* * * *
Der zweite Fall für Kommissarin Herbich !!!
Ein Mann wird beim Tanzen von einer Unbekannten erstochen. Bei den Ermittlungen lernt Kommissarin Kristina Herbich den attraktiven Philip kennen und verliebt sich. Und zwar so sehr, dass sie die weitere Morduntersuchung ihrem Kollegen Breuer überlässt und ein paar Tage zu dem Mann ins Saarland fährt.
In einem anderen Handlungsstrang geht es um Entführung und Mord, und plötzlich befindet sich Kristina in ihrem Urlaub mitten in den Ermittlungen der Mainzer Kollegen.
Allerdings empfand ich Kristina als Polizeibeamtin ausgesprochen naiv und unvorsichtig, wodurch sie selbst in große Gefahr gerät.
Die ausführlichen Beschreibungen aus ihrem Privatleben störten mich diesmal etwas, weil dadurch die spannende Handlung immer wieder unterbrochen wurde.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte war es insgesamt ein netter, gut lesbarer Krimi mit sehr viel Lokalkolorit und einigen nicht vorhersehbaren Wendungen.
.Ich danke dem Emons Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Dienstag, 30. Juni 2020
Mittwoch, 24. Juni 2020
Rezension: `Der Fahrer` von Andreas Winkelmann
* * * * *
#FINDEMICH
Dies war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann und es handelt sich, wie ich dann erst merkte, um eine Reihe. Trotzdem hatte ich aber keinerlei Schwierigkeiten, ohne Vorkenntnisse in die Story hineinzufinden.
Junge Frauen werden entführt und die Polizei bekommt 24 Stunden Frist, sie zu finden. Unter dem Hashtag #findemich erhalten sie Nachrichten vom Entführer, doch er scheint ihnen immer eine Schrittlänge voraus zu sein.
Die jungen Frauen waren alle aktiv bei Instagram und posteten fleißig Fotos. Ist der Täter unter den Followern zu finden?
Zusätzlich hat man den Eindruck, dass sich jemand an Kommissar Jens Kerner rächen will, denn alle Hinweise deuten auf ihn.
Vielleicht jemand, den er hinter Gittern gebracht hat oder Angehörige eines Verurteilten? Jens tappt, genauso wie seine Kollegen im Dunkeln.
Jens Kerner und sein Team ermitteln in alle Richtungen, haben auch schon verschiedene Verdächtige verhört, aber der große Durchbruch gelingt ihnen nicht. Was hat der Fahrdienst Mac Driver damit zu tun? Und wieso taucht plötzlich Jens` Bruder hier auf?
Andreas Winkelmann hat einen packenden Thriller geschrieben, gut austüftelter Plot und kurze Kapitel, von denen viele mit einem Cliffhanger enden. Der Leser wird ordentlich in die Irre geführt, immer wenn man meint, den Täter zu erkennen, ergibt sich wieder eine neue Wendung.
Teilweise wird auch aus der Sicht der entführten Frauen erzählt, was mir schon den einen oder anderen Schauer über den Rücken laufen ließ. Andreas Winkelmann schreibt in modernem Stil, flott, lebendig und temporeich, sodass keine Sekunde Langeweile aufkam.
Ein mulmiges Gefühl bei der nächsten Taxifahrt bleibt, glaube ich, nicht aus. Unbedingte Leseempfehlung für meinen ersten Winkelmann- Thriller.
Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
#FINDEMICH
Dies war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann und es handelt sich, wie ich dann erst merkte, um eine Reihe. Trotzdem hatte ich aber keinerlei Schwierigkeiten, ohne Vorkenntnisse in die Story hineinzufinden.
Junge Frauen werden entführt und die Polizei bekommt 24 Stunden Frist, sie zu finden. Unter dem Hashtag #findemich erhalten sie Nachrichten vom Entführer, doch er scheint ihnen immer eine Schrittlänge voraus zu sein.
Die jungen Frauen waren alle aktiv bei Instagram und posteten fleißig Fotos. Ist der Täter unter den Followern zu finden?
Zusätzlich hat man den Eindruck, dass sich jemand an Kommissar Jens Kerner rächen will, denn alle Hinweise deuten auf ihn.
Vielleicht jemand, den er hinter Gittern gebracht hat oder Angehörige eines Verurteilten? Jens tappt, genauso wie seine Kollegen im Dunkeln.
Jens Kerner und sein Team ermitteln in alle Richtungen, haben auch schon verschiedene Verdächtige verhört, aber der große Durchbruch gelingt ihnen nicht. Was hat der Fahrdienst Mac Driver damit zu tun? Und wieso taucht plötzlich Jens` Bruder hier auf?
Andreas Winkelmann hat einen packenden Thriller geschrieben, gut austüftelter Plot und kurze Kapitel, von denen viele mit einem Cliffhanger enden. Der Leser wird ordentlich in die Irre geführt, immer wenn man meint, den Täter zu erkennen, ergibt sich wieder eine neue Wendung.
Teilweise wird auch aus der Sicht der entführten Frauen erzählt, was mir schon den einen oder anderen Schauer über den Rücken laufen ließ. Andreas Winkelmann schreibt in modernem Stil, flott, lebendig und temporeich, sodass keine Sekunde Langeweile aufkam.
Ein mulmiges Gefühl bei der nächsten Taxifahrt bleibt, glaube ich, nicht aus. Unbedingte Leseempfehlung für meinen ersten Winkelmann- Thriller.
Ich danke dem Rowohlt Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Sonntag, 21. Juni 2020
Rezension: `Der nahende Sturm` von Ellin Carsta
* * * *
Große Aufregung bei den Hansens!!
Robert und Therese mussten abrupt aufbrechen und von Kamerun nach Hamburg reisen, denn im Kontor sind schlimme Dinge passiert. Es geht um die Existenz der ganzen Firma !!
Elisabeth versucht mit allen Mitteln, die Hansens zu vernichten. Eine große Hilfe ist ihr dabei Richard, der seinerseits Rache üben will.
Jetzt zeigt sich wieder, dass der Rest der Familie zusammen hält. Sofort kommen sie aus der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam für den Erhalt der Firma zu kämpfen. Doch werden sie es schaffen, gegen, die inzwischen mächtige, Elisabeth anzukommen?
Bei Luise und Hans läuft diesmal auch privat nicht alles so harmonisch wie bisher, und Martha merkt endlich, dass sich nicht alles nur um sie drehen muss, damit sie glücklich werden kann.
Während Robert in Hamburg ist, vertritt Hamza ihn in Kamerun, so gut er kann, was vielen Weißen gar nicht passt.
Dass er als Einziger weiß, wie man die lästigen Spinnmilben vertreibt, bringt sie noch mehr gegen ihn auf.
Hamza sitzt ein wenig zwischen den Stühlen, die Weißen akzeptieren ihn nicht wegen seiner Hautfarbe und seine Stammesbrüder werfen ihm vor, sich wie ein Weißer zu verhalten.
Wieder habe ich nur einen Sonntag gebraucht, um den sechsten Hansen-Teil `Der nahende Sturm` zu lesen. Abgesehen von der Handlung wird das Buch durch die wechselnden Schauplätze und die vielschichtigen Charaktere zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.
Trotzdem fand ich die vorigen Bände noch ein klein wenig spannender, weil diesmal manche, eher nebensächliche Ereignisse für mich zu ausführlich behandelt wurden.
Aber wie immer haben mich die Hansens gut unterhalten können und ich freue mich auf den nächsten Band, der dann leider auch der letzte der Reihe sein wird.
Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
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Montag, 15. Juni 2020
Rezension: `Das wirkliche Leben` von Adeline Dieudonné
* * * * *
Verstörender, aber fesselnder Roman !!
Das Mädchen lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder und den `Kadavern` in einem schönen hellen Haus am Waldrand.
Die Mutter, von ihr immer als Amöbe bezeichnet, schweigt, kocht das Essen und kümmert sich ansonsten um ihre Zwergziegen. Der Vater, ein gewalttätiger Koloss, trinkt Whiskey, guckt Fernsehen und liebt den Rausch der Jagd. Für seine Jagdtrophäen hat er ein eigenes Zimmer eingerichtet, das Kadaverzimmer. Seine Macht demonstriert er gerne zuhause und lässt seine Wut an der Amöbe aus, die das genauso wie alles andere, einfach hinnimmt.
Es ist schwierig, diesen Roman zu beschreiben. Eine bedrückende, verstörende Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens, geschrieben in der Ich- Form.
Der Leser kann förmlich ihre Angst spüren, wenn sie dem Vater entgegen tritt. Vor allem, als sie älter wird und ihr Körper fraulichere Formen bekommt, muss sie sich noch mehr vor ihm und seinen lüsternen Blicken in Acht nehmen. Man leidet mit ihr, wenn sie um ihren kleinen Bruder fürchtet, der abartige Dinge tut. Der Leser erfährt von ihren Sehnsüchten, den Qualen und dem Grauen, wenn sie an die Kadaver denkt. Aufmüpfige Gedanken werden vom Vater gleich im Keim erstickt, wenn nötig, auch mit Gewalt. Doch das Mädchen kämpft und versucht aus eigenen Stücken mehr aus ihrem Leben zu machen. Sie will kein Opfer sein, keine Beute! Von der Amöbe ist keine Hilfe zu erwarten, das Mädchen muss sich selbst helfen.
Adeline Dieudonnés Schreibstil ist nüchtern und schnörkellos, jedoch sehr ausdrucksstark. Die düstere, trostlose und bedrückende Atmosphäre hat die Autorin perfekt eingefangen.
Obwohl es keinerlei wörtliche Rede gibt, was ich eigentlich gar nicht mag, fesselte mich `Das wirkliche Leben` von der ersten bis zur letzten Seite.
Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen, brillant geschriebenen Roman.
Ich danke dem DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Verstörender, aber fesselnder Roman !!
Das Mädchen lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder und den `Kadavern` in einem schönen hellen Haus am Waldrand.
Die Mutter, von ihr immer als Amöbe bezeichnet, schweigt, kocht das Essen und kümmert sich ansonsten um ihre Zwergziegen. Der Vater, ein gewalttätiger Koloss, trinkt Whiskey, guckt Fernsehen und liebt den Rausch der Jagd. Für seine Jagdtrophäen hat er ein eigenes Zimmer eingerichtet, das Kadaverzimmer. Seine Macht demonstriert er gerne zuhause und lässt seine Wut an der Amöbe aus, die das genauso wie alles andere, einfach hinnimmt.
Es ist schwierig, diesen Roman zu beschreiben. Eine bedrückende, verstörende Erzählung aus der Sicht eines jungen Mädchens, geschrieben in der Ich- Form.
Der Leser kann förmlich ihre Angst spüren, wenn sie dem Vater entgegen tritt. Vor allem, als sie älter wird und ihr Körper fraulichere Formen bekommt, muss sie sich noch mehr vor ihm und seinen lüsternen Blicken in Acht nehmen. Man leidet mit ihr, wenn sie um ihren kleinen Bruder fürchtet, der abartige Dinge tut. Der Leser erfährt von ihren Sehnsüchten, den Qualen und dem Grauen, wenn sie an die Kadaver denkt. Aufmüpfige Gedanken werden vom Vater gleich im Keim erstickt, wenn nötig, auch mit Gewalt. Doch das Mädchen kämpft und versucht aus eigenen Stücken mehr aus ihrem Leben zu machen. Sie will kein Opfer sein, keine Beute! Von der Amöbe ist keine Hilfe zu erwarten, das Mädchen muss sich selbst helfen.
Adeline Dieudonnés Schreibstil ist nüchtern und schnörkellos, jedoch sehr ausdrucksstark. Die düstere, trostlose und bedrückende Atmosphäre hat die Autorin perfekt eingefangen.
Obwohl es keinerlei wörtliche Rede gibt, was ich eigentlich gar nicht mag, fesselte mich `Das wirkliche Leben` von der ersten bis zur letzten Seite.
Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen, brillant geschriebenen Roman.
Ich danke dem DTV Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Freitag, 5. Juni 2020
Rezension: `Im grausamen Licht der Sonne` von Nalini Singh
* * * * *
Sehr spannend!!
Anahera kehrt nach dem Tode ihres Mannes zurück in ihrem Heimatort Golden Cove. Sie muss nicht nur den Verlust verarbeiten, sondern auch mit einem schlimmen Betrug fertig werden.
Doch die ersehnte Ruhe bleibt aus, denn direkt in den ersten Tagen verschwindet ein junges Mädchen, die überall beliebte Miriama. Zuerst geht man von einem Unfall aus und der ganze Ort hilft bei der Suche, doch das Mädchen bleibt verschwunden. Man muss inzwischen von einem Verbrechen ausgehen und es ist klar, dass der Täter nur aus Golden Cove kommen kann. Sofort werden Erinnerungen an die drei Wanderinnen wach, die vor Jahren hier verschwunden sind.
Der Polizist Will organisiert die Suche und zusammen mit Anahera versucht er mehr über das Vorleben der Dorfbewohner herauszufinden.
Es scheint, als hätte bald jeder Dreck am Stecken und rutscht damit automatisch auf die Liste der Verdächtigen. Für Anahera unvorstellbar, denn mit den meisten von ihnen ist sie zusammen aufgewachsen und vertraut ihnen.
Ich habe von Nalini Singh bisher noch nichts gelesen, da sie meist Fantasy Romane schreibt. Nun ist ihr erster Thriller erschienen und ich bin begeistert.
Für mich ist es ein Mittelding zwischen Thriller und Krimi, denn viel Zeit wird mit normaler Polizeiarbeit verbracht. Die Alibis werden überprüft, das Vorleben der Bewohner durchleuchtet und eventuelle Lügengeschichten aufgedeckt.
Auch die verschwundene Miriama hatte ihre Geheimnisse, die bald alles in einem anderen Licht scheinen lassen. Irgendwann ist es so, dass man seinem besten Freund nicht mehr traut, weil jeder irgendwie verdächtig ist.
Ein packender Schreibstil, kurze Kapitel, von denen viele mit einem Cliffhanger enden und interessante, spannende Verwicklungen haben es geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Ich danke dem Droemer Knaur Verlag und Netgalley für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Freitag, 29. Mai 2020
Rezension: `Ostseegruft` von Eva Almstädt
* * * * *
Spannender Ostseekrimi!!
Als die Kommissarin Pia Korritki am Grab ihrer Freundin steht, fällt ihr ein Mann auf, der behauptet, Kirstens Tod sei kein Unfall, sondern Mord gewesen. Als Pia nachhaken will, ist er verschwunden. Eigentlich wurde der Unfall bei der Polizei schon zu den Akten gelegt, aber Pia lässt es keine Ruhe. Sie versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist und ob an dem Vorwurf etwas dran sein könnte.
Befragungen der Nachbarn, Freunde und der Familie der Toten bringen sie Stückchen für Stückchen weiter.
Zur Hilfe kommt ihr aber der Zufall, als eine zwanzig Jahre lang verschüttete Leiche unter einem einsturzgefährdeten Haus auftaucht. Pia sieht Verbindungen zwischen den Fällen, doch was sie herausfindet, ist eine weitaus größere Sache, als sie bisher angenommen hat.
Pia ist zudem eine sympathische Protagonistin, für die es als alleinerziehende Mutter nicht immer so einfach ist, alles unter einen Hut zu bringen. Ich kannte bisher erst einen Krimi aus der Reihe und das ist schon einige Jahr her. Trotzdem war es überhaupt kein Problem, sofort einzusteigen. Ich ärgere mich nur, dass ich die anderen Bände verpasst habe, aber das lässt sich ja nachholen.
Ich mag diese Art von Krimi total gerne. Wenig Blutvergießen, viel Polizeiarbeit, Recherche und keinerlei übertrieben reißerische Szenen. Hier hat Pia es mit einem sehr undurchsichtigen Fall zu tun und ich hatte fast in jedem Kapitel einen neuen Verdächtigen ausgemacht. Doch leicht macht es einem die Autorin nicht mit vielen unvorhergesehenen Wendungen, sodass sie mich am Ende doch überraschen konnte.
`Ostseegruft` war für mich von Anfang bis Ende spannend, ganz klare Leseempfehlung !!
Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Montag, 25. Mai 2020
Rezension: `Die Lilienbraut` von Teresa Simon
* * * *
Sehr schöne Familiengeschichte!
Der neue Roman von Teresa Simon spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen erleben wir die junge Mutter Liv, die in Köln ein Haus erbt und dort ein Duftlädchen eröffnet. Gleich in den ersten Tagen begegnet ihr mehrmals eine alte Frau, die sie anscheinend mit jemandem verwechselt und wüst beschimpft.
Auch sonst scheint Liv Feinde in Köln zu haben, die ihr das Geschäft mit ihrem Duftlädchen schwer machen.
Liv versucht herauszufinden, wieso die alte Frau denkt, sie kennt sie von früher. Und zum ersten Mal überlegt sie, warum ihre Tante ihr das Haus in Köln vererbt hat, sie es aber nicht verkaufen durfte.
Im anderen Handlungsstrang begeben wir uns in die Zeit des zweiten Weltkriegs.
Die junge Kölnerin Nellie hatte ein untrügliches Gespür für guten Duft und hätte es in ihrer Stellung im Dufthaus 4711 sicher weit bringen können, doch der Krieg zerstörte alles. Dazu kamen persönliche Schicksalsschläge und die verbotene Liebe zu einem Pater, ein ewiges Schwanken zwischen Hoffnung oder Aussichtslosigkeit.
Teresa Simon erzählt lebendig und spannend und bereits ab der ersten Seite ist der Leser mitten im Geschehen. In beiden Zeitebenen finden wir facettenreiche Charaktere, obwohl mich die Kapitel mit Nellie viel mehr fesseln konnten als die in der Gegenwart.
Wer schon öfter in Köln war oder hier lebt, der wird viele der beschriebenen Schauplätze, der bekannten Personen und kölschen Spezialitäten kennen. Mich hat es umso mehr begeistert, weil ich auch schon ein paarmal das Dufthaus 4711 und das Farina Museum besucht habe.
Während des Lesens fragte ich mich, was die beiden Handlungsstränge miteinander zu tun haben, auch wenn ich natürlich Vermutungen hatte. Heraus kommt eine beziehungsreiche Familiengeschichte, die durch alte Tagebucheinträge ergänzt, und nach und nach langsam aufgeklärt wird. Geschickt werden am Ende alle losen Fäden miteinander verflochten, sodass keine Fragen offen bleiben.
Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Freitag, 22. Mai 2020
Rezension: `Das Schattenhaus` von Tess Gerritsen
* * *
Ziemlich schwach!!
Die Food Autorin Ava mietet sich für den Sommer ein altes Haus auf einer abgelegenen Insel an der Küste Maines. Dort hofft sie die schlimmen Erlebnisse der letzten Zeit vergessen zu können und möchte an einem Kochbuch arbeiten.
Immer öfter hört sie nachts unheimliche Geräusche und bildet sich ein, einen Mann zu sehen. Als sie nachforscht, findet sie heraus, dass das Haus einst Captain Brodie gehörte und hier schon einiges passiert ist.
Sie überlegt wieder auszuziehen, aber das Haus zieht sie nach und nach in seinen Bann.
Ich glaube nicht an Übersinnliches, doch `Das Schattenhaus` lässt sich trotzdem gut lesen, obwohl ich die Story ziemlich schräg fand.
Ava trinkt zu viel, man weiß nicht, bildet sie sich im Suff nur ein, dass Captain Brodies Schatten nachts durchs Haus geistert oder gibt es eine vernünftige Erklärung für alles?
Passiert es vielleicht nur in ihren Träumen oder hat alles mit der schweren Schuld zu tun, die Ava auf sich geladen hat, und die auch der Grund ist, dass sie hierhin geflüchtet ist?
Ich mag die Bücher von Tess Gerritsen wirklich gerne, aber bei `Das Schattenhaus` fällt mir eine Bewertung schwer. Es war gut und flüssig geschrieben und auch auf eine Art spannend, aber dieser Gruseleffekt blieb bei mir vollkommen aus. Ich fand vieles einfach nur albern. Mit Müh und Not habe ich mich zu 3 Sternen durchgerungen.
Labels:
Buchbesprechung,
Das Schattenhaus,
Gerritsen Tess,
Gruseln,
Limes Verlag,
Random House Verlagsgruppe,
Rezension,
Roman,
Thriller,
Übersinnliches
Donnerstag, 14. Mai 2020
Rezension: `Die Mädchen aus der Firefly Lane` von Kristin Hannah
* * * * *
Wunderschöne Geschichte!!
Kate und Tully sind zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kate zurückhaltend und eher eine Außenseiterin, Tully auffallend und überall beliebt. Trotzdem werden sie beste Freundinnen.
Die Schule besuchen sie gemeinsam, genauso wie das College und anschließend haben beide den gleichen Berufswunsch. Es heißt überall nur KateundTully, denn die beiden gibt es meist nur im Doppelpack.
Irgendwann driftet es ein wenig auseinander, Kate zieht ein Leben als Ehefrau und Mutter der Karriere vor. Unverständlich für Tully, deren Bestreben es weiterhin ist, ein Leben als Reporterin im Rampenlicht zu führen.
Trotzdem besteht die Freundschaft weiterhin und auch wenn es öfter Meinungsverschiedenheiten gibt, sind sie sich nie wirklich böse.
Bis zu einem unverzeihlichen Vertrauensbruch, an dem die Freundschaft zu zerbrechen droht.
Der neue Roman von Kristin Hannah ist eine wunderschöne emotionale Geschichte über die Freundschaft zweier Frauen. Sie erleben viele Höhen und Tiefen, ihre Freundschaft übersteht alles, doch bei der schlimmsten Krise ist eine von beiden allein.
Schon viele ihrer Bücher haben mich begeistern können, und auch mit `Die Mädchen aus der Firefly Lane` ist Kristin Hannah wieder etwas Besonderes gelungen.
Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Kate oder Tully erzählt, sodass der Leser immer weiß, was in beiden vorgeht.
Das letzte Drittel ist wirklich sehr gefühlsbetont und war für mich extrem tränenreich. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal bei einem Buch so geflennt habe.
Ein wirklich aufwühlender und bewegender Roman, den ich nicht so schnell vergessen werde!!
Ich danke dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Wunderschöne Geschichte!!
Kate und Tully sind zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kate zurückhaltend und eher eine Außenseiterin, Tully auffallend und überall beliebt. Trotzdem werden sie beste Freundinnen.
Die Schule besuchen sie gemeinsam, genauso wie das College und anschließend haben beide den gleichen Berufswunsch. Es heißt überall nur KateundTully, denn die beiden gibt es meist nur im Doppelpack.
Irgendwann driftet es ein wenig auseinander, Kate zieht ein Leben als Ehefrau und Mutter der Karriere vor. Unverständlich für Tully, deren Bestreben es weiterhin ist, ein Leben als Reporterin im Rampenlicht zu führen.
Trotzdem besteht die Freundschaft weiterhin und auch wenn es öfter Meinungsverschiedenheiten gibt, sind sie sich nie wirklich böse.
Bis zu einem unverzeihlichen Vertrauensbruch, an dem die Freundschaft zu zerbrechen droht.
Der neue Roman von Kristin Hannah ist eine wunderschöne emotionale Geschichte über die Freundschaft zweier Frauen. Sie erleben viele Höhen und Tiefen, ihre Freundschaft übersteht alles, doch bei der schlimmsten Krise ist eine von beiden allein.
Schon viele ihrer Bücher haben mich begeistern können, und auch mit `Die Mädchen aus der Firefly Lane` ist Kristin Hannah wieder etwas Besonderes gelungen.
Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Kate oder Tully erzählt, sodass der Leser immer weiß, was in beiden vorgeht.
Das letzte Drittel ist wirklich sehr gefühlsbetont und war für mich extrem tränenreich. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal bei einem Buch so geflennt habe.
Ein wirklich aufwühlender und bewegender Roman, den ich nicht so schnell vergessen werde!!
Ich danke dem Aufbau Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.
Dienstag, 12. Mai 2020
Rezension: `Sonst tot` von Jutta Maria Herrmann und Thomas Nommensen
* * * * *
Spannender Kurzkrimi!
Die vierzehnjährige Jule ist es leid, dass ihr Vater ihr den Umgang mit dem wesentlich älteren Ben verbietet. Um ihn zu strafen, dreht sie zusammen mit Ben ein absolut schräges Ding, doch nichts läuft so, wie sie es sich vorgestellt hat.
Als sie merkt, dass Ben nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat, ist es schon zu spät.
Währenddessen sucht Jules Vater seine Tochter überall, denn er hat eine Lösegeldforderung erhalten.
Ich mag die Bücher von Jutta Maria Herrmann und nun hat sie zusammen mit ihrem Mann Thomas Nommensen diesen kurzweiligen, spannenden Mini-Thriller geschrieben. Dazu verblüfft `Sonst tot` mit einem Ende, das man nicht voraussehen konnte.
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