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Donnerstag, 23. Mai 2024

Rezension: `Die Verlierer` von Petra Hammesfahr

 

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Schwieriger Fall für Rita Voss!









Kriminalhauptkommissarin Rita Voss wird immer noch nicht warm mit ihrem neuen Chef. Trotzdem muss sie sich zusammenreißen und mit ihm zusammen in dem Fall der vermissten Joggerin Kirsten Keller ermitteln. 

Dieser stellt sich als viel komplexer heraus als zuerst angenommen, denn es scheint noch ähnlich gelagerte Fälle zu geben.

Die Geschichte  wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wobei es auch zahlreiche Rückblenden in die Vergangenheit gibt.

Die Ermittler finden heraus, dass es sich um mehrere verzwickte Kriminalfälle in verschiedenen Städten handelt. Doch der Zusammenhang ist für die Polizei, im Gegensatz zum Leser, nicht so einfach zu erkennen. Der Krimi ist voller unvorhergesehener Wendungen, bevor es zu einem Ende kommt, mit dem man absolut nicht rechnen konnte.  

Ich mag die Bücher von Petra Hammesfahr und ihr, manchmal etwas altbackener Schreibstil gefällt mir. Dadurch, dass die Handlungen hier in meiner Heimat spielen, kenne ich viele der Schauplätze.

Mit `Die Verlierer` ist ihr wieder ein psychologischer Spannungsoman gelungen, den ich an zwei Abenden durch hatte.

 

                            





Mittwoch, 26. April 2017

Rezension: ` Der Himmel über Ceylon` von Linda Cuir



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Berührende Geschichte mit interessanten Einblicken in die Kultur.











Die junge Teepflückerin Anjali erhofft sich etwas anderes vom Leben, als nur Tee zu pflücken und sich zur Krönung ein Kind von einem Aufseher andrehen zu lassen.
Trotz der Missbilligung ihrer Mutter schwänzt sie die Arbeit auf der Plantage und steigt zum Tempel, um die Götter um eine bessere Zukunft zu bitten.
Dabei trifft sie auf den adeligen Engländer Tom. Er bietet ihr an, bei seinen Eltern als Küchenhilfe zu arbeiten und es scheint, als hätten die Götter ihren Wunsch erhört.
Anjali verliebt sich in Tom und nimmt an, dass es ihm ähnlich geht, doch leider läuft alles bald ganz anders als erwartet.
Anjali lässt sich jedoch nicht unterkriegen, steht schwierige Zeiten ganz allein durch, schafft es aber immer wieder, Menschen zu finden, die ihr zugetan sind und so baut sie sich mehrmals etwas Neues auf. Fleißig arbeitet sie an ihren Ideen, doch wohin ihr Weg sie am Ende führt, ist nie ganz klar. Viele Niederlagen und menschliche Enttäuschungen muss Anjali einstecken, doch aufgeben kommt für sie nie in  Frage.

Die Geschichte ist sehr interessant, in den 60er Jahren und später gab es in Ceylon immer noch Kastendenken, obwohl es offiziell abgeschafft wurde.
Zwischendurch zieht es sich allerdings etwas, da hätte man das Geschehen ein wenig zusammenraffen können. Anjalis Verhalten aufgrund ihrer Mentalität konnte ich manchmal nicht nachvollziehen, da merkte man wieder den Unterschied zwischen europäischem und asiatischem Denken.


Eine berührende, sehr schön erzählte Geschichte mit vielen interessanten Eindrücken und Hintergründen über Ceylon und das Leben dort, die andere Kultur, den Unterschied zwischen arm und reich. Die Autorin hat gut recherchiert  und dem  Leser die Lebensweise, die Götter und das Kastenwesen nähergebracht.

Durch den Prolog ist der Leser sicher, dass noch etwas Bedeutendes in Anjalis Leben passiert und dass sie es auf jeden Fall geschafft hat.


 Ich danke dem Dotbooks Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 20. Mai 2014

Rezension : Nr.13 von Laura Wulff




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Brisante Themen, spannend verpackt!!!











Dies war mein erstes Buch von Laura Wulff, aber ich hatte inzwischen schon so viel darüber gehört, dass ich es auch unbedingt lesen musste. Übrigens ist es kein Problem, wenn man die vorigen Bände nicht kennt.

Es beginnt schon mit einem ziemlich heftigen Prolog, denn ein kleiner Junge wird in einem Keller gefangen gehalten und der Missbrauch durch einen Mann wird ziemlich genau beschrieben.

Absolut widerlich, und trotzdem kann man nach diesen detailreichen Beschreibungen die Ängste des Kindes noch viel besser nachvollziehen. Allerdings ist es sicher nichts für zartbesaitete Leser.

Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, zum einen geht es um Kommissar Zucker, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und nur schwer mit seinem Schicksal fertig wird. Denn er fühlt sich von den Kollegen abgeschoben. Er möchte aber auf jeden Fall beweisen, dass immer noch ein guter Ermittler in ihm steckt. Es hat eine Zeitlang gedauert, bis mir Daniel Zucker mit seiner Art sympathisch wurde, doch dann hat er mir gefallen.

In einem jüdischen Bad wird eine Leiche gefunden; weiterhin gibt es noch das Haus in der Bruchstr. Nr. 13, in dem verurteilte Pädophile nach ihrer Haftentlassung wohnen.

Eine Zeugin will dort einen Mord beobachtet haben, doch irgendwie passt alles nicht zusammen. Sind die Opfer identisch, oder handelt es sich um zwei Mordfälle? Für den Leser bleibt erst mal Vieles im Unklaren.

Daniel Zuckers Neffe Benjamin möchte seinem Onkel heimlich bei der Aufklärung des Falles helfen, begibt sich aber selbst in große Gefahr und entdeckt dabei außerdem etwas an sich, das er nie wahrhaben wollte.

Obwohl der Junge schon volljährig ist, fand ich ihn doch sehr naiv und kindlich in seinen Gedanken und seinem Handeln.

Auch die privaten Probleme Daniel Zuckers und seiner Frau nehmen einen großen Raum ein.

Die Autorin hat sich eine komplexe Story ausgedacht und zu einem spannenden Krimi verarbeitet. Die Themen hätten gut und gerne Stoff für zwei Bücher geliefert, deswegen fand ich es schon fast zu viel.

Die Problematik eines Leben als Querschnittgelähmter, Eheprobleme, Kinderwunsch, Homosexualität, Pädophile und ihre Wiedereingliederung und natürlich Mord !

Viele Dinge, die hier passieren, lassen lange keinen Zusammenhang erkennen, doch zum Schluss hat die Autorin geschickt alle Fäden miteinander verbunden und das Ende ist stimmig.

Das Buch lässt sich insgesamt gut und flüssig lesen, auch wenn mir Daniel in der ersten Hälfte manchmal mit seiner Art auf die Nerven ging, aber wie gesagt, dann habe ich ihn liebgewonnen..

Die Spannung ist von Anfang an da und konnte bis zum Schluss erhalten bleiben.

Vor allem das Haus Nr.13, in dem nur Kinderschänder wohnen, fand ich äußerst beklemmend und gruselig. Lange nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, dachte ich noch darüber nach. Wo sollen eigentlich entlassene Pädophile wohnen ? Ich möchte keinen in der Nachbarschaft haben.

Ich kann das Buch unbedingt empfehlen, schwanke zwischen 4 und 5 Sternen, habe mich aber doch für 5 entschieden.


Ich danke dem Dotbooks Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Freitag, 14. Februar 2014

Rezension : `Die Liebe der Sternentochter` von Anna Valenti



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Die Geschichte um Caroline geht weiter!!



Der zweite Teil der " Sternentochter-Saga " beginnt genau an der Stelle, an der der erste Band endete.

Caroline Caspari steht schwanger und allein vor ihrem Elternhaus und hofft, dass ihre Eltern sie wieder aufnehmen.

Doch ihre Mutter Friederike bleibt weiterhin hart und verstößt ihre Tochter endgültig; der Vater fügt sich, wie immer, in allem den Wünschen seiner Frau.

So muss das arme Mädchen erst einmal bei der Großmutter Unterschlupf suchen, doch in wenigen Tagen wird ihr Liebster, Georg ja wieder da sein und dann wird alles gut.

Doch leider ist das Schicksal ihr nicht wohlgesonnen.

Ich möchte nicht zu viel der Geschichte verraten, aber Caroline muss ihr Leben von nun an allein meistern. Sie geht als Dienstmädchen nach Berlin, das Baby bleibt vorerst bei der Oma. Doch als sei das noch nicht genug Strafe, stirbt die Großmutter kurz darauf.

Wie auch im ersten Teil wird das alltägliche Leben Ende des 19. Jahrhunderts sehr realistisch beschrieben.

Wie schwierig, bis unmöglich es für eine Frau war, sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten. Der Ehemann konnte über das gemeinsame Leben bestimmen, eine eigene Meinung durfte sich keine Frau erlauben.

Das Einzige, das zählte, war eine gute Partie, egal, ob man den Partner mochte oder nicht.

Eine Stellung und Ansehen in der Gesellschaft, das war es, worauf es ankam.

War man allerdings mit einem unehelichen Kind `bestraft`, bedeutete das das gesellschaftliche Ende.

Man bekam weder eine Stellung, noch eine Wohnung, geschweige denn einen Ehemann, man befand sich ganz unten.

Die Geschichte von Caroline Caspari beruht ja auf einer wahren Begebenheit, das macht das Ganze noch beklemmender.

Anna Valenti hat den Weg, den Caroline bestreiten musste, sehr authentisch und gefühlvoll geschildert. Caroline beschreibt sie als eine mutige Frau, die immer wieder Schicksalsschläge erleiden muss und trotzdem Menschen findet, die ihr wohlgesonnen sind. Ganz anders als ihre Familie, die ihr das ohnehin schon schwere Leben noch unerträglicher machen. Die Charaktere sind genauso wie im ersten Band, allesamt sehr glaubwürdig beschrieben.

Der Sprachstil der Autorin ist zwar immer noch recht einfach, allerdings schon viel besser als im ersten Teil. Dort war Caroline allerdings auch ein sehr naives Mädchen, nun ist sie erwachsener geworden und ich hatte den Eindruck, dass der Schreibstil dem angepasst wurde.

"Die Liebe der Sternentochter" ist ein flüssig geschriebenes Buch, das man so weglesen kann, einfach mal zum Abschalten und Entspannen.







Ich danke  bloggdeinbuch  und   dotbooks  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Unter diesem  LINK könnt ihr `Die Liebe der Sternentochter` bestellen.