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Sturm der Gefühle!
Der zweite Band knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten an. Cora ist verzweifelt, nachdem sie Norderney überstürzt verlassen hat. Für eine Frau ohne Beruf und ohne eine Familie, die hinter ihr steht, bleibt in dieser Zeit oft nur das Armenhaus. Doch Alexander Klaasen sucht nach ihr, und nicht nur, weil Emmi ihre Gouvernante vermisst. Auch er selbst möchte Cora zurückhaben. Seine Frau ist schwer krank, seine Mutter drängt ihn täglich zur Rückkehr nach Hamburg, doch alles, was dort auf ihn wartet, scheint ihn nicht mehr zu berühren.
Auch Onnen macht sich auf die Suche nach Cora. Und es gibt noch jemanden, der sie finden will und zwar ihr Mann Hannes. Unerwartet erhält er Unterstützung aus einer Richtung, mit der er niemals gerechnet hätte, eine Wendung, die mir als Leserin etwas Schnappatmung verursacht hat.
Dieser zweite Band hat es in sich. Miriam Georg versteht es einfach, ihre Leser zu fesseln. Sie erzählt Coras Geschichte so authentisch und lebensnah, schildert die Lebensumstände und den Alltag auf den deutschen Inseln mit einer Eindringlichkeit, die einen sofort darin abtauchen lässt.
Zur damaligen Zeit war eine Scheidung fast unmöglich, und genau diese gesellschaftliche Realität macht Coras Gedanken an eine Zukunft mit einem anderen Mann so schmerzhaft und aussichtslos.
In Rückblicken erfahren wir diesmal viel über ihre Ehe und über die Vergangenheit von Onnens Familie, und diese Einblicke machen die Figuren noch lebendiger, aber auch verletzlicher.
Wieder mal hat mich Miriam Georg mit einer Geschichte von Anfang bis Ende fesseln können, und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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