Montag, 19. Oktober 2026

Rezension: `Gnadenopfer` von Viveca Sten

 

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Ein packender fünfter Fall in Åre!










Hanna Ahlander wird von einer Frau kontaktiert, die den Verdacht äußert, der Tod ihres über 90‑jährigen Vaters sei nicht natürlich gewesen. Niemand hat sich zuvor Gedanken gemacht, denn bei einem so hohen Alter überrascht ein Todesfall kaum. Doch Hanna lässt der Anruf nicht los. Der alte Mann wurde von einem ambulanten Pflegedienst betreut, den ihre Freundin Karro leitet. Das macht es nicht so einfach, der Sache nachzugehen.

Als ein zweiter Patient des Pflegedienstes unerwartet stirbt, werden auch Hannas Kollegen hellhörig. Plötzlich steht die Frage im Raum, ob jemand gezielt alte, hilfsbedürftige Menschen ins Visier nimmt.

Über verschiedene Handlungsstränge begleiten wir die alten Menschen, erhalten einen Einblick in den Alltag des Pflegedienstes und folgen den Ermittlern Schritt für Schritt. In kursiv gedruckten Passagen meldet sich zudem der Täter oder die Täterin zu Wort, was natürlich den Spannungsbogen durchweg oben hält.

Als sich herausstellt, dass die alten Menschen auch bestohlen wurden, lässt das die Zahl der Verdächtigen zusätzlich wachsen.

Viveca Sten beweist erneut ihr Talent für fesselnde Thriller. Ich mag ihren unaufgeregten, klaren Schreibstil sehr gerne. Dazu überrascht sie mit vielen Wendungen, was jedesmal meine Vermutungen über den Täter über den Haufen geworfen hat. Viel Raum nimmt Hannas Privatleben ein, denn der ständige Stress mit Daniel belastet sie, und seine abweisende Haltung stellt ihre Beziehung auf eine harte Probe. Doch dafür ist eigentlich keine Zeit, denn die Ermittlungen werden zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Jederzeit könnte ein weiterer Mord geschehen, wenn der Täter nicht schnell gefasst wird.

Mit „Gnadenopfer“ zeigt Viveca Sten wieder mal, wie geschickt sie Spannung und menschliche Schicksale verbindet. 

Ganz klare Leseempfehlung für den fünften Band und eigentlich für die ganze Åre-Morde Reihe.






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