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Dienstag, 16. Juli 2024

Rezension: `Im Nordwind` von Miriam Georg

 

* * * * *

Ich hätte gerne noch weitergelesen!!









Kennt Ihr das???  Ihr wünscht euch, das Buch möge nicht zu Ende gehen, weil ihr gerne weiterlesen möchtet? So ging es mir mit `Im Nordwind`.

Miriam Georg hat mich mit ihrem neuen Roman mal wieder total gepackt. 

 Alice lebt mit ihrem gewalttätigen Ehemann Henk und ihrer Tochter in Armut. Obwohl sie auch arbeitet, trägt Henk das Geld in die Wirtschaft oder verliert es beim Spiel. Sie beschließt, sich scheiden zu lassen, was natürlich Anfang des 20. Jahrhunderts fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Dabei lernt sie den Rechtsanwalt John Reeven kennen, der ihren Fall pro Bono bearbeiten möchte. Er ist fasziniert von der schönen Frau, doch sie kommen aus verschiedenen Welten, was eine Beziehung unmöglich macht. Da das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, ist es für den Leser spannend, die Sicht beider Seiten zu erfahren. Die Autorin schreibt flüssig und verliert sich nicht in detailreichen Beschreibungen, sodass man von Anfang an direkt in der Geschichte drin ist. 

Ich liebe die Bücher von Miriam Georg und auch `Im Nordwind` hat mich wieder in seinen Bann gezogen. 

Ich hätte gerne noch weitergelesen, aber nun muss ich bis Oktober`24 auf den zweiten Teil warten.





Dienstag, 18. Oktober 2022

Rezension: `Das Tor zur Welt- Hoffnung` von Miriam Georg

* * * * *

Noch besser als der erste Band!













 Im zweiten Band der Auswanderer Saga kehrt Claire nach Hamburg zurück. Aus Scham traut sie sich nicht, ihre Mutter oder Ava zu besuchen. Als sie feststellt, dass Dr. Schwab nun als Agathas Verlobter in ihrem Elternhaus ein und aus geht, hat sie noch mehr Bedenken. Es besteht nach wie vor die Gefahr, dass er sie in  eine Anstalt einweisen lässt. Dann hat Quint eine rettende Idee...

Ava hat ihren Traum von Amerika erst einmal hinten angestellt, doch sie kümmert sich gerne um Agatha, die sehr darunter leidet, dass ihre Tochter verschwunden ist. Und auch Quint ist ihr immer ein treuer Freund. Wills Pflichtbewusstsein seiner Familie gegenüber hindert ihn immer noch daran, sich zu Ava zu bekennen. 

Miriam  Georg hat den zweiten Teil der Auswanderer Saga extrem raffiniert geschrieben. Es kommen immer wieder Passagen in Kursivschrift vor, die den Leser verwirren und neugierig machen. Eine Frage beschäftigte mich fast ununterbrochen während des Lesens. Um wen handelt es sich auf der `Imperator?` 


`Das Tor zur  Welt- Hoffnung` ist sehr spannend, und ich fand es noch besser als den ersten Band, obwohl der mir auch schon gut gefiel.

Zum besseren Verständnis empfehle ich aber, den ersten Teil vorher zu lesen, auch weil einem sonst eine tolle Geschichte entgeht.

Ganz klare Leseempfehlung für die beiden Bände!!

                              


Dienstag, 19. Juli 2022

Rezension: `Das Tor zur Welt - Träume` von Miriam Georg


 
* * * *

 Beginn einer neuen Auswanderer-Saga!

       



Tagein, tagaus muss die junge Ava auf dem Hof ihrer Eltern schuften. Sie weiß, dass es nicht wirklich ihre Eltern sind, denn jahrelang hat sie darauf gehofft von ihrer, nach Amerika ausgewanderten, Familie nachgeholt zu werden. 
Ihrem eigenen Traum von Amerika kommt sie näher, als sie nach einer wahren Odyssee an schlechten Erfahrungen eine Arbeit im Auswandererlager bekommt. Jeden Pfennig, den sie verdient, spart sie für ein Ticket in die freie Welt.


In einem anderen Handlungsstrang lernen wir Claire Conrad kennen, eine reiche, egozentrische junge Frau, die gerne gegen alle gesellschaftlichen Regeln rebelliert. Sie ist ganz das Gegenteil von Ava und doch werden die beiden Freundinnen. 

Miriam Georg konnte mich mit ihrem neuen Roman wieder begeistern, auch wenn die Geschichte in der Mitte etwas langatmig war. Das Buch hat 656 Seiten und ich denke, 100 oder sogar 200 Seiten weniger hätte es noch spannender gemacht.
Wie alle ihre Romane ist auch dieser flüssig und gut zu lesen, und durch den bildlichen Schreibstil hatte ich viele der Schauplätze genau vor Augen.
Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven von unterschiedlichen Personen erzählt, denn die Autorin hat eine Menge sehr interessanter und facettenreicher Charaktere geschaffen. Für das Ende hat sie sich noch ein Highlight aufgehoben, das einen sehnsüchtig auf den zweiten  Band warten lässt.

                                                               



Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 23. Mai 2022

Rezension: `Die Töchter der Speicherstadt- Der Geschmack von Freiheit` von Anja Marschall

 

* * * * *

Spannende Fortsetzung!!









Im zweiten Band der Speicherstadt-Saga geht es nicht mehr nur um Maria, sondern inzwischen ist ihre Tochter Cläre erwachsen.

Die junge Frau möchte gern studieren, doch das ist 1929 fast ausgeschlossen, was ihrem Verlobten Hubert gelegen kommt, denn dieser Wunsch ist ihm ein Dorn im Auge. 

Durch Zufall lernt Cläre den Journalisten Fritz kennen, der so ganz anders als der steife Hubert ist und verliebt sich in ihn. Als sie feststellt, dass sie ein Kind erwartet, stellt das ihre ganze bisherige Lebensplanung auf den Kopf. 

Zwischenzeitlich haben die Nationalsozialisten die Wahl gewonnen, und nachdem der Krieg ausbricht, folgt eine leidvolle und kummerreiche Zeit für das deutsche Volk.

Als ihre Mutter Maria dringend in Brasilien auf der Kaffeefarm  gebraucht wird, stellt Cläre sich mutig den Herausforderungen, die nun auf sie zukommen. Sie ist eine toughe Frau, und genau wie ihre Mutter hat sie zusätzlichen zu allen anderen, auch noch mit Problemen in der eigenen Familie zu kämpfen.

Mit dem zweiten Band der Speicherstadt Saga verwöhnt Anja Marschall die Leser wieder mit einem spannenden historischen Schmöker und inzwischen liebgewonnenen Personen.

Cläre ist eine sympathische Protagonistin, aber auch die anderen Charaktere sind sehr interessant. Diesmal beginnt die Geschichte 1929 und schießt mit dem Ende des zweiten Weltkrieges ab.

Da zum Schluss noch einige Fragen offenbleiben, freue ich  mich schon sehr auf den dritten Band, der im Juli`22 erscheint.

Ganz klare Leseempfehlung für `Die Töchter der Speicherstadt`, wobei man ruhig mit dem ersten Band beginnen sollte, damit einem das Lesevergnügen nicht entgeht.








Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Sonntag, 13. Februar 2022

Rezension: `Und wenn wir wieder tanzen` von Kerstin Sgonina

 

* * *

Hat mich leider nicht so überzeugt!









Hamburg, 1962. Nachdem Maries Häuschen in der Kleingartensiedlung der Sturmflut zum Opfer gefallen ist, findet sie bei der etwas schrulligen Effie von Tieck Unterschlupf. Deren Tanzlokal, das `Danzhus` wurde durch das Wasser ebenfalls stark beschädigt. Zusammen beschließen die Frauen, das Tanzlokal wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen, die später zusammengeführt werden, erzählt. Ich habe mich immer gefreut, wenn es wieder zu Frieda und Helly ging, deren Geschichte 1910 in Schleswig Holstein beginnt. Friedas Leben fand ich weitaus interessanter als Maries.

Insgesamt empfand ich das Buch als sehr langatmig, vor allem später, als beide Leben miteinander verknüpft werden. Danach zog es sich wie Kaugummi. 

 Zu Marie oder Effi konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen und auch die Nebenfiguren blieben total blass.

Die Autorin  hält sich zu viel mit unwichtigen Details auf, die mich langweilten. Mir fehlte es an der nötigen Spannung, die einen veranlasst, weiterlesen zu wollen. So musste ich mich hinterher eher durch die Seiten schleppen. Ich vergebe trotzdem drei Sterne, weil mir die Kapitel über Frieda gut gefallen haben.

                                                                    


 Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 26. April 2021

Rezension: `Elbstürme` von Miriam Georg

 

* * * *

Es geht weiter mit Lilly und Jo!!









Im zweiten Teil der hanseatischen Familiensaga kehrt Lilly an der Seite ihres Ehemannes zurück nach Hamburg. Ihre Ehe ist eine Farce und Lilly hält sie nur aufrecht, weil Henry ihr sonst die Tochter entziehen würde. Auch sonst darf der Ehemann alles bestimmen, er kontrolliert Lillys Tag und sie findet kaum eine Möglichkeit, etwas allein zu unternehmen. Sie wohnen im Haus der Karstens, in dem auch Franz und seine Ehefrau Roswitha leben. Roswitha ist unglücklich, weil Franz sie schlecht behandelt und demütigt, wo er kann. Er hingegen lebt ungeniert seine Vorlieben aus.

In einem anderen Handlungsstrang treffen wir Jo in den Gängevierteln wieder. Inzwischen ist er so erfolgreich im Opiumgeschäft, dass er zumindest seine Mutter und Geschwister ernähren kann. Trotzdem trinkt er täglich ordentliche Mengen Alkohol, doch es gelingt ihm nicht, Lilly und seine kleine Tochter zu vergessen.

Auch mit Emma und ihren Freundinnen, die weiterhin für die Rechte der Frauen kämpfen, gibt es ein Wiederlesen. 

Miriam Georg beschreibt die Zustände in den Arbeitervierteln sehr authentisch. Die Armut und Not der Männer, die mit ihrem geringen Verdienst kaum ihre Familien über Wasser halten können.  Die Frauen, die meist genauso hart in der Fabrik arbeiten, müssen anschließend noch den Haushalt und die Kinder versorgen. Oft haben die Kinder durch die Mangelernährung krumme Gelenke oder andere Schäden.

Die Damen der besseren Gesellschaft haben zwar mehr Luxus, aber eine eigene Meinung ist auch hier nicht erwünscht. Es ist das Privileg der Männer, alles zu bestimmen. Die Frauen sollen lediglich nett aussehen, möglichst den Mund halten und sich mit der Haushaltsführung beschäftigen. Es wird niemals die Frage gestellt, ob Frauen auch über Intelligenz verfügen.

Unvorstellbar grausam fand ich die Geschichte um den kleinen Michel, und was ich über das miese Geschäft der Adoptionsvermittlerin gelesen habe, hat mich wirklich erschüttert.

Der zweite Band der hanseatischen Familiensaga hat mich nicht ganz so begeistern können wie der erste, weil ich die Ereignisse aus den Hafenvierteln manchmal etwas zäh und langatmig erzählt fand.

Insgesamt ließ sich `Elbstürme` aber sehr gut lesen und hat mir bis auf wenige Kritikpunkte auch wieder gefallen.


                                      


Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 23. Februar 2021

Rezension: ` Der leuchtende Himmel` von Ellin Carsta

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Turbulente Zeiten für die Hansens !!








 Mit `Der leuchtende Himmel` ist inzwischen der siebte Teil der Hansen- Saga erschienen. Zuerst dachte ich, nun sind alle glücklich und zufrieden, was soll denn jetzt noch Großes passieren? Eigentlich war doch alles schon einmal da. 

Aber die Autorin hat mich eines Besseren belehrt!

Der siebte Band fängt erstmal ganz beschaulich an, aber dann überschlagen sich die Ereignisse.  

Gerade hat Luise beschlossen, weniger ins Kontor zu gehen und sich mehr um Hans und ihre gemeinsame Tochter zu kümmern, da wird Onkel Georg plötzlich dringend in Wien gebraucht. Dort geht gerade alles drunter und drüber. Das bedeutet, Luise muss nun in Hamburg allein die Stellung halten und noch mehr arbeiten. 

Dazu kommt, dass die Hafenarbeiter sich organisiert haben, weil sie es leid sind, für einen Hungerlohn zu schuften, während sich die Reeder und Firmenchefs die Taschen vollmachen.

Der  Arbeiteraufstand ist für das Kontor der Hansens und andere Unternehmer ein Desaster, denn so werden die Schiffsladungen nicht gelöscht und es kann kein richtiger Handel betrieben werden.

Auch privat läuft nicht alles so, wie es sollte. Luise und Hans versuchen sich, nach den Problemen im letzten Band, wieder anzunähern.

Elsa, die Frau von Luises Cousin, fühlt sich nicht mehr sicher in der Villa und hat große Pläne. 

In Wien erfordern mehrere Ereignisse und Todesfälle die sofortige Rückkehr von Robert und Therese aus Kamerun.

Wieder einmal haben mich die Hansens und ihre Geschichten in Atem gehalten. Um euch nicht die Spannung zu nehmen, will ich nicht näher auf die Geschehnisse eingehen, aber Ihr könnt gewiss sein, diesmal passiert eine Menge Unvorhergesehenes, und nach einem entsetzlichen Drama trifft Luise eine weitreichende Entscheidung.

Nachdem der sechste Teil mich nicht komplett überzeugen konnte, bin ich von `Der leuchtende Himmel`  wieder total begeistert!









Sonntag, 21. Juni 2020

Rezension: `Der nahende Sturm` von Ellin Carsta


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Große Aufregung bei den Hansens!!











Robert und Therese mussten abrupt aufbrechen und von Kamerun nach Hamburg reisen, denn im Kontor sind schlimme Dinge passiert. Es geht um die Existenz der ganzen Firma !!

 Elisabeth versucht mit allen Mitteln, die Hansens zu vernichten. Eine große Hilfe ist ihr dabei Richard, der seinerseits Rache üben will.
Jetzt zeigt sich wieder, dass der Rest der Familie zusammen hält. Sofort kommen sie aus der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam für den Erhalt der Firma zu kämpfen. Doch werden sie es schaffen, gegen, die inzwischen mächtige, Elisabeth anzukommen?

Bei Luise und Hans läuft diesmal auch privat nicht alles so harmonisch wie bisher, und Martha merkt endlich, dass sich nicht alles nur um sie drehen muss, damit sie glücklich werden kann.

Während Robert in Hamburg ist, vertritt Hamza ihn in Kamerun, so gut er kann, was vielen Weißen gar nicht passt.
Dass er als Einziger weiß, wie man die lästigen Spinnmilben vertreibt, bringt sie noch mehr gegen ihn auf.
Hamza sitzt ein wenig zwischen den Stühlen, die Weißen akzeptieren ihn nicht wegen seiner Hautfarbe und seine Stammesbrüder werfen ihm vor, sich wie ein Weißer zu verhalten.


Wieder habe ich nur einen Sonntag gebraucht, um den sechsten Hansen-Teil `Der nahende Sturm`  zu lesen. Abgesehen von der Handlung wird das Buch durch die wechselnden Schauplätze und die vielschichtigen Charaktere zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.
Trotzdem fand ich die vorigen Bände noch ein klein wenig spannender, weil diesmal manche, eher nebensächliche Ereignisse für mich zu ausführlich behandelt wurden.
Aber wie immer haben mich die Hansens gut unterhalten können und ich freue mich auf den nächsten Band, der dann leider auch der letzte der Reihe sein wird.



                                               
Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 31. März 2020

Rezension: `Der mutige Weg` von Ellin Carsta

* * * * *
Endlich geht es weiter mit den Hansens!!







Im fünften Teil der Hansen-Saga bricht Therese mit ihren Kindern von Wien auf, um ihr weiteres Leben mit Robert in Kamerun zu verbringen.
Zuhause in Hamburg versucht Luise herauszufinden, wieso das Kontor trotz guter Geschäfte nicht mehr Gewinn abwirft. Irgendwo scheint da etwas nicht zu stimmen. Doch welches Verbrechen sie mit Hilfe ihres Mannes aufdeckt, ist unglaublich.

In Wien führt Georg Karls Geschäft weiter, nur die Ehe mit Vera gleicht weiterhin einer Tortur.

Plötzlich jagt eine Katastrophe die nächste. In Kamerun wird ein großer Teil der Ernte durch Spinnmilben vernichtet, ein großer Verlust für Roberts Plantage. In Hamburg passiert währenddessen viel Schlimmeres. Etwas so Dramatisches, dass es das Ende für die Firma Hansen bedeuteten könnte. 

Ellin Carsta hat mit `Der mutige Weg` wieder eine spannende Fortsetzung der Familiensaga geschrieben. Es wird auch nie langweilig, weil die Handlung sich in verschiedenen Städten abspielt. Wien, Hamburg und natürlich Kamerun. Das macht es für den Leser so interessant und abwechslungsreich und deswegen fand ich 290 Seiten auch viel zu kurz. 

Inzwischen sind mir die Familienmitglieder richtig ans Herz gewachsen und ich fiebere dem nächsten Band entgegen, der schon im Juni erscheint. Wie wird es weitergehen? Schaffen die Hansens es, die Firma zu retten?

                                       


Montag, 2. Dezember 2019

Rezension: `Unbarmherzig` von Markus Kleinknecht



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Spannender Hamburg- Krimi!!!

















Das `Harburger Tageblatt`, der Arbeitgeber von Jan und Charlotte, wird in Kürze eingestellt, somit werden die Mitarbeiter arbeitslos. Für Jan ist es die Gelegenheit, endlich das Buch über Serienmörder zu schreiben, das er schon lange im Kopf hat. Er nimmt seinen Resturlaub und begibt sich direkt auf eine Recherchereise, zumal sich die Beziehung mit Charlotte gerade in einer schweren Krise befindet.
Diese kümmert sich um Gerechtigkeit für eine alte Freundin, der Schlimmes widerfahren ist..
Gleichzeitig wird ein Mörder wieder aktiv, der viele Jahre von der Bildfläche verschwunden war ...

Der Krimi ließ sich gut lesen, doch mir war Charlotte extrem unsympathisch. Ich hatte den Eindruck, bei allem, was sie für ihre Freundin tut, geht es ihr doch immer nur um sich selbst. Was Charlotte möchte, ob in der Beziehung zu Jan oder zu ihrer Freundin, das zieht sie durch, ohne Rücksicht auf Gefühle oder Konsequenzen.
Jan dagegen hat mir gut gefallen, ich fand es auch spannend, wie er an die Recherche für sein Buch herangegangen ist und was er in der Kürze der Zeit herausgefunden hat.

Zwischendurch kommt der Täter selbst zu Wort, der nach 20 Jahren seinen Trieb plötzlich nicht mehr kontrollieren kann. Ich hatte lange Zeit einen Verdacht, um wen es sich handeln könnte, aber oft kommt es anders, als man denkt....
Ein spannender Krimi, der erst langsam Fahrt aufnimmt, aber dann geht es Schlag auf Schlag und endet ziemlich dramatisch.
Den Nachfolgeband gibt es übrigens schon. `Verhängnisvoll` habe ich bereits gelesen und kann das Buch auch empfehlen! Die Rezension dazu findet Ihr  HIER.

                                                 

Donnerstag, 21. November 2019

Gewinnspiel !!!!!



                                     


Habt Ihr Lust auf ein spannendes Gewinnspiel??  Dann wäre das sicher etwas für euch 💗
Am 29.11.2019 erscheint der neue Thriller von Markus Kleinknecht beim Ullstein Verlag.                                   `UNBARMHERZIG`
Ihr könnt eins von drei Exemplaren gewinnen!!! Natürlich signiert!!! Und dazu noch ganz besondere Lesezeichen !!! Na, was sagt Ihr????


Klappentext:
Eigentlich haben die Fotografin Charlotte Sander und der Reporter Jan Fischer genug Probleme. Ihre Beziehung steckt in einer Krise, und das Harburger Tageblatt, ihr Arbeitgeber, wird eingestellt. Während Charlotte immer schweigsamer wird, stürzt sich Jan auf eine neue Recherche. Er arbeitet an einem 20 Jahre zurückliegenden, ungeklärten Mord. Als er der Wahrheit sehr nahe kommt, gerät Charlotte ins Visier des Täters. Jan muss den Fall lösen, bevor es für die Frau seines Lebens zu spät ist.


Möchtet Ihr mehr über Markus Kleinknecht wissen?? Guckt doch mal auf seiner HOMEPAGE vorbei.

                          



Was müsst Ihr nun tun, um eines der begehrten Bücher zu gewinnen?

Gebt meiner Facebook oder Instagram Seite ein Like !


Bitte kommentiert hier, bei Facebook oder Instagram, markiert gerne eure Freunde und teilt, was das Zeug hält. 

Ihr müsst mind. 18 Jahre alt sein, ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 



Bis zum 28.11.2019 um 23 Uhr habt Ihr Zeit, danach lose ich mit random.org aus.

Ich wünsche euch viel Spaß !!!
Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte nach dem 28.11. unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden,muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.


Dienstag, 29. Oktober 2019

Rezension: `Der zerbrechliche Traum` von Ellin Carsta


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Neues von den Hansens!!










Ursprünglich sollte ja nach drei Bänden Schluss sein mit der Hansen- Saga. Aber bei der Familie passiert so viel, dass die Autorin einfach gezwungen war, weiterzuschreiben.
 Im vierten Teil geht es wieder um die Familienmitglieder in Hamburg, Wien und Kamerun.
Therese entscheidet sich nach Karls Tod einige Zeit in Hamburg zu verbringen, was ihr sichtlich gut tut. Doch ein Unglück auf der Plantage in Kamerun bringt alles durcheinander und gerade aufkommende Gefühle werden erst einmal abrupt im Keim erstickt. Luise ist glücklich mit Hans und der kleinen Victoria, allerdings macht ihr zu schaffen, dass ihr Cousin Richard im Kontor bessere Geschäfte tätigt als sie bisher. Hamza geht zurück nach Kamerun und auch von Schwester Martha gibt es Neuigkeiten und das sind keine guten. Es ist also mächtig was los bei den Hansens.
 Ellin Carsta hat die  Ereignisse so spannend erzählt, dass ich leider in zwei Tagen schon durch war. Ich könnte ewig von den Hansens weiterlesen und bin froh, dass es noch weitere Bände geben wird. Durch die verschiedenen Schauplätze wird die Geschichte lebendiger und interessanter. Bei den Geschehnissen in Kamerun wurden die wahren Begebenheiten gut in die Geschichte eingeflochten. `Der zerbrechliche Traum` ist wieder mal ein wunderbarer Schmöker, in dem alles zur Sprache kommt: Sucht, Intrigen, Liebe, Katastrophen, aber leider viel zu kurz, sodass es jetzt wieder heißt : Warten auf den nächsten Band !!

                                 


Ich danke Amazon Publishing und Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 13. September 2019

Rezension: `Große Elbstraße 7` von Wolf Serno



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Hamburger Familiensaga!















Hamburg, Ende des neunzehnten Jahrhunderts.
Das Lehrerinnenseminar gefällt Vicki, der Tochter Professor zur Haidens, überhaupt nicht und sie kehrt heimlich, ohne seine Erlaubnis nach Hamburg zurück. Dort trifft sie den jungen Arzt Hannes, der gerade dabei ist, die ersten Opfer der beginnenden Cholera-Epidemie zu versorgen.
Vicki bleibt bei ihm und hilft, wo sie kann. Sie merkt, dass das ihre wahre Berufung ist, aber ein Medizinstudium ist für eine Frau unmöglich.
Ihr Vater bekommt heraus, wo sie sich aufhält und verbietet ihr ab sofort jeglichen Kontakt mit dem mittellosen Arzt. Für seine Tochter hat er besseres vorgesehen. Und auch sein Sohn Benno macht ihm Sorgen, der ganz andere Pläne hat, als in seine Fußstapfen zu treten und Medizin zu studieren.

Die Story beruht auf wahren Begebenheiten, es soll sich um die Geschichte einer Hamburger Arztfamilie handeln.

Für ein junges Mädchen aus gutem Haus war es zur damaligen Zeit undenkbar, zu studieren oder einen Beruf zu ergreifen, man lernte Klavierspielen und Handarbeiten und hoffte auf eine gute Partie. Liebe war dabei eher nebensächlich. Vickis Mutter geht es bei der Vermählung ihrer Kinder um das Ansehen in der Gesellschaft, doch beide Kinder machen ihr einen Strich durch die Rechnung.
Wolf Serno hat das sehr gut dargestellt, die Mutter mit ihrem ewigen Dünkel, dazu der Vater, das Oberhaupt, der keinen Widerspruch duldet und die Kinder, die sich nicht fügen wollen.
Es hat einige Zeit gedauert, bis mich die Story gefesselt hat, weil sich der Autor mit zu vielen Nebensächlichkeiten aufhielt, die für mich uninteressant waren.
So ab der Hälfte des Buches wurde es aber spannender und hat mir viel besser gefallen. Der Schreibstil ist flüssig  und locker, insgesamt kann ich  `Große Elbstraße 7` als eine leichte Lektüre mit einigen Längen bezeichnen. 




 Ich danke dem Aufbau Verlag  und Netgalley.de   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 3. August 2019

Rezension: `Das Kino am Jungfernstieg` von Micaela Jary



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Das Kino am Jungfernstieg












                                                                                                                  www.die-rezensentin.de


Lili Paal muss dringend nach Hamburg, denn ihrer alten Mutter geht es sehr schlecht. Jeder Tag könnte der letzte sein. Doch 1946 ist es fast unmöglich, schnell von Berlin nach Hamburg zu gelangen. Eine glückliche Fügung lässt sie den britischen Offizier John Fontaine kennen lernen, der sehr interessiert an einer Geschichte über alte Filmrollen ist, die Lilli ihm erzählt.

Er gibt sie als seine Sekretärin aus und ermöglicht ihr so die Reise zusammen mit ihm nach Hamburg.

Dort warten aufregende Ereignisse auf Lili. Ihre Schwester, bei der sie unterkommen muss, hasst sie und so wird es schwierig, richtig für die Mutter zu sorgen. Ihre Schwester will außerdem das Kino am Jungfernstieg schließen, was Lili verhindern möchte, und John erwartet, dass sie das Versprechen einlöst und die alten Filmrollen besorgt. Dabei werden einige Geheimnisse aufgedeckt. Was hatte ihre Mutter mit dem berühmten Regisseur Leon Caspari zu tun? 
 Bei einer gemeinsamen Reise kommen Lili und John sich näher, obwohl Lili  mit dem Kriegsgefangenen Albert Paal verheiratet ist.  Ein schwerer Unfall verändert allerdings alles.

Das war mein erstes Buch von Micaela Jary, der Schreibstil gefällt mir. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant. Lili und John sind sympathische Protagonisten und man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle füreinander nachvollziehen.
Der Schwager und die Schwester sind eine Gattung für sich, egoistisch, geizig und missgünstig.
Die Geschichte um das Kino, die verschwundenen Filmrollen und die verbotene Liebe hat mir gut gefallen, allerdings fand ich das abrupte Ende sehr gewöhnungsbedürftig. Natürlich wird es eine Forstsetzung geben, auf die die Leser aber ein Jahr warten müssen. Da hätte ich mir einen anderen Schluss gewünscht, das Ende hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen.

                                 



Ich danke dem Goldmann Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 27. April 2019

Rezension: `Das bedrohte Glück` von Ellin Carsta

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Spannende Fortsetzung!!


















Endlich geht es mit dem dritten Band der Hansen- Familiensaga  weiter.
Luise, inzwischen in die Ehe mit dem ungeliebten Hans Petersen gedrängt, arbeitet weiterhin im Kontor und die Aufgabe macht ihr Riesenspaß. Schon jetzt ist sie unentbehrlich für den Vater geworden und er hofft, dass sie ihm auch nach der Geburt des Kindes wie bisher hilft. Die nahende Geburt  macht Luise große Angst, denn sie hat eigentlich ganz andere Pläne. Schließlich gibt es noch Hamza, ihre Liebe aus Kamerun.


Wenn man die bisherigen Bände gelesen hat, hat man ja eine gewisse Vorstellung, wie alles weiterzugehen hat. Die Autorin überrascht aber mit Wendungen, die ich beim besten Willen nicht erwartet habe und die mir trotzdem gefielen.
Es war hochinteressant zu lesen, dass Luise ihre Zeit in Kamerun irgendwann in einem anderen Licht sieht. Und genau das ist eine Entwicklung, die ich total realistisch fand, denn damals war sie ein Kind und heute ist sie eine erwachsene, arbeitende Frau, die sich ein Leben ohne das Kontor nur schwer vorstellen kann. Wie wird es mit ihr und Hamza weitergehen?

Auch in Wien läuft nicht alles so, wie Karl es sich vorstellt. Gerade als er sich entschließt, sich ganz für Therese und die Kinder zu entscheiden, entdeckt ein Gauner sein lange gehütetes Geheimnis und Karl sieht nur einen Ausweg.


Der dritte Band der Hansen-Saga konnte mich genauso begeistern wie seine beiden Vorgänger. Sonntagmorgens begonnen, abends ausgelesen.. Leider. Nun heißt es für den Leser wieder warten, doch schon im Oktober geht es mit Band 4 weiter, auf den ich mich extrem freue, denn ich habe so gar keine Vorstellung, was darin passieren könnte.


                               





Ich danke Netgalley.de  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 29. Mai 2018

Rezension: `Verhängnisvoll` von Markus Kleinknecht

* * * * *
Verhängnisvoll!!



















Der Reporter Jan Fischer will eigentlich nicht für das Online- Magazin `Lauffeuer` arbeiten, doch den Auftrag, eine verschwundene Familie zu suchen, kann er nicht ablehnen. Dazu liebt er seine Arbeit, vor allem, wenn es um Recherche geht, doch zu sehr.
Oleg Kamarow wird tot aus der Elbe gefischt, aber von seiner Frau und den beiden Kindern fehlt jede Spur. Hat er sie, bevor er sich selbst tötete, umgebracht oder sind sie untergetaucht?
Jan soll darüber etwas herausfinden, was natürlich gar nicht so einfach ist.
 Doch dann stößt er auf einen groß angelegten Ring von Kinderschändern, Menschenhandel und Korruption.

Die Handlung wird von mehreren Personen aus verschiedenen Perspektiven erzählt, jede für sich spannend geschrieben.
Die Charaktere sind bunt gemischt, von sehr sympathisch bis abstoßend ekelhaft ist alles dabei. 
Trotz Trennung hängt Jan noch an der Fotografin Charlotte Sander, doch da auch Charlotte in die Recherche involviert wird, finden wir eine gute Mischung aus Arbeit und Privatem.

Die Idee zur Story kam dem Autor, als über das Verschwinden der Familie Schulze aus Drage vor ein paar Jahren berichtet wurde. Aber  natürlich hat Markus Kleinknecht es zu seiner eigenen Story gemacht!
`Verhängnisvoll`  ist ein richtig spannender Roman, den ich geradezu verschlungen habe.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band, in dem es mit Jan Fischer und Charlotte Sander und dem Team von `Lauffeuer` weitergeht.
                         



Montag, 21. Mai 2018

Rezension: `Verhängnisvoll` von Markus Kleinknecht

* * * * *
Verhängnisvoll!!



















Der Reporter Jan Fischer will eigentlich nicht für das Online- Magazin `Lauffeuer` arbeiten, doch den Auftrag, eine verschwundene Familie zu suchen, kann er nicht ablehnen. Dazu liebt er seine Arbeit, vor allem, wenn es um Recherche geht, doch zu sehr.
Oleg Kamarow wird tot aus der Elbe gefischt, aber von seiner Frau und den beiden Kindern fehlt jede Spur. Hat er sie, bevor er sich selbst tötete, umgebracht oder sind sie untergetaucht?
Jan soll darüber etwas herausfinden, was natürlich gar nicht so einfach ist.
 Doch dann stößt er auf einen groß angelegten Ring von Kinderschändern, Menschenhandel und Korruption.

Die Handlung wird von mehreren Personen aus verschiedenen Perspektiven erzählt, jede für sich spannend geschrieben.
Die Charaktere sind bunt gemischt, von sehr sympathisch bis abstoßend ekelhaft ist alles dabei. 
Trotz Trennung hängt Jan noch an der Fotografin Charlotte Sander, doch da auch Charlotte in die Recherche involviert wird, finden wir eine gute Mischung aus Arbeit und Privatem.

Die Idee zur Story kam dem Autor, als über das Verschwinden der Familie Schulze aus Drage vor ein paar Jahren berichtet wurde. Aber  natürlich hat Markus Kleinknecht es zu seiner eigenen Story gemacht!
`Verhängnisvoll`  ist ein richtig spannender Roman, den ich geradezu verschlungen habe.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band, in dem es mit Jan Fischer und Charlotte Sander und dem Team von `Lauffeuer` weitergeht.
                         



Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension: `Die ferne Hoffnung` von Ellin Carsta

* * * * *

Ein gut gelungener Auftakt zu einer neuen Familiensaga!!














1888,
`Die ferne Hoffnung` ist der Auftakt zu einer neuen Buchreihe um die Hamburger Handelsfamilie Hansen. 
Nach dem Tod des Vaters bleiben die drei Brüder auf einem Schuldenberg sitzen. Nur mit Kaffee können sie das nötige Geld nicht aufbringen, aber sie beschließen, eine neue Richtung einzuschlagen. Mit Kakao wollen sie dem Handelshaus Hansen zu altem Glanz zurück verhelfen.
Die Brüder verstehen sich sehr gut und teilen sich auf, Georg bleibt im Hamburger Kontor, Robert kauft eine Plantage in Kamerun und siedelt mit seiner Familie dorthin. Karl, der Jüngste, wird in Wien versuchen, ein neues Standbein aufzubauen. Zusammen wollen sie es schaffen!!

 In drei Handlungssträngen lässt die Autorin uns am Leben der Brüder und ihren Familien teilhaben. Roberts Tochter Luise fühlt sich in Kamerun sofort zu Hause, im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer Schwester. Zumal es dort einen jungen Mann gibt, der starke Gefühle in ihr weckt. Leider gehört er zu den schwarzen Arbeitern und eine Beziehung zwischen beiden ist undenkbar.
Das Leben auf der Plantage und der Anbau von Kakao ist wieder ein außergewöhnliches Thema, das mich auch fasziniert hat.

Das Konzept geht auf, die Brüder schaffen es, mit Kakao gutes Geld zu verdienen, sodass die Schulden getilgt werden können und ein angenehmes Leben in Wohlstand wieder in Aussicht ist.
Es hat mir gut gefallen, wie die Brüder zusammenhalten und keiner dem anderen etwas neidet. Das erwirtschaftete Geld wird einfach geteilt, doch dann passiert etwas, das die Brüder für immer entzweien könnte.

Ellin Carsta hat mit ihren facettenreichen Charakteren und den interessanten Schauplätzen ein fein gemischtes Gesamtbild der Zeit geschaffen. Gut rübergekommen ist die Überheblichkeit vieler Europäer, die in Kamerun leben und die Einwohner eine winzige Stufe über den Affen ansiedeln. Doch auch der junge, etwas unscheinbare Karl in Wien macht eine unvorhersehbare Entwicklung durch.
Das Geschehen wechselt immer zwischen dem Leben im wilden Kamerun, dem gemütlichen Wien oder dem steifen Hamburg, wobei alle drei Handlungsstränge gleich spannend gewesen sind, denn es passiert eine ganze Menge.


Ellin Carsta hat mich mit dem ersten Band der Hansen- Saga wieder total begeistert! Das Buch habe ich verschlungen und möchte am liebsten sofort den zweiten Band lesen. Nun bin ich  gespannt, wie es weitergeht mit der Familie Hansen.
Von mir eine absolute Leseempfehlung !!!

  Ich danke Netgalley für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 5. März 2013

Rezension : Öffne Deine Seele von Stephan M. Rother

* * * * *



Nervenkitzel garantiert!!!









 Dies ist der zweite Fall für das Ermittlerduo Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs. Mir hatte schon "Ich bin der Herr Deiner Angst" gut gefallen, aber ich fand, da war noch Luft nach oben. "Öffne Deine Seele" hat mich dagegen nun voll überzeugt.

Falk Sieverstedt, der einzige Sohn einer alteingesessenen Hamburger Industriellenfamilie, hat Selbstmord begangen.

Doch irgendetwas daran läßt die Polizisten zweifeln, ob nicht doch ein Fremdverschulden vorliegt und so wird der Fall etwas genauer untersucht.

Falk Sieverstedt hatte kurz vor seinem Tod in der Fernsehshow Second Chance angerufen und mit Marius telefoniert.

Marius, fast eine Art Guru für seine Fans, gibt dort telefonische Lebensberatung für Suchende und Verzweifelte. Allerdings hat er eine sehr spezielle Art, um deren Probleme zu erörtern..

Durch Zufall findet die Polizei heraus, dass einige von Marius` Anrufern anschließend Selbstmord begingen.

Die Story wird von unterschiedlichen Personen erzählt, jedoch nur Hannah Friedrichs spricht in der Ich-Form .

Man erinnert sich, das sie im vorigen Band Eheprobleme hatte und diese belasten sie auch weiterhin.

Jörg Albrecht war einige Monate krank geschrieben und deswegen nicht im Dienst. Nun übernimmt er im Fall Falk Sieverstedt zum ersten Mal wieder die Leitung der Ermittlungen.

Auch Jörg hat weiterhin mit persönlichen Problemen zu kämpfen; dazu kommt noch, dass er nicht ganz unbefangen bei dem neuen Fall ist, denn er kennt die Mutter des toten jungen Mannes näher.

Stephan M. Rother hat geschickt die privaten Sorgen und Nöte der Protagonisten mit eingebaut, und zwar genau in der richtigen Dosis.

Hannah ist sich über ihre Gefühle nicht im Klaren; will sie ihr Leben weiter mit Dennis, ihrem Ehemann verbringen oder nicht? Es gibt da immer noch diesen anderen Mann, den Staranwalt Joachim Merz, mit dem sie mehr verbindet als nur ein kollegiales Verhältnis. Es wäre sicher von Vorteil, den ersten Band `Ich bin der Herr Deiner Angst` vorher zu lesen, aber es ist auch nicht schlimm, wenn man ihn nicht kennt.

Als Jörg Albrecht seine Mitarbeiterin Hannah von dem Fall entbindet, da Merz der Anwalt des Second Chance Moderators ist, empfindet sie das als ungerecht, denn Jörgs Verbindung zu Sieverstedts wird totgeschwiegen.

Plötzlich verschwindet Hannah und zuerst bringt niemand ihr Verschwinden mit dem Fall Sieverstedt in Verbindung.

In Wirklichkeit hat sie etwas herausgefunden und ist der Spur erst einmal alleine nachgegangen.

Als ihr Mann und die Polizei das nächste Mal etwas von ihr hören, schwebt sie in großer Gefahr und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn Hannas Leben hängt nur noch an einem seidenen Faden.

Das Buch fängt schon spannend an und es ist dem Autor gelungen, den Spannungsbogen die ganze Zeit über zu halten.

Dadurch, dass er uns in die Gedankenwelt der Protagonisten hineinschauen läßt, sind sie einem sehr viel näher, was mir gut gefallen hat.

Dabei ist zu erwähnen, dass er nicht nur Hannahs Gedanken einfließen läßt, da sie in der Ich-Form erzählt, sondern auch die der Anderen.

So lernt man die unterschiedliche Sicht der Dinge kennen und kann vielleicht eher manche Handlungsweisen nachvollziehen.

Trotzdem kommt das eigentliche Thema, der Fall Sieverstedt, die Verwicklungen mit Second Chance und die sich daraus ergebenden neuen Erkenntnisse natürlich nicht zu kurz.

Es handelt sich um eine tolle Story, zwar teilweise etwas abgehoben und nicht unbedingt realistisch, aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch. Bei "Öffne Deine Seele " ist Nervenkitzel garantiert.

Der einzige Kritikpunkt ist für mich zu häufiger Szenenwechsel mit vielen verschiedenen Namen. Das könnte einen schon mal leicht durcheinander bringen. Das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung, das mag jeder wieder anders sehen.

Das Ende läßt jedenfalls auf einen dritten Band hoffen, denn man möchte nun auch unbedingt wissen, ob es mit dem Team Albrecht/Friedrichs weitergeht .

Stephan M. Rother hat hier einen tollen, spannenden Thriller geschrieben, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.






 

 
Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.