Donnerstag, 18. Januar 2024

Rezension: `Das Pensionat an der Mosel- Töchter des Aufbruchs` von Marie Pierre

 

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Sehr gelungener Auftakt zu neuer Reihe!







Reichsland Elsaß-Lothringen, 1910. Pauline Martin hat alle Hände voll zu tun, ihr Pensionat zu leiten und die jungen Damen zu bändigen. Vor allem ihre Nichte Suzette sieht es überhaupt nicht ein, sich an Regeln zu halten oder Anweisungen zu befolgen. Als das Mädchen eines Nachts verschwunden ist, befürchtet Pauline das Schlimmste und bittet den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz um Hilfe. Dabei muss sie aufpassen, dass sie nicht gegen die strengen Sitten verstößt und der gute Ruf ihres Pensionats geschützt bleibt.

Es scheint, als würde jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft auf Pauline warten, denn der neue Gärtner scheint auch nicht der zu sein, für den er sich ausgibt.

Und schon wieder bietet Hauptmann von Pliesnitz seine Hilfe an.


Marie Pierre fängt den Zeitgeist Anfang des 20. Jahrhunderts wunderbar ein. Die jungen Frauen hatten meist nur das Ziel, eine möglichst gute Partie zu machen. Pauline möchte jedoch, dass sie Bildung erhalten, selbstständiges Denken lernen und auch Dinge hinterfragen, anstatt alles hinzunehmen. Sie möchte sie zu selbstbewussten Frauen erziehen.

Marie Pierre hat die historischen Fakten mit den spannenden Erlebnissen der fiktiven Personen verknüpft.

 Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, facettenreich und auch geheimnisvoll.

`Das Pensionat an der Mosel` ist eine leichte Lektüre, die perfekt für den Urlaub oder gemütliche Schmökerstunden auf dem Sofa geeignet ist.

Über Elsaß Lothringen wusste ich bisher nicht viel, aber im Nachwort kann man eine Menge Interessantes nachlesen.

Im August 2024 geht es mit dem `Pensionat an der Mosel` weiter, und ich freue ich schon sehr darauf.




Dienstag, 16. Januar 2024

Rezension: `Romeos Tod` von Sabine Thiesler

 

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Hat mir gar nicht gefallen!










Ich liebe die Bücher von Sabine Thiesler und hatte mich natürlich auch auf `Romeos Tod` gefreut. Leider bin ich bitter enttäuscht worden.

Es geht um den exzentrischen Schauspieler Jan Jespik, der seine große Liebe in der Person von Mona trifft. Diese ist gerade aus dem Gefängnis gekommen, wo sie wegen Mordes an der Geliebten ihres Mannes Vincenco 10 Jahre einsaß.

Die Beziehung wird schnell toxisch, und als Mona Jan ihre traurige Geschichte erzählt, steht für ihn fest, dass Vincenco büßen muss.

Ich habe vorher übersehen, dass es sich diesmal nicht um einen Krimi oder Thriller, sondern um einen Roman handelt. Das wäre nicht weiter schlimm, aber `Romeos Tod` konnte mich kein bisschen fesseln.

Der Schreibstil war okay, ich habe das Buch auch bis zum Schluss gelesen, obwohl es mir nichts ausgemacht hätte, mittendrin abzubrechen und nicht zu wissen, wie es weitergeht. Aber ich habe durchgehalten und fand im Endeffekt die ganze Geschichte an den Haaren herbeigezogen und verworren. Zum Schluss gab es dann noch mal eine völlig überraschende Wendung, aber die konnte das Ruder nicht mehr rumreißen.

Ich kann gar nicht glauben, dass dieser Roman aus der Feder Sabine Thieslers stammt.

Mit viel Wohlwollen habe ich mich für zwei Sterne entschieden, weil das Buch sich zumindest einfach lesen ließ.


                                                 


Montag, 15. Januar 2024

Rezension: `Sturmmädchen` von Lilly Bernstein

 

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WOW!! Was für eine Geschichte!!





Zu Beginn dieses wirklich gelungenen Romans finden wir uns im Jahr 1933, in der Gegend rund um Monschau in der Eifel wieder. 

Die drei Mädchen Elli, Käthe und Margot sind beste Freundinnen. "Eine für alle, alle für Eine" ist ihre Devise.

Keine von ihnen ahnt, dass ihre Welt schon bald eine völlig andere sein wird und nichts mehr bleibt, wie es war. 

Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen, schließt sich Käthe der Frauenschaft an, während der Jüdin Margot ein grauenvolles Schicksal mit Jahren voller Leiden und Kummer bevorsteht.

Elli, die Halbwaise, hat es auch nicht einfach, wird sie doch, aufgrund ihres verkrüppelten Beines von allen nur das 'Hinkemädchen' genannt. 

Trotzdem stellt sie sich mutig der Ungerechtigkeit entgegen und setzt sich, von Beginn an, für Schwächere ein. Denn die kluge Elli hat es schnell begriffen: wer nicht in die Ideologie der Partei passt, der könnte plötzlich verschwinden. So wie das kleine behinderte Mädchen, das immer friedlich vor seinem Elternhaus auf der Bank saß und niemandem etwas zuleide tat.

Vor allem aber möchte Elli ihrer Freundin Margot und deren Familie helfen. Viel ausrichten kann sie, aufgrund ihrer begrenzten Möglichkeiten, zunächst nicht, aber sie lässt sich nicht unterkriegen und gibt nie auf.

Das dörfliche Leben in jenen Jahren war oft beschwerlich, die meisten Menschen hatten viel Arbeit und dennoch kaum genug zu essen. Aber es gab auch schöne Momente, über die wir im Buch lesen dürfen, über Freundschaft, Liebe und Hilfsbereitschaft.

"Sturmmädchen" ist ein großartiger Roman, der mich sicher noch lange beschäftigen wird und den ich allen Lesefreunden wärmstens ans Herz lege. Ich habe Sonntagmorgen mit dem Buch begonnen und hatte es bis zum Abend ausgelesen - so gefesselt war ich von der Geschichte.

Lilly Bernstein hat mit ihrer Erzählung ein ebenso bewegendes wie wunderbares Zeitdokument geschaffen, das zusätzlich auch hervorragend geschrieben ist. 


                                   



Samstag, 13. Januar 2024

Rezension: `Grenzfall- In den Tiefen der Schlucht` von Anna Schneider

 

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Spannender vierter Fall!








Chefinspektor Krammers Kollegin Roza ist verschwunden. Hals über Kopf, ohne Handy und Tasche hat sie das Präsidium verlassen, und niemand weiß, wo sie steckt.

Krammer nimmt an, dass Roza sich in Schwierigkeiten befindet und will ihr Verschwinden vorerst nicht bei der Dienststelle melden. Auf eigene Faust versucht er herauszukriegen, was passiert ist und stößt als erstes in ihrer Wohnung auf eine männliche Leiche.

Zur Hilfe kommt ihm auch diesmal wieder seine Tochter Alexa und ihr Kollege. Vater und Tochter merken inzwischen, wie ähnlich sie sich sind, und das gefällt beiden nicht. Jedoch ist das auch ein Grund, warum sie immer wieder aneinandergeraten, und unabhängig voneinander nehmen sie sich vor, sich ein wenig zu ändern.

Auch der vierte Grenzfall ist wieder ziemlich verzwickt. Die Geschehnisse werden aus der Sicht Alexas oder Krammers geschrieben. In Kursivschrift kommt immer wieder eine junge Frau zu Wort, und nach und nach kann man sich zusammenreimen, um wen es geht.

Bei der gemeinsamen Suche nach Roza pflastern Unfälle und Todesfälle den Weg, und Krammer und Alexa wissen inzwischen, dass sie es hier nicht mit Kleinkriminellen zu tun haben, sondern einer großen Sache auf der Spur sind. Und immer wieder stellt sich die Frage: Was hat Roza damit zu tun? Eins wird jedoch schnell klar, sie müssen Roza finden, bevor es zu spät ist.

Spannender vierter Fall für das deutsch- österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer.



                                          


                                


Donnerstag, 11. Januar 2024

Rezension: `Die Verlobung` von Samantha Hayes

 

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Konnte mich nicht so begeistern!









Als Hannah den viel älteren Verlobten ihrer Tochter Belle vorgestellt bekommt, trifft sie der Schlag. Seit Jahren hofft sie, diesen Mann zu vergessen und ihn nie wieder zu sehen, und nun soll Jack ihr Schwiegersohn werden.

Sie kann weder ihrem Mann Rob noch ihrer Tochter erzählen, woher sie ihn kennt.

Den Schreibstil von Samantha Hayes mag ich eigentlich. Aber schon im vorigen Buch `Der Nachbar` ging es sehr unrealistisch zu, doch `Die Verlobung` übertrifft es noch bei Weitem.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine 18jährige aus gutem Hause so furchtbar naiv sein kann. Auch die Handlungen von Hannah oder ihrem Mann sind nicht wirklich nachvollziehbar.

Zum Ende hin wird einiges erklärt, und immer, wenn man denkt, jetzt reicht es an Zufällen, wird wieder einer drauf gesetzt, was es mehr und mehr unrealistisch macht.

Ich vergebe drei Sterne, weil ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe und es mir auch nicht langweilig war.

Doch mehr ist es mir nicht wert, und noch ein Buch der Autorin werde ich nicht lesen.



Dienstag, 9. Januar 2024

Rezension: `Weil Du meine Tochter bist` von Julia Kelly

 

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Sehr bewegend!









Viv hat es nicht leicht. Nachdem sie ungewollt schwanger wird, heiratet sie den Vater des Kindes. Für ihre Eltern ist es ein Unding, denn Joshua ist Jude und Vivs Familie ist streng katholisch.

Nach der Hochzeit geht Joshua nach Amerika und Viv muss wieder bei ihren Eltern leben. Vor allem ihre Mutter lässt sie täglich merken, dass sie ihnen Schande bereitet hat. Vivs einziger Trost ist ihre süße kleine Tochter Maggie.

Als der Krieg beginnt, ist es in Liverpool zu gefährlich, und viele kleine Kinder werden aus der Stadt geschickt. Auch Vivs Eltern überreden sie, Maggie aufs Land zu schicken. Schweren Herzens willigt sie ein, um das Beste für ihr Kind zu tun. Doch dann wird das Haus der Gasteltern bei einem Bombenangriff komplett zerstört und anscheinend hat niemand überlebt.

Der Schreibstil hat mir gefallen, ich fand ihn der Zeit angepasst. Julia Kelly hat sehr interessante und facettenreiche Charaktere geschaffen.

In verschiedenen Kapiteln lässt sie Viv, Maggie und auch Joshua erzählen. Die ausführlichen Schilderungen über das Kriegsgeschehen, das Joshua als Soldat erlebt, fand ich etwas langatmig. Mich haben die Kapitel von Viv oder Maggie mehr gefesselt, und deren Geschichte hat mich sehr berührt.  Julia Kelly hat sie gefühlvoll und mit den richtigen Emotionen rübergebracht, und ich habe mitgelitten, weil Viv so viel zu ertragen hatte.

Ein außergewöhnlicher Roman, bei dem man die 500 Seiten gar nicht merkt.


 




Mittwoch, 3. Januar 2024

Rezension: `Der Sturm- Vergraben´ von Karen Sander

 

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Spannend!!!!









Auf dem Darß bricht nach einem Sturm ein Stück der Steilküste weg, und darunter werden zwei Leichen gefunden. Sie liegen anscheinend schon länger hier, und es wird schwierig werden, herauszufinden, um wen es sich bei den Toten handelt. Sind sie Opfer des Darß- Rippers, der vor vielen Jahren hier sein Unwesen trieb?

Tom Engelhardt ist der leitende Ermittler und als noch eine verschlüsselte Cd am Strand gefunden wird, wird auch erneut Mascha Krieger, die Kryptologin, zu Rate gezogen.

Nun ist das alte Team aus `Der Strand` fast wieder komplett, und ich fühlte mich beim Lesen direkt wohl.

Auch diese Trilogie ist genauso aufgebaut wie `Der Strand.`  Es geht um einen Hauptfall und mehrere Nebenfälle. Die Ermittlungsarbeit steht im Vordergrund, um alles über diesen Cold Case herauszufinden. Leider wird auch dieses Mal die gesamte Auflösung erst am Ende des dritten Bandes erfolgen.

Trotzdem liest sich der Krimi total spannend und ich fand es auch nicht schlimm, dass man jede Menge Privates von den Ermittlern erfährt. Hier passt es einfach.

Die Kapitel sind kurz und viele enden mit einem Cliffhanger. Der Schreibstil von Karen Sander ist packend und die Story voller unerwarteter Wendungen.

Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und kann es kaum erwarten, den nächsten Teil in den Händen zu halten.


                                        


Mittwoch, 20. Dezember 2023

Rezension: ` Die Vermisste` von Caroline Corcoran

 

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Spannendes Verwirrspiel!









Direkt nach der Geburt verschwindet Romily aus dem Krankenhaus und lässt ihr Neugeborenes zurück. Ihr Ehemann Marc, die Familie und Freunde sind besorgt und ratlos. Was ist passiert?

Schnell scheint klar, dass sie nicht entführt wurde, sondern freiwillig gegangen ist. Doch was in aller Welt veranlasst eine Mutter, ihren Säugling zurückzulassen.?

Was steckt dahinter? Marc kümmert sich liebevoll um das Baby und hat eine eventuelle Erklärung für das Verhalten seiner Frau. Er versucht alles, um sie zurückzuholen, genau wie Romilys Schwester und ihre beste Freundin.

Die Autorin lässt die verschiedenen Personen erzählen, dazu gibt es Rückblenden in die Zeit vor der Geburt. Auch die Vermisste selbst kommt zu Wort, was es für den Leser noch schwieriger macht, die Situation zu durchschauen.

 Bis kurz vor dem Schluss bleibt erst mal unklar, was passiert ist und wer die Wahrheit sagt. Immer wenn ich dachte, auf der richtigen Spur zu sein, gab es wieder eine Wendung, die mich erneut verwirrte.

Zwischendurch zog es sich an manchen Stellen etwas, das hätte man kürzer fassen können, doch trotzdem war ich durchweg gefesselt von der Story. Wer psychologisch ausgefeilte Thriller mag, liegt bei `Die Vermisste` richtig.

                           


Samstag, 9. Dezember 2023

Rezension `Zauber des Neuen` von Ellin Carsta

 

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Neues von den Hansens!









Im vierten Teil der `Die Kinder der Hansens` Reihe treffen wir die Familienmitglieder wieder über die ganze Welt verteilt. 

Zum ersten Mal lesen wir etwas über Robert, Amalas Bruder, der nun in Chicago lebt.

In Hamburg sucht Amala nach einer neuen Aufgabe, denn durch den Unfall ist ihre Karriere vorbei.

Zusammen mit Auguste plant sie einen Umbau des alten Hansen Kontors in ein Lichtspielhaus mit Theater und Gastronomie. Doch es fehlt das nötige Kleingeld, deswegen versuchen sie Eduard und Georg für ihren Plan zu begeistern. Es ist schön zu lesen, dass Georg trotz seines hohen Alters von allen respektiert wird und man Wert auf seine Meinung legt.

In Wien kommt es zu einem schlimmen Ereignis, das Helene aus der Bahn wirft und auch die Familie sehr beschäftigt.

Eduard schmiedet einen Racheplan, er kann ein Gerichtsurteil nicht akzeptieren. 

Auch von den anderen Familienmitgliedern lesen wir Neues und es wird nie langweilig. Dieser Band hat es wieder in sich. Er ist von Anfang bis Ende spannend, weil extrem viel passiert.

Ellin Carsta schafft es immer wieder, mich mit ihrem lockeren Schreibstil an die Seiten zu fesseln. `Zauber des Neuen` hat mich sehr gut unterhalten. Um alle Zusammenhänge richtig zu verstehen, empfehle ich aber, die vorigen Bände zu lesen.


                                       




Donnerstag, 7. Dezember 2023

Rezension: `Reichenburg` von Silvia Götschi

 

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Konnte mich leider nicht begeistern!







In einer verlassenen Villa werden vier bestialisch zugerichtete Leichen gefunden. Ungefähr zur gleichen Zeit hat die Polizei es mit mehreren Vermisstenfällen zu tun. Die Ermittlerin Valerie Lehmann und ihr Team arbeiten mit Hochdruck, und es wird schnell klar, dass sie tiefer in der Vergangenheit graben müssen, um etwas herauszufinden.

Leider konnte mich der Krimi überhaupt nicht fesseln. Mir waren es zu viele Personen, die dann auch oft entweder mit Nachnamen oder Vornamen angeredet wurden, was mich zusätzlich verwirrte. Dass sich die Namen auch noch ähnelten, hat mich komplett durcheinander gebracht. Vielleicht liegt es daran, dass es schon mehrere Bände um die Ermittlerin Valerie Lehmann gegeben hat, und ich die Vorgänger nicht gelesen habe.

Ich hatte den Eindruck, die Autorin wollte zu viel in einen Krimi packen, dadurch wirkte das Ganze  ziemlich verworren und langatmig. Ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen, weil ich mich bis dahin wirklich durchquälen musste.