Samstag, 16. Juli 2022

Rezension: `Als das Böse kam` von Ivar Leon Menger

 

* * * * *

Thriller mit Gänsehautgarantie!!









Die 16jährige Juno und Ihr jüngerer Bruder Boy leben mit ihren Eltern allein auf einer idyllischen Insel. Ihr Leben ist einfach, sie ernähren sich von dem, was sie auf der Insel fangen oder finden, und einmal in der Woche rudert der Vater aufs Festland und holt frische Lebensmittel.

Das ist jedesmal sehr gefährlich, denn überall wohnen die gefährlichen Fremdlinge. Die Kinder sind froh, dass ihre Eltern so gut aufpassen und sie beschützen. Für den Notfall gibt es sogar einen eigenen Bunker, in den alle klettern und sich verstecken können. Niemals darf jemand sie sehen!!!

Und doch passiert es. Als der alte Briefträger auf die Insel kommt, sieht Juno ihn und er sie, und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Ivar Leon Menger hat einen extrem packenden Thriller geschrieben. Der Spannungsbogen wird ab der ersten Seite konstant bis zum Schluss oben gehalten. Zuerst fragt man sich, warum die Familie dort so einsam und heimlich lebt. Und wer sind die mysteriösen Fremdlinge, die am anderen Ufer lauern?

Der Autor hat  sehr gut beschrieben, wie sich die Charaktere im Laufe der Zeit verändern. Wie tiefstes Vertrauen sich in panische Angst wandelt.

Das Lesen hat meine Nerven arg strapaziert, ich habe regelrecht mit gezittert und hatte nicht nur einmal eine Gänsehaut.

Das Ende hätte etwas ausführlicher sein dürfen, aber insgesamt ist `Als das Böse kam` ein spannungsgeladener Thriller, und ich hoffe, bald wieder etwas von Ivar Leon Menger lesen zu können.


                                                        




Donnerstag, 14. Juli 2022

GEWINNSPIEL!!!


 Wart Ihr auch traurig, als die Hansen Saga vorbei war?? Doch Ellin Carsta hat sich entschieden, die Reihe weiterzuschreiben!!! 😀

Am 19.07.2022 ist es endlich soweit! Nun geht es mit den Kindern der Hansens weiter. Wir dürfen gespannt sein!! Zum Auftakt der neuen Reihe könnt Ihr eins von drei signierten Exemplaren gewinnen!! Na, wie findet Ihr das??



Worum geht es im Buch??

Hamburg 1924: Amala Hansen, die Tochter von Luise und Hamza, will endlich ihre Familie in Deutschland kennenlernen. Georg Hansen ist dankbar für den frischen Wind, den die ehrgeizige junge Frau aus den USA in die alte Villa bringt. Amala möchte Schauspielerin werden, doch sie trifft auf eine Welt voller Vorurteile. Genau wie ihre Mutter denkt sie jedoch nicht daran, aufzugeben, und arbeitet stattdessen nur umso härter an ihrer Karriere. Kann sie alle Widerstände überwinden?

Franz Loising hat das Kaffeehaus seiner Mutter in Wien übernommen, kann seine Aufgaben aber kaum ausführen. Der einst so frohe junge Mann hat mit seinen Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg zu kämpfen. Gelingt es ihm, sein Trauma aufzuarbeiten und in sein normales Leben zurückzukehren?



    

          Klickt aufs Cover u. Ihr gelangt zu Amazon





Möchtet Ihr mehr über Ellin Carsta erfahren? Dann guckt doch mal auf ihre HOMEPAGE









Was müsst Ihr nun tun, um an eins der begehrten Exemplare zu gelangen?


Bitte gebt meiner FACEBOOK Seite oder INSTAGRAM Seite ein 👍


Bitte kommentiert hier oder bei FB und Instagram , teilt und markiert gerne eure Freunde.


Bis zum 18.07.2022 um 23 Uhr habt Ihr Zeit.



Ihr müsst mind,18 Jahre alt sein (ansonsten brauche ich die Einwilligung eurer Eltern) und in


Deutschland wohnen.


Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



Noch ein Wort an diejenigen, die hier auf dem Blog teilnehmen... Es kommt vor, dass ich die Gewinner nicht anders benachrichtigen kann, als unter den Kommentar zu schreiben. Also guckt bitte unter euren Kommentar, ob Ihr gewonnen habt. Solltet Ihr euch innerhalb einer Woche nicht melden, muss ich neu verlosen.😕



Noch etwas zum Datenschutz:


Soweit im Rahmen der Aktion personenbezogene Daten von Teilnehmern erfasst werden (Vor- und Zuname, Anschrift, email Adresse), leite ich diese evtl. auch an Dritte - Autoren und Verlage - weiter, um einen reibungslosen Versand der Gewinne zu ermöglichen. Diese personenbezogenen Daten werden vom mir  ausschließlich zum Zwecke der Durchführung der Aktion erhoben und verarbeitet. Wenn Ihr am Gewinnspiel teilnehmt, erklärt Ihr euch damit einverstanden, dass euer Name im Falle eines Gewinns hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird.


Mittwoch, 13. Juli 2022

Rezension: `Verlassen` von Christiane Dieckerhoff

 

* * * *

Hier gibt es nur Verlierer!








DDR, kurz vor der Wende.

Die beiden kleinen Geschwister Männi und Matte haben es nicht leicht. Immer wieder verlässt die Mutter für einige Tage die Wohnung, lässt ihnen abgeschnittenes Brot da und schließt von außen ab. Männi ist verzweifelt, denn obwohl die Mutter sie immer `ihre Große` nennt, schafft sie es nicht, ihren kleinen Bruder rechtzeitig zu wickeln oder aufs Töpfchen zu setzen und anzuketten, so wie es die Mutter immer macht.


Berlin, heute.

Die Kommissarin Klaudia Wagner muss sich um eine verschwundene Touristin kümmern, die angeblich völlig betrunken aus dem Hotel gelaufen und nicht wieder aufgetaucht ist.

Klaudia und ihre Kollegen kommen bei der Suche nach der Frau  einer merkwürdigen Familiengeschichte auf die Spur und dann geschieht auch noch ein Mord.....


Christiane Dieckerhoff konnte mich mit `Verlassen` wieder gut unterhalten. Der Anfang war mega spannend, ab der Mitte lässt die Spannung jedoch etwas nach, um zum Ende hin wieder ordentlich Fahrt aufzunehmen.

 Immer wieder erfahren wir in Rückblenden, wie es mit Männi und Matte weitergeht. Diese Kapitel fand ich total fesselnd, aber sie haben mich gleichzeitig auch sehr erschüttert.

 Insgesamt ist der Autorin mit `Verlassen`  wieder ein spannender Krimi gelungen.



                                              


Ich danke Netgalley.de   für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Montag, 11. Juli 2022

Rezension: `Findelmädchen` von Lilly Bernstein

* * * * *

Bewegender Roman!





 



1955, Helga und ihr Bruder Jürgen sind überglücklich, als ihr Vater doch noch aus der Gefangenschaft zurückkehrt und sie nach Jahren in Frankreich zurück nach Köln dürfen.

Doch so einfach, wie sie es sich vorstellen, ist das Leben in der alten Heimat nicht. An die Kriegszeit haben sie noch Erinnerungen, doch bei der Frage, was mit ihrer Mutter passiert ist, da lässt das Gedächtnis die Geschwister im Stich.

Jürgen bekommt direkt eine Stelle bei den Fordwerken, doch Helgas sehnlichsten Wunsch, aufs Gymnasium zu gehen, erfüllt ihr der Vater nicht. Für solche `Flausen` hat er nichts übrig und schickt sie auf eine Haushaltsschule. Im Rahmen eines Praktikums wird Helga im Waisenhaus eingesetzt. Das Leid der Kinder dort und die Kaltherzigkeit der Nonnen gehen ihr sehr an die Nieren.

Helga boxt sich durch, sie hat ein Ziel und will auf keinen Fall auf der Haushaltsschule bleiben, auch wenn sie den Vater enttäuscht. Viele Stunden verbringt sie heimlich mit dem Flüchtling Konradin, und diese Zeit empfindet sie als kostbar. Ihr schmeichelt, dass auch der Mädchenscharm Peter sie zur Freundin möchte. Doch dann geschieht etwas, das ihr, sowieso schon kompliziertes, Leben völlig durcheinander bringt.

In Form von Tagebucheinträgen aus dem Krieg erfahren die Leser mehr über Helgas Mutter, die ja seitdem vermisst wird. Nach und nach kommt auch ans Licht, dass der Vater eine Vergangenheit hat, mit der niemand gerechnet hat.

Lilly Bernstein hat wieder eine fesselnde, herzergreifende Geschichte geschrieben. Durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil kann man sich gut in die 50er Jahre hineinversetzen. Erschreckend fand ich, dass zehn Jahre nach Kriegsende die alten Feindbilder immer noch vorhanden sind und sich das auch auf die unschuldigen Kinder auswirkt. Diese Erfahrung muss Helga im Waisenhaus mehrmals machen, vor allem die farbige kleine Bärbel, ein Besatzerkind, hat es besonders schwer. 

`Findelmädchen` ist ein emotionales Buch, bei dem man an manchen Stellen schon mal eine Träne verdrücken kann. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, teils empfand ich sie allerdings fast zu gutherzig.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman!


                               





Ich danke dem Ullstein Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Freitag, 1. Juli 2022

Rezension: `Minna. Kopf hoch, Schultern zurück` von Felicitas Fuchs


* * * * *

Eine ergreifende Familiengeschichte!










 Zuerst hab ich mich etwas erschrocken, als ich den 600 Seiten dicken Schmöker sah, doch wenn man von einem Buch gefesselt ist, vergeht die Zeit wie im Flug. Und schwups, ist man durch.

So ging es mir mit `Minna.`

Die Autorin hat ihre eigene Familiengeschichte zum Anlass für die Mütter Trilogie genommen, dessen erster Band mit Minna, ihrer Großmutter beginnt.

Ganz am Anfang wird der Leser neugierig auf ein Geheimnis gemacht, dabei scheint es sich um etwas Gravierendes zu handeln, was bei Bekanntwerden die Familie zerstören könnte.

Minnas Geschichte beginnt im März 1924. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, versucht sie trotzdem, das Beste aus jeder Situation zu machen. Als sie den etwas älteren Fred kennenlernt, scheint sie alles richtig gemacht zu haben, denn er verliebt sich in sie und will sie heiraten.

Dass seine Familie Minna als Schwiegertochter nicht akzeptiert, belastet die junge Frau, doch sie wird noch viel schwerere Prüfungen in ihrem Leben bestehen, mehrere schlimme Schicksalsschläge verarbeiten und einen Krieg überleben. Mit am schlimmsten wiegt der Verrat von geliebten Menschen. Aber auch das Glück klopft zwischendurch wieder an ihre Tür. Minna lässt sich niemals unterkriegen, immer hat sie neue Ideen, die ihr und ihrer Familie das Überleben sichern.

Außer von Minna wird die Geschichte aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder erzählt.

Carla Berling alias Felicitas Fuchs konnte mich mit ihrem ersten Familienroman voll überzeugen. Bisher kennt man die Autorin aus den Genres Krimi und Humor, und ich war erst etwas skeptisch. Aber ich habe festgestellt, sie kann auch eine wunderbare, ergreifende Familiengeschichte schreiben.

Leider müssen wir auf den zweiten Teil, in dem es mit Tochter Hanne weitergeht, noch bis Januar`23 warten, aber umso länger ist die Vorfreude.


                                                   


Donnerstag, 30. Juni 2022

Rezension: `Poppy. Dein Kind verschwindet` von Kristine Getz

 

* * *

Zu wirr und durcheinander!









Lotte und Jens sind bekannte Influencer. Ihre Follower verfolgen jeden Schritt, den Lotte mit ihrer kleinen Tochter Poppy macht. Jens hat immer die Kamera parat, und so gibt es fast nichts, das sie nicht mit ihrer großen Fangemeinde teilen. Poppy ist mit ihren zwei Jahren schon ein gefragter Social Media Star.

Nachdem Jens ein Foto gepostet hat, dass Poppy das Wochenende bei den Großeltern verbringt, verschwindet das Kind spurlos. Als herauskommt, dass die Familie kurz vorher von einem Stalker bedroht wurde, hat niemand mehr Verständnis für die Eltern.

Die Polizistin Emer Murphy ist krankgeschrieben, soll nach einem schlimmen Zusammenbruch noch nicht wieder arbeiten. Doch das Verschwinden des Mädchens beschäftigt sie, und auf einmal ist sie wieder mittendrin und ermittelt mit den Kollegen. Allerdings fand ich die Rückblicke in ihre Vergangenheit überflüssig und störend.

Welche Geheimnisse hat die Mutter des Kindes? Wer ist der Stalker? Wer macht heimlich Fotos? Und wieso kann Jens auch jetzt in dieser schlimmen Situation auf seine Klicks gucken? 

Die Autorin reißt viele, viele Themen an, doch so richtig packen konnte mich dieses Buch nicht. Obwohl aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, musste ich mich ein wenig durchquälen. Die nötige Spannung kam nur manchmal auf. Mir war alles etwas zu durcheinander und verworren, und auch das Ende fand ich ziemlich wirr.

Von einem  Thriller ist `Poppy` für mich leider weit entfernt.




Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 29. Juni 2022

Rezension: `Blinde Furcht` von Linda Castillo

 

* * * * *

Wieder ein grandioser Thriller!









Inzwischen ist es schon der 13. Fall, den Polizeichefin Kate Burkholder in Painters Mill zu lösen hat.

Rabea Schwartz, eine ehemals amische junge Frau, wird im Willowdell Motel brutal ermordet aufgefunden. Es gibt einige Tatverdächtige, denen Rabea mal auf die Füße getreten ist, und Kate und ihr Team ermitteln in alle Richtungen. 

Ich  finde es immer sehr spannend, wenn wieder etwas bei den Amischen passiert. Oft werden mir die Reihen mit denselben Ermittlern irgendwann langweilig. Aber von Kate Burkholder könnte ich, glaube ich, immer weiter lesen.

Kate kannte Rabea Schwartz schon als Kind und hat sie als widerspenstiges, eigenwilliges, aber trotzdem nettes Mädchen in Erinnerung.

Nachdem das Laptop und Handy der Toten gecheckt wurden, kommen verheerende Dinge zum Vorschein, die niemand vermutet hätte und die bis in Polizeikreise reichen.

Wieder hat Linda Castillo einen extrem spannenden, sehr komplexen Fall mit vielen überraschenden Wendungen konstruiert.

Am Anfang dachte ich, es wäre klar, wer die junge Frau ermordet hat, aber nach und nach gesellen sich immer mehr Tatverdächtige dazu, die ein Motiv gehabt hätten. Für wen steht so viel auf dem Spiel, dass er vor brutalem Mord nicht zurückschreckt? Und woher hatte Rabea so viel Geld?

Kate und ihr Freund Tomassetti sind sehr sympathisch, genau wie die anderen Kollegen aus der Dienststelle. Bei der Suche nach dem Mörder gerät Kate in manche brenzlige und gefährliche Situation, aber auf ihr Team kann sie sich stets verlassen.

Dass sich bei den Thrillern von Linda Castillo viel auf amischen Höfen abspielt, und man zusätzlich über deren Lebensweise erfährt, macht die Stories immer so außergewöhnlich und besonders.

Auch diesmal ist ihr wieder ein grandioser Pageturner gelungen!



Dienstag, 21. Juni 2022

Rezension: `Winterschwestern` von Kristin Hannah

 


 * * * *

Bin hin- und hergerissen...









Vorab möchte ich erwähnen, dass dieses Buch schon früher unter dem Titel `Ein Garten im Winter` erschienen ist.

 Die Schwester Meredith und Nina sind erschüttert über den plötzlichen Tod des Vaters. Kurz vorher mussten sie ihm noch versprechen, sich immer um die 81jährige Mutter zu kümmern. Das fällt ihnen allerdings nicht so leicht, denn Anja Whitson ist eine kalte, herzlose Person, die ihren Kindern nie Liebe entgegengebracht hat. Der Vater versuchte das ein Leben lang auszugleichen, aber nun ist er tot.

Die Mutter hat nie über ihre Vergangenheit gesprochen, die Mädchen wissen nur, dass sie aus Russland kommt. Anja flüchtet sich lieber in ihre russische Märchen. Davon hat sie den Kindern oft erzählt, aber nie erfuhren sie das Ende.


Kristin Hannah hat mich bisher mit allen Büchern packen können, doch `Winterschwestern` war nicht ganz das, was ich von ihr erwartete.

Ihr Erzählstil ist wie immer gut, aber die Geschichte insgesamt konnte mich nicht so fesseln. Ich habe wenig Verständnis für das Verhalten dieser kaltherzigen und undankbaren Frau gehabt. Egal, was passiert ist und was sie erlebt hat, es gibt keinen Grund, die eigenen Kinder so zu behandeln. Noch schlimmer und unrealistischer fand ich, wie sie sich nach dem Tod des Vaters veränderte.


In einer anderen Zeitebene geht es zu einer russischen Familie in die Zeit des zweiten Weltkriegs nach Leningrad. Was für eine schreckliche Kälte und Hungersnot die Menschen erleben mussten. Manchmal hatten die Kinder nur Sägespäne und Erde zu essen, um zu überleben. Alle Möbel wurden verfeuert, sodass man zum Schluss zu mehreren Personen im Bett schlafen musste und weder Stuhl noch Tisch besaß. Ich hatte die ausgemergelten Kinder, die kaum noch Kraft hatten, bildhaft vor Augen. Diese Kapitel haben mir wieder sehr gut gefallen, weil alles sehr authentisch dargestellt wurde.

Und endlich erfahren die Mädchen und auch die Leser den Grund für Anjas Verhalten. Leider wurde die Geschichte zum Ende hin nochmal ziemlich unrealistisch und richtig kitschig.

Ich bin ein bisschen gespalten, was die Bewertung angeht. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, habe mich aber für 4 entschieden, weil es nicht das Buch war, sondern eigentlich nur die Mutter, die mich genervt hat.


                                                      


Ich danke Netgalley.de für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 15. Juni 2022

Rezension: `Das Letzte, was Du hörst` von Andreas Winkelmann

                                                         
  


Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog um einen kleinen Jungen, der fürchterliche Angst vor dem Monster unter seinem Bett hat. Bis ihm plötzlich klar wird, dass das Monster gar nicht unter dem Bett ist. Es steht gerade davor!

Kommissarin Carola Barreis reicht es. Sowieso schon überlastet, hat sie plötzlich mehrere Mordfälle zu bearbeiten. 

Sie ermittelt im Umkreis der Todesopfer, und alle Spuren führen zum Podcast `Hörgefühlt.` 

Der Betreiber des Podcasts ist der Mental Coach Marc Maria Hagen, der etliche Fans hat. Besonders die Damen lieben seine einfühlsame Stimme und seine Tipps für ein besseres Leben.

Roya Mayer ist Journalistin und recherchiert schon seit geraumer Zeit über den Betreiber von `Hörgefühlt` und will herausbekommen, was sich hinter den Kulissen abspielt.

Die Story wird von unterschiedlichen Personen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Andreas Winkelmann hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, versteht es ab der ersten Seite Spannung aufzubauen und durchweg oben zu halten. Ich habe den Thriller in zwei Abenden ausgelesen, weil ich ihn schlecht zur Seite legen konnte. Trotzdem vergebe ich nur 4 Sterne, denn ich fand die Story manchmal doch arg an den Haaren herbeigezogen. Was aber der Spannung überhaupt keinen Abbruch tat. `Das Letzte, was Du hörst` war wieder ein packender Thriller und ein Lesevergnügen!


                                                             






Ich danke dem Rowohlt Verlag  für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 7. Juni 2022

Rezension: `Morgen werden wir glücklich sein` von Lea Korte

 

* * * * *

Drei außergewöhnliche Frauen!









Paris, 1940. Die drei Freundinnen Marie, Geneviève und Amiel nennen sich `Die Unzertrennlichen.` Nichts und niemand soll sich je zwischen sie drängen. Doch das Leben stellt ihre Freundschaft auf eine sehr harte Probe.


Lea Korte hat drei komplett unterschiedliche Frauen beschrieben, jedoch ist jede auf ihre Art außergewöhnlich. 

Marie schließt sich der Résistance an, einer Widerstandsbewegung, Amiel ist Jüdin, möchte aber nicht fliehen, sondern als Ärztin helfen. Nur Geneviève will einfach ihr Leben als Musikerin weiterleben. Doch gerade sie wächst über sich hinaus und bringt im Stillen große Opfer für ihre Freundinnen.

Im Buch finden wir zwei Zeitebenen. In der Gegenwart treffen sich Maries und  Genevièves Enkelinnen, die andere Handlung spielt in Paris zwischen 1940-1945.

Lea Korte lässt den Leser den Krieg aus Sicht der Franzosen betrachten und hat somit einen interessanten Blick auf die andere Seite gegeben. Auch wenn der Anfang etwas schleppend begann, geht es ab dem Einmarsch der Deutschen in Paris Schlag auf Schlag. Vieles passiert und das Leben der drei Freudinnen ändert sich radikal.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, vor allem die Kapitel aus der Vergangenheit konnten mich fesseln. Lea Korte hat einen einfühlsamen und berührenden Schreibstil, und durch ihre bildhaften Beschreibungen hatte ich die Frauen und viele der Handlungsstätten immer vor Augen. Durch häufigen Wechsel der Perspektiven bekommt der Leser die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und kann sich eine eigene Meinung bilden. Da man alle Seiten kennt, wirkt der Verrat, der geschieht, noch viel schwerer. 

Eine ganz klare Leseempfehlung für `Morgen werden wir glücklich sein.`