Donnerstag, 16. Juli 2020

Rezension: `Klammerblues um zwölf` von Carla Berling



* * * * *
Sehr witzig!
















Nach dem Tod ihres Mannes fühlt sich Fee, 57, allein gelassen von der restlichen Welt. Zu dick, zu träge und jetzt kommen auch noch Geldsorgen hinzu.
Während sie in Selbstmitleid badet, hat die flotte Nachbarin Claudine eine Idee: Warum ziehen wir nicht in eine WG? Schnell findet sich noch eine Dritte und die Frauen-WG kann starten. Während die beiden anderen tough sind und das Leben genießen, sind Fees Lieblingswörter Ja, aber und Nein, weil. Sie verkriecht sich zu Hause, guckt ihre Serien und futtert weiter, alles was ihr zwischen die Finger kommt.
Mit der Hilfe der beiden kommt sie jedoch nach und nach aus ihrem Tief heraus und fängt an zu leben.

Carla Berling hat eine humorvolle Geschichte um drei Freundinnen im fortgeschrittenen Alter geschrieben. Deren Motto: Alt sein ist etwas für andere, hier wird gelebt...

Ich denke, jede nicht mehr ganz junge Frau wird sich hier manchmal wiedererkennen. Wer hat sie noch nicht erlebt, die Problemchen mit dem Aussehen, der Figur, den Haaren und vielem mehr?
 Hier werden wirklich alle Klischees bedient, manches auch ziemlich übertrieben, was es aber wieder witzig macht.  
Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die ewigen Hinweise auf alte Musiktitel für jüngere Leserinnen etwas reizlos sind.
Insgesamt ist `Klammerblues um zwölf`eine leichte Lektüre, locker und flockig erzählt, ideal geeignet für den Urlaub. 




                                                 



  Ich danke dem Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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