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Dienstag, 5. August 2025

Rezension: `Wer ins Licht treten will` von Melanie Metzenthin

 

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Traum und Realität!











Hamburg, 1959. Die Ärztin Renate hat ihren Platz im Leben gefunden. Sie arbeitet in der Psychiatrie, mittlerweile auf der Frauenstation, liebt Matthias und ist rundherum zufrieden.

Das ändert sich, als Matthias nach einem Unfall nicht mehr Fußball spielen kann. Er will der Realität nicht ins Auge blicken und sieht für sich keine neue Perspektive. Renate stößt mit ihrer pragmatischen Art bei ihm auf Ablehnung.

Zusätzlich wird Renates Onkel von der Polizei beobachtet, und Renate erfährt sein jahrelang gehütetes Geheimnis.

Eine ihrer Patientinnen behauptet, dass eine Hamburger Fabrik Chemikalien in die Elbe ableitet und landet in der Psychiatrie. Renate beschäftigt sich intensiver mit diesem Thema und versucht, mehr herauszufinden. Ich hätte mir  gewünscht, dass dieser Umweltskandal etwas
 ausführlicher behandelt wird, aber vielleicht passiert das im nächsten Band.

Bei den Romanen von Melanie Metzenthin bin ich immer direkt im Geschehen und auch hier fühlte ich mich sofort zuhause. Die Charaktere sind facettenreich und haben Ecken und Kanten, wobei Renate durch ihre Arbeit oft hinter die Fassaden blicken kann.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, und die Autorin hat eine gute Balance zwischen Privatleben und psychiatrischer Klinik gefunden. Der erste Band hat mir ein bisschen besser gefallen, aber auch  `Wer ins Licht treten will`  ist wieder lesenswert.



                                                       










Dienstag, 21. Mai 2019

Rezension: `Mehr als die Erinnerung` von Melanie Metzenthin

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Historischer Roman/ Krimi













1920, Friederike von Aalen leitet mit ihrem Vater zusammen Gut Mohlenberg, eine Einrichtung für psychisch Kranke. Auch ihr Ehemann Bernhard ist einer von ihnen, denn seit einer Kriegsverletzung leidet er an einer Hirnschädigung.
In den 20er Jahren wurde mit psychisch Kranken noch ganz anders umgegangen als heute. Friederike und ihr Vater versuchen aber die Bewohner mit Dingen zu beschäftigen, die aufgrund ihres Intellekts möglich sind. Wir erfahren aber auch, wie es in anderen Kliniken zuging...

Als kurz hintereinander  mehrere bestialische Morde geschehen, machen die Dorfbewohner natürlich die `Irren von Mohlenberg` dafür verantwortlich.
Friederike glaubt daran, dass ihre Kranken keiner Fliege etwas zuleide tun können. Trotzdem weiß sie bald nicht mehr, wem sie auf Mohlenberg trauen kann und wem nicht. Sie macht sich heimlich auf die Suche nach dem Täter.

Ein ergreifender Roman, in dem verschiedene Themen verarbeitet wurden.
Besonders emotional empfand ich die Liebe zwischen Friederike und ihrem behinderten Mann Bernhard, die sich trotz aller widrigen Umständen weiterhin treu ergeben sind.
Ein historischer Roman, gepaart mit einer Mischung aus Krimi und Liebesroman. Der Schreibstil ist leicht, es lässt sich flüssig lesen, am Ende wirkt manches etwas konstruiert, aber trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.


                                                           
 

Freitag, 3. Mai 2019

Rezension: `Die stumme Patientin` von Alex Michaelidis

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Sehr gelungenes Debüt!!














                                                 www.die-rezensentin.de

                                                                                                               
Alicia Berenson hat ihren Mann ermordet und lebt seitdem in einer geschlossenen Psychiatrie. Seit Jahren spricht sie kein Wort und auch zu ihrer Verteidigung vor Gericht trug sie nichts bei.

Der forensische Psychiater Theo Faber ist schon lange fasziniert von der Frau, die er nur aus Zeitungsberichten kennt. Ihn spornt es an, dass sie bisher nicht redet und er möchte unbedingt mit ihr arbeiten. Er bewirbt sich in der Klinik Grove und wird ihr persönlicher Therapeut.

 Langsam versucht Theo Alicia näher zu kommen, um ihre  Beweggründe zu verstehen, denn eigentlich hält er sie für unschuldig.
 Zwischendurch erhält der Leser Informationen aus Alicias Leben und zwar in Form von Auszügen aus ihrem Tagebuch, das sie vor ihrer Verhaftung geführt hat.

Gleichzeitig hat Theo private Probleme mit seiner Frau, was mir zuerst zu ausführlich behandelt wurde. Erst später im Zusammenhang gesehen wird klar, welche Bedeutung die Ehekrise hat.
Ich würde `Die stumme Patientin` eher als Roman mit psychologischen Raffinessen und nicht als Thriller bezeichnen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut.
Ein mitreißende Story, die ohne besondere Action auskommt, aber sehr gut gemacht ist. Theo kümmert sich sehr intensiv um Alicia und bringt nach und nach einige Wahrheiten ans Tageslicht, wobei man sich wundert, wieso die Polizei nicht intensiver ermittelt hat.
Ein hervorragender Roman/ Thriller, der mich nicht direkt von der ersten Seite mitgerissen hat, aber nach ein paar Kapiteln konnte ich nicht mehr aufhören und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Autor überrascht mit außergewöhnlichen Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. `Die stumme Patientin` ist ein Debüt, das ich sehr gelungen fand.

                                       

Donnerstag, 3. Januar 2019

Rezension: `Der Insasse` von Sebastian Fitzek


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Richtig spannend!!!


















Till Berkhoff kann das Verschwinden seines Sohnes Max nicht verkraften, zumal seine Frau ihm die Schuld gibt, weil er dem Jungen damals erlaubt hat, noch draußen zu spielen.
Der Serienmörder Guido Tramnitz hat schon mehrere Morde gestanden, er wird auch des Mordes an Max verdächtigt, darüber schweigt er jedoch.
Nun sitzt er im Hochsicherheitstrakt der geschlossenen Psychiatrie und Till kommt auf  eine wahnwitzige Idee. 
Was wäre, wenn er sich dort einschleusen ließe und evtl. den Täter zum Sprechen bringt, was mit Max passiert ist?
 Mit Hilfe seiner Schwagers gelingt es ihm, in die Psychiatrie eingewiesen zu werden. Er nimmt die Identität eines Mannes an, der kurz vorher gestorben ist.
 Doch dann kommt alles ganz anders.....

Sebastian Fitzek ist es gelungen, mich so an `Der Insasse` zu fesseln, dass ich das Buch in zwei Tagen ausgelesen hatte. Ich habe mit Till gezittert und gehofft und war wütend, weil ihm so übel mitgespielt wird. Ist er das Opfer einer groß angelegten Intrige geworden?
Fitzek bietet dem Leser ein gekonnt inszeniertes Verwirrspiel, mit vielen Wendungen, Verwechslungen, und einem fulminanten Ende,
Bei den letzten `Fitzeks`, die ich gelesen habe, fand ich vieles doch an der Haaren herbeigezogen, aber `Der Insasse` war für mich ein richtiger Pageturner, der mich diesmal voll überzeugt hat. 








Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 23. Juli 2012

Rezension : Mutterliebst von Antoinette van Heugten


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Psychohammer !!!!





Dieses Buch gab es neulich bei Amazon gratis für den Kindle. Ich habe es mir mal heruntergeladen, aber ich bin ohne große Erwartungen dran gegangen.
`Mutterliebst` hat mich umgehauen; ich konnte es kaum aus der Hand legen, so spannend fand ich es.
Daniellle Parkman, eine erfolgreiche Anwältin, lebt allein mit ihrem autistischen Sohn Max. Seit Jahren bekommt Max Medikamente, doch sein Verhalten verändert sich in letzter Zeit. Danielle versteht ihren Sohn immer weniger und als sie auch noch herausbekommt, dass er Selbstmordgedanken hat, gibt es nur noch eine Lösung : Maitland !! 
Maitland ist eine sehr angesehene Klinik für Jugend-Psychiatrie. Dort erhofft sich Danielle Hilfe für sich und Max.
Mit der Ankunft in  Maitland beginnt für Mutter und Sohn ein Alptraum. 
Die Ärzte verbieten Danielle längere Besuche  und sind auch nicht sonderlich kooperativ. Max`Verhalten wird immer gewalttätiger und Danielle hat keine Möglichkeit, ihren Sohn wieder mitzunehmen.
 Alles deutet daraufhin, dass sie als Mutter die zunehmende Gewaltbereitschaft ihres Sohnes nicht erkannt hat oder nicht sehen wollte.
Völlig verzweifelt legt sich Danielle mit den Ärzten an, doch der Schuß geht nach hinten los.
Das Klischee der Halbgötter in Weiß wird hier hervorragend bedient..
Es wird ihr jeglicher Kontakt zu Max untersagt.
Und plötzlich passiert der Mord !  Ein anderer jugendlicher Patient wird brutal erstochen und Max gilt als der Tatverdächtige.
Der Roman ist so fesselnd geschrieben; man kann quasi mitfühlen, was Danielle und Max durchmachen.
Auch die arroganten Ärzte kann man sich genau vorstellen. Dazu die schludrige Polizeiarbeit, das wenig kooperative Klinikpersonal . Für Danielle ist es immer noch unvorstellbar, dass Max ein  Mörder sein soll . Doch alle Beweise sprechen gegen ihn und auch sie kommt langsam ins Schwanken.
 Kann es wirklich sein, dass ihr Junge einen anderen brutal absticht ??
Allerdings stößt sie auf einige Ungereimtheiten, die die Klinik und auch die Ermittlungsarbeiten betreffen.
Doch Danielle rennt immer weiter gegen Mauern des  Schweigens; niemand ist bereit, ihr zu glauben, dass irgendwas an der Sache nicht stimmt.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen, egal ob man selbst Kinder hat oder nicht. Es ist ein richtiger Psychothriller , spannend von der ersten bis zur letzten Seite.