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Mittwoch, 6. Mai 2020

Rezension: `Der Funke des Lebens` von Jodi Picoult

* * * *
Etwas gewöhnungsbedürftiger Aufbau!














Auch diesmal sich Jodi Picoult wieder an ein brisantes Thema herangewagt. Abtreibung in den USA- in manchen Staaten unter Umständen geduldet, in anderen strengstens verboten.
Hugh McElroy wird als Unterhändler zu einer Geiselnahme in eine Frauenklinik gerufen. Als er beginnt, mit dem Geiselnehmer zu verhandeln, bekommt er die erschreckende Nachricht, dass sich seine Tochter Wren unter den Geiseln befindet.

 Ich liebe die Bücher von Jodi Picoult, weil sie die Geschichte meist aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.
Bei `Der Funke des Lebens` fand ich es allerdings etwas verworren. 
Der Aufbau der Handlung war für mich sehr gewöhnungsbedürftig, er ist nicht im üblichen Sinne chronologisch, sondern beginnt um 17 Uhr, wenn quasi schon alles zu Ende ist.
Die Kapitel laufen rückwärts und gehen stundenweise zurück. 17 Uhr, 16 Uhr, 15 Uhr usw. Das hat mir nicht wirklich gefallen. Vor allem hat es erstmal mehrere Kapitel gebraucht, bis ich das kapiert hatte. Dazu kommt, dass sehr viele verschiedene Personen vorgestellt werden, das fand ich zusammen mit den rückwärts laufenden Kapiteln etwas too much.

Die Kernfrage ist aber: Abtreibung ja oder nein? Die Geiseln sitzen in der Klinik fest, alle aus verschiedenen Gründen und jede von ihnen hat eine Geschichte. Doch was treibt den Geiselnehmer überhaupt an?
Fragt man sich während des Lesens, was die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu tun haben, darf man sich auf das letzte Kapitel- 18 Uhr und ein überraschendes, gut ausgetüfteltes Ende freuen. Das hat mich wirklich wieder versöhnt mit dem beschwerlichen Anfang.

Allerdings konnte `Der Funke des Lebens` mich lange nicht so fesseln, wie viele ihrer anderen Bücher. Da gibt es weitaus spannendere Romane von Jodi Picoult.





                                                             




  Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 2. September 2016

Rezension: `Die Spuren meiner Mutter` von Jodi Picoult

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Wer sich für Elefanten interessiert...



















Die dreizehnjährige Jenna sucht schon jahrelang nach ihrer Mutter Alice.  Seit einem mysteriösen Unfall im Elefantenpark ist die Wissenschaftlerin spurlos verschwunden. Jenna zweifelt ihr Leben lang, ob ihre Mutter sie verlassen hat und noch irgendwo lebt, oder ob sie tot ist.
Bis zum Alter von drei Jahren lebte sie mit ihren Eltern  in diesem Elefantenpark. Mithilfe des Mediums Serenity und des damaligen Ermittlers Virgil kehrt sie an den Ort ihrer Kindheit zurück und macht einige überraschende Entdeckungen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was damals wirklich geschah.


Wie bei Jodi Picoult üblich, wird die gleiche Geschichte aus mehreren Blickwinkeln erzählt.  In einer Art Rückblende lässt sie  zusätzlich die Mutter Alice berichten, wie das Leben zu der Zeit vor ihrem Verschwinden im Elefantenpark war.


Der Anfang war sehr spannend und machte Lust auf mehr, doch immer, wenn man gerade so in der Story über die Suche nach Alice drin war, folgten endlose Beschreibungen über die Gewohnheiten und Sitten der Elefanten.
Ich fand das sehr langatmig und intensiv und wer sich nicht wirklich brennend für das Thema interessiert, sieht das eventuell genauso. 
Bei `Die Spuren meiner Mutter` gibt es so viele Abschnitte, die sich ausschließlich mit den Elefanten beschäftigen, das war mir einfach too much.
 Die Kapitel, in denen Jenna und die anderen zu Wort kamen und berichteten, gefielen mir sehr gut und ließen sich flüssig lesen.
Allerdings ist der Schluss nochmal etwas gewöhnungsbedürftig und  sicher für jeden Leser eine echte Überraschung.
Ich  schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, aber habe mich doch für 3 entscheiden, weil ich zwischendrin immer weitergeblättert habe, weil ich es einfach ermüdend fand.
Fazit: Wer sich intensiv für das  Thema Elefanten interessiert, ist hier gut bedient, ansonsten könnte es zu langweilig sein.





  Ich danke dem Bertelsmann Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplar.