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Dienstag, 19. Juli 2022

Rezension: `Das Tor zur Welt - Träume` von Miriam Georg


 
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 Beginn einer neuen Auswanderer-Saga!

       



Tagein, tagaus muss die junge Ava auf dem Hof ihrer Eltern schuften. Sie weiß, dass es nicht wirklich ihre Eltern sind, denn jahrelang hat sie darauf gehofft von ihrer, nach Amerika ausgewanderten, Familie nachgeholt zu werden. 
Ihrem eigenen Traum von Amerika kommt sie näher, als sie nach einer wahren Odyssee an schlechten Erfahrungen eine Arbeit im Auswandererlager bekommt. Jeden Pfennig, den sie verdient, spart sie für ein Ticket in die freie Welt.


In einem anderen Handlungsstrang lernen wir Claire Conrad kennen, eine reiche, egozentrische junge Frau, die gerne gegen alle gesellschaftlichen Regeln rebelliert. Sie ist ganz das Gegenteil von Ava und doch werden die beiden Freundinnen. 

Miriam Georg konnte mich mit ihrem neuen Roman wieder begeistern, auch wenn die Geschichte in der Mitte etwas langatmig war. Das Buch hat 656 Seiten und ich denke, 100 oder sogar 200 Seiten weniger hätte es noch spannender gemacht.
Wie alle ihre Romane ist auch dieser flüssig und gut zu lesen, und durch den bildlichen Schreibstil hatte ich viele der Schauplätze genau vor Augen.
Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven von unterschiedlichen Personen erzählt, denn die Autorin hat eine Menge sehr interessanter und facettenreicher Charaktere geschaffen. Für das Ende hat sie sich noch ein Highlight aufgehoben, das einen sehnsüchtig auf den zweiten  Band warten lässt.

                                                               



Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 26. Februar 2019

Rezension: `Der weisse Ahorn` von Mina Baites



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Spannender Auftakt zu einer neuen Familiensaga!!
















`Der weiße Ahorn` ist der Auftakt zu einer neuen Saga um die Berliner Familie Breitenbach.
Der Schuhfabrikant Hermann Breitenbach und seine beiden Söhne Georg und Theodor haben die Firma mit viel Arbeit und Engagement zu einem namhaften Unternehmen gemacht.
Auch Rosa, die Jüngste, hilft fleißig mit, obwohl sie eigentlich ganz andere Pläne für die Zukunft hat.
Als die Fabrik in Not gerät, soll Georg eine Tochterfirma in Amerika aufbauen, sozusagen als zweites Standbein. Rosa setzt alles dran, ihren Traum von einer eigenen Schule zu verwirklichen und begleitet ihren Bruder.

Die Handlung spielt an mehreren Schauplätzen. Wir erleben die Reise und das Leben in Amerika, genauso wie Hermanns Sorgen in der Firma in Berlin.
 Theodor hat zusätzlich eigenen Kummer, denn in seiner Ehe ist er todunglücklich, erst recht, seit er die wunderschöne Vanda getroffen hat, doch eine Scheidung zu der damaligen Zeit war nicht so einfach.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, zumal sie durch die Handlungsorte Amerika und Berlin so vielseitig ist. Die  Charaktere sind zum größten Teil sehr sympathisch, sodass die Familie  Breitenstein mir direkt ans Herz gewachsen ist.

`Der weiße Ahorn´  ist spannend geschrieben, interessant fand ich auch, im Nachwort nachlesen zu können, dass viele der Mitwirkenden wirklich gelebt haben. Das dort erwähnte Kuriositätenkabinett, das auch im Buch vorkommt, hat mich etwas erschüttert, vor allem, wenn ich mir vorstelle, woran sich die Menschen belustigt haben.
Ich freue mich auf ein Wiederlesen mit der Familie Breitenbach,   allerdings müssen wir auf den zweiten Band noch sehr lange warten.(Nov.19)



 Ich danke netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Rezension : `Hoffnung ist ein weites Feld` von Kai Blum



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 Toller Auftakt zu einer Auswanderer-Krimi-Reihe







1881, Hans Sievers wandert mit Frau und Kindern nach Nord Dakota aus, denn dort scheint alles besser zu sein, als in Deutschland.
Sein Onkel Karl lebt schon länger hier und er hat Hans auch dazu überredet, alle Zelte hinter sich abzubrechen.
Doch Hans merkt schon ziemlich schnell, dass dort nicht wirklich alles Gold ist, was glänzt.. 
Die Regierung stellt den Einwanderern ein Stück Land zur Verfügung, aber das muss erst einmal bearbeitet werden. Bisher gibt dort nur Steppe; kein Haus, kein Wasser, eigentlich nichts, nur Gras.
Doch Hans verzweifelt nicht, sondern stürzt sich in die Arbeit.
 Der Autor hat die Verhältnisse dort geradezu bildhaft beschrieben, ich konnte mich wunderbar in die Situationen hineinversetzen und als ein schrecklicher Schneesturm die Leute heimsucht, spürte ich fast die Kälte.

Natürlich wandern nicht nur die anständigen Leute aus, sondern es passiert in dieser, sowieso schon schwierigen, Zeit ein Mord. Daher hat das Cover auch die Bezeichnung `Auswanderer-Krimi`.
 Obwohl es meiner Meinung nach nicht wirklich ein Krimi ist, denn der Rest, den die Menschen erleben, ist viel spannender. Leider endet das Buch ziemlich abrupt, sodass noch vieles offen bleibt. Doch im November 2013 soll der zweite Band erscheinen und darauf freue ich mich schon richtig.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und er hat eine Gabe, dem Leser die Atmosphäre authentisch rüberzubringen. Ich habe gelesen, dass Kai Blum selbst ausgewandert ist, vielleicht gelingt es ihm deswegen so gut.
Ich war begeistert und bin nun gespannt, wie es weitergeht mit Hans und den anderen Auswandererfamilien..

 Prime Mitglieder können sich das eBook übrigens kostenlos ausleihen...