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Mittwoch, 10. April 2024

Rezension: `Wildhonig` von Jodi Picoult

 


* * 

Langweilig!!









Die letzten Bücher von Jodi Picoult haben mir schon nicht mehr gefallen, doch der Klappentext von `Wildhonig` sprach mich an, und ich wollte ihr nochmal eine Chance geben.

Es geht um den jungen Asher, der wegen Mordes an seiner Freundin Lilly angeklagt wird. In Rückblicken erfahren wir, was vor diesem Tag passiert ist, und dazu werden die Geschehnisse von mehreren Personen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschrieben.

Die ersten 100 Seiten ließen sich super lesen, doch dann verliert sich die Autorin in ellenlangen Ausführungen über die Bienenzucht. Außerdem geht es sehr ausführlich um die Themen Transgender und um häusliche Gewalt. Dazu kommen viele unwichtige Dinge, die bis ins kleinste Detail beschrieben werden, alles ist viel zu langatmig und durcheinander. Leider läuft der Mordprozess eher am Rande nebenher.

Der Roman hat fast 600 Seiten, 200 Seiten weniger hätten ihn sicher spannender gemacht.

Mit Wehmut denke ich an die genialen früheren Werke der Autorin, aber `Wildhonig` war definitiv das letzte Buch, das ich von Jodi Picoult gelesen habe.


                               


Dienstag, 7. September 2021

Rezension: `Umwege des Lebens` von Jodi Picoult

 



* 
Leider enttäuschend!!

















Ich habe die Bücher von Jodi Picoult früher immer als etwas ganz Besonderes angesehen, doch inzwischen hat sie mich schon des Öfteren enttäuscht.
Nun war ich voller Vorfreude auf  `Umwege des Lebens`, denn der Klappentext sprach mich direkt an.
Es beginnt auch spannend mit einem Flugzeugabsturz, den Dawn Edelstein nur knapp überlebt. Anschließend stellt sie ihr ganzes Leben in Frage und fliegt kurzerhand nach Ägypten zu ihrer alten Liebe Wyatt. Bis dahin war alles okay, doch dann ging es los. Der Leser beginnt quasi ein Studium in Ägyptologie. Detailreich und ausführlich wird alles bis ins Kleinste erklärt. Ich lese gerne Romane, die von Ausgrabungen handeln, aber hier war es mir eindeutig zu viel Wissenschaftliches.
Dazu kommt, dass Jodi Picoult so oft hin- und herspringt, Gegenwart, Vergangenheit, Ägypten, Boston. Da hatte ich meine Schwierigkeiten, so schnell umzuschalten. Ich war eigentlich froh, als Dawn sich endlich wieder in Boston befand, doch hier erwarteten den Leser plötzlich Vorträge über Quantenphysik. 

Ich habe keine Ahnung, wen Jodi Picoult mit ihrem neuen Buch ansprechen will, aber die breite Masse wird sicher nicht begeistert sein. Sie hat früher so tolle Romane geschrieben, tiefsinnig und mit spannenden Themen, aber `Umwege des Lebens` war ein richtiger Flop!
Ich habe hinterher nur noch weitergeblättert, weil ich das Buch so langweilig fand. Ich glaube, demnächst warte ich erstmal die Rezensionen ab, bevor ich mir einen Jodi Picoult Roman kaufe.

                                                 



Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Rezension: `Der Funke des Lebens` von Jodi Picoult

* * * *
Etwas gewöhnungsbedürftiger Aufbau!














Auch diesmal sich Jodi Picoult wieder an ein brisantes Thema herangewagt. Abtreibung in den USA- in manchen Staaten unter Umständen geduldet, in anderen strengstens verboten.
Hugh McElroy wird als Unterhändler zu einer Geiselnahme in eine Frauenklinik gerufen. Als er beginnt, mit dem Geiselnehmer zu verhandeln, bekommt er die erschreckende Nachricht, dass sich seine Tochter Wren unter den Geiseln befindet.

 Ich liebe die Bücher von Jodi Picoult, weil sie die Geschichte meist aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.
Bei `Der Funke des Lebens` fand ich es allerdings etwas verworren. 
Der Aufbau der Handlung war für mich sehr gewöhnungsbedürftig, er ist nicht im üblichen Sinne chronologisch, sondern beginnt um 17 Uhr, wenn quasi schon alles zu Ende ist.
Die Kapitel laufen rückwärts und gehen stundenweise zurück. 17 Uhr, 16 Uhr, 15 Uhr usw. Das hat mir nicht wirklich gefallen. Vor allem hat es erstmal mehrere Kapitel gebraucht, bis ich das kapiert hatte. Dazu kommt, dass sehr viele verschiedene Personen vorgestellt werden, das fand ich zusammen mit den rückwärts laufenden Kapiteln etwas too much.

Die Kernfrage ist aber: Abtreibung ja oder nein? Die Geiseln sitzen in der Klinik fest, alle aus verschiedenen Gründen und jede von ihnen hat eine Geschichte. Doch was treibt den Geiselnehmer überhaupt an?
Fragt man sich während des Lesens, was die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu tun haben, darf man sich auf das letzte Kapitel- 18 Uhr und ein überraschendes, gut ausgetüfteltes Ende freuen. Das hat mich wirklich wieder versöhnt mit dem beschwerlichen Anfang.

Allerdings konnte `Der Funke des Lebens` mich lange nicht so fesseln, wie viele ihrer anderen Bücher. Da gibt es weitaus spannendere Romane von Jodi Picoult.





                                                             




  Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 6. Oktober 2017

Rezension: `Kleine große Schritte` von Jodi Picoult

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Rassendiskriminierung- Kein Thema mehr ?















Ich bin seit Jahren Fan von Jodi Picoult, habe all ihre Bücher verschlungen, nur das letzte hat mir nicht so gefallen. Nun war ich gespannt, was mich bei `Kleine große Schritte` erwarten würde. Und ich muss sagen: Jodi Picoult hat wieder zu ihrer alten Form zurückgefunden!!

Ruth Jefferson arbeitet seit zwanzig Jahren als Hebamme im Mercy- West Haven Hospital. Sie hilft, Kinder auf die Welt zu bringen, kümmert sich um Neugeborene, assistiert bei OPs und geht ganz in ihrem Beruf auf.
Dass sie schwarz ist, war bisher nie ein Problem, bis der Vater eines Säuglings ihr untersagt, sein weißes Baby anzufassen. Ruth bekommt von der Stationsschwester die Anweisung, den kleinen David nicht zu behandeln, sich von ihm komplett fernzuhalten. Als David  jedoch um sein Leben kämpft und niemand außer Ruth da ist, gerät sie in Gewissenskonflikt.  Kann sie verantworten, das Baby durch Unterlassung eventuell sterben zu lassen oder soll sie ihren Job riskieren und ihn behandeln?

Trotz aller Maßnahmen stirbt das Baby! Die bisher völlig unbescholtene Ruth wird wegen Mordes angeklagt und natürlich verändert das ihr ganzes Leben.

Jodi Picoult lässt uns, wie immer, die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.  Ruth, ihre Anwältin Kennedy und Turk, der Vater des Jungen schildern alles aus ihrer Sicht. Turk ist total rassistisch, betreibt eine eigene Website, die sich intensiv mit dem Thema `Nichtarier` beschäftigt.
 Der Prozess beginnt und es war wieder mal höchst interessant zu lesen, wie sich der Charakter der Menschen verändern kann. Früher mochten alle Kollegen Ruth sehr gerne und waren auch tlw. mit ihr befreundet, doch davon ist nach der Anklage nicht mehr viel geblieben. Das Krankenhaus, dem sie zwanzig Jahre treu gedient hat, wirft sie den Löwen zum Fraß vor, nur damit niemand auf die Idee kommt, das Krankenhaus zu verklagen.
Erschütternd zu lesen, dass Schwarze in USA heute immer noch in vielen Dingen des alltäglichen Lebens diskriminiert werden. Einfach nur, weil sie eine andere Hautfarbe haben. Das war auch der Anwältin Kennedy nicht bewusst, erst als sie sich näher damit befasst, versteht sie es und versteht auch Ruths Wut, die seit Jahren in ihr schwelt.

Jodi Picoult  beschreibt den Prozess, aber auch die Gefühlslage der drei Protagonisten in ihrem unverwechselbaren Schreibstil. In den anderen ihrer Romane konnte ich meist jede der Handlungsweisen verstehen, wenn sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt wurde. Hier war das allerdings anders. Turk Bauer war mir direkt unsympathisch aufgrund seiner Einstellung. Sein Hass richtete sich ja generell gegen jeden Schwarzen, Asiaten oder Schwulen. Jeder, der nicht arisch war, fiel durch. Egal, ob er irgendetwas getan hatte oder nicht. Einfach dadurch, das er lebte.

Die ganze Zeit fieberte ich mit, wie die Geschworenen sich am Ende des Prozesses entscheiden werden, denn Kennedy hat manche Dinge herausgefunden, die sie in ihren Befragungen der Zeugen gut anbringt.
Als es schon sehr gut aussieht, gibt gerade Ruth durch ihre Aussage der Sache eine ganz neue Wendung und man fragt sich, was das soll.

Jodi Picoult hält so viele kleine Überraschungen für den Leser bereit, die das Ganze in ein anderes Licht tauchen.

`Kleine große Schritte` hat mir wieder sehr gut gefallen! Ein aktuelles Thema, spannend umgesetzt und trotz der knapp 600 Seiten hatte ich das Buch schnell durch, weil es mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.




 Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 2. September 2016

Rezension: `Die Spuren meiner Mutter` von Jodi Picoult

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Wer sich für Elefanten interessiert...



















Die dreizehnjährige Jenna sucht schon jahrelang nach ihrer Mutter Alice.  Seit einem mysteriösen Unfall im Elefantenpark ist die Wissenschaftlerin spurlos verschwunden. Jenna zweifelt ihr Leben lang, ob ihre Mutter sie verlassen hat und noch irgendwo lebt, oder ob sie tot ist.
Bis zum Alter von drei Jahren lebte sie mit ihren Eltern  in diesem Elefantenpark. Mithilfe des Mediums Serenity und des damaligen Ermittlers Virgil kehrt sie an den Ort ihrer Kindheit zurück und macht einige überraschende Entdeckungen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was damals wirklich geschah.


Wie bei Jodi Picoult üblich, wird die gleiche Geschichte aus mehreren Blickwinkeln erzählt.  In einer Art Rückblende lässt sie  zusätzlich die Mutter Alice berichten, wie das Leben zu der Zeit vor ihrem Verschwinden im Elefantenpark war.


Der Anfang war sehr spannend und machte Lust auf mehr, doch immer, wenn man gerade so in der Story über die Suche nach Alice drin war, folgten endlose Beschreibungen über die Gewohnheiten und Sitten der Elefanten.
Ich fand das sehr langatmig und intensiv und wer sich nicht wirklich brennend für das Thema interessiert, sieht das eventuell genauso. 
Bei `Die Spuren meiner Mutter` gibt es so viele Abschnitte, die sich ausschließlich mit den Elefanten beschäftigen, das war mir einfach too much.
 Die Kapitel, in denen Jenna und die anderen zu Wort kamen und berichteten, gefielen mir sehr gut und ließen sich flüssig lesen.
Allerdings ist der Schluss nochmal etwas gewöhnungsbedürftig und  sicher für jeden Leser eine echte Überraschung.
Ich  schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, aber habe mich doch für 3 entscheiden, weil ich zwischendrin immer weitergeblättert habe, weil ich es einfach ermüdend fand.
Fazit: Wer sich intensiv für das  Thema Elefanten interessiert, ist hier gut bedient, ansonsten könnte es zu langweilig sein.





  Ich danke dem Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplar.

Dienstag, 22. September 2015

Rezension: `Bis ans Ende der Geschichte` von Jodi Picoult

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Bis ans Ende der Geschichte!!!
















Der äußere Klappentext verrät rein  gar nichts vom wahrhaftigen Inhalt,  das überraschte mich dann doch ziemlich. Dafür wird aber im inneren Klappentext etwas Entscheidendes vorweggenommen, das man eigentlich erst im Laufe der Geschichte erfährt. Sehr blöd gemacht; ich würde euch raten, den inneren Klappentext zu übergehen.

Die, etwas zurückgezogen lebende, Jüdin Sage lernt in einer Trauergruppe einen alten Herrn kennen, mit dem sie sich anfreundet. Doch was er ihr aus seinem Leben erzählt und anschließend von ihr erbittet, bringt sie in einen schweren Gewissenskonflikt und stürzt sie in ein Gefühlschaos...

Das Gehörte lässt Sage aber nicht mehr los, sie forscht nach  und erfährt nach so langer Zeit endlich die Lebensgeschichte ihrer Großmutter, die diese die ganzen Jahre für sich behalten hat....

Der Anfang des Buches ist etwas langatmig, es wird sehr ausschweifend und auch ein wenig durcheinander erzählt.
Als es jedoch in einem langen Rückblick in die Kriegsjahre geht, war ich über viele Kapitel gefesselt.
 Die Erlebnisse der Jüdin Minka fand ich extrem spannend und emotional, allerdings ist es keine leichte Kost. Obwohl ich schon viel zu dem Thema gelesen habe, erschüttert es mich doch immer wieder aufs Neue und ich kann nach wie vor nicht fassen, was damals passiert ist.

Mehrere Kapitel handeln von einer Fantasygeschichte, einer Art Märchen, das hat mir überhaupt nicht gefallen und ich fand das  vollkommen überflüssig.

Wie es der Leser aus den Büchern von Jodi Picoult bereits gewöhnt ist, wird auch hier die gleiche Handlung aus verschiedenen  Blickwinkeln von unterschiedlichen Personen erzählt.
Geschickt verbindet die Autorin später die einzelnen Handlungsstränge miteinander.
Bei den vorigen Jodi Picoult Büchern bekam ich, durch die unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen zum gleichen Thema, manchmal selbst eine andere Betrachtungsweise der Dinge.
Bei diesem Buch hat sich meine Meinung jedoch nicht durch die andere Perspektive  geändert.

 `Bis ans Ende der Geschichte` ist für mich nicht Jodi Picoults bestes  Buch, da habe ich schon fesselndere von ihr gelesen, aber ich kann trotzdem  wohlverdiente 4 Bücherpunkte vergeben.




Ich danke dem C.Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 3. Juni 2014

Rezension : `Solange Du bei uns bist` von Jodi Picoult




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Wann muss man loslassen??















Für ihren neuesten Roman hat sich Jodi Picoult wieder ein brisantes Thema ausgesucht.
Der Biologe Luke Warren liegt nach einem schweren Verkehrsunfall im Koma. Die Ärzte können den Kindern Cara und Edward keine Hoffnung auf eine Genesung machen.
Während Edward  die letzten sechs Jahre im Ausland lebte und fast keinen Kontakt zur Familie hatte, wohnte die 17jährige Cara mit ihrem Vater zusammen.
Da Cara noch minderjährig ist, muss der erwachsene Sohn Edward als Vormund agieren und entscheiden, was mit Luke passieren soll.

Während Edward, so schnell wie möglich, die lebenserhaltenden Maschinen abschalten möchte, versucht Cara alles, um ihren Vater leben zu lassen.
Das geht sogar so weit, dass sie zu extrem drastischen Mitteln greift.....
Wie man es schon aus vielen Romanen von Jodi Picoult kennt, lässt sie in jedem Kapitel verschiedene Personen zu Wort kommen, um die Dinge aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erzählen.
Das verschafft dem Leser mehr Hintergrundwissen, als es normalerweise bei Büchern üblich ist, in denen nur aus einer oder zweiten Sichten berichtet wird.

In Rückblicken erfahren wir viel über das Leben, das  Luke vor seinem Unfall geführt hat. Jahrelang  lebte er mit einem Wolfsrudel zusammen und ist auch danach immer noch besessen von Wölfen und ihren Gewohnheiten. Er lebt eigentlich mit zwei Familien, wovon die der Wölfe eindeutig die wichtigere zu sein scheint.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Kapitel, in denen ausführlich über das Leben mit den Wölfen berichtet wird, vielleicht nicht  für jeden Leser interessant sind. Für mich als Hundebesitzer war es auf jeden Fall spannend, näheres über die Verhaltensweise und Eigenarten der Wölfe zu erfahren..

Die Autorin schenkt uns Einsicht in die Gefühlswelt der Familienmitglieder, wodurch ich im Laufe des Buches abwechselnd für jeden einzelnen und seine Handlungen Verständnis aufbrachte.
Während Luke im Koma liegt, bietet sich der Familie jetzt die Chance, einige Missverständnisse aus der Vergangenheit zu klären oder aus dem Weg zu räumen. Können sie noch einmal zusammenfinden oder wird die verbleibende  Familie für immer auseinanderbrechen ?
Der Schreibstil ist trotz des schwierigen Themas sehr flüssig und das Buch lässt sich wunderbar lesen.
Jodi Picoult ist mit `Solange Du bei uns bist` wieder mal ein fesselnder, packender Roman mit einem brisanten Thema gelungen. Eine berührende Story, über die man noch einige Zeit nachdenken muss..


Ich danke dem Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.


Donnerstag, 21. Februar 2013

Rezension : Und dennoch ist es Liebe von Jodi Picoult


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Und dennoch ist es Liebe....





Im Buch geht es um die junge Paige, die ihre Heimatstadt verlässt, um in Massachusetts ein neues Leben zu beginnen. Mit dem Arzt Nicholas hat sie auch direkt ihren Traummann gefunden. Schon nach kurzer Zeit heiraten die beiden; trotz des Klassenunterschieds werden sie zuerst glücklich.

Doch nach und nach erkennen beide, dass sie unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben. Nicholas möchte Herzspezialist werden und dazu braucht er eine Ehefrau, die auch repräsentieren kann. Für Paige ist das eine fremde Welt und mit den anderen Arztgattinnen kann Paige absolut nichts anfangen. Immer öfters kommt es zum Streit zwischen den beiden. Alles ändert sich jedoch, als ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt kommt... Paige ist mit der neuen Situation völlig überfordert, hofft auf Hilfe ihres Mannes. Doch Nicholas, inzwischen erfolgreicher Herzchirurg, zeigt wenig Verständnis für die Sorgen und Nöte einer jungen Mutter. Er erwartet von seiner Frau, dass sie Baby und Haushalt auf die Reihe kriegt und bekommt nicht mit, dass Paige immer stiller wird.

Eines Tages ist Paige weg und Nicholas bekommt plötzlich eine kleine Ahnung, wie das Leben seiner Frau aussah.

Das Buch hat über 600 Seiten, doch es hat knapp 200 Seiten gedauert, bis es ein richtiger, typischer Picoult-Roman wurde.

Das erste Drittel wurde abwechselnd aus der Sicht Paiges oder Nicholas erzählt. Paiges Berichte schweiften immer wieder in ihre Vergangenheit zurück; ihre Kindheit, die Sehnsucht nach ihrer Mutter, die die Familie früh verlassen hatte.

Ich konnte nicht so richtig in die Story hineinfinden, war schon drauf und dran, das Buch wegzulegen.

Doch ab dem zweiten Drittel kam endlich die typische Picoult-Schreibweise hervor.

Paige verlässt nach einem kleinen Unfall ihres Babys ihre junge Familie, um nach ihrer so lange vermissten Mutter zu suchen. Dort erwartet sie sich Antworten darauf, warum sie ist wie sie ist. Wieso meint sie, keine gute Mutter zu sein ? Ist der Grund hierfür bei ihrer eigenen Mutter zu suchen?

Mit den restlichen 400 Seiten hat das Buch mich dann wieder in seinen Bann gezogen, jedoch konnte ich viele der Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen. Das Verhalten Paiges und Nicholas, aber auch das seiner und ihrer Eltern fand ich sehr gewöhnungsbedürftig.

Ich habe gelesen, dass dieses Buch schon vor vielen Jahren erstmalig erschienen ist, vielleicht hatte Jodi Picoult da noch nicht ganz ihren Stil gefunden.

Das Buch war gut, aber es hat mich jetzt nicht ganz so begeistert wie viele der anderen Picoult-Romane.

Trotzdem hat es immer noch 4 Punkte verdient..... 





Donnerstag, 23. August 2012

Rezension : Jodi Picoult : Ein Lied für meine Tochter


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Musik ist die Sprache der Erinnerung !!




Dieses Buchzitat ist sehr treffend, denn mit Musik verbindet man so viele Erlebnisse aus der Vergangenheit.

Zoe ist Musiktherapeutin und glücklich verheiratet mit Max. Die beiden wünschen sich seit Jahren Kinder, aber inzwischen besteht ihr Leben nur noch aus Hormontherapien, Samenspenden, künstlichen Befruchtungen usw. Das ganze Leben richtet sich nur noch nach Zoes Zyklus; ein unbeschwertes Privatleben findet quasi gar nicht mehr statt.

Nachdem Zoe mehrere Fehlgeburten erlitten hat, ist sie nun wieder schwanger. Doch diesmal kommt es noch dicker; sie erleidet eine Totgeburt.

Jodi Picoult versteht es, wie immer, dem Leser die Gefühle der beiden so nah zu bringen, dass man sofort mit ihnen leidet.

Mir sind in den ersten Kapiteln nur die Tränen geflossen, so ergreifend wird der Kummer über den unerfüllten Kinderwunsch beschrieben.

Zoe hofft weiter auf die Möglichkeit, noch ein Baby zu bekommen, doch Max kann nicht mehr. Aus seiner Sicht besteht die Ehe nur noch auf dem Papier; es gibt keine Zweisamkeit mehr und ihre Interessen liegen inzwischen zu weit auseinander.

Während Zoe mit allen Mitteln versuchte, schwanger zu werden und für nichts anderes mehr einen Blick hatte, ist bei Max die Erkenntnis gewachsen, dass die Ehe an dem Kinderwunsch gescheitert ist.

Er verläßt Zoe und reicht die Scheidung ein.

Jodi Picoult erzählt aus drei Perspektiven ; das empfand ich erst etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl ich es schon von ihr kenne, aber dann gefiel es mir.

Denn so werden oft gleiche Begebenheiten aus verschiedenen Sichtweisen berichtet und so sieht man manche Dinge auch selbst wieder kritischer.

Mitten im tiefen Tal ihrer Tränen, um ihr tot geborenes Baby und den Verlust ihrer Ehe, lernt Zoe Vanessa kennen.

Nach anfänglicher Freundschaft entwickelt sich daraus eine Liebesbeziehung.

Im prüden Amerika haben die beiden mit allerlei Anfeindungen zu kämpfen, doch sie sind bereit, zu ihrer Liebe zu stehen.

So wie Vanessa Zoe geholfen hat, als sie ganz unten war, wird Max von einer streng religiösen Glaubensgemeinschaft aufgefangen.

Als Zoe, die sich immer noch ein Kind wünscht, die eingefrorenen Embryonen beansprucht, ziehen die beiden vor Gericht.

Denn die Gemeinde toleriert natürlich keine lesbische Liebesbeziehung.

Sowie sich Zoe und Max zwischendurch fragen, so fragt sich der Leser auch. Wie konnte es soweit kommen ? Schließlich haben die beiden sich einmal geliebt, wieso bekriegen sie sich hier vor Gericht ?

Picoult beschreibt den Prozess auch aus drei Perspektiven; jeder vertritt seinen Standpunkt und sie schafft es perfekt, dass man als Leser mit jedem der drei Protagonisten etwas mitleidet.

Es sind ja verschiedene Themen, die im Buch behandelt werden; der unerfüllte Kinderwunsch, die Belastungen für die Ehe durch die vielen Behandlungen; die Homosexualität, die strenge religiöse Gemeinde und der Kampf um die eingefrorenen Embryonen.

Das Buch ist voller Emotionen und die Gefühle jedes Einzelnen sind so genau beschrieben, dass man annehmen könnte, Jodi Picoult hätte alles selbst erlebt.

Ich habe noch länger darüber nachgedacht, nachdem ich das Buch gelesen hatte.
Sie hat mal wieder einen genialen Roman mit hochsensiblen Themen geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.





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Montag, 17. Oktober 2011

Picoult,Jodi : Zerbrechlich

* * * * *                                                          30.September 2010


Macht Geld wirklich glücklich ?? Wenn man alles andere verliert ??

Mich hat lange kein Buch mehr so gefesselt,wie dieses. Willow, ein kleines Mädchen,das mit OI,der sogenannten Glasknochenkrankheit geboren wurde,steht im Mittelpunkt der Handlung. Allein der beschriebene Alltag der Familie ist schon ein Grauen für einen Außenstehenden.Denn seit Willows Geburt ist nichts mehr,wie es mal war;das Leben der Familie ist nur von OI bestimmt. Irgenwann,als Willow schon fünf Jahre alt ist,bringt ein pfiffiger Anwalt die Mutter Charlotte auf die Idee,die damalige Gynäkologin zu verklagen,da sie evt. bei der Untersuchung etwas übersehen hat. Durch die zu erwartende Summe wären die Kosten für Willows Behandlung bis an ihr Lebensende gesichert.Bis dahin kann man alles noch nachvollziehen,aber dann fragt man sich,ob es das wirklich wert ist.Die zu verklagende Ärztin ist Charlottes beste Freundin und Vertraute und die Kinder sind auch befreundet. Doch plötzlich ist das alles nichts mehr wert.Charlotte stößt ihrer besten Freundin mit der Anklageschrift quasi einen Dolch in den Rücken.Diese muß daraufhin ihre Praxis schließen,ist nicht mehr fähig,als Ärztin zu arbeiten. Die Ehe von Charlotte geht in die Brüche, die Kinder leiden an psychischen Störungen,die Familie bricht auseinander,alle wenden sich ab.Es gibt keinen Menschen mehr, der zu ihr steht,doch Charlotte gibt nicht auf. Die einzelnen Kapitel lassen immer jemand anderen erzählen, sodaß man immer hin und hergerissen wird zwischen den einzelnen Ansichtsweisen. Obwohl das Buch über 600 Seiten hat,war kein einziges Kapitel dabei,das nicht voller Spannung war.  Ein ergreifender Roman,wirklich empfehlenswert !!!  

 


 

Sonntag, 9. Oktober 2011

Picoult, Jodi Die einzige Wahrheit

    
* * *                                                                                    03.Sept. 2011

Das kann Jodi Picoult eigentlich besser !!,



Ich habe alle Picoult Bücher gelesen und hab mich auf das Buch mit dem Thema Amish-People sehr gefreut.
Leider hat es mich nicht ,wie die anderen Picoult Bücher ,vom Hocker gerissen.
Die junge Katie aus der Amisch-Gemeinde bekommt ein Baby,das kurz nach der Geburt stirbt. Katie wird wegen Mordes angeklagt.
Die erfolgreiche Großstadt-Anwältin Elli will eigentlich Ferien machen,doch sie stolpert geradezu in diesen Fall und übernimmt die Verteidigung für Katie.
Die Kautionsbedingung ist allerdings,dass Elli ihre Mandantin rund um die Uhr überwacht.
So zieht Elli nun bei den Amischen auf der Farm ein....Und dann wird es für mich doch unglaubwürdig.
Ohne Strom,ohne Telefon ,in einfachsten Verhältnissen lebt die Großstadt-Anwältin dort, hilft beim ernten,melken,näht an einem Quilt usw.
Das kann man ja mal einen Urlaub lang machen,aber doch nicht über Monate.
Das kam mir doch ziemlich weit hergeholt vor; zumal sie sich ja auch auf den Prozess vorbereiten muß.
Das Buch hat auch ziemliche Längen,in denen eigentlich nichts passiert.Auch das Ende war ziemlich vorhersehbar...
Es war auf jeden Fall mal interessant, über das Leben der Amish zu lesen,aber etwas mehr Spannung hätte ich mir doch gewünscht.
Ein Buch,das man lesen kann,aber Jodi Picoult kann es eigentlich besser !