige Kleinigkeit hinfällig werden.

Was den Leser hier erwartet, ist absolut keine leichte Krimikost, denn mehrere Einzelfälle führen am Ende zu einem komplexen, unfassbar schrecklichen Verbrechen.


Ich bin schwer begeistert von `Tod im Fichtelgebirge`  und von mir gibt es für diesen fesselnden Krimi eine ganz klare Leseempfehlung!!


Ich danke dem Emons Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 19. September 2019

Rezension: `Porzellankind` von Myriane Angelowski


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Nichts ist, wie es scheint!!













Ellis ist ein einsames Kind, ihr fehlt die Liebe der Eltern und ihre beste Freundin ist Dorothy, ein imaginäres Mädchen. Auch sonst ist Ellis etwas komisch, was noch schlimmer wird, als der kleine Bruder geboren wird. Ein Schreikind, das den Eltern den letzten Nerv raubt. Nun läuft Ellis erst recht nebenher..
Und plötzlich schreit er nicht mehr, bleibt für immer stumm...

Teil 2 spielt viele Jahre später, Ellis ist inzwischen Leiterin einer Ballettschule, wohnt aber immer noch bei der ungeliebten Mutter und benimmt sich auch sonst sehr merkwürdig. Für den Leser ist es schwer einzuordnen, wer von den beiden die größere Macke hat. Das Verhältnis der beiden ist geradezu angsteinflößend, man fragt sich die ganze Zeit, warum Ellis sich nicht von der Mutter löst.
Zusätzlich gibt es noch eine anderen Handlungsstrang, in dem jemand in penibler Kleinarbeit Wohnungen mit Bewohnern nachstellt.
Der Sinn dieses Tuns bleibt dem Leser lange Zeit verschlossen, ergibt erst zum Schluss einen Sinn.
Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch beurteilen soll, ohne zu viel zu verraten, kann nur soviel sagen: Nichts ist wie es scheint! Ich fand es extrem spannend, sodass ich seit langem mal wieder jede Sekunde genutzt habe, um weiterlesen zu können.
Ein bedrückender, verstörender, mitreißender Thriller, der es in sich hat.

                                


 Ich danke dem Emons Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares




Dienstag, 7. August 2018

Rezension: `Kalter Sand` von Anja Behn


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Unblutig, aber spannend!!!
















Der Kunsthistoriker Richard besucht seinen alten Studienkollegen Philip an der Ostsee. Der Freund hat sich verändert, trinkt zu viel, wird schnell aggressiv und die alte Vertrautheit will sich nicht so recht wieder einstellen. Dazu kommt, dass Richard von einem Mord erfährt, der vor sechs Jahren hier passiert ist und Philip als Verdächtiger kurz im Gefängnis saß. Das alles hat Philip ihm verschwiegen.
In anderen Handlungssträngen lernen wir Isa, Philips Verlegerin und Jette Harsberg kennen. Jette ist auf jeden Fall nicht die, für die sie sich ausgibt und scheint sehr an Philip interessiert.

`Kalter Sand` ist ein spannender Krimi, der ohne viel Action auskommt. Es geht mehr um die Personen und ihre einzelnen Geschichten. Richard ermittelt ein bisschen auf eigene Faust, denn er kann sich nicht vorstellen, dass Philip eine Frau ermordet haben soll.  Im Ganzen geht es aber eher ruhig zu, die Autorin überrascht mit  vielen  raffinierten Wendungen und Verwicklungen.  Es gibt einen Einbruch, einen weiteren Mord und  die düstere Novemberstimmung kommt gut rüber und tut ihr übriges..

Ein wirklich gut zu lesender und recht unblutiger Krimi, der mir sehr gut gefallen hat.