Mittwoch, 15. Juli 2026

Rezension: `Du musst mich vergessen` von Rosie Walsh


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Sehnsucht, Verlust und Mut!
















Carrie führt in England ein scheinbar erfülltes Leben. Sie liebt ihren Mann Robin und ihre Kinder und nach außen wirkt alles harmonisch. Doch die Erinnerung an ihre erste große Liebe Johan lässt sie seit zwölf Jahren nicht los. Am Tag ihrer Hochzeit wurde er in Thailand verhaftet, und von einem Moment auf den anderen verschwand er aus ihrem Leben. Ohne Abschied, ohne Erklärung.

Als Carrie zufällig über einen Artikel stolpert, erfährt sie, dass Johan in Schweden lebt. Und das schon seit sechs Jahren. Diese Erkenntnis trifft sie wie ein Schlag. Die Gefühle, die sie so lange verdrängt hat, brechen sofort wieder hervor, und Carrie weiß, dass ein Wiedersehen alles zerstören könnte, was sie sich aufgebaut hat.

Rosie Walsh erzählt diese Geschichte mit viel Feingefühl und einem sicheren Gespür für emotionale Konflikte. Die Figuren sind facettenreich und sehr unterschiedlich gezeichnet, ihre Entscheidungen oft überraschend und voller Wendungen. Besonders gelungen sind die Rückblenden in die Zeit vor zwölf Jahren. Sie erklären nach und nach, was damals wirklich geschah, und machen verständlich, warum Carrie Johan nie vergessen konnte.

Den Schreibstil fand ich besonders packend. Man spürt Carries inneres Chaos, ihre Sehnsucht, ihre Unsicherheit. Immer wieder entsteht der Eindruck, dass die Menschen um sie herum bestimmen, wie ihr Leben auszusehen hat und Carrie sich dem fügt. Doch schließlich wächst sie über sich hinaus und trifft eine Entscheidung, die ganz allein ihr gehört.

Ein emotionaler, spannender Roman über Liebe, Verlust und die Frage, ob man der Vergangenheit wirklich entkommen kann.



                                         


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