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Mittwoch, 27. Mai 2026

Rezension: `Rosen im Asphalt` von Felicitas Fuchs

 

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Über die Freundschaft!










Linda hat keinen leichten Start ins Leben. Von ihrer Mutter direkt nach der Geburt im Hamburger Krankenhaus zurückgelassen, wächst sie bei der Großmutter, in Heimen und Pflegefamilien auf. Geld ist immer knapp, Zuneigung selten. Zur gleichen Zeit kommt in Köln Irmi zur Welt. Auch sie erlebt keinen behüteten Anfang. Ihre Mutter kämpft mit schweren Depressionen und sieht sich außerstande, für ihr Kind zu sorgen. Irmi wird zu Verwandten nach Holland geschickt und kehrt Jahre später in ihre wohlhabende Familie zurück, in der es ihr materiell an nichts fehlt. Doch sie spricht kaum Deutsch, fühlt sich fremd und findet nur schwer ihren Platz.

Trotz ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft kreuzen sich die Wege der beiden Mädchen. In der Schule werden sie zu engen Freundinnen und ihre Freundschaft überdauert Jahrzehnte. Sie teilen Glück und Schmerz, erleben Liebe, Trennungen, Verluste und Neuanfänge, und nichts kann sie wirklich trennen, selbst große räumliche Distanz nicht. Linda und Irmi sind starke Frauen, jede auf ihre eigene Weise, geformt durch Schicksalsschläge und Lebenshürden.

Die Autorin erzählt die Lebenswege dieser beiden Frauen mit viel Einfühlungsvermögen und Spannung. Der Roman begleitet sie über viele Jahrzehnte und besonders gelungen ist die wechselnde Perspektive, die den Leser immer wieder neu in die Gefühlswelt der beiden eintauchen lässt. Mich hat die Geschichte schnell fasziniert, gerade weil sie so authentisch, bewegend und und lebensnah erzählt wird.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für `Rosen im Asphalt.`












Freitag, 10. April 2026

Rezension: `Das Vermächtnis` von John Grisham

 

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Grisham in Bestform!!
















Für Anwalt Simon Latch ist es zunächst nichts Ungewöhnliches, als eine ältere Dame in seiner Kanzlei erscheint. Eleanor Barrett möchte ihr Testament ändern lassen. Doch als er erfährt, dass sie millionenschwer ist und kaum Verwandte hat, wittert er durch die Testamentsvollstreckung lukrative Honorare.
Als Eleanor bei einem Autounfall schwer verletzt wird und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, veranlasst Simon, wie zuvor mit ihr besprochen, ihre Einäscherung. Doch schon bald gerät er unter Verdacht, beim Tod der alten Dame nachgeholfen zu haben und wird verhaftet.
Simon findet zwar in Raymond Lassiter einen fähigen Strafverteidiger, doch die Öffentlichkeit und die Medien haben ihr Urteil längst gefällt. Während er gemeinsam mit Raymond den Prozess vorbereitet, lässt ihn nur eine Frage nicht los: Wer hat Eleanor wirklich ermordet, und warum wurde er so schnell zum Hauptverdächtigen?

`Das Vermächtnis` ist ein Grisham- Roman, wie man ihn aus seinen frühen Jahren kennt und hat mich über knapp 500 Seiten hinweg gefesselt. Sein Schreibstil ist packend, und er streut immer wieder Hinweise, die verschiedene Personen als Täter erscheinen lassen. Man rätselt mit, und trotzdem kommt das Finale völlig anders als erwartet.
Endlich wieder ein richtig guter Justizthriller, der Spannung, Wendungen und starke Charaktere vereint. Eigentlich hat `Das Vermächtnis` alles, was man sich von Grisham erhofft.



Donnerstag, 26. März 2026

Rezension: `Das Buch der Schuld` von Catherine Chidgey

 

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Eine Geschichte, die unter die Haut geht!


















England, 1979. Drei Brüder, Drillinge, sind die letzten Kinder im Sycamore-Heim. Alle anderen Bewohner leben inzwischen in Margate, einem idyllischen Ort mit unbegrenztem Zugang zu einem Freizeitpark. Irgendwann sollen auch die drei Brüder dorthin ziehen. Bis es so weit ist, leben sie mit ihren drei Müttern zusammen. Mutter Morgen, Mutter Mittag und Mutter Nacht. Andere Eltern kennen sie nicht.
Sie wachsen in einer streng kontrollierten Umgebung auf, die von Ritualen, Regeln und medizinischen Eingriffen geprägt ist. Immer geht es um den `Käfer`, eine Krankheit, an der alle drei leiden und die es  zu behandeln gilt.

Der Kontakt zu Einheimischen ist streng verboten, und bisher hat er ihnen auch nicht gefehlt. Doch plötzlich beschließt die Regierung, die Sycamore-Heime zu schließen. Für die Brüder bedeutet das neue Freiheiten, doch als sie erstmals ins Dorf dürfen, begegnen ihnen die Menschen mit Angst und Ablehnung. 

Parallel dazu lernen wir die kleine Nancy kennen, die mit ihren Eltern isoliert lebt und ebenfalls keinen Kontakt zur Außenwelt haben darf. Auch die britische Einsamkeitsministerin steht vor schwierigen Entscheidungen, denn sie soll die Brüder in Pflegefamilien vermitteln.

Ich war lange verwirrt über das verdrehte Weltgeschehen im Buch und musste mehrmals zurückblättern, ob ich richtig gelesen habe. Doch ich hab mich drauf eingelassen und ein tolles spannendes Buch entdeckt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter dieser düsteren, seltsamen Welt steckt. Besonders spannend wird es, als die Brüder beginnen, alles infrage zu stellen, was sie je gelernt haben und versuchen herauszufinden, was wirklich hinter dem `Käfer` steckt.

`Das Buch der Schuld` ist mal etwas völlig anderes als das, was ich sonst lese, und trotzdem hat es mich sofort begeistert. 

Es ist kein Mainstream-Roman und genau das ist seine Stärke. Wer eine klare, durchsichtige Handlung erwartet, wird vielleicht irritiert sein. Wer jedoch Freude daran hat, sich auf eine ungewöhnliche, vielschichtige Welt einzulassen, wird sicher, genau wie ich, von einer intensiven, originellen Geschichte in ihren Bann gezogen.



                              


Mittwoch, 25. März 2026

Rezension: `Die Ehefrau` von Freida McFadden


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Ein Haus voller Geheimnisse!!










Sylvia ist auf Jobsuche und finanziell am Ende, als sich plötzlich eine ungewöhnliche Chance ergibt. Der attraktive Adam sucht eine Gesellschafterin für seine Ehefrau Victoria. Seit einem schweren Unfall ist Victoria entstellt, sitzt im Rollstuhl und kann kaum sprechen. Tag für Tag beobachtet sie ihre Umgebung schweigend, während Adam sich liebevoll um sie kümmert. Doch Victoria reagiert abweisend und scheint ihren Mann regelrecht von sich wegzustoßen. Schließlich gelingt es ihr, Sylvia auf ein Tagebuch aufmerksam zu machen, und von diesem Moment an weiß Sylvia nicht mehr, wem sie trauen kann.

Freida McFadden bleibt ihrem Stil treu und hat erneut einen Thriller in gewohnt fesselnder Qualität geschrieben. Allerdings hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, die Handlung bereits zu kennen. Viele Szenen wirkten wie Déjà-vus, als hätte ich sie in einem ihrer früheren Bücher schon einmal erlebt.

Trotzdem ist `Die Ehefrau` spannend erzählt und lebt von zahlreichen Wendungen, die einen ständig aufs Neue überraschen. Man rätselt bis zum Schluss, was wirklich passiert ist und wem man glauben darf. Das Ende kam für mich völlig unerwartet, und macht den Roman zu einer unterhaltsamen, kurzweiligen Lektüre für alle Fans psychologischer Spannung.


                                                   




Dienstag, 23. Dezember 2025

Rezension: `Tiefe Schuld` von Laura Dave

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Späte Wahrheit!










Nora leidet schwer unter dem Unfalltod ihres Vaters Liam Noone, vor allem, weil sie erst vor kurzem ihre Mutter verloren hat. Zu ihren Halbgeschwistern hat sie seit Jahren kaum Kontakt, das Verhältnis ist distanziert und brüchig. Umso überraschter ist sie, als ihr Bruder Sam sie bittet, mit ihm nach Kalifornien zu fliegen. Er glaubt nicht an einen Unfall.

Über sich selbst überrascht stimmt Nora zu, und gemeinsam versuchen die beiden, die letzten Tage ihres Vaters zu rekonstruieren. Dabei stoßen sie auf ein lebenslang gehütetes Geheimnis. Schritt für Schritt nähern sich die Geschwister einander wieder an und entdecken, dass sie ihren Vater nie wirklich gekannt haben.

In Rückblenden erleben wir den jungen Liam und seine große Liebe und lange bleibt unklar, um wen es sich dabei handelt.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich einen Krimi erwartet, tatsächlich aber handelt es sich um einen eher ruhigen Roman über Familie, Schuld und all das, was wir aneinander oft übersehen.

`Tiefe Schuld` hat mir gut gefallen, auch wenn es nicht durchgängig hochspannend ist. Die Stärke des Romans liegt weniger im Nervenkitzel als in der emotionalen Tiefe und der feinfühligen Annäherung an eine zerrissene Familie.

Wer keinen klassischen Krimi erwartet, sondern eine ruhige, atmosphärische Familiengeschichte, wird hier fündig. 


                   


                          



Dienstag, 9. Dezember 2025

Rezension: `Der Freund` von Freida McFadden

 

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WOW! Was für ein Pageturner!!










Sydney ist am Boden zerstört, als sie ihre Freundin Bonnie  ermordet auffindet. Die Polizei vermutet einen Serienmörder, der seine Opfer zuvor gezielt kontaktiert. Auch Bonnie hatte sich seit einiger Zeit mit einem Mann getroffen.

Erst Monate später wagt Sydney wieder, sich zu verabreden und glaubt, mit dem attraktiven Dr. Brown endlich das große Glück gefunden zu haben. Doch sie verdrängt, dass da draußen immer noch jemand anderes ist, der sie beobachtet und verfolgt.

Freida McFadden ist erneut ein packender Thriller gelungen. Schon ab der ersten Seite ist man mitten in der Handlung. In Rückblenden lernen wir Tom kennen, der unsterblich in Daisy verliebt ist und dennoch verstörende, unheimliche Gedanken hat, sobald er sie sieht.

Die Autorin versteht es meisterhaft, ihre Leser in Atem zu halten. Mit raffinierten Plottwists und einer unvorhersehbaren Handlung sorgt sie dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Und wenn man die letzte Seite erreicht hat, ist man traurig, weil es vorbei ist. Ihr merkt schon, ich bin total geflasht!!


                           


Dienstag, 2. September 2025

Rezension: `Der Lehrer` von Freida McFadden

 


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 Wie immer spannend!!












Eve Bennett ist unglücklich in ihrer Ehe mit Nate, da sie sich nicht mehr geliebt fühlt. Nate ist ein leidenschaftlicher Leser und Dichter, während Eve als Mathematiklehrerin eher pragmatisch veranlagt ist. Diese unterschiedlichen Persönlichkeiten erzeugen Spannung in ihrer Beziehung.

Die sechzehnjährige Addie hat ein schweres Jahr hinter sich. Ein Lehrer musste wegen ihr die Schule verlassen, und mit ihrer Lehrerin, Mrs. Bennett, kommt sie genauso wenig klar wie mit ihren Mitschülern. Ihr einziger Lichtblick ist der Englischlehrer Mr. Bennett, der gleichzeitig den Literaturkreis leitet, den Addie liebt.


Freida McFadden hat erneut eine packende Geschichte geschrieben. Die Handlung wird aus drei verschiedenen Blickwinkeln erzählt und Rückblenden geben zusätzliche Einblicke.


Die kurzen Kapitel, die fesselnde Handlung mit zahlreichen Wendungen und die äußerst facettenreichen Charaktere tragen dazu bei, den Spannungsbogen oben zu halten. Jeder hat ein kleines Geheimnis, und bis zum Schluss tappt man als Leser ziemlich im Dunkeln.

Obwohl mir einige Stellen etwas unrealistisch erschienen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. 


Insgesamt hat mir „Der Lehrer“ sehr gut gefallen, auch wenn ich es eher als Krimi denn als Thriller empfand. 

Ich empfehle es gerne weiter!





Montag, 16. Juni 2025

Rezension: `Der Weg der Frauen` von Marie Pierre

 

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Gelungener Abschluss der Trilogie!








Diedenhofen, 1912. Auch im dritten Band um das Mädchenpensionat an der Mosel bleibt es spannend. Eine von Paulines Schülerinnen muss aus dem Gefängnis abgeholt werden, was natürlich dem Ruf der Schule erheblich schadet. Doch das sind nicht die einzigen Probleme, die auf Pauline einprasseln. Sie trifft ihren ehemaligen Verlobten Roland wieder, der mittlerweile Witwer und Vater eines kleinen Jungen ist. Angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten, die im Pensionat auftreten, beginnt Pauline zu zweifeln, ob ihre Idee wirklich aufgegangen ist, und fragt sich, ob sie als Ehefrau und Mutter nicht besser dran wäre. Hinzu kommt, dass Erich von Pliesnitz sich unerklärlicherweise kaum noch blicken lässt.

Mir hat der dritte Teil ebenso gut gefallen wie die ersten beiden. Es ist erfrischend zu lesen, wie die jungen Frauen lernen, sich zu behaupten und nicht nur auf einen Mann warten, der ihnen ein angenehmes Leben bietet.

Die meisten haben bereits einen Plan für ihre Zukunft, Journalistin zu werden oder Betreiberin eines Cafés, alles ist möglich. Pauline ermutigt sie, ihren Wunsch nach Freiheit und eigenem Wirken zu verfolgen.

Marie Pierre gelingt es auch in diesem Band, historische Ereignisse geschickt mit fiktiven Charakteren zu verweben. Diese Kombination aus fesselnder Handlung und lebendigen Figuren sorgt für ein Lesevergnügen.

Nun heißt es leider Abschied nehmen von den liebgewonnen Figuren, denn der dritte Teil ist auch gleichzeitig der letzte. Es bleiben aber keine Fragen offen und deswegen bin ich sehr zufrieden mit dem Ende.

„Der Weg der Frauen“, ist ein leichter Roman, den ich gerne empfehle und natürlich sollte man sich auch die ersten Bände nicht entgehen lassen..


                                 












Mittwoch, 26. März 2025

Rezension: `Die Kollegin` von Freida Mc Fadden

 


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Spannend!!!
















Natalie und Dawn arbeiten nebeneinander in dem Büro einer großen Firma. Oft zeigt Dawn in ihrem Verhalten autistische Züge, findet keinen Anschluss im Büro und hat auch sonst keine Freunde. Eines Morgens sitzt sie jedoch nicht, wie gewohnt, pünktlich an ihrem Platz, und Natalie macht sich Sorgen. Sie fährt zu Dawns Wohnung und findet etwas Schreckliches vor: Dawn ist verschwunden, und es scheint klar zu sein, dass sie nicht mehr lebt.

Die Polizei konzentriert sich schnell auf Natalie als Hauptverdächtige, und ihr wird vorgeworfen, Dawn ermordet zu haben.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Dawn berichtet ihrer besten Freundin Mia fast täglich per E-Mail, was im Büro vorgefallen ist, während Natalie eine ganz andere Version der Ereignisse präsentiert. Wer von beiden hat recht, und wer lügt? Oder gibt es noch eine dritte Wahrheit?

Für mich war es lange Zeit völlig unklar, was die Autorin sich diesmal ausgedacht hat, um die Leser zu fesseln. Denn die E-Mails an Dawns Freundin fand ich zuerst etwas nichtssagend. Zuerst. Doch plötzlich ergab alles einen Sinn und wie auch in den vorigen Thrillern konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Freida McFadden hat es einfach drauf!


                                                     








Freitag, 7. März 2025

Rezension: `Leb wohl, Schwester` von Sabine Thiesler

 

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Wieder mega spannend!!









Commissario Neri steht kurz vor seiner Pensionierung, und seine Nachfolgerin Romina soll eingearbeitet werden, um die Stelle in Ambra zu übernehmen. Romina ist eine Powerfrau – oder wie Neris Frau sie nennt, eine Tausendsasserin.

Ein Liebespaar wird beim Zelten auf einem Feld erschossen, und die Leser wissen von Anfang an, wer dafür verantwortlich ist. Das macht die Geschichte umso spannender, denn Neri und Romina tappen lange im Dunkeln. Als ein weiteres Liebespaar auf die gleiche Weise ums Leben kommt, spricht man bereits von einer Serie und dem sogenannten Liebespaarmörder.

Sabine Thiesler hat nach dem Flop „Romeos Tod“ im letzten Jahr wieder einen packenden Thriller geschrieben, der es in sich hat. Die schöne Toskana wird erneut zum Schauplatz schrecklicher Verbrechen und Tragödien.

Die über 600 Seiten habe ich kaum bemerkt, da die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird – einmal aus der Sicht von Neri und andererseits von Stefano und Stefania, einem Zwillingspaar, das unter Umständen lebt, die nicht für die Öffentlichkeit geeignet sind.

Ganz klare Leseempfehlung!!


                                          






Freitag, 7. Februar 2025

Rezension: `Konklave` von Robert Harris

 

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WOW! Was für ein Pageturner!!











Ein neuer Papst soll gewählt werden, und Dekan Lomeli übernimmt die Leitung des Konklave. Er ist immer noch erschüttert über den Tod des alten Papstes, doch er weiß, dass er jetzt funktionieren muss. Obwohl er selbst zur Wahl steht, möchte er auf keinen Fall das Amt des Kirchenoberhauptes übernehmen.

Deshalb bittet er die Kardinäle, seinen Namen nicht auf die Wahlzettel zu setzen. Werden sie sich daran halten?

Robert Harris hat einen fesselnden Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite bis zum Schluss begeistert hat. Der Stil ist sehr ruhig und lässt sich hervorragend lesen. Es war spannend, hinter die Mauern des Vatikans und der Sixtinischen Kapelle zu blicken. Dabei zeigte sich, dass dort, genau wie im bürgerlichen Leben, Intrigen, Neid, Missgunst und Lügen herrschen.

Lomeli ist mir ans Herz gewachsen; auf ihm lastet eine große Bürde. Er hat belastende Informationen über einige Kardinäle erhalten und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Was hätte der verstorbene Papst ihm geraten? Nur ein fehlerfreier Kardinal darf zum Papst gewählt werden, was Lomeli vor eine schwere Entscheidung stellt.

Ich fand das Buch großartig, allerdings war ich mit den Unmengen an Namen etwas überfordert. Die 116 Kardinäle wurden gefühlt alle einzeln genannt, und ich musste oft zurückblättern, weil ich nicht mehr wusste, wer wer war.

Trotzdem hat mich „Konklave“ total begeistert, und die unvorhersehbare Wendung zum Schluss hätte ich nicht erwartet.



Mittwoch, 20. November 2024

Rezension: `Unschuldig` True Crime Storys von John Grisham und Jim McCloskey

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Im Zweifel gegen den Angeklagten!








Ich habe alle Romane von John Grisham gelesen, und dieses Buch hat mich wieder mal echt umgehauen.

John Grisham und Jom McCloskey schildern abwechselnd je fünf interessante Fälle mit Fehlurteilen. Zehn wahre Fälle, die so unfassbar sind, dass man denkt, das kann im Leben nicht stimmen. Leider ist es aber die Realität.

 Zehn Fälle und sicher die nicht einzigen, in denen Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter, ohne Rücksicht auf Verluste, einem Unschuldigen einen Mord angehängt haben. Weil ihnen die Nase nicht passt, derjenige zu schwarz war oder einfach, um schnell einen Täter vorzuweisen. Was nicht passt, wird passend gemacht. Wie viele Leben wurden zerstört, während die Verantwortlichen abends ohne schlechtes Gewissen zurück zu ihren Familien gingen? Der unschuldige Verurteilte, seine Familie, Kinder, Freunde, alle leiden lebenslang unter einer Verurteilung wegen Mordes.

Das Buch war extrem harte Kost, das ich ein paar Mal zur Seite legen musste, weil es mich so ergriffen hat. Man kann sich gar nicht vorstellen, was die Leute durchgemacht haben. Wenn dann nach Jahren mal ein Urteil aufgehoben wurde, weil es sich offensichtlich um ein Fehlurteil handelte, gab es keinerlei Entschädigung, und die dafür Verantwortlichen hatten meist nichts zu befürchten.

Wenn man liest, wie manche Anklagen zustande kommen, durch Profilneurosen, Korruption, Meineid und Rassenhass, überdenken einige Menschen sicher nochmal ihre Meinung zur Todesstrafe. Es ist für mich immer noch unvorstellbar, dass im amerikanischen Justizsystem solche Dinge  möglich sind. Ich war wirklich  erschüttert über das, was ich gelesen habe.

Absolute Kaufempfehlung für diese True Crime Storys!


                         



Donnerstag, 14. November 2024

Rezension: `Sie wird dich finden` von Freida McFadden

 

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Genauso spannend wie die ersten Teile!!









Nach  dem ersten Teil `Wenn sie wüsste` habe ich mich schon gefragt, was denn im zweiten Band passieren soll, die Geschichte war doch abgeschlossen. Aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn der zweite Teil hat mir auch super gefallen. Nun gibt es den dritten Band und was soll ich sagen? Ab der erste Seite war ich wieder angefixt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Inzwischen sind 10 Jahre vergangen und Millie zieht mit ihrer Familie nach Long Island. Das kleine Haus können sie sich kaum leisten, aber Suzette, die attraktive neue Nachbarin, eine Immobilienmaklerin, bietet an, Enzo Aufträge besorgen. 

Millie passt es nach einer Weile gar nicht, dass sich ihr Mann nun dauernd nebenan aufhält. Sie hat das Gefühl, dass Enzo ihr etwas verschweigt. Wohin fährt er plötzlich mitten in der Nacht? 

 `Sie wird Dich finden` war für mich genauso spannend wie die beiden anderen Teile. Millie und Enzo sind so sympathische Charaktere, die ich schon lange ins Herz geschlossen habe. Die Geschichte ist für den Leser sehr undurchsichtig und verwirrend, aber im positiven Sinn. Alles kommt anders, als man denkt.

Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin.


                       


Freitag, 8. November 2024

Rezension: `Dein ist die Schuld` von Mary Higgins Clark

 

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Spannender Cold Case!












Auf der Suche nach einem interessanten Cold Case für ihre Sendung `Unter Verdacht`, stößt Laurie Moran auf den Fall des `Todesduos.` Wer ermordete vor 10 Jahren das Ehepaar Harrington? 
Angeblich wurde einer der Zwillingssöhne in der Tatnacht am Haus gesehen, und die Brüder beschuldigen sich seitdem gegenseitig. Die Schwester der beiden hat sich an Laurie gewandt, um herauszufinden, ob wirklich einer ihrer Brüder ein Mörder ist.


Laurie ist bekannt dafür, nicht auf Effekthascherei aus zu sein, sondern wirklich zu recherchieren. Sie konnte schon unschuldig Verurteilten helfen und den wahren Täter finden. 
Bei diesem Fall deutet zuerst wirklich alles auf einen der Zwillinge hin. Doch Laurie erkennt schnell, dass die Polizei damals schlampig ermittelt hat, und ihr fallen direkt einige Ungereimtheiten ins Auge. 

Mary Higgins Clark schreibt wie immer spannend, hat facettenreiche Charaktere geschaffen und lässt die Leser lange im Unklaren.
Trotzdem war ich am Ende etwas enttäuscht, denn die Auflösung wurde mir ein bisschen zu schnell abgehandelt. Das hätte ich mir gerne ausführlicher gewünscht.


                                 












Donnerstag, 12. September 2024

Rezension: `Nacht der Verräter` von Horst Eckert

 

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Nacht der Verräter!









Der Polizist Max Bauer liebt seine Frau, aber über ihre Vergangenheit weiß er so gut wie nichts. Als sie auf einer Familienfeier plötzlich spurlos verschwindet, hat er keinerlei Ansatzpunkte, wo er sie suchen soll.

Gleichzeitig stellt er fest, dass seine russischen Halbbrüder, ebenfalls Polizisten, anscheinend in Drogengeschäfte verwickelt sind. 

Max` Polizeikollegen erwarten von ihm, dass er die beiden beobachtet und bespitzelt. Max liebt seine Brüder, aber es stellt sich die Frage: Wem gegenüber ist er loyal?

Der neue Thriller von Horst Eckert war so ganz anders als die vorigen. Diesmal handelt es sich nicht um einen Politthriller, sondern um eine komplexe Story über Korruption, Kokainschmuggel, die Mocro Mafia und die Suche nach Max` Frau und ihrer wahren Identität.

Auch wenn es gerade zum Schluss hin etwas sehr abenteuerlich zugeht, ließ sich `Nacht der Verräter` gut und flüssig lesen. 

Trotzdem haben mir Horst Eckerts Politthriller besser gefallen.


                                    


Sonntag, 14. Juli 2024

Rezension: `Das Haus Kölln- Wahres Glück` von Elke Becker

 

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Abschluss der Kölln Saga!








Der  dritte und letzte Teil der Kölln Saga beginnt kurz vor dem zweiten Weltkrieg und spielt an verschiedenen Schauplätzen, Norwegen, Hamburg und Elmshorn. 

Claus weigert sich, der NSDAP beizutreten, und erst als man ihn verhaftet und droht, ihm die Firma wegzunehmen, lenkt er ein.

Als der Krieg beginnt, leben Bertha und Magdalene in Hamburg, um zu studieren, doch meist dreht sich eher alles um Musik und Swing.

Die jüdischen Verwandten sind gezwungen, nach Norwegen zu fliehen, und zu Elses Entsetzen werden Peter und Ernsthermann eingezogen, genauso wie die Arbeiter aus dem Werk. Zur Hilfe bekommen die Köllns polnische Zwangsarbeiter zugewiesen. 

Der Krieg kommt mit aller Macht und hält einige Schicksalsschläge, auch für die Familie Kölln bereit. Selbst in den entlegeneren Orten ist man vor Bomben nicht sicher.

Der dritte und letzte Teil der Kölln Saga hat mir nicht ganz so gut gefallen wie die vorigen, vielleicht weil es diesmal hauptsächlich um das Kriegsgeschehen ging und weniger um das Werk.

Dazu störten mich diese Unmengen an Personen, denn ich hatte nicht mehr die ganzen Namen der Verwandten aus den ersten Teilen im Kopf. Da wäre ein Personenverzeichnis sehr hilfreich gewesen, vor allem für Leser, die vielleicht erst mit diesem Band einsteigen.

Insgesamt fand ich die Kölln Saga aber richtig klasse, nur der letzte Teil war ein wenig schwächer als die ersten beiden.

         




                

Samstag, 25. Mai 2024

Rezension: `Glück für Wiedereinsteiger` von Carla Berling

 

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Manchmal kommt es anders....








Ronny und Thea feiern Silvester ihren 40. Hochzeitstag. Sie kennen sich, seit sie 14 sind, und es gibt nur noch wenig Überraschendes in ihrem Leben. Beide stehen kurz vor der Rente und die Kinder sind aus dem Haus. Umso befremdlicher für Freunde und Familie, als sie auf der großen Feier verkünden, dass sie sich ganz freundschaftlich trennen werden. Ronny möchte nach Paris ziehen und Thea einen Trip durch Neuseeland machen. Beide wollen endlich frei entscheiden, was sie möchten und keine Rücksicht mehr nehmen müssen.

Theas Reise endet allerdings schon, bevor sie richtig begonnen hat, und auch bei Ronny läuft vieles schief. Beide machen getrennt voneinander eine erstaunliche Wandlung durch, bis sie einen neuen Sinn in ihrem Leben finden.

 Carla Berling hat ihre Charaktere total übertrieben gezeichnet und viele Klischees bedient, aber bei diesem Genre ist das alles erlaubt. Ich musste oft schmunzeln, weil mir viele Situationen sehr bekannt vorkamen.

Insgesamt ist `Glück für Wiedereinsteiger` ein witziger Roman, leichte Unterhaltung, perfekt für den Urlaub geeignet.

                                 

                                      




Samstag, 20. April 2024

Rezension: `Sie kann Dich hören` von Freida McFadden

 

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Ein Pageturner!!










Ich hatte die Befürchtung, dass der Nachfolger von `Wenn sie wüsste` nur ein Abklatsch des ersten Buches sein könnte, aber ich wurde angenehm überrascht. Auch wenn `Sie kann dich hören` ähnlich ist, hat es mich doch extrem gefesselt. Innerhalb von zwei Abenden hatte ich das Buch gelesen.

Millie bemerkt, dass es Wendy, der Ehefrau ihres Arbeitgebers Douglas Garrick, schlecht geht. Es sieht aus, als würde sie von ihrem Ehemann misshandelt. Millie versucht alles, um das Vertrauen der Frau zu gewinnen. Sie möchte ihr helfen, aber Wendy hat zu viel Angst vor ihrem Mann. Doch dann hecken sie gemeinsam einen Plan aus, um Douglas auszutricksen.

Die Story wird von Millie und Wendy aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Ich möchte nicht zu viel dazu sagen, um die Spannung nicht zu zerstören.

Auch wenn Millie sich an manchen Stellen etwas naiv verhält, hat mich ihre Geschichte in Atem gehalten. Das war mal wieder ein packender Thriller, ganz nach meinem Geschmack.






Montag, 8. April 2024

Rezension: `Blaues Gold` von Uwe Laub

 

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Erschreckend real!!










Die große Eröffnungsfeier der Firma Sharpwater auf der Förderplattform `Greifswald` in der Ostsee wird von einer Gruppe Krimineller jäh gestört. Sie nennen sich `Die  Söhne des Enki, eine Bruderschaft, die sich dem Kampf gegen die Unterdrückung durch die Eliten verschrieben hat.

Die ´Greifswald´ soll unter dem Meeresboden entdeckte Süßwasservorkommen erschließen. Die Kriminellen fordern, dass sämtliches von Sharpwater geförderte Süßwasser zum Selbstkostenpreis weltweit zur Verfügung steht. Die teils schwerreichen Besucher nehmen sie als Geiseln und drohen diese mit der Plattform in die Luft zu sprengen.

Leonie Vargas, die von Anfang an den Bau der `Greifswald` begleitet hat, erlebt dort zusätzlich noch ihren persönlichen Albtraum.

Die Kaperung der Greifswald unterliegt bisher noch größter Geheimhaltung. Darum verstehen die Menschen auf dem Festland nicht, warum plötzlich das Trinkwasser rationiert wird.

Wieder hat Uwe Laub sich ein brisantes Thema für seinen neuen Thriller ausgesucht. Obwohl die Geschichte fiktiv ist, braucht man nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass es genau so geschehen könnte.

Dadurch, dass die Story nicht nur auf der `Greifswald` spielt, sondern auch bei den Menschen, die durch die Rationierung des Trinkwassers in Nöte geraten, wird einem als Leser richtig bewusst, was passiert, wenn es ein paar Tage kein Wasser geben sollte.

Vor allem das Nachwort hat mich sehr nachdenklich werden lassen.

`Blaues Gold` ist ein spannender und gut recherchierter Thriller über den Kampf um das kostbare Trinkwasser.


                                   



Dienstag, 12. März 2024

Rezension: `Achtsam morden` von Karsten Dusse

 


Unbedingt lesen!
















Björn Diemel ist ein erfolgreicher Anwalt, nur besteht sein Klientel hauptsächlich aus Unterweltgrößen. Kaum findet er noch Zeit für seine Frau und Tochter, seine Mandanten erwarten Bereitschaft rund um die Uhr. Denn niemand raubt oder mordet nur von acht bis vier. Björns Frau wird immer unzufriedener und drängt ihren Mann, einen Achtsamkeitskurs zu besuchen. Ihr zuliebe geht er zu einem Coach, doch wider Erwarten gefällt ihm diese Art der Entschleunigung und er versucht, es tagtäglich anzuwenden.

Das Buch habe ich in zwei Abenden verschlungen. Es ist spritzig, witzig geschrieben und mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors versehen. Äußerst makaber, zu welchen Mitteln Björn greift, nur um alle Probleme achtsam anzugehen. 
Er nimmt das Training sehr ernst und lässt sich weder durch mündliche Drohungen noch durch Waffen aus der Ruhe bringen.

Wenn ihm eine Situation nicht geheuer ist, holt er zuerst seinen Achtsamkeitsratgeber aus der Tasche und liest die entsprechende Anleitung. Erst dann handelt er achtsam, man soll ja nichts überstürzen. Dadurch verwirrt er die Menschen in seiner Umgebung total.
Wer  diese Art von Humor mag, muss  `Achtsam morden` unbedingt lesen. 
Es gab so viele Stellen, an denen ich lauthals lachen musste.
Eine herrlich ironische Krimikomödie, die mich bestens unterhalten hat.