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Mittwoch, 2. November 2022

Rezension: `Komm zu nix- nix erledigt und trotzdem fertig` von Tommy Jaud

 

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Ein gute Laune Buch!








Dies ist mein erstes Buch von Tommy Jaud, aber der Titel hat mich direkt angesprochen. Der überaus witzige Inhalt hat mich dann  nochmal richtig überrascht.

Tommy geht jeden Tag ins Büro, um sein Buch zu schreiben. Doch er ist ein Chaot, und dauernd kommt etwas dazwischen, sodass er abends unverrichteter Dinge wieder nach Hause fährt. Ganz im Gegensatz zu seiner Ehefrau, die ihr Schreibpensum jeden Tag bestens erledigt.

Tommy lässt sich einfach zu oft ablenken, um z.B. den neuen Saugroboter anzuschließen.

Oder er und seine Frau beschließen: Wir wollen weniger trinken. Aber auch dieser gute Vorsatz lässt sich nicht so einfach umsetzen. Dazu müssen jede Menge Pläne ausgearbeitet werden. 

Genauso wie das Warten auf ein Paket, denn da wartet man nicht einfach nur, sondern ergreift selbst Initiative, die wieder ausufert.

Die Stories und Charaktere sind so völlig übertrieben dargestellt, was das Ganze aber wieder so witzig macht. 

Die Geschichten lassen sich einzeln lesen und sind in sich abgeschlossen, nur das Chaosdasein des Autors zieht sich durch alle Kapitel. Es handelt sich nicht um tiefgeistige Literatur, aber um eine höchst lustige Ansammlung von Gags, sodass man oft lauthals lachen muss.

`Komm zu nix- nix erledigt und trotzdem fertig` ist eine Mischung aus Kishon und Loriot und macht beim Lesen direkt gute Laune.

                                               


Mittwoch, 26. Januar 2022

Rezension: `Grenzfall- Ihr Schrei in der Nacht` von Anna Schneider

 

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Spannende Fortsetzung!!










 

Oberkommissarin Alexa Jahn ist immer noch dabei, die neuesten Informationen, die sie von ihrer Mutter bekommen hat, zu verdauen. Doch dazu bleibt ihr nicht viel Zeit, denn eine junge Frau wird vermisst.

Gleichzeitig verschwinden im nahen Österreich zwei Studentinnen, und Chefinspektor Bernhard Krammer wird mit der Suche betraut.

Der neue Fall, in dem die Autorin Anna Schneider die Ermittler in verschiedenen Ländern nachforschen lässt, dreht sich mehr um die vermissten Personen und weniger um das Privatleben der beiden. Diese vielen, sehr persönlichen Einblicke haben mich im ersten Band ein wenig gestört.

Alexas Zusammenarbeit mit dem Kollegen Huber klappt mittlerweile deutlich besser, weil sie ihm öfter das Feld überlässt und es so weit weniger Kompetenzgerangel gibt.

Die Teams in beiden Ländern verfolgen eigene Spuren, ermitteln unabhängig von einander und ahnen nicht, dass ganz in der Nähe Ähnliches passiert ist und auch dort nach verschwundenen Personen gesucht wird.

Erst ziemlich spät stellen Alexa und Bernhard fest, dass die Fälle zusammenhängen könnten, und in Bernhard steigt eine ganz üble Ahnung auf. Doch bevor er Alexa davon in Kenntnis setzen kann, überschlagen sich die Ereignisse .

Ich hatte mich auf den neuen Krimi von Anna Schneider gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Der Stil der Autorin gefällt mir wieder. Sie schreibt in kurzen, spannenden Kapiteln, in denen sich viel um Polizeiarbeit und Befragungen dreht. Zusätzlich erfahren wir zwischendurch in Rückblenden, was wenige Stunden zuvor passiert ist.

Die Aussagen der Familien, Freunde und Nachbarn der Vermissten fügen sich, Puzzleteil für Puzzleteil, zu einem komplexen, grenzüberschreitenden Fall zusammen.

Mit ihrem neuen Krimi und den sympathischen Ermittlern konnte Anna Schneider mich vollends überzeugen und packen.



Sonntag, 3. Januar 2021

Rezension: `Grenzfall` von Anna Schneider


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Gelungener Beginn einer neuen Krimireihe!!








                                                Oberkommissarin Alexa Jahn tritt ihre neue Stelle bei der Kripo in Weilheim an. Direkt an ihrem ersten Tag überschlagen sich die Ereignisse. Eine Frau wird bestialisch ermordet und Alexas Chef hat einen Unfall, der ihn vorerst außer Gefecht setzt. Er überträgt Alexa die Leitung der Ermittlungen, was ihr nicht nur Freunde im Team beschert.

Zudem muss sie aus ermittlungstechnischen Gründen mit dem österreichischen Kollegen Chefinspektor  Bernhard Krammer zusammenarbeiten, dessen läppische Art ihr zuerst gar nicht gefällt.

Den Beginn der Story fand ich etwas schleppend, und es hat einige Zeit gedauert, bis ich richtig in der Handlung drin war.

Als Leser tappt man ziemlich im Dunkeln, wenn es um den Mörder der jungen Frau geht. Die Ermittler gehen vielen Hinweisen nach, doch es dauert, bis sie erste Erkenntnisse vorweisen können. Dazu kommt, dass Alexa anfangs Schwierigkeiten hat, sich richtig durchzusetzen. Doch sie lässt sich von den Kollegen, vor allem von ihrem Mitarbeiter Florian, nicht beeinflussen und zieht ihr Ding durch.

Anna Schneider hat mit Alexa eine sympathische Protagonistin geschaffen, an Krammer und seine Marotten musste ich mich erst gewöhnen. Doch auch ihn habe ich später ins Herz geschlossen.

Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel machen es dem Leser leicht, der Story gut zu folgen.


Mit dieser Aufklärung des Verbrechens hatte ich so nicht gerechnet, und ich empfand die Motive für diese grausame Tat ein wenig abwegig und nicht wirklich nachvollziehbar.

Am Schluss erwartet Alexa noch eine Riesenüberraschung, die sie persönlich betrifft und auch ihr Leben komplett durcheinanderbringen wird.

Da `Grenzfall ` der Auftakt zu einer neuen Krimireihe ist, die immer in der deutsch- österreichischen Region spielt, wird Alexa auch in Zukunft mit Krammer zusammenarbeiten.

Ich freue mich auf den nächsten Teil mit den beiden, obwohl wir darauf noch über ein Jahr warten müssen.



Donnerstag, 30. Juli 2020

Rezension: `Quälender Hass` von Linda Castillo



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Der 11. Fall hat es in sich !!!
















Der 11. Fall für Kate Burkholder hat es wirklich in sich. Ein kleines amisches Mädchen wird entführt und ihre Großmutter bestialisch ermordet. Als Kate den Fall übernimmt, schweigen die Amischen wie üblich. Niemand rückt mit der Sprache raus, obwohl Kate merkt, dass sie mehr wissen, als sie zugeben.

Die Ermittlungen gestalten sich ziemlich schwierig, doch Kate gibt nicht auf. Sie will das kleine Mädchen finden und den Mörder zur Strecke bringen. 
Sie vermutet Verbindungen zwischen alten und den neuen Fällen, die eigentlich unmöglich sind. Außer ihr glaubt auch niemand der Kollegen an diese Theorie. Als ihr Weg sie tiefer in die Vergangenheit führt, tun sich jedoch wahre Abgründe auf.  
Trotzdem kann der Mörder nicht gestoppt werden und auch Kate gerät in große Gefahr.

Linda Castillo bietet mit `Quälender Hass ` wieder rasante Thriller-Unterhaltung.
Sie schreibt in kurzen knackigen Kapiteln, hält den Spannungsbogen konstant oben, und der komplexe Fall macht es auch dem Leser nicht leicht, mit zu ermitteln.
Kate und Tomasetti sind ein sympathisches Team und diesmal standen die Ermittlungen wieder  im Vordergrund und nicht das Privatleben. Einblicke in die Welt der Amischen  haben ihren Reiz und sind immer wieder interessant. Auch wenn man als Fan der ersten Stunde schon fast mit allen Sitten vertraut ist, wird es trotzdem nie langweilig. `Quälender Hass` war mal wieder ein Lesehighlight für mich !



                                                     

Ich danke dem Fischer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 18. August 2019

Rezension: `Brennendes Grab` von Linda Castillo

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Spannender neuer Fall für Kate!!














 Der 18jährige amische Daniel Gingerich befindet sich gerade in seiner `Rumspringa`, er nimmt quasi alles mit, was er kriegen kann. Als er die Nachricht eines Mädchen, mit der Aussicht auf eine schöne Nacht bekommt, eilt er zu dem heimlichen Treffpunkt in der Scheune. Doch es verläuft ganz anders als erwartet und für ihn endet es tödlich, verbrannt bis zur Unkenntlichkeit.
Schnell findet die Polizei heraus, dass es kein Unfall war, doch für Chief Kate Burkholder gestaltet sich die Suche nach dem Mörder schwierig, weil die Amischen nicht gerade mitteilsam zu den `Englischen` sind 
Mühsam trägt sie Stückchen für Stückchen zusammen und was sie dabei herausfindet, zieht viel größere Kreise als jemals gedacht.

Ich liebe die Bücher von Linda Castillo und auch `Brennendes Grab` war wieder ein echtes Highlight. Die Autorin legt viele falsche Fährten, sodass der Leser lange auf dem Schlauch steht. Die Geschichten über die Amischen und ihr einfaches Leben, sind für mich immer wieder aufs Neue faszinierend. Diesmal gefiel mir die Mischung von Privatleben und Ermittlungen, denn oft war es mir in den vorigen Bänden etwas zu viel Beziehungsdrama zwischen Kate und Tomasetti. Eine ganz klare Leseempfehlung` für `Brennendes Grab!`

                                                           



  Ich danke Netgalley.de und dem Fischer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 23. Mai 2019

Rezension: `Nachts schweigt das Meer` von Kate Penrose


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Ziemlich langatmig!!











                                                        www.die-rezensentin.de





Detective Inspector Ben Kitto kehrt zurück auf die Insel, auf der er aufgewachsen ist. Er muss über sein weiteres Leben nachdenken, ob er in seinem Job weiterarbeiten kann und will oder nicht.
Aber anstatt zur Ruhe zu kommen, wird Ben gefordert, denn auf der Insel passiert ein Mord.

Die Suche nach dem Täter gestaltet sich extrem schwierig, obwohl nur wenige Menschen auf der Insel leben und infrage kommen.
Das Buch hat 438 Seiten, ich war mehrmals kurz davor, es an die Seite zu legen, habe mich aber dann doch durchgequält.
Langatmige Beschreibungen, vieles an der Handlung war für mich zu undurchsichtig und nicht richtig nachvollziehbar.
Und im Nachhinein betrachtet ist nicht wirklich viel passiert. Es plätschert einfach so vor sich hin. Es lässt sich lesen, wenn man nicht zu viel erwartet, aber mehr als drei Sterne kann ich beim besten Willen nach vergeben.
                                


 Ich danke dem Fischer Verlag und Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 22. Juli 2018

Rezension: `Ewige Schuld` von Linda Castillo

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Ewige Schuld !!


















Wieder einmal präsentiert uns Linda Castillo einen überaus spannenden Thriller, der in der amischen Gemeinde spielt.

Kate Burkholder bekommt die Nachricht, dass ihr Jugendfreund  Joe King aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und man vermutet, dass er versucht, zu seinen Kindern zu gelangen.
Joe lebte früher in der amischen Gemeinde, der auch Kate  angehörte, wurde jedoch vor einigen Jahren verurteilt, weil er seine Frau und Mutter seiner fünf Kinder ermordet haben sollte.
Als Kate etwas unvorsichtig ist, kann Joe sie überwältigen und nimmt sie und seine Kinder als Geiseln. Er beteuert weiter seine Unschuld und Kate beschließt halbherzig, ihm zu helfen und sich den Fall noch einmal anzusehen. Doch dann passiert ein schreckliches Unglück und nun klemmt sich Kate dahinter und versucht, alles über den Mord herauszufinden. Könnte es wirklich sein, dass Joe unschuldig ist?


Diesmal hat mir gefallen, dass nicht soviel Privatkram von Kate und Tomasetti erzählt wurde, sondern die Autorin sich mehr auf den Fall konzentriert hat.
Über das Leben der Amischen erfahre ich dagegen immer gerne etwas, das wird mir nie zu viel.
Kate sticht bei ihren Ermittlungen geradewegs in ein Nest aus Korruption, Vertuschung und Skrupellosigkeit, was allerdings nicht ungefährlich für sie ist. Ziemlich rasant jagt Kate von einer Gefahr zur nächsten, sodass der Leser öfters mal zittern muss, ob alles gut ausgeht. Bei `Ewige Schuld` ist wirklich keine Minute Langeweile aufgekommen.
Freut euch auf einen weiteren packenden Thriller um Kate Burkholder und die Amischen !!





Ich danke dem Fischer Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 7. August 2017

Rezension: `Böse Seelen` von Linda Castillo

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Undercover bei den Amischen!!












Kate Burkholder, Polizeichefin in Painters Mill in Ohio und ehemalige Amische, wird von der Polizei aus dem Bundesstaat New York um Amtshilfe gebeten. Dort kam in der amischen Gemeinde ein Mädchen ums Leben und es gibt allerlei Gerüchte um die Gemeinde und ihren Bischof. Irgendetwas stimmt nicht mit den Leuten. Niemand von ihnen will jedoch mit der Polizei reden und so tappen die Ermittler ziemlich im Dunkeln.
Die Idee ist nun, Kate als ehemalige Amische dort einzuschleusen. Sie soll sich als Witwe ausgeben und der Gemeinde beitreten.
Das ist natürlich ziemlich heikel, weil sie als Amische auch die Sitten und Gebräuche annehmen muss.
Das bedeutet, jetzt ist sie ziemlich auf sich allein gestellt, denn wenn man ihr die Rolle abnehmen soll, darf sie nicht durchs Handy oder gar einen Wagen auffallen.
Kate überlegt nicht lange und sagt zu, zum Ärger ihres Lebenspartners Tomasetti, der die Sache für zu gefährlich hält.
Es gelingt Kate schnell, sich mit Mitgliedern der Gemeinde anzufreunden, wobei sie direkt merkt, alle sind extrem eingeschüchtert, wenn es um den Bischof geht.
Kate ermittelt heimlich, findet auch bemerkenswerte Dinge heraus, die sich dort abspielen und dass der Tod des Mädchen nur die Spitze des Eisbergs ist. Schon bald befindet sie sich jedoch selbst in großer Gefahr...
Mir hat diese neue Story supergut gefallen, hatte das Buch in zwei Abenden ausgelesen. Es war mal ganz anders als die übrigen Fälle, in denen Kate in ihrem Revier und mit ihren Kollegen ermittelt hat.

Ich lese immer gerne über die Amischen und fand diesen Fall besonders spannend. Linda Castillo hat einen flüssigen Schreibstil und  die kurzen Kapitel tragen dazu bei, den Spannungsbogen konstant oben zu halten. Die Autorin hält sich nie mit unwichtigen Beschreibungen oder Details auf, um die Seiten zu füllen.
In diesem Band war besonders gut, dass es nicht soviel Privatkram von Kate und Tomasetti gab, denn das hat mich in den vorigen Bänden etwas genervt.

 Hier ging es wirklich nur um diesen außergewöhnlichen Fall, der mit einem Ende überraschte, das ich überhaupt nicht erwartet hätte.

Eine ganz klare Leseempfehlung für den neuen Band um Kate Burkholder und die Amischen!!



                               
 Ich danke dem Fischer Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Montag, 22. August 2016

Rezension: `Grausame Nacht` von Linda Castillo

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Grausame Nacht bei den Amischen !!!


















Ein Tornado wütet in Ohio, Chief Kate Burkholder und ihre Kollegen haben alle Hände voll zu tun.
Durch die Verwüstungen werden auch Dinge freigelegt, die eigentlich ein Leben lang verborgen bleiben sollten. Die Helfer einer Pfadfindergruppe finden  menschliche Knochen und einen Schädel.
Kate hat die Aufgabe herauszufinden, um wen es sich bei dem Toten handelt und die Spuren führen zu den Amischen. Es scheint, als sei der Tote von Schweinen gefressen worden, aber da die übriggebliebenen Körperteile in einem Plastiksack verstaut waren, muss man von Mord ausgehen.
Durch den Prolog ist der Leser den Ermittlern gegenüber etwas im Vorteil, denn wir können uns denken, um wen es sich handelt.

Die Polizei muss allerdings erstmal die Vermisstenlisten der letzten 30 Jahre durchgehen und dabei wird auch festgestellt, dass damals sehr schlampig gearbeitet wurde.

Die Ermittlungen im Mordfall und die Vorgeschichte um das Opfer sind sehr spannend, doch dieses ewige Beziehungsgedöns von Kate und Tomasetti nervt mich total. Bei den beiden kann nichts einfach mal normal gehen, alles ist extrem kompliziert und das hat mir den Lesespaß etwas vermiest.
Wen das vielleicht nicht so stört wie mich, der kann sich auf einen weiteren packenden Krimi aus der Amisch-Reihe freuen. Ich empfand das Buch, im Gegensatz zu anderen Rezensenten auch nicht langatmig, sondern eigentlich ziemlich spannend.

Diese spezielle  Atmosphäre auf den amischen Höfen hat die Autorin, wie immer, wunderbar eingefangen, sodass ich mir das ganz genau vorstellen konnte.
Ich finde es immer wieder aufregend über die Amisch-Gemeinde zu lesen, auch wenn ich mir soviel Betrug, Lügen und schlimmere Taten dort gar nicht vorstellen kann.





 Ich danke dem Fischer Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 12. Dezember 2015

Rezension: `Zorn 5 - Kalter Rauch` von Stephan Ludwig





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Spannender fünfter Fall !!













`Kalter Rauch` ist mein erstes Buch aus der Reihe, das ich gelesen habe. Deswegen hatte ich auch nicht die Erwartungshaltung, die die Fans der Zorn-Bücher sicher haben.
Ich war aber angenehm überrascht, denn der Thriller hat mich sehr gut unterhalten.
Auch wenn ich die Vorgeschichte der beiden Ermittler nicht kenne, konnte ich gut in den fünften Fall einsteigen.
Donata Zettl ist verschwunden, ein Hüftgelenk wird gefunden, das ihr einmal eingesetzt wurde. Doch wo befindet sich der Rest des Körpers?
Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, hauptsächlich wird aus der Sicht der beiden Ermittler, Schröder und Zorn,  berichtet und aus der Gregor Zettls, dem  Ehemann der Verschwundenen.
In kurzen Kapitel, die oft mit einem Cliffhanger endeten, hat der Autor es geschafft, den Spannungsbogen oben zu halten.
Das  Ermittlerteam fand ich zuerst mal etwas gewöhnungbedürftig, vor allem mit Zorn wurde ich nicht warm. Doch im Laufe der Geschichte fand ich beide ganz liebenswert.
Die privaten Probleme nehmen einen Teil des Buches ein, sie fließen aber mit in die Story hinein, sodass es für mich gepasst hat.
Der Fall der verschwundenen Donata Zettl  und die Sache mit dem Hüftgelenk hält die beiden auf Trab, während das Verhalten und das Geschehen um Gregor Zettl sehr merkwürdig ist und viele Fragen aufwirft.
Das Ende konnte man teilweise eventuell etwas erahnen, aber kam trotzdem doch überraschend.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich konnte es zügig durchlesen und hatte keine Minute Langeweile.




    Ich danke dem Fischer Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Rezension: `Mörderische Angst` von Linda Castillo


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Die Angst geht um in Painters Hill!!!














 In Linda Castillo neuestem Thriller geht es wieder um Polizeichefin Kate Burkholder, Painters Mill und die Amischen. 

1979 wurde bei einem Überfall und anschließendem Brand fast eine ganze amische Familie  ausgelöscht, nur der 14jährige Sohn  Billy Hochstetler überlebte...
Seitdem soll es auf der Hochstetler Farm spuken und das Schreien der brennenden Kinder jede Nacht zu hören sein.

Kate Burkholder kann sich an das Verbrechen gut erinnern, obwohl sie damals noch ein Kind war.
Nun schreiben wir das  Jahr 2014 und es passieren in Painters Hill bestialische Morde.

Kate Burkholder findet heraus, dass die Toten sich kannten und dass die heutigen Morde irgendwie in Verbindung zu dem damaligen Verbrechen an der amischen Familie stehen.
Die Opfer, angesehene Bürger des Ortes, erhielten vor ihrem Tode Drohbriefe und auch noch zwei weitere  bekommen diese Briefe. Doch die Betroffenen bilden eine Mauer des Schweigens. Sie gehen lieber die Gefahr ein, umgebracht zu werden, als über das zu reden, was damals vielleicht geschehen ist. 
Der Leser erfährt durch verschiedene Handlungsstränge schon etwas mehr, doch was ist genau vorgefallen und wer ist der unheimliche Geist, von dem alle reden? 
Nach und nach deckt Kate Burkholder jahrelang gehütete Geheimnisse auf und kann selbst nicht fassen, was sie dabei herausfindet.

Linda Castillo hat wieder einen genialen Thriller geschrieben, spannend von der ersten Minute an bis zu einem hammermäßigen Ende, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Eine super durchdachte Story und immer wieder spannt sie den Leser mit völlig überraschenden Wendungen auf die Folter.
Ganz klare Leseempfehlung !!!!





Ich danke dem   Fischer Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares,

Montag, 8. Dezember 2014

Rezension: `Der Mörder unter uns` von Chris Chibnall und Erin Kelly


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Der Mörder unter uns!!!











In dem kleinen idyllischen Dörfchen Broadchurch kommt ein 11 jähriger Junge unter mysteriösen Umständen ums Leben. Schon bald stellt sich heraus, es war Mord und der Täter ist zu 90% unter den Dorfbewohnern zu finden.
In dem Ort, wo jeder jeden kennt und alle befreundet sind, traut keiner seinem Freund oder Nachbarn so etwas zu. Doch plötzlich ändert sich die Stimmung und es breitet sich allgemeines Misstrauen aus.

Mit dem Fall betreut sind Ellie Miller und Alec Hardy, ein nicht ganz harmonisches Team, denn Hardy hat Ellie gerade den Posten weggeschnappt, mit dem sie fest rechnete.
Bei `Der Mörder unter uns ` handelt sich um einen ruhigen Krimi mit viel Ermittlerarbeit,  doch auch das Privatleben der Protagonisten wird ausführlich behandelt. Das mag ich sonst nicht, doch hier passte es perfekt, um viele Handlungen oder Vorgänge nachvollziehen zu können.
Besonders gefiel mit, dass man die Familie des Opfers schon kennenlernte, bevor die Tat geschah.
So leidet man ganz anders mit ihnen, aber auch die anderen Mitwirkenden sind mir während des Lesens richtig ans Herz gewachsen.


Das Autorenpaar schafft es, immerzu häppchenweise neue Personen in den Kreis der Verdächtigen mit einzubeziehen. Hier wird so einiges zutage befördert und erlogene Alibis, zerstörte Festplatten und falsche Namen machen es für den Leser total undurchsichtig, wer hier als Täter in Frage kommt.
 

Gleichzeitig  gelingt es aber auch, die Stimmung rüberzubringen, die dort herrscht. Trauer, Wut, Hilflosigkeit und man sieht mal wieder, was man mit falschen Verdächtigungen anrichten kann.


Die Polizei tappt lange im Dunkeln, fügt Stückchen für Stückchen zusammen und das überraschende Ende kann sich sehen lassen.

Ein hervorragend konstruierter Krimi, fesselnd geschrieben, mit interessanten Charakteren und jeder Menge Ermittlerarbeit. 
Die Spannung beginnt direkt mit dem Prolog und hält sich über 400 Seiten.
Wer etwas ruhigere, aber packende Krimis mag, sollte sich `Der Mörder unter uns ` nicht entgehen lassen.







Ich danke dem Fischer Verlag   für die Zusendung des Rezensionsexemplares.






Mittwoch, 9. Juli 2014

Rezension : `Teuflisches Spiel` von Linda Castillo

                                                              
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Wirklich ein teuflisches Spiel !!




Ich habe alle Teile der Reihe über Kate Burkholder und die Amischen gelesen, und auch dieses Buch hatte ich in zwei Tagen durch.

Ein amischer Vater mit drei Kindern hat auf dem Nachhauseweg einen schweren Unfall mit seinem Buggy. Drei Menschen sterben, der Fahrer begeht Fahrerflucht..

Doch je öfter Kate sich mit dem Fall und den Spuren am Tatort beschäftigt, desto mehr ist sie überzeugt, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Es geht hier wahrscheinlich um Mord!

Die Story ist sehr spannend aufgebaut und bis zum Schluss wird der Leser in Atem gehalten.

Das einzige, was mich auch bei den vorigen Bänden ein bisschen genervt hat, ist dieses ewige Hickhack um Kates Verhältnis zu ihrem Freund Tomasetti.

Aber es hält sich diesmal in Grenzen und die Ermittlungsarbeiten stehen wieder im Vordergrund.

Es wird allerdings noch ein zweiter Mordfall aufgedeckt, an dem Kate nicht unbeteiligt ist und der ihr schwer zu schaffen macht. Viele Jahre hat sie die Erinnerung daran verdrängt; kommt nun alles ans Licht ?

Die Welt der Amischen fasziniert mich jedesmal aufs Neue und mit `Teuflisches Spiel` ist Linda Castillo wieder ein fesselnder Thriller gelungen.

Mit Kate Burkholder hat sie eine sympathische Protagonistin geschaffen, über die ich immer wieder gerne lese. Ein spannender Plot, Verwicklungen, die man nicht vorhergesehen hat, gepaart mit einem flüssigen Schreibstil sind eine perfekte Mischung.

Eine ganz klare Kaufempfehlung für dieses Thriller-Lesevergnügen !