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Montag, 8. April 2024

Rezension: `Blaues Gold` von Uwe Laub

 

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Erschreckend real!!










Die große Eröffnungsfeier der Firma Sharpwater auf der Förderplattform `Greifswald` in der Ostsee wird von einer Gruppe Krimineller jäh gestört. Sie nennen sich `Die  Söhne des Enki, eine Bruderschaft, die sich dem Kampf gegen die Unterdrückung durch die Eliten verschrieben hat.

Die ´Greifswald´ soll unter dem Meeresboden entdeckte Süßwasservorkommen erschließen. Die Kriminellen fordern, dass sämtliches von Sharpwater geförderte Süßwasser zum Selbstkostenpreis weltweit zur Verfügung steht. Die teils schwerreichen Besucher nehmen sie als Geiseln und drohen diese mit der Plattform in die Luft zu sprengen.

Leonie Vargas, die von Anfang an den Bau der `Greifswald` begleitet hat, erlebt dort zusätzlich noch ihren persönlichen Albtraum.

Die Kaperung der Greifswald unterliegt bisher noch größter Geheimhaltung. Darum verstehen die Menschen auf dem Festland nicht, warum plötzlich das Trinkwasser rationiert wird.

Wieder hat Uwe Laub sich ein brisantes Thema für seinen neuen Thriller ausgesucht. Obwohl die Geschichte fiktiv ist, braucht man nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass es genau so geschehen könnte.

Dadurch, dass die Story nicht nur auf der `Greifswald` spielt, sondern auch bei den Menschen, die durch die Rationierung des Trinkwassers in Nöte geraten, wird einem als Leser richtig bewusst, was passiert, wenn es ein paar Tage kein Wasser geben sollte.

Vor allem das Nachwort hat mich sehr nachdenklich werden lassen.

`Blaues Gold` ist ein spannender und gut recherchierter Thriller über den Kampf um das kostbare Trinkwasser.


                                   



Dienstag, 5. Oktober 2021

Rezension : `Dürre` von Uwe Laub

 


* * * *

Erschreckend!!









Das Buch beginnt mit zwei Freunden, die eine geniale Idee haben. Zusammen entwickeln sie die App Aequitas. 


Im zweiten Kapitel sind schon Jahre vergangen, die Ernten sind schlecht, und das Wasser ist knapp wegen anhaltender Dürre. Inzwischen haben alle Menschen die App Aequitas auf dem Handy. Jeder Schritt, den sie tun, kann von der überwachenden Behörde ACON nachvollzogen werden. Es geht darum, einen möglichst kleinen CO2 Fußabdruck zu hinterlassen, und mit Hilfe der App wird alles kontrolliert und überwacht. Es steht jedem nur eine geringe Menge Wasser, Fleisch usw. zu. Man kann kein Benzin, keine Lebensmittel oder eine Fahrkarte kaufen, ohne dass die App benutzt wird. 

Der 21jährige Julian und seine jüngere Schwester geraten ins Visier der ACON wegen CO2 Betruges, doch auch unter den Mitarbeitern der Überwachungsbehörde gibt es schwarze Schafe.


Die Grundidee des neuen Thrillers von Uwe Laub fand ich sehr erschreckend. Könnte so etwas irgendwann Wirklichkeit werden? Ich war vom Vorgänger `Leben` so begeistert, bei `Dürre` hätte ich mir noch mehr Wissenswertes über den Klimawandel und seine Folgen gewünscht. Und in dem Zusammenhang auch mehr über die Benutzung und das alltägliche Leben mit der App.

`Dürre` ist wirklich eher ein Thriller. Es  geht um Betrug, Korruption, Mord und Vertuschung im ganz großen Stil. Julian und seine Schwester werden getrennt und er wird von der ACON gejagt.  Dabei kommt ihnen der Zufall zur Hilfe, sie bemerken einen Riesenschwindel bei der ACON. Aber wer soll ihnen das glauben?

Ich fand `Dürre` ganz anders als `Leben`, aber trotzdem wieder sehr spannend und hatte das Buch auch in drei Tagen gelesen.




Samstag, 2. Mai 2020

Rezension: `Leben` von Uwe Laub

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Was für ein Pageturner!!!!!















Ein unerklärliches Artensterben versetzt die Menschen in Schrecken. Anscheinend hat niemand eine logische Erklärung, warum Massen an verschiedenen Tieren plötzlich dahingerafft werden und vom Aussterben bedroht sind.
Der Protagonist des Buches ist der Pharmareferent Fabian Nowack, der von einem Tag auf den anderen plötzlich extrem altert. Er soll an der seltenen Krankheit `Werner-Syndrom` leiden und wird überredet, als Proband an einer Medikamentenstudie teilzunehmen. Da seine Lebenserwartung in diesem Stadium der Krankheit sonst nur noch Wochen beträgt, lässt er sich darauf ein.


Durch eine Wissenschaftlerin, die im Amazonasgebiet arbeitet, ein skrupelloses Pharmaunternehmen und einen geheimen Club, der der Überpopulation auf der Erde den Kampf angesagt hat, erfahren wir, in verschiedenen Handlungssträngen, mehr über das rätselhafte Altern der Menschen, das von jetzt auf gleich zu kommen scheint.


Uwe Laub hat einen atemberaubenden Thriller geschrieben. In der heutigen Zeit, mitten in der Corona Pandemie, kommt das, was er schreibt, erschreckend realistisch rüber.
Hätte ich den Roman vor einem Jahr gelesen, hätte ich ihn für einen guten Wissenschaftsthriller gehalten, aber nun in unserer "neuen Realität", ist `Leben` mit seiner spannenden Story, nahezu  beängstigend.
Man kann richtige Beklemmungen beim Lesen bekommen und fragt sich, wie der Autor auf solche genialen, und im ersten Moment bizarren, Szenarien kommt, zumal er mit dem Buch 2016 begonnen hat.
Ich war seit langem von keinem Buch mehr so gefesselt wie von `Leben`, konnte es nicht aus der Hand legen. Ihr seht, meine Begeisterung sprüht gerade über!!

Für mich ist `Leben` der mit Abstand beste Thriller von Uwe Laub und zudem aktueller denn je.





        Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Rezension: `Sturm` von Uwe Laub


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Ist das wirklich möglich??
















In ganz verschiedenen Teilen der Welt häufen sich plötzlich unerklärliche Wetterphänomene.

Eines davon bekommt Laura Wagner hautnah mit, als ein  urplötzlich auftretender Hagelsturm in Hannover wütet und ihren Sohn Robin so verletzt, dass er im Krankenhaus bleiben muss.


Laura macht sich große Sorgen um Robin, trotzdem muss sie ihre Arbeit in der Andra AG erledigen.
Als sie ihren Chef ermordet auffindet, bangt sie zusätzlich um ihren Job. Doch das ist das kleinste Übel, denn er hat ihr vor seinem Tod eine Nachricht hinterlassen und bürdet Laura damit eine Aufgabe auf, die nicht nur ihr eigenes Leben bedroht.

Um das ganze Ausmaß der Wetterkatastrophen zu verdeutlichen, nimmt uns der Autor in verschiedene Kontinente mit. Überall spielt das Wetter verrückt und wir lernen viele neue Personen und ihre persönlichen Schicksale kennen. Das hat mir am Anfang ziemliche Probleme bereitet, aber dann konnte ich doch alles ziemlich schnell zuordnen.


Das Wetter beeinflussen? Ist das wirklich möglich? In kleinen Dingen habe ich schon oft davon gehört, z.B. künstlich Regen zu erzeugen, aber wirklich das Wetter der ganzen Welt kontrollieren?

So realistisch beschrieben wie in `Sturm`, kann es einen schon bedrücken, denn denkbar ist es für mich durchaus.
Sehr interessant fand ich, dass der Regentanz der Indianer nicht nur auf einem Aberglauben beruht, sondern einen wirklichen Erfolg bringen konnte.


Uwe Laub hat sich lange mit den Wetterphänomenen beschäftigt. Herausgekommen ist ein rasanter und  komplexer Thriller, der dem Leser durch kurze Kapitel und ständige Szenenwechsel keine ruhigen Minuten lässt, sondern ihn durch die Story jagt.

Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es mir an manchen Stellen etwas zu technisch war.






 Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Rezension : `Blow Out` von Uwe Laub



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Beängstigend realistisch...










2052,
Die Berliner Botschaftsangestellte Emma Fischer wird von ihrem Chef gebeten, eine uralte Top Secret Akte aus dem Keller-Archiv zu suchen.
Leider kann Emma sich nicht verkneifen hineinzusehen, und was sie liest, stellt sie vor eine schwere Entscheidung. Es geht um mehrere, 40 Jahre zurückliegende, Morde auf einer Bohrinsel, die vertuscht wurden. Ihr Chef, der Botschafter, soll lt. Akte ein kaltblütiger Mörder sein...Kann sie das Gelesene vergessen und einfach so weiterleben wie bisher ? Oder ist sie bereit, ihren Job und Karriere aufs Spiel zu setzen, indem sie ihr Wissen nicht für sich behält ?
 Bei Nick Schäfer, einem befreundeten Journalisten, findet sie Hilfe, denn für ihn könnte  eine Riesenstory drin sein.

Was danach geschieht, hätte Emma sich allerdings nie träumen lassen. Nick findet heraus, dass es sich hier um einen Umweltskandal handelt, der vor 40 Jahren begonnen hat und inzwischen verheerende Folgen hatte und weiter haben wird.  Doch bevor Emma und Nick überhaupt  dazu kommen,  ihr weiteres Vorgehen zu planen, werden sie schon verfolgt und bedroht.  Zur Polizei können sie nicht gehen, denn es sind bereits  die obersten Geheimdienste involviert. Man will auf jeden Fall verhindern, dass der Inhalt der Akte an die Öffentlichkeit kommt, und dazu gehen bestimmte Personen über Leichen.
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig zu lesen, und obwohl es ja gar nicht so unbedingt mein bevorzugtes Genre war, hat mich das Buch schnell fesseln können.
Uwe Laub hat eine Menge interessanter und unterschiedlicher  Charaktere geschaffen; die Protagonisten sind trotz ihrer Ecken und Kanten sympathisch und lassen den Leser mitfiebern.
In den ersten 300 Seiten geht es um die Flucht der beiden vor ihren Verfolgern, während sie nebenbei versuchen herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist.  Es gibt immer kurze Kapitel, oft mit einem Cliffhanger endend, sodass man unbedingt weiterlesen will.
  Uwe Laub hat auch sehr gut und für Laien verständlich beschrieben, welche Auswirkungen solche Umweltsünden im riesigen Stil haben. Da kann einem schon ziemlich mulmig werden, denn das Ganze ist leider auch heute zu gut vorstellbar.

Im letzten Viertel überschlagen sich allerdings die Ereignisse etwas, da nimmt der Roman rasant an Fahrt auf. Eine Actionszene jagt die Nächste, da wäre für mich ein bisschen weniger mehr gewesen.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, allerdings empfand ich die letzten 100 Seiten etwas anstrengend, aber das ist, wie immer, meine persönliche Meinung. Ich hatte das Buch trotzdem an einem Wochenende ausgelesen.
Ansonsten ist Uwe Laub hier ein spannendes Debüt gelungen,  mit einem erschreckend realistischen Szenario.
Ich schwanke zwischen 4 und 5 Punkten, habe mich aber dann doch für 5 entschieden.







Ich danke dem Ullstein Verlag für  die Zusendung des Rezensionsexemplares.